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Benutzername: claudi-1963
Wohnort: Schwaben
Über mich: Ich bin eine absolute Leseratte und lese sehr viele Bücher vorab, unter anderem bei lovelybooks und vorablesen. Meine Lieblingsbücher sind Krimis,Thriller, Biografien, Dramen, humorvolles, christliche Literatur, aber auch ab und an ein Liebesroman.
Danksagungen: 25 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 479 Bewertungen
Bewertung vom 20.05.2018
Schutzgeld (Krimi, Spannung) (eBook, ePUB)
Anwander, Gabriel

Schutzgeld (Krimi, Spannung) (eBook, ePUB)


sehr gut

"Je mehr Sicherheit uns jemand verspricht, desto mehr Freiheit nimmt er uns auch." (Anke Maggauer-Kirsche)
Privatdetektiv Julian Berger und sein ehemaliger Kollege Ralph Näf aus seiner Zeit bei der Polizei, wollen zwei Wochen Urlaub auf Vulcano machen. Schon am ersten Abend verliebt sich Ralph unsterblich in eine Bedienung aus einem Restaurant. Während Julian zum Hotel zurückgeht, riecht, es verdächtig nach Brandbeschleuniger. Er kann gerade noch verhindern, dass ein junger Mann eine Boutique anzündet, verfolgt diesen und verliert ihn. Doch als er erneut bei der Boutique angelangt ist, sieht er erneut den Täter und wieder verfolgt er ihn. Doch diesmal muss er mit ansehen, wie der junge Mann vor einem Tor erschossen wird. Da die Carabinieri ihm nicht glauben will, stellt er selbst Nachforschungen an, wer und warum der junge Mann erschossen wurde. Ralph derweil möchte lieber Urlaub machen und sich an seiner neuen Liebe Chiara-Sophie erfreuen. Doch als er wenige Tage später aufgewühlt in Julians Zimmer erscheint und ihm erzählt das man Chiara-Sophie getötet hat, wird die Geschichte immer mysteriöser. Nun will auch Ralph, seinem Freund Julian helfen den oder die Täter zu stellen. Doch bei diesem Versuch tappen sie in eine tödliche Falle mitten auf dem Meer, aus dem sie ohne Hilfe kaum mehr entkommen können.

Meine Meinung:
Ein wunderschönes Cover mit einem Blick auf die italienische Mittelmeerinsel Vulcano ziert diesen Krimi. Bisher kannte ich diesen Autoren noch nicht, den Schweizer Gabriel Anwender, deshalb war ich gespannt. Der Schreibstil war sehr gut, flüssig, lediglich die vielen italienischen Sätze, die leider nicht nur die wenigsten übersetzt wurden haben mich sehr gestört. Dadurch musste ich immer wieder online übersetzen und wurde dabei im Lesefluss gestört. Man hätte diese durchaus am unteren Seitenrand oder am Ende des Buches anführen können. Die Charaktere waren sympathisch, allerdings durch die Kürze des Krimis ein wenig zu oberflächlich gehalten, lediglich über Julian Berger erfährt man ein bisschen mehr. Dafür hat mir der Autor trotz der Kürze etwas die Vulkaninsel Vulcano, mit all ihrer Schönheit nahebringen können. Außerdem wurde Italien seinem Ruf wieder einmal gerecht in dieser Geschichte, den es ging um Erpressung, Mord, Camorra und korrupte Polizisten. Dies jedoch hat der Autor sehr gut in die Story integriert. Der Spannungsbogen erhöhte sich im Laufe der Geschichte und war für einen Krimi diese Länge ganz in Ordnung. Auch wenn ich mir das Buch ein wenig länger gewünscht hätte, ließ der Autor am Ende keine Fragen offen und ich wurde bestens unterhalten. Ich könnte mir gut vorstellen, weitere Krimis mit Julian Berger zu lesen und gebe 4 von 5 Sterne.

Bewertung vom 18.05.2018
Der Schlächter (eBook, ePUB)
Pawlowski, Jacqueline

Der Schlächter (eBook, ePUB)


gut

"Das sogenannte Böse ist eine Reaktion auf das, was Kindern angetan wird. Die Wurzeln für den Hass liegen in der Kindheit." (aphorismen.de)
An Heiligabend findet man im Haus einer erfolgreichen Anwaltsfamilie die vier Familienmitglieder kopfüber hängend, mit aufgeschnittenen Kehlen und ausgeblutet an der Treppe vor. Für Hauptkommissar Richard Geissler und sein Team keine leichte Aufgabe, den bisher hat, er so eine grausame Tat noch nicht gesehen. Wer begeht so eine grausame Tat und warum genau an dieser Familie? Doch wenige Tage später kommt es zu einem erneuten Opfer, ein älterer Mann wird in seinem Badezimmer mit derselben Methode vorgefunden. Doch etwas ist anders, es war noch jemand in dem Haus. Als wenig später die Schriftstellerin Marie Sadlowski, Freunde von Geissler, ihm Bescheid gibt, dass sie ihren Mann Ingo seit Stunden vermisst und er zu dem Toten wollte, ahnt er schlimmes. Nachdem auch Marie von den Taten des Schlächters erfahren hat steigen auch bei ihr, ihre Ängste. In einem Traum sieht sie, wie sie ein Paket bekommt mit schrecklichem Inhalt und schreibt diesen Traum wenig später nieder. Als kurz darauf ein Paket vor ihrer Türe liegt verständig sie schnell Richard Geissler. Kann es sein das der Schlächter ihren Traum kennt? Doch das Morden geht weiter und inzwischen vermutet Geissler auch, das sich alles um die sieben Todsünden dreht. Jedoch Geissler wird vom Fall abgezogen, nachdem man die Leiche seines Freundes Ingo vorfindet.

Meine Meinung:
Dies ist ein Debütroman der Autorin, bei dem ich etwas zwiegespalten bin, das Cover hingegen ist gut gelungen. Der Plot der Geschichte ist sehr gut, auch wenn ich schon einmal einen Roman über die Todsünden gelesen habe, der mir besser gefallen hat. Jedoch einige Dinge in der Umsetzung dieses Buches haben mir nicht so gefallen. So verwendet die Autorin viele Worte des Sprachgebrauchs, auch ihre kurzen oft Ein-Wort-Sätze haben mir gar nicht zugesagt. Dass alle drei Charaktere hingegen in Ich-Form geschrieben waren, hat mich zwar erstaunt aber nicht verwundert. Leider haben mich auch die Charaktere nicht zu 100 Prozent überzeugen können. Ebenso kamen in der Handlung Dinge, vor die für mich nicht realistisch waren. Da wurden z. B. vier Leichen in einer Stunde obduziert, Leichen vor Ort entkleidet, oder auch das Verhalten der Witwe war mir in machen Dingen für mich total irrational. Leider waren für mich auch die Charaktere Marie und Richard um die es hauptsächlich geht, sehr emotionslos. Nicht das sie nicht weinten, aber sie haben mich nicht berührt, anders als ich es sonst bei anderen Büchern erlebe. Auch das Verhalten von Marie war oft so widersprüchlich, so das es mich immer überzeugen konnte. Selbst wenn die Autorin mir versicherte, dass sie vieles selbst so erlebt hat, konnte mich das geschrieben trotzdem nicht abholen. Ich war teilweise sogar soweit das Buch abzubrechen, lediglich meine Neugier hat mich dann doch überzeugtes bis zum Ende weiterzulesen. Aufgrund des spannenden Plots konnte mich, dann die Autorin überzeugen, dass ich ihr noch 3 von 5 Sterne gebe. Ich jedoch würde ihr Raten das Buch nochmals zu überarbeiten und vor allem den vielen Sprachgebrauch herausnehmen. Aber das ist meine Meinung.

Bewertung vom 18.05.2018
»Ich musste sie kaputt machen«
Harbort, Stephan

»Ich musste sie kaputt machen«


ausgezeichnet

"Die Ablehnung dessen, was in deinem Leben ist, baut eine steinerne Mauer um dein Herz, durch die die Liebe nicht dringen kann." (Irina Rauthmann)
Stephan Harbort langjähriger Kriminalhauptkommissar, Kriminologe und seit 2012 Dozent an der BTU Cottbus zeigt uns hier in diesem Buch eine neue Lebensgeschichte des Serienmörders Joachim Kroll auf. Ich frage mich was interessiert ihn an diesen Serienmördern? Ich denke, es ist das Ungewisse warum jemand solche Taten begeht, die den Autor immer wieder reizt, in die Köpfe dieser Menschen zu blicken. Diesmal hat er Deutschlands Jahrhundertmörder durchleuchtet, aber Joachim Kroll war nicht immer ein Mörder. Joachim Kroll geboren am 17. April 1933, er wuchs als sechster von acht Geschwistern in Hindenburg auf. Sein Vater war Bergarbeiter und die Familie musste unter sehr bescheidenen Verhältnissen in einem Bergarbeiterhaus leben. Allerdings war er schnell zu Hause aber auch in der Schule ein Außenseiter, Sündenbock und Schlusslicht, bis er immer weiter abrutschte und sitzen blieb. So blieb es auch nicht aus, das auf ihn eingeprügelt wurde, hauptsächlich durch den Vater. Er arbeitet dann an verschiedenen Stellen, aber auch dort hatte er immer wieder Anpassungsprobleme. Eigentlich wollte er immer Elektriker werden stattdessen musste er Ställe ausmisten. Doch dann kam die Pubertät und seine körperlichen Lüste, die er nirgends befriedigen konnte und sich deshalb Abhilfe suchte. Der Tod der Mutter 1955 hat ihn dann tief erschüttert, da sie sein einziger Halt war. Vielleicht war dieser aus der Auslöser für seine erste Tat oder aber die ständigen Ablehnungen bei den Frauen? Insgesamt mordete er 20 Jahre lang mehrere Frauen und Mädchen und wurde auch als "Der Kannibale vom Rhein" tituliert.

Meine Meinung:
Auch in diesem Buch beschäftigt sich der Autor wieder detailliert um den Täter. Anhand Akten, Protokollen und Interviews erkennt der Leser nicht nur die gestörte Kindheit des Täters, sondern auch die Problematiken der damaligen Zeit, aber auch den Fehlern vonseiten der Polizei. Der Schreibstil ist sehr gut und so tauchte ich in die Gedankenwelt eines Menschen, der sicher nicht alleine für seine Taten strafbar gemacht werden sollte. Es liegt aber auch viel an Stephan Harborts Darstellung, das man das Buch nur unschwer aus der Hand legen kann. Das Buch ist wirklich wie ein Roman geschrieben, teils auch mit Frage und Antwort Teilen, bei dem der Täter selbst interviewt wurde. Wieder bin ich hin- und hergerissen ob ich einem Täter mehr Mitgefühl einräumen soll, als den vielen Opfern die ihm in die Arme gelaufen sind. Aber ich konnte auch hier wieder einmal sehen das viele Täter nicht alleine zu Mördern werden, sondern oft zu ihnen gemacht werden. Am meisten hat mich aber das Protokoll des Grauens ab Kap. 41 entsetzt und ich fragte mich, kann eine schlechte Vergangenheit einen Menschen so prägen? Aber man merkt auch an dem Buch wie viele Fehler vonseiten der Polizei entstanden, maßgeblich auch dadurch da die Analysen, Forensik und anderes zu der Zeit noch nicht soweit war. Ich wüsste nicht, ob dies heute noch möglich wäre, das man einem Täter solange nicht auf die Spur kommt. Auch der Prozess von Joachim Kroll wird geschildert, bei dem er für 8 Morde verurteilt wurde, bis er selbst dann 1991 in der Haft an einem Herzinfarkt verstarb. Ein Buch für alle, die einmal in den Kopf eines Mörders blicken wollen, aber auch hinter die Kulissen von Ermittlungen, Vernehmungen. Ich kann das Buch nur jedem der Krimis liest und liebt empfehlen, gebe 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 15.05.2018
Verrat am Kaiser-Wilhelm-Kanal
Marschall, Anja

Verrat am Kaiser-Wilhelm-Kanal


ausgezeichnet

"Wenn irgendwo zwischen zwei Mächten ein noch so harmlos aussehender Pakt geschlossen wird, muss man sich sofort fragen, wer hier umgebracht werden soll." (Otto Eduard Leopold Fürst von Bismarck)
Kiel 1896: An der Schleuse Holtenau wird im Kanal die Leiche einer jungen Frau gefunden. Auffällig ist das fehlen eines Stück Stoffs an ihrem Rock und eine Duchee Spitze, die genau vier Ellen misst, um ihren Arm gewickelt hatte. Den nach den Händen zu urteilen war diese Frau lediglich ein Dienstmädchen gewesen. Woher also hatte sie diese teure Spitze? Hauke Sötje lässt sie obduzieren, auch wenn alles nach einem Selbstmord aussieht, glaubt er, das sie ermordet wurde. Doch Hauke wird sich um diesen Fall nicht weiter kümmern können, da ein alter Bekannter ihm einen Auftrag erteilt. Deshalb überträgt er ihn seinem Kollegen Bloch, damit dieser sich weiter umhört. Ausgerechnet Graf von Lahn bittet ihn um einen Gefallen, der Mann, welcher Max Sülau den Mörder seiner Männer vom Schiff "Revange" damals laufen ließ. Jenen Mann soll Hauke nun beschützen, wenn eine russische Delegation mit Fürst Gregorijn demnächst sich im Schloss eintrifft. Haukes vergangene Geister kommen wieder in ihm hoch und so weiß er nicht, ob er diesen Auftrag wirklich ausführen soll. Doch damit er endlich mit dieser Vergangenheit abschließen kann und seine Verlobte Sophie ehelichen, geht er den Pakt mit dem Teufel ein. Auf der Suche nach der Wahrheit begibt sich nicht nur Hauke in Gefahr, auch für Sophie und seinen Kollegen Bloch wird es gefährlich.

Meine Meinung:
Anja Marschall hat sich mit diesem dritten Kriminalfall von Hauke Sötje wieder einmal selbst übertroffen. Mit viel Recherchearbeit hat die Autorin mich wieder einmal mitgenommen in die Historie Kiels. Schon allein durch ihren Schreibstil hat mich die Geschichte wieder in den Bann gezogen. Mit viel Liebe zum Detail verbindet sie Historie und Kriminalfall, so das man als Leser gefesselt von Kapitel zu Kapitel und nicht mehr aufhören kann. Da sind dann Details wie die alten Maße, Duchee Spitze, ein altes Telefon, aber auch das Benehmen der Frauen zu dieser Zeit hat sie wundervoll aufgegriffen. Wie schon beim Vorgängerband hatte, ich auch diesmal das Gefühl ich werde in diese Zeit katapultiert, das schaffen nur wenige Autoren. Die Charaktere waren alle absolut stimmig und nachvollziehbar, wobei mich Hauke Sötje und Sophie wieder am meisten begeistert haben. Da ich weiß, dass die Autorin sehr genau in ihren Recherchen ist, kann ich mir erst jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, vorstellen wie viel Arbeit das war. Allein schon die einzelnen Zeitungsausschnitte die jedes der 47 Kapitel ziert, muss viel Arbeit gewesen sein. Wieder einmal umrahmt dieses Buch dazu noch ein gelungenes Cover, dass einen mit in die damalige Zeit nimmt und das außerdem sehr gut zum Inhalt passt. Chapeau wieder einmal kann ich die Autorin nur beglückwünschen zu so einem grandiosen Buch, das Leser aus Historik und Krimi gleichermaßen begeistern wird. Für mich jetzt schon mein Bestseller des Jahres in Sachen Historie und gebe 5 von 5 Sterne und eine Leseempfehlung an jeden.

Bewertung vom 14.05.2018
Orchidee (eBook, ePUB)
Boyd, Lyl

Orchidee (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

"Nicht wer sich unselbständig fühlt, sondern wer sich unvollständig weiß, ist reif für eine Beziehung." (Ernst Reinhardt)
Anna hat in ihrer Studienzeit einen guten Ruf als Sinologin erworben und so war es auch nicht überraschend, dass ein deutsches Unternehmen sie für ihre Arbeit in China anwarb. Doch dazu musste Anna umziehen, kurz um entschloss sie sich dennoch es zu tun. Doch in der tristen neuen Wohnung fehlte etwas und so entschloss sie sich ein paar Blumen zu kaufen. Komischerweise gab es in dem Laden nur Orchideen. Doch als die Besitzerin ihr erzählt das diese Blumen aus dem chinesischen Kaiserreich stammen, war Anna sofort begeistert, den das passte ja zu ihr. Doch das sie durch die Ladenbesitzerin auch ihr neues Glück finden würde hatte sie nicht zu hoffen gewagt. Jedoch als Annas Zukunft gerade so richtig zu blühen beginnt, fängt sie auch schon wieder an zu welken. Ein Buch bringt sie schlussendlich darauf, warum dies so war.

Meine Meinung:
Wieder einmal nimmt mich Lyl Boyd in seiner neusten Geschichte in Sachen Leben bzw. in eine Story die einen wieder einmal zum Nachdenken bringt. Lyls Schreibstil ist wieder einmal so das er es in der Kürze auf den Punkt bringt. Auch das Cover mit der Orchidee passt zu der Story und zu Lyl. Vor allem mich als Mutter hat dieses Thema das er da behandelt schon immer nachdenken lassen. Zum Glück habe ich mit meinen Söhnen nicht dieses Problem, das die Witwe hatte. Vielleicht war die Geschichte aber trotzdem ein kleines bisschen zu kurz, den das Ende hat, dann doch Fragen bei mir hinterlassen. Mit Anna als Charaktere bin ich sofort warm geworden, wohin gegen Jakob für mich doch etwas zu flach gehalten wurde. Trotzdem ist es eine Geschichte gewesen, die in all ihrer Kürze wieder einmal ein relevantes Thema aufgegriffen hat. Von mir bekommt die Kurzgeschichte 4 1/2 von 5 Sterne.

Bewertung vom 12.05.2018
Bevor wir fallen / The Ivy Years Bd.1
Bowen, Sarina

Bevor wir fallen / The Ivy Years Bd.1


ausgezeichnet

"Gute Freunde helfen dir wichtige Dinge wiederzufinden, wenn du sie verloren hast. Dein Lächeln. Deine Hoffnung. Und deinen Mut" (Spruch des Tages.de)
Seit ihrem Unfall vor 8 Monaten beim Eishockeyspiel ist Coreys Leben nicht mehr dasselbe. Aber nicht nur sie leidet, auch ihre ganze Familie hat sich seitdem verändert. Deshalb möchte Corey unbedingt auf das renommierten Harkness College, auf das sie sich schon gefreut hatte. Ihre Eltern setzen alle Hebel in Bewegung das Corey in den alten Gemäuern des College mit dem Rollstuhl zurechtkommt. Zusammen mit Dana bekommt sie ein wunderschönes barrierefreies Zimmer. Dabei trifft sie im Flur auf Adam Hartley, der sich beim Klettern das Bein gebrochen hat und deshalb in das Zimmer gegenüber von Corey einquartiert wurde. Corey ist von Hartleys Anblick und durchtrainiertem Körper sofort fasziniert, doch er hat eine Freundin mit der Corey nicht konkurrieren kann. Den Stacia ist nicht nur aus reichem Hause, sondern auch noch unheimlich hübsch dazu. Doch Hartley und Corey verbindet das gleiche Schicksal und niemand sonst versteht besser, wie es Corey geht. Bei gemeinsamen Unternehmungen, Videospielen und Vorlesungen wird ihre Freundschaft inniger, so das sich Corey immer mehr in Hartley verliebt. Doch wie soll das ganze werden, wen Hartleys Freundin wieder aus Europa zurückkommt? Verbindet sie wirklich nur Freundschaft miteinander?

Meine Meinung:
Das wunderschöne Cover, aber vor allem die Kurzinfo hat mich bei dem Buch sofort angesprochen. Bisher kannte ich die Autorin noch nicht, hatte mich, aber gefreut das es eine Liebesgeschichte einer Rollstuhlfahrerin ist. Da solche Geschichten mit Rollstuhl und Behinderung eher selten in der Buchwelt erscheinen, war es gerade das, was mich neugierig machte. Der Schreibstil war sehr gut, mit kurzen Kapitel, bei denen sich immer wieder Hartley und Corey abwechseln. Der berührende, erfrischende Plot wird bereichert mit Humor, aber auch ernsthaften, nachdenklichen und prickelnd erotischen Szenen. Vor allem eine Aussage hat mir besonders gefallen:
"Jeder hat sein Päckchen zu tragen, Callahan. Jeder. Bloß dass deins für jeden offen erkennbar ist und ich beneide dich nicht darum. Aber jeder hat seine Probleme, ob man sie nun sieht oder nicht."
Die Charaktere waren durchweg alle nicht unsympathisch, doch am besten hat mir natürlich Corey und Hartley gefallen. Gerade die Art wie sie sich gegenseitig unterstützen, der eine den anderen aufmuntert und hilft. Aber auch Coreys Mitbewohnerin Dana wird sehr einfühlsam und mitfühlend beschrieben. Jedoch bewusst zeigt auch Sarina Bowen die Problematiken auf, bei denen Rollstuhlfahrer im Alltag an ihre Grenzen kommen und welche Ängste und Sorgen in ihnen vor sich gehen. Das hat sie meiner Ansicht nach sehr gut recherchiert. Dabei hat sie Corey als sehr entschlossen, mutig und stark dargestellt, die sehr genau weiß was sie möchte, auch wenn der Körper ihr immer wieder Grenzen aufzeigt. Bei Hartley dagegen dachte ich erst an einen Frauenhelden, doch genau als das Gegenteil entpuppt er sich, nämlich als interessanten, einfühlsamen und sympathischen Mann. Auch die erotischen Szenen im Buch hat die Autorin absolut natürlich und gut beschrieben. Ich finde dies, ist ein gelungener Auftakt der Ivy Years Reihe, die mich überzeugen konnte und bei der ich mich auf weitere Folgen freue, deshalb von mir 5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 11.05.2018
Die Seele des Bösen - Besessenheit (eBook, ePUB)
Dicken, Dania

Die Seele des Bösen - Besessenheit (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

"Die Sehnsucht nach Liebe lässt uns Dinge tun, für die wir gehasst werden." (Stefan Rogal)
In Sadie Whitmans neustem Fall hat sie es mit dem Serientäter Carter Manning zu tun, den sie von der Academy kennt und studiert hat. Doch nun fordert LAPD Detective Nathan Morris sie an, weil es zwei neue Leichenfunde gibt, die genau zu Mannings Mordserie passen würden. Für Sadie ist es diesmal eine ganz neue Situation, den sie muss nicht auf Tätersuche gehen, da dieser schon verurteilt und inhaftiert wurde. Morris möchte das Sadie mit ihm zusammen Manning verhört und dabei sein Verhalten beobachtet. Den Morris ist überzeugt, dass die beiden Leichen zu seinen Opfern gehören. Während Morris und Sadie versuchen, das sich Manning ihnen offenbart, überrascht sie Matt mit einer ganz anderen Neuigkeit. Den Matt hat eine heimliche Verehrerin, die ihm schon seit Wochen Briefe schickt, die er bisher vor Sadie verheimlicht hat, aus Angst das sie sich Sorgen macht. Doch nachdem er auch noch ein Paket bekommt und sich immer mehr bedroht fühlt, weiht er Sadie ein. Matt gräbt sogar in seiner Vergangenheit, ob es dort eine auffällige Frau gab, die er verletzt oder deren Liebe er nicht erwidert hatte. Währenddessen bittet Sadie Morris um Hilfe, da es in seiner Einheit einen Spezialbereich Stalking gibt. Außerdem müssen sie schnell erkennen, dass die harmlosen Briefe immer bedrohlicher werden und zu einer großen Gefahr für Sadie und Matt werden.

Meine Meinung:
Dies ist der zehnte Band der Profiler Reihe mit Sadie Whitman (früher Scott) den ich von dieser Autorin gelesen habe. Eigentlich müsste man meinen, dass der Autorin langsam die Serientäter oder die Ideen ausgehen, doch weit gefehlt mit diesem Band hat sie mich wieder absolut überrascht. Allein der anfängliche Fall Manning und die daraus resultierende multiple Persönlichkeitsstörung waren äußerst informativ und interessant. Doch zur Sache ging es, dann als Sadie von Ehemann Matt erfuhr, dass er von einer Verehrerin gestalkt und bedroht wird. Da man ja beim Lesen der Reihe immer mehr in das Privatleben der Ermittlerin eintaucht, macht einem so eine Nachricht nicht nur neugierig, sondern man leidet und ängstigt sich auch mit den Protagonisten. Diesmal bin ich sogar soweit in den Plot eingetaucht, das ich gezittert vor Wut und Angst habe über das Verhalten dieser Stalkerin. Das Sadie natürlich nicht gerade erfreut darüber ist, das ihr Mann von einer Verehrerin aus der Vergangenheit belästigt wird, war klar und so versucht sie alles, um mehr über diese Frau zu erfahren. Der Schreibstil war wieder einmal sehr gut mit einem Spannungsbogen, der mich wieder mal sprachlos machte. Man wird förmlich mit hineingenommen in das Thema Stalking, das jedoch bei Männern eher selten vorkommt. Schön hat die Autorin, dann am Ende beschrieben, wie belastend es für Männer ist zuzugeben, das eine Frau über sie Macht erlangt und sie gar mit allen Mitteln besitzen möchte. So ist das Hauptaugenmerk in diesem Band, Themen wie multiple Persönlichkeitsstörung, Borderline, Stalking, Narzissmus, Missbrauch, die Dania Dicken aufgrund ihres Psychologiestudiums aufgreifen konnte. Eine Thriller-Reihe, die Beruf und Privatleben bestens miteinander verbindet und auf die ich mich Folge um Folge freue. Ich kann sie nur jedem empfehlen und gebe diesem Band verdiente 5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 06.05.2018
Tiefer denn die Hölle / Martin Bauer Bd.2
Gallert, Peter; Reiter, Jörg

Tiefer denn die Hölle / Martin Bauer Bd.2


ausgezeichnet

"Das Übelste an jemandes Vergangenheit ist, dass die anderen Leute sie nicht so schnell vergessen." (Giovanni Battista Vico)
Eigentlich sollte es ein entspanntes Wochenende mit seiner Frau und Geburtsvorbereitungen für den Polizeiseelsorger Martin Bauer werden. Doch dann erhält er die Nachricht, das der Polizeidekan Rüdiger Vaals in einem stillgelegten Bergwerk mit Herzinfarkt zusammengebrochen ist, bei dem man eine Leiche gefunden hatte. Sofort lässt Bauer alles stehen und liegen und eilt zum Bergwerk um seinem Kollegen behilflich zu sein. Als Vaals ihm im Krankenwagen einen Namen nennt, weiß Bauer nichts mit diesem anzufangen und beginnt daraufhin in Vaals Leben nachzuforschen. Währenddessen ermittelt KHK Verena Dohr im Fall der Bergwerksleiche, die nach wie vor rätselhaft ist. Den es nicht klar, ob es sich um Mord oder um Leichenschändung bei dem Toten handelt. Eigenartig sind auch die post mortem zugefügten Messerstiche und der Honig mit dem der Tote übergossen wurde. Dies alles weist eher auf einen Ritualmord hin, den Honig diente früher zur Einbalsamierung oder als Grabbeigabe. Doch als dann ein mehrfach durchbohrtes religiöses Reliquie entdecken, dass den Heiligen Sebastian darstellt, wird das ganze immer mysteriöser. Martin Bauers Nachforschungen bringen dann abscheuliches aus der Vergangenheit zutage, die er nicht zu glauben wagt und die ihn bis in den Abgrund zur Hölle blicken lässt.

Meine Meinung:
Nach dem mir schon der erste Band dieses eigenartigen Ermittlerteams gefallen hat, war ich gespannt auf dieses Buch. Vor allem der Titel und die Kurzinfo haben mich neugierig gemacht was den beiden Autoren diesmal für eine Geschichte eingefallen ist. Der Schreibstil war wieder einmal sehr gut, so das ich von Anfang bis zum Ende eingetaucht bin. So blieb ich bis kurz vor Ende im Ungewissen, wer der eigentliche Täter ist. Anhand mehrerer Handlungsstränge erfuhr ich von Monsignore Vaals Vergangenheit, den Problemen von Martin Bauer und Verena Dohr und den oft eigenwilligen Ermittlungen die, die Autoren sehr gut im Plot miteinander verflochtet hatten. Fasziniert hat mich wieder einmal das große Wissen um die einzelnen Religionen und die Bibelkenntnisse, die heute nicht mehr selbstverständlich sind. Auch die Problematik des Beichtgeheimnisses wurde mir hier wieder einmal so richtig klar. Außerdem spürte ich sehr gut die Not und das Hadern von Martin Bauer, mit sich und seinem Beruf, bei dem er in allem 100 Prozent geben möchte. Er wäre so ein Seelsorger, dem ich bedingungslos mein Leben vertrauen würde. Auch das hin- und hergerissen sein zwischen Beruf und Privatleben von Martin Bauer und Verena Dohr haben die Autoren wieder sehr gut hinbekommen. Gefallen haben mir auch die Lokation mit den stillgelegten Bergwerken, die sofort den Plot noch unheimlicher wirken ließen. Da ich selbst schon solche Bergwerke besucht habe, konnte ich mir die Szenerie sehr gut vorstellen. Vielleicht waren ein paar Szenen der Geschichte nicht ganz nachvollziehbar und etwas übertrieben, aber da sehe ich im Anbetracht des guten Krimis gerne hinweg. Ich hoffe auf weitere Fälle von Bauer/Dohr und den beiden Autoren, gebe eine Leseempfehlung und 5 von 5 Sterne.

Bewertung vom 05.05.2018
Die Rache des Dr. Lackmöller (eBook, ePUB)
Lange, Kristin

Die Rache des Dr. Lackmöller (eBook, ePUB)


gut

"Jeder Mensch hat einen Geist, der ihn begleitet. Weise sind diejenigen, die seinen Zeichen gehorchen." (Lydia Maria Child)
Man vermutet, das ruhelose Geister von Verstorbenen mitunter Menschen heimsuchen. Aber kann es sein das auch die Seelen von verlassenen Liebhabern, die man verspottet hat einen ebenfalls aufsuchen können, vielleicht aus Rache? Zwischen den Tagebucheinträgen lauert das Grauen. Dass uns eines Tages ein großes, garstiges Geschöpf besucht hat und es für uns Folgen haben sollte, ahnten wir da noch nicht.

Meine Meinung:
Eine interessante Idee mit den Geistern der Verstorbenen oder den Seelen der verflossenen Liebhaber, die hier die Autorin aufgegriffen hat. Der Schreibstil war gut, allerdings war mir das ganze dann doch ein wenig zu kurz. Ich hätte mir vielleicht ein bisschen mehr Wissen über diesen Dr. Lackmöller gewünscht. Natürlich ist es eine reine Fantasygeschichte die uns, da die Autorin auftischt, den an Heimsuchung glaube ich nicht. Natürlich war dann der Schluss mit dem fehlerhaften Text gewollt, aber er hat mich schon ein wenig irritiert. Da hätte ich doch aufgrund des Covers eine etwas unheimlichere Geschichte erwartet. Von daher gibt es von mir 3 von 5 Sterne.

Bewertung vom 05.05.2018
Langsam, ganz langsam (eBook, ePUB)
Cuir, Linda

Langsam, ganz langsam (eBook, ePUB)


sehr gut

"Ein gegebenes Versprechen ist eine unbezahlte Schuld." (William Shakespeare)
Wilhelm verspricht seiner Frau Elsa den Tod der Tochter zu rächen. Langsam ganz langsam sollte der Märtyrer sterben, der Elsas Tochter auf dem Gewissen hatte. Obwohl er Gewalt nicht mochte, versprach er Elsa letzten Wunsch zu tun, falls dieser eines Tages wieder auftaucht. Und in jener kalten, schneebedeckten Nacht war es, dann soweit Wilhelm konnte sich an ihm rächen, allerdings anders als gedacht.

Meine Meinung:
Linda Cuir hat hier eine interessante und spannende Kurzgeschichte geschrieben. Es geht um eine Rache über ein Geschehnis, das jahrelang zurückliegt. Ob derjenige es ihr am Totenbett versprochen hat, wird aus dem Text nicht klar. Allerdings sollte man sich gut überlegen, was für Versprechen man Menschen gibt, den im Grunde begeht er mit seiner Rache ebenfalls eine Straftat. Wenn sich daraufhin wieder jemand sich rächt, wird das ganze nie ein Ende nehmen. Der Plot war sehr gut beschrieben, auch wenn man von dem Geschehenen aus der Vergangenheit etwas erfuhr, war es natürlich wieder einmal viel zu kurz um in das Geschehene einzutauchen. Wie gut, dass es aber auch Menschen gibt die anderen Vergeben können, statt sich zu rächen. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne für die Geschichte.