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Benutzername: SchuSchu


Bewertungen

Insgesamt 39 Bewertungen
Bewertung vom 26.04.2016
A wie B und C
Kleeman, Alexandra

A wie B und C


weniger gut

Das Cover ist in einem schlichten Weiß gehalten. Darauf prangt der Titel in goldenen Buchstaben. Ich weiß nicht, ob dieses Bild mich auf Anhieb angesprochen hätte. Dennoch wurde irgendwie meine Neugier geweckt und ich griff zum Buch.

Nun aber erst einmal der Inhalt per Klappentext:
A ist eine attraktive junge Frau. B ist ihre Mitbewohnerin, die um jeden Preis so aussehen möchte wie A. C ist As Freund und schaut mit ihr am liebsten Haifisch-Dokumentationen oder Pornos. Als A eines Tages verschwindet, ahnen B und C nicht, dass sie sie womöglich nie wiedersehen werden. A wie B und C erzählt mit scharfem Blick und hintergründigem Humor von unserer Obsession, perfekt zu sein: wie Realityshows, Werbung und abstruse Trends uns in Beschlag nehmen und zu Leibeigenen unserer Körper machen.

Meine Meinung:
Ich gebe zu, dass ich nicht direkt einen Zugang zum Buch gefunden habe. Der Schreibstil ist zwar flüssig und lässt sich sehr gut verfolgen. Auch die Geschichte ließ sich somit gut lesen und die Seiten flogen nur so dahin.

Jedoch heißen die Protagonisten hier nur schlicht A, B und C, was mir nicht unbedingt dabei half, eine gewisse Nähe zu ihnen aufzubauen. Dennoch fand ich mich in einigen Situationen, welche im Buch beschrieben werden, wieder. Allerdings nicht in allen. Manche Geschehnisse wirkten doch schon etwas skurril und seltsam.

Nun aber zu meinem eigentlichen Problem- was wollte mir die Geschichte sagen? Darüber grübele ich schon ein paar Tage, denn hier werden lediglich Alltagssituationen angesprochen und keine sonderlich spannende Geschichte erzählt. Vielleicht lag die Spannung darin verborgen? Vielleicht dient es lediglich auch nur zur einfachen Unterhaltung? Ich bin noch unschlüssig.
Die gesamte Stimmung wirkte auf mich jedoch etwas beklemmend und verstörend und so bleibe ich nach dem Ende des Buches auch zurück.

Mein Fazit:
Das war einfach nicht meine Geschichte und daher kann ich leider auch nur schwer eine Empfehlung aussprechen. Teilweise wurde ich gut unterhalten, teilweise hat mich die Geschichte aber absolut nicht angesprochen.

Schade, hier hätte ich mir etwas mehr versprochen.

Bewertung vom 26.03.2016
So wüst und schön sah ich noch keinen Tag
LaBan, Elizabeth

So wüst und schön sah ich noch keinen Tag


ausgezeichnet

Das Cover zeigt ein gezeichnetes Pärchen, welches durch den Schnee marschiert. Der Hintergrund ist dunkel -Blau gehalten. Dieses Bild passt perfekt zur Geschichte und drückt zusätzlich die Grundstimmung der Geschichte aus. Bei dem Titel handelt es sich um eins von vielen bekannten Zitaten, die im Buch erklärt werden.

Kurz zum Inhalt:
Duncan ist im Senior Jahr angekommen. Hier gehört es zur Tradition eine Überraschung vom Vorgänger in seinem Zimmer vorzufinden. mal ist es ein guter Wisky oder auch schon mal ein Haustier. Aber auch alte, leere Pizzakartons gehörten zu den bisherigen Geschenken. was würde Duncan vorfinden? Einen ganzen Stapel besprochener CD´s. Na Toll! Und wäre das nicht schon schlimm genug sind sie ausgerechnet von Tim!

Nun zu meiner Meinung:
Wie es schon schön auf dem Cover angedeutet wurde, lassen sich auch im Buch Zeichnungen finden. Jeweils am Anfang und am Ende der Geschichte. Dies finde ich sehr gut gewählt. Zu Beginn es Buches betreten wir gemeinsam mit Duncan die Schule und anschließend verlassen wir sie ebenfalls zusammen.

Die Kapitel wurden nach der jeweiligen Person benannt. Mal verfolgen wie die Geschichte, welche Tim auf die CD`s gesprochen hat, mal erleben wir die Geschichte ein Jahr später aus Duncans Sicht. Zusätzlich findet sich ein Zitat unter dem jeweiligen Namen wieder, welches später im Kapitel nochmals aufgegriffen wird.
Weiterhin sind die Abschnitte sehr kurz gehalten und tragen einem angenehmen Lesefluss bei.

Die Autorin hat einen sehr angenehmen, ruhigen aber dennoch mitreißenden Schreibstil. Ebenso ist auch die Spannungskurve angelegt. Stück für Stück erfährt der Leser von einer Tragödie, die sich im letzten Schuljahr abgespielt hat. Die Spannung steigt stetig an, die Auflösung wartet jedoch erst am Ende des Buches.

Die Charaktere werden anschaulich ausgearbeitet. Durch viele kleine Episoden erhalten sie nach und nach zusätzlich an tiefe. Aber auch auf ihre Gefühle und Denkweisen wird eingegangen, so das der Leser sich schnell in sie hineinversetzten und ihren Handlungen folgen kann.

Weiterhin gefallen mir hier die Erwähnungen von bekannten literarischen Werken und deren Zitaten. So finden u.a Shakespeare und Hemingway ebenfalls ihren Platz im Buch und lassen die Geschichte vertraut wirken. Schnell wird der ältere Leser in seine eigene Schulzeit zurückversetzt.

Und dann ist da noch der große Aufsatz über Tragödien!
Am Ende des Buches aber auch innerhalb der Geschichte verteilt die Autorin viele hilfreiche Tipps für den eigenen Aufsatz. Ich sag nur "Tragweite";)

Mein Fazit:
Eine wunderschöne, wenn auch traurige Liebesgeschichte.

Sehr geeignet für Schüler, die sich mit einem Aufsatz über Tragödien beschäftigen müssen.

Aber auch für ältere Leser ist dieses Buch lesenswert, da man sich direkt in die eigenen Schulzeit zurück versetzt fühlt.

Bewertung vom 26.03.2016
Vier Zimmer, Küche, Boot
Eisenhardt, Uta

Vier Zimmer, Küche, Boot


ausgezeichnet

Das Cover zeigt ein persönliches Foto der Autorin. Auf diesem ist das Hausboot „Helene“ bei einem schönen, romantischen Sonnenuntergang zu sehen. Aber auch den Titel des Buches finde ich dem Thema entsprechend passend gewählt.


Kurz zum Inhalt
Familie Eisenhardt hat einen langen Traum, den sie sich erfüllen möchte. Sie wollen langfristig auf einem Hausboot wohnen. In diesem persönlichen Bericht begleiten wird die Vier bei der Umsetzung des Traumes. Welche Hürden werden sie meistern müssen? Und kann der Wunsch tatsächlich in Erfüllung gehen?


Nun zu meiner Meinung:
Der Leser lernt einen vier Köpfige Familie kennen, die ihm mit ihrem Humor sofort sympathisch ist. Mama Ute berichtet von den Anfängen als das Boot mit viel Glück und nur 50 Euro Unterschied in ihren Besitz überging. Die Anspannung sowie die darauffolgende Freude sind greifbar und für jeden „Auktionssüchtigen“ sehr gut nachvollziehbarer. So kam die Familie also zu ihrem Boot „Helene“
Realistisch werden Renovierungsarbeiten und Gespräche mit der Bank geschildert, denn ein Boot ist noch lange kein Haus und somit auch eine Herausforderung für den Bausparvertrag.


Aber auch viele neugierige Fragen, die dem Leser auf der Seele liegen, werden locker und offen erklärt. Denn fragt sich nicht ein jeder dieselben Fragen, wie „Ist es im Winter nicht schrecklich kalt auf so einem Kahn?“ oder „Wird man Nachts im Bett nicht Seekrank?“- Dieses Buch gibt Antworten!


Aber ein jeder Träumer sieht auch hier schnell: der Schein von Harmonie trügt! Behördenwahnsinn und Bürokratie mit vielen Auflagen sind nur einige Probleme, denen sich „Neubootbesitzer“ gegenübersehen. Auch Energie-und Wasserverbrauch müssen stetig im Auge behalten werden und stellen die Bewohner vor langwierige Probleme.


Weiterhin erfährt der Leser auch von anderen Vorkommnissen, die sich auf einem Boot zu tragen: es kann ganz schön Gefährlich werden und hier und da steht auch mal unerwarteter Besuch auf dem Deck: mal von 2 und mal von 4- Beinern.
Aber die sympathische Familie zeigt, dass man es mit allen Problemen und Hürden aufnehmen und sich den lang ersehnten Traum erfüllen kann. Viele schöne Stunden und ein sagenhafter Ausblick entschädigen da so einiges.


Auf persönlichen beigefügten Bildern sieht man etwas weiteres sehr unerwartetes: Luxus und schöne Raumgestaltungsmöglichkeiten sind auch in diesem Wohnformat möglich. Oder hätte der ein oder andere hier eine Sauna vermutet? Ich nicht!


Am Ende des Buches finden sich viele nützliche Hinweise für jene, deren Interesse nun geweckt wurde und die sich ebenfalls diesen Traum erfüllen möchten. Dies finde ich sehr passend gewählt! Ich bleibe jedoch lieber in meinem standfesten Haus wohnen. Aber dennoch ein großes Dankeschön an die Familie, für diese offenen Schilderungen und das wir einen Blick hinter die Kulissen, bzw. ins Schiffinnere werfen durften. Wir waren gerne an Bord und blicken neidisch auf die schönen, idyllischen Bilder, die wohl nicht jeder vorzeigen kann.

Bewertung vom 15.03.2016
Die Magierin der Tausend Inseln / Kalypto Bd.2
Jacuba, Tom

Die Magierin der Tausend Inseln / Kalypto Bd.2


ausgezeichnet

Das Cover zeigt die Umrisse einer Frau mit wehenden Haaren. Sie blickt auf ein Meer und sieht im Horizont die Sonne strahlen. Dieses Bild wirkt mystisch und macht direkt neugierig. Aber auch die Inhaltsangabe ließ mich aufhorchen. Hier erwartete ich ein spannendes, fantasievolles Buch!

Sie haben keine Angst vor dicken Büchern und lesen gerne eine spannende, fantasiegeladene Geschichte, die Sie in eine andere Welt entführen wird? Dann sind Sie hier genau richtig!

Der Autor hat einen flüssigen, mitreißenden und wunderbaren bildhaften Schreibstil. Schon nach wenigen Seiten ließt man hier gebannt und hat direkt die einzelnen Szenen vor Augen. Aber er schafft es hier ebenfalls eine gelungene Atmosphäre zu schaffen, in der man das Gefühl hat, hier selbst vor Ort zu sein. Man hört den Wind rauschen und die Blätter an den Bäumen rascheln. Hier und da mischt sich Vogelgezwitscher ein.

Tom Jacuba lässt in seinen Büchern eine ganz eigenen Welt entstehen und nimmt den Leser mit auf eine wunderbare Reise. Aber das ist hier noch lange nicht alles! In dieser Welt leben verschiedene Völker, die ihre Eigenarten und Sprachen besitzen. So gelingt es dem Leser recht schnell, diese zu erkennen und voneinander zu unterscheiden.

So werden auch die einzelnen Hauptcharaktere gut ausgearbeitet und gezeichnet. Mit Zunahme der Geschichte gewinnen sie immer mehr an tiefe und können leicht voneinander unterschieden werden. Aber auch einzelne Nebenrollen werden anschaulich und charakterlich tief aufgezeigt.

Die Spannungskurve steigt stetig an und fesselt den Leser regelrecht an dieses Buch. Einmal angefangen konnte ich nur noch schwer wieder aufhören zu lesen. Langeweile kam in keiner Zeile auf - ganz im Gegenteil!

Das Ende bildet noch mal ein echtes Highlight! Spannung und unvorhersehbare Wendungen sorgen für ein atemraubendes Erlebnis! Es ist passend gewählt und schließt hier einige Stränge passend und stimmig ab.

Jedoch bleiben noch einige Fragen offen, welche die Neugier auf einen dritten Teil noch einmal zusätzlich steigern!


Mein Fazit:
Eine überzeugende, spannende Fanatsiegeschichte, die man gelesen haben muss.
Eine qualitativ hochwertige Fortsetzung, welche die neugier auf den dritten Band ins enorme steigert!

Bewertung vom 03.02.2016
Der goldene Sohn
Gowda, Shilpi Somaya

Der goldene Sohn


ausgezeichnet

Das Cover zeigt ein am Meer speilendes Kind. Er wirkt unbekümmert, losgelöst und genießt den Tag. Eine unbeschwerte Kindheit! Da ich selbst Mutter eines Sohns bin, habe ich mich von diesem Bild direkt angesprochen gefühlt. Jedoch zeigt die Kurzbeschreibung, dass es in dem Buch nicht immer nur um schöne Tage im Leben geht.

Kurz zum Inhalt:
Anil und Leena genießen eine teils unbeschwerte Kindheit in Indien. Sie sind beste Freunde und erleben in der gemeinsamen Zeit viele neue und interessante Dinge. Doch leider verlieren sich die beiden mit dem Heranwachsen mehr und mehr aus den Augen. Anil möchte Arzt werden und lernt in jeder freien Minute. Leena wächst zu einer jungen Frau heran und plant ihre Hochzeit- leider nicht mit Anil. Denn dieser erhält ein Stipendium im weit entfernten Amerika. Beide haben ihre Ideale und Vorstellungen von einer glücklichen Zukunft. Leider müssen sie schnell einsehen, dass ihre Träume nicht wirklich viel mit der Realität zu tun haben…

Nun zu meiner Meinung:
Die Autorin hat einen flüssigen und sehr detaillierten Schreibstil. Sie schildert die einzelnen Szenen und Begebenheiten sehr genau, so dass sich schnell Bilder im Kopf der Leser entwickeln.
Selbst gelegentliche Zeitsprünge sind gut zu verfolgen und mindern den Lesefluss nicht.

Die einzelnen Charaktere sind authentisch beschrieben und ausgearbeitet. Ihre Gefühle und Gedanken werden nachvollziehbar aufgeführt, so dass sich der Leser in ihre Lage versetzten kann. Zusätzlich entwickeln sie mit heranschreiten der Geschichte mehr und mehr an tiefe.

Weiterhin ist das Buch in mehrere Abschnitte gegliedert, die mit schönen indischen Mustern verziert sind. Auch diese Einteilung lockert den Lesefluss zusätzlich auf und behält den Leser am Buch.

Zwar spielt die Handlung zu großen Teilen in Indien, aber eine Geschichte a la Bollywood erhält der Leser hier nicht. Ganz im Gegenteil: Die einzelnen Figuren müssen schwere Schicksalsschläge einstecken und es läuft nicht immer alles nach Plan. Diese Ereignisse lassen die Geschichte realistisch wirken. Denn auch im wahren Leben muss man erkennen, dass nicht immer alles so gelingt wie erhofft. Man muss negative Erfahrungen machen, die einen Charakter prägen und stärken.

So war auch das Ende der Geschichte nicht wie anfangs erhofft und gewünscht. Somit war die Geschichte für mich bis auf die letzten Zeilen nicht vorhersehbar und unerwartet.

Mein Fazit:
Eine schöne Geschichte aus Indien – so gar nicht nach Bollywood Manier!

Bewertung vom 25.01.2016
Local Superfoods
Schmid, Franziska

Local Superfoods


gut

Das Titelbild ziert frisches, leckeres Obst und regte sofort meine Neugier an. Und auch die Kurzbeschreibung klingt sehr vielversprechend: Regionale Lebensmittel mit Superkräften!

Da wurde ich sofort hellhörig und wollte nun endlich meine, zu Silvester gefassten, guten Vorsätze umsetzten: In diesem Jahr wird sich gesünder ernährt! Und auch für meine Familie wollte ich es etwas frischer und vitaminreicher werden lassen!

Die ersten Seiten versprechen viele leckere Rezepte und Anregungen. Schöne, appetitliche Bilder von Obst und Gemüse lassen da schon alleine das Wasser im Mund zusammen laufen.

Dann jedoch kam die schnelle Ernüchterung: Grünkohl, Rote Bete und Kresse! Wo ist das leckere Obst vom Cover? Und dann war sie da, meine Grenze: Wer oder was ist Quinoa und Amaranth? Und darf man Hanfsamen legal kaufen?!? Und kann man einen Grünkohl Smoothie wirklich trinken? Aber erst einmal weiterlesen, die Aufklärung kommt bestimmt!

Und so war es dann auch. Jedes Lebensmittel wird genau erklärt und mit hilfreichen Tipps versehen. Man lernt sogar, wie man Kresse selbst in der kleinsten Küche anbauen kann und erfährt natürlich auch, was es mit oben genannten Lebensmitteln auf sich hat.

Neben vielen interessanten Hintergrundinformationen enthält dieses Buch auch viele leckere, anregende Rezeptbilder, die meine Lust aufs nachkochen wecken.

Einige Rezepte sind sehr lecker und werden mit Sicherheit einer Probe unterzogen, andere sind jedoch etwas gewöhnungsbedürftig und eher nicht für (meine) Familien geeignet. Aber dieses Problem kennt man eigentlich aus allen Kochbüchern und ist damit kein weiteres Hindernis.

Die Rezepte beinhalten bekannte aber leider auch einige unbekannte Zutaten und werden in der Zubereitungsanleitung gut verständlich erklärt. Leider sind einige Lebensmittel schwer zu beschaffen und nicht in jedem herkömmlichen Supermarkt erhältlich. Dies finde ich sehr schade, da man auf Grund dessen einige Rezepte nicht umsetzen und ausprobieren kann.

Mein Fazit:
Ein Kochbuch mit interessanten, gewöhnungsbedürftigen, außergewöhnlichen Rezepten- Regional eben;)

Bewertung vom 25.01.2016
Spreewaldgrab / Klaudia Wagner Bd.1
Dieckerhoff, Christiane

Spreewaldgrab / Klaudia Wagner Bd.1


sehr gut

Das Cover zeigt eine wunderschöne, verträumt aussehende Flusslandschaft. Die farbige Gestaltung ist sehr intensiv und wirkt daher etwas mysteriös und märchenhaft. In einem Buchladen würden Cover und Titel sofort mein Interesse erwecken und mich einen neugierigen Blick auf die Rückseite werfen lassen. Und auch die Kurzbeschreibung weckt das Herz von Krimi- und Thrillerfans.

Kurz zum Inhalt:
Klaudia ist Kommissarin bei der Polizei. Jedoch beginnt ihr Freund (nun Ex-Freund) und damit leider auch ihr ehemaliger Chef eine Beziehung mit einer anderen Frau. Daraufhin wird Klaudia „die „Wessitante“ in den „tiefsten Osten“, in eine Region kurz vor Berlin, versetzt. Und hier muss sie sich als neue Mitarbeiterin und auch als Frau erst einmal behaupten.

Und kurze Zeit später hat sie auch schon die perfekte Gelegenheit dafür: eine Leiche wird in einem Wochenendhaus entdeckt. Doch das ist leider noch nicht alles, an dieser nicht so ungewöhnlich wirkenden Geschichte: denn mehr aus Zufall trifft Klaudia auf eine weitere Leiche und nun scheint auch noch ein Stalker sein Unwesen zu treiben….

Nun zu meiner Meinung:
Es spielt zwar in dem Roman keine große Rolle, dennoch finde ich dieses „Ossi/Wessi“ Denken nach über 25 Jahren Einheit langsam nicht mehr ganz zeitgemäß. Aber mit meinen 29 Jahren kann ich damit leider auch nicht wirklich etwas anfangen.

Die Autorin schreibt eine ausführlich gestaltete, bildhafte Geschichte, der man leicht folgen kann. Auch die einzelnen Charaktere sind ausgeprägt und bekommen in meiner Gedankenwelt nach und nach ihr Eigenleben.
Die taffe Kommissarin nimmt kein Blatt vor den Mund und bekommt damit meine ganze Sympathie. Sie hat es gerade nicht leicht, beißt sich aber durch und „lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen“.

Zwischenzeitlich ist die Geschichte etwas zäh und langatmig. Diese einzelnen Situationen ergeben aber erst am Ende ein Gesamtbild und der Leser erfährt, warum diese Schilderungen für den Verlauf der Geschichte wichtig waren. Die Geschichte ist zwar sehr interessant, hätte an der einen oder anderen Stelle etwas mehr Spannung vertragen können. Und ob letztendlich alle Leser am Ball bleiben, kann ich leider auch nicht sagen.
Nach und nach wird das Ende absehbar und birgt leider keine großen Überraschungen mehr.

Mein Fazit:
Eine klare Leseempfehlung für Krimifans der Region.