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Benutzername: Mike
Wohnort: Ennepe-Ruhr-Kreis
Über mich: Ich mag Bücher wirklich sehr gerne ^^


Bewertungen

Insgesamt 29 Bewertungen
Bewertung vom 19.01.2018
Hearts of Blue - Gefangen von dir (eBook, ePUB)
Cosway, L. H.

Hearts of Blue - Gefangen von dir (eBook, ePUB)


gut

Immer wieder das Gleiche...

Sie ist eine Polizistin, er ein Dieb.
Karla und Lee sind so unterschiedlich, wie sie nur sein könnten, und doch fühlen sie sich zueinander hingezogen. Und so sehr sich Karla auch von ihm fernhalten und guten Gewissens ihrer Arbeit nachgehen will, sie fühlt sich in seiner Nähe ganz anders. Und auch Lee würde lieber nichts mit der Polizei zu tun haben, doch sein Weg führt immer wieder zu der hübschen Constable, die sein Herz gestohlen hat ...

Protagonisten
Karla ist eine Polizistin und sie tut es, weil sie gern anderen Menschen hilft und weil sie alle beschützen möchte. Sie ist also ein herzensguter Mensch, der auch immer alles richtig machen will, auch, um zu beweisen, dass es möglich ist. Lee und seine Taten bringen sie also ganz schön durcheinander, denn sie sieht zwar, dass gegen das Gesetz verstoßen wird, aber sie kann trotzdem nicht guten Gewissens ihre Pflicht tun, weil sie beginnt, auch die andere Seite zu sehen.
Sie möchte sich eigentlich nicht auf ihn einlassen, weil sie eben erkennt, dass sie und Lee vollkommene Gegensätze sind, aber Lee lässt ja nicht locker.

Lee ist ein Verbrecher und das wird im Buch immer wieder deutlich gemacht. Aber auch, dass er keine andere Wahl hatte, um seine Familie zu beschützen, denn es waren nur noch einige Jugendliche, die auf sich allein gestellt waren und die in ihren Möglichkeiten natürlich eingeschränkt waren. Er sieht es einfach als Teil seines Leben an und hat es längst akzeptiert, doch er tut trotzdem immer das, was er für richtig hält. Er hat seinen eigenen Blickwinkel und hält daran fest, was manchmal edel wirkte und zu anderen Zeiten einfach nur unnötige Sturheit war.
Karla findet er unglaublich attraktiv und obwohl er bisher keine guten Erfahrungen mit der Polizei hatte, kann er ihr nicht widerstehen, taucht immer wieder in ihrer Nähe auf und macht ihr damit irgendwie das Leben schwer. Das fand ich schon süß.

Handlung und Schreibstil
Eigentlich hat mir das Buch gar nicht so schlecht gefallen, aber ich hatte einfach viel mehr erwartet. Ein anderes Buch, bei dem die Autorin mitgewirkt hat, hatte mir so gut gefallen. Dieses hier war auch nicht schlecht, aber das ewige Hin- und Her hat mich irgendwann doch sehr genervt. Lee ist ein Verbrecher, Karla vertraut ihm trotzdem, um dann wieder aufs neue festzustellen, dass er ein Verbrecher ist! Allerdings fand ich Lees Aktionen immer ganz schön bescheuert und musste schon oft die Augen verdrehen, wenn Karla ihn oder seine Brüder wieder bei irgendwas erwischt hat.
Es geht in diesem Buch auch darum, dass nicht immer alles Schwarz oder Weiß ist. Während Karla auf der Seite des Gesetzes ist, beteuert Lee, dass ihn seine Taten nicht zu einem schlechten Menschen machen. Wie sie dieses Ansichten unter einen Hut bringen, fand ich zum Schluss ganz gut gelöst.

Fazit
"Hearts of Blue - Gefangen von dir" hat mich ganz gut unterhalten, aber letztendlich gab es immer wieder die gleichen Situationen, was mich irgendwann doch sehr genervt hat.

Bewertung vom 08.01.2018
Mit allem, was ich habe
Malpas, Jodi Ellen

Mit allem, was ich habe


schlecht

Mir hat nichts daran gefallen

Inhalt
Als Camilles Vater eine Drohung erhält engagiert er sofort einen Bodyguard für seine Tochter. Und so entsetzt It-Girl Camille auch ist, kann sie nichts dagegen tun, denn Jake Sharp wird nicht einfach locker lassen. Also begleitet ihr heißer Beschützer sie rund um die Uhr und während er auf sie aufpasst, muss sie auf ihre Begierde aufpassen ...

Protagonisten
Camille ist Model, aber auch Modedesignerin und möchte mit ihrer besten Freundin in letzterem erfolgreich werden. Das ist eher nur Nebensache und wird im ganzen Buch nur wenige Male angesprochen, was ich ziemlich traurig fand. Sie hat nicht wirklich Träume oder Ziele und man hat eigentlich völlig recht damit, wenn man sie für ein verwöhntes Partygirl hält. Zwar möchte sie nicht viel mit dem Geschäft ihres Vaters zu tun haben, aber sie tut eigentlich auch nichts dagegen. Bis zum Schluss hielt ich sie für ein verwöhntes Mädchen, das relativ leicht zu beeindrucken ist und ich hab sie mir eigentlich immer schmollend mit Duck-Face vorgestellt.

Jake sieht ja soo gut aus und ist so absolut unwiderstehlich und so weiter und so fort. Er war in der Armee und hat nun seine Lasten zu tragen. Außerdem gibt es noch eine Person aus seiner Vergangenheit und die Geschehnisse von damals machen ihm das Leben schwer. Er muss unbedingt immer etwas zu tun haben, eine Aufgabe haben, die ihn beschäftigt, sonst geht es ihm furchtbar. Darum seine Einsätze als Bodyguard. Er sollte also ein Typ mit einer harten Schale und einem weichen Kern sein, der sich nach Zärtlichkeit sehnt. Wenn es um Dinge geht, die ihm wichtig sind, dann stellt er die Welt auf den Kopf. Mich konnte er trotzdem nicht ganz überzeugen, denn der ernste, traurige und beherrschte Mann verliebt sich Hals über Kopf in so ein naives junges Ding ... na ja.

Handlung und Schreibstil
Es war leider so gar nicht meins. Die beiden verliebten sich eigentlich direkt auf den ersten Blick und das ist so eine Sache, die ich nie leiden kann. Anziehung ist das eine, aber zu sagen, es sei die attraktivste Person überhaupt? Und danach hat sich auch alles so unglaublich schnell entwickelt und ich konnte kaum etwas davon nachvollziehen, sodass es mir noch mehr auf die Nerven ging.

Durch die Drohung und Jakes geheimnisvolle Vergangenheit gab es bis zum Schluss zumindest so etwas wie ein bisschen Spannung und vielleicht hätte ich die Auflösung sogar gut gefunden, aber der Schreibstil sagte mir gar nicht zu, sodass die bösen Typen oder die dramatische Situation eher langweilig und vielleicht sogar lächerlich wirkten. Also, der Schreibstil gefiel mir generell nicht gut, da ich vieles etwas übertrieben und überdramatisiert fand. Gleichzeitig waren die Dialoge schwach und es gab bei inneren Monologen viel zu viele Wiederholungen. Schade fand ich auch, dass interessante Details bei Telefongesprächen erwähnt wurden und dann nur selten zur Sprache kamen.

Fazit
Leider hat mir "Mit allem, was ich habe" so gar nicht gefallen. Ich mochte weder die Charaktere, noch die Handlung und auch der Schreibstil war nicht nach meinem Geschmack. Eigentlich gab es nichts, was ich an diesem Buch gut fand.

Bewertung vom 26.12.2017
Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken
Green, John

Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken


sehr gut

Liebenswerte Protagonistin mit Angststörungen

Russell Pickett ist verschwunden und es gibt Hunderttausend Dollar Finderlohn.
Aza selbst würde sich nicht an der Suche beteiligen, doch ihre Freundin Daisy überzeugt sie. Sie suchen nach Informationen und landen beim Sohn des Milliardärs, Davis. Ein Jugendfreund von Aza, und er erinnert sich auch noch an sie ...
Doch es kann gar nicht alles ruhig und normal verlaufen solange Aza immer wieder von Angststörungen und Zwangsgedanken geplagt wird. Aza will sich ihren Ängsten und Sorgen stellen, aber wenn sie erstmal in einer Gedankenspirale ist, dann kommt sie nur schwer wieder raus ...

Protagonisten
Aza hat ihre Ängste und Macken, ihre Zweifel, Panikattacken und Zwangsgedanken. Manchmal überkommen sie sie einfach, wenn sie nervös oder gestresst ist, aber meistens einfach so. Beim Mittagessen. Beim Autofahren. Sie versucht natürlich, dagegen anzukämpfen, aber sie sind oft stärker als Azas Wille, sie zu vertreiben. Das ist nicht ihre Schuld, darum tut es einem ja auch so leid, wie sehr sie davon gequält wird.
Manchmal hat es mich überrascht, wie normal sie dann oft war. Wenn sie gerade nicht das Opfer ihrer Psychosen war, war sie ein schüchternes, liebes Mädchen, das man einfach mögen muss!

Daisy möchte unbedingt den verschwundenen Milliardären finden und die Belohnung kassieren. Sie erträgt Aza trotz all ihrer Macken und ist ihre beste Freundin, die mit ihr alles erlebt. Sie bringt eine Leichtigkeit in Azas Leben, weil sie selbst so locker drauf ist und sich wie eine ganz normale Jugendliche verhält, sich also für Jungs interessiert und Star Wars liebt. Sie wirkt oft aber auch etwas oberflächlich, weil Aza vergleichsweise viel ernstere Gedanken hat.

Aza war mal vor langer Zeit mit Davis befreundet und trifft ihn nun, um an Informationen zu gelangen, was auch klappt. Davis ist ein sehr lieber Kerl, dem der Reichtum nicht zu Kopf gestiegen ist. Er geht manchmal locker mit Geld um, aber das liegt an seiner Beziehung zu seinem Vater, die eigentlich nicht vorhanden ist. Ihm ist klar, dass man mit Geld nicht alles kaufen kann, vor allem nicht die wirklich wichtigen Dinge. Er kümmert sich um seinen Bruder und macht sich große Sorgen um ihn, weil dieser sehr empfindlich auf die Flucht ihres Vaters reagiert. Meistens ist Davis eher ernst, aber auch sensibel und schüchtern und das macht ihn zu einem sehr liebenswerten Charakter.

Handlung und Schreibstil
Also verglichen mit anderen Büchern von John Green hat es mir sehr gut gefallen. Er mag ja gerne etwas speziellere Charaktere, und dann am liebsten ganz viele davon auf einem Haufen, aber so war es hier nicht. Es gab eben Aza mit ihren Angststörungen, den reichen Davis und die Fan-Fiction schreibende Daisy. Das hat mich sehr beruhigt und daher hat es mir auch gut gefallen.
Sonst gab es natürlich wieder seltsame Themen in seltsamen Situationen, oft fand ich es aber in Ordnung, weil es zu Aza passte. Andererseits fand ich manchmal auch, dass es so wirkte, als ob man durch neue Themen für neuen Stoff zum Nachdenken sorgen wollte. War unnötig, den das Buch hätte auch gut ohne funktioniert!

Fazit
Mir hat "Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken" gut gefallen. Die Protagonistin fand ich liebenswert und überzeugend und die Geschichte war unterhaltsam, wenn auch manche Themen manchmal seltsam waren.

Bewertung vom 08.12.2017
Das Erwachen des Feuers / Draconis Memoria Bd.1
Ryan, Anthony

Das Erwachen des Feuers / Draconis Memoria Bd.1


sehr gut

Protagonisten
Lizanne ist eine gute Agentin, auch wenn ihre Mentorin das oft anders sieht. Lizanne sei zu weich und solle ihr Aufgaben trotzdem skrupellos erledigen. Aber gerade das hat sie so sympathisch gemacht: Dass sie so nett war, obwohl sie es nicht sein durfte. Sie ist meiner Meinung nach eine gute Agentin, weil sie einfach die richtigen Fähigkeiten dafür hat. Sie kann nur nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren, unschuldige Menschen zu töten. Ihr Fehler ist also, dass sie ein Herz hat und dass sie meist vernünftig ist und selbst ihren Verstand nutzt, statt blind Befehlen zu folgen, die nur den Interessen des Syndikats dienen.

Clay ist der liebe Gauner, der eigentlich ein gutes Herz hat und alles aus guten Absichten macht. Er ist treu und beschützt seine Kameraden. Er ist mutig und auch nicht auf den Kopf gefallen, aber manchmal kam er mir etwas naiv vor, wobei ich nicht genau sagen kann, warum. Vielleicht, weil er eben neu ist bei dieser Mission. Er ist es gewohnt, sich im gefährlichsten Viertel der Stadt durchzuschlagen und immer und überall misstrauisch zu sein, und nun macht er ganz andere Erfahrungen mit der Welt. Er findet manche Dinge unglaublich faszinierend, lässt sich aber auch nicht von ihnen blenden und bleibt nüchtern. Aber wenn er kämpfen muss, kämpft er leidenschaftlich.

Hilemore ist kürzlich zum Zweiten Offizier befördert worden und ihn erwarten neue Aufgaben an Bord der Guten Gelegenheit (die Namen der Schiffe fand ich ziemlich ungewöhnlich). Er war mir sehr sympathisch, da er zwischen den steifen Kapitänen und deren stumpfen Befehlen wie einer der wenigen mit etwas Grips in der Birne wirkte. Er versucht, so gut wie möglich etwas Sinn in die Aktionen zu bringen, aber manchmal wird ihm das auch nicht erlaubt und er muss sich eben an die Regeln halten.

Handlung und Schreibstil
Ich weiß gar nicht, was ich groß zu dem Buch sagen soll. Eigentlich gab es keine allzu großen Überraschungen, denn ich erwartete ein gutes High Fantasy Buch und genau das habe ich bekommen. Es war magisch und durchaus spannend, aber an manchen Stellen hat es sich etwas in die Länge gezogen, wie ich finde.
Wie es in High Fantasy oft ist, gab es auch hier viele große Kämpfe und Schlachten, in denen Magie eingesetzt wurde, oder auch nicht. Jedenfalls waren es für meinen Geschmack etwas zu viele. Dazu waren sie auch nicht kurz, sondern recht detailliert. An sich nicht schlimm, aber ich hab ich hab die Kämpfe irgendwann quer gelesen.
Ansonsten war es eigentlich wirklich ein gutes Buch. Die verschiedenen Charaktere in dieser ernsten Geschichte haben der erschaffen fantastischen Welt mehr Tiefe verliehen. Die ganze Geschichte um die Drachen, den legendären Weißen Drachen und um die Mysterien des Inlands konnte mich überzeugen.

Fazit
Insgesamt hat mir "Das Erwachen des Feuers" sehr gut gefallen, da ich die Charaktere mochte und auch die fantastische Welt. Allerdings haben sie nicht endenden Kämpfe mich doch etwas gelangweilt.

Bewertung vom 07.12.2017
Und du kommst auch drin vor
Bronsky, Alina

Und du kommst auch drin vor


ausgezeichnet

Cover und Titel
Was man bei dem Bild nicht erkennt: der silberne Teil reflektiert sehr, so dass man sich selbst auf dem Cover sehen kann. Das fand ich sehr kreativ, denn das passt ja gut zum Inhalt des Buches, bei dem sich die Protagonistin im Buch sieht.

Protagonisten
Kim ging mir manchmal etwas auf die Nerven. Sie sieht sich selbst im Zentrum allen Geschehens, auch wenn ihr klar ist, dass ihre beste Freundin Petrowna beliebter und interessanter ist. Aber das scheint ihr nicht viel auszumachen, sie hat es akzeptiert und findet es auch nicht weiter schlimm, so lange sie bei Petrowna ihre Hausaufgaben abschreiben kann.
Wenn es um dieses mysteriöse Buch geht, in dem Kims Leben geschildert wird, dann wird Kim plötzlich sehr hysterisch. Zwar will sie sonst nicht auffallen, vor allem nicht negativ, aber da dreht sich plötzlich alles um sie und das trifft sie sehr unerwartet. Sie wendet sich da natürlich sofort an ihre beste Freundin, weil sie sonst keine Ahnung hat.
Ich fand Kim sehr oberflächlich, denn sie hat kaum eine eigene Meinung oder eigene Gedanken. Sie richtet sich nach anderen und ohne Petrownas Hilfe tut sie nichts.

Petrowna ist superschlau, superhübsch, und einfach cool. Ich fand aber, dass sie eine Klugscheißerin ist. Sie hat offensichtlich ein paar Schwierigkeiten in der Familie, und dazu erfindet sie immer wieder seltsame Geschichten, die Kim ihr auch irgendwie glaubt. Sie öffnet sich ihrer besten Freundin kaum und hat viele Geheimnisse vor ihr, was ich ziemlich traurig fand.

Handlung und Schreibstil
Irgendwie hat mich erstaunt, wie angenehm alltäglich manche Sachen wirkten. Durch Erwähnung bekannter Dinge, wie z. B. Chefkoch.de, oder durch die normalen Beleidigungen, die Freundinnen sich so gegenseitig zurufen, fand ich das Buch schon sympathischer und realistischer, so verrückt es auch war.
Weniger realistisch fand ich manche Charaktere und ihre Handlungen. Die Jugendlichen benehmen sich übertrieben unreif und seltsam, die Erwachsenen sind irgendwie alle in der Midlife-Crisis und total überfordert von allen Kindern. Am Anfang fand ich das Buch daher sehr anstrengend und war drauf und dran, es wegzulegen, aber dann habe ich mich langsam an den Schreibstil gewöhnt und konnte weiterlesen, wenn auch mit Augenrollen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich zwischendurch lachen musste, weil es lustig war oder lächerlich. Wenn das lächerliche Absicht war, dann fand ich es doch ganz gelungen.
Vielleicht hätte das Buch jüngeren Lesern besser gefallen, wobei ich sagen muss, dass ich gerne total reife Protagonisten hatte, die die Welt retteten oder so ;) Aber vielleicht kann man sich so besser in sie hineinversetzen.
Mir ist letztendlich gar nicht genau klar, was jetzt die Botschaft des Buches ist, denn ich sehe da durchaus etwas, aber eher unterschwellig, daher bin ich mir nicht sicher, ob das auch die Intention war. Das Buch, um das es geht, ist ja mehr oder wenige eine gewöhnliche Geschichte aus dem Leben einer beliebigen Jugendlichen, und es soll ja auch mal so sein, dass man sich angesprochen fühlt, damit man eine bessere Verbindung zum Buch aufbauen kann, aber bei Kim ist es ja etwas stärker. Ich dachte erst, sie übertreibt einfach sehr, aber manche Dinge waren dann doch zu speziell um Zufall zu sein. Wie kann so etwas passieren und wie reagiert man darauf? Die Ausgangslage ist ziemlich verrückt, aber die ebenfalls verrückten Charaktere kommen damit irgendwie klar.

Fazit
"Und du kommst auch drin vor" kam mir oft etwas überdreht und sehr verrückt vor, dazu konnte ich die Protagonistin und ihre beste Freundin einfach nicht leiden. Es war aber seltsam unterhaltsam.

Bewertung vom 07.12.2017
Loving Clementine (eBook, ePUB)
Martin, Lex

Loving Clementine (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Hatte mehr zu bieten, als erwartet!

Protagonisten
Clementine mochte ich wirklich sehr gerne, denn ich konnte ihre Gefühle, Gedanken und Handlungen eigentlich immer gut nachvollziehen. Sie hatte keine gute Beziehung zu ihren Eltern und auch in der Liebe hat es bei ihr nicht geklappt, dadurch ist sie etwas ernst und hat hohe Mauern um ihr Herz errichtet. Sie wohnt zusammen mit ihren besten Freundinnen und fühlt sich da ganz wohl, sie steht auf eigenen Beinen und zieht ihr Ding durch. Ich fand Clementine einerseits sehr selbstbewusst, weil sie eben so unabhängig war, doch gleichzeitig war sie auch verletzlich und sensibel: Sie will keinen an sich ranlassen, weil sie nicht wieder verletzt werden will. Doch sie macht es den anderen, also vor allem Gavin, auch nicht leicht, denn sie erwartet Verrat und Betrug von jeder Seite und zieht manchmal voreilige Schlüsse - wenn auch nicht ganz ohne Grund.
An ihrem Charakter schätze ich sehr, dass sie treu, ehrlich und leidenschaftlich ist, wenn es um Dinge geht, die ihr am Herz liegen.

Gavin ist ein netter Typ und wohl ein Traummann. Er spielt in einer Band und die Mädels, die zuschauen, sind immer sehr hingerissen von ihm. Gleichzeitig ist er auch RA, also so etwas wie ein Aufpasser in einem Wohnheim, der sich ein wenig um die jüngeren Studenten kümmert, und schreibt Artikel für eine Zeitung. Er tritt meistens sehr selbstbewusst auf und gibt sich bei Clementine viel Mühe, um ihr näher zu kommen, auch wenn sie abblockt.
Er ist sehr ehrlich und möchte Clementine nicht verschrecken, aber das fällt ihm gar nicht leicht. Er neigt auch zur Eifersucht und möchte sie immer beschützen, doch Clem ist zu selbstständig, um immer bemuttert zu werden. Also eigentlich ist er ein guter Kerl, der nur manchmal nicht ganz das richtige tut, und die etwas scheue Clementine dadurch verschreckt.

Handlung und Schreibstil
Das Buch hatte viel mehr zu bieten, als ich erwartet hätte und das fand ich großartig. Ich finde, der Klappentext verrät nicht zu viel, aber genug, um neugierig zu machen.
Zum einen gab es tolle Charaktere, die auch wenn sie nur eine Nebenrolle gespielt haben, überzeugen konnten. Clementines Freundinnen und Freunde, Mitarbeiter und auch die Charaktere, die in den Fortsetzungen die Hauptrollen übernehmen werden. Ich bin wirklich schon gespannt, auch wenn ich kaum glaube, dass sie besser sein könnten als dieser erste Teil.

Auch die Story rund um Clems Buch fand ich sehr interessant. Sie hätte nie gedacht, dass es so beliebt sein könnte. Sie hat viele Dinge in diesem Buch genau so erlebt und deswegen ist es ihr auch sehr wichtig, dass niemand erfährt, dass das Buch von ihr stammt, das wäre ihr zu privat. Alles rund ums Schreiben fand ich gut umgesetzt und ich könnte mir vorstellen, dass es für Autoren so ablaufen könnte, vor allem in den Anfängen. Clementine studiert noch und lernt noch vieles, auch wenn sie ein gutes Buch hat, ist sie nicht allein dadurch sehr erfolgreich sondern lernt weiter und will noch besser werden.

Es gab sogar Elemente aus dem Bereich Krimi, da in diesem Buch auch etwas dubiose Dinge geschehen. Auch das hat Spannung erzeugt, aber vor allem ging es um Clementine, ihr Buch und ihr Privatleben und wie sie sich langsam öffnete, um wieder Liebe in ihr Leben zu lassen. Ich finde, der Prozess war in einem geeigneten Tempo und man konnte gut nachvollziehen, wie sich Clem in jeder möglichen Situation gefühlt hat. Warum sie abgeblockt hat, wenn sie das tat, warum sie die Mauern um sich errichtet hat.

Fazit
"Loving Clementine" hatte viel mehr zu bieten, als ich anfangs erwartet hätte und ich war sehr überrascht. Es war durchaus spannend und Clementine konnte mich total von sich überzeugen!

Bewertung vom 26.11.2017
Die Ausersehene / The Chosen One Bd.1 (eBook, ePUB)
May, Isabell

Die Ausersehene / The Chosen One Bd.1 (eBook, ePUB)


gut

Inhalt
Endlich steht Skadis erste Nacht mit einem Mann bevor, endlich wird sie ihre Aufgabe als Ausersehene erfüllen: Kinder zeugen. Nur noch wenige Frauen sind dazu in der Lage und diese werden in der Burg beschützt.
Doch das ist nur das Leben in einem goldenen Käfig, wie Skadi bemerkt - zum Glück, bevor es zu spät ist. Sie schafft es, aus der Burg zu fliehen und stößt bald auf Finn, der sich um sie kümmert. Sie schließt sich ihm und seinen Gefährten an, um die Welt zu erkunden und entdeckt, dass auch in ihr mehr steckt, als sie je geahnt hätte ...

Protagonisten
Skadi ist oft sehr naiv, denn sie ist so wohlbehütet in der Burg der Ausersehenen aufgewachsen und hat immer nur davon geträumt, endlich ihre Aufgabe erfüllen zu können. Erst kurz davor ist ihr dann aufgefallen, dass sie sich nicht darauf einlassen kann und sie ist geflohen. Auch wenn es Hinweise darauf gab, dass sie ein wohlbehütetes Leben führte, schafft sie mit etwas Anstrengung und durch Zielstrebigkeit fast alles, was sie anpackt. Ich fand aber, dass sie manchmal relativ lange braucht, um Schlüsse zu ziehen, aber sie hat immer schnell zu allen Vertrauen gefasst. Also, sie wirkte weniger schlau, aber nett war sie halt trotzdem.

Finn ist ein Sonnenschein und verbreitet immer gute Laune. Auf ihn kann man ich verlassen und er ist immer für seine Freunde da. Man merkt sofort, wie gern er Skadi hat und ich konnte gar nicht verstehen, wie sie das nicht merkt. Er versucht wirklich alles und jeder sieht es - nur Skadi nicht. Finn hat mich oft an ein treues Hündchen erinnert, der den anderen hinterhertrottet und ich fand ihn einfach süß.

Jaro ist der mysteriöse, absolut gut aussehende Typ, den es in vielen Jugendbüchern gibt. Ihn umgeben Geheimnisse, die Skadi am liebsten enthüllen wurde. Er gibt nicht viel Preis und ist eher der Anführer, der sagt, was zu tun ist, weil er ruhig und besonnen handelt.

Leah lebt auf dem Hof, auf dem Skadi bleibt, nachdem sie Finn kennengelernt hat. Das Mädchen ist total in Finn verknallt und sieht Skadi als Rivalin und ist deswegen oft gereizt, wenn diese in der Nähe ist. Sie ist meistens zickig und schlecht gelaunt und war die Sache an dem Buch, die ich ganz und gar nicht mochte.

Handlung und Schreibstil
Ich habe ein bisschen gebraucht, um das mit den Ausersehenen komplett zu verstehen, weil mir ein paar Details zum Verständnis gefehlt haben. Die Ausersehenen bekommen wirklich alle Kinder im Reich, und diese werden dann zur Aufsicht in andere Familien gegeben. Niemand zieht seine eigenen Kinder auf, denn die Ausersehenen sind ja die einzigen, die Kinder bekommen können, aber sie müssen sie eben weggeben und dann weitere Kinder gebären. Die Männer, die ihnen beiliegen, werden auch ausgewählt, aber nicht weil sie fruchtbar sind, sondern weil sie besonders toll sind oder so. Denn von der Unfruchtbarkeit sind nur die Frauen betroffen.

Ja, was soll ich sagen. Allzu spannend war es nicht. Das Buch war ja nicht besonders lang und ich hatte letztendlich auch das Gefühl, das kaum etwas passiert ist. Skadi flieht, läuft etwas durch die Gegend, es gibt kleine Zwischenfälle und zum Schluss ... Vor allem am Ende hätte ich gerne mehr Details gehabt und vielleicht etwas mehr Inhalt.
Es gibt in dem Buch ja auch Magie, aber die kam mir auch viel zu kurz. Sie tritt eher später in Erscheinung und wird kaum genutzt, und das fand ich sehr schade. Gerade da hätte ich mir etwas mehr gewünscht!
Der Schreibstil war nicht ganz so meins, aber es hat wirklich gereicht. Er war simpel gehalten, nur bei den Gefühlen hatte ich manchmal Schwierigkeiten, sie gut nachzuvollziehen.

Fazit
"The Chosen One - Die Ausersehene" konnte mich nur so mittelmäßig unterhalten. Der Schreibstil war in Ordnung, allzu spannend war es nicht und ich konnte mit Skadi leider nicht ganz warm werden. Die Fortsetzung würde ich trotzdem lesen!

Bewertung vom 26.11.2017
Als dein Blick mich traf (eBook, ePUB)
Jacquelyn, Nicole

Als dein Blick mich traf (eBook, ePUB)


sehr gut

Protagonisten
Ani hat eine Krankheit, wegen der sie sich einer Operation unterziehen muss. Diese führt aber dazu, dass sie niemals selbst Kinder bekommen kann. Das macht sie ganz schön fertig, denn sie wollte schon immer eine Familie haben, um die sie sich kümmern kann. Und jetzt rückt dieser Traum in weite Ferne und sie fühlt sich ganz schrecklich. Sie könnte nicht genau erklären, wie es dazu kam, aber nach dem Sex mit Bram ändert sich die Beziehung der beiden schlagartig. Sonst zankten sie sich ununterbrochen, doch jetzt ist Bram da, wenn es ihr schlecht geht. Die beiden sind zwar Pflegegeschwister, kamen aber zu unterschiedlichen Zeitpunkten in die Familie und haben auch nie wirklich unter einem Dach gewohnt. Zwar unternimmt die Familie immer mal wieder etwas zusammen und sie essen einmal die Woche zusammen, aber Bram und Anita standen sich noch nie besonders nahe. Daher bemerken auch die anderen die Veränderung schnell - sie sehen, dass zwischen den beiden etwas passiert ist!
Ansonsten hat Anita eine spitze Zunge, durch die ihre verletzliche Seite nur noch verletzlicher wirkte.

Bram mag Anita und schläft gerne mit ihr, aber zwei Dinge sind für ihn klar: Er will keine Beziehung und er will keine Kinder. Als es ihr schlecht geht, möchte er sich um sie kümmern. Wenn es ihr schlecht geht, will er dafür sorgen, dass es ihr wieder besser geht. Wenn sie schwach wird, möchte er, dass sie stark bleibt. Er ist sehr liebevoll und möchte alle Menschen, die ihm etwas bedeuten, ständig beschützen. Er hat einen starken Beschützerinstinkt, und das nervt Anita oft, denn schließlich ist sie eine selbstständige Frau!
Ich mochte beide Protagonisten ganz gerne, weil sie so natürlich wirkten und ich ihre Emotionen und Handlungen fast immer nachvollziehen konnte.

Andere Charaktere
Das ist der zweite Teil einer Reihe, bei der ich den ersten Teil nicht gelesen habe. Ich hatte zwar keinerlei Probleme, in die Handlung reinzukommen und die Verweise auf den ersten Teil zu verstehen, aber meine Bindung zu den Charakteren war nicht so stark, wie vielleicht gewesen wäre, wenn ich das erste Buch auch gelesen hätte. Ich konnte die Beziehungen verstehen und mochte die Familienmitglieder sehr, aber einige Handlungen hätte ich mit mehr Hintergrundwissen vielleicht besser nachvollziehen können. Bei Ani und Bram hatte ich da nicht die geringsten Probleme, aber bei den anderen gab es da halt immer Kleinigkeiten.

Handlung und Schreibstil
Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonisten erzählt und das fand ich so auch sehr gut. Andere Leser meinten, sie hätten in manchen Situationen lieber die jeweils andere Perspektive gehabt, aber das fand ich gar nicht! Zwar konnte man nicht direkt lesen, was bei den Emotionen der anderen gerade so los war, aber das hat es nochmal spannend gemacht. Und ich finde, es war auch immer klar, wie sie sich die Personen gefühlt haben. Ich fand es auch gut, weil es so noch einen Ticken spannender war, weil man sich noch ein bisschen Gedanken darüber machen musste, was in den Charakteren so vor sich ging.

Es sind so einige Dinge passiert, die ich am Anfang des Buches nie erwartet hätte. Ich hätte sie nie kommen sehen können und war ganz schön überrascht, was das Buch alles für mich bereit hielt. Manche Dinge wären in der Form vielleicht nicht nötig gewesen, aber ich verstehe, warum man sie eingebaut hat. Sie haben Emotionen ausgelöst, die zu andere Handlungen geführt haben, sonst hätte alles irgendwie anders kommen müssen und dann wären die Begründungen für ihre Aktionen vielleicht nicht so logisch gewesen.

Fazit
"Als dein Blick mich traf" hat mir gut gefallen, die Protagonisten fand ich sehr sympathisch und auch die Handlung fand ich recht spannend. Aber ein wenig unnötiges Hin-und-her gab es leider trotzdem und so etwas nervt mich immer.

Bewertung vom 18.11.2017
Kleine Stadt der großen Träume
Backman, Fredrik

Kleine Stadt der großen Träume


ausgezeichnet

Inhalt
Björnstadt ist nur eine kleine Stadt, die nicht viel zu bieten hat. Aber Björnstadt ist eine Eishockey-Stadt und ihr Juniorenteam spielt bald das Halbfinale. Sie haben viele junge Talente und glauben fest daran, dass sie gewinnen können. Ein Sieg würde der ganzen Stadt helfen und vermutlich neue Arbeitsplätze schaffen. Die Hoffnungen der gesamten Stadt liegen auf den Schultern dieser Jugendlichen, sie sind die Stars der Stadt
Keiner hätte erwarten können, wie viel eine Nacht verändern kann ...

Cover und Titel
Ich finde das Cover wirklich gut. Blau- sowie Grün-töne und alles dazwischen mag ich sehr gerne und den Farbverlauf mag ich ebenfalls. Da der Himmel den größten Platz beansprucht, wirkt das Land und somit auch Björnstadt kleiner und dadurch irgendwie trauriger. Aber so, als wäre es ein friedlicher Ort mit netten Menschen. Ich finde, der Titel passt auch perfekt, weil es eben eine kleine Stadt mit großen Träumen ist, das kann wohl niemand bestreiten. Die weiße Schrift passt auch gut zum Rest des Covers. Und ich finde es toll, dass der Verweis zu "Ein Mann namens Ove" nicht draufgedruckt ist, sondern mit der Folie weg war :D

Charaktere
Dieses Buch hat wirklich viele Charaktere und alle haben eine Geschichte. Sie alle haben miteinander zu tun und sie spielen auch alle eine Rolle. Ich konnte mir die ganzen Namen erstaunlich gut merken, denn jeder Charakter wird dem Leser gründlich vorgestellt und wenn man ihre meist berührenden Geschichten kennt, dann kann man sie gar nicht mehr vergessen. Das fand ich großartig, wie einem einfach jeder gute Charakter ans Herz wächst und wie man ihre Handlungen und ihre Entwicklungen betrachten kann.

Handlung und Schreibstil
Ich habe mich eigentlich nur für dieses Buch beworben, weil ich auf LovelyBooks ein Abzeichen bekommen wollte. Als ich gewonnen hatte, habe ich mich sogar geärgert, dass ich es nun lesen musste. Ich hätte dieses Buch nie von mir aus gelesen, daher bin ich sehr froh, dass mein Glück es gut mit mir gemeint hat. Denn ich bin absolut begeistert von dem Buch!

Der Schreibstil gefiel mir gut, es gab immer wieder Sätze, die eine große Bedeutung haben und an manchen Sätzen hat der Autor festgehalten, sie an den richtigen Stellen wiederholt und dadurch einen roten Faden geschaffen. Daran konnte man auch erkennen, was in dieser Stadt von Bedeutung ist.
Die Gefühle konnte ich meist nachvollziehen und durch Mut, Entschlossenheit und Stolz konnten mir die Bewohner der Stadt immer wieder Tränen in die Augen treiben.Also, das Buch hat mich wirklich berührt und konnte vermutlich alle Emotionen auslösen, die ausgelöst werden sollten!
Ich war stolz, wenn eine Mutter stolz auf ihren Sohn war, ich war erzürnt, wenn die Bewohner den Sieg über das Wohl der Jugendlichen stellten und ich war begeistert, wenn die Jungen in ihrer Leidenschaft zueinander hielten. Es gab wunderbare Freundschaften und Familien, die durch dick und dünn gingen und alle Probleme gemeinsam bewältigen wollten, und ich liebte sie alle.

Vorhersagen und Andeutungen auf zukünftige Geschehnisse haben mir nicht so gefallen. Die hätten von mir aus auch wegbleiben können, denn nun kenne ich ein paar Dinge aus der Zukunft, die aktuelle Dinge irgendwie verderben und so etwas finde ich oft sehr schade. Aber diese Dinge gehören auch zur Handlung und sind wohl wichtig. Das ist jedenfalls das Einzige, was ich an diesem Buch nicht mochte.

Die Handlung ist an sich abgeschlossen, aber ich möchte die Fortsetzungen trotzdem lesen, wenn sie erscheinen, denn Björnstadt und ihre Bewohner, die nicht vom Sieg besessen sind, sind mir ans Herz gewachsen und ich bin gespannt, wie es mit ihnen weitergeht!

Fazit
"Kleine Stadt der großen Träume" hat mir entgegen aller Erwartungen sehr gut gefallen! Die Charaktere waren alle sehr authentisch und die meisten auch sehr sympathisch. E war eine Achterbahn der Gefühle und ich freue mich auf mehr aus Björnstadt!

Bewertung vom 12.11.2017
Du bist mein Feuer
Ronin, Isabelle

Du bist mein Feuer


sehr gut

Protagonisten
Veronica, meistens Red genannt, war gerade obdachlos geworden, als sie bei Caleb landet. Sie musste miterleben, wie ihr Vater ihre Mutter schrecklich behandelt hat, und diese trotzdem nichts dagegen tat. Schon vor dem Tod ihrer Mutter musste sie sich um alles selbst kümmern, und danach war sie komplett auf sich allein gestellt. Sie ist also daran gewohnt, auf eigenen Beinen zu stehen und niemanden um Hilfe bitten zu müssen. Doch nun ist da Caleb, der komplett für sie sorgen möchte und sich in ihr Leben einmischt. Natürlich fällt es ihr schwer, ihm zu vertrauen, auch wenn sie die starke Anziehungskraft spürt. Sie sieht, wie sehr er sich bemüht, aber sie kann sich nicht so schnell auf ihn einlassen, vor allem, da sie von ihm erwartet, irgendwie enttäuscht zu werden. Bei seiner Vergangenheit erwartet sie fast schon einen Betrug und dadurch hat Caleb eigentlich schon schlechte Grundvoraussetzungen.

Caleb wird als Womanizer beschrieben und man sieht, wie sich überall Mädchen an ihn ranmachen. Aber als er Veronica erblickt, ist er hin und weg und möchte sein altes Leben hinter sich lassen. Andere Mädchen interessieren ihn einfach nicht mehr, Red ist die Einzige für ihn. Ihm wird sehr schnell klar, dass er mit ihr zusammen sein möchte. Dass er sie bei sich wohnen lässt, fand ich etwas unglaubwürdig, aber ich hab es einfach mal akzeptiert. Dass er sich so verwandelt, vom Player zum süßen Lover, fand ich schon etwas unglaubwürdig, aber er ist einfach schwer verliebt.
Er möchte Red für sich allein und ist dabei oft besitzergreifend und herrisch, weil er es gewohnt ist zur kriegen, was er haben will. Seine Art hat mich schon oft geärgert, weil er sich immer durchsetzen muss. Aber ansonsten war er so zuckersüß, dass man es ihm kaum übel nehmen konnte. Er ist manchmal auch etwas naiv, auch wenn er sonst noch so selbstbewusst auftritt. Er gibt sich auf jeden Fall die größte Mühe, ein guter Freund zu sein und hat eigentlich immer die besten Absichten.

Handlung und Schreibstil
Also am Anfang fand ich noch, dass man merken kann, dass es eine Wattpad Story ist, die nach und nach verfasst wurde, aber es wurde bald besser und wirkte durchdachter - auch wenn es immer noch paar Dinge gab, die etwas aus dem Nichts auftauchten und eigentlich nicht so wichtig waren.
Nebenhandlungen gibt es kaum. Es geht um Veronica und Caleb und die Höhen und Tiefen ihrer Liebesgeschichte. Es gibt Leute, die ihrer Liebe im Weg stehen, aber eine Dreiecksgeschichte ist es auch nie. Zwar gibt es einen Charakter, bei dem ich erst dachte, dass sich da etwas entwickeln würde, aber er wurde immer wieder irgendwie verdrängt, was ich ehrlich gesagt ziemlich lustig fand. Dann waren da Beth und Theo, die zu Veronicas Freunden gehören, aber eigentlich nicht wichtig waren und die man auch hätte weglassen können.
Es gab noch die Geschichte um Cammilla und Cameron, Calebs besten Freund, und da hätte ich mir vielleicht noch etwas mehr gewünscht!

Es ging also um die Liebesgeschichte, aber manchmal habe ich mich gefragt, was da überhaupt noch passieren kann, aber dann tauchte wieder ein neues Hindernis auf. Diese waren aber nicht unzusammenhängend, daher hat mich das auch nicht weiter gestört, aber irgendwann hat es mich doch ein wenig genervt, dass immer wieder so etwas passiert.
Caleb hat außerdem immer wieder betont, wie sehr er Red begehrt. An sich kein Problem, aber er hat sich ständig wiederholt und manchmal passte es so gar nicht zum Gespräch. Er ist wie besessen von ihr und erwähnt es ständig. Die ständigen Anspielungen sind wiederum nicht so schlimm, sondern eher unterhaltsam.