Benutzername: Mike
Wohnort: Ennepe-Ruhr-Kreis
Über mich: Ich mag Bücher wirklich sehr gerne ^^


Bewertungen

Insgesamt 21 Bewertungen
Bewertung vom 18.11.2017
Kleine Stadt der großen Träume
Backman, Fredrik

Kleine Stadt der großen Träume


ausgezeichnet

Inhalt
Björnstadt ist nur eine kleine Stadt, die nicht viel zu bieten hat. Aber Björnstadt ist eine Eishockey-Stadt und ihr Juniorenteam spielt bald das Halbfinale. Sie haben viele junge Talente und glauben fest daran, dass sie gewinnen können. Ein Sieg würde der ganzen Stadt helfen und vermutlich neue Arbeitsplätze schaffen. Die Hoffnungen der gesamten Stadt liegen auf den Schultern dieser Jugendlichen, sie sind die Stars der Stadt
Keiner hätte erwarten können, wie viel eine Nacht verändern kann ...

Cover und Titel
Ich finde das Cover wirklich gut. Blau- sowie Grün-töne und alles dazwischen mag ich sehr gerne und den Farbverlauf mag ich ebenfalls. Da der Himmel den größten Platz beansprucht, wirkt das Land und somit auch Björnstadt kleiner und dadurch irgendwie trauriger. Aber so, als wäre es ein friedlicher Ort mit netten Menschen. Ich finde, der Titel passt auch perfekt, weil es eben eine kleine Stadt mit großen Träumen ist, das kann wohl niemand bestreiten. Die weiße Schrift passt auch gut zum Rest des Covers. Und ich finde es toll, dass der Verweis zu "Ein Mann namens Ove" nicht draufgedruckt ist, sondern mit der Folie weg war :D

Charaktere
Dieses Buch hat wirklich viele Charaktere und alle haben eine Geschichte. Sie alle haben miteinander zu tun und sie spielen auch alle eine Rolle. Ich konnte mir die ganzen Namen erstaunlich gut merken, denn jeder Charakter wird dem Leser gründlich vorgestellt und wenn man ihre meist berührenden Geschichten kennt, dann kann man sie gar nicht mehr vergessen. Das fand ich großartig, wie einem einfach jeder gute Charakter ans Herz wächst und wie man ihre Handlungen und ihre Entwicklungen betrachten kann.

Handlung und Schreibstil
Ich habe mich eigentlich nur für dieses Buch beworben, weil ich auf LovelyBooks ein Abzeichen bekommen wollte. Als ich gewonnen hatte, habe ich mich sogar geärgert, dass ich es nun lesen musste. Ich hätte dieses Buch nie von mir aus gelesen, daher bin ich sehr froh, dass mein Glück es gut mit mir gemeint hat. Denn ich bin absolut begeistert von dem Buch!

Der Schreibstil gefiel mir gut, es gab immer wieder Sätze, die eine große Bedeutung haben und an manchen Sätzen hat der Autor festgehalten, sie an den richtigen Stellen wiederholt und dadurch einen roten Faden geschaffen. Daran konnte man auch erkennen, was in dieser Stadt von Bedeutung ist.
Die Gefühle konnte ich meist nachvollziehen und durch Mut, Entschlossenheit und Stolz konnten mir die Bewohner der Stadt immer wieder Tränen in die Augen treiben.Also, das Buch hat mich wirklich berührt und konnte vermutlich alle Emotionen auslösen, die ausgelöst werden sollten!
Ich war stolz, wenn eine Mutter stolz auf ihren Sohn war, ich war erzürnt, wenn die Bewohner den Sieg über das Wohl der Jugendlichen stellten und ich war begeistert, wenn die Jungen in ihrer Leidenschaft zueinander hielten. Es gab wunderbare Freundschaften und Familien, die durch dick und dünn gingen und alle Probleme gemeinsam bewältigen wollten, und ich liebte sie alle.

Vorhersagen und Andeutungen auf zukünftige Geschehnisse haben mir nicht so gefallen. Die hätten von mir aus auch wegbleiben können, denn nun kenne ich ein paar Dinge aus der Zukunft, die aktuelle Dinge irgendwie verderben und so etwas finde ich oft sehr schade. Aber diese Dinge gehören auch zur Handlung und sind wohl wichtig. Das ist jedenfalls das Einzige, was ich an diesem Buch nicht mochte.

Die Handlung ist an sich abgeschlossen, aber ich möchte die Fortsetzungen trotzdem lesen, wenn sie erscheinen, denn Björnstadt und ihre Bewohner, die nicht vom Sieg besessen sind, sind mir ans Herz gewachsen und ich bin gespannt, wie es mit ihnen weitergeht!

Fazit
"Kleine Stadt der großen Träume" hat mir entgegen aller Erwartungen sehr gut gefallen! Die Charaktere waren alle sehr authentisch und die meisten auch sehr sympathisch. E war eine Achterbahn der Gefühle und ich freue mich auf mehr aus Björnstadt!

Bewertung vom 12.11.2017
Du bist mein Feuer
Ronin, Isabelle

Du bist mein Feuer


sehr gut

Protagonisten
Veronica, meistens Red genannt, war gerade obdachlos geworden, als sie bei Caleb landet. Sie musste miterleben, wie ihr Vater ihre Mutter schrecklich behandelt hat, und diese trotzdem nichts dagegen tat. Schon vor dem Tod ihrer Mutter musste sie sich um alles selbst kümmern, und danach war sie komplett auf sich allein gestellt. Sie ist also daran gewohnt, auf eigenen Beinen zu stehen und niemanden um Hilfe bitten zu müssen. Doch nun ist da Caleb, der komplett für sie sorgen möchte und sich in ihr Leben einmischt. Natürlich fällt es ihr schwer, ihm zu vertrauen, auch wenn sie die starke Anziehungskraft spürt. Sie sieht, wie sehr er sich bemüht, aber sie kann sich nicht so schnell auf ihn einlassen, vor allem, da sie von ihm erwartet, irgendwie enttäuscht zu werden. Bei seiner Vergangenheit erwartet sie fast schon einen Betrug und dadurch hat Caleb eigentlich schon schlechte Grundvoraussetzungen.

Caleb wird als Womanizer beschrieben und man sieht, wie sich überall Mädchen an ihn ranmachen. Aber als er Veronica erblickt, ist er hin und weg und möchte sein altes Leben hinter sich lassen. Andere Mädchen interessieren ihn einfach nicht mehr, Red ist die Einzige für ihn. Ihm wird sehr schnell klar, dass er mit ihr zusammen sein möchte. Dass er sie bei sich wohnen lässt, fand ich etwas unglaubwürdig, aber ich hab es einfach mal akzeptiert. Dass er sich so verwandelt, vom Player zum süßen Lover, fand ich schon etwas unglaubwürdig, aber er ist einfach schwer verliebt.
Er möchte Red für sich allein und ist dabei oft besitzergreifend und herrisch, weil er es gewohnt ist zur kriegen, was er haben will. Seine Art hat mich schon oft geärgert, weil er sich immer durchsetzen muss. Aber ansonsten war er so zuckersüß, dass man es ihm kaum übel nehmen konnte. Er ist manchmal auch etwas naiv, auch wenn er sonst noch so selbstbewusst auftritt. Er gibt sich auf jeden Fall die größte Mühe, ein guter Freund zu sein und hat eigentlich immer die besten Absichten.

Handlung und Schreibstil
Also am Anfang fand ich noch, dass man merken kann, dass es eine Wattpad Story ist, die nach und nach verfasst wurde, aber es wurde bald besser und wirkte durchdachter - auch wenn es immer noch paar Dinge gab, die etwas aus dem Nichts auftauchten und eigentlich nicht so wichtig waren.
Nebenhandlungen gibt es kaum. Es geht um Veronica und Caleb und die Höhen und Tiefen ihrer Liebesgeschichte. Es gibt Leute, die ihrer Liebe im Weg stehen, aber eine Dreiecksgeschichte ist es auch nie. Zwar gibt es einen Charakter, bei dem ich erst dachte, dass sich da etwas entwickeln würde, aber er wurde immer wieder irgendwie verdrängt, was ich ehrlich gesagt ziemlich lustig fand. Dann waren da Beth und Theo, die zu Veronicas Freunden gehören, aber eigentlich nicht wichtig waren und die man auch hätte weglassen können.
Es gab noch die Geschichte um Cammilla und Cameron, Calebs besten Freund, und da hätte ich mir vielleicht noch etwas mehr gewünscht!

Es ging also um die Liebesgeschichte, aber manchmal habe ich mich gefragt, was da überhaupt noch passieren kann, aber dann tauchte wieder ein neues Hindernis auf. Diese waren aber nicht unzusammenhängend, daher hat mich das auch nicht weiter gestört, aber irgendwann hat es mich doch ein wenig genervt, dass immer wieder so etwas passiert.
Caleb hat außerdem immer wieder betont, wie sehr er Red begehrt. An sich kein Problem, aber er hat sich ständig wiederholt und manchmal passte es so gar nicht zum Gespräch. Er ist wie besessen von ihr und erwähnt es ständig. Die ständigen Anspielungen sind wiederum nicht so schlimm, sondern eher unterhaltsam.

Bewertung vom 27.10.2017
Sehnsucht / All for you Bd.1
Wild, Meredith

Sehnsucht / All for you Bd.1


weniger gut

Inhalt
Vor fünf Jahren bat Cameron Maya ihn zu heiraten, aber sie konnte den Antrag nicht annehmen. Seitdem haben sie sich nicht mehr gesehen, doch als sie sich dann wieder begegnen, ist die Leidenschaft wieder da. Können sie den Schmerz von damals überwinden und ihrer Liebe eine zweite Chance geben?

Protagonisten
Maya war damals noch ein nettes naives Mädchen, aber davon ist nichts mehr übrig. Sie verdient zwar gut, aber hasst ihren Job und ihren Chef noch mehr. Sie ist pessimistisch und frustriert und glaubt eigentlich an nichts mehr.
Also zum einen glaubt sie nicht, sie könne selbst noch irgendwas erreichen, und sie will sich auch von niemandem helfen lassen. Denn Maya ist verdammt stur, vor allem, wenn es um Cameron geht. Cameron will ihr helfen und gibt ihr einen Rat? Sie schließt ihre Mauern, die sie eh kaum öffnet, und hört ihm gar nicht zu.
Ich glaube, man kann erkennen, dass ich Maya nicht besonders mochte. Sie war abweisend und distanziert, aber sie war selbst Schuld daran, dass sie so traurig war. Noch dazu war sie irgendwie zickig und ihre Handlungen gingen mir oft auf die Nerven.

Cameron ist genauso stur wie Maya, wenn nicht sogar schlimmer. Ständig sagt er ihr, was sie tun soll, auch wenn er es ja nett meint, ist er herrisch und bestimmend. Seine Meinung ist die einzig richtige! An sich hatte er schon oft recht, aber seine Art, sie zu formulieren, war weniger schön. Auch war Cameron Meister darin, jeden für irgendetwas zu beschuldigen, während er selbst der Retter in der Not war.
Cameron hat immer noch Gefühle für Maya und möchte sie wieder zurück, aber er akzeptiert ihre Eigenschaften nicht wirklich. Einerseits findet er manche Veränderungen interessant, aber andererseits möchte er so viele Dinge an ihr ändern, die er nicht gut findet. Egal, wie gut er es meint: Ist er wirklich in Maya verliebt, oder in seine eigene Vorstellung von ihr?

Handlung und Schreibstil
Natürlich war Mayas Grund dafür, dass sie den Antrag abgelehnt hat, lange ein großes Geheimnis. Und nach dem ganzen Drama habe ich mir einen guten Grund erhofft, bei dem ich ihre Handlung nachvollziehen kann, aber dem war leider nicht so. Aber die Trennung war nicht allein Mayas Schuld, denn sie hat nur den Antrag abgelehnt, und das eigentlich nur für diesen Moment. Aber Cameron ist ja stur und fühlt sich belogen und betrogen und kann ihr das nicht verzeihen. Total übertrieben, fand ich.
Da die beiden bei der Trennung noch Gefühle füreinander hatten, fand ich es in Ordnung, dass sie fast da weitermachen, wo sie stehengeblieben sind. Zumindest ihre Gefühle füreinander und nicht die anderen Veränderungen ihrer Charakter.

Die beiden haben eigentlich kaum miteinander geredet und ihre Gespräche haben sich ständig im Kreis gedreht, weil sie einander einfach nicht zuhören wollten - nur beim Sex sind sie einer Meinung. Sie schliefen miteinander und drückten eigentlich fast nur dabei ihre Gefühle füreinander aus. Anscheinend war das vor allem Lust.

Fazit
"All for You - Sehnsucht" hat mir leider kaum gefallen. Die Charaktere fand ich beide sehr unsympathisch und stur, die Handlung gefiel mir auch nicht besonders, die Dialoge waren eher schwach und eigentlich waren nur die Erotikszenen ganz akzeptabel.

Bewertung vom 05.10.2017
Keine Zeit für Spielchen / Irish Players Bd.3 (eBook, ePUB)
Cosway, L. H.; Reid, Penny

Keine Zeit für Spielchen / Irish Players Bd.3 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Protagonisten
Eilish war vor Bryan ganz anders, sie glaubte nicht an Liebe und hat sich über die anderen Mädchen lustig gemacht. Nach dem Morgen danach, als Bryan sie schon wieder vergessen hatte, veränderte sie sich wieder. Und als sie dann schwanger wurde, musste sie plötzlich ihr Leben von Grund auf verändern und viel Verantwortung übernehmen. Ihrer Familie passte diese uneheliche Schwangerschaft so gar nicht und auch das Studium musste Eilish unterbrechen, weil sie sich eben um ein Kind kümmern musste. Auf einmal war sie auf sich allein gestellt und musste für sich und ihren Sohn stark sein. Patrick war ihre ganze Welt und darum fürchtete sie auch die Begegnung mit Bryan. Dieser hatte ihr Herz gebrochen und sie hatte jetzt schreckliche Angst, er könnte ihr Patrick wegnehmen. Ganz abgesehen davon, dass sie sich noch zu ihm hingezogen fühlte, sie konnte ihm nicht richtig vertrauen, weil sie wieder erwartete, betrogen zu werden. Eilish war einfach einsam, sie hatte ihren Sohn, den sie um jeden Preis beschützen wollte, und auch ihren Cousin Sean, aber ansonsten war sie auf sich allein gestellt.
Als sie Bryan nun wiedertrifft, ist sie also sehr vorsichtig, kann seinen Annäherungsversuchen aber nicht vollkommen wiederstehen. Sie sieht aber auch, dass er nicht mehr so ein Idiot ist wie früher, daher hat sie etwas Hoffnung.

Bryan hatte sich aber auch verändert. Um seine Karriere nicht zu gefährden ist er seit zwei Jahren trocken und trifft auch keine Frauen mehr. Er ist so erwachsen und hat ein so ruhiges Leben, dass alle ihn als Großvater bezeichnen. Ja, viel ist da nicht los, aber als er dann Eilish auf einer Party sieht, ist er hin und weg. Er erinnert sich nicht an sie, aber ich konnte ihm das nicht im geringsten übel nehmen, weil er sich wirklich, ehrlich verändert hat und ernsthaft bereut, wie er sich damals verhalten hat. Er ist ein guter Mann und möchte niemanden enttäuschen. Auch seiner Mutter möchte er helfen - sie hat dazu beigetragen, dass er ein Alkoholproblem hatte und sie würde ihn gern wieder zum Trinken bringen. Aber Bryan hegt deshalb keinen Groll gegen sie, er liebt sie trotzdem und will ihr helfen.
Bryan ist manchmal zu gutgläubig und erwartet es nicht, verraten zu werden. Er fasst schnell Vertrauen und wirkt daher manchmal kindlich naiv, aber darum habe ich ihn nur nochmehr ins Herz geschlossen.

Andere Charaktere
Die männlichen Protagonisten der anderen Bücher tauchen auch auf, weil sie ja alle im gleichen Rugby Team spielen. Sie kennen sich alle und Sean ist sogar Eilishs Cousin und somit auch das tragende Bindeglied. Er hat dabei geholfen, dass sie eingestellt wurde und er ist auch ihr bester Freund. Er war im ersten Band nicht so sympathisch, darum freue ich mich umso mehr, dass er jetzt so ein toller Typ geworden ist. Er unterstützt Eilish in jeder Hinsicht und ist immer für sie und ihren Sohn da. Den kleinen Patrick liebt er auch und ist immer sehr süß mit ihm zusammen.

Handlung und Schreibstil
In der Inhaltsbeschreibung wird der Sohn zwar nicht erwähnt, aber da Eilish schon im ersten Kapitel merkt, dass sie schwanger ist, ist das wohl kaum ein Spoiler. Außerdem dreht sich halt fast alles um Patrick, wie sollte man den Charakter der Protagonisten ohne Patrick erklären?

Ich würde sagen, in diesem Buch geht es um Verantwortung und Vertrauen. Die beiden Protagonisten hatten den wilden Teil ihrer Leben schon hinter sich, sie tragen große Verantwortung und sind meist sehr anständig. Sie denken nicht an sich, sondern auch an ihr Umfeld, oder genauer: an ihr Kind. Das hat mir gut gefallen, weil es dem Buch schonmal eine gute Geschichte und reife Charaktere gegeben hat. Sie verspüren trotz ihres Auftretens Angst und Leidenschaft und das hat sie wunderbar menschlich gemacht. Außerdem hat es dem Buch die üblichen, oberflächliche Dramen erspart und darum hat mir das Buch auch wirklich gut gefallen!

Bewertung vom 02.10.2017
The Promise - Der goldene Hof
Mead, Richelle

The Promise - Der goldene Hof


ausgezeichnet

Protagonisten
Elizabeth, oder eher Adelaide? Sie legt den Namen eigentlich wirklich ab und wird nur noch Adelaide genannt, er gehört für sie zu ihrem neuen Leben. Anfangs ist sie eben eine inzwischen weniger wohlhabende Aristokratin, die verheiratet werden soll. Sie hat eine spitze Zunge und tut meistens, was sie für richtig hält. Aber als sie sich als Adelaide ausgibt, verändert sie sich. Sie muss sich unauffällig verhalten, wenn sie nicht auffliegen möchte, von daher wird sie viel zurückhaltender und ernster. Es macht ihr nichts aus, einen weniger reichen Mann von Adoria zu heiraten, auch wenn sie ihn nicht liebt. Eine Heirat aus Liebe hat sie sowieso nie erwartet, schließlich gab es diese Möglichkeit nie für sie. Für sie ist der Goldene Hof die Möglichkeit etwas in ihrem Leben selbst zu bestimmen und ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen - soweit wie es für eine Frau in ihrer Zeit eben möglich ist. Sie ist natürlich viel gebildeter als die anderen Mädchen am Hof, aber es macht ihr nichts aus, sich ungeschickt anzustellen. Sie freundet sich mit den Mädchen in ihrem Zimmer an und fühlt sich eigentlich richtig wohl, aber sie muss halt immer vorsichtig sein.
Bewundernswert war, wie entschlossen sie alles angeht. Sie gibt nie auf und tut alles, um ihre Ziele zu erreichen. Ihre Freunde sind ihr zwar wichtig, aber sie muss auch auf sich selbst Acht geben und manchmal sich selbst über andere stellen - dabei hat sie aber zumindest ein schlechtes Gewissen.

Handlung und Schreibstil
Ich weiß gar nicht, welchem Genre ich es zuordnen soll. Es ist ein Jugendbuch, das in einer fiktiven Welt spielt, die sehr stark an die Zeit des Goldrauschs erinnert. Ich habe lange vermutet, dass es auch fantastische Elemente geben wird, aber das war hier nicht der Fall. Also meine Frage: Warum die fiktive Welt? Es hätte auch ein historischer Roman oder historische Fiktion sein können, aber das wurde durch die fiktive Welt umgangen. So hat man sich vermutlich die Recherche und die historische Korrektheit gespart und hatte an einem wahren Schauplatz freies Spiel. Das fand ich etwas schade, weil ich finde, man hätte zumindest historische Fiktion schaffen können.

Der Klappentext beinhaltet nur wenige Informationen, die kaum über ein Viertel der Geschichte hinausgehen, was ich auch ganz gut finde, so wusste man nie, was geschehen würde. Andererseits kam mir das Buch vielleicht dadurch so lang vor. Es passierte so vieles, dass ich nicht erwartet hätte, und das Buch entwickelte sich ganz anders, als ich gedacht hätte. Das ist nicht unbedingt schlecht, aber ich hatte das Gefühl, es wäre zu viel Inhalt für dieses eine Buch.

Am wenigsten mochte ich dann aber das Ende. Auf den letzten fünfzig Seiten passierte plötzlich so vieles auf einmal. Das Problem dabei war, dass man das meiste so gar nicht nachvollziehen konnte. Die Begründung ist einfach: Die Folgebände behandeln wohl den gleichen Zeitraum, aber aus anderen Perspektiven, sodass die Geheimnisse erst da gelüftet werden, und nicht in diesem Buch schon. Das fand ich schon ziemlich blöd, denn einerseits ist das Adelaides Geschichte, aber die der anderen ist doch so wichtig, dass man das Ende dieses Buches kaum nachvollziehen kann.

Fazit
Ich habe zwar so einiges kritisiert, aber bei "The Promise - Der Goldene Hof" gefielen mir die Protagonisten und die Geschwindigkeit mancher Dinge. Ich fand aber das Ende sehr überstürzt und muss wegen der offenen Fragen noch die Fortsetzungen lesen! :D

Bewertung vom 23.09.2017
Die Hüter des Todes / Scythe Bd.1
Shusterman, Neal

Die Hüter des Todes / Scythe Bd.1


ausgezeichnet

Protagonisten
Citra ist ein neugieriges und schlaues Mädchen, das aber meiner Meinung nach ein viel zu entspanntes Leben hatte. Aber das ist in dieser Zeit auch kein Wunder - außer den Tod durch Scythe gibt es keine Ängste mehr. Schmerz, Krankheit, Krieg, Armut gehören alle der Vergangenheit an. Citra ist letztendlich ein ganz normales Mädchen, nur, dass sie vor Angst nicht zittert, wenn Scythe in der Nähe sind. Aber ansonsten war da meiner Meinung nach nichts Besonderes an ihr, sie war einfach eine gute Schülerin und ein nettes Ding, daher war sie mir auch ganz sympathisch, aber das ist auch schon alles.

Rowan ist mein Schatz. Er ist nicht weniger schlau als Citra, aber im Gegensatz zu Citra ist er eher zurückhaltend und wirkt dadurch viel gelassener und damit auch cooler. Bei seiner Familie kam er nie an erster Stelle, darum ist es absolut ungewohnt für ihn, jemandem so wichtig zu sein. Scythe haben Promi-Status und eigentlich verhalten sich die Bürger ihnen gegenüber übertrieben respektvoll.
Citra findet er attraktiv und weiß, dass so ein Mädchen ihn in der Schule kein zweites Mal angesehen hätte. Scythe Faraday respektiert er sehr. Auch wenn er bei der ersten Begegnung nicht so begeistert war, erkennt er durch Faradays Arbeit, das viel mehr hinter der Nachlese steckt. Rowan sieht die Welt mit anderen Augen und wird zu einem richtigen Menschen mit Gefühlen - im Vergleich zu allen anderen, die ohne Schmerz und Angst vor dem natürlichen Tod leben.
Rowan hat Durchhaltevermögen. Selbst in den aussichtslosesten Situationen ist er noch er selbst und bleibt sich selbst treu. Ich habe ihn bei seinem ersten Auftritt ins Herz geschlossen und das hat sich im Laufe des Buches noch verstärkt.

Handlung und Schreibstil
Das Scythetum fand ich wirklich interessant. Zunächst habe ich es nicht begriffen und dachte, die Scythe lesen ganz bestimmte Leute nach, aber jeder Scythe hat seine eigene Art, die jeweiligen Personen auszuwählen. Und auch eine eigene Art, nachzulesen und mit allem, was noch damit zu tun hat (z.B. Umgang mit Hinterbliebenen). Sie verarbeiten es auch anders und das alles zeigt mehr über ihre Charakter und das fand ich wirklich faszinierend.

Das Thunderhead, das im nächsten Buch wohl eine noch größere Rolle spielt (der englische Titel lautet nämlich Thunderhead), ist ebenfalls interessant! Er ist eine künstliche Intelligenz, beinhaltet das gesamte Internet und noch viel mehr und hat alle Politiker ersetzt, ist also auch der Staat. Nur in eine Sache mischt es sich nicht ein: In die Arbeit der Scythe! Es ist auch sehr intelligent und ich bin gespannt, was man da noch erwarten kann ...

Dann noch die Dinge, die ich bisher bei jedem Neal-Shusterman-Buch begeistern und fesseln konnten: Tiefe & Moralität, sowie Schreibstil & Humor! Die Themen sind vielseitig und auch ziemlich ernst und das gibt dem Buch direkt eine tiefere Bedeutung.Man denkst darüber nach, wann diese Nachlese menschlich ist und vielleicht sogar angebracht und wodurch sie zu skrupellosem Mord wird. Ob Menschen entscheiden sollten, wer stirbt, und wer lebt. An welche Regeln sie sich halten müssen.
Der Schreibstil war wieder großartig. Ich konnte alle Gefühle so gut nachvollziehen und habe so oft mitgefiebert und mitgelitten, weil es einfach spannend und gut geschrieben war. Viele Witze werden nicht gerissen, aber man sieht durch die faszinierenden Details diese ganzen Absurditäten und die Ironie, und manches ist witzig und traurig zugleich. Der Autor nutzt bereits bekannte Dinge in anderen Zusammenhängen, damit man die geschaffene Welt mehr als eine Einheit empfindet.

Bewertung vom 10.09.2017
Texas Heat (eBook, ePUB)
Bartlett, Gerry

Texas Heat (eBook, ePUB)


gut

Protagonisten
Cass ist eine sympathische Frau, die hart arbeitet. Eigentlich kann man sie gar nicht unsympathisch finden, vor allem im Vergleich mit den anderen Charakteren des Buches. Manche sind gierig, arrogant, verzogen oder einfach unsympathisch. Cass und ihre Freunde sind da schon ganz anders, sie sind bescheiden und mussten sich immer selbst um ihre Angelegenheiten kümmern. Man hat auch Mitgefühl mit Cass, weil man sieht, wie viel sie tun musste, obwohl es so einfach hätte sein können.
Bei der Sache mit Mason war sie schon relativ leicht zu haben, obwohl schon ein paar Gründe dagegen sprachen.Sie weiß aber, was wichtig ist und ist auch entschlossen, sich in der Firma zu beweisen.

Mason hat ganz eigene Pläne, er möchte Conrad Calhouns Vertrauen nicht missbrauchen, aber Calhoun Petroleum würde er trotzdem gerne aufkaufen um seinem eigenen Unternehmen zu helfen. Gleichzeitig wird seine Firma aber von seinem tyrannischen Onkel geführt und ihre Vorstellung einer guten Geschäftsleitung stimmt nicht gerade überein.
Nun möchte er schon Informationen von Cass, aber er fühlt sich auch zu ihr hingezogen und bringt es nicht richtig übers Herz, sie auszunutzen.

Andere Charaktere
Rowdy ist Cass' fester Freund, sie sind immer wieder zusammen, aber manchmal trennen sich ihre Wege. Als Cass ihn zum ersten Mal erwähnt, dachte ich, sie würde ihn erfinden um Mason auf Abstand zu halten, denn er ist ihr erst relativ spät in den Sinn gekommen, nachdem sie von Mason bezaubert war und sich von ihm hat küssen lassen. Rowdy sieht jedenfalls gut aus und ist ein toller Typ, der immer für Cass da ist. Sie liebt ihn auch und will nicht ohne ihn, sie hatten gemeinsame Träume und Ziele, aber es hat sich auch einiges verändert - der Faktor Mason ist zum Beispiel neu!

Cass' Geschwister, Ethan, Shannon und Megan, sind erst total entrüstet, dass sie jetzt arbeiten sollen, sie sind wirklich verzogene Bläger. Sie sind auch nicht wirklich erfreut, dass jetzt diese Schwester auftaucht, auf die ihr Vater ganz stolz ist, weil sie hart gearbeitet hat in ihrem Leben. Aber mit der Zeit reißen sie sich zusammen und akzeptieren ihre Schwester als Familienmitglied. Megan, die mir nun sympathischer ist als zu Beginn spielt im nächsten Teil die Hauptrolle und dafür wurde auch schon ein Drama vorbereitet, dass das ganze spannend machen soll!

Handlung und Schreibstil
Ich hatte eigentlich etwas ganz anderes erwartet, ich dachte es würde dieses Jahr vergehen und alles passiert währenddessen. Aber nein, es sollte zwei Wochen geben, wo Conrad Calhoun seinen Kindern noch Urlaub gewährt, bevor das Jahr der Arbeit beginnt. Und eigentlich spielt sich auch alles in dieser kurzer Zeit ab, und man erfährt gar nicht, ob die Geschwister es nun schaffen oder nicht. Dafür gibt es aber eine Fortsetzung und die befasst sich dann ja vielleicht mit dieser Zeitspanne. Da geht es dann aber um ein anderes Pärchen.

Einerseits kam mir das Buch lang vor, aber andererseits ist ja gar nicht so viel passiert. Alles lief in einer kurzen Zeitspanne ab. In der offiziellen Inhaltsbeschreibung steht etwas von Unfällen, aber die waren erst im letzten Teil, aber das war dann schon spannend.

Es war eigentlich auch nie langweilig, es gab immer irgendein Drama oder ein Geheimnis und das Ende hat mich schon überrascht und ich habe es auch erst kurz vorher erahnen können. Die Bedrohung war aber nicht immer so präsent, wie ich am Anfang erwartet hätte - es geht eher um die Firmen, die Familie und die Liebe!

Bewertung vom 09.09.2017
Liebe findet uns
Monninger, J. P.

Liebe findet uns


gut

Inhalt
Bevor ihr Job als Investmentbankerin in New York beginnt macht Heather noch eine Europa-Reise mit ihren Freundinnen. Im Zug nach Amsterdam lernt sie dann Jack kennen: Er sieht gut aus, hat Humor und einen interessanten Blick auf die Welt. Er folgt zur Zeit einem alten Tagebuch seines Großvaters und besucht Orte, die sein Großvater erwähnt. Heather verliebt sich und will ihn begleiten, und manchmal reden sie auch über eine gemeinsame Zukunft. Aber dann verschwindet Jack plötzlich ohne ein Wort ...

Protagonisten
Heather ist ein Mädchen, das gerne alles geplant hat und wenig dem Zufall überlässt, gerade darum sind die spontanen Aktionen mit Jack sehr aufregend für sie. Oft ist sie etwas misstrauisch, weil Jack meistens nicht genau sagt, was er vorhat sondern sie lieber überrascht. Ihr gefallen zwar die Dinge, die sie so mit ihm erlebt und seine Ansichten faszinieren sie. Sie unterhält sich gerne mit ihm und schätzt seine Meinung, aber sie sind in einer Sache schon verschieden. Obwohl Heather schon gerne reist, möchte sie in New York ihren geplanten Job antreten und ein ordentliches, mehr oder weniger organisiertes Leben führen. Aber Jack findet das nicht so toll und regt sich manchmal darüber auf.

Denn Jack ist eher der freie, unabhängige Typ, der mit diesem Tagebuch durch die Welt reist. Er wirkt wie ein trauriger, romantischer Kerl, der auf der Suche nach etwas ist. Er hat sehr feste Ansichten und tut sich schwer damit, was anderes zu akzeptieren. Er kann zum Beispiel gar nicht nachvollziehen, warum Heather sich freiwillig einsperren möchte. Ansonsten schwingt er oft große Reden und hat Humor.

Andere Charaktere
Heathers Freundinnen Amy und Constance begleiten sie am Anfang, aber zwischendurch trennen sich ihre Wege. Amy ist gezwungen, vorzeitig abzureisen und so haben die anderen beiden Mädchen auch eine Ausrede, um mit ihren Männern zu reisen. Constance verliebt sich auf den ersten Blick in Jacks Freund Raef, obwohl das sonst nicht ihre Art ist, aber die beiden sind direkt unzertrennlich. Amy hingegen ist eher das Mädchen für eine Nacht, das Tratsch, Klatsch und das Abenteuer liebt. Die drei Mädchen sind sehr unterschiedlich, aber ein gutes Team. Ich fand aber, dass man diese Freundschaft im Laufe des Buches immer weniger spüren kann und alles etwas aufgesetzt wirkt.

Handlung und Schreibstil
Es hat mich sehr an "Nur ein Tag" von Gayle Forman erinnert, obwohl es schon recht verschiedene Bücher sind. Mädchen in Europa trifft auf charmanten und geistreichen jungen Mann, verliebt sich, sie reisen zusammen ein wenig und plötzlich trennen sich ihre Wege. Und das Ende hatte auch grobe Ähnlichkeiten: Außerdem waren sie in Paris und in Amsterdam ... Also ich habe es oft mit dem anderen Buch verglichen, und vielleicht konnte es mich auch darum nicht ganz überzeugen.

Die Reisen fand ich leider nicht so spannend. Sie waren eher ein Zusatz zu der sich entwickelnden Liebesgeschichte von Heather und Jack. Sie nahmen zwar einen großen Teil des Buches ein, standen sogar fast im Vordergrund, aber sie waren eher eine Ausrede und ich konnte nicht die Atmosphäre spüren. Darum fand ich es auch ein wenig langweilig, weil es eine Liebesgeschichte war, die durch die Reisen ausgebremst wurde.

Manchmal waren mir die Charaktere irgendwie zu jugendlich. Erst sind da die romantischen Reisen und die schön formulierten Passagen, und plötzlich gehen sie kiffen. Das fand ich jetzt nicht so schlimm, aber irgendwie hat das für mich die Stimmung zerstört.

Fazit
"Liebe findet uns" konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Es hat mich zwar gut unterhalten, aber es gab so einige Aspekte, die ich nicht so sehr mochte.

Bewertung vom 04.09.2017
Irresistible - Ein Baby kommt selten allein (eBook, ePUB)
Martin, Lex

Irresistible - Ein Baby kommt selten allein (eBook, ePUB)


sehr gut

Inhalt
Cal und seine Frau Mel sind bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen, zurückgelassen haben sie eine Farm und ein Baby.
Cals Bruder Brady fährt zur Farm in Texas um sich um alles zu kümmern und ist ein wenig überfordert. Aber zum Glück ist Mels Freundin Katherine dort und hilft ihm bei allem. Sie passt auf die kleine Isabella auf und weist auch Brady ein. Die beiden leben unter einem Dach bis alles geklärt ist, sie finden beieinander Trost und kommen sich dabei näher, als sie jemals erwartet hätten ...

Protagonisten
Brady ist Tätowierer und liebt diese Arbeit, weil das seine Kunst ist. Er hatte zuletzt Streit mit seinem Bruder und fühlt sich elend, weil sie sich nicht versöhnt haben bevor er starb. Seine Familie ist ihm sehr wichtig und er liebt Isabella sofort, obwohl er vorher nie zuvor mit Babys zu tun hatte. Er möchte gerecht sein und kümmert sich um die Dinge, die seinem Bruder wichtig waren. Er möchte auch Katherine gut behandeln und sie trösten, weil sie ja zum Haushalt gehört und ein Teil des Lebens seines Bruders war. Er braucht auch ihre Hilfe und mag sie schnell sehr gerne, weil sie liebevoll und leidenschaftlich bei allen Sachen ist, die ihr am Herzen liegen.

Wie gesagt ist Katherine liebevoll und leidenschaftlich, aber auch sie plagen Schuldgefühle. Sie macht sich selbst für den Tod ihrer Freunde verantwortlich und ist auch mit ihrem Leben vor der Farm nicht ganz zufrieden. Sie ist sehr bescheiden und beansprucht eigentlich nie das Lob für ihre Leistungen. Auch das macht sie sehr sympathisch, weil sie eben schüchtern ist, obwohl sie vieles beherrscht und so einiges draufhat.

Isabella ist ein süßes kleines Baby und sie tat mir so leid, weil sie so jung ihre Eltern verloren hat. Ihre Eltern haben sich sehr geliebt und waren anscheinend auch wunderbare, liebevolle Eltern. Nun hat sie aber Brady und Kat, die sie genauso lieben werden.

Handlung und Schreibstil
Es gab leider das übliche "Wir reden aneinander vorbei" und "Wenn er/sie nicht will, dann will ich es auch nicht". Diese beiden Elemente sind leider in fast allen Romance-Büchern enthalten und frustrieren mich immer wieder. Aber Gott sei Dank war das hier noch nicht alles: Es gab auch Gründe, die logisch waren. Die beiden kennen sich erst seit kurzem, Brady lebt nur vorübergehend auf der Farm und will sie eben verkaufen. Außerdem haben sie beide erst kürzlich einen großen Verlust erlitten, wie könnten sie sich da jetzt so leicht auf eine Beziehung einlassen, wenn Katherine nicht mal weiß, wo sie in einem Monat sein wird?

Schuld und Scham spielen auch eine Rolle. Katherine hat das Gefühl, ihre Eltern enttäuscht zu haben und fühlt sich selbst verantwortlich für den Tod ihrer Freunde. Brady hingegen hatte sich mit seinem Bruder nicht versöhnt, stattdessen hat er ihm vorgeworfen, mit Mel durchgebrannt zu sein. Er bereut so sehr, was passiert ist und würde seine Fehler aus der Vergangenheit am liebsten ungeschehen machen. In dieser schwierigen Zeit sind die beiden eben füreinander da, und natürlich entsteht schnell eine emotionale Bindung. Sie fühlen sich dann noch voneinander angezogen, aber sie respektieren einander auch und wollen nichts kompliziert machen. Sie brauchen einfach Trost und Nähe.

Fazit
"Irresistible - Ein Baby kommt selten allein" hat mir gut gefallen. Die Emotionen konnten mich berühren, die Protagonisten fand ich sympathisch und die Liebesgeschichte fand ich auch süß.

Bewertung vom 02.09.2017
Das verborgene Orakel / Die Abenteuer des Apollo Bd.1
Riordan, Rick

Das verborgene Orakel / Die Abenteuer des Apollo Bd.1


ausgezeichnet

Protagonisten
Apollo ist natürlich mal ein anderer Protagonist als was man sonst so von Rick Riordan gewohnt ist. Die anderen sind meist in einer neuen Situation und oft total überfordert mit ihren Aufgaben. Überfordert ist Apollo auch, weil er ja auch in einer ungewohnten Situation ist und ohne seine Kräfte oft von der Hilfe anderer abhängig. Aber er ist sehr arrogant, er lobt sich eigentlich so ziemlich auf jeder Seite. Gleichzeitig ist er frustriert und verärgert, weil er so hilflos ist. Er findet seine Situation einfach lästig und glaubt anfangs noch, dass er seine Kräfte jeden Augenblick zurückerlangen könnte. Mit der Zeit verändert Apollo sich aber und merkt, wie er sich als Gott über Jahrtausende von den Menschen und Halbgöttern distanziert hat. Als Sterblicher ist er ihnen einfach viel näher und merkt, dass ihre Leben ihm etwas bedeuten. Apollo auf dieser Reise zu begleiten war echt süß und ich hoffe, dass er sich im nächsten Teil der Reihe noch daran erinnert und die ganzen Lektionen nicht erneut lernen muss!

Andere Charaktere
Meg ist ein wildes Mädchen, das nicht stillsitzen kann und ständig irgendetwas anstellt. Apollo sieht sie als nervige Göre, das es darauf anlegt, Probleme zu verursachen. Sie redet nicht viel über sich selbst, hatte aber wie alle Halbgötter kein Bilderbuchleben. Sie schafft es, dass Apollo ihr Diener wird, also dass er wieder zum Gott wird indem er ihr bei ihren Abenteuern hilft. Sie nutzt das zu ihrem Vorteil, weil sie eben nicht dumm ist. Auf mich wirkte sie meistens wie ein naives und etwas leichtsinniges Kind, aber sie ist ja auch erst zwölf. Apollo hat im Laufe der Geschichte einen starken Beschützerinstinkt entwickelt, ich denke, weil sie eben eher zielstrebig durch die Welt geht anstatt mal nachzudenken, was sie eben öfter mal in Schwierigkeiten bringt.

Percy Jackson hat auch seinen Auftritt - Für die Fans, deren Herzen höher schlagen, wenn der Typ auftaucht (meines gehört dazu). Es ist nach wie vor Apollos Buch und Percy stiehlt ihm nicht die Show, in dem er einfach nur da ist - na gut, vielleicht ein bisschen ;) Aber er hatte eben Gründe, um nicht ständig in der Nähe zu sein und das fand ich eben ganz gut, weil es hier ja um Apollos Abenteuer geht.

Auch Nico di Angelo und andere wichtige Charaktere aus den anderen Bücher werden erwähnt oder tauchen auf. Nico ist noch Camp-Bewohner, darum spielt er sogar eine größere Rolle. Apollos Kinder Kayla, Will und Austin waren mir auch sympathisch, weil sie wie Apollo waren, aber doch ganz anders als er. Jedenfalls nicht annähernd so arrogant!

Handlung und Schreibstil
Den letzten Teil der "Helden des Olymp"-Reihe habe ich noch nicht gelesen, von daher waren für mich ein paar Spoiler drin, aber ich konnte die Veränderungen trotzdem nachvollziehen und verstehen, sodass ich der Handlung gut folgen konnte. Aber ich weiß nicht, ob das anders gewesen wäre, wenn mir noch mehr Bücher gefehlt hätten.

Nach wie vor liebe ich den Humor, der in allen Büchern so ähnlich ist. Apollos Humor durch seine Arroganz war mir hier aber mit der Zeit etwas zu eintönig: Er empfindet die Menschheit als seine Fans, er selbst ist der größte und seine Heldentaten waren großartig. Ja, ja. Aber sonst war alles so witzig wie immer.

Fazit
"Die Abenteuer des Apollo - Das verborgene Orakel" konnte mich wieder genauso überzeugen wie die anderen Bücher des Autors. Apollo hat dem ganzen eine ganz andere Perspektive gegeben und dabei war es auch noch unterhaltsam! Ich bin gespannt, wie es mit Apollo, Meg und den anderen weitergeht!