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Benutzername: Kate
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Bewertungen

Insgesamt 242 Bewertungen
Bewertung vom 12.08.2019
Der Gesang der Flusskrebse
Owens, Delia

Der Gesang der Flusskrebse


ausgezeichnet

Mit „Der Gesang der Flusskrebse“ ist Delia Owens ein beeindruckendes Debüt gelungen. Die Autorin schafft es auf eine unaufdringliche Art und Weise eine Geschichte zu erzählen, die sich zutiefst eindringlich auf den Leser auswirkt. Mit leisen Tönen erzählt Frau Owens die außergewöhnliche Geschichte von Kya und baut somit eine intensive Verbindung auf, die schlussendlich in einem lauten Knall endet, die den Leser schon fast bestürzt zurück lässt.

Kyas Geschichte ging mir wirklich unter die Haut. Ihre Lebensumstände, wie sie diese bewältigte und welcher Mensch aus ihr schlußendlich wird, war ein eindringliches und intensives Leseerlebnis. Es war teilweise schwer nachzuvollziehen, wie ein kleines Kind, überhaupt in solch einer Einsamkeit überleben konnte. Ihre Verbundenheit zum Marschland und Owens Schilderungen, haben mich selbst diese innige Liebe, die Kyas verspürte, nachempfinden lassen.

„Der Gesang der Flusskrebse“ wird in zwei Ebenen erzählt, in der Vergangenheit und der Gegenwart. Erst nach und nach kristallisiert sich ein Bild heraus und man leidet und fiebert mit Kya mit, weil man eine solch Ungerechtigkeit kaum ertragen kann. Auch wenn die Autorin eher die leisen und sanften Töne anschlägt, klingen ihre Worte dennoch laut und deutlich nach. Und das Ende ist ein solch lauter Knall, dass es den Leser regelrecht durchschüttelt. Und fast schon fassungslos zurück lässt. Fassungslos und mit sich selbst hadernd.

„Der Gesang der Flusskrebse“ ist eine Geschichte, die eindeutig noch sehr lange nachklingen wird. Delia Owens ist wahrlich ein beeindruckendes Debüt gelungen und ich erwarte gespannt, die weiteren Werke von ihr. Absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 22.04.2019
Das Verschwinden der Stephanie Mailer
Dicker, Joël

Das Verschwinden der Stephanie Mailer


sehr gut

„Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ war mein erstes Buch von Joel Dicker, aber mit Sicherheit nicht das Letzte. Ich wusste im Vorfeld nicht, was mich bei Dicker erwarten wird, aber ich war quasi ab den ersten Seiten infiziert vom Dicker Fieber. Das Lesen von „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ war eine rasante Fahrt, bei der ich stellenweise fast ein Schleudertrauma davon getragen hätte.

Joel Dicker ist wahrlich ein Erzählkünstler. Ich habe selten einen Roman gelesen, bei dem in den ersten hundert Seiten so viel passiert, dass man zum einen kaum Atem holen konnte. Und zum anderen trotzdem nie den Überblick verliert. Dicker führt den Leser sehr gekonnt und äußerst charmant an der Nase herum. Er wirft mit Theorien um sich, um diese zwei Seiten weiter wieder zu verwerfen. Trotz der Masse an Geschehen, hatte ich nicht das Gefühl erschlagen zu werden. Vielleicht war zwischenzeitlich kurz das Gefühl da, dass man gleich ein Schleudertrauma bekommt, weil so viel geschieht, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst hinsehen soll. Aber genau das macht auch den Reiz und wahrscheinlich auch Joel Dicker aus.

Zwischenzeitlich und besonders zum Schluss hin, fand ich die Darstellung der Charaktere sehr speziell. Das war Absicht des Autors die Figuren überspitzt darzustellen, um nicht zu sagen als Karikaturen. Ich empfand es zum Ende hin leider ein wenig zu viel. Es war ein schmaler Grad und irgendwie macht es halt auch den Dicker Charm aus, aber einen Hauch weniger zum Schluss hätte mir persönlich mehr zu gesagt.

Die Auflösung um das Verschwinden von Stephanie Mailer kam wirklich fast ganz zum Schluss. Bis zu diesem Punkt hatte ich gefühlt tausend Theorien gehabt und diese wieder verworfen. Joel Dicker hat es wirklich bis zum Ende spannend gehalten und selbst dann nochmals einen drauf gelegt. Es war eine aufregende Fahrt, das Lesen von „Das Verschwinden der Stephanie Mailer“ und ich kann das Dicker Fieber nun absolut nachvollziehen. Gut, dass die beiden Vorgängerbände schon hier liegen. Absolute Leseempfehlung!

Bewertung vom 21.04.2019
Nemesis / C.J. Townsend Bd.4
Hoffman, Jilliane

Nemesis / C.J. Townsend Bd.4


sehr gut

Ich habe zuletzt „Insomnia“ von Juliane Hoffman gelesen und das Buch hatte mir richtig gut gefallen. „Cupido“ habe ich vor etlichen Jahren gelesen und kann mich noch dran erinnern, dass es mir ebenfalls gut gefallen hatte. „Nemesis“ ist im Vergleich anders. Nicht unbedingt schlecht anders, aber ich hadere ein bisschen mit dem, was die Autorin mit der Figur C.J. gemacht hat.

Vorneweg, ich habe „Nemesis“ gerne gelesen und auch in einem Rutsch weg. Es war spannend, keine Frage. Dennoch war ich stellenweise manchmal ein wenig ratlos, warum Frau Hoffman diesen Weg eingeschlagen hat für C.J. Einerseits kann ich es verstehen, sie wollte für C.J. einen guten Abschluss finden. Einen, der sie in Ruhe ihr Leben leben lassen kann. Andererseits wirkte es doch wie ein bisschen an den Haaren herbei gezogen. Was wiederum dafür sorgte, dass es für mich unglaubwürdig erschien. Insbesondere das Happy End am Ende war dann einfach zu „einfach“.

Wenn man im Nachhinein darüber nachdenkt, dann gab es keine wirklichen Überraschungen, da man alles mit C.J. genau verfolgen konnte. Sie war ja stellenweise die treibende Kraft. Ihr Alter Ego Nemesis. Anderseits war es schon hart zu lesen, was es genau mit diesem Club auf sich hat. Ich habe immer wieder geschwankt zwischen, ja dieses Buch ist spannend und also eigentlich ist die komplette Story aber nicht wirklich nötig gewesen und wirkt ein bisschen zu sehr gewollt und alles fügt sich viel zu einfach. Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, wie ich C.J. nun betrachten soll und ob mir das gefällt.

Nichtsdestotrotz ist „Nemesis“ durchaus spannend, sonst hätte ich es nicht fast in einem Rutsch gelesen. C.J. hat ihren verdienten Abschluss bekommen, auch wenn mich persönlich der Weg dahin nicht zu hundert Prozent überzeugen konnte. Aufregende Lesestunden hatte ich dennoch und für Fans ist der vierte Band der Cupido Reihe sowieso ein Muss!

Bewertung vom 21.04.2019
Mein
Butler, J. L.

Mein


sehr gut

Nachdem ich die Kurzbeschreibung zu „Mein - Wie weit wirst du gehen, um ihn zu behalten?“ gelesen hatte, war ich ziemlich angefixt. Schon im Vorfeld war eigentlich klar, dass es ein einziges großes Rätselraten sein wird, was genau mit Donna Joy geschah. Und ich muss sagen, abgesehen von ein paar Punkten, hat mich der Thriller wirklich gut unterhalten.

„Mein . Wie weit wirst du gehen, um ihn zu behalten“ von JL Butler wird sicherlich einige Kontroversen auslösen, ähnlich wie „Gone Girl“ und „The Girl on the Train“. Der Thriller hat einige Aspekte, die mich nicht gänzlich überzeugen konnte, hat aber dennoch eine enorme Sogwirkung auf mich ausgeübt. Ich wollte abends kurz mal reinlesen und zack waren hundertfünfzig Seiten in einem Rutsch verschlungen. Der Schreibstil von Butler ist sehr flüssig und einnehmend. Zwischenzeitlich kam eine kurzweilige Phase, in der ich mir ein schnelleres Tempo gewünscht hätte, aber diese war nicht so stark ausgeprägt, dass ich sagen müsste, der Thriller wäre langatmig.

JL Butler versteht es ziemlich gut mit dem Leser zu spielen. Ich habe während des Lesens mehrmals einen möglichen Täter und Zusammenhang mir ausgedacht, um dann meine Theorie ein paar Seiten wieder über Bord zu werfen. Und das ist mir ein paar Mal passiert. Selten hat es ein Thriller geschafft, dass ich mir so oft neue Theorien überlegt hatte. Ich habe der Auflösung am Ende stark entgegenfiebert, einfach weil ich nicht aufhören konnte zu lesen und einfach endlich wissen musste, wie denn alles zusammen hängt. Das Ende war teilweise wirklich überraschend und JL Butler hat wirklich fast erst ganz zum Schluss endlich preisgegeben, wer es war und wie und warum.

Die Charaktere waren wirklich vielseitig. Butler schreibt teilweise sehr unverblümt, was aber auch den Reiz des Buches ausmacht. Allerdings gibt es eine Stelle im Roman, die mir ein bisschen übel auf den Magen geschlagen hat bzw. wie mit der Situation umgegangen wurde. Fran sah sich gezwungen etwas über sich ergehen zu lassen und wie dann am Ende damit umgegangen wurde, fand ich persönlich zu wenig. Da hätte mehr von Butler kommen müssen.

„Mein - Wie weit wirst du gehen, um ihn zu behalten?“ von JL Butler hat mir einige spannende Lesestunden beschert und mich in ein großes Rätselraten gestürzt. Auch wenn mich einige Punkte nicht gänzlich überzeugen konnte, wird es mit Sicherheit nicht das letzte Buch von Butler gewesen sein, das ich lesen werde.

Bewertung vom 14.09.2018
Ein Teil von ihr
Slaughter, Karin

Ein Teil von ihr


sehr gut

Wenn ich an Thriller und Thriller-Autoren denke, dann gehört Karen Slaughter bei mir immer in die Top 5. Ich habe damals ihre Grant County Serie regelrecht verschlungen. Und auch „Pretty Girls“ konnte mich vor kurzem begeistern. Wenn ich sehe, dass ein neues Buch von ihr erscheint, ist es ein absolutes Must-Read. Bei „Die gute Tochter“ hat es sich für mich schon angekündigt und nun nach dem Lesen von „Ein Teil von ihr“ wahrscheinlich bestätigt. Der Stil von Frau Slaughter hat sich für mich schon recht deutlich verändert. Was nicht unbedingt schlechter ist, aber ihre Bücher sind nun anders.

Auch wenn sich das jetzt im Vorfeld vielleicht recht negativ anhört, so hat mich „Ein Teil von ihr“ zu Anfang wirklich gepackt, und zwar so, wie schon sehr lange kein Buch zuvor. Ich habe angefangen zu lesen und konnte einfach nicht mehr aufhören. Innerhalb weniger Stunden war das Buch zur Hälfte in einem Rutsch gelesen. Der Spannungsbogen war für mich wirklich enorm. Und eines kann man Karen Slaughter lassen, sie weiß wirklich, wie man schreibt. Auch die unterschiedlichen Zeiteben empfand ich als gelungen. Denn so hat sich erst nach und nach ein klares Bild zusammen gesetzt. Es gab sogar einen Punkt, an dem ich das Geschehen in der Vergangenheit spannender und interessanter fand, als in der Gegenwart.

Es gab viele verschiedene Figuren in „Ein Teil von ihr“. Mit der Protagonisten Andrea hatte ich Anfangs wirklich ein paar Schwierigkeiten. Nicht so stark, dass es mich in einem Lesefluss gestört hätte, aber so richtig sympathisch war sie mir nicht. Mich hat es vor allen Dingen interessiert, wer Laura Oliver in Wirklichkeit war und was ihre Geschichte ist. Das zu erfahren, hat mich angetrieben, dieses Buch zu lesen. Alles drum herum ist dadurch in den Hintergrund gerückt. Und daran lag es auch wahrscheinlich, dass ich „Ein Teil von ihr“ wirklich gut fand.

Das Ende war nicht das beste Ende. Und nach dem man erfahren hat, wie nun wirklich alles zusammen hängt, war auch ein bisschen die Luft raus. Ich war erstaunt, dass da noch recht viel passiert ist. Als herkömmlichen Thriller, wie man es von Karen Slaughter in ihrer „Grant County Serie“ gewohnt war, würde ich „Ein Teil von ihr“ nicht betrachten. Wenn man sich von den Gedanken löst, erhält man eine interessante Story, die einen für mich recht hohen Spannungsbogen hatte. Nicht der beste Thriller von Frau Slaughter, aber wirklich guter Spannungsroman.

Bewertung vom 01.05.2018
Die Geschichte des Wassers
Lunde, Maja

Die Geschichte des Wassers


sehr gut

„Die Geschichte des Wassers“ ist mein erstes Buch von Maja Lunde. Natürlich habe ich den großen Hype um den Vorgänger „Die Geschichte der Bienen“ mitbekommen. Vielleicht waren deshalb meine Erwartungen an „Die Geschichte des Wassers“ so hoch. Schlussendlich hat mich die Autorin mit ihrer Geschichte unterhalten und zum Nachdenken angeregt, keine Frage. Aber ich habe mehr erwartet, auch im Bezug auf den ökonomischen Aspekt.

Die Botschaft hinter den Büchern von Maja Lunde sind klar und deutlich. Und ist so wichtig, wichtiger als jemals zuvor. Im diesem zweiten Band des Klima-Quartetts widmet sich die Autorin dem Wasser und den katastrophalen Auswirkungen, wenn wir diese Ressource der Erde weiterhin so verschwenderisch behandeln. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an. Über die Erde und sein eigenes Verhalten. Und die absolute Selbstverständlichkeit, die fest in vielen von uns verankert ist, dass eben alles einfach da und vorhanden ist. Dass der Mensch die Erde und ihre Ressourcen bis aufs Letzte ausbeuten wird.

„Die Geschichte des Wassers“ wird in zwei Handlungssträngen erzählt, im Jahre 2017 und 2041. Geschickt verwebt die Autorin beide Stränge, erst ganz leicht um zum Schluss einen großen Knoten darzubieten. Der Schreibstil von Maja Lunde ist nicht einfach, sondern eher poetisch und erscheint stellenweise schon fast wirr. Aber genau diese Mischung hat es für mich so spannend gemacht. Sie verschönert nichts und dennoch baut sich nach und nach eine Sogwirkung auf.

Auch die Charaktere sind alles andere als perfekt. Haben und machen Fehler, wirken vielleicht sogar nicht ganz so sympathisch. Sie sind eben ehrlich und besonders im Jahre 2041 kommen noch die erschwerten Lebensbedienungen hinzu. Und es spricht für Maja Lunde, das mir „Die Geschichte des Wassers“ dennoch gefallen hat, auch wenn die Charaktere nicht immer Sympathieträger für mich waren.

Das Ende von „Die Geschichte des Wassers“ könnte man fast schon als Happy End bezeichnen. Und das war für mich leider nicht gänzlich stimmig. Ich kann die Autorin und ihre Intention dahinter schon nachvollziehen. Man will bei einem ökonomischen Krimi kein solch schlimmes Ende, weil man ja noch Hoffnung haben soll und muss. Um es besser zu machen und es eben nicht so weit kommen zu lassen. Aber ich empfand es als zu schwach. Eine solche Geschichte hätte mehr verdient. Dennoch wird es für mich sicherlich nicht das letzte Buch von Maja Lunde gewesen sein und ich bin auf den dritten Teil des Klima-Quartetts sehr gespannt.

Bewertung vom 12.11.2017
Nur noch ein einziges Mal
Hoover, Colleen

Nur noch ein einziges Mal


ausgezeichnet

Colleen Hoover und ihre Bücher sind mittlerweile zu einem absoluten Muss geworden. Jede neue Geschichte wird einfach sofort verschlungen. Man wartet in der Regel monatelang darauf etwas Neues in der Hand halten zu können. Wohlwissend, dass der ganze Spaß innerhalb weniger Stunden wieder vorbei sein wird. Und sobald das neuste Werk vor einem liegt, fragt man sich, wird man es wieder lieben? Frau Hoover und ich, dass ist so eine Never-Ending-Love/Hate Story. Nicht weil ich ihre Bücher hasse! Das genaue Gegenteil ist der Fall. Natürlich gibt es vereinzelt Bücher, die mich nicht gänzlich überzeugen konnten, aber nein. Diese Love-Hate-Story bezieht sich darauf, dass ich die Bücher von der Autorin so liebe, weil ich sie gleichzeitig hasse. Und ganz besonders „Nur noch ein einziges Mal“.

Kaum eine andere Autorin schafft das, was Colleen Hoover fast jedes Mal schafft. So auch in „Nur noch ein einziges Mal“. Bereits die Originalausgabe wurde heftig diskutiert. Und nach dem Lesen des Buches kann ich dies mehr als nachvollziehen. Colleen Hoover ist dafür bekannt, dass ihre Geschichten ab einem gewissen Punkt eine Wendung nehmen, die man so nicht hat kommen sehen. Als Leser wartet man schon im Vorfeld sehnsüchtig - und auch ein bisschen ängstlich - darauf. Und in „Nur noch ein einziges Mal“ hat mir diese Wendung nicht nur mehrmals mein kleines Leserherz gebrochen, sondern mich in einen heftigen Konflikt gerissen.

Ich werde auf diese besagte Wendung im Plot nicht näher eingehen, weil ich finde, dass man sich blind auf „Nur noch ein einziges Mal“ einlassen sollte. Dass man genauso wie Lily all diese Gefühle durchlebt. All die Liebe und die inneren Konflikten. Und den Schmerz. So viel Schmerz, der sich direkt in mein Herz gebohrt hat, weil ich es so gut nachvollziehen konnte. Diese Zerrissenheit, weil man nicht wollte, dass das, was da gerade geschah, wirklich passierte. Ich wollte mit solch einer Heftigkeit, die ich selten beim Lesen erlebt habe, dass Colleen Hoover die Geschichte anders gestaltet. Dass die Charaktere nicht so handeln, wie sie gehandelt haben. Das sich das Leben zweier Menschen nicht durch die Tat eines Momentes so drastisch - und auch unwiderruflich - ändert. Ich habe „Nur noch ein einziges Mal“ geliebt, weil ich es gleichzeitig gehasst habe. Lilys Zerrissenheit war auch meine Zerrissenheit. Ihre inneren Konflikte wurden zu meinen.

„Nur noch ein einziges Mal“ ist zu Recht das meist diskutierte Werk von Colleen Hoover. Die Geschichte um Lily und Ryle hat mich mit einer Heftigkeit fühlen lassen, die ich bei Büchern nur selten erlebt habe. Die Story hat mich auf solch eine intensive Art und Weise emotional berührt, dass ich schon jetzt weiß, dass die Geschichte noch lange, lange Zeit nachklingen wird. „Nur noch ein einziges Mal“ ist für mich mit Abstand das beste Buch der Autorin, weil es brutal ehrlich ist und deshalb auch hässliche Stellen hat, die ich aus tiefstem Herzen gehasst habe - und doch gleichzeitig auch geliebt.

Bewertung vom 01.07.2017
Der Schwarze Schlüssel / Das Juwel Bd.3
Ewing, Amy

Der Schwarze Schlüssel / Das Juwel Bd.3


gut

Ich kann gar nicht genau sagen, woran es lag, aber mir fiel es sehr schwer wieder in die Geschichte um Violet und Co. hineinzufinden. Vielleicht lag es daran, dass der zweite Band „Die weiße Rose“ schon so lange zurück lag und ich die Geschehnisse zwar grob noch im Kopf hatte, aber ich musste mich doch erst mal wieder zurechtfinden. Und leider zog sich dieses Gefühl durch das ganze Buch, sodass „Der schwarze Schlüssel“ für mich der schwächste Teil der Trilogie war.

Der Schreibstil von Amy Ewing liest sich sehr locker und leicht, sodass die Seiten wirklich nur so verflogen sind. Leider hat mich der Abschluss aber nicht so gepackt, wie die Vorgänger. Es gab zwar einige überraschende Wendungen und auch zum Schluss hin gab es Action und Spannung, aber für mich blieb die Story sehr flach. Vieles war mir zu oberflächlich gehalten und es lief stellenweise einfach alles zu glatt. Und auch die Emotionen kamen nicht mehr bei mir an. Zudem kamen mir einige Charaktere, wie zum Beispiel Ash, einfach zu kurz. Es war von vielem ein bisschen da, aber nie wirklich genug um auszureichen.

Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich im Moment eine sehr komische Lesephase habe und „Der schwarze Schlüssel“ ist dieser zum Opfer gefallen. Denn im Großen und Ganzen ist es ein guter Abschluss einer spannenden Trilogie, die eine doch sehr erschreckende und wenn man es recht bedenkt auch grausame Thematik hat. Die Autorin hat alle Fäden am Ende zusammen geführt und so ein ganzheitlich Bild erschaffen, sodass zumindest bei mir keine Frage mehr offen sind.

Fazit
Mit „Der schwarze Schlüssel“ präsentiert Amy Ewing einen soliden Abschluss, der mich allerdings nicht vollständig überzeugen konnte. Vieles war mir zu oberflächlich, sodass ich nie wirklich in der Story abtauchen konnte. Auch lief mir das Geschehen teilweise einfach zu glatt ab, daher ist der dritte Band für mich auch der schwächste der Trilogie.

Bewertung vom 08.06.2017
Auf immer gejagt / Königreich der Wälder Bd.1
Summerill, Erin

Auf immer gejagt / Königreich der Wälder Bd.1


gut

Als ich „Auf immer gejagt“ von Erin Summerill in der Vorschau entdeckt, war für mich klar, dass ich es lesen musste. Ich liebe sowohl das Meer als auch den Wald und eine Kurzbeschreibung klang sehr vielversprechend. Eine tolles Setting, eine Prise Magie und eine Liebe, die Hindernisse überwinden muss. Ich war gespannt, wie die Autorin all das verpacken würde und ob es mich überzeugen konnte. Nachdem lesen von „Auf immer gejagt“ kann ich sagen, leider nicht zu hundert Prozent.

Das Setting sagt mir nach wie vor zu. Die Welt, die Erin Summerill hier erschaffen hat, hat durchaus einen gewissen Reiz auf mich ausgeübt. Allerdings hatte ich auch das Gefühl, dass bei Weitem noch nicht das vollständige Potential ausgeschöpft worden ist. In dieser Welt steckt noch viel mehr. Leider hatte ich eher das Gefühl, dass vieles zu oberflächlich gehalten worden ist. Daher kam an manchen Stellen nicht genug Spannung auf und es lief eigentlich alles nur so nacheinander ab.

Was vielleicht daran lag, dass sich die Autorin mehr auf die Liebesbeziehung zwischen Tessa und Cohen konzentriert hat. Was ja nicht unbedingt schlecht sein muss. Nur hat es stellenweise so viel Platz eingenommen, dass es zu überladen wirkte und einfach zu viel war. Zudem da es für mich nicht immer so überzeugend wirkte. Da hat doch der Funke gefehlt. Der Anfang war noch vielversprechend, aber ab der Mitte wurde es selbst mir dem Lovestoryfan schlechthin, doch zu viel. Es hat einfach das drumherum gefehlt, um dem Miteinander der Beiden eine gewisse Würze zu geben. Wenn ansonsten nichts oder kaum was passiert, wirkt eine Liebesgeschichte leider oft langweilig.

Zum Ende hin hat „Auf immer gejagt“ aber dann doch nochmals an Fahrt gewonnen. Es gab ein paar interessante Wendungen, auch wenn ich fast das Gefühl hatte, dass es dann wiederum schon fast zu viel war. Vielleicht kam es mir aber nur im Vergleich zum vorherigen Verlauf so vor. Erin Summerill hat es auch ganz geschickt gemacht und dem Leser mit den letzten Sätzen dann doch die Neugier auf den nächsten Band geweckt.

Fazit
Mit „Auf immer gejagt“ liefert Erin Summerill einen soliden Auftakt, der allerdings nicht gänzlich überzogen konnte. Dafür fehlte mir drumherum einfach zu viel und nur eine Lovestory schafft es leider nicht immer eine Geschichte herum zu reißen.

Bewertung vom 22.05.2017
Fire in You / Wait for you Bd.7
Lynn, J.

Fire in You / Wait for you Bd.7


sehr gut

Wie lange habe ich auf das Erscheinen von „Fire in You“ gewartet! Ich weiß noch, dass ich damals, als der Erscheinungstermin verschoben wurde, bittere Tränen geweint habe. Daher war ich nicht nur Feuer und Flamme, als ich es endlich, endlich, endlich in der Hand halten konnte. Ich hatte klitzekleine Bedenken, dass meine Erwartungen im Laufe der Zeit viel zu hoch geworden sind und das Buch am Ende mich enttäuschen könnte. Aber ich kann beruhigt sagen, enttäuscht hat mich sowohl „Fire in You“ als auch Jennifer L. Armentrout nicht. Auch wenn ich ehrlich gestehen muss, dass der finale Band in meinen Augen der schwächste Teil der Reihe war.

Die „Wait for you“-Reihe und mich verbindet eine ganz besondere Buchliebe. Sowohl „Wait for you“ als auch „Be with me“ gehören zu meinen absoluten Lieblingsbüchern und diese eine Liebe wird auch niemals zu Ende gehen. Daher hatten es auch die restlichen Bände auch schwer gehabt. „Fire in You“ war ein tolles Lesevergnügen. Genau das, was ich von der Autorin auch erwartet hatte. Sobald ich anfange zu lesen, hat Frau Armentrout mich am Hacken und ich krieg einfach nicht genug.

Bereits in den Vorgängern wurde die Geschichte um Brock und Jillian angedeutet und ich war gespannt, wie genau J. Lynn die Story um sie beide gestalten würde. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Allerdings blieb dieses Pärchen doch hinter den anderen zurück. Jillian und Brock haben mir eine kleine Auf und Ab Fahrt beschert. Sie hatten ein paar unheimlich süße Momente, dazwischen einige heiße und sexy Szenen und natürlich was fürs Herz. Und so sehr ich beide auch mochte, hat mir teilweise doch der Punkt gefehlt, an dem sie mich zu hundert Prozent überzeugt hätten.

Aber auch wenn „Fire in you“ im direkten Vergleich ein klein wenig schwächer ausgefallen ist, ist die Story um Jillian und Brock immer noch unheimlich lesenswert. J. Lynn bzw. Jennifer L. Armentrout versteht es nunmal wie kaum eine zweite Geschichten zu erzählen, die den Leser gefangen nehmen und einfach nur ein pures Lesevergnügen sind. Ich hoffe wirklich, wirklich sehr, dass die Autorin bald eine neue Reihe schreiben wird, die in solch eine Richtung geht wie die „Wait for you“-Reihe.

Fazit
Nun ist er da, der finale Band „Fire in You“ von J. Lynn. Ich blicke mit einem sehr weinenden und einem lachenden Auge auf eine ganz besondere Reihe zurück und auch wenn der Abschlussband im direkt Vergleich ein klein wenig schwächer ausgefallen ist, ist es immer noch ein typischer Armentrout.