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Frimada
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Rhein-Sieg-Kreis
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Mutter von 3 Kindern (Mädchen, 15 Jahre und Junge, 11 Jahre. Mädchen, 7 Jahre), Vielleserin!

Bewertungen

Insgesamt 811 Bewertungen
Bewertung vom 28.08.2025
Schultz , Sonja M.

Mauerpogo


ausgezeichnet

Dieses Buch spielt 1982 in der ehemaligen DDR. Die Protagonistin Jo ist 15 Jahre alt und steht kurz vor der Jugendweihe, als sie den Punk für sich entdeckt. Sie verändert sich selbst zur Punkerin und beginnt, sich gegen das System der Anpassung anzukämpfen. Doch das hat Folgen...

Ich habe dieses Buch unheimlich gerne gelesen. Zum einen zeigt es sehr gut, was hinter der Punk-Bewegung steckt, zum anderen macht es deutlich, wie Teenager ihren eigenen Weg finden (müssen), und nebenbei erfährt man noch so einiges über die DDR.
Mir gefällt der Schreinstil unheimlich gut, weil er perfekt zu den Gefühlen der Protagonistin und dem Punkthema passt. Laut, wild, unangetastet. Wirklich toll!

Bewertung vom 24.08.2025
Präauer, Teresa

Kochen im falschen Jahrhundert


schlecht

Ein furchtbares Buch. Ich hatte den Eindruck, dass es der Autorin mehr darum ging, sich sprachlich als etwas Besonderes zu präsentieren als eine gute Geschichte zu erzählen. Und ja, sprachlich ist es ungewöhnlich - und gewöhnungsbedürftig, weil z.B. die Personen nie beim Nemen genannt werden (nur Gastgeberin, Ehefrau, Schweizer usw.). Dadurch fand ich es furchtbar anstrengend, es zu lesen, denn es wirkte sehr distanziert und hölzern.
Da ich aber im Vorfeld so viel von diesem Buch gehört habe, habe ich mich durchgequält (und war dankbar, dass es nur so wenige Seiten hat!), war aber bis zum Schluß enttäuscht. Es ist einfach total langweilig und ininteressant. Für mich verschwendete Lesezeit.

Bewertung vom 24.08.2025
Espach, Alison

Wedding People (deutsche Ausgabe) (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Mich hat bei diesem Roman das Cover so angesprochen, dass ich nicht mal den Klappentext gelesen habe, sondern direkt in das Buch eingestiegen bin.
Der Einstieg war ein wenig holperig, vor allem, als man recht schnell erfahren hat, dass die Protagonistin des Buches, Phoebe, gerade am Tiefpunkt ihres Lebens steht und in ein teures Hotel in Cornwall reist, um sich dort das Leben zu nehmen. Bei diesem Einstieg habe ich mit viel Kitsch gerechnet und wurde total überrascht, weil sich eine wirklich wunderschöne Geschichte vor mor entfaltet hat.

Phoebe trifft in diesem Hotel auf eine große Hochzeitsgesellschaft und wird, nachdem sie der Braut in einem schwachem Moment ihr Vorhaben gestanden hat, in den ganzen Hochzeitstrubel hineingezogen. Denn die Braut hat nicht vor, sich dieses Ereignis von Phoebe zerstören zu lassen, nachdem sie alles so akribisch geplant und vorbereitet hat.....

Was mir an diesem Buch besonders gut gefällt, sind die Charaktere. Alle, auch die Nebenpersonen, sind sehr authenthisch, wenn auch nicht immer sympathisch. Jeder hat seine positiven Seiten, aber auch Ecken und Kanten. Und jeder hat sein Päckchen zu tragen. Und es war wirklich interessant und berührend, welche Dymanik sich im Laufe der Geschichte entwickelt hat und wie die Personen voneinander beeinflusst bzw. berührt wurden.

Für mich eins der besten Bücher des Sommers.

Bewertung vom 21.08.2025
Baldini, Laura

Aspergers Schüler


weniger gut

Dieses Buch hat mir nicht so gut gefallen, weil der Titel mir etwas anderes suggeriert hat, als das Buch mir geboten hat. Ich war davon ausgegangen, dass ich mehr über über Hans Ansperger, seine Arbeit und auch seine Situation während des Nationalsozialismus erfahren würde. Aber im Endeffekt spielte Asperger nur eine Nebenrolle.

Es geht um eine junge Frau, die im Laufe der Geschichte erfährt, was in der Klinik am Spiegelgrund mit behinderten Kindrn gemacht wurde - Stichwort Euthanasie. Um dies deutlich zu machen und emotional zu verknüpfen hat sich die Autorin den finktiven Jungen Erich ausgedacht. Das ist gut gemacht, aber dennoch blieb mir das Buch zu oberflächlich. Und auch die Charaktere hatten für meinen Geschmack nicht genug Tiefe.
Alles in allem fand ich diesen historischen Roman eher enttäuschend.

Bewertung vom 21.08.2025
Howard, Scott Alexander

Das andere Tal


ausgezeichnet

Bei diesem Buch habe ich eine Weile gebraucht, um den Einstieg zu finden. Leichter wurde es, als mir die Rahmenbedingungen klar waren:

Die Geschichte spielt in einem Tal. Genau das gleiche Tal liegt auch im Westen und im Osten - nur einmal ist die Zeit dort 20 Jahre in der Vergangenheit, einmal 20 Jahre in der Zukunft. Man kann diese Täler besuchen, aber nur auf Antrag bei der Regierung und streng reglementiert.
Die Protagonisten, Odile, ist noch eine Teenagerin, als ihr Freund Edme stirbt. Dies wirft ihr ganzes Leben aus der Bahn und führt dazu, dass sie sich immer wieder mit der Frage auseinandersetzt, was geschehen würde, wenn sie in das Tal der Vergangenheit reisen und dort nur eine Kleinigkeit ändern würde...

Es ist ein philosophischer Roman, der für meinen Geschmack nicht einfach zu lesen war. Dennoch hat er mich gefesselt und ich habe mich gerne auf die Geschichte eingelassen. Sie hat mich zum Nachdenken angeregt.

Bewertung vom 21.08.2025
Kingsolver, Barbara

Die Unbehausten


sehr gut

Ich habe von Barbara Kingsolver "Demon Copperhead" mit großer Begeisterung gelesen und war daher sehr gespannt auf "Die Unbehausten". Und obwohl es an "Demon Copperhead" nicht herankommt, hat es mir dennoch gut gefallen.

"Die Unbehausten" ist ein älterer Roman der Autorin, und das merkt man auch. Der Schreibstil ist noch nicht ganz so fesselnd und die Geschichte hat einige Längen, aber dennoch ist es, meiner Meinung nach, ein wirklich gutes Buch.

Es geht um eine Frau, Willa Knox, deren Leben sich im heutigen Amerika, gerade als sehr schwierig darstellt. Ihr Haus müsste dringend renoviert werden, doch dafür fehlt das Geld. Sie muss plötzlich ihren Enkel aufziehen, nachdem seine Mutter sich das Leben genommen hat und ihr Sohn als alleinerziehender Vater völlig überfordert ist, und auch bei ihrem Mann Iano läuft es beruflich nicht so gut wie es sollte.
In der Hoffnung, ihr Haus könnte vielleicht unter Denkmalschutz stehen und sie dadurch finanzielle Unterstützung für die Renovierung bekommen, macht sich Willa auf die Suche nach Informationen über die Vergangenheit des Hauses.
In enem weiteren Erzählstrang, 150 Jahre vorher, wohnt ein Mann namens Thatcher in ihrem Haus, der mit Mary Treat befreundet ist - einer Naturwissenschaftlerin, die eine Freundschaft mit Darwin pflegt. Auch Thatchers Leben läuft nicht so, wie er es sich wünschen würde....

Der Autorin gelingt es unheimlich gut, beide Erzählstränge miteinander zu verknüpfen und so zu zeigen, wie die Vergangenheit und die 'Gegenwart miteinander verbunden sind, was sich weiterentwickelt hat und wo Amerika stehengeblieben ist. Das hat mir gut gefallen. Allerdings fand ich den Anfang eher verwirrend und habe eine Weile gebraucht, in die Geschichte hineinzufinden.

Bewertung vom 21.08.2025
Kempis, Stefan von

Weißer Rauch und falsche Mönche


ausgezeichnet

Ich habe dieses Buch kurz nach der Papstwahl gelesen und fand es total interessant. Man bekommt so viele Hintergrundinformationen und historische Fakten - das fand ich wirklich faszinierend.
Egal ob es um die Frage geht, wie das Konklave abläuft und wie es früher abgelaufen ist oder wer der erste Papbst war, wer die ersten Päpste gewählt hat, wie lange das längste Konklave dauerte... hier findet man alle Informationen.

Ich fand vor allem die Entwicklung der Konklaveregeln sehr interessant, bei denen immer wieder deutlich wurde, dass die Kirche doch aus ihren Fehlern lernen kann.
Für mich ein wirklich gutes Sachbuch mit hohem Informationsgehalt.

Bewertung vom 21.08.2025
Kempen, Sarah M.

Lichterloh - Stadt unter Ruß


ausgezeichnet

Ich hatte von diesem Buch schon im Vorfeld gehört und liebe die Kinderbücher, die ich bisher von der Autorin gelesen habe. Dies ist mein erstes Jugendbuch (empfohlen ab 14 Jahre) von Sarah M. Kempen.

In dieser Dystopie geht es um Schornsteinfeger, was mich sofort begeistert hat. Wie genial ist es, seine Geschichte um diesen Berufsstand aufzubauen?!
Die Protagonistin Cleo, die alleine mit ihrer älteren Schwester lebt, seit die Eltern bei einem Brand umgekommen sind, wünscht sich nichts sehnlicher, als Schornsteinfegerin zu werden. Doch dieser hoch geachtete Beruf ist nur bestimmten Familien vorbehalten. Doch da Cleo immer wieder sieht, wie die Menschen in ihrer Stadt unter Ruß leiden und durch ihr Talent, alles mögliche zu reparieren, wächst der Wunsch in ihr immer weiter. Und eines Tages bietet sich ihr die Chance - was die Schornsteinfegerfamilien alles andere als gerne sehen. Sie tun alles, um Cleo Steine in den Weg zu legen. Doch Cleo beißt sich durch und entdeckt dabei, dass in der Stadt unter Ruß nicht alles so läuft wie es sollte....

Die Geschichte ist wirklich genial geschrieben. Es hat wahnsinnig Spaß gemacht, sie zu lesen, und ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen (obwohl ich mit 47 Jahren nicht zur Zielgruppe gehöre). Auch meine 12 jährige Tochter war total begeistert. Und wir beide freuen uns wahnsinnig, dass die Geschichte als Trilogie angelegt ist und wir bald weiterlesen können.

Ich liebe es!!!

Bewertung vom 21.08.2025
Bihl, Lou

Nicht tot zu sein, ist noch kein Leben


weniger gut

In diesem Buch geht es um begleiteten Suizid, um Sterbefasten. Definitiv ein Thema, das sich bisher noch in wenigen Büchern findet.

Man merkt dem Buch aber an, dass es von einer Ärztin geschrieben wurde. Fachlich ist es sicherlich korrekt - man bekommt auch viele medizinische und rechtliche Informationen. Doch für mein Empfinden kam die emotionale Seite nicht gut rüber. Die Protagonisten blieben mir zu oberflächlich, und auch emotional konnte mich der Schreibstil nicht catchen. Die ganze Zeit über blieb die Geschichte in sicherer Distanz, was ich sehr enttäuschend fand. Ich hätte mir gewünscht, mehr Sympathie zu den Charakteren entwickeln zu können.

Sehr störend fand ich, dass zwar die Fachbrgriffe erklärt wurden, aber erst am Ende des Buches. Da ich das Buch als E-Book gelesen habe, war es sehr nervig und störend, immer wieder dorthin springen zu müssen. Das hat den Lesefluss extrem gestört, und ich höätte mir gewünscht, dass stattdessen die Erklärungen im Text eingebaut oder als #Fußnoten eingefügt worden wären.

Bewertung vom 21.08.2025
Reid, Taylor Jenkins

After I Do


ausgezeichnet

Dies ist nach "Daisy Jones and the Six" das zweite Buch, das ich vin Taylor Jenkins Reid gelesen habe, und ich habe es wirklich geliebt.

Der Schreibstil ist wundervoll, weil die Geschichte einfach ganz wunderbar fließt. Schon deswegen war es ein Lesevergnügen.

Die Geschichte handelt von einem Ehepaar, das sich nicht sicher ist, ob es sich noch liebt. Da beide die Ehe aber nicht einfach aufgeben wollen, entscheiden sie sich für eine einjährige Trennung, in der sie sich komplett den Kontakt verbieten.
Als Leser begleiten wir die Frau nun dieses Jahr lang und erleben, wie es ihr mit der Situation geht, was ihr zu schaffen macht, welche Wege sie ausprobiert, wie sich ihre Gefühle entwickeln. Und es hat mir wahnsinnig gut gefallen, dass die beiden Protagonisten das Jahr auch wirklich durchziehen. Diese Story ist ja nicht unbekannt, aber oft ist es so, dass dann doch einer sehr schnell merkt, dass er den anderen noch liebt und alles tut, um ihn zurückzugewinnen. Bis auf einen kleinen "Regelbruch" halten sich hier aber beide daran. Auch das Ende - und wie es dazu kommt - hat mir sehr gut gefallen.

Ich werde von der Autorin auf jeden Fall noch mehr Bücher lesen, sie könnte meine Lieblingsautorin werden!