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Benutzername: Simi159
Danksagungen: 28 (erhaltene)


Bewertungen

Insgesamt 154 Bewertungen
Bewertung vom 15.08.2021
Die Verlorenen / Jonah Colley Bd.1
Beckett, Simon

Die Verlorenen / Jonah Colley Bd.1


ausgezeichnet

Dies ist der erste Band einer neunen Reihe des bekannten Thrillerautors, Simon Beckett. Ermittler ist hier Jonah Colley, der Mitglied eine bewaffneten Spezialeinheit der Londoner Polizei ist. Vor zehn Jahren verschwand sein Sohn Theo spurlos, seine Ehe zerbrach danach und den Verlust seines Sohnes und das daraus entstandene Trauma hat Jonah noch nicht ganz verarbeitet.

damals brach auch der Kontakt zu seinem besten Freund Gavin ab. Dieser meldet sich nun überraschend und bittet Jonah um Hilfe. Er soll zu einer verlassenen Lagerhalle komme, er werde ihm dann alles erklären. In dieser Lagerhalle findet Jonah nur Gavins Leiche und drei weitere Tote verpackt in Plastikfolie. Jonah steckt mitten in einem bösen Spiel, bei dem er der Gejagte und nicht der Jäger ist.

Fazit: Simon Beckett kann es, das entwerfen von Plots voller Wendungen und überraschender Momente inklusive realistischer Charaktere. Wenn auch mal wieder ein traumatisierte Ermittler die Hauptrolle spielt. Ansonsten ist es ein spannender Thriller, mit einem hohen Tempo, der sich gut und schnell lesen läßt. Wie es sich gehört, ist nicht alles so, wie es auf denn ersten Blick scheint.
Ich bin schon gespannt und freue mich auf den nächsten Fall mit Jonah.

5 Sterne.

Bewertung vom 15.08.2021
Auszeit
Lühmann, Hannah

Auszeit


gut

Henriette erscheint ihr Leben zufällig. Eine kaum bewältigbare Leere ist in ihr. Eine Fläche in die dringend ein Pfosten eingeschlagen werden muss-bevor es zu spät ist.
Sie hängt in ihrem Leben fest, schon viel zu lange schreibt sie an ihrer Dissertation zum Thema Wehrwölfe. Sie hatte eine Affäre mit einem verheirateten Familienvater und wird von ihm schwanger. Nach der Abteilung fällt sie in ein noch tieferes Loch und will jetzt mit ihrer besten Freundin Paula in einer bayrischen Ferienhütte wieder auf Spur kommen…

Fazit:
Henriette ist eine unglückliche Großstädterin Anfang 30, die Aufmerksamkeit braucht, viel, viel Aufmerksamkeit. Und so trauert sie nun um ihr ungeborenes Kind.
Sie ist anstrengend, selbst wenn man nur lesend in ihr Leben eintaucht. Das Thema des Buches ist wichtig, doch mich hat es zum Teil beim Lesen genervt, wie sehr Henriette die Energie ihrer Umwelt vernichtet.
Ich wollte sie schütteln, ihr in den A. treten und sagen übernimm endlich Verantwortung für dich und dein leben und sehe nicht immer nur das grünere Gras auf der anderen Seite. Immer können alle anderen alles besser, haben mehr Glück und es irgendwie viel leichter als sie.
Ihre beste Freundin Paula mag man dagegen sofort, auch wenn sie mir leid getan hat, dass sie nie Raum bekommt in dieser Freundschaft, nie Gelegenheit mal ihre Probleme auf den Tisch zu legen. Doch Henriette dreht sich nur um sich selbst und zieht wie ein schwarzes Loch, alle Energie an sich.
Bei all der Wichtigkeit um das Thema fühle ich mich hilflos, was die Autorin von mir will, denn bei aller guten Lesbarkeit läßt mich das Buch unbefriedigt zurück. Denn Henriette entwickelt sich nicht und was ist das Fazit aus der Geschichte?

3 STERNE

Bewertung vom 15.08.2021
The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen
Haig, Matt

The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen


ausgezeichnet

"Gedanken die mir Hoffnung machen" hat Matt Haig unter den Titel seines neuen Buches geschrieben. Dieses enthält keine zusammenhängede Geschichte, sondern seine ganz persönliche Sammlung an Geschichten, Listen mit Liedern- Filmen und Zitaten, die ihm in dunklen Stunden Kraft geben. Es sind Gedanken, Erinnerungen und Beobachtungen, die tief gehen, die einen berühren, zeigen was uns zusammenhält und einen beim Lesen nicken, zustimmen und lächeln läßt. Dabei läßt Matt Haig sehr viel Nähe zu, denn er erzählt von seiner eigenen Depression und seinem Weg aus dem dunklen Nichts zurück ins Licht. Es macht Mut lesend in dieses Buch einzusteigen und egal wo man es aufschlägt, man wird es zufrieden wieder schließen. Mir haben vor allem die Listen mit den Liedern und Filmen gefallen, denn auch bei mir stünden viele der dort genannten auf meinen Feelgood Listen. Alles in allem ist dieses Lockere, das sich ganz tief festhakt mit dem Einblick des Autors in sein Leben, in das, was er mag und was ihn trägt ohne Aufgesetzt zu sein, diese Autenzitität ist das, was dieses Buch zu einen ganz besonderen Schatz macht. 5 STERNE

Bewertung vom 15.08.2021
Nachrichten von Männern
Decker, Anika;Berlin, Katja

Nachrichten von Männern


sehr gut

Die beiden Autorinnen Anika Decker und Katja Berlin stellten bei einer gemeinsamen Taxifahrt fest, dass sich die SMS-Nachrichten von Männern, die sie bekamen, erstaunlich ähnelnden. Wie wenn es ein Handbuch für Männer gäbe, aus dem sie zitieren würden, wenn sie eine Standartantwort an Frauen oder ihre Freundin brauchten.

Und so werterer die Autorinnen, ihre eigenen Sammlung und die ihrer Freundinnen aus, stellten fest, daß es eine Handvoll Typen, nach denen sich die SMS-Texte sortieren lassen und in ihrem Buch „Nachrichten von Männern“ lernt die Leserin, diese Typen und ihre Texte kennen und bekommt gleichzeitig noch Erklärungen, warum der sich so verhält und was Frau am Besten damit macht.
So gibt es die Auster, den Zombie, den Autoverkäufer, die Hassliebe, den Liker, den Fopper, den Netten und den Talkshowgast.

Fazit:
Als Leserin ist man erstaunt, belustig und auch verärgert über dieses zum Großteil- gefühlsfreie und rücksichtslose Verhalten- das sich in den Texten widerspiegelt. Ob man als Frau da gleich reissaus nimmt oder sich einen Spass daraus macht, ohne die Liebe fürs Leben zu erwarten, kann jede Leserin für sich entscheiden.
Vielleicht würde manchmal auch ein Kurs in Kommunikation oder einfach nur ein persönliches Gespräch helfen.

Ich hatte Spass beim Lesen und war gleichzeitig froh vom Markt zu sein.
4 STERNE

Bewertung vom 15.08.2021
Der Brand
Krien, Daniela

Der Brand


sehr gut

Was bleibt von einer Ehe - wenn die Liebe eine Pause einlegt? Schafft man es als Paar sich neu zu definieren - auch wenn alle anderen Stürme des Lebens schon gemeistert hat?

Für Rahel und Peter stellen sich diese Fragen, beide sind um die 50 Jahre alt, viele Jahre verheiratet und die zwei erwachsen Kinder sind aus dem Haus. Das Paar hat einen ruhigen Wanderurlaub in Bayern geplant, doch kurz vor Reisebeginn bekommen sie die Nachricht, dass die Hütte abgebrannt und somit der Urlaub storniert ist.
Rahel wird von einer langjährigen Freundin gebeten ihr Haus und ihre Tiere für ein paar Wochen zu hüten, da ihr Mann einen Schlaganfall hatte und Ruth mit ihm in eine Rehaklinik geht. Und so brechen Peter und Rahel in die Uckermark auf, sich selbst und ihre Fragen im Gepäck.


Fazit:
Leicht und flüssig liest sich diese Geschichte, die so aus dem alltäglichen Leben gegriffen scheint. Daniela Krien, die Autorin, beschreibt aus der Sicht des Paares alltägliche Situationen und genau diese Alltäglichkeit erzeugt einen Lesezog mit Tiefgang.
Vieles hat sich bei Peter und Rahel eingespielt, und auch wenn die Kinder aus dem Haus sind und zumindest der Sohn ein eigenständiges Leben führt- so wirbelt die Tochter immer wieder das Leben des Paares durcheinander, da sie spleenige Ideen nachjagt oder glaubt sich scheiden lassen zu müssen. Die Routinen, seien es die alten zu Hause oder die Neuen im Haus von Ruht geben dem Paar und der Geschichte Struktur. Und auch wenn es keine klassische Liebesgeschichte ist, so ist es doch eine sommerliche Lektüre die unterhält. Mit sympathischen und lebensnahen Charakteren, die sich neu in ihr spätes Leben erfinden müßen und dies auch tun.

Von mir gibt es 4 STERNE.

Bewertung vom 13.06.2021
Nasses Grab (Zwischen Mord und Ostsee, Küstenkrimi 1)
Herzberg, Thomas

Nasses Grab (Zwischen Mord und Ostsee, Küstenkrimi 1)


sehr gut

Dies ist der erste Teil der neuen Krimireihe um die Flensburger Ermittler, Ina Drews und Jörn Appel.
Am Ostseestrand der Halbinsel Holnis wird eine entstellte männliche Leiche gefunden. Der Tote war ein überschuldeter Hilfsarbeiter auf einem Fischkutter zwischen Deutschland und Dänemark, der trotz Privatinsolvenz mehr als ausreichend Geld hatte. Drews und Appel beginnen mit den Ermittlungen und geraten immer tiefer in ein Netz aus Lügen, das sich nicht so leicht entwirren läßt.

Fazit:
Wer Sonntags gerne Tatort schaut, Ermittler voller privater Verwicklungen und einen großen Schuh Lokalkolorit mag, der ist hier richtig.
Denn es gibt jede Menge Wendungen, Verstrickungen, private Nebenpfade und falsche Fährten bis der Fall sich schlüssig löst.
Die Charaktere sind sympathisch, passen für mich zu dem Norddeutschen Setting und auch, wenn mir, die privaten Verstrickungen ein bisschen zu viel waren, so stimmt die Mischung im Ermittlerteam. Jeder hat seine eigene Herangehensweise - wie man den Mord aufklären könnte- und in ihrer Unterschiedlichkeit ergänzen sie sich perfekt. Wenn halt auch, wie oft sonntags beim Tatort, tritt der Mordfall oft in den Hintergrund und andere Erzählsprünge nehmen viel Raum ein, ohne, dass sie den Fall voran bringen. Mich haben diese dann oft vorblättern lassen, da ich es langweilig und unspannend fand.
Von mir gibt es 4 STERNE

Bewertung vom 10.05.2021
Kim Jiyoung, geboren 1982
Cho, Nam-joo

Kim Jiyoung, geboren 1982


sehr gut

Dies ist eine sehr fremde Welt, in die man da als Leser in diesem Buch eintaucht, selbst wenn man als Frau so manch beschriebene Behandlung oder Ungerechtigkeit schon mal erlebt hat, ist es erschreckend, mit welches Ausmass eine breit gelebte Ausgrenzung von Frauen haben kann…
…selbst wenn sie, so distanziert - sprachlich sachlich- wie in diesem Roman erzählt wird.
Es kommt einem vor, als lese man eine Dokumentation nicht einen erzählten Roman, so minimalistisch - messerscharf beschreibt Nam-Joo Cho in „Kim Jiyoung geboren 1982“ ein ganz gewöhnliches Leben einer Frau in Korea mit Alltagsmidogynie- sei es weil schon zur Schulzeit für Mädchen strengere Regeln gelten, Männer/Väter es selbstverständlich nehmen, daß Frauen mehr arbeiten, den Haushalt führen, die Wäsche gemacht ist oder im Hintergrund immer für ein Extraeinkommen sorgen, das das Überleben sichert.


Fazit:
Oft war ich beim Lesen sprachlos, denn was da exemplarisch nicht nur für Korea erzählt wird, gibt es abgeschwächt auch so bei uns. Selbst wenn immer wieder gesagt und geschrieben wird, dass wir Frauen gleich sind.
Gerade, dass die Autorin so eine gefühlsfreie Erzählweise gewählt hat, so sehr unterkühlt wirkt und es einem nicht leicht macht mit der Geschichte warmzuwerden, macht die Ungerechtigkeiten doppelt deutlich. Man möchte schreien, merkt ihr nicht, wie ungerecht das ist, sagen so geht das nicht, doch nichts passiert. Die Frauen ergeben sich in ihren Rollen oder werden Psychisch krank.
Mal mit dem Buch warmgeworden habe ich keine Lösung erwartet, dennoch ist es erschreckend wie weit wir generell von einer Gleichberechtigten Gesellschaft entfernt sind.

4 STERNE.

Bewertung vom 09.02.2019
Fehltritt / Doggerland Bd.1
Adolfsson, Maria

Fehltritt / Doggerland Bd.1


sehr gut

„Doggerland“ ist der erste Kriminalroman von Maria Adolfsson. Er spielt auf einer fiktiven Inselgruppe in der Nordsee, der der Reihe, auch den Namen gegeben hat. „Fehltritt“ ist der erste teil in der Kommissarin Karen Eiken Hornby, Ende 40, ermittelt.
Die Ex-Frau ihres Chefs ist am Margen auch dem Austernfest in ihrem Haus erschlagen worden. Hornby könnte ihrem Chef ein Alibi geben, ist sie doch vergangen Nacht betrunken mit ihm in einem Hotelbett gelandet. Doch eigentlich möchte sie endlich ihre Chance nutzen, zeigen wie gut sie ermitteln kann, da ihr Chef ja als Hauptverdächtiger erst mal suspendiert ist. Doch wo soll Karen mit ihren Nachforschungen anfangen, wenn die Tote sich zwar mit vielen angelegt hatte, aber keine Feinde zu haben schien. Hat vielleicht die Vergangenheit des Opfers, ihr aufwachsen in einer Kommune auf der Insel, etwas mit ihrem Tod zu tun?

Fazit:
Doggerland, dieser fiktive Ort, mit all seinen unterschiedlichen Landschaften und Bewohnern hat mir gefallen. Denn sie passen perfekt zusammen, da hat die Autorin sehr viel Mühe hineingesteckt und mit Liebe zum Detail diese ausgemalt und beschrieben. Und genau diese Details sind es, die mich beim Lesen mehr und mehr gestört haben, denn dadurch stocken die Ermittlungen immer wieder. Es kommt kein richtiges Tempo und nur wenig Spannung auf. Vieles ist für den Fall nicht von Belang, gibt den Figuren und der Landschaft auch nicht immer mehr Tiefe.
Oft wollte ich einfach Vorwärtsblättern -um endlich- bereits zu erahnende Zusammenhänge, bestätig zu bekommen.

Tolle Charaktere -Karen hat das Zeug zur Serie- ein normaler/durchschnittlicher Kriminalfall in einer tollen, fiktiven Landschaft. 100 Seiten weniger hätten dem Buch in Bezug auf Tempo und Spannung gut getan.

3,5 aufgerundet 4 STERNE.

Bewertung vom 09.02.2019
Good Morning, Mr. President!
Dorey-Stein, Beck

Good Morning, Mr. President!


sehr gut

Barack Obama war von 2009 bis 2017 President der Vereinigten Staaten von Amerika. Über ihn, seine Präsidentschaft und sein Leben sind schon jede Menge Bücher erschienen, wie es hinter den Kulissen zugeht und wie es war ein Teil seines Teams gewesen zu sein, kann der Leser in dem Buch „Good Moorig Mister President“ von Beck Dorey-Stein nachlesen. Die Autorin war ab 2012 als Stenografin in Baracks Büroteam tätig.

Man bekommt sehr schnell einen detaillierten Einblick hinter die Türen des Weißen Hauses, seine besonderen Regeln und auch seine Maschinerie. Was es heißt für solch eine Person zu arbeiten, selbst wenn man man nur ein ganz kleines Rädchen im großen System ist. Neben den ganzen aufregendem um Obama, den unzähligen Reisen gibt es die Lebensgeschichte der Autorin oben drauf. Wie sie ins Weiße Haus gekommen ist, wo vorher doch niemand ihr einen Job geben wollte, bzw. sie auch nicht so recht wußte, was sie mit sich und ihrem Leben nach ihrem Studium anfangen soll. Dabei gibt es auch ausschweifendes außerhalb ihrer Arbeit, ihr Liebesleben bis hin zu einer Affäre mit einem der engsten Vertrauten von Obama.

An vielen Stellen gabt der Job für solch ein volles Buch wohl nicht genug her, somit begleitet man Beck auf jede Party, jeden Flug und zu fast jedem noch so kleinen Essen/Snack, in ihrem normalen bis teils langweiligem Leben.

Locker leicht, läßt sich das Buch dennoch lesen, egal wie typisch amerikanisch es an der ein oder anderen Stelle auch daher kommt. Interessant was für ein, vor allem personeller Aufwand hinter solch einer Postion wie dem Präsidenten der USA steckt, und welche Regeln alle um ihn herum befolgen müssen-

Alles in allem ganz nett für zwischendurch, mit einigen inhaltlichen Längen. 100 Seiten weniger hätte es auch getan.

3,5 aufgerundet 4 STERNE.

Bewertung vom 09.02.2019
Ofirs Küche
Graizer, Ofir Raul

Ofirs Küche


ausgezeichnet

Endlich mal ein Kochbuch bei dem Fleischesser, diesen nicht schon beim lesen des Titels vermissen werden und Vegetarier und Veganer voll auf ihre Kosten kommen,. ohne in der missionierende Ecke zu landen. Denn der Autor Ofir Raul Graizer hat in seinem Kochbuch „Ofirs Küche“ einfach nur israelische und palästinensische Familienrezepte zusammengetragen, die sowohl alltags als auch Gäste tauglich sind.

Von Brot, über Salat und der speziellen Sesampaste „Tahini“ Gemüsegerichten satt, bis hin zu Getränken und Süßspeisen, gibt es in diesem Buch von kleinen schnellen Gerichten bis hin zu etwas aufwendigeren Hausgängen und Nachtischen, alles was des Herz und der Magen begehrt.

Der Autor wollte schon immer solch ein Kochbuch schrieben, doch erst die Teilnahme an einem Kochkurs und die Feststellung, dass er mit dem Wunsch noch solch einem Buch nicht allein ist, ließ ihn dieses Projekt beginnen und auch verwirklichen. Herausgekommen ist ein tolles Kochbuch, das Rezepte enthält, die schon beim ersten Nachkommen funktionieren mit vielen kleinen Geschichten am Rand, zu den Gerichten zu Gewürzen und Zutaten oder kleinen Anekdoten des Autors.

Schon beim ersten Durchblättern merkt man wie umfasend und mit wie viel Liebe zum Detail alles zusammen gestellt ist. Die Rezepte sind auch für Kochlaien leicht umsetzt bar, denn es gibt neben Wissenswerten zu vielen Zutaten, auch noch ein extra Glossar zu den Gewürzen und wo man sie ggf. bekommt.
Die Rezepte sind typische Familiengerichte, und ist dieses Kochbuch ein bisschen wie bei Oma in der Küche sitzen, zusagen, wie sie kommt und dabei lernen, wie das ein oder andere geht. Denn oft gibt es eine Schritt für Schritt Erklärung, damit man den gewissen Dreh auch begreift, oder einfach nur die Hintergrund Information, was dieses Gericht, bei all seinem normalen Aussehen, zu etwas Besonderem macht.

Lecker, leicht nachkochbar mit Zutaten die leicht in jedem türkischen Supermarkt kaufbar sind, ist dieses Kochbuch ein echter Fundus für alle, die mal etwas andere Gerichte ohne Fleisch mit orientalischen Einschlag kochen möchten.


5 STERNE.