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Benutzername: Bücherliebende
Wohnort: Hessen
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Bewertungen

Insgesamt 27 Bewertungen
Bewertung vom 28.12.2018
Thug
Saxx, Sarah

Thug


sehr gut

Spannend und Heiß

„THUG: In seinen Fängen“ ist das erste Buch der Autorin das ich gelesen habe. Es ist zudem der dritte Teil einer Reihe, was mich aber beim lesen nicht weiter gestört hat. Man erfährt im Laufe der Geschichte zwar einiges über die Protagonisten der vorherigen Bände, aber mich hat das nur noch neugieriger auf die ersten Bücher gemacht. Wer aber lieber in der „richtigen“ Reihenfolge lesen möchte, der sollte mit „Dirty: In seiner Gewalt“ beginnen.

Der Schreibstil der Autorin konnte mich sofort für sich einnehmen. Man taucht ganz schnell in die Geschichte ein und kann sich, durch den Perspektivenwechsel sehr gut in unsere beiden Protagonisten Thug und Jane hineinversetzen. Dieses Paar war für mich, durch ihre sehr temperamentvolle und rasante Art, ein ganz tolles Leseerlebnis. Es wurde mir an keiner Stelle im Buch zu langweilig, sondern man flog nur so durch die Seiten. Ich hatte am Anfang nicht gedacht, dass mich dieses „Gangsterfeeling“ so gut unterhalten kann, aber das ist Sarah Saxx vollkommen gelungen. Eine sehr schöne Mischung aus Erotik, Liebe und Spannung. Ich freue mich sehr, dass ich wieder eine Selfpublisherin für mich entdecken konnte und noch einige Werke von ihr vor mir habe.

Bewertung vom 06.12.2018
Die verlorene Schwester
Winterberg, Linda

Die verlorene Schwester


ausgezeichnet

Eine berührende Familiengeschichte

„Die verlorene Schwester“ ist für mich der erste Roman, von Linda Winterberg, den ich gelesen habe, aber ganz bestimmt nicht der Letzte. In diesem Roman greift Linda Winterberg ein Thema auf, dass mir bis dahin leider völlig unbekannt war. Und ich bin da mit Sicherheit nicht die Einzige. „Verdingkinder“, so wurden Kinder genannt die von den Eltern weggeben oder von den Behörden weggenommen wurden und anschließend an Pflegeeltern verdingt wurden. Dies geschah nicht nach dem Auswahlkriterium, wo das Kind es gut haben wird, sondern welche Pflegeeltern das wenigste Kostgeld verlangte. Diese Kinder sind meist auf Bauernhöfen gelandet, auf denen sie schwerste Arbeiten verrichten mussten und zudem ausgebeutet, geschlagen und missbraucht wurden.
Das solche Zustände in der Schweiz bis in die 1980er Jahre herrschten war für mich sehr erschreckend.

In der Geschichte befinden wir uns abwechselnd auf zwei Zeitebenen. Einmal ab dem Jahre 1968, in dem wir die beiden Schwestern Marie und Lena begleiten und erfahren, wie sie als „Verdingkinder“ gelebt haben.
Und auf der zweiten im Jahre 2008, in welcher wir die erfolgreiche Investmentbankerin Anna kennenlernen, die zufällig herausfindet das sie adoptiert wurde. Sie ist tief erschüttert über diese Entdeckung und macht sich auf die Suche nach ihrer leiblichen Mutter.
Linda Winterberg hat einen Schreibstil und eine Erzählweise, die mich von der ersten Seite gefangen genommen und mich zutiefst berührt hat. Auch wenn man von Anfang an weiß, dass Anna nur das Kind von Marie oder Lena sein kann und es auch schon nach wenigen Seiten klar ist, welche Schwester die leibliche Mutter ist, verliert es überhaupt nicht an Spannung. Im Gegenteil, gerade mit Marie und Lena fühlt man einfach jede Seite mit, man hofft, bangt und weint mit ihnen über diese Ungerechtigkeit die sie erleben mussten.

Ein Buch, dass mich sehr berührt und zum Nachdenken angeregt hat. Eine klare Leseempfehlung für jeden, besonders aber für jene, die noch nichts von „Verdingkindern“ gehört haben. Schaut es euch an! Diese Kinder verdienen es, nicht vergessen zu werden. Danke an die Autorin, die den Kindern eine Stimme gegeben hat.

Bewertung vom 06.12.2018
Narbensohn
Mon, Mika D.

Narbensohn


weniger gut

Konnte mich nicht fesseln

Ich habe mich schon lange nicht mehr so schwer getan, ein Buch zu bewerten. Einerseits muss ich sagen das ich die Idee der Geschichte und vor allem den Schreibstil wirklich sehr gut fand. Der Einstieg und die ersten 70 Seiten waren einfach richtig gut und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Helena ist Studentin und recherchiert für ihr Buch in einer JVA. Dort interviewt sie Inhaftierte und unter anderem auch unseren Protagonisten Liam, der wegen Totschlags sitzt und kurz vor seiner Entlassung steht. Liam strahlt natürlich eine gewisse Anziehungskraft auf Helena aus und auch er ist ihr gegenüber nicht ganz abgeneigt.
Als sie ihn kurz nach seiner Freilassung bei einer schrecklichen Tat erwischt, entschließt sich Liam sie zu entführen.
Er würgt sie zunächst besinnungslos und sperrt sie dann in seinem Haus in ein Zimmer ein. Ab da an wurde mir Helena als Protagonistin so unsympathisch das sie mir die ganze Geschichte verdorben hat. Denn ihr Verhalten einen Tag nach der Entführung ist einfach absolut nicht nachvollziehbar und hat mich so geärgert wie schon lange kein Charakter mehr. Sie glaubt, dass sie an dem Stockholm Syndrom leiden muss, da sie ihren Entführer so sexy findet... ist klar... Ich denke einfach, dass ihr Gehirn eindeutig zu wenig Sauerstoff abbekommen hat. Selbst nachdem er sie schön aufs WC und in die Dusche begleitet hat und zudem kurze Zeit später einen Wutausbruch bekommt, bei dem er neben ihrem Kopf ein Loch in die Wand geschlagen hat, schlägt sie die Fluchtmöglichkeit aus, da ihre Sorge um Liams aufgeschrammte Hände zu groß ist. Nein, dieses dumme Verhalten kauf ich Helena niemals ab, da kann Liam noch so erotisch, sexy und unwiderstehlich sein.

Tut mir wahnsinnig Leid, aber der Rest der Geschichte konnte dieses Verhalten bei mir nicht wieder gut machen.

Bewertung vom 15.11.2018
Mitten im Sturm
Winter, Jessica

Mitten im Sturm


ausgezeichnet

Mitten im Sturm - Erik und Grace

Auf dieses Buch bin ich über Instagram aufmerksam geworden und die vielen positiven Meinungen über die Autorin haben mich dazu veranlasst, mir dieses Buch zu kaufen und natürlich auch zu lesen. Und was soll ich sagen? Ich bin restlos begeistert! Eine wundervolle Geschichte, die mich zwischendurch echt fertig gemacht hat. Das schaffen wahrlich nicht viele Bücher. Jessica Winters Schreibstil lässt mich als Leser die Gefühle des Protagonisten mitempfinden und hat mich dadurch durchweg so gefesselt, dass ich dieses Buch nur schwerlich beiseite legen konnte. Es war so erfrischend eine Liebesgeschichte zu lesen, in denen die Protagonisten echte Probleme haben und in der man sich nicht überwiegend in der Horizontalen befindet. Dazu haben wir mit Erik einen Protagonisten der nicht nur testosterongeladen durch die Gegend läuft und dieses „typische“ Klischee erfüllt. Er ist mal ein ganz normaler toller Mann, bei dem an erster Stelle das Wohl seiner Familie steht. Eine absolut empfehlenswerte Geschichte.

„Mitten im Sturm“ ist ein in sich abgeschlossener Spin - Off der Reihe um Julia und Jeremy. Wer also Lust hat dieses Buch zu lesen, ohne die drei Vorgänger zu kennen, kann das ohne Probleme machen. Denn auch für mich war „Mitten im Sturm“ das erste Buch von Jessica Winter. Aber eins kann ich schon versprechen, es wird mit Sicherheit nicht mein Letztes gewesen sein. Denn nachdem ich die Geschichte um Grace und Erik gelesen habe, möchte ich unbedingt noch Julia und Jeremy besser kennenlernen. In diesem Teil kommen sie zwar an einigen Stellen auch zum Vorschein und man erfährt kleine Details, die mir aber nicht zu viel verraten haben, sondern mich eher animiert haben auch ihre Geschichte zu lesen.

Bewertung vom 13.11.2018
Es beginnt mit einem Blick / Redwood Love Bd.1
Moran, Kelly

Es beginnt mit einem Blick / Redwood Love Bd.1


gut

niedliche Geschichte, mehr leider nicht

Um dieses Buch wurde in den letzten Monaten ein sehr großer Hype veranstaltet. Somit bin auch ich sehr neugierig auf die Geschichte geworden und mit sehr hohen Erwartungen herangegangen. Und was soll ich sagen? Ich wurde wiedermal eines besseren belehrt. Jeder hat es bereits in die Kamera gehalten, es war überall zu sehen und in aller Munde, aber für meinen Geschmack nicht absolut gerechtfertigt. Denn an sich ist es eine wirklich schöne Geschichte, mit liebenswert ausgearbeiteten Charakteren und einem absoluten Wohlfühlsetting. Zudem ist der Ort Redwood einfach zum verlieben schön, zumindest in meiner Vorstellung. Auch der Schreibstil und die Erzählweise der Autorin waren super und die ersten 100 Seiten waren auch nichts wie wegelesen. Nur leider war für mich dann ein Punkt erreicht, an dem es mir zu langweilig wurde. Gefühlt ist nichts mehr passiert und die Geschichte plätscherte nur vor sich hin und ich war schon kurz davor abzubrechen. Aber das habe ich dann doch nicht übers Herz gebracht und es nach einigen Tagen wieder zur Hand genommen, da mich die Protagonisten sehr interessiert haben und ich sie nicht wirklich loslassen konnte. Ich bin auch niemand der immer wahnsinnig viel Drama und Aktion in Liebesromanen braucht, aber zu ruhig und glatt muss es auch nicht sein. Leider ging mir unsere Protagonistin Avery mit ihren vielen unnötigen Selbstzweifeln sehr auf die Nerven, wohin gegen mir Cade O`Grady sehr sympathisch war. Vor allem wie er mit Averys autistischer Tochter umgegangen ist, war einfach herzzerreißend schön. Nichtsdestotrotz ist es eine schöne niedliche Geschichte, die für mich nichts Besonderes war, aber durchschnittlich gut. Ich werde mit Sicherheit auch demnächst noch Band 2 und 3 lesen, da mich die Geschichten von Cades Brüdern, Flynn und Drake, noch sehr interessieren.

Bewertung vom 05.11.2018
Todeskäfig / Sayer Altair Bd.1
Cooper, Ellison

Todeskäfig / Sayer Altair Bd.1


sehr gut

Spannender Thriller

„Todeskäfig“ von Ellison Cooper ist wiedereinmal ein Thriller ganz nach meinem Geschmack. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, mit einem grausam düsteren und mitreissenden Fall, der einen auch nach dem Ende nicht so schnell loslässt.
Junge Mädchen werden in einen Käfig gesteckt und verdursten qualvoll. Allein schon bei der Vorstellung läuft mir ein Schauer über den Rücken. Dazu schafft es die Autorin mit ihrem Schreibstil, dass man das Gefühl hat, man würde es am eigenen Leib miterleben, ohne das sie für diesen Effekt ins Detail gehen muss. Einfach richtig gut gemacht und auch für diejenigen geeignet, die es nicht ganz so blutig mögen.
Unsere Ermittelnde FBI Agentin Sayer Altair ist auf jeden Fall eine fähige Ermittlerin, die mir von Anfang an sympathisch war. Durch ihren schweren privaten Verlust, stürzt sie sich zunächst als Naturwissenschaftlerin in ihre Forschung, in der sie die Gehirne von Serientätern untersucht. Ich fand es sehr spannend, zu welchen Erkenntnissen sie da gelangen möchte und wie das alles mit dem Fall um das tote Mädchen im Käfig, zusammenhängt. Ein Thriller der mich mit vielen überraschenden und unvorhersehbaren Wendungen überzeugen konnte.
Ich freue mich, dass dies wohl der Auftakt zu einer hoffentlich (langen) Serie ist und der nächste Teil nicht allzu lang auf sich warten lässt. Eine absolute Leseempfehlung für alle Thriller-Fans.

Bewertung vom 16.10.2018
Die Sonnenschwestern
Rees, Tracy

Die Sonnenschwestern


ausgezeichnet

Ein wunderschöner Roman von Tracy Rees

„Die Sonnenschwester“ ist nach „Die zwei Leben von Florenz Grace“ mein zweiter Roman der Autorin, den ich gelesen habe. Was ich gleich vorne weg sagen kann ist, dass mich dieses Buch wieder genauso begeistern konnte.Tracy Rees hat in diesem Buch wieder bewiesen, wie sie mich mit ihrem Schreibstil und ihren liebevoll ausgearbeiteten Charakteren vollkommen abholen konnte.
In diesem Roman springen wir abwechselnd, in kurzen Kapiteln, zwischen zwei Zeitebenen hin und her. Einmal begleiten wir die 40 jährige Nora im Jahre 2006, wie sie gerade Job und Wohnung an den Nagel hängt und sich auf nach Tenby macht. Den Ort den sie in ihren Träumen gesehen hat. Doch wird sie dort finden was sie sucht?
Die zweite Zeitebene beginnt im Jahre 1953, dort lernen wir die 13 jährige Chloe kennen, die ihre jährlichen Sommerferien bei ihrer Tante in Tenby verbringt. Sie begleiten wir auf ihrem Weg zum Erwachsen werden.
Der Einstieg in das Buch fiel mir leider nicht ganz so leicht, da man immer wieder zwischen Nora und Chloe hin und her gesprungen ist und die Kapitel sehr kurz gehalten sind. Daher braucht man als Leser etwas länger um die zwei so richtig kennenzulernen. Aber nachdem ich mich an diesen schnellen Wechsel gewöhnt hatte, sind die Seiten nur so dahingeflogen. Denn der Vorteil war natürlich, dass man immer weiterlesen wollte, um einfach mehr über die beiden zu erfahren. Was hat es vor allem mit dem Bruch zwischen Chloe und ihrem Sandkastenfreund Llew auf sich? Warum haben sie sich aus den Augen verloren?
Aber auch Noras Entwicklung und wie sie auf dem Weg ist, sich selbst zu finden, war ein schönes Erlebnis. Eine Geschichte die eine tolle Atmosphäre hat und in der man sich einfach wohlfühlt, mit Protagonisten und Nebencharakteren die man nur lieben kann.
Das Einzige was mir nicht so gefallen hat, war der Titel, denn der passt irgendwie nicht ganz so zur Geschichte. Wer die Sonnenschwestern sein sollen habe ich bis zum Schluss nicht ganz so herausgefunden.
Ein Frauenroman den ich uneingeschränkt empfehlen kann und der jetzt, wenn die kalten Tage langsam beginnen, genau das Richtige ist, um sich auf der Couch einzukuscheln und sich fallen zu lassen.

Bewertung vom 13.09.2018
Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.1
Snow, Rose

Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit / Lügenwahrheit Bd.1


gut

Magisches Cornwall

"Das erste Buch der Lügenwahrheit" ist der Auftakt der "Ein Augenblick für immer - Trilogie" von Autorenduo Rose Snow
June lebt ursprünglich in Deutschland. Um ihrem Traum, in Oxford zu studieren, ein großes Stück näher zu kommen, verbringt sie ihr Abschlussjahr im sagenumwobenen Cornwell bei ihrem Onkel. Bei ihrer Ankunft erwartet sie überraschenderweise ein prächtiges Herrenhaus. Aber nicht nur das dieses Haus voller Geheimnisse steckt, auch die dort wohnenden Zwillingsbrüder Blake und Preston, die unterschiedlicher nicht sein können, üben eine magische Anziehung auf June aus. Doch auch die beiden scheinen viele verborgene Geheimnisse zu haben, die June keine Ruhe geben. Sie möchte dem ganzen auf dem Grund gehen. Zu dem kommt ein Augenblick der alles für June verändert und ihr Leben auf den Kopf stellt. In ihr erweckt eine uralte Gabe...

Meine Meinung:
Den Einstieg fand ich wahnsinnig schön. Man wird sofort in die Geschichte hineingezogen und spürt richtig diesen magischen Ort in Cornwell. Auch der Schreibstil der Autorinnen ist sehr flüssig, bildlich und leicht verständlich. Unsere Protagonistin June, die wir in der Ich-Perspektive begleiten, war ganz nett ausgearbeitet und hat mir für ihr Alter auch ganz gut gefallen. Was mich aber sehr gestört hat, waren die ständigen Wiederholungen um das Aussehen der zwei wahnsinnig sexy und blauäugigen Brüder. Ja, ich habe es auch beim zweiten Mal schon verstanden, dass sie unwiderstehlich sind, nur leider wurde mir das bis zum Ende des Buches gefühlt auf jeder Seite mitgeteilt.

Der Verlauf der Geschichte plätscherte leider auch nur so dahin. Die Autorinnen halten sich an sehr vielen Beschreibungen und Nebensächlichkeiten auf, sodass es mir sehr schnell langweilig wurde. Auch hatte ich das Gefühl, dass auf den 400 Seiten absolut nichts passiert ist. Als ob das ganze Buch nur eine Einleitung war. Vielleicht bin ich aber auch mit über 30 Jahren einfach zu alt für diese Geschichte, denn mir ging diese Dreiecksbeziehung zwischen June und den zwei Brüdern ziemlich auf den Senkel. Mir ist dadurch diese Geheimnisvolle Gabe, die in June erwachte, viel zu nebensächlich geblieben.

Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass jüngeren Lesern, die eine ruhige und geheimnisvolle Geschichte mit sexy Boys suchen, dieses Buch sehr gut gefallen könnte.

Bewertung vom 11.08.2018
Ohne ein einziges Wort
Walsh, Rosie

Ohne ein einziges Wort


ausgezeichnet

zum weinen schön

Sarah lernt Eddie im Urlaub, den sie jährlich in ihrem Heimatort Gloucestershire verbringt, kennen. Schnell wird den beiden klar das sie beide mehr für einander empfinden als nur ein Urlaubsflirt. Für Sarah ist es die große Liebe. Sie verbringen eine traumhafte Woche zusammen. Doch dann tritt Eddie seinen lang geplanten Urlaub an, verspricht aber sich vom Flughafen bei ihr zu melden. Aber er ruft nicht an....
Sarahs Freunde raten ihr ihn zu vergessen, doch dass kann sie nicht. Was steckt hinter der Funkstille? Ist Eddie womöglich was passiert?

Dieses wunderschöne Cover hat mir bereits auf den ersten Blick sehr gut gefallen. Die Farben und die Aufmachung sind sehr schön und passend.
Rosie Walsh hat sich in ihrer Geschichte für die „Ich-Perspektive“ entschieden, in der wir größtenteils Sarah in zwei Zeitebenen begleiten.
Einmal befinden wir uns in der Gegenwart und in der anderen springen wir in die Vergangenheit.
Diese Perspektive in Verbindung mit dem Schreibstil haben mir außerordentlich gut gefallen. Denn Sarahs Gefühle und ihre Persönlichkeit wurden mir dadurch so nachvollziehbar und authentisch nahe gebracht, dass ich die ganze Zeit das Gefühl hatte,  Sarah live mitzuverfolgen. Die Autorin hat all ihren Charakteren sehr viel Leben, Leidenschaft und Herz eingehaucht, sodass es eine Freude war sie zu begleiten. Auch die Nebencharaktere sind nicht zu kurz gekommen.

Da ich ohne große Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin, habe ich nach den ersten Seiten gedacht, dass es sich um eine leichte und schnulzig schöne Liebesgeschichte handelt. Aber Pustekuchen! Ab der Hälfte des Buches war mir klar, dass viel mehr in diesem Buch steckt. Denn hierbei handelt es sich auf keinen Fall um eine oberflächliche und leichte Liebeslektüre. Es herrscht eine gewisse Spannung, da man sehr lange am miträtselt ist, was denn mit Eddie geschehen ist und warum er sich nicht meldet. Aber an erster Stelle haben mich die Emotionen und die Tiefgründigkeit die in diesem Buch stecken beeindruckt und positiv überrascht. Ein sehr schönes und berührendes Lesevergnügen, dass mir so einige Tränen in die Augen getrieben hat, mich Sarah aber auch lange nicht vergessen lassen wird.

Bewertung vom 26.07.2018
Das Haus der Mädchen
Winkelmann, Andreas

Das Haus der Mädchen


ausgezeichnet

Thriller mit Gruselstimmung

Leni flüchtet aus ihrem Heimatdorf nach Hamburg, um dort ein Praktikum in einem Verlag anzutreten. Über eine Zimmervermittlung mietet sie sich in eine Villa am Kanal ein. Dort lernt sie ihre Zimmernachbarin Vanessa kennen, eine lebensfrohe junge Frau. Doch am nächsten Tag ist sie spurlos Verschwunden. Was ist mit ihr geschehen? Und ist sie die einzige die aus dem Haus spurlos verschwunden ist? Was bürgt es für Geheimnisse?
Freddy Förster, lebt auf der Straße und beobachtet zufällig einen Mord an einem Mann. Um nicht das nächste Opfer zu werden, sucht er den Mörder.
Lenis und Freddys Wege kreuzen sich im laufe der Geschichte. Aber wie hängt der Mord an den Mann und Vanessas Verschwinden zusammen? Gibt es überhaupt einen? Und wer ist Jana? Das Mädchen das in einem eiskalten Kellerverlies erwacht und das erste was sie sieht ist eine Schild auf dem steht:„SCHWEIG,UM ZU LEBEN“

Dies ist mein zweiter Thriller von Winkelmann und er hat mir wieder sehr gut gefallen.
Der Autor hat von der ersten bis zur letzten Seite einen unglaublich fesselnden und packenden Schreibstil. Die kurzen und knackigen Kapitel, in denen man abwechselnd unterschiedliche Protagonisten begleitet, enden dementsprechend immer wieder mit einem fiesen Cliffhanger, so dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Im mittleren Teil war ich schon felsenfest davon überzeugt, dass ich weiß wer der Mörder ist. Aber Pustekuchen, Winkelmann hat mich komplett aufs Glatteis geführt und eine Wendung eingebracht mit der nicht gerechnet hatte.Ich war ab diesem Punkt immer wieder erneut am überlegen und rätseln. Somit kam auch nie Langweile auf.
In diesem Thriller steckt nicht nur Spannung, sondern auch eine starke Gruselstimmung, die mich Abends oft am einschlafen gehindert hat. Ein Kompliment an den Autor für dieses spannende, raffinierte und gut durchdachte Buch.