Benutzer
zu den Top-Rezensenten

Benutzername: irismaria
Wohnort: hessen
Über mich:
Danksagungen: 2 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 40 Bewertungen
Bewertung vom 11.09.2019
Meisterkurs Rhetorik
Held, Benedikt

Meisterkurs Rhetorik


ausgezeichnet

Praxisnahes, lebendig geschriebenes und fundiertes Kommunikationsbuch
Von einem guten Sachbuch erwarte ich drei Dinge: Erstens Verständlichkeit, zweitens eine hohe inhaltliche Qualität und drittens sollte es unterhaltsam zu lesen sein. Alle drei Eigenschaften treffen auf den "Meisterkurs Rhetorik" von Benedikt Held zu. Das Buch ist gut verständlich geschrieben, Fachbegriffe werden erklärt. Inhaltlich bietet der Autor eine Fülle von Wissen über die Redekunst. Das beginnt bei Elementen der klassischen griechischen Rhetorik bis hin zu Erkenntnissen aus der modernen Verhaltens- und Psychologieforschung. Wie man von einem jungen Autor, der Youtuber ist, auch erwarten kann, und die ist das Buch sehr unterhaltsam geschrieben und neben den Wissensgewinn macht es auch einfach Spaß, die Praxistipps zu lesen.
Das Buch eignet sich meiner Meinung nach sowohl für Menschen die sich einen fundierte Grundlage an Rhetorikwissen aneignen wollen als auch für diejenigen, die ihre normale Kommunikation verbessern möchten oder Kommunikationstipps für bestimmte Anlässe suchen.
Mein Fazit: Ich kann den "Meisterkurs Rhetorik" absolut empfehlen, denn er ist praxisnah, lebendig geschrieben und bietet eine Fülle von Möglichkeiten seine Kommunikation und Rhetorik zu verbessern.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 24.05.2018
Nur wenn ich fliehe
Blackstock, Terri

Nur wenn ich fliehe


sehr gut

Das Cover von "Nur wenn ich fliehe" von Terri Blackstock zeigt die Seitenansicht eines fahrenden Busses in etwas verschwommenen Grün- und Blautönen. Der Titel sieht aus wie handgeschrieben während der Name der Autorin und die Bezeichnung Roman in Druckbuchstaben und etwas verschoben sind als seien sie verwackelt. Dies deutet das Element der Bewegung an, das in der Geschichte eine große Rolle spielt. Es geht um die junge Casey, die nachdem sie einen Freund von sich tot aufgefunden hat, in Panik flieht. Sie rafft einige wenige Dinge zusammen und nimmt den nächst möglichen Bus in eine fremde Stadt und auch von dort fährt sie scheinbar ziellos durch Amerika und versucht, ihre Spur zu verwischen. Parallel zur Handlung um Casey verläuft die Handlung rundum Dylan, den besten Freund des Ermordeten, der bei der Militärpolizei war, aber nach traumatischen Erfahrungen in Afghanistan derzeit nicht als Ermittler arbeiten kann. Er wird von der Familie des Toten als Privatermittler engagiert und soll die Polizei bei der Suche nach der Verdächtigen Casey unterstützen. Es entwickelt sich eine spannende Jagd durch Amerika bei der nach und nach die Vorgeschichte des Mordes aufgedeckt wird. Besonders gut gefallen hat mir an dieser Geschichte, dass es nicht den bösen Täter und den guten Ermittler gibt, sondern dass beide Hauptfiguren, auch wenn sie gegenteilige Ziele verfolgen, sympathische Figuren sind. Auch wenn manches in der Geschichte vorhersehbar war oder auch etwas unrealistisch, ist es doch eine spannende Story, die flüssig geschrieben ist und sich daher sehr zügig liest. Das Buch ist hat einen zweiten Teil, so dass am Ende noch Fragen offen bleiben und ich gespannt bin, wie die Geschichte weitergeht.

Bewertung vom 12.08.2017
Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf / Henkerstochter Bd.7
Pötzsch, Oliver

Die Henkerstochter und der Rat der Zwölf / Henkerstochter Bd.7


ausgezeichnet

Als Fan historischer Romane kenne ich die Henkerstochterreihe natürlich und auch den Ludwig-Roman des Autors, der aus Recherchen über seine eigene Familie im Mittelalter heraus lebendige Charaktere der Familie des Henkers entwickelt hat. So wie immer geht es auch hier um einen Kriminalfall, den der Henker lösen wird. Schon nach den ersten Seiten taucht man wieder in die lebendig geschilderte Mittelalterwelt ein und ist gespannt auf die Abenteuer, die Magdalena und ihr Vater erleben werden. Dieser Band dreht sich um eine Reise nach München, die die komplette Familie Kuisl unternimmt, da Jakob zum ersten Mal ein Mitglied des Henkertreffens Rat der Zwölf sein darf. Bei dieser Gelegenheit möchte er auch einen Mann für Barbara finden, doch die wehrt sich gegen eine Heirat mit einem anderen Henker und zudem hat sie ihrem Vater nichts von der ungewollten Schwangerschaft verraten. In München geraten die Kuisls gleich in die Ermittlungen mehrerer Fälle, einer Mordserie an jungen Frauen, Münzfälschereien und das verschwundene Hündchen der Kurfürstin. Das Team aus drei Generationen ermittelt und es gibt einige Überraschungen. Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen, es ist spannend, klasse recherchiert, lebendig beschrieben und für Fans der Reihe sowieso ein Muss. Ich freue mich schon auf den nächsten Band.

Bewertung vom 12.08.2017
Und Marx stand still in Darwins Garten
Jerger, Ilona

Und Marx stand still in Darwins Garten


ausgezeichnet

Ich habe über Marx und Darwin schon Biografien gelesen und sie sind neben ihren Theorien auch menschlich interessante Persönlichkeiten. Daher finde ich eine fiktive Begegnung zwischen ihnen ein interessantes Gedankenexperiment. Am Anfang geht es ja um Darwin und ich habe gespannt verfolgt, wie die religiösen Eiferer seine Forschungsergebnisse zerstören - doch das war nur ein Traum. Es zeigt aber die innere Anspannung Darwins. Auf Karl Marx war ich gespannt, denn er kommt ja eigentlich aus Deutschland und lebt also in England in der Fremde.
Der gute Eindruck der ersten Seiten hat sich bis zum Ende gehalten und am Schluss war ich sogar zu Tränen gerührt. Der Autorin Ilona Jenger ist es nämlich meisterhaft gelungen, die Charaktere von Darwin und Marx in ihren letzten Lebensjahren und dem fiktiven gemeinsamen Arzt Dr. Beckett als verbindendem Element lebendig werden zu lassen. So erleben wir Marx in seinem Exil, der um die kranke Frau bangt und Geldsorgen hat und Darwin, der sich trotz einiger Leiden immer noch der Forschung widmet. In den Gesprächen geht es immer wieder auch um die großen Themen Evolution, Kommunismus, Gott und denn Sinn des Menschenlebens. So ist dieser Roman neben spannend und berührend erzählter Historie und Biografie auch ein Anstoß, mal wieder über diese Themen nachzudenken.

Bewertung vom 11.02.2017
Mia liebt Pasta
Hoechst, Mirja

Mia liebt Pasta


ausgezeichnet

"Mia liebt Pasta: Gefüllt. Gebacken. Gekühlt. Gesüßt" von Mirja Hoechst ist ein Pastakochbuch, das mich richtig begeistert hat. Es sind nur vegetarische Rezepte enthalten, was für mich als Vegetarierin genau passt. Pastarezepte sind ja eigentlich nichts Neues, und so war ich gespannt, was Mia hier zaubert. Die Rezepte, die ich ausprobiert habe, hatten die Besonderheit, dass die Pasta zusammen mit den übrigen Zutaten gekocht werden. So sind z.B. bei der Pfannenlasagne die Lasagneblätter, der Spinat und die Gewürze zusammen in der Tomatensoße und werden danach mit Käse überbacken. Es hat super geschmeckt, denn so nimmt die Lasagne den guten Geschmack der Soße noch mehr auf als normal.
Heute gab es den All-in one-Topf mit Lauch und Pilzen - auch lecker und leicht zuzubereiten.
Neben italienischen Gerichten zaubert Mia auch fernöstlich angehauchte Köstlichkeiten und süße Gerichte. Alle Rezepte sind mit schönen Fotos untermalt und die Anleitungen leicht nachzukochen. Positiv ist auch, dass keine exotischen Zutaten Verwendung finden.
Mein Fazit: ein klasse Buch, das toll aussieht und sehr anwenderfreundlich ist

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 11.02.2017
Fastenopfer / Kommissar Max Kramer & Nonne Maria Evita Bd.2
Leiss-Huber, Anton

Fastenopfer / Kommissar Max Kramer & Nonne Maria Evita Bd.2


ausgezeichnet

Nachdem mir Anton Leiss-Hubers Debütkrimi „Gnadenort“ gut gefallen hat, war ich gespannt auf den Folgeband "Fastenopfer", der auch in Altötting spielt. Während an Aschermittwoch Kommissar Max Kramer noch mit den Fastnachtsfolgen kämpft und der Monsignore von seiner Haushälterin mit Low Carb-Küche drangsaliert wird kommt es zu zwei Gewalttaten. Zum einen überfallen mehrere Täter einen Mann, zum anderen wird der Verwalter des »Tilly-Benefiziums« ermordet. Dieses Vermächtnis des katholischen Feldherrn soll abgeschafft werden, was den Frauenbund zur Demo auf den Vorplatz ruft. Daneben geht es noch um Kunstwerke, schwierige Ehen und Pläne des Bischofs, die der lieber geheim halten will. So mischen sich die Ermittlungen mit urkomischen Begebenheit der bayrischen Art, was den Krimi spannend und unterhaltsam macht. Die Beziehung zwischen dem Kommissar und seiner Exfreundin und jetzigen Novizin Maria Evita spielt auch mit rein, aber nicht die Hauptrolle (was ich gut finde). Der Krimi besticht wieder durch originelle Charaktere, eine flotte Handlung und viel Lokalkolorit und ist voller Überraschungen. Ich kann "Fastenopfer" sehr empfehlen und freue mich schon auf den nächsten Fall!

Bewertung vom 11.02.2017
Montagsgedanken

Montagsgedanken


sehr gut

"Montagsgedanken" ist eine Sammlung von 52 Impulstexten, für jeden Montag des Jahres einen. Ellen Nieswiodek-Martin, die Chefredakteurin der christlichen Frauenzeitschrift "Lydia" hat Texte verschiedener Autorinnen gesammelt, die den Leserinnen den Einstieg in die neue Woche erleichtern, da für viele ja der Montag ein unbeliebter Wochentag ist. Die Texte und Geschichten sind jeweils 2 – 3 Seiten lang und meist mit einem Bibelvers als Abschluss. Thematisch sind sie breit gefächert, so geht es um Erlebnisse mit Kindern, in der Natur, dem Haushalt und mit anderen Menschen oder um Geldsorgen und schwierige Beziehungen. All das wird im Licht des Glaubens betrachtet und mit einer ermutigenden Botschaft verbunden. Mir persönlich war der Blick zu häufig aus der Sicht von Hausfrauen und der Berufsalltag kam etwas zu kurz.
Ich kann "Montagsgedanken" allen (vor allem Frauen) empfehlen, die mit einem geistlichen Impuls in die neue Woche starten möchten und sich dafür einen positiven Denkanstoß schenken lassen möchten.

Bewertung vom 11.02.2017
Teens-Bibel
de Vink, Willem

Teens-Bibel


gut

"Teens-Bibel: Dem Geheimnis auf der Spur" ist eine Sammlung 250 Bibelgeschichten zusammengestellt von Willem de Vink und illustriert von Arjan Wilschut und Timo Vissler. Das Buch ist wertig aufgemacht, mit glänzendem Papier, als Softcover gebunden, mit Lesebändchen und abgerundeten Ecken und ist sowohl handlich als auch schön ins Regal zu stellen. Ich finde, dass das Buch von Text und Bildern her für Jugendliche und ältere Kinder geeignet ist. Die vielen Bilder sind comicartig und mit einer schönen Farbgebung, ich finde sie sehr ansprechend.
Neben den Geschichten selbst finden sich Infokästen und Infoseiten, die Hintergrundinformationen geben (was ich gut finde) bzw. theologische Deutungen (diese finde ich teilweise nicht so gelungen).
Bei den Texten ist zu beachten, dass der Autor nicht den biblischen Originaltext wiedergibt, sondern in Geschichten verarbeitet hat und somit auch eigene Schwerpunkte setzt. So werden etwa die bekannten Weihnachtserzählungen rückblickend in einem Gespräch zwischen Jesus und Maria erzählt. Fast alle alttestamentlichen Geschichten werden in den Infokästen auf Jesus gedeutet, was ihnen ihre eigene Wertigkeit als Erlebnisse der Menschen mit Gott etwas schmälert.
Mein Fazit: von der Aufmachung und Grafik her finde ich die Bibel gelungen und auch die Bibelgeschichten kann ich mir gut vorstellen, in der religionspädagogischen Praxis einzusetzen. Als einzige Bibel für Jugendliche würde ich die "Teens-Bibel" aber eher nicht empfehlen.

Bewertung vom 23.01.2017
Wintergewitter / Kommissär Reitmeyer Bd.2
Felenda, Angelika

Wintergewitter / Kommissär Reitmeyer Bd.2


ausgezeichnet

"Wintergewitter: Reitmeyers zweiter Fall" von Angelika Felenda zeigt auf dem Cover eine Person in historischer Kleidung, die über einen Platz mit umgekippten Biergartenstühlen läuft und sich gegen den Sturm stellt. Die Farbe und die Szenerie erzeugen eine kühle Atmosphäre, was gut zum Titel und Inhalt passt. Ich liebe historische Romane und ich liebe Krimis. Dieser Roman vereint beide Genres und ist daher besonders spannend. Den ersten Fall für Kommissär Reitmeyer kenne ich nicht, aber "Wintergewitter" ist auch so gut lesbar. Die Autorin stellt die Atmosphäre im München der Weimarer Republik gekonnt dar und die Thematik mit Kleinkriminellen, schlüpfrigen Filmproduktionen und Drogen birgt weitere Spannung. Es geht um den Tod einer jungen Frau, die in München ihr Glück gesucht hat. Scheinbar war es ein Unfall, doch dann stellt sich bald heraus, dass sie an einer Drogeninjektion starb. Kommissär Reitmeyer ermittelt und legt sich mit mächtigen Gegnern an. Parallel dazu sucht eine Berliner Doktorandin ihre verschollene Schwester. Die Geschichte ist sehr interessant, aber kein Pageturner. Der Schwerpunkt liegt eher auf der Darstellung der Zeit und der verschiedenen Milieus, weniger auf dem Krimi. Mir hat das Buch sehr gefallen.

Bewertung vom 18.01.2017
Und jenseits der Berge das Leben
Musser, Elizabeth

Und jenseits der Berge das Leben


ausgezeichnet

Elizabeth Musser thematisiert in "Und jenseits der Berge das Leben" das Schicksal von Flüchtlingen, die nach Österreich kommen und verfolgten Christen im Iran. Im Mittelpunkt steht die ehemalige Bibelschmugglerin Bobbie Blake aus Atlanta. Sie ist schwer krebskrank und möchte noch einmal die „Oase“ bei Wien besuchen, einer christlichen Hilfseinrichtung für Flüchtlinge aus muslimischen Ländern. Bobbie fährt mit ihrer Nichte Tracie nach Österreich und trifft in der Oase nicht nur Menschen aus verschiedenen Kulturen, sondern auch ihre große Liebe Amir, den sie vor Jahren zurück gelassen hat, um sich ihrer verwitweten Schwester und deren Kindern anzunehmen. Parallel dazu erlebt man die Flucht des Iraners Hamid und seiner Familie, deren Interesse am christlichen Glauben sie in ihrer Heimat ausgrenzt. Der Roman ist flüssig geschrieben und spannend erzählt. Der Glaube spielt eine große Rolle und es wird deutlich, wie die Mitarbeiter der Oase (die tatsächlich existiert) auf das aktive Eingreifen Gottes vertrauen und auf die aktuelle politische Situation eingehen. So lag in den 90er Jahren der Schwerpunkt der Arbeit auf dem Schmuggel von Bibeln in den kommunistischen Osten, während jetzt muslimische Flüchtlinge unterstützt werden.
Mein Fazit: eine berührende Geschichte auf dem Hintergrund wahrer Begegnungen der Autorin