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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Marianne
Wohnort: Attenhofen
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Bewertungen

Insgesamt 95 Bewertungen
Bewertung vom 21.07.2018
Mehr als nur ein Traum
Büchle, Elisabeth

Mehr als nur ein Traum


sehr gut

Felicitas, ein jüdisches Mädchen, wurde im Zweiten Weltkrieg versteckt. Voller Angst, musste sie oft lange in ihrem Versteck verharren. Dieses traumatische Erleben prägt sie.

Nach dem Krieg kann sie sich ein eigenständiges Leben aufbauen, aber sie fühlt sich in Deutschland nie wirklich Zuhause.

Als sie in den 60er Jahren erfährt, dass sie ein Anwesen in den Südstaaten Amerikas geerbt hat, scheint ihr das einen guten Neuanfang zu bieten. Obwohl sie die verstorbene Frau nicht kannte, entschließt sie sich in den Vereinigten Staaten neu anzufangen.

Schnell lebt sie sich in der neuen Heimat ein. Da sie sich nicht nur mit den weißen Bewohnern der Kleinstadt versteht, sondern auch Freundschaften mit den außerhalb lebenden schwarzen Bewohnern schließt, wird sie zur Zielscheibe des Klu-Klux-Klans. Mutig versucht sie zu entlarven, wer sich hinter diesen weißen Kutten versteckt. Mit aller Kraft setzt sie sich auch dafür ein, dass ihre Freunde gerecht und mit Würde behandelt werden.

Der Kontakt zu ihrer deutschen Freundin bleibt bestehen. Diese Freundin hat einen festen Freund, der in Vietnam stationiert ist, ein gefährlicher Ort in den Jahren des Vietnamkriegs. So wechselt der Schauplatz dieses Romans zwischen Amerika, Deutschland und Vietnam. Fast scheint es, als wären diese Schauplätze verbunden, so unwahrscheinlich das erscheint. Unter Lebensgefahr versucht Felicitas für Gerechtigkeit zu sorgen, ihren Freunden zu helfen, und die rätselhaften Todesfälle aufzuklären.

Gut recherchiert, spannend und detailreich geschrieben, ist dieses Buch sehr zu empfehlen! Eine ausführlichere Rezension findet sich bei strickleserl.com.

Bewertung vom 20.07.2018
Veronika beschließt zu leben
Fritz, Veronika

Veronika beschließt zu leben


sehr gut

Veronika und Susan werden beide im Jahr 1947 geboren. Veronika wächst in einem lieblosen Zuhause in Hamburg auf. Sie sehnt sich vergeblich nach Zuwendung und Liebe. Ihre Mutter macht ihr deutlich, dass sie ungewollt war, und dass sie die Schuld an die schwierige Ehe ihrer Eltern trägt. Veronika zerbricht fast unter dieser Last, und schließlich versucht sie sich das Leben zu nehmen.

Susan hingegen wächst in einem liebevollen Elternhaus auf. Sie ist hübsch und begabt, und wird vor allem von ihrem Vater verwöhnt. Sie möchte berühmt werden, was ihr auch zuerst mit ihrem Gesang, und später als Schauspielerin gelingt. Doch obwohl sie bessere Voraussetzungen hatte als Veronika, zerbricht schließlich alles, was sie sich aufgebaut hat. Sie muss erkennen, dass die Liebe, die ihr entgegengebracht wurde, teilweise nicht ihr galt, sondern ihren Leistungen und ihrer Karriere. Auch sie verliert jeden Lebensmut.

Während Veronikas Geschichte die Erlebnisse der Autorin wiedergeben, beruht die Beschreibung von Susans Lebens auf bekannte Eckdaten einer prominenten Frau, der Rest ist fiktiv. Das Buch verfolgt das Leben beider Frauen abwechselnd, von 1947 bis 1976. Beide hören von Jesus und überlegen umzukehren, aber nur eine der beiden Frauen trifft diese Entscheidung.

Der Titel dieses Buchs ist wohl eine Anspielung auf das bekannte Buch „Veronika beschließt zu sterben“. Es will aufzeigen, dass die Umstände zwar einen Menschen formen, aber dass trotzdem jeder die Möglichkeit hat etwas aus seinem Leben zu machen. Walter Nitsche, Leiter der Arbeitsgemeinschaft seelsorgerlicher Berater, greift in seinem Nachwort noch einmal typische und entscheidende Verletzungen in Veronikas Leben auf, und betont, dass wie hilfreich Seelsorge sein kann.

Auch wenn manches an den beiden Lebensgeschichten ein bisschen zu konstruiert wirkt, ist dieses Buch ein wertvolles und hilfreiches Buch, das durch den flüssigen Schreibstil und der interessanten Geschichte schnell gelesen ist.

Bewertung vom 18.07.2018
Dhanyavaad Mama
Hövels, Isabel; Schiffer, Mike

Dhanyavaad Mama


sehr gut

Isabel wird, zusammen mit ihrer Zwillingsschwester, als Baby von deutschen Eltern adoptiert. Nachdem alle Formalitäten erledigt sind, reisen ihre Eltern nach Delhi, um die Geschwister in einem Kinderheim der „Missionaries of Charity“ abzuholen, einer Organisation, die auf Mutter Theresa zurückgeht.

Isabel realisiert als Kind, dass sie aus einem anderen Land adoptiert wurde. Im Gegensatz zu ihrer Schwester, möchte sie mehr über ihre Herkunft erfahren. Als junge Erwachsene macht sie sich auf die Suche. Ihre liebevollen Adoptiveltern unterstützen sie dabei. Im Laufe von mehreren Reisen nach Indien kann sie nach und nach die Frage nach ihrer Abstammung beantworten. Obwohl es bei dieser emotionsgeladenen Suche viele Hindernisse und Schwierigkeiten gibt, lernt sie schließlich ihre indische Familie kennen.

Dem Leser wächst die hübsche Isabel schnell ans Herz. Offen berichtet sie in diesem Buch von ihrer Suche, und auch von ihrer Gefühlswelt bei dem Auf und Ab ihrer abenteuerlichen Suche. Das Buch liest sich stellenweise wie ein Krimi, zu gerne möchte der Leser gemeinsam mit der Autorin aufdecken, was tatsächlich im Jahr 1989 in Indien geschah.

Aber es geht nicht nur um die Adoption. Isabel lässt den Leser dieses bunte Land mit ihren Augen sehen. Mehrere abenteuerliche Zugfahrten, festliche Paraden, das ständige Verkehrschaos, und nicht zuletzt das gelegentliche Gefühl als Westler ausgenutzt zu werden, runden diesen faszinierenden Adoptionsbericht ab. Zahlreiche Bilder ergänzen den Text. Stellenweise erinnert die Erzählung zum Schluss ein bisschen zu sehr an Tagebucheinträge, was aber auch verständlich ist.

Insgesamt ein gut lesbares und empfehlenswertes Buch, vor allem für Menschen, die sich für das Thema Auslandsadoption oder für das Leben in Indien interessieren.

Bewertung vom 17.07.2018
Ruth und Billy Graham
Nüesch, Hanspeter

Ruth und Billy Graham


ausgezeichnet

In diesem Jahr starb Billy Graham im Alter von 99 Jahren. Sein Dienst prägte Generationen. Er predigte in 185 Ländern, seine Versammlungen wurden von Millionen besucht, und seine Rundfunkansprachen von Milliarden gehört. Wer war dieser Mann, der so viele Menschen dazu bewegte ihr Leben Jesus zu geben, und der mit Präsidenten, Monarchen und Staatsführern verkehrte?
Es gibt schon viele Biographien und auch eine Autobiographie über das Leben von Billy Graham, was ist also das Besondere an diesem Buch, das nun in der vierten deutschen Auflage erscheint?

Der Schweizer Autor Hanspeter Nüesch geht der Frage nach, was das Ehepaar Graham als Vermächtnis hinterlässt. Was zeichnete ihren Dienst aus? Aus welchen Grund konnten sie so viele Jahre treu dienen, ohne irgendwelche Skandale? Wie sah ihre Ehe aus, und inwieweit unterstützte Ruth den Dienst ihres Mannes?

Der Autor kannte die Grahams und ihre Kinder persönlich. Außerdem sammelte er alle Informationen über ihr Leben, die er finden konnte. Man merkt beim Lesen, dass hier gründlich recherchiert wurde. Der Leser erfährt was die Grahams bewegte, und in wie vielen Bereichen sie sich engagierten. Ruth wird als eine selbstbewusste, starke und witzige Frau gezeichnet; eine unentbehrliche Stütze für den Dienst ihres Mannes. Von der Wertschätzung, die Graham allen Denominationen entgegenbrachte wird genauso berichtet, wie von seiner Ablehnung von jeglichem Rassismus.

Dieses Buch ist eine Fundgrube von Berichten und Anekdoten aus dem Leben dieses berühmten Paares. Besonders beeindruckend ist ihre Demut. Bei allen Auszeichnungen und allem Lob verweisen sie auf Gott, dem allein die Ehre gebührt.

Auch wenn manche Stellen etwas lang sind und manches wiederholt wird, ist dieses Buch ein wertvoller Ratgeber für Menschen, die eine tiefere Beziehung zu Gott haben wollen, und ihm ernsthaft dienen wollen. Unbedingt empfehlenswert! Mehr zu diesem Buch bei strickleserl.com.

Bewertung vom 16.06.2018
Weil du es ihm wert bist
Lucado, Max

Weil du es ihm wert bist


sehr gut

Max Lucado gehört zu den beliebtesten Autoren Amerikas. Es ist nicht nur der Autor von fast 100 Büchern, sondern auch Pastor einer Gemeinde in Texas. In diesem Buch geht es in fünfzehn kurzen Kapiteln um den Tod Jesu am Kreuz. Die einzelnen Kapitel beginnen mit einigen passenden Bibelversen, und dann folgt meistens ein Erlebnis des Autors, z.B. sein einschüchternder Besuch einer Damenabteilung, weil er seiner Frau ein Geschenk kaufen wollte. An diesem Beispiel zeigt er, wie viel größer Gottes Liebe ist, weil er für uns Mensch wurde.

Er betrachtet nacheinander die einzelnen Szenen vor der Kreuzigung und unter dem Kreuz. Von dem Speichel der Soldaten, der Dornenkrone und den Nägeln, bis hin zu den Leichentüchern und dem leeren Grab, bringt er dieses weltverändernde Geschehen hinein in unseren Alltag. Er schreibt mit Humor von seinen Erlebnissen, und malt immer wieder dem Leser Gottes große Liebe vor Augen.

Diese Ausgabe ist eine Neuauflage der deutschen Ausgabe, die erstmals im Jahr 2001 erschienen ist. Schade, dass das Bild auf dem Cover in dieser Ausgabe verändert wurde, denn der Autor erwähnt in seinem Vorwort ein Kreuz aus Nägeln, aus einer verfallenen Kirche in Russland, das ihm geschenkt wurde, und das auf dem Einband zu sehen sein sollte.

Nicht nur in der Passionszeit, eignet sich dieses Buch für die tägliche Andacht, oder um besser zu verstehen, welche Bedeutung der Tod Jesu für uns heute hat.

Bewertung vom 13.06.2018
Der Islam aus dem Blickwinkel der BIbel
Erlenburg, Hilmar von

Der Islam aus dem Blickwinkel der BIbel


sehr gut

Gehört der Islam zu Deutschland? Immer wieder kommt diese Frage auf. Das Problem ist vermutlich, dass viele Menschen nicht wirklich wissen, was im Koran steht und was Moslems glauben. Dieses Buch untersucht vor allem die Frage, ob der Jesus der Bibel identisch ist mit dem Isa des Korans.

Der Autor legt am Anfang des Buchs die Grundlage für seine weiteren Erklärungen. Er schreibt über Religionen allgemein, über Irrlehren und die Wahrheit der Bibel. Dabei steht für ihn fest, dass die Bibel zuverlässig und vertrauenswürdig ist. Vor allem die vielen erfüllten Prophetien sprechen für diesen Anspruch.

Sehr ausführlich stellt dann der Autor die wichtigsten Informationen über den Jesus der Bibel zusammen. Danach beschreibt er den Isa des Korans, und anschließend vergleicht er beide. Eindringlich zeigt er, dass Jesus und Isa nicht identisch sein können, es spricht zu viel dagegen. Im letzten Drittel des Buchs geht es dann allgemeiner um einen Vergleich zwischen dem Christentum und dem Islam. Vor allem das Gottesbild unterscheidet sich sehr. Aber auch die Einstellung zu Gewalt und die Vorstellung des Paradieses ist in beiden Religionen völlig anders. Der Autor stellt fest, dass Moslems einen anderen Gott anbeten als die Christen. Eine Vermischung von beiden Religionen macht keinen Sinn. Dabei merkt man beim Lesen die Liebe des Autors zu dem Gott der Bibel, der in Liebe auf uns zugeht, der wahrhaftig und zuverlässig ist, und der uns nicht um Ungewissen lässt, ob wir in den Himmel kommen werden oder nicht.

Ein informatives und erhellendes Buch, das jeder lesen sollte, der mehr über den Islam wissen möchte. Dabei ist vor allem das letzte Drittel des Buchs interessant, da es eine Fülle von Informationen enthält. Es ist sehr gut geeignet, um den Islam besser zu verstehen. Da der Autor oft mit der Bibel argumentiert, wird ein überzeugter Moslem, der noch nicht dieses Vertrauen in die Bibel hat, vermutlich weniger empfänglich für die Argumente dieses Buchs sein.

Sehr empfehlenswert!

Bewertung vom 12.06.2018
Das Finkenmädchen
Trope, Nicole

Das Finkenmädchen


sehr gut

Birdy heißt eigentlich Felicitas oder Fliss, aber sie möchte die Namen ihrer Kindheit am liebsten vergessen. Nicht vergessen kann sie jedoch was sie bei „ihm“ und „ihr“ erlebte. Als kleine Mädchen versuchte sie sich Gehör zu verschaffen, aber die Erwachsenen in ihrer Umgebung waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt um auf ein kleines, lernbehindertes Mädchen zu hören. Nun ist sie erwachsen und im Gefängnis. Angenehmer als eine richtige Justizvollzugsanstalt, sollen die Insassen in der „Farm“ auf das Leben draußen vorbereitet werden. Sie leben in Wohngemeinschaften und haben relativ viel Freiheit. Jeder hat eine Aufgabe und Birdys Aufgabe ist die Pflege der Finken, die gezüchtet und verkauft werden. So kam sie auch zu ihrem Spitznamen.

Kurz vor ihrer Entlassung kommt Rose in dieselbe Anstalt. Ihr prominenter Mann starb unter mysteriösen Umständen, und weil sie von seiner Lebensversicherung profitierte, wurde sie für seinen Tod verantwortlich gemacht. Rose war früher die Nachbarin der kleinen Fliss, aber sie erkennt die inzwischen erwachsene Frau nicht wieder. Birdy jedoch weiß genau wer Rose ist, und sie hat eine Rechnung mit ihr zu begleichen.

Beide Frauen erzählen abwechselnd ihre Geschichte, und nach und nach wird das ganze Geschehen aufgerollt, sowohl Birdys teilweise traumatische Kindheit, als auch die entscheidenden Ereignisse in Roses Leben, vor allem als untertänige Frau an der Seite ihres bekannten Mannes. Einen besonderen Beitrag leistet dieses Buch, indem es Verständnis für die Opfer weckt; dabei ist nicht nur das kleine Kind ein Opfer, sondern auf ganz andere Weise auch die Frau an der Seite des Täters und seine Kinder.

Eine gutgeschriebene Geschichte, die bis zum Schluss spannend bleibt. Auch wenn manche Szenen traurig oder gar erschütternd sind, weckt die Erzählung den Wunsch beim Leser das Kleine zu beschützen, so wie Birdy ihre geliebten Vögel umsorgt und beschützt. Wie wichtig es ist genau hinzuhören und hinzusehen, und die Worte von Kindern ernst zu nehmen, ist Birdy ein großes Anliegen, denn das hat sie in ihrer Kindheit schmerzlich vermisst. Und die Überlegungen von Rose, wie ein kleines Ereignisse das ganze Leben eines Menschen verändern kann, regen dazu an achtsam mit anderen umzugehen.

Eine berührende und lesenswerte Erzählung über Mitmenschlichkeit und dem Schutz der Kleinen.

Bewertung vom 03.06.2018
Was macht dich stark?
Kadel, David

Was macht dich stark?


ausgezeichnet

Der Autor, David Kadel, ist bekennender Christ und im Bereich der Medien tätig. Da er Fußball liebt, ist dies nicht sein erstes Projekt, das Glauben und Fußball verbindet. Er kennt viele Spieler durch seine Arbeit als Motivationscoach persönlich, und das merkt man auch bei den Interviews, die ungewöhnlich offen sind und nicht an der Oberfläche bleiben.

In diesem Buch kommen dreizehn Profis der Fußballwelt zu Wort. Sie erzählen aus ihrer Kindheit und von ihrem Familienleben, über den Beginn ihrer Fußballkarriere, über Schicksalsschläge, und über Erfolge und Niederlagen. Immer wieder kommen dabei die vier „D“s vor, wichtige Werte einiger dieser Fußballer; Werte, wie Dienen und Demut, die man nicht unbedingt bei den „Großen“ erwarten würde.

Außerdem berichten diese Fußballspieler und Trainer über ihren Glauben, der ihnen in allen Situationen Halt gibt. So gibt es mehrere Fußballspieler, die sich in Bibelkreisen treffen, andere haben sich für ihren Glauben tätowiert. Gerade in dieser Welt des Profi-Fußballs, in der sowohl Erfolg als auch Niederlage von so vielen Augen beobachtet wird, wird der Halt, den der Glaube gibt, von ihnen besonders geschätzt.

Die vielen Bilder, die auch einen persönlichen Einblick in das Leben der Spieler geben, machen diesen Band zu einem ganz besonderen Buch. Es eignet sich gut als Geschenk, gerade jetzt zur WM. Durch die vielen persönlichen Berichte ist dieses Buch nicht nur für Fußballkenner interessant.

Ein wunderschönes Buch mit außergewöhnlichen Einblicken in die Welt des Sports.

Mehr über dieses Buch: strickleserl.com/de/2018/06/03/284/

Bewertung vom 02.06.2018
Juden finden den Messias
Kröker, Jakob

Juden finden den Messias


sehr gut

Der Autor, Jakob Kröter, kam 1987 mit seiner Familie von Kasachstan nach Deutschland. Er möchte Gott in der neuen Heimat dienen. Zuerst absolviert er ein theologisches Studium und überlegt in seiner früheren Heimat missionarisch tätig zu sein. Zu dieser Zeit lernt er als Reiseleiter einer Touristengruppe in Israel messianische Juden kennen. Durch verschiedene Umstände sieht er sich bald von Gott berufen in Israel unter den Juden zu wirken.

Durch die Veränderungen in der Sowjetunion in den 80er und 90er Jahren, siedelten viele russische Juden nach Israel um. Da Jakob Kröter ihre Sprache spricht, kommt er leicht ins Gespräch mit diesen entwurzelten Menschen. Durch seinen Dienst kommen einige von ihnen zum Glauben an Christus, andere messianische Juden lernt er auf seinen Reisen in den dortigen Gemeinden kennen.

Die sechzehn Zeugnisse, von Juden die zum Glauben an Christus gekommen sind, machen etwa dreiviertel des Buchs aus. Die Menschen, die zu Wort kommen, stammen aus ganz unterschiedlichen Verhältnissen. Manche waren arbeitslos, obdachlos oder drogensüchtig, andere hatten hohe Stellungen in Forschung und Wissenschaft. Sie berichten von der Leere in ihrem Leben und der Sehnsucht nach einem Lebenssinn. Sie wundern sich bei ihren ersten Begegnungen mit Christen darüber, dass die Christen ihre Schriften (das Alte Testament) lesen und lieben. Sie staunen über die Liebe, die sie in den messianischen Gemeinden sehen. Sie erzählen aber auch von Schwierigkeiten mit ihren Familienmitgliedern, wegen ihrer Entscheidung für Christus.

Im letzten Teil dieses Buchs untersucht der Autor die Beziehungen zwischen Christen und Juden in der ehemaligen Sowjetunion. Ausgehend von Befragungen unter Juden, arbeitet er anschließend Faktoren heraus, die es kommunistisch geprägten Juden erleichtern Jesus als Messias anzunehmen. Einige Fotos von Menschen, über die berichtet wurde, und von Reisen im Heiligen Land, ergänzen diesen Band.

Es ist sehr interessant zu lesen, wie Juden durch Jesus ein heiles und erfülltes Leben finden. Der Schwerpunkt bei diesem Buch liegt bei Juden, die in der Sowjetunion aufgewachsen sind. Es ist beeindruckend, wie Jakob Kröter eine zu ihm passende Aufgabe gefunden hat, und wie er in das Leben dieser Menschen hineingewirkt hat.

Bewertung vom 31.05.2018
Susannah Spurgeon
Ray, Charles

Susannah Spurgeon


sehr gut

Charles Spurgeon ist vielen Christen bekannt. Er lebte im 19. Jahrhundert, und war ein sehr beliebter Prediger und Autor. Wer war aber die Frau an seiner Seite, Susannah Spurgeon? Davon erzählt dieses Buch, das schon zwei Jahre nach ihrem Tod geschrieben wurde, im Jahr 1905.

Susanne Spurgeon lebte von 1832-1903. Sie besuchte in ihrer Jugend mit ihrer Familie eine Kirche, und in einem Gottesdienst erlebte sie eine persönliche Hinwendung zum Glauben. Aber dieses Erlebnis ging bald im Alltag unter. Eines Tages predigte der 19jährige Charles Spurgeon zum ersten Mal in ihrer Kirche. Susannah war an diesem Abend nicht besonders beeindruckt von ihm, aber je öfters sie ihm zuhörte, desto mehr erwachte in ihr der Wunsch von ganzem Herzen für ihren Glauben zu leben.

Charles und Susanne lernten sich besser kennen, und schließlich wurde sie seine Frau. Die Ehejahre waren von einer tiefen Liebe der Partner zueinander geprägt. Sie litten beide unter schmerzhafte Krankheiten, die ihre Möglichkeiten stark einschränkten. Trotzdem setzten sie sich mit ganzer Kraft für ihren Glauben ein. Susannahs großes Anliegen war die Beschaffung von Büchern für Prediger. Da Pfarrer damals kaum genug verdienten, um ihre Familien zu versorgen, gab es für sie keine Möglichkeit sich mit guter, geistlicher Literatur weiterzubilden. Trotz großer Schmerzen, arbeitete Susannah bis an ihr Lebensende für dieses Werk. Sie nahm Spenden an, las Anfragen der Prediger, und besorgte und verschickte dann die gewünschte Literatur. Über die Bücherarbeit wird ausführlich berichtet, das ist vielleicht heute nicht so interessant wie damals, als das Buch geschrieben wurde.

In diesem kurzen Buch werden die wichtigsten Ereignisse aus einem reichen Leben beschrieben. Fußnoten ergänzen an manchen Stellen den Text mit Informationen, die heute nicht so geläufig sind. Dazu enthält das Buch einige Zitate und Briefauszüge von Charles und Susannah Spurgeon. Was beim Lesen besonders auffällt, ist die große Liebe der Beiden zueinander. Sie mussten aus Krankheitsgründen oft getrennt sein, und darum schrieben sie sich sehnsuchtsvolle Briefe. Susannah unterstützte ihren Mann von Herzen gerne. Schon früh lernte sie ihre eigenen Wünsche zurückzustecken, um den Dienst ihres Mannes zu unterstützen.

Besonders schön ist es von ihrem hoffnungsvollen Tod zu lesen. Nach langer Krankheit nahm ihre Kraft ab. Schließlich starb sie mit einem strahlenden Gesicht, weil sie Jesus in seiner Herrlichkeit sah.

Dieses ermutigende Buch, das mehr als hundert Jahre überdauert hat, zeigt worauf es im Leben wirklich ankommt. Man sieht am Beispiel dieses Paars, dass ein erfülltes Leben nicht abhängig ist von Besitz oder Gesundheit. Obwohl beide unter Krankheit litten, und sie nicht vermögend waren, da sie gerne teilten, war ihr Leben reich, erfüllt und gesegnet.