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zu den Top-Rezensenten

Benutzername: Mike
Wohnort: Ennepe-Ruhr-Kreis
Über mich: Ich mag Bücher wirklich sehr gerne ^^
Danksagungen: 4 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 221 Bewertungen
Bewertung vom 17.09.2021
Like Gravity
Johnson, Julie

Like Gravity


weniger gut

Erst wurde ihre Mutter ermordet, und dann wurde Brooklyn auch noch entführt. Damals war sie sechs Jahre alt, aber diese furchtbaren Erinnerungen begleiten sie noch immer und es fällt ihr sehr schwer, sich emotional auf andere Menschen einzulassen. Bis Finn sich in ihr Leben drängt ...

Seit diesem Trauma ist Brooklyn sehr abweisend. Auch mit ihrem Vater und verschiedenen Pflegeheimen hat sie keine guten Erfahrungen gemacht. Sie hat eine beste Freundin, die eigentlich immer zuerst an sich selbst denkt, Brooklyn dabei in blöde Situationen bringt, mir mit ihrem Verhalten gehörig auf die Nerven ging und nur zwischendurch wirklich mal eine Freundin war. Also verständlich, dass Brooklyn keine neuen Menschen in ihr Leben lassen möchte. Doch Finn lässt da nicht locker und ist irgendwie immer wieder in ihrer Nähe und kümmert sich auch um sie. Ihre Liebesgeschichte konnte mich aber nicht wirklich packen.

Leider fand ich die Geschichte viel zu vorhersehbar. Es gab auch ein paar gute Momente, aber die großen Mysterien, die die Protagonistin nicht durchschauen kann, sind für den Leser von Anfang an so offensichtlich, dass die Spannung verloren geht. Das interessanteste war für mich wohl Brooklyns posttraumatische Belastungsstörung. Trotz all der Kritik fand ich das Buch nicht unbedingt schlecht, aber eben auch in keiner Weise wirklich gut und es war ein Leseerlebnis, das so leicht zu vergessen war, dass es mir schon schwerfiel, eine Rezension zu schreiben.

Fazit
"Like Gravity" bietet eine vorhersehbare Liebesgeschichte, die ein paar gute Momente hat, aber ansonsten nicht besonders spannend ist und auch sehr leicht zu vergessen. Ich fand es nicht unbedingt schlecht, aber empfehlen würde ich es nicht.

Bewertung vom 16.09.2021
Boston College - Nothing but You (eBook, ePUB)
Madsen, Cindi

Boston College - Nothing but You (eBook, ePUB)


sehr gut

Lyla ist nicht wirklich ein Nerd, aber sie ist schon eine Außenseiterin, die viel Zeit mit Lernen verbringt und bunte, schrullige Klamotten trägt. Sie fasst den Entschluss, endlich mal ein bisschen etwas zu erleben und die College-Zeit wirklich zu genießen - und ihr bester Freund Beck soll ihr dabei helfen.

Ich fand die Protagonisten beide sehr sympathisch. Lyla sieht Beck schon als jemanden, der sich viel mit Frauen vergnügt, aber davon sieht man hier nicht so viel. Als bester Freund ist er aber absolut loyal und unterstützt Lyla so gut er kann, will sie aber auch beschützen und wird dabei auch schnell mal eifersüchtig auf die Männer, die sie während ihrer kleinen Abenteuer kennenlernt. Aber er hat auch Geheimnisse vor ihr, die seine Familie betreffen und ihm viel Druck machen.

Lyla wird schnell nervös und redet dann zu viel, meistens über ihren Kater, sie mag Listen und Chemiewitze und ist mit ihrer ehrlichen und tollpatschigen Art einfach liebenswert. Man kann verstehen, warum Beck aufpassen will, dass niemand sie ausnutzt oder verletzt.

In dieser Liebesgeschichte hat mich zuerst die aufrichtige Freundschaft zwischen Lyla und Beck verzaubert, weil sie schon als Freunde wirklich total süß sind. Es ist eine richtige Friends-to-Lovers Geschichte, die beiden sehen sich zunächst wirklich nur als Freunde und erst als Lyla beginnt, ihr Leben zu verändern, ändert sich auch ihre Beziehung, denn plötzlich sieht Beck sie auch als attraktive Frau und sie verbringen auch mehr Zeit miteinander.

Die Geschichte ist natürlich schon etwas vorhersehbar, aber das macht sie auch nicht weniger unterhaltsam. Man kann gut spüren, wie sich die romantischen Gefühle entwickeln und muss einfach mitfiebern, weil die Protagonisten sowohl einzeln als auch zusammen einfach toll sind. Sie wollen ihre Freundschaft nicht aufs Spiel setzen, können sich aber auch nicht gegen die Anziehung wehren, die immer stärker wird. Eifersucht, Missverständnisse und Geheimnisse bringen auch noch ein wenig Spannung ein.

Fazit
"Boston College - Nothing but You" bietet eine wirklich süße Friends-To-Lovers-Liebesgeschichte mit sympathischen Charakteren, die durch die Tollpatschigkeit der Protagonistin und die schöne Chemie zwischen dem Paar auch sehr gut unterhalten kann.

Bewertung vom 15.09.2021
Dunkelsplitter / Midnight Chronicles Bd.3
Iosivoni, Bianca;Kneidl, Laura

Dunkelsplitter / Midnight Chronicles Bd.3


sehr gut

Enthält Spoiler zu den Vorgängern!

Diesmal reisen Roxy und Shaw durch Mitteleuropa und jagen mithilfe des Ghostvision die Geister, die Roxy damals aus der Unterwelt befreit hat. Aber Roxy bleibt nicht mehr viel Zeit und wegen ihrer Todesvision versucht sie, sich von Shaw, der sich nun als wahrer Freund beweist, fernzuhalten.

Roxy hat noch drei Monate und vermutlich sind noch viel mehr Geister zurück in die Unterwelt zu schicken, als sie noch Tage übrig hat. Sie wird ihre Quote unmöglich erfüllen können und versucht sich darauf vorzubereiten, dass sie bald sterben muss. Shaw fühlt sich bei den Huntern sehr wohl und lernt für seine Prüfung, aber er will immer noch wissen, wer er vor seinem Gedächtnisverlust war. Da er auch nicht wirklich etwas besseres zu tun hat, unterstützt er Roxy bei ihrer Geisterjagd und macht dabei noch ein paar neue Erfahrungen.

Da Roxy gesehen hat, dass sie in Shaws Armen sterben wird, versucht sie, sich von ihm zu distanzieren, damit ihr Tod ihn nicht zu sehr verletzt, und das stellt ihre Freundschaft natürlich auf die Probe. Aber Shaw lässt nicht locker und sie kommen sich sogar näher als zuvor. Beide entwickeln sich etwas weiter, aber der Fortschritt ist hier insgesamt eher langsam.

Den Anfang der Geschichte fand ich schon etwas langweilig und es hat ein bisschen gedauert, bis die Spannung mich auch wieder packen konnte. Wir sind diesmal auf Geisterjagd quer durch Europa und diesen Roadtrip fand ich trotz vieler kleiner Abenteuer nicht so spannend, weil diese nicht wirklich relevant für den Fortgang der großen Rahmenhandlung schienen. Im ersten Band begann die Geschichte langsam, der zweite Band mit Warden und Cain war auch sehr spannend, doch dieses Buch jetzt fühlte sich zu einem großen Teil eher wie ein Lückenfüller an und erst zum Ende hin gefiel es mir dann wirklich gut.

Daher freue ich mich auf jeden Fall auch auf die Fortsetzungen und bin gespannt, wie viel wir von Roxy und Shaw im vierten Band sehen werden, wenn wieder andere Charaktere die Hauptrollen übernehmen, diesmal sind dann Ella und Wayne dran. Die große Story um die vier Könige und ihre Machenschaften wurde auch hier kurz aufgegriffen und etwas weitergeführt, und ich bin gespannt, wie es da weitergehen wird.

Fazit
"Midnight Chronicles - Dunkelsplitter" ist eine schöne Fortsetzung, in der man zwischen Geisterjagd und Todesvisionen aber nicht wirklich vorankommt. Erst das Ende fand ich wirklich spannend und ich freue mich auch schon auf die Fortsetzungen.

Bewertung vom 14.09.2021
Wenn deine Hand mich hält - FORBIDDEN HEARTS
Rai, Alisha

Wenn deine Hand mich hält - FORBIDDEN HEARTS


sehr gut

Lange unterdrückte Gefühle und zweite Chancen

Sadia und Jackson waren beste Freunde, aber Jackson wurde eines Verbrechens bezichtigt und verließ die Stadt, seitdem hatten sie keinen Kontakt mehr. Sadia heiratete Jacksons Bruder, der inzwischen gestorben ist, und kümmert sich nun alleine um ihren Sohn Kareem. Als Jackson Jahre später zurückkehrt, kann er sich nicht von Sadia fernhalten, auch wenn sich viel zwischen ihnen verändert hat.

Sadia fühlt schon immer viel Druck von ihrer muslimischen Familie, die genaue Vorstellungen davon hat, was ein erfolgreiches Leben ist. Ihnen gefiel weder die Heirat mit Paul, noch dass Sadia ihr Medizinstudium abgebrochen hat und nun ein Café leitet, das auch besser laufen könnte. Sie hat das Gefühl, in vielerlei Hinsicht versagt zu haben, gibt sich aber viel - manchmal vielleicht zu viel - Mühe, um für ihren Sohn alles perfekt zu machen.

Jackson hat ebenfalls Probleme mit seiner Familie, mit der er seit Jahren kaum Kontakt hatte, nachdem er damals die Stadt verlassen hat. Er hatte schon immer Gefühle für seine beste Freundin Sadia, hat sich aber nicht getraut, auf ihre Mails zu antworten, auch wenn er sie sehr vermisst hat. Er sieht, wie sehr ihr Alltag sie erschöpft und versucht sie zu unterstützen - und das macht er auch wirklich so liebevoll, dass man wirklich mitfiebert und hofft, dass auch Jackson endlich glücklich werden kann.

Die Liebesgeschichte von Sadia und Jackson hat mir gut gefallen; die Entwicklung der Charaktere, ihre unterdrückten Gefühle füreinander und auch ihre Liebe für den kleinen Kareem, den ich wirklich entzückend fand. Man konnte ihre Freundschaft spüren und auch die Anziehung, die beide nicht wirklich zulassen können.

Es fiel mir etwas schwer, der Fehde zwischen den Familien Kane und Chandler, die vermutlich ein großes Thema im ersten Buch der Reihe war, zu folgen. Auch die vielen Charaktere, die alle eine Geschichte haben, haben mich ein bisschen überfordert. Aber ich denke, man bekommt trotzdem alle Informationen mit, die man braucht, um der Handlung gut folgen zu können.

Fazit
In "Wenn deine Hand mich hält" hatte ich zwar ein bisschen Schwierigkeiten mit den ganzen Familienverhältnissen, aber die Liebesgeschichte von Sadia und Jackson fand ich wirklich gelungen. Beide sind sympathisch, man kann ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen und auch ihre Charakterentwicklung konnte mich überzeugen.

Bewertung vom 13.09.2021
Bis ans Ende aller Fragen
Hertz, Anne

Bis ans Ende aller Fragen


sehr gut

Träume, Glück und ein plötzlich ziemlich aufregendes Liebesleben

Maxi hätte gern einen Mann, denn sie ist nicht mehr jung und wünscht sich Kinder. Wäre es da nicht praktisch, wenn der Mann schon Kinder hätte und dazu auch noch keine nervige Ex? Ein Witwer wäre da doch perfekt und wo findet man die? Natürlich in einer Trauergruppe!

Eigentlich gab es nur eine Sache, die mir an diesem Buch gar nicht gefallen hat und das war der ziemlich dämliche Plan, Maxi als Witwe auszugeben, denn der Plan hinkt einfach. Maxis Nichte hat sich dabei auch gleich auch noch als Maxis trauernde Tochter ausgegeben und anscheinend überhaupt nicht dran gedacht, wie das ganze weitergehen soll, wenn ihre Tante dort tatsächlich einen interessanten Mann kennenlernt. Die Nichte fand ich jedenfalls schon etwas zu sprunghaft und verantwortungslos und zusammen mit ihrem grandiosen Plan ging sie mir etwas auf die Nerven.

Immerhin fühlt Maxi sich nach dieser Lüge auch entsprechend mies und ich konnte nachvollziehen, wieso sie da nicht einfach so mit der Wahrheit rausrücken konnte. Sie blickt zurück auf ihre Träume und Vorstellungen als Jugendliche und was sie seitdem alles erreicht hat oder eben auch nicht. Sie ist ganz zufrieden mit ihrem Café, aber sie ist schon über vierzig und hat weder Mann noch Kinder, und vor allem letzteres wünscht sie sich auch schon lange. Dazu spürt sie auch ganz klar einen großen Druck von ihrer Familie, die immer hohe Erwartungen hat und sie gern verkuppeln würde.

Mich hat Maxis Abenteuer wirklich sehr gut unterhalten. Es geht sowohl darum, einen netten Mann zu finden, als auch darum, was Maxi vom Leben erwartet und was sie glücklich macht. Obwohl sie jetzt schon lange allein war, gibt es plötzlich viele Verehrer, die ihr Leben auf den Kopf stellen, was oft auch etwas dramatisch wird, aber auf alle Fälle unterhaltsam. Es gab schon einige ziemlich witzige Szenen, aber auch wirklich schöne, ruhige Momente, in denen es einfach um Maxis Wünsche ging. Einige Stellen fand ich schon ein bisschen langweilig und sie zogen die Geschichte in die Länge, aber insgesamt hat mir das Buch schon viel Spaß gemacht.

Fazit
In "Bis ans Ende aller Fragen" gefiel mir zwar der Plan nicht, Maxi als Witwe auszugeben, und das Buch hatte schon ein paar langweilige Momente, trotzdem haben mich Maxis Liebesleben und ihr Weg zum Glück mich wirklich sehr gut unterhalten.

Bewertung vom 12.09.2021
Die Zeit der Kirschen
Barreau, Nicolas

Die Zeit der Kirschen


gut

Liebe, Arbeit und Eifersucht

Bestsellerautor André versucht schon seit Monaten, seiner Freundin Aurélie einen Antrag zu machen, aber irgendwie läuft jedes Mal etwas schief. Auch am Valentinstag kommt etwas dazwischen, als die Köchin glaubt, dass ihr Restaurant einen Michelin-Stern bekommen hat. Doch leider war der gar nicht für sie, sondern für einen Koch, der ein Restaurant mit dem gleichen Namen hat. Diese Verwechslung sorgt aber dafür, dass Aurélie diesen faszinierenden Koch näher kennenlernt und das gefällt André gar nicht.

Gerade am Anfang sah ich mich eher auf der Seite von André, aber mit der Zeit schienen mir beide Protagonisten doch sehr ähnlich. Sie gehen beide leidenschaftlich ihrer Berufung nach und können auch stolz einige Erfolge verzeichnen, aber sie scheinen sich nicht so sehr für die Erfolge des jeweils anderen freuen zu können, wie angemessen wäre. Sie reden aneinander vorbei und erst potenzielle Verehrer erregen ihre Aufmerksamkeit und sie werden eifersüchtig.

Mir kam es schon oft so vor, als ob sie sich gar nicht so sehr für das Leben des Partners interessieren, oft geht es um Liebe und Eifersucht, aber darüber hinaus konnte mich die Beziehung der beiden nicht wirklich überzeugen und ich konnte auch keine tiefe Liebe spüren. Ich fand es aber schön, wie schnell sie sich nach einem kleinen Streit auch wieder vertragen haben und sich ihre Liebe dadurch nicht erschüttern ließ.

Ich habe den Vorgänger "Das Lächeln der Frauen" zwar nicht gelesen, aber ich hatte gar keine Probleme mich zurechtzufinden, denn gleich am Anfang werden die Geschehnisse aus dem ersten Band ausführlich wiedergegeben und auch während der Geschichte immer wieder wiederholt. Ich war fast froh, dass ich den Vorgänger nicht kannte, denn sonst wäre es mir vermutlich noch ein bisschen mehr auf die Nerven gegangen.

Der Schreibstil zeichnet sich durch viele Ankündigungen über nahende Katastrophen aus und das schürt zwar die Neugier, aber letztendlich fand ich es dadurch auch nicht spannender, denn so konnte man sich schon oft einiges zusammenreimen und das hat die Geschichte eher vorhersehbar gemacht.

Fazit
"Die Zeit der Kirschen" bietet eine unterhaltsame Geschichte, aber die Liebe von Aurélie und André konnte mich leider nicht ganz überzeugen und der Schreibstil beinhaltet zu viele Wiederholungen.

Bewertung vom 11.09.2021
Hunter / Boston Belles Bd.1
Shen, L. J.

Hunter / Boston Belles Bd.1


gut

Hunter lebt wild und macht negative Schlagzeilen - und wenn er nicht will, dass ihm der Geldhahn zugedreht wird, dann muss er sich benehmen und bekommt dafür gleich eine Nanny an seine Seite, die gar keinen Spaß zu verstehen scheint ...

Sailor hat mich ein bisschen enttäuscht, denn ich habe sie wohl etwas falsch eingeschätzt. Sie behauptet sich zunächst souverän gegen Hunter und zeigt ihre Stärke, aber nach diesem Start wirkt sie so oft alles andere als selbstbewusst und muss dann von Hunter gerettet werden. Sie trainiert hart, um als Bogenschützin an den olympischen Spielen teilnehmen zu können und kann sich gerade gar keine Ablenkung leisten, vor allem keinen so unverschämten Kerl wie Hunter.

Hunter hat auch positive Eigenschaften, er sagt auch mal etwas nettes und macht Sailor oft Mut, aber er nervt auch ziemlich. Seine Sprache ist vulgär und er denkt wirklich immer nur an Sex, selbst wenn es um Eltern oder Geschwister geht. Ich weiß nicht, ob es irgendeine Konversation gibt, in der er keine anzüglichen Kommentare unterbringt, egal, wie ernst es ist. Er hat Probleme mit seiner Familie, will gleichzeitig seinen Wert beweisen und dafür Aufmerksamkeit und Liebe bekommen, aber sein Vater und sein Bruder sind hart und abweisend.

Ich kenne ja schon einige Bücher der Autorin und ich glaube, es wird vielleicht langsam Zeit für mich, auf Bücher mit solchen Bad Boys zu verzichten, denn leider finde ich das in dieser Art einfach nicht anziehend. Der Ton schwankt sehr stark zwischen sexy-vulgär und dramatisch-traurig, beides fand ich wenig überzeugend.

Die Liebesgeschichte konnte ich schon ein bisschen verstehen, denn die beiden leben zusammen, sind so gegensätzlich und man kann auch spüren, wie sie sich näher kommen. Da ich die Protagonisten aber nicht so richtig sympathisch fand, konnte sie mich nie so richtig packen.

Fazit
"Boston Belles - Hunter" bietet eine Liebesgeschichte um einen Bad Boy und ein eher schüchternes Mädchen, das aufpassen soll, dass er sich benimmt. Unterhaltsam, aber auch ziemlich oberflächlich und vulgär.

Bewertung vom 10.09.2021
Captured by your eyes (eBook, ePUB)
Bennett, Sabrina

Captured by your eyes (eBook, ePUB)


gut

Unterhaltsamer Start, aber dann zunehmend dramatischer

Bailey meldet sich bei einer Dating-App an und trifft dort schon bald einen vielversprechenden, einfühlsamen Mann, der sie allerdings nicht im realen Leben treffen will, denn dann würde sich ihre Meinung über ihn angeblich ändern. Gleichzeitig kommt Bailey ihrem Mitbewohner Jesse irgendwie näher, obwohl sich die beiden normalerweise nur streiten.

Die Chats mit "The Real C" fand ich ganz süß, aber auch nicht gerade aufregend. Die Szenen mit Jesse haben mir da auf jeden Fall mehr Spaß gemacht, sie streiten und beleidigen sich, sind aber auch einfach so ein unterhaltsames Paar, bei dem ich jede Annäherung spannend fand. Zumindest am Anfang.

Es war ein Hin und Her, wie ich es selten gelesen habe. Der Selbstschutz der Charaktere ging schon so weit, dass ich ihre Handlungen kaum noch nachvollziehen konnte. Es gab schon ein paar positive Überraschungen, aber insgesamt gefiel es mir nicht so gut, in welche Richtung die Geschichte ging. Zwar wurde es weniger vorhersehbar, aber ich wollte ja eigentlich eher leichte Unterhaltung, die es hier dann kaum noch gab.

Leider hat mich das Buch schon etwas enttäuscht, nicht weil es unbedingt schlecht wäre, sondern weil ich etwas anderes erwartet hätte. Die Leseprobe war locker und lustig und ich hatte mich schon auf diese liebevollen Neckereien zwischen den beiden Protagonisten gefreut und eine zwar vorhersehbare, aber unterhaltsame Lektüre erwartet. Das Lockere ließ aber schnell nach, der Ton wurde etwas ernster und dramatischer. So viel Drama hätte ein Buch mit einem so simplen, und doch erfolgreichen Thema gar nicht gebraucht.

Fazit
"Captured by your eyes" konnte mich zwar gut unterhalten, aber leider nicht so gut, wie ich es erhofft hätte. Der lockere, humorvolle Ton, der mir so gut gefallen hatte, wich ernsteren Dramen, die mir ein bisschen den Spaß an der Geschichte nahmen.

Bewertung vom 07.09.2021
Das Reich der Asche / Realm Breaker Bd.1
Aveyard, Victoria

Das Reich der Asche / Realm Breaker Bd.1


gut

Allwacht ist die Welt der Übergänge in andere Welten, aber die Spindeln für diese Reisen wurden schon vor Jahrhunderten geschlossen oder zerstört. Doch nun will Taristan vom Blut der Cor die Spindeln wieder öffnen, auch wenn das die Allwacht ins Chaos stürzen wird, wenn die Spindeln furchtbare Wesen aus den anderen Welten bringen.

Corayne ist die Tochter einer berüchtigten Piratin, doch ihre Mutter hat sie schon immer von allen Reisen und Abenteuern ferngehalten. Umso mehr will Corayne nun die Welt erkunden und als ein Fremder mit einer Mission zu ihr kommt, beginnt sie langsam ihren Platz in dieser Welt zu finden. Denn Corayne stammt ebenfalls von den heldenhaften Cor ab und ist damit die Einzige, die Taristan aufhalten und damit die Welt retten kann. Corayne war schon immer clever und wächst sehr schnell in ihre neue Rolle, zeigt Mut und Entschlossenheit, vorher hatte sie nie die Gelegenheit diese unter Beweis zu stellen.

Bevor man Corayne, die letzte Hoffnung, aufspürte, versuchten schon andere, sich Taristan in den Weg zu stellen und nur zwei haben überlebt: Knappe Andry, der nun Schuldgefühle hat und sich wie ein Feigling fühlt, und Domacridhan, der aus einer anderen Welt stammt und in Allwacht als unsterblich gilt. Sein Volk sehnt sich schon lange nach ihrer Heimat Glorian und nur durch die richtige Spindel könnten sie zurückkehren, aber sie sind auch viel zu ehrenhaft, um ihre eigenen Wünsche über das Leben so vieler Menschen zu stellen. Die beiden waren meine Lieblingscharaktere, weil sie beide so ehrlich und ritterlich sind, sie haben Verluste erlitten, aber kämpfen weiter für die Dinge, an die sie glauben.

Ich hätte schon etwas mehr von der Geschichte erwartet, aber die Welt und das Abenteuer konnten mich noch nicht ganz überzeugen. Ich hatte das Gefühl, als hätte man eine große Welt - oder eben mehrere Welten, die über Allwacht miteinander verknüpft sind - und würde nur einen ganz kleinen Teil davon sehen. Es gibt so viele Orte und Namen, dass es mich ein bisschen überfordert hat, und ich hätte einfach gern mehr von dieser Welt der Übergänge gesehen und bekam ein eher mittelmäßiges Fantasy-Abenteuer, bei dem eine Gruppe von besonderen Menschen durch die Welt reist und ein paar Monster bekämpft. Dafür mochte ich aber die Charaktere, wie sie sich im Laufe der Geschichte weiterentwickeln und wie sie gefährliche Situationen meistern. So wurde es für mich eher spannend, wenn die Dinge persönlich wurden, aber die großen, gefährlichen Kämpfe konnten mich nicht so richtig packen.

Fazit
"Realm Breaker - Das Reich der Asche" bietet eine Welt mit viel Potenzial, aber ich hätte gern noch mehr von der besonderen Magie gesehen. So bietet die Geschichte ein nettes Fantasy-Abenteuer mit sympathischen Charakteren, aber ich hätte schon etwas mehr erwartet.

Bewertung vom 06.09.2021
The promises we made. Als wir uns wieder trafen
Ahrnstedt, Simona

The promises we made. Als wir uns wieder trafen


sehr gut

Gelungene Liebesgeschichte, aber ein bisschen überladen mit Action und Spannung

Seit jener furchtbaren Nacht vor fünfzehn Jahren haben sie sich nicht mehr gesehen, aber jetzt soll Dessie für die Sicherheit ihres Ex-Freundes sorgen. Sam hatte es mit seiner Herkunft schon immer schwer in Schweden, aber inzwischen ist er ein erfolgreicher Hotelbesitzer, der jedoch bedroht wird und sich daher an eine private Sicherheitsfirma wendet.

Dessie ist sehr ehrgeizig und professionell, geradezu abweisend und ganz anders, als Sam sie in Erinnerung hat. Ihr Job als Personenschützerin hat sie abgehärtet, aber hier fühlt Dessie sich gut aufgehoben, sie hat gute Instinkte, die bei ihrer Arbeit lebensrettend sein können, und fühlt sich stark. Aber die Gefahren, in die sie sich begibt, hinterlassen auch Spuren, körperlich und seelisch. Sam ist inzwischen zwar sehr erfolgreich, aber wegen seiner Hautfarbe wird er oft noch diskriminiert und nun sogar bedroht.

Als Dessie und Sam sich nun wiedersehen, stehen viele unausgesprochene Dinge zwischen ihnen. Beide sind wütend und verletzt, können sich aber auch nicht voneinander fernhalten. Die tiefen Gefühle von damals sind immer noch da und sie können nicht bestreiten, dass sie einander nie vergessen konnten. Auch Dessies Professionalität stellt ein Hindernis zwischen ihnen dar, denn sie nimmt ihren Job sehr ernst und passt sehr gut auf ihren Schützling auf. Dass Sam es nicht ertragen kann, dass Dessie sich seinetwegen in Gefahr bringt, macht den Job auch nicht leichter, aber es bringt noch mehr Spannung in ihre Geschäftsbeziehung.

In diesem Buch ist wirklich viel los. Eigentlich ist es ein Liebesroman, aber es gibt unglaublich viel spannende Handlung, die ein bisschen ablenkt. Erstmal diese furchtbare Nacht vor fünfzehn Jahren, die Sam und Dessie trennte, dann Dessies neustes Trauma, das sie immer noch verfolgt, und noch die Bedrohung, vor der Dessie Sam eben beschützen soll. Dazwischen geht es um Rassismus, Sexismus und Vorurteile, die Protagonisten verarbeiten ihre persönlichen Dramen und erkunden ihre neu entfachten Gefühle. Es gibt wirklich kaum eine ruhige oder langweilige Minute und man kommt wirklich gut durch das Buch, aber ich fand schon, dass es fast ein bisschen zu viel war. Vor allem das Ende war mir dann etwas zu übertrieben dramatisch, das Buch hätte das gar nicht gebraucht, denn die Charaktere und ihre Gefühle waren schon interessant genug, um eine spannende Liebesgeschichte zu erzählen.

Fazit
In "The Promises We Made" haben mir die Charaktere und ihre Liebesgeschichte sehr gut gefallen und ich fand die Geschichte zwar spannend, aber leider auch etwas zu überladen. Ein bisschen weniger Action und Drama hätte hier auch nicht geschadet!