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Benutzername: pajo47
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Bewertungen

Insgesamt 41 Bewertungen
Bewertung vom 09.10.2019
Der Fund
Aichner, Bernhard

Der Fund


ausgezeichnet

Subtile Spannung

Rita arbeitet als Verkäuferin im Supermarkt. Eines Tages macht sie in einem Karton mit Bananen einen Fund, der ihr ganzes Leben verändern wird. Schließlich findet man eine verkohlte Leiche in Ritas Auto. Sie wird anhand des Zahnschemas als Rita identifiziert. Ein Racheakt der Albaner?

Der Ermittler der Mordkommission will die Vorgänge genauer aufklären und erkunden, was Rita für eine Persönlichkeit war und wie Ihre Handlungen zu erklären sind. Er führt Gespräche mit allen Personen, die Rita kannten.

Aichner hat das Buch raffiniert aufgebaut. Die Kapitel spielen abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit. Die Gegenwart bilden die Gespräche des Kommissars mit den einzelnen Personen. Sie sind ungewöhnlich aufgebaut. Nur die Aussagen und Fragen der beteiligten Personen ohne nähere Hinweise und ohne Anführungszeichen. Nur Spiegelstriche strukturieren das Gespräch. Immerhin wissen wir durch die Kapitelüberschrift, wer sich da unterhält.

Die Kapitel dazwischen enthalten die Vergangenheit aus der Sicht Ritas. In raffinierter Weise vom Geschehen her mit den Gesprächen in den Kapitel vorher oder hinterher verknüpft.

Das Buch hat einen subtilen Spannungsbogen. Nicht Effekthascherei bestimmt die Spannung. Sie ist quasi unterschwellig aber deutlich vorhanden, bis zum Ende, das eine gewisse Überraschung bereit hält.

Ein Buch, das ich an zwei Abenden durchgelesen habe, weil ich es nicht aus der Hand legen konnte.

Bewertung vom 03.10.2019
Hotel Cartagena / Chas Riley Bd.9
Buchholz, Simone

Hotel Cartagena / Chas Riley Bd.9


sehr gut

Kompakter Krimi

Heute und früher. Verschiedene Zeitebenen abwechselnd erzählt. Früher, da geht es um Henning, der sich von Hamburg nach Kolumbien aufmacht und im Drogengeschäft sein Glück macht ... und durch Verrat sein Glück verliert. Heute, da geht es um Chastity Riley, die von ihrem Kollegen Faller zu einer Geburtstagsparty eingeladen wurde, wo es zu einer Geiselnahme kommt.

Simone Buchholz erzählt die Geschichte kompakt und spannend ohne irgendwelchen unnötigen Firlefanz. Die Gefühlswelt der handelnden Personen kommt dabei natürlich auch zum Zuge, wird aber nicht unnötig ausgewalzt.

Ein Buch, das man an höchstens zwei Abenden durchlesen kann und auch durchlesen muss, weil man es schlecht beiseite legen kann.

Bewertung vom 02.10.2019
Der Verein der Linkshänder
Nesser, Hakan

Der Verein der Linkshänder


sehr gut

Ein Roman mit kriminalistischer Handlung

Van Veeteren aus Maardam ist mittlerweile 75 Jahre alt und im Ruhestand. Da wird er durch einen alten Fall, der gelöst schien, wieder quasi reaktiviert. Vor vielen Jahren waren in einer Pension 4 Menschen zu Tode gekommen. Sie hatten sich dort zu einem Wiedersehen versammelt und kamen um, als die Pension durch ein Feuer vernichtet wurde. Die vier gehörten zum sogenannten Club der Linkshänder. Ein fünftes Mitglied war auch bei der Wiedersehensfeier dabei gewesen und blieb verschwunden. Es lag damals nahe, dass dieses fünfte Mitglied der Mörder sein musste. Nach ca. 20 Jahren wird jetzt jedoch die Leiche des fünften Mitglieds gefunden. Es stellt sich heraus, dass es zur gleichen zeit wie die anderen zu Tode gekommen ist und somit als Mörder ausscheidet.

Van Veeteren muss also einsehen, dass er damals den Fall nicht oder falsch gelöst hat, und macht sich unterstützt von seiner Lebensgefährtin Ulrike an die Lösung. Ein weiterer Mord in Schweden scheint mit dem Fall zusammen zu hängen. Kommissar Barbarotti aus Kymlinge und Van Veteren machen sich zusammen an die Arbeit, die Fälle zu lösen.

Wer einen Krimi im üblichen Sinne mit Spannung bis zur letzten Seite erwartet, wird bei diesem Roman enttäuscht. Nicht die Spannung steht bei Håkan Nesser im Vordergrund sondern die Charakterisierung der Personen, ihre Beziehungen zueinander. Amüsant ist immer wieder das Verhältnis von Van Veeteren mit Ulrike. Er spielt immer den, der eigentlich nichts mehr mit Kriminalfällen zu tun haben will, und lässt sich nur allzu gern von Ulrike überreden, sich doch damit zu beschäftigen. Das schildert Nesser in einem behäbigen Stil. Da kommt das Behäbige von Van Veeteren sozusagen stilistisch zum Ausdruck.

Die Zeitsprünge zwischen drei zeitlichen Ebenen sind etwas gewöhnungsbedürftig. Man kann Ihnen aber durch die Hinweise in den Überschriften einigermaßen gut folgen. An einigen Stellen wünschte ich mir, es würde etwas stringenter weiter gehen, wenn zum Beispiel zum wiederholten Male die Vorgänge in der Pension geschildert werden.

Man muss sich von der Vorstellung befreien, dass es sich um einen üblichen Krimi handelt, oder sogar um einen Thriller, denn darum handelt es sich hier keinesfalls. Es ist einfach ein Roman. Und als solcher gut geschrieben und lesbar. Ein Roman mit kriminalistischer Handlung.

Bewertung vom 20.09.2019
Laufen
Bogdan, Isabel

Laufen


ausgezeichnet

Monolog mit einem Toten

"Der Pfau" war es eigentlich, der mich zum Lesen dieses Buches gebracht hat. Von "Der Pfau" war ich begeistert und deshalb gespannt auf dieses neue Buch. Als ich die Leseprobe las, wurde ich skeptisch. Eine Frau, die quasi während des gesamten Romans läuft und sich dabei in einem inneren Monolog an ihren verstorbenen Lebensgefährten wendet. Kann das lesenswert sein? Gut, dass ich es selbst ausprobieren konnte. Es ist lesenswert! Es ist sogar sehr lesenswert.

Das Buch ist wirklich bis auf eine kurze Stelle ein innerer Monolog, ein einseitiges Gespräch mit dem verstorbenen Lebensgefährten. Durch Laufen will die Protagonistin einige Monate nach dem Tode ihres Freundes mit dem Verlust fertig werden. So erfahren wir in diesem einseitigen Gespräch alles über die Vergangenheit, was es mit dem Tode ihres Lebensgefährten auf sich hat, was vorher geschehen ist, und auch, was während der einzelnen Läufe passiert beziehungsweise in der Zeit dazwischen.

Das ist auf eine so raffinierte Weise geschrieben, dass man am liebsten gar nicht das Lesen unterbrechen würde. Sogar der Satzbau spiegelt die Situation wider. Die Sätze erstrecken sich jeweils über mehrere Zeilen, oft fast über eine ganze Seite. Man liest quasi im Laufrhythmus, wobei der Text trotz der Satzlänge immer klar verständlich bleibt.

Was an Geschehnissen durch diesen inneren Monolog mitgeteilt wird, will ich hier lieber nicht schreiben, um nichts zu verraten. Nur so viel: Es ist nichts eigentlich Weltbewegendes sondern etwas, was in der gegebenen Situation zu erwarten ist. Das aber ist auf eine so hervorragende Art geschrieben, dass man das Buch nur empfehlen kann.

Bewertung vom 18.09.2019
ATME!
Merchant, Judith

ATME!


gut

Am Ende konfus

Nile, Ben, Flo und Carl! Das sind die vier Figuren, um die sich alles dreht. Nile betritt mit Ben einen Laden, um ein Kleid anzuprobieren. Als sie aus der Umkleidekabine kommt, ist Ben verschwunden. Keiner glaubt ihr, dass etwas Schlimmes geschehen ist. Alle nehmen nur an, Ben habe sie sitzen lassen. Aber Flo, Bens Ex, hilft dann bei der Suche nach Ben. Was Carl für eine Rolle spielt, will ich hier vorsichtshalber nicht verraten.

Judith Merchant schreibt aus der Sicht von Nile. Schon bald wird dem Leser klar, dass es sich bei Nile um eine Frau mit Kontrollzwang handelt. Man fragt sich, wie Ben es mit Ihr aushält. Nile ist eine Person, die sicherlich professionelle Hilfe braucht.

Merchant schreibt in einem interessanten Stil. Die eigentliche Geschichte würde auf ein paar wenige Seiten passen. Aber immer wieder wird der Fortgang unterbrochen, durch Rückblicke auf frühere Geschehnisse, die natürlich wichtig sind für das Verständnis der Gegenwart, und Einblicke in Niles (oft konfuse) Gedankenwelt. Ich hätte mir aber für den eigentlich interessanten Plot eine stringentere Vorgehensweise gewünscht.

Zum Schluss werden einige Erklärungen zu den Vorgängen geliefert, wobei aber das eigentliche Ende des Buches nur konfus zu nennen ist. Vielleicht soll damit der Geisteszustand Niles plastisch gemacht werden. Aber den kannten wir ja schon vorher.

Bewertung vom 01.09.2019
Messer / Harry Hole Bd.12
Nesbø, Jo

Messer / Harry Hole Bd.12


ausgezeichnet

Ungewöhnliche Lösung

Harry Hole ist am Boden, denn seine Frau Rakel hat ihn verlassen und seinen Job an der Polzeihochschule hat er auch verloren. Er versucht sich die Wirklichkeit rosiger zu saufen. Da wird Rakel ermordet. Kann es sein, dass Harry selbst es im Suff gemacht hat? Oder war es Svein Finne, ein notorischer Vergewaltiger, den Harry einst hinter Gitter gebracht hatte?

Spannung ist das Stichwort, das den ganzen Roman durchzieht. Nesbø beschreibt den Fortgang der Handlung von verschiedenen Seiten, mit wechselnden Personen als Protagonisten. Dabei ist Harry Hole natürlich seine Hauptperson. Dessen Gedanken, seine inneren Zweifel, sein totaler Absturz stehen im Mittelpunkt.

Das Buch ist leicht zu lesen und recht stringent geschrieben. Kein Hin- und Herspringen in verschieden Erzählebenen. Rückblicke sind plausibel und passend eingesetzt. Nesbø schafft es mühelos, Spannung literarisch hochwertig zu servieren, bis zum überraschenden und ungewöhlichen Ende.

Bewertung vom 19.08.2019
Verratenes Land
Iles, Greg

Verratenes Land


ausgezeichnet

Spannende 830 Seiten

Pulitzer Preisträger Marshall McEwan kommt nach 30 Jahren wieder zurück in seine Heimatstadt Bienville am Mississippi. Sein Vater liegt im Sterben. Weil dieser die örtliche Zeitung, die schon seit langer Zeit im Besitz der Familie ist, wegen seiner Krankheit nicht mehr leiten kann, will Marshall sich darum kümmern.

Dann gibt es da in Bienville noch den sogenannten Bienville Pokerclub. Es sind 12 Männer, die selbstherrlich über die Stadt bestimmen. Eine Papierfabrik soll auf einem Gelände gebaut werden, auf dem Buck Ferris, der Ziehvater von Marshall alte Indianersiedlungen vermutet, die er ausgraben möchte.

Buck Ferris kommt plötzlich durch einen mysteriösen Unfall zu Tode. Der Verdacht liegt nahe, dass der Pokerclub dahinter steckt.

830 Seiten umfasst der Roman. Ich hatte mich schon auf einige Tage Lesezeit eingestellt. So viele Seiten brauchen halt ihre Zeit. Aber dann ging es doch recht schnell. Und woran lag das? Iles schafft das Kunststück, über die enorme Länge der Geschichte einen Spannungsbogen aufzubauen und zu halten, dass ich das Buch in jeder freien Minute zur Hand genommen habe.

Iles erzählt aus der Sicht von Marshall McEwan. Immer wieder baut er Rückblicke auf die Vergangenheit ein. Zu Anfang dachte ich noch, was sollen diese Rückblicke? Die halten den Fortgang der Geschichte nur auf. Aber es wird schnell klar, dass durch die Erlebnisse in der Vergangenheit das Handeln der Personen in der Gegenwart sehr stark bestimmt wird.

Überhaupt, die Personen: Es sind sehr viele Personen, die eine Rolle spielen. Da geschieht es sehr leicht, dass man die Übersicht verliert. Wie oft habe ich schon in anderen Romanen zurück geblättert, um mich bei den Personen wieder zurecht zu finden. Iles gelingt das Kunststück, dass der Leser trotz der vielen handelnden Personen leicht den Überblick behält.

Es gab mal einen "Literaturpapst", der Romane über 500 Seiten, ohne sie gelesen zu haben, per se als schlecht bezeichnete. Bei Iles Buch haben wir ein Beispiel, dass Romane mit großem Umfang nicht automatisch schlecht sein müssen. Hier ganz im Gegenteil!

Bewertung vom 11.08.2019
Die letzte Witwe / Georgia Bd.7 (eBook, ePUB)
Slaughter, Karin

Die letzte Witwe / Georgia Bd.7 (eBook, ePUB)


sehr gut

Erschreckend mögliche Realität

Gerichtsmedizinerin Sara Linton und Special Agent Will Trent, bekannt aus den vorhergehenden Büchern der Reihe, werden gleich zu Beginn aus einer alltäglichen Situation mitten ins mörderische Geschehen gerissen. Sara wird entführt und Will kann es nicht verhindern. Aber er lässt natürlich nicht locker und versucht Alles, um Sara zu befreien.

Eine Neonazi Gruppierung mit krudem Gedankengut spielt eine wichtige Rolle. Damit wird Karin Slaughter sehr aktuell, was Fremdenhass und Glorifizierung der weißen Rasse angeht.

Der Roman strebt langsam und allmählich dem Höhepunkt und der Lösung am Schluss zu. Etwas zu langsam und zu allmählich nach meinem Gefühl. An einigen Stellen wird Karin Slauther zu ausschweifend, was die Schilderungen der technischen oder medizinischen Details angeht. Sie hat ihre Hausaufgaben bei der Grundlagenrecherche gemacht. Aber es hätte durchaus weniger in den Text einfließen müssen.

Auch ein besonderes Stilmittel zu Beginn, nämlich dieselbe Situation aus unterschiedlicher Sicht mehrfach zu beschreiben, trägt nicht zum Spannungsaufbau bei. Ich war jedenfalls erstmal irritiert, als mehrfach dieselben Wortwechsel noch einmal auftauchten. Es hilft dabei, auf die Datums- und Zeitangaben über den Kapiteln zu achten.

Gespräche scheinen etwas zu sein, was Slaughter gern hat. Deshalb finden wir mehrfach recht lange Gespräche. Aber im Roman ist es wie in der Wirklichkeit. Wenn ein Gespräch zu lang ist, kann es auch leicht ermüdend sein.

Zusammengefasst ist zu sagen: Keine volle Punktzahl aber eine solide Arbeit

Bewertung vom 22.07.2019
Die geheime Mission des Kardinals
Schami, Rafik

Die geheime Mission des Kardinals


ausgezeichnet

Ein kriminalistischer Roman

Ein etwas anderer Kriminalroman.

Aber zunächst etwas zum Inhalt: im Jahre 2010 wird der italienischen Botschaft in Damaskus ein Fass geliefert. Darin in Olivenöl die Leiche des Kardinals Angelo Cornaro, der in einer Geheimmission in Syrien unterwegs war. Kommissar Barundi wird mit den Ermittlungen beauftragt. Da die Leiche der italienischen Botschaft geliefert wurde, wird aus Italien Commissario Marco Mancini hinzugezogen. Die beiden stehen vor einer schwierigen Aufgabe. Wie soll es ihnen gelingen bei den herrschenden syrischen Verhältnissen, die Mancini scherzhaft mit italienischen Verhältnissen vergleicht, die Schuldigen zu finden.

Ein etwas anderer Kriminalroman, wie ich in der Überschrift schrieb, ein kriminalistischer Roman. Ich meine damit einen Roman, der zwar eine Handlung hat, wie ein Kriminalroman, denn ein Mord ist geschehen und wird aufgeklärt. Aber ein großer Teil des Romans wird von der Beschreibung der gesellschaftlichen Verhältnisse in Syrien in Anspruch genommen, die von Diktatur und einem allmächtigen Geheimdienst überschattet sind. Ein weiteres wichtiges Gesellschaftsbild ist die die Beschreibung des Zusammenlebens der verschiedenen Religionen und Glaubensrichtungen. Die eigentliche Geschichte spielt sich in nur wenigen Wochen ab. Aber das Buch umfasst einen Zeitraum von vielen Jahren. Das gelingt Rafik Schami, indem er z. B. immer wieder Auszüge aus Barundis Tagebuch einblendet, in dem er nicht nur auf die Gegenwart sondern auch auf seine Vergangenheit eingeht.

Ein Krimi hat oft einen Spannungsbogen, der sich vom Beginn an immer mehr steigert und dann am Ende nach Aufklärung des Falls steil abfällt. bei Schami haben wir es in diesem Buch mehr mit einer gleichbleibenden Spannung zu tun. Nicht mal an der Stelle, als die beiden Kommissare in die Gewalt von Rebellen geraten, hatte ich den Eindruck, dass da die Spannung bemerkenswert stieg. Irgendwie weiß man, dass Schami seine Protagonisten schon gut durchkommen lassen wird.

Diese Art der Spannungsführung ist ungewöhnlich, passt aber sehr gut zu diesem Buch. Es lässt sich gut lesen. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Bewertung vom 08.07.2019
1793
Natt och Dag, Niklas

1793


ausgezeichnet

Zeitbild

Ein Krimi, der ein Zeitbild ist. Es beginnt mit dem Fund einer Leiche im Jahr 1798 in Stockholm. Es ist die Leiche eines jungen Mannes, dem man einige Zeit vor seinem Tode alle Gliedmaßen, die Augen und die Zunge entfernt hat. Stadtknecht Mickel Cardel und der Jurist Cecil Winge sollen den Fall aufklären.

In mehreren Erzählsträngen wird im Rückgriff auf die Vergangenheit, genauer auf das Jahr 1793, erzählt, was vorher geschehen ist. Da ist die Geschichte von Christoffer Blix, der als ehemaliger Feldscherlehrling zu einer grausigen Tat gezwungen wird. Und da ist die Geschichte von Anna Stina, die unmenschliches durchmachen muss.

Am Ende werden alle Erzählstränge zusammengeführt und es kommt zu einer etwas überraschenden aber schlüssigen Aufklärung.

Ich hatte zunächst etwas Schwierigkeiten, die Namen der handelnden Personen nicht zu verwechseln, Das wurde im Laufe der Geschichte immer einfacher.

Was dieses Buch vor allem ausmacht, ist die Vermittlung eines Zeitbildes, das von einer enormen Recherchearbeit zeugt, die sich aber auf jeden Fall gelohnt hat.