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Benutzername: Jules118
Wohnort: Manching
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Bewertungen

Insgesamt 15 Bewertungen
12
Bewertung vom 11.09.2019
Der Kastanienmann
Sveistrup, Søren

Der Kastanienmann


ausgezeichnet

Vor einem Jahr verschwand Kristina Hartung spurlos.
Jetzt findet die Polizei eine entstellte Leiche. Am Tatort finden die Ermittler ein Kastanienmännchen. Auf dem Körper des Männchens findet sich der Fingerabdruck des Mädchens.
Die Ermittler Naja Thulin und Mark Hess übernehmen den Fall.

Naja Thulin ist eine ehrgeizige junge Ermittlerin. Sie will das Morddezernat verlassen und in eine Abteilung für Cyberkriminalität wechseln. Sie hat eine kleine Tochter und einen Freund.
Mark Hess wurde von Europoles vorerst suspendiert und soll nun in seiner alten Abteilung vorläufig arbeiten. Gerade zu Beginn scheint er nicht sehr erpicht darauf bei dem Fall mitzuhelfen und hofft, dass er nur ein paar Tage bleiben muss, bis sich die Sache in Den Haag geklärt hat. Doch im Laufe des Falles wird er beinahe obsessiv bei der Ermittlung und kann nicht akzeptieren, dass Spuren in eine andere Richtung deuten.

Rosa und Steen Hartung sind die Eltern der verschwundenen Kristina. Rosa ist Politikerin und fängt gerade wieder an zu arbeiten. Die beiden haben noch einen Sohn Gustav.

Das Buch beginnt mit einem alten Fall aus dem Jahr 1989, wechselt dann aber schnell in die Gegenwart.
Anfangs ist nicht deutlich, was der alte Fall überhaupt für eine Rolle spielt, da sich keine Parallelen ziehen lassen.
Man ist schnell mitten im Geschehen und bekommt als Leser auch kaum eine Verschnaufpause. Es gibt viele verschiedene Spuren und einige davon sind absolut widersprüchlich.
Auch als der Fall aufgeklärt zu sein scheint, lässt es den Ermittlern keine Ruhe und so kommt das Ende für mich sehr unerwartet.
Die beiden Hauptcharaktere sind sehr geradlinig und lassen sich nur ungerne in ihre Ermittlungen reinreden. Auf den ersten Blick sind die beiden vielleicht nicht direkt einfach, ich persönlich finde sie aber sehr sympathisch. Ich mag die Art, wenn jemand weiß was er will und an sich glaubt. Man erfährt einiges aus dem Privatleben der Ermittler, aber es ist nicht überladen, sodass der Fall doch noch im Mittelpunkt steht.
Ich kann das Buch jedem nur empfehlen und konnte es selbst kaum aus der Hand legen.

Bewertung vom 02.09.2019
Im Wald der Wölfe / Jan Römer Bd.4
Geschke, Linus

Im Wald der Wölfe / Jan Römer Bd.4


ausgezeichnet

Jan Römer möchte eigentlich nur Urlaub in einer Waldhütte im beschaulichen Frauenwald machen. Eines Abends steht eine blutüberströmte Frau vor seiner Tür und erzählt von einer Mordserie, die bereits über Jahrzehnte zurück reicht. Als sie am nächsten Morgen verschwunden ist, beginnt Jan Römer mit seiner Kollegin Mütze, Aslan und dessen Freundin Lena die Ermittlung. Doch ein Ort schweigt.
Das Buch ist das vierte der Reihe, die anderen habe ich bisher nicht gelesen. Aber für die Geschichte ist das nicht zwingend notwendig.
Alle Figuren des Buches werden gut beschrieben und man erfährt gerade bei Mütze auch einiges aus ihrer Vergangenheit, was gegen Ende des Buches auch wichtig ist.
Jan Römer ist ein sehr ehrgeiziger Journalist und kniet sich in die Story, um den Täter herauszufinden.
Mütze und seine zwei Freunde sind anfangs noch in Köln, kommen aber im Laufe der Handlung auch nach Frauenwald, um Jan direkt vor Ort bei den Recherchen zu unterstützen. Als ein Ortsansässiger getötet wird, spitzt sich die Situation zu.
Ob die Geschichte genauso passieren könnte, dass niemand sich auf die Suche nach dem Täter macht, bleibt fraglich. Allerdings lese ich einen Krimi auch nicht, damit die Handlung 1:1 real passieren kann.
Das Buch war sehr spannend geschrieben und man war sofort direkt dabei. Bis zum Ende hatte ich nicht wirklich eine Idee, wer der Täter war, obwohl es immer wieder genügend Hinweise gab.
Während des Buches, wechselt die Geschichte auch zwischen der normalen Geschichte und Rückblenden aus der Sicht des Täters. Allerdings sind die Kapitel ordentlich betitelt, wodurch es leicht erkennbar ist.
Alles in allem kann ich das Buch wirklich jedem empfehlen und ich werde mir jetzt auch die anderen Bücher kaufen.

Bewertung vom 27.08.2019
Messer / Harry Hole Bd.12
Nesbø, Jo

Messer / Harry Hole Bd.12


ausgezeichnet

„Denn Glück ist etwas anderes als Zufriedenheit. Glück ist unnatürlich.“
Dieses Zitat fasst das Leben von Harry Hole sehr gut zusammen. Seine Frau Rakel, die Liebe seines Lebens, hat ihn vor die Tür gesetzt. Um den Schmerz zu vergessen, fängt er wieder an zu trinken. Auch in der Arbeit darf er sich nur noch um bereits abgeschlossene Fälle kümmern.
Doch dann wendet sich das Blatt und sein Leben beginnt sich zu einem noch größeren Albtraum zu entwickeln, aus dem es kein Erwachen gibt.

Seit Jahren schon bin ich ein begeisterter Leser von den Büchern von Jo Nesbo. Deswegen habe diesem auch entgegengefiebert.
Harry Hole ist in einer schlechten Verfassung und Jo Nesbo beschreibt ihn so gut, dass man direkt ein Bild vor Augen hat.
In seinen Ermittlungen gibt es sehr viele Variablen und noch mehr Verdächtige. Doch wer hatte wirklich ein Motiv für den Mord?
Die Beweggründe für den immer schlimmer werdenden Strudel um Harry Hole sind absolut nachvollziehbar, auch wenn natürlich seine Maßnahmen zur Verdrängung mehr als nur fragwürdig sind.

Bis zum Ende ist das Buch wirklich spannend. Sicher sind ein oder zwei kleine Stellen dabei, die sich etwas ziehen, aber nichts was wirklich störend ist. Hauptsächlich betrifft das die Passagen aus der Vergangenheit, die aber durchaus wichtig für die Handlung sind.
Ich kann das Buch wirklich jedem empfehlen.

Bewertung vom 26.08.2019
Verratenes Land
Iles, Greg

Verratenes Land


gut

Greg Iles nimmt den Leser in „Verratenes Land“ mit in den amerikanischen
Süden, nach Mississippi, und erzählt eine spannende Geschichte von
Vergangenheit und Gegenwart, von Gier und Korruption, von Verantwortung und Verrat. Und von Schuld und Trauer.

Marshall McEwan ist heimgekehrt, weil sein Vater im Sterben liegt und er seine Mutter unterstützen möchte. Vor annähernd 30 Jahren hat er Bienville verlassen, eine Karriere als Journalist gemacht, den Pulitzerpreis bekommen. Die Rückkehr war nicht leicht für ihn, hatte er doch in jungen Jahren große Schwierigkeiten mit seinem trunksüchtigen Vater. Er ist am Boden zerstört, als er von Buck Ferris‘ Tod erfährt, hat sich dieser sich doch in seiner Jugend um ihn gekümmert, quasi als Ersatzvater.
Buck Ferris war Archäologe und vermutete auf dem zukünftigen Standort der
geplanten Papierfabrik in Bienville eine alte Indianersiedlung, weshalb er dort
unerlaubterweise bei Nacht und im Dunkeln gegraben hat. Und offenbar hatte ihn jemand beobachtet, der mit aller Macht verhindern wollte, dass er seine Erkenntnis den Entscheidungsträgern mitteilen und damit das Großprojekt
stoppen könnte. Aber ist es wirklich der Bienville Poker Club, der bei Ferris‘ Tod die Finger im Spiel hat, wie seine Frau vermutet?

Iles‘ beschreibt die erdrückende Südstaaten-Atmosphäre sehr eindrücklich. Die Landschaft und die Historie, die Überheblichkeit der High Society, die
Klüngeleien. All das gepaart mit der Heimkehr des verlorenen Sohnes, der sich noch immer die Schuld am Tod seines älteren Bruders gibt und wieder nach seinem Platz in der Stadt suchen muss, die ums Überleben kämpft.
Dass der Autor in der Ich-Perspektive schreibt, verleiht der ansonsten etwas langweiligen
Story einen gewissen Grad an Spannung, die jedoch durch den recht häufigen
Wechsel zwischen Vergangenheit und den damit verbundenen Selbstvorwürfen des Ich-Erzählers und den doch recht ausschweifenden, scheinbaren Nebenhandlungen, die erst auf den zweiten oder dritten Blick etwas mit der Handlung zu tun haben wieder verloren geht. Diese Ausschweifungen führen zu einem über 800 Seiten dicken Buch. Der Erzählstil ist an sich recht einfach gehalten und man konnte das Buch gut lesen.
Ich persönlich bin gut mit der Erzählstruktur des Autors zurechtgekommen und
war zumindest zu Beginn sehr von dem Buch und der Handlung gefesselt. Leider hat es der Autor nicht geschafft eine Spannungskurve über das gesamte Buch zu bilden und hat sich in schöne, aber für die Handlung belanglose, Landschaftsbeschreibungen verrannt. Aus dem Plot der Geschichte mit einem Club reicher, weißer Geschäftsmänner hätte man mehr machen und nicht nur an der Oberfläche kratzen können.
Die Kritik hinter der Geschichte ist völlig klar. Der Autor zieht immer wieder
Parallelen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen der USA, wie den
wirtschaftlichen Niedergang einst prosperierender Gegenden, die Vorurteile der weißen Gesellschaft gegenüber Schwarzen und die Korruption bei wirtschaftlichen Entscheidungen.

Bewertung vom 26.08.2019
Verrückt nach Karten

Verrückt nach Karten


ausgezeichnet

Nach den teilweise gemischten Reaktionen auf das Buch, war ich etwas skeptisch was mich erwarten würde.
Aber die Neugier siegte und mein Mann wollte es unbedingt haben. Schon beim ersten Durchblättern des Buches viel direkt auf, mit wie viel Liebe dieses Buch gestaltet wurde.
Auf fast jeder Seite gibt es Karten, teilweise sogar doppelseitig, je nach Größe.
Das Buch ist in verschiedene Kapitel unterteilt:
• Täuschend echt
• Literarische Karten
• Karten erstellen
• Karten lesen
In jedem Kapitel erfährt man mehr, über die Autoren und die Entstehung der Karten. War das Buch zuerst da oder war die Grundlage der Geschichte die Karte selbst?
Die meisten der Geschichten zu den Karten kannte ich und habe mich sofort wieder in meine Kindheit zurückversetzt gefühlt. Und die Geschichten, die ich nicht kenne, interessieren mich jetzt auf den Fall.
Ich kann dieses Buch auf jeden Fall jedem Karten- und Fantasy Liebhaber empfehlen und bin sehr froh, es doch gekauft zu haben.

Bewertung vom 14.08.2019
Geblendet / Jenny Aaron Bd.3
Pflüger, Andreas

Geblendet / Jenny Aaron Bd.3


gut

Ein kleines Mädchen, das bereits im Kindesalter lernt zu töten. So beginnt der dritte Teil um die blinde Ermittlerin Jenny Aaron.
Jenny Aaron ist anfangs nicht in der Arbeit, sondern ihre Geschichte beginnt als sie eine Auszeit in Amerika nimmt und anschließend auf die Insel Rügen fährt, um dort eine Therapie zu beginnen, um ihr Augenlicht möglicherweise doch noch zu retten.
Doch dann explodiert eine Bombe und Jenny muss zurückkommen.

Das Buch geht mit der Geschichte um das kleine Mädchen direkt spannend los und man ist mitten in der Geschichte. Wer ist das Mädchen und was hat es mit der restlichen Geschichte zu tun?
Der Einstieg geht sehr schnell und es gibt nicht viel Geplänkel außen rum. Man ist sozusagen sofort mitten im Geschehen.
Die Erzählweise wechselt anfangs zwischen der Hauptfigur Jenny Aaron, ihrem Team.
Im Laufe der Geschichte vermischen sich die beiden Geschichten, aufgrund eines Anschlags, zu einem Handlungsstrang.

Ich habe die ersten Bücher des Autors gelesen und konnte es deswegen kaum erwarten den dritten Teil zu lesen.
Mir gefällt der Zwiespalt, den Jenny Aaron durchlebt, wie sie ihre Prioritäten setzt und was wichtiger ist. Ist es besser zu sehen oder nicht zu sehen? Geht die eigene Gesundheit vor oder ihr Team?
Zu sagen, dass man sich in die Person hineinversetzen kann ist vielleicht zu viel gesagt, weil ich nicht beurteilen kann, wie es ist blind zu sein. Aber man kann ihr Zweifeln verstehen.
Leider kann das Buch die Spannung des Anfangs nicht halten und phasenweise ist das Buch sehr langatmig.
Alles in allem aber ein gutes Buch.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 30.07.2019
Something in the Water - Im Sog des Verbrechens
Steadman, Catherine

Something in the Water - Im Sog des Verbrechens


weniger gut

Haben Sie sich jemals gefragt, wie lange es dauert, ein Grab auszuheben? Dann können Sie aufhören, darüber nachzudenken. Es dauert eine Ewigkeit. Was immer Sie geschätzt hätten, setzen Sie einfach die doppelte Zeit an.
Wenn ein Buch so anfängt, dann erwarte ich Spannung und wenn ich ehrlich bin auch ein wenig Humor. Immerhin ist es nicht der typische Anfang.

Kurz zur Handlung:
Erin und Mark genießen ihre Flitterwochen auf Bora Bora. Alles läuft gut, bis sie eine Tasche beim Tauchen entdecken. Beide beschließen den Fund zu behalten und niemandem davon zu erzählen. Doch schon bald merken sie, dass es kein Entrinnen gibt.

Das Buch beginnt nun, wie oben geschrieben, mit einem Prolog. Allerdings erfährt man in diesem Prolog schon sehr viel, was einiges an Spannung kostet.
Die Handlung selber finde ich arg an den Haaren herbeigezogen und sehr vieles erscheint nicht logisch oder gar realistisch. Das trifft zwar auf einige Thriller zu, aber in diesem Fall fällt es sehr auf.
Das Buch fängt eigentlich sehr gut an, aber nach und nach zieht sich das Buch immer mehr und verliert sich in doch eher unwichtigen Nebenschauplätzen.
Es lässt sich flüssig lesen, die Sprache ist einfach gehalten. Für mich eher ein kurzweiliger Lesegenuss.

Alles in allem wäre da noch mehr drin gewesen, aber so lässt mich das Buch unzufrieden zurück.

Bewertung vom 30.07.2019
Opfer
Svernström, Bo

Opfer


ausgezeichnet

Gefoltert und verstümmelt, so wird Marco Holst gefunden. Doch er lebt. Nach und nach finden sich aber immer mehr Leichen, die einem ähnlichen Tathergang zum Opfer gefallen sind. Aber welche Verbindung gibt es zwischen den Opfern? Und wofür müssen die Opfer so leiden?
Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Niemand will, dass wieder ein Opfer gefunden wird.
Und wie fängt man einen Mörder, der von sich selbst sagt, dass er gerade erst angefangen hat und nun endlich seine Bestimmung gefunden hat?

Das Buch besteht aus drei Teilen.
Im ersten Teil gibt es eher einen außenstehenden Erzähler. Er hat Einblick in mehrere Figuren und kann deren Gedankengänge wiedergeben. Die Hauptpersonen hier sind der Kriminalkommissar Carl Edson, seine Mitarbeiter Jodie Söderberg und Simon Jerns und die Journalistin Alexandra Bengtsson. Die einzige Person, die bereits im ersten Teil in der Ich-Person spricht, ist der Täter.
Carl Edson ist ein erfahrener Ermittler, der genau weiß, auf was es in seinem Job ankommt. Allerdings beißt auch er sich an diesem Fall die Zähne aus, da es auf den ersten Blick kaum eine Verbindung zwischen den Opfern gibt.
Alexandra Bengtsson ist eine motivierte Journalistin, die von Anfang an über die Morde berichtet. Sie ist geschieden und hat eine erwachsene Tochter.

Die Erzählweise ändert sich dann im zweiten Teil. Ab hier wird nur noch in der Ich-Perspektive des Täters geschrieben. Immer wieder wechselt die Geschichte zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart.

Im dritten Teil wechselt die Geschichte dann nochmal in den unbeteiligten Erzähler. Um so auch das Ende nochmal von allen Seiten betrachten zu können. Das Ende an sich hat mich überrascht und ich habe es so nicht kommen sehen, obwohl der Täter doch relativ früh feststand.

Die Figuren sind sehr authentisch geschrieben und man kann einen Draht zu ihnen aufbauen und sie auch gut verstehen. Selbst das Motiv des Täters ist verständlich, auch wenn ein Mord natürlich keine Lösung ist.
Ab der Hälfte des Buches weiß man zwar schon, wer der Täter ist, aber in diesem Fall finde ich es überhaupt nicht schlimm. Es hat sogar seine Vorteile, da man nun den genauen Hintergrund des Ganzen zu verstehen lernt.

Alles in allem lautet mein Fazit: Es ist ein streckenweises grausames Buch, das allerdings sehr gut geschrieben ist und mich komplett gefesselt hat.

Bewertung vom 23.07.2019
Schneewittchensarg / Ingrid Nyström & Stina Forss Bd.7
Voosen, Roman; Danielsson, Kerstin Signe

Schneewittchensarg / Ingrid Nyström & Stina Forss Bd.7


sehr gut

Vor über 40 Jahren ist die junge Braut Berit an Ihrem Hochzeitstag während einer alten Tradition verschwunden. Mit ihr auch ihr bester Freund. Trotz einer groß angelegten Suchaktion des Dorfes wurde die Tochter eines Glasbläsers nicht mehr gefunden.
Während einer Ausstellung zur Geschichte der Firma ihres damaligen Ehemanns taucht ein Glassarg auf und in diesem Sarg ist das Skelett einer jungen Frau mit Berits Brautkleid.
Die Kommissarinnen Nyström und Forss beginnen zu ermitteln und stoßen auf einen Sumpf von Intrigen und Lügen.
Hierbei handelt es sich um den siebten Teil der Reihe um die Ermittler. Es gibt Reihen da stört das nicht, aber in diesem Fall wäre Vorwissen durchaus wichtig gewesen um die Spannungen zwischen den Ermittlern zu verstehen.
Die Idee der Geschichte ist gut und auch etwas ungewöhnliches. Allerdings finde ich die Umsetzung etwas fade. Es gibt viele Dialoge, die sich teilweise sehr ziehen und nicht immer weiterhelfen bei der Lösung des Falls.
Die Figuren sind interessant beschrieben und man weiß wirklich bis zum Schluss nicht wer der Täter ist. Die Verdächtigen sind vielseitig und die meisten haben ein Geheimnis, dass sie zu wahren versuchen. Und unschuldig ist in diesem Buch niemand wirklich.
An sich ein gutes Buch, aber es empfiehlt sich zuerst die anderen Teile zu lesen.

Bewertung vom 23.07.2019
Wilder Winter / Hap & Leonard Bd.1
Lansdale, Joe R.

Wilder Winter / Hap & Leonard Bd.1


gut

Hap und Leonard sind ungleiche Freunde.
Hap ist Kriegsdienstverweigerer, Leonard Vietnamveteran. Auf den ersten Blick haben die Beiden sehr wenig gemeinsam. Nun schlagen sie sich mit Gelegenheitsjobs durch, um sich über Wasser halten zu können.
Eines Tages taucht Hap´s Exfrau auf und macht ihm ein Angebot, bei dem es um viel Geld geht.
Den Grundgedanken der Geschichte finde ich gut. Ich war ein bisschen enttäuscht, also ich gesehen habe, wie dünn das Buch ist, aber manchmal braucht es auch nicht mehr um eine gute Geschichte zu erzählen.
Vom Schreibstil her ist das Buch gut zu verstehen und es war auch schnell zu lesen. Die Figuren sind gut ausgearbeitet und man erfährt genügend über die Personen und ihre Vergangenheit.
Die Dynamik zwischen Hap und Leonard ist sehr gut und man merkt, dass sie sich immer aufeinander verlassen können.
Hap´s Exfrau Trudy finde ich eine sehr unangenehme Figur, die nur macht was sie will, auch wenn sie nicht wirklich weiß, was sie tut. Oft agiert sie sehr kopflos.
Allerdings finde ich, dass man aus der Geschichte durchaus noch mehr hätte rausholen können. Die anderen Bände werde ich nicht lesen.

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