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Kathy30
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Beckingen

Bewertungen

Insgesamt 37 Bewertungen
Bewertung vom 04.11.2023
Mrs Potts' Mordclub und der tote Bräutigam
Thorogood, Robert

Mrs Potts' Mordclub und der tote Bräutigam


ausgezeichnet

Inhalt: Der reichste Mann des englischen Städtchens Marlow wird am Tag vor seiner Hochzeit von einem schweren Schrank erschlage . Das Arbeitszimmer war von innen verschlossen, sodass die Polizei an einen Unfall glaubt. Doch Judith Potts ist da ganz anderer Meinung. Für sie steht fest: der Bräutigam wurde ermordet. Und es ist die Aufgabe von Mrs Potts' Mordclub, den Mörder zu finden, bevor er oder sie wieder zuschlägt...

Meine Meinung: Dies ist bereits der zweite Fall für Mrs Potts und ihre beiden Mitermittlerinnen, Suzie und Becks. Ich habe das erste Buch nicht gelesen und konnte mir trotzdem ein sehr gutes Bild von den drei Hauptcharakteren machen. Die Nebencharaktere sind auch authentisch und bildhaft gezeichnet. Von Anfang an tauchte ich leicht in die Handlung ein und fand mich in einem kleinen Städtchen Englands wieder. Die typisch englische Athmosphäre wird von Robert Thorogood lebhaft in den Zeilen übertragen. Und auch die Charaktere haben jeder ihre typisch englischen Marotten. Einige überraschende Wendungen hielten die Spannung bis zum Schluss aufrecht und machten es mir lange schwer eine Ahnung auf den Täter/die Täterin zu bekommen. Ein schönes Leseerlebnis, das mich an Miss Marple Bücher erinnerte. Ich gebe eine klare Leseempfehlung für Liebhaber englischer Krimis.

Bewertung vom 02.11.2023
Das Nachthaus
Nesbø, Jo

Das Nachthaus


ausgezeichnet

Der Inhalt: Als in einer Kleinstadt ein Jugendlicher verschwindet, steht der Schuldige schnell fest: Hat Richard seinen Freund Tom im Wald von einer Brücke in den reißenden Fluss gestoßen? Richard wehrt sich gegen die Anschuldigungen, doch er verstrickt sich dabei in Lügen. Niemand glaubt ihm. Dabei ist Toms Abwesenheit so ungeheuerlich, dass Richard selbst kaum noch zu atmen wagt. Seine Suche nach dem Freund führt ihn auf die dunkle Seite von Ballantyne. Dort steht das Nachthaus. Was geschah in jener Nacht?

Meine Meinung: Dieses Buch ist anders als erwartet und gerade deswegen hat es mich sofort gepackt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen bis ich am Ende der 283 Seiten war. Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich. Jo Nesbø konnte mich mit dieser Geschichte fesseln und faszinieren, konnte ich mir doch so gar keinen Reim darauf machen, was als nächstes Geschehen wird und wohin die Handlung führen wird. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt und bis auf den zweiten Teil fand ich sie super. Der zweite Teil hat bei mir für Verwirrung gesorgt und wollte für mich nicht so recht zu den anderen Teilen passen. Zum Ende hin löst es sich jedoch auf und es ist durchaus genauso von dem Author gewollt. Mehr kann ich nicht sagen ohne zu spoilern.
Ich finde das Nachhaus ein Lesevergnügen der ganz besonderen Art.

Bewertung vom 30.10.2023
Herr Winter taut auf
Kuhlmann, Stefan

Herr Winter taut auf


ausgezeichnet

Der Inhalt: Robert Winter hat seine eigene Meinung zu allem und lässt sich auch nicht davon abbringen. Er tut was er will und was andere davon halten ist ihm egal. Am liebsten hat er sowieso seine Ruhe und wenig Lust auf zwischenmenschliche Kontakte. Seine Frau Sophia ist da ganz anders. Sie genießt als Avon-Beraterin die Gesellschaft und Anerkennung ihrer Kunden und ist damit recht erfolgreich. Als Sophia plötzlich stirbt verändert sich für Robert schlagartig alles. Um mit seiner Trauer fertig zu werden beschließt Robert für Sophia den Titel "Avon-Beraterin des Jahres" zu gewinnen. Doch auf dem Weg dahin gibt es einige Hürden zu meistern...

Meine Meinung: Robert Winter ist ein sehr liebenswerter Charakter, der mich mit seinen Ansichten, die er sehr trocken und sarkastisch "raushaut" oft zum Lachen gebracht hat. Mit großer Spannung und großem Interesse habe ich seine Metamorphose vom schrulligen Alleingänger zum empathischen "Rudeltier" verfolgt. Dabei wurde mir selbst bewusst, wie schwierig es oft ist aus seiner eigenen Haut zu schlüpfen und alte Gewohnheiten zu ändern. Stefan Kuhlmann schreibt sehr humorvoll, leicht verständlich und flüssig über den Werdegang eines von Trauer und am Boden zerstörten Mannes, der sich langsam zurück in ein ganz neues Leben kämpft. Haupt- wie Nebencharaktere sind dabei sehr authentisch und bildhaft gezeichnet, sodass es mir leicht fällt mich in diese hineinzuversetzen. Es hat mir eine große Freude gemacht, Herrn Winter bei seinen schönen, traurigen, lustigen und skurrilen Erlebnissen in der Kosmetikwelt und darüber hinaus, zu begleiten. Eine kurzweilige Geschichte wie das Leben sie hätte schreiben können.

Bewertung vom 29.10.2023
Taubenschlag / Teit und Lehmann ermitteln Bd.2
Jürgensen, Dennis

Taubenschlag / Teit und Lehmann ermitteln Bd.2


ausgezeichnet

Taubenschlag ist der zweite Band mit dem Ermittler-Duo Lykke Teit und Rudi Lehmann. Ich habe den ersten Band nicht gelesen und konnte trotzdem sehr gut folgen.
Die beiden Ermittler werden auf eine Mordserie angesetzt die in Norddeutschland, um Flensburg herum, ihre Opfer dahinrafft. Nach und nach kristallisiert sich heraus, dass das Motiv mit den Machenschaften in der ehemaligen DDR zu tun hat. Lykke und Rudi harmonieren sehr gut miteinander und sind als Charaktere bildlich dargestellt. Ich kann sie mir sehr gut vorstellen und ihre Handlungen prima nachvollziehen.
Die Bezüge zu der ehemaligen DDR finde ich sehr interessant und schlüssig ausgearbeitet. Und ich finde die Beschreibung der Morde sehr spannend und real. Die Zusammenhänge kommen in kleinen Bröckchen wohl dosiert ans Licht und sorgen so für durchgängige Spannung. Auch das Ende ist für mich schlüssig und zufriedenstellend. Es hat mir großen Spaß gemacht mit Lykke und Rudi auf Verbrecherjagd zu gehen.

Bewertung vom 11.09.2023
Von Handlettering, Upcycling und neuen Freundschaften / Ist doch Isy! Bd.1
Neubauer, Annette

Von Handlettering, Upcycling und neuen Freundschaften / Ist doch Isy! Bd.1


ausgezeichnet

Die Geschichte gefiel mir recht gut. Meine Tochter hatte sich allerdings recht schnell etwas gelangweilt. Sie konnte die Handlung nicht hundertprozentig fesseln.

Der Schreibstil ist gut gewählt und leicht verständlich. Außerdem empfinde ich die Schriftart ansprechend. Die kleinen Illustrationen dazwischen ergänzen die Geschichte ideal. Besonders toll sind auch die DIY-Anleitungen gestaltet und ohne weiteres sofort umsetzbar.

Das Cover hat uns beide sehr angesprochen und gut gefallen. Eine sehr gute Wahl für kleine Damen, die das Buch ja auch ansprechen soll.

Die Hauptfigur Isy macht einen sehr sympathischen Eindruck. Man kann sich gut in sie hineinversetzen. Aber im Grunde genommen macht die gesamte Familie einen herzlichen, positiven Eindruck auf den Leser.

Es handelt sich bei diesem Buch um eine tolle Idee, DIY-Anleitungen und Themen wie Upcycling oder Nachhaltigkeit mit einer liebevollen Geschichte zu kombinieren. Ich würde das Buch vorwiegend kreativen Mädchen empfehlen, die Freude am Selbermachen haben.

Da sich meine Tochter schnell gelangweilt hat, gebe ich persönlich nur 3 Sterne.

Bewertung vom 11.09.2023
Schönwald
Oehmke, Philipp

Schönwald


sehr gut

Wie in so vielen anderen deutschen Familien wird auch bei den Schönwalds gerne die Vergangenheit verschwiegen. Ruth, die Mutter sieht das ganz genauso. Statt mit der Vergangenheit aufzuräumen, achtet sie penibel auf die feine Fassade und hat dies in ihrem Leben perfektioniert. Die drei Kinder Chris, Karolin und Benni waren ihr Lebensinhalt. Alle drei haben ganz unterschiedliche Lebensentwürfe gewählt.
Chris mit seinem Leben in den USA, das zwar Geld bringt, aber nicht seiner eigentlichen Gesinnung entspricht. Karolin mit ihrem queeren Buchladen in Berlin. Und Benni, der ein normales Familienleben mit Frau und Kindern führt.
Der Leser taucht ein in all diese Leben, erfährt über jeden die Hintergründe, die Fäden, die alles verbinden.
Diese Hintergründe, die sich nach und nach eröffnen wie ein Puzzle machen das Buch zu einer Lesefreude. Der flüssige Schreibstil lässt mich durch die Seiten fliegen und ich kann dem Geschehen sehr gut folgen.

Bewertung vom 03.04.2023
In blaukalter Tiefe
Hauff, Kristina

In blaukalter Tiefe


ausgezeichnet

Zwei Pärchen, die sich kaum kennen machen einen 10-tägigen Segeltörn zu den schwedischen Schären. Als ich die Inhaltsangabe las, wusste ich bereits, dass das nur zu jeder Menge Spannungen führen kann und ich habe mich sehr darauf gefreut.
Fünf Menschen - zwei Paare und der Skipper für zehn Tage auf engstem Raum und kaum Möglichkeiten sich aus dem Weg zu gehen. Das war ein Setting ganz nach meinem Geschmack und Kristina Hauff hat für mich das Beste daraus gemacht. Innerhalb eines Tages bin ich nur so durch die Seiten geflogen und begab mich mit Caroline, ihrem Mann Andreas, dessen Arbeitskollegen Daniel mit Partnerin Tanja und Eric dem Skipper auf eine turbulenten Segeltörn. Die Spannungen zwischen den Charakteren ließen nicht lange auf sich warten und ich kam auf meine Kosten, sogar mehr als erwartet. Ich konnte es unterschwellig brodeln spüren. Vieles wurde zwischen den Charakteren nicht ausgesprochen und war trotzdem für mich als Leserin deutlich spürbar. Ich konnte mir sehr schnell ein Bild von den einzelnen Charakteren machen und fand sie sehr authentisch und stimmig in ihren Eigenarten. Auch die Landschaften fand ich bildlich und stimmig beschrieben. Es entstanden in meiner Vorstellung Bilder von Orten an denen ich noch nie gewesen war. Die zunehmende Unberechenbarkeit von Wind und Meer, je höher die Crew in den Norden segelte war äußerst authentisch beschrieben. Ich konnte die Unbehaglichkeit und Kälte deutlich spüren. Das Ende war für mich auch stimmig. Allerdings kam es mir dann doch etwas zu abrupt. Da hätte Kristina Hauff gerne noch ein paar Worte mehr investieren können. Ich mag ihren Schreibstil sehr. Er war für mich einfach und flüssig zu lesen und löste viele Emotionen und Bilder in mir aus.

1 von 2 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 22.03.2023
Stigma
Adam, Lea

Stigma


ausgezeichnet

Dieser Thriller greift ein Thema auf bei dem Rechtsprechung und Gerechtigkeitssinn schon lange die Gemüter erhitzen und das leider immer noch viel zu oft totgeschwiegen wird. Den beiden Autorinnen (Regina Denk @reginadenk und Lisa Bitzer @lb_books ) ist es sehr gut gelungen, dieses sensible Thema ungeschönt und faktisch sehr interessant in diesem Thriller zu verpacken. Der Stoff und die Beschreibungen sind nichts für sensible, schwache Nerven. Die Handlung ist sehr bildlich beschrieben, auch bei brutalen Szenen. Allerdings lockern der Humor und der Umgang des Ermittlerteams miteinander, die bedrückende Atmosphäre wieder auf. Ich mag Milo und Vince als Hauptprotagonisten sehr. Sie sind authentisch und cool gezeichnet. Auch die Nebencharaktere finde ich alle gut und stimmig ausgearbeitet. Das Tempo der Handlung und der Spannungsaufbau sind zwar eher mäßig aber dafür rückt das ernste Thema der sexuellen Gewalt und ihrer Auswirkungen in den Fokus und das finde ich in diesem Fall sehr gut gelungen.
Das Ende sorgt für eine zufriedenstellende Aufklärung der Zusammenhänge. Alles in allem ein sehr guter Thriller mit einer wichtigen Botschaft. In mir wird er noch länger nachhallen…

Bewertung vom 19.04.2022
Morgen kann kommen
Kürthy, Ildikó von

Morgen kann kommen


sehr gut

Ruth findet im Drogeriemarkt durch Zufall ein Foto, dass sie komplett aus der Bahn wirft und sie dazu bringt zu ihrer Schwester zu flüchten, die sie seit 15 Jahren weder gesehen noch gesprochen hat. Bei ihrer Schwester begegnet sie Rudi, Erdal und seiner Cousine Fatma.
Ildikó von Kürthy erzählt hier eine Geschichte von Verrat, Freundschaft, Zusammenhalt, Zweifeln, Entscheidungen, Trauer, eine gewaltige Gefühlspalette tut sich für den Leser, die Leserin auf und lässt Fragen zurück, die sich jeder einmal im Leben stellen sollte. Dies tut sie in einer leichten, verständlichen Sprache, die nie zu schwermütig wird. Die Protagonisten sind authentisch und durchweg liebenswert. Ich mag sie alle sehr gerne und das Buch ist für mich viel zu kurz geraten. Ich hätte liebend gerne noch viel mehr über diese Charaktere gelesen. Das Ende kam für mich viel zu schnell und plötzlich. Dies ließ mich ein bisschen enttäuscht zurück, da ich einfach noch gerne eine Weile in dieser Geschichte geblieben wäre, weil sie mir so gut gefiel. Trotz der ernsten Themen gelingt es Ildikó von Kürthy diese in eine Leichtigkeit zu verpacken und mit einer Prise Humor zu bereichern so dass am Ende Zuversicht und Hoffnung bei mir übrigblieb, die ich immer noch spüren kann, wenn ich an diese Geschichte zurückdenke.
Dieses Buch hat mich sehr gut unterhalten, Fragen aufgeworfen, mich zum Lachen und zum Nachdenken gebracht.

Bewertung vom 01.04.2022
Den Wölfen zum Fraß
McGuinness, Patrick

Den Wölfen zum Fraß


weniger gut

Das Cover hatte bei mir eine leicht düstere Stimmung heraufbeschworen und mich deshalb sehr angesprochen. Auch der Klappentext und die Leseprobe fand ich sehr ansprechend, wenn auch etwas anstrengend zu lesen. Das sah ich jedoch als Herausforderung und habe eine große Hoffnung gehegt, dass die Handlung mich so sehr fesseln würde, dass sich das anstrengende lesen lohnt. Leider ist dies nicht eingetreten. Ich konnte mich an den ungewöhnlichen Schreibstil nicht gewöhnen. Mir wurde das Ganze zuviel an Metaphern und bildlichenm Geplänkel. Für meinen Geschmack rückte die eigentliche Handlung immer mehr in den Hintergrund und zurück blieben Wortspielereien in Hülle und Fülle. Das ist nichts für mich. Mich haben die Umschreibungen, Methaphern und Wortspiele immer mehr gelangweilt, so dass ich etwa in der Mitte des Buches absolut kein Interesse mehr hatte zu erfahren, wer jetzt der Mörder ist und wie das Buch zu Ende ging. Daher habe ich das Buch abgebrochen und mich anderer Unterhaltungsliteratur zugewandt.