Benutzername: Simi159
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Bewertungen

Insgesamt 141 Bewertungen
Bewertung vom 16.06.2017
Ragdoll - Dein letzter Tag
Cole, Daniel

Ragdoll - Dein letzter Tag


sehr gut

Die Londoner Polizei macht einen grausigen Fund. In einem heruntergekommen Wohnviertel wird in einem kleinen Apartment eine Leichenpuppe gefunden. Diese ist aus sieben verschiedenen Leichen zusammen gesetzt und wie eine Marionette an Fäden im Raum ausgehängt.
Wer waren diese sieben Menschen, die für diese Puppe gestorben sind?

Doch mit dieser Frage und der Antwort darauf, kann sich das Team um Detektiv Oliver Layton-Fawkes genannt Wolf, erst mal nicht kümmern. Denn seine Ex-Frau-die Journalistin bei einer Nachrichtensendung bei einem Fernsehsender ist, bekommt Fotos von der Leichenpuppe und eine Liste mit sechs Namen darauf.
Bei jedem Namen gibt es ein Datum, das ist das Sterbedatum der genannten Person und der letzte Name auf er Liste ist Wolf.
Das Ermittlerteam um Wolf versucht die angekündigten Morde zu verhindern, doch irgendwie kommt das Team immer den entscheidenden Moment zu spät.
Wer mordet da?
Und viel wichtiger, was ist das Motiv und warum steht Wolf auf dieser Liste?

Fazit:
Wow, das ist ein superspanender Thriller. Wie das ermittelten Team, ist man als Leser in den ersten beiden Dritteln des Buches erst mal immer zu spät. Der Mörder scheint immer den entscheidenden Haken zu schlangen...
..und so ziehen Leichen, wie auch überraschende Wendungen in einem hohen Tempo durch diesen Thriller, so daß man einmal angefangen, nicht mehr aufhören kann diesen zu lesen.
Ein angenehmer Schreibstil und flotte lebensnahe Dialoge machen Spass beim lesen und lassen die Buchseiten nur so vorbeifliegen.
Lebensnahe wie auch authentische Charaktere, die mal als Team nicht am Reisbrett geplant zu sein scheinen, sind erfrischend und anders, was das Buch - ein Erstling-, sehr lesenswert macht. Man mag das Team, und bis zum Schluss ist nicht klar, wer der Gut und wer der Böse ist, da auch hier öfter mal die Position gewechselt wird.
Nichts ist erahn- oder vorhersehbar.
In letzten Drittel fehlte mir ein bisschen die fundierte Ermittlungsarbeit, die Ermittler drehen sich mehr um sich selbst, ihre eigenen Probleme und befassen sich für mich nicht genug mit dem Fall.
Dieser löst sich am Ende mit einem großen Knall…

Alles in allem ein toller, lesenswerter Thriller, wie auch klasse Erstling….ich bin gespannt, was von Daniel Cole als nächstes kommt.

Für „Ragdoll“ gibt es von mir 4 STERNE.

Bewertung vom 16.06.2017
Strongfood - Das Kochbuch
Froböse, Ingo

Strongfood - Das Kochbuch


ausgezeichnet

„STRONGFOOD-Das Kochbuch“ ist für Sportler, egal ob Ausdauer- oder Kraftsport. Die Rezepte darin sollen das Training unterstützen, daß man schneller wird, mehr Muskeln bekommt oder auch nach einem Unfall/Ausfall-schneller wieder trainieren kann.
Der Sportwissenschaftler, Ingo Froböse, gibt sein Wissen und seine Erfahrung an den Leser weiter, denn am Anfang des Kochbuches gibt es einen kurzen Informationsteil, in dem der Leser erfährt, was gut ist und sein Training unterstützt, bzw. warum gewissen Dinge, Fortschritte im Training auch bremsen können.
Wichtiges wie den eigenen Grundumsatz und auch, wieviele Kalorien verbrauche ich denn, je nach Sportart, können berechnet werden. Und das mal nicht mit einer ungefähren Näherung, sondern sehr genau, denn Geschlecht, Gewicht und Alter, fliessen in die Berechnung mit ein.

Im Rezepteil gibt es Dinge für
- vor dem Training
- nach dem Training
- Rekonvaleszensphase
- Snacks für Zwischendurch
- Essen für Trainingsfreie Tage
- Esse im Restaurant

In jedem dieser Abschnitte gibt es spezielle Rezepte für Ausdauer und für Kraftsportler, denn bei je nach Sport, kommt es auf die richtige Mischung von Kohlenhydraten zu Eiweiß und Fetten an.

Für Ausdauersportler gibt es Rezepte für:
*Laugenbrezel mit Thunfisch - Frischkäsecreme
*Milchreis-Quark Auflauf
*Gefüllte Rinderfilets mit Gemüse
*Amaranth Kokos Riegel

Für Kraftsportler gibt es Rezepte für:
*Bananen Pancakes
*Indischen Milchreis
*Pikanter Hüttenkäse mit Croutons
*Hirsecreme mit marinierten Himbeeren

Es kommen ganz normale Zutaten zum Einsatz, die Rezepte sind gut beschrieben und lassen sich leicht nachkochen. Alle Angaben sind für eine Person.

Toll ist das Kapitel -Essen im Restaurant, mit so nützlichen Regeln wie, Finger weg vom Brotkorb, und Tipps, was man sich am besten bestellt und von was man ausser Haus besser die Finger läßt.

Ok, es bedarf einiger Disziplin, doch auch Training -Sport ganz allgemein-bedarf einiger Disziplin, und warum nicht das eigene Training am Körper doch die richtige Ernährung und Nahrung von Innen unterstützen…

Alles in allem ist dies ein informatives, wie für Sportler ein sehr nützliches Kochbuch, voller nützlicher Tipps und leckerer Rezepte.

Von mir gibt es 5 STERNE.

Bewertung vom 16.06.2017
Happy Healthy Food - Histaminfrei, glutenfrei, laktosefrei kochen
Gleitman, Nathalie

Happy Healthy Food - Histaminfrei, glutenfrei, laktosefrei kochen


sehr gut

Was macht man, wenn Mann/Frau Lebensmittel Unverträglichkeiten und dadurch gesundheitliche Beschwerden hat, und es keine leckeren Rezepte und gute Kochbücher gibt, man schreibt selbst eines. So hat Nathalie Gleitmann aus ihrer Not eine Tugend gemacht und mit „Happy Healthy Food“ ein Histamin-, Gluten- und Laktosefreies Kochbuch geschrieben.

Und wer glaubt, was bleibt denn dann und schmeckt das noch, wird schon beim aufschlagen des Buches Augen machen. Auf den ersten Blick gibt es spannende, leckere Rezepte, bei deren Bildern einem schon das Wasser im Mund zusammen läuft.
Das Buch besteht aus zwei Teilen, einem ersten Einführungsteil, in dem die Autorin ihren Lebens- und Leidensweg schildert. Wie sie die Diagnose bekam, und was man mit den ganzen Unverträglichkeiten überhaupt noch essen kann. Im zweiten Teil, der rund 80% des Buches ausmacht, sind Rezepte.

Dinge wie Tomaten, Auberginen, Schokolade, Soja, Avocado, Kaffee und Alkohol sind tabu. Dass dies etwas Disziplin im Alltag bezüglich des Essens bedarf ist klar. Dass es auf Reisen und wenn es mal etwas stressig, sprich weniger Zeit zur Verfügung steht, nicht immer einfach ist, kennt auch die Autorin, wobei sie es dafür dem Leser etwas leichter macht. Zum einen, weil sie Tipps gibt, und gleich ein paar Listen mitliefert, die einem schnelle zeigen, was gut, und was weniger gut ist.

Insgesamt sind es 212 Seiten voll mit interessanten und leckeren Rezepten.
Diese sind sortiert nach
Breakfast
Snaks
Fresh Salats
Healthy Sweets
Cooking for Friends and Family
Quick and Easy meals


Da gibt es Popcornriegel, Süßkartoffelbrot, Grünkohl-Pancakes, wie aber auch grünes Thai-Curry und paniertes Kokoshuhn.

Vieles hört/liest sich erst mal ungewöhnlich an, doch die Gerichte sind nicht nur lecker, sonder noch gesund. Und nicht nur Veganer und Vegetarier werden hier fündig. Tolle Fotos, die direkt Lust aufs nach kochen machen, runden das Kochbuch ab. Dass die Autorin oft und viel mir abgebildet ist, ist nicht neu und ungewöhnlich,
doch man muss es schon mögen, bzw. dich daran nicht stören.

Die Erfahrungen und Tipps der Autorin sind als Ergänzung gut, mir fehlen an der ein oder anderen Stelle, ein paar allgemeine Angaben zu Nährwerten zum Beispiel.


Für dieses etwas andere, besondere Kochbuch gibt es von mir 4 STERNE.

Bewertung vom 16.06.2017
Last Minute Vegetarisch
Weber, Anne-Katrin

Last Minute Vegetarisch


sehr gut

Das Kochbuch „Last Minute Vegetarisch“ von Anne-Katrin Weber besticht auf den ersten Seiten vor allem durch seine tollen Fotos von Wolfgang Schardt. Schon beim ersten Durchblättern bekommt man Lust, das ein oder andere Rezept auszuprobieren.
Alle Gerichten brauchen maximal 20 Minuten und lassen sich aus wenigen Zutaten einfach zubereiten.

Unterteilt ist der Rezepteil in:

- Knackiges (Salat)
- Aufstriche
- leichtes (Suppen/Gemüse)
- Pestos
- Deftiges (gebratenes Gemüse, Pfannengerichte)
- Stullen
- knuspriges (Tartes, Pizza)
- Süßes

Und so kann man nicht nur schnell kochen, sondern ebenso schnell das passende Gericht im Buch finden, je nach „Gelüsten“ des Essers.
Alle Gerichte sind für zwei Personen mit normalem Hunger konzipiert, lassen sich gut kombinieren, oder mit Hilfe des Verlages auch auf die gewünschte Personenzahl umrechnen.

Für Esser die schon länger fleischfrei, sprich vegetarisch, leben, mag nicht so viel überraschend neues dabei sein. Es ist eine Sammlung französisch angehauchter Rezepte, die mit schönen Fotos verpackt, ein vegetarisches Kochbuch ergeben.

Die Sortierung und dass fast alle Rezepte so schnelle gehen, ist das was mir am besten gefallen hat. Denn eine Quiche mit Frühlingszwiebeln, ein Käsesalat oder ein gratinierter Ofenkäse, ist nicht wirklich neu. Doch wenn man die Zutaten zu Hause hat, schlägt man mit diesen Rezepten auch den Lieferservice.

Alles in allem ein toll gemachtes Kochbuch. Für „NEU“-Vegetarier super, für „eingefleischte“ Vegas wahrscheinlich am Bedarf vorbei.

Von mir gibt es 4 STERNE.

Bewertung vom 16.06.2017
Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor
Bell, Darcey

Nur ein kleiner Gefallen - A Simple Favor


gut

Die jung verwitwete Stephanie ist fürsorgliche Mutter und Mom-Bloggerin. Ihre beste Freundin Emily, deren Sohn gleichalt ist, lebt in der Nachbarschaft und hat einen glamourösen Job als PR-Chefin bei einem New Yorker Designer.
Und so ist es nicht ungewöhnlich, Stephanie Emilys Sohn, Nickie, auf deren Bitten von der Vorschule mit nach Hause nimmt.
Doch Emily holt Nickie abends nicht ab und auch in den nächsten Tagen und Wochen taucht sie nicht wieder auf. Stephanie kümmert sich um Nickie zusammen mit Emilys Mann Sean…sie werden eine kleine Familie…

Emilys Leiche wird gefunden und sie wird für Tod erklärt…doch dann bekommt Stephanie anonyme Anrufe….am anderen Ende ist Emily.

Ist es wirklich Emily?
Oder spielt jemand ein böses Spiel mit Stephanie?

Fazit:
Schade, der Plot, sprich die Idee für diesen Thriller hat alles, was es für einen spannenden Pageturner braucht. Auch der Schreibstil der Autorin ist angenehm, gut und schnell lesbar. Nur leider gibt es zu viele Längen und zu wenig Spannung.
Die stellt sich erst im letzten Drittel ein, auch wenn vorher schon den ein oder andere Überraschungsmoment gibt.

Die Charaktere sind gut beschrieben, wenn auch etwas stereotyp für dieses Genre angelegt. Durchtriebene Frau nützt gutmütige, leicht naive Frau aus.
An vielen Stellen wirkt es für mich ausgedacht, wenig authentisch mit zu amerikanisch.

Spannung und Thrill gibt es leider erst gegen Ende.

Von mir gibt es für diese solide, wenn auch nicht schlafraubende, weil Pageturnende Lektüre
3 STERNE

Bewertung vom 16.06.2017
Der Brief
Hagebölling, Carolin

Der Brief


sehr gut

Wie würdest Du reagieren, wenn Du Post bekommst, an Dich mit Deinem Namen adressiert, wenn auch mit falscher Adresse, und anscheinend geht es um eine ganz andere Person, ein ganz anderes Leben….

Marie bekommt solch einen Brief, in ihren Briefkasten in Hamburg, doch mit einer Pariser Adresse versehen. in Hamburg lebt sie mit ihrer Freundin Johanna und arbeitet als Journalistin. Der Brief ist von einer alten Schulfreundin, die ihr aus ihrem Leben erzählt und vor allem Maries Mann Viktor grüßen läßt.
Marie kennt keinen Viktor und war schon lange nicht mehr in Paris.
Ist dieser Brief ein Scherz? Oder gibt es in Paris eine zweite Marie?
Sie beginnt Nachzuforschen, ihre ehemalige Schulfreundin hat vor kurzen ein Kind verloren, doch im Brief lebt es immer noch. Und auch diesen Viktor und seine Galerie gibt es in Paris. Weitere Briefe und Nachrichten erreichen Marie und auch andere Menschen, die ihr Nahe stehen.
Was oder wer steckt dahinter?

Fazit:
Dieses Buch „Der Brief“ ist enthält eine faszinierende Geschichte, die den Leser sofort, ebenso wie Marie, zweifeln läßt…Was ist wahr? Was ist Phantasie? Oder gibt es mehr als eine Welt?
Ein geschicktes Speil hat sich die Autorin, Carolin Hagebölling, da ausgedacht. Da man mit Fortschreiten des Buches eher mehr Fragen als Antworten hat.
Marie forscht nach, nimmt den Leser mit auf ihre Suche - bei der vielleicht der Weg das Ziel ist - und man als Leser nicht alle Antworten bekommt, man „vielleicht“ erwartet.

Solche verzwickte Geschichten kennt man von Guillaume Musso oder anderen Autoren. Diese lösen das in der Regel auch plausibel auf. Man zweifelt als Leser ebenso wie hier, doch man bleibt nicht mit großem Fragezeichen zurück.

Denn so ging es mir hier. Eine faszinierende Geschichte, tolle Charaktere, die an sofort mag und die ganze Zeit die Frage im Kopf…Was ist die Erklärung für die Post, die Marie da bekommt?

Es gibt eine „kleine“ Auflösung, doch für mich blieben mehr Fragen, als ich Antworten bekommen habe. Das habe ich schon schöner gelöst gelesen. Schade, das Ende des Buches war für mich etwas enttäuschend, vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, der Teil davor zu gut- zu schlüssig-zu gibt lesbar und spannend- dass mich das Ende Nut enttäuschen konnte…ich weiß es nicht.

„Der Brief“ faszinierend, spannend und sehr gut lesbar… 4 STERNE.

Bewertung vom 12.03.2017
Fast perfekte Heldinnen / Perfekte Heldinnen Bd.1
Bréau, Adèle

Fast perfekte Heldinnen / Perfekte Heldinnen Bd.1


gut

Die fast perfekten Heldinnen sind die vier Freundinnen Mathilde, Alice, Lucie und Eva. Alle 40plus. Die wilden Studentenjahre und durchtanzten Nächte liegen hinter ihnen. In der Provence haben die vier ihren Sommerurlaub Zusammen verbracht und mit Rosé ihre privaten Probleme betäubt und heruntergespült.
Jetzt wieder in Paris holt sie der Alltag wieder ein. Es gibt Eheprobleme, ungewollte Kinderlosigkeit, Beziehungshöllen sowie berufliche und private Verpflichtungen, die gelöst und erfüllt werden wollen….
…wo ist all die jugendliche Leichtigkeit hin und was bringt das restliche Leben noch?

Fazit:
Geschichten um Frauen-Freundinnen in den Vierzigern, sprich in der Mitte des Lebens, sind nicht neu. Hier sind es vier sehr unterschiedliche Frauen, die alle durch ihre Freundschaft verbunden sind, und doch kämpft jede für sich allein, mit dem Päckchen, das zu tragen ist.
Man kommt als Leser schnell und leicht in die Geschichte hinein und da jede nach der Einführung immer einen Teil/Kapitel bestreitet, wechselst man immer sanft zwischen den Charakteren hin und her.
Alle vier meistern auf ihre Art die Krisen in denen sie stecken, es menschelt und klar helfen sie die Freundinnen gegenseitig, wenn auch sich nicht für jede die Wunschlösung ergibt.

Die Charaktere sind sympathisch, wenn sie mir auch an einigen Stellen zu klischeehaft dargestellt werden. Die Handlungsweisen der Frauen sind nachvollziehbar. Emotionale Tiefe gab es leider nicht, dafür bleiben die vier Hauptcharaktere und auch die Handlung der Geschichte zu sehr an der Oberfläche und plätschern so vor sich hin.

Alles sehr normal, die fast perfekte Heldinnen sind halt fast ganz normale Frauen, die auch nur ihr Leben Liebe-Kinder-Arbeit meistern.

Ganz nett, als Unterhaltung für Zwischendurch…3 STERNE.

Bewertung vom 12.03.2017
Eltern haften an ihren Kindern
Zingsheim, Martin

Eltern haften an ihren Kindern


sehr gut

Eltern sein ist nicht leicht, dafür braucht es Nerven wie Drahtseile und eine gehörige Portion Humor.

Der Kaberetist Martin Zingsheim, selbst Vater dreier kleiner Kinder, zeigt in „Eltern haften an ihren Kindern- Überleben mit Nachwuchs“, wie es ist, das Leben mit dem Mini-Me. Über das buch selbst sagt er, dass es alles nur kein Ratgeber ist. Eher hält er die vielen kleinen und Weinger kleinen Katastrophen, die Eltern mit ihren Kindern passieren im Wort fest.

Da geht es um Sprache und das erlernen der selbigen. Oder um Religion und Sterben. In sechsundzwanzig humorvollen Kapiteln ist das ganz normale, alltägliche Leben mit Nachwuchs, pointiert, wenn auch manchmal in etwas verschachtelten Sätzen, dargestellt.
Oft muss man beim Lesen lachen, hat man doch so manches auch schon genauso erlebt, es in dieser Situation aber selbstverständlich nicht als so lustig wahrgenommen.

Martin Zingsheim unterhält und zeigt einem gleichzeitig, dass es ganz normal ist, dieses chaotisch, schöne und manchmal etwas stressige Leben mit den lieben Kleinen.

Ein schönes Buch für Eltern oder solche die es bald werden wollen.

Von mir gibt es 4 STERNE.

Bewertung vom 12.03.2017
Gefährliche Empfehlungen / Xavier Kieffer Bd.5
Hillenbrand, Tom

Gefährliche Empfehlungen / Xavier Kieffer Bd.5


sehr gut

Ein neuer Fall für Xavier Kieffer..wieder einmal wird der Luxemburger Koch und Hobbydetektiv in einen Kriminal- und Mordfall verwickelt. Wobei diesmal der Anfang ebenso harmlos wie auch mysteriös ist , denn bei der festlichen Einweihung der neuen Flagshipstore des Guide Gabin wird eine Ausgabe des Gastroführers von 1939 gestohlen.

Ein extrem seltenes Exemplar, das für diesen speziellen Abend aus der französischen National Bibliothek geliehen wurde, da selbst Xaviers Freundin und Chefin des Gabin keines dieser Exemplare besitzt.
Xavier macht sich auf die Suche nach dem verschwundenen Buch und stützt über die erste Leiche….weitere Exemplare diese Bücher verschwinden Weltweit und immer scheint Kieffer eine Tick zu spät zu kommen.

Und als er endlich eines hat, das ist sogar der Geheimdienst hinter ihm her um Kieffer das Buch wieder abzunehmen.
Was für ein Geheimnis steckt in diesem alten Buch?

Fazit:
Dies ist bereits der fünfte Fall für den Luxemburger Hobbydetektiv und Koch Xavier Kieffer. Und mit seiner gewohnt lässigen Art, wie auch seinen guten Gastrokontakten löst er diesen Fall.
An der ein oder anderen Stelle hat er auch Dusel bzw. schlägt seinen Verfolgern ein Schnippchen, das Unterhält den Leser und bringt einen beim Mitfiebern zum schmunzeln.


Die Charaktere sind gut beschrieben und auch wenn man hier erst in die Krimireihe einsteigt, findet man gut sich im Figurengeflecht zurecht. Wenn auch so manche Figur mittlerweile skurrile Züge aufwiest, sind sie doch noch nicht so abgedreht, wie in anderen Krimireihen.

Das Kochen und Essen spielen wieder eine Rolle, und so bekommt man als Leser einen Einblick in spezielle Luxemburger Gerichte und französische Küche. Im Anhang gibt es ein Glossar, für alle die noch nicht ganz so für im Küchenlatein sind.

Von der Story ist es gute Krimikost, diesmal mit geschichtlichem Hintergrund. Meine eigenen Erwartungen waren, da ich alle Bände davor kenne, hoch, und diesmal war mir das Thema nicht spannend genug…
Spannung baut sich auch nur sehr wenig und erst gegen Ende des Buches auf.
Der angenehme, lockere Schreibstil des Autors machen dies wieder etwas wett.

Für mich schwächest dieser Band im Vergleich zu seine Vorgängern. Dennoch wurde ich gut unterhalten….

Von mir gibt es 4 STERNE.

Bewertung vom 12.03.2017
Das Buch der Spiegel
Chirovici, E. O.

Das Buch der Spiegel


ausgezeichnet

Der Literaturagent Peter Katz bekommt Teile eines Manuskript von Richard Flynn und ist sofort begeistert von dem Buch und der Geschichte darin. Flynn schreibt über die Ermordung des Professors Joseph Wieder in Princeton. Der Mord wurde nie aufgeklärt und auch Flynn zählte zu den Verdächtigen, da er für ihn arbeitete und sich in dessen Umfeld bewegte. Da der Text an der Stelle endet, kurz bevor der Autor den Mörder nennt, versucht Katz des Rest des Manuskript zu bekommen, doch der Autor ist verstorben und auch seine Freundin weiß nicht, wo der Rest des Geschichte ist.
Besessen von dem Mordfall, seiner Aufklärung und dem Buch versucht Katz mehr über Professor Wieder, dessen Umfeld und seinen Tod zu erfahren…doch je tiefer er gräbt um so mehr weiter scheint er sich von der Lösung zu entfernen….


Das Buch der Spiegel, ist ebenso spannend wie faszinierend, denn auch dem Leser wir ein Spiegel vorgehalten…Als Überthema geht es um Erinnerung und in wie weit man sich auf seine eigene verlassen kann.

Dafür spielt der Autor, E.O. Chirovici, mit dem Leser und dessen Erinnerung an das gelesene, da es mehrere Abschnitte gibt, die sich immer wieder um dem Mord an Professor Wieder drehen, aber von unterschiedlichen Ich-Erzählern dargelegt werden. Jeder trägt für seinen Teil mit ein Stück zur Aufklärung an dem Mord bei. Doch selbst als aufmerksamster Leser geht man dem Autor auf den Leim. Es ist ein geschickt gebauter Krimi, dessen Rätsel am Ende gelöst wird und einem doch zeigt, dass es ganz normal ist, dass der Justiz soviel Mörder durch die Lappen gehen.

Die Charaktere sind gut beschrieben, lebensnah und authentisch. Dass sie sehr unterschiedlich sind, auch von ihrem Hintergrund, trägt mit zur Lösung des Falles bei, da jeder seine eigene Schwerpunkte bei den Ermittlungen setzt….und auch immer wieder die gleichen Personen befragt und doch sehr viel unterschiedliches erfährt.

Steigt man als Leser noch ganz harmlos mit dem Literaturagenten in die Geschichte ein, wird es mit jedem Teil und Wechsel der Erzähler tiefer und tiefer…was einen Großteil der Spannung ausmacht. Denn immer wenn man glaubt, man habe eine Lösung gefunden, wechselt die Person und neue Details oder Widersprüche tauchen auf…
Ein angenehmer Schreibstil wie auch ein überraschendes Ende rundes das Buch ab…

unbedingt Lesen…von mir gibt es 5 STERNE.