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Benutzername: Mona
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Bewertungen

Insgesamt 165 Bewertungen
Bewertung vom 13.09.2021
Die Verlorenen
Beckett, Simon

Die Verlorenen


sehr gut

Die Verlorenen von Simon Beckett
Gelungener Auftakt einer neuen Serie!
Nachdem ich alle Bücher der „David Hunter Serie“ gelesen habe, war ich gespannt über die neue Serie. Der Hauptprotagonist ist Jonah Colley, der als Polizist einer besonderen Einheit arbeitet. Jonah bekommt einen Anruf seines ehemaligen Freundes Gavin, der ihn in einem alten Lagerhaus treffen will. Als Jona dort ankommt, ist aber sein Freund tot und er findet weitere Leichen, die in Folie eingewickelt sind. Ein junges Mädchen lebt noch und Jonah versucht sie auszuwickeln. Dabei wird Jonah selbst angegriffen, aber er kann sich retten, gerät dabei aber ins Visier der Polizei. Jonah fragt sich, warum ihn seiner ehemaliger Freund in dieses Lagerhaus gerufen hat. Wollte er ihm etwas über seinen vor 10 Jahren verschwundenen Sohn Theo erzählen? Daher begibt sich Jonah selbst auf die Suche nach der Wahrheit. Wird er sie finden?
Der Hauptprotagonist war noch etwas blass und unrealistisch, kann also nur noch besser werden. Der Schreibstil ist flüssig und das Buch ließ sich gut lesen. Ein guter Start, der Vorfreude auf die Fortsetzung macht.

Bewertung vom 19.08.2021
Die Tote mit der roten Strähne
Kent, Kathleen

Die Tote mit der roten Strähne


sehr gut

Die Tote mit der roten Strähne von Kathleen Kent
Das Buch durfte ich als Vorableserin schon lesen, da ich mich aufgrund des Covers und der Leseprobe darum geworben hatte. Die Hauptprotagonistin ist die rothaarige, lesbische Betty, die aus einer Familie kommt, wo alle als Cop arbeiten oder gearbeitet haben. Betty mint eine hartgesottene Detektivin und sie soll einem hochrangigen Drogen-Kartellboss das Handwerk legen. Aber ihr erster Einsatz geht voll daneben, es gibt mehrere Tote und Verletzte. Aber nun will Betty erst recht beweisen, dass sie es drauf hat, was einen richtigen Härtetest für Betty zur Folge hat. Dann wird die Freundin des Kartellbosses Ruiz tot aufgefunden und ihr wurde eine rote Haarsträhne abgeschnitten. Aber warum? Hat es etwas mit den auffälligen roten Haaren von Betty zu tun? Dadurch dass Betty auch noch Botschaften erhält, gerät sie immer mehr in den Fokus. Aber warum bekommt sie die Botschaften? Sind es wirklich noch rivalisierende Drogenkartelle oder steckt noch etwas Anderes dahinter?
Ein spannender Thriller, der nicht auf Effekthascherei aus ist, aber mit einem Thema, welches in jedem Land spielen könnte. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber flüssig. Das Cover des Buches passt sehr gut zum Titel und Inhalt.

Bewertung vom 11.08.2021
Heimatsterben
Höflich, Sarah

Heimatsterben


ausgezeichnet

Heimatsterben von Sarah Höflich
Das Cover und auch eine Leseprobe haben mich gereizt, dieses Buch zu lesen und dann war die Freude groß, als ich es in den Händen hielt.
Der Anfang war etwas schwierig, die Familien- bzw. die Verwandschaftsverhältnisse von Tilde Ahrens auseinanderzuhalten. Aber der Familienstammbaum im Buch vorne, war eine große Hilfe. Die Geschichte ist für jede Generation lesbar. Sie beginnt mit Tilde Ahrens, die in ihrem Haus stürzt und einen kurzen Rückblick in die Zeit im 2. Weltkrieg hat, wo sie mit ihrem Sohn flieht und wie sie überlebt. Ihre Enkelin Hanna, die in den USA lebt, fliegt sofort zu Oma Tilde, als sie erfährt, dass Tilde im Sterben liegt. Aber Tilde kann Hanna noch bitten, die Familie zusammen zu halten und auf ihre Schwester Trixie aufzupassen. Dieses ist für Hanna gar nicht so einfach, da ihr Schwager Felix eine Partei gegründet hat, nämlich die „BürgerUnion“, die einer nationalistischen Partei sehr nahekommt. Hanna hat damit ihre Schwierigkeiten, da sie eher links orientiert ist. Aber wird Hanna es schaffen die Familie zusammen zu halten? Die Geschichte wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, auch wie politische Vorstellungen, sowie egoistische Einstellungen und Machtstrukturen einiger Protagonisten zusammenprallen.
Die Protagonisten sind gut herausgearbeitet, haben Charaktertiefe und werden einem immer vertrauter, je länger man die Geschichte liest. Sarah Höflich hat es geschafft, mit einem fesselnden Schreibstil eine Zukunft zu zeichnen, die man sich nicht wünscht. Aber auch die Rückblicke in die Vergangenheit waren klar beschrieben.
Tolles Debüt!

Bewertung vom 11.08.2021
Die Studentin
Gerritsen, Tess;Braver, Gary

Die Studentin


gut

Die Studentin von Tess Gerritsen
Der Titel hatte mich angesprochen, obwohl ich das letzte Buch „Schattenhaus“ von Tess Gerritsen nicht so gut fand. Eine Studentin liegt tot auf dem Bürgersteig vor ihrem Haus. War es Selbstmord? Und wenn, warum? Die Polizistin wundert sich, dass in der Wohnung kein Handy zu finden ist. Bei der Obduktion wird dann festgestellt, dass der Schädel zweimal gebrochen ist, welches bei Selbstmord eigentlich nicht vorkommt. Daher beginnt die Polizei zu ermitteln und stößt auf den Exfreund, der mit ihr Schluss gemacht. Aber Taryn stalkt ihn weiterhin und schleicht sich immer wieder in die Wohnung ihres Exfreundes. Hat er sie deshalb vielleicht umgebracht? Auch auf der Uni hat Taryn einen Verehrer namens Cody, der alles für sie tun würde, aber von ihr eigentlich nur ausgenutzt wird. Taryn ist aber fasziniert von den tragischen Frauengestalten, die ihr Professor Dorian in dem Literaturkurs durchnimmt. Und Professor Dorian ist fasziniert von Taryn und ihren Schlussfolgerungen zu den Frauen. Hat er etwas mit dem Mord zu tun?
Es gibt bessere und spannendere Bücher von Tess Gerritsen, denn die Handlung war teilweise unglaubwürdig und unrealistisch. Die Protagonisten waren schlecht herausgearbeitet, es fehlt ihnen an Ecken und Kanten. Der Schreibstil war flüssig und auch die Aufteilung in „Davor“ und „Danach“ waren hilfreich.
Solider Krimi!

Bewertung vom 10.08.2021
Nachttod / Hanna Duncker Bd.1
Mo, Johanna

Nachttod / Hanna Duncker Bd.1


gut

Nachttod von Johanna Mo
Die Polizistin Hanna Duncker ist aus Stockholm in ihre Heimat nach Öland zurückgekehrt und dort ihre Stelle angetreten. Und sie und ihr Kollege Erik bekommen auch gleich einen Fall, denn ein 15-jähriger wird tot aufgefunden. Hanna und Erik müssen der Mutter den Tod mitteilen und Hanna kennt die Mutter gut, denn es war ihre beste Freundin, bis sie nach Stockholm gezogen ist. Die Mutter Rebecca tut sich schwer den Tod zu akzeptieren und unterstützt die Ermittlungen nicht, sondern behindert sie eher. Auch Hanna kämpft immer noch mit den Dämonen, da ihr Vater vor 16 Jahren als Mörder auf Öland verhaftet wurde und nicht alle Einwohner sind glücklich darüber, dass Hanna zurückgekehrt ist. Sie bekommt deshalb anonyme Anrufe und versucht auch hier herauszubekommen, wer dahintersteckt. Es finden viele Befragungen und Verhöre statt und immer wieder taucht ein Verdächtiger auf. Was steckt hinter diesem Mord? Und vor allem warum?
Die Protagonisten sind im ersten Band noch nicht so gut herausgearbeitet, und auch teilweise hat die Spannung nachgelassen und die Story plätscherte dahin. Aber für das erste Buch ist es ein solider Krimi, der trotzdem Lust auf den 2. Teil macht, da man auch erfahren möchte, wer hinter den anonymen Anrufen steckt.

Bewertung vom 21.07.2021
Kalte Knochen
Ireland, Sandra

Kalte Knochen


weniger gut

Kalte Knochen ist das erste Buch, das ich von Sandra Ireland gelesen habe.
In dem Buch geht darum, dass Lucie ein Verhältnis mit dem Freund ihrer Schwester angefangen hat und von ihrer Mutter erwischt wurde. Sie wurde aufgefordert sich eine andere Bleibe und Arbeit zu suchen. Sie hat sich bei Mac einer 70-jährigen Schriftstellerin beworben und wurde angenommen. Sie durfte in das alte Cottage am Rande des Dorfes wohnen, nebenan eine stillgelegte Mühle. Lucie soll die handschriftlichen Aufzeichnungen von Mac in den Laptop geben. Mac wird während der Zeit immer seltsamer und ganz schlimm wurde es, als Mac mitbekommt, dass der Lucie immer noch das Verhältnis zu dem Freund ihrer Schwester pflegt.
Aber was stört Mac an dem Verhältnis? Hat es mit der Arbeit zu tun? Denn in den Aufzeichnungen, die Lucie abtippt geht es um zwei Schwestern, deren Schicksal mit der alten Mühle zu tun hat.
Der Schreibstil ist zwar flüssig, aber für einen Thriller fehlt leider die Spannung. Ich hatte Mühe, das Buch wirklich bis zum Ende zu lesen.

Bewertung vom 19.07.2021
Unter dem Sturm
Carlsson, Christoffer

Unter dem Sturm


gut

Unter dem Sturm von Christoffer Carlsson ist ein düsterer, schwedischer Krimi, der auf mehreren Zeitebenen spielt. Im Jahre 1994 brannte ein Haus, der vertuschen sollte, dass die dort in dem Haus gefundene junge Frau ermordet wurde. Ein Mörder ist von der Polizei schnell gefunden, denn der junge Mann Edvard ist für seine aufbrausende Art bekannt. Der junge Mann wird verhaftet und verurteilt, obwohl er immer wieder seine Unschuld bekundet. Auch ein junger Polizist namens Vidar hat seine Zweifel, aber er ist gerade neu bei der Polizei.
Ein Jahrzehnt später wird Isak, der Neffe von Edvard bei einem Diebstahl erwischt und von Vidar verhört. Isak ist nicht damit klargekommen, dass sein Onkel ein Mörder sein soll und fragt sich immer wieder, ob er auch zu schweren Gewalttaten und Verbrechen neigt. Isak verschwindet plötzlich und seine Frau wendet sich an Vidar, der inzwischen nicht mehr bei der Polizei arbeitet, um Hilfe. Vidar beginnt mit der Suche nach Isak, aber auch der Wahrheit über den Mord an der jungen Frau. Er fragt sich, ob Edvard, der inzwischen verstorben ist, wirklich der Mörder war.
Wird Vidar die Wahrheit herausfinden? Und war Edvard wirklich der Mörder?
Das Cover war schon sehr düster und melancholisch und so zog es sich auch die gesamte Handlung durch. Der Schreibstil war sehr gewöhnungsbedürftig, die Story teilweise sehr langatmig und die Protagonisten hätten noch besser herausgearbeitet werden können.
Christoffer Carlsson promovierte in Kriminologie an der Universität in Stockholm. Aber mit diesem Buch hat erreicht, dass man darüber nachdenkt, was in unserer modernen Gesellschaft einen pflichtbewussten Polizisten ausmacht.

Bewertung vom 30.06.2021
Mohnblumentod / Charlie Lager Bd.3
Bengtsdotter, Lina

Mohnblumentod / Charlie Lager Bd.3


ausgezeichnet

Mohnblumentod von Lina Bengstdotter
Mohnblumentod ist der dritte Teil mit der schwedischen Ermittlerin Charlie Lager. Charlie hat mal wieder eine Nacht durchgezecht und kann sich nicht mehr daran erinnern, wen sie mit nach Hause genommen hat. Aber sie schaut auf die Nachrichten und liest, dass ein 9-Monate altes Baby reicher Eltern verschwunden ist. Wurde das Baby wegen Erpressung einer Lösegeldforderung gekidnappt? Oder gibt es einen anderen Grund, da keine Lösegeldforderung bei den Eltern eingeht. Die Ermittler merken schnell, dass alle involtierten Personen, wie die Eltern und Freunde, ihnen Informationen zurückhalten. Aber warum? Was verbergen sie vor den Ermittlern?
Die Geschichte wird aus zwei Handlungssträngen erzählt, nämlich aus der Sicht von Charlie Lager und der zweite Handlungsstrang von einem Mädchen namens Sara. Diese ist mit 15 Jahren in ein Heim gekommen, da der Vater gestorben und die Mutter verschwunden war. Aber wer Sara ist und was sie mit Charlie zu tun hat, war lange Zeit unklar. Sara erzählt über ihre Zeit im Heim, die sie mit ihrer Freundin Lo dort erlebt.
Während Charlie Lager ermittelt, erfährt man viel über Macht, Lügen, Drogen und sexueller Gewalt, die immer wieder eine Rolle spielen. Der Schreibstil von Lina Bengstdotter ist klar und flüssig, sie beschreibt detailliert und man kann sich vieles sehr gut vorstellen. Auch die Protagonisten sind gut herausgearbeitet und wenn man alle Teile über Charlie Lager gelesen hat, versteht man immer besser, warum sie so ist wie sie ist. Mohnblumentod ist ein mitreißender, spannender aber auch atmosphärischer Thriller, wo sich das Mosaik der einzelnen Teile erst ziemlich am Schluss zusammensetzt. Uneingeschränkte Leseempfehlung!

Bewertung vom 28.06.2021
Tiefer Fjord
Lillegraven, Ruth

Tiefer Fjord


sehr gut

Tiefer Fjord von Ruth Lillegraven
Tiefer Fjord ist der 1. Teil einer Triologie um die Hauptprotagonistin Clara. Es beginnt mit der Einlieferung eines fünfjährigen Jungen in der Klinik in der der Ehemann von Clara Haavard arbeitet. Man stellt Misshandlungen an dem Kind fest. Haavard erzählt das zu Hause seiner Frau Clara, die im Minesterium arbeitet und gerade an einem Gesetzesentwurf arbeitet, nachdem Kinder besser gegen Misshandlung geschützt werden sollen. Dann wird der Vater des Jungen ermordet. Haavard weiß, dass es nicht der erste Fall von Misshandlung an dem Jungen war und hat eine Liste erstellt, wo mehrere Fälle von Kindesmisshandlungen aufgeführt sind. Plötzlich wird auch noch eine Mutter, die auf der Liste steht ermordet. Da sich Haavard mit seinen Kollegen zur gleichen Zeit in diesem Hotel war, werden sie verdächtigt, aber nur Haavard wird verhaftet. Allerdings kommt er nach einiger Zeit wieder aus dem Gefängnis frei. Aber wer hat die Personen ermordet und warum? Wusste der Mörder von den Misshandlungen an den Kindern oder gab es ein anderes Motiv?
Ruth Lilligraven hat den Spannungsbogen sehr gekonnt aufgebaut, der Schreibstil ist flüssig gewesen. Ein sehr guter und interessanter Thriller und man ist schon jetzt gespannt auf die Fortsetzungen. Eine absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 14.06.2021
Der Nachlass
Winner, Jonas

Der Nachlass


sehr gut

Wer bekommt das Erbe von Hedda Laurent?
Hedda Laurent ist gestorben und die Familie ist in Berlin zusammen gekommen um Abschied zu nehmen und auch der Testamentseröffnung beizuwohnen. Alle denken, dass zuerst ihr Mann Artur das Erbe antreten wird und die vier Kinder ihren Pflichtteil bekommen werden. Doch die Testamentseröffnung birgt eine gewaltige und böse Überraschung für alle, denn Hedda hat beschlossen, dass nur einer der 10 Anwesenden das beträchtliche Vermögen erben wird. Alle Anwesenden sollen 27 Aufgaben lösen, die es aber in sich haben. Am Anfang sind die Aufgaben noch leicht und einfach zu lösen, aber irgendwann gehen die Aufgaben in ein anderes Spiel über, und es ist die Frage: Machen alle weiter mit mit? Und wer wird dieses Spiel und die Aufgaben bis zum Ende spielen und dadurch gewinnen? Und gibt es Opfer und Täter in dem Spiel?
Der Schreibstil war sehr flüssig und man konnte das Buch kaum aus der Hand legen, da man unbedingt wissen wollte, ob es wirklich einen Gewinner des Erbes geben wird. Die Story wird aus unterschiedlichen und wechselnden Perspektiven beschrieben, auch die Gegenwart und die Vergangenheit wechselt immer mal wieder. Die Protagonisten sind gut herausgearbeitet und dargestellt, da sie realistisch beschrieben sind.
Mein Fazit: Spannender und gut beschriebener Thriller!