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Benutzername: Pink Anemone
Wohnort: Wien
Über mich: www.pinkanemoneblog.wordpress.com
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Bewertungen

Insgesamt 69 Bewertungen
Bewertung vom 28.05.2018
So brauch ich Gewalt (eBook, ePUB)
Mühlsteph, Stefanie

So brauch ich Gewalt (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Hier begleitet der Leser zwei weibliche Assassinen, die sich durch das historische London von 1837 bewegen.

Megan, Deckname "Black Widow": eine Femme Fatale, ruhig und bedacht, doch in ihr brodelt das Feuer der Rache. Sie tötet leise, taktisch, geschickt und ohne viel Blut zu vergießen.

Abigail, Deckname "Hawk": ein junges, blondes und unschuldig erscheinendes Püppchen, impulsiv und dickköpfig. Sie tötet mit viel Bums und hinterlässt nicht selten ein wahres Blutbad.

Beide sind gefährliche Auftragsmörderinnen und gehören der Untergrundorganisation Sealgear an. Diese Organisation hält, durch das Töten wichtiger und einflußreicher Männer, die Machtverhältnisse Londons im Gleichgewicht.

"Wir gehören zu einer elitären Klasse Mensch, die nicht dafür geschaffen ist, ein normales Leben zu führen.
Wir räumen den Schmutz der anderen auf und kehren den Dreck von den Gassen dieser gottlosen Stadt, damit dieses verdammte System funktionieren kann.
Dafür wurden wir ausgebildet, dafür töten wir. So ist es schon immer gewesen und so wird es auch in Zukunft sein."
(Kapitel 10 / Pos. 3414; E-Book)

So heißt es, doch selbst in diesem Geheimbund scheint es zu brodeln und ein Kampf um Macht zu entbrennen. Dieser Kampf führt die zwei unwissenden Mörderinnen zusammen. Sie spüren, dass hier etwas nicht stimmt und sie Schachfiguren in einem gefährlichen Spiel sind.
Dieses Spiel muss gewonnen werden und dafür ist wieder einmal Gewalt von Nöten...(Persönliche Inhaltsangabe)

Hier wurde im Bereich Jugendthriller etwas gänzlich Neues erschaffen. Keine schmachtenden Püppchen in einem 08/15-Setting und kein dahinplätschernder Plot mit schnulzigen Passagen, welche mir übermässiges Augenrollen bescherten.
Hier begleitet der Leser nämlich zwei weibliche Assassinen, die sich durch das historische London von 1937 bewegen.

Die Autorin hat mit Megan und Abigail zwei absolute Power-Frauen erschaffen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und dabei alles andere als zimperlich vorgehen.

Die Charaktere sind gut gezeichnet, authentisch und entwickeln sich im Verlauf der Story weiter.
Das Setting ist atmosphärisch und düster, spiegelt so das historische London gekonnt wieder und harmonisiert mit der Geschichte.

"Der nachtschwarze Himmel war von tintenfarbenen Wolken überzogen. Kein Sternenlicht und nicht einmal die Strahlen des Mondes vermochten diese Decke zu durchdringen. Lediglich die Flammen in den spärlichen Straßenlaternen erhellten die Londoner Straßen und Gassen."
(Kapitel 1 / Pos. 65; E-Book)

Der Schreibstil ist flüssig und locker gehalten und lässt einen durch das Buch fliegen. Dies liegt aber auch vor allem an der überaus packenden und spannungsgeladenen Story. Diese beinhaltet einige überraschende Wendungen und Actionszenen treiben die Spannungspitzen in die Höhe, sodass einem beim Lesen nicht nur einmal die Luft wegbleibt.

Die Story ist an sich abgeschlossen, enthält jedoch einen kleinen Cliffhanger, der an eine Fortsetzung hoffen lässt.

Fazit:
Hier stimmt einfach alles - starke weibliche Charaktere, atmosphärisches Setting und packender Plot mit Actionszenen. Dies ist also wirklich ein Jugendthriller der anderen Art und konnte mich aufgrund dessen begeistern und für Stunden fesseln. Was will ein Leserherz mehr?

Bewertung vom 01.05.2018
Im dunklen, dunklen Wald
Ware, Ruth

Im dunklen, dunklen Wald


sehr gut

"Ich laufe.
Ich laufe durch den mondhellen Wald, Zweige zerren an meinen Kleidern, meine Füße verfangen sich im Dickicht der schneebedeckten Farne.
Die Dornen der Brombeersträucher zerkratzen mir die Hände. Die Atemluft brennt in meinem Hals. Es tut weh. Alles tut so weh." (S. 9 - Anfang)

Nora erwacht in einem Krankenhaus, völlig zerschunden, Schmerzen am ganzen Körper und einer posttraumatischen Amnesie. Ein Autounfall, sagen die Ärzte. Doch sie kann sich an keinen Autounfall erinnern, nur daran, dass sie vor irgendwas oder irgendwem davongelaufen ist...durch einen Wald. Und wenn es ein Autounfall war, wieso hält dann ein Polizist vor ihrem Zimmer Wache? Sie möchte, sie MUSS sich erinnern, was auf der Junggesellenfeier geschah, denn die Zeit läuft und zwar gegen sie... (persönliche Inhaltsangabe)

Es wird aus der Ich-Perspektive von Nora erzählt, abwechselnd zwischen Krankenhaus, Erinnerungen und Vergangenheit.
Es fängt ruhig an, doch im Verlauf der Story steigern sich Spannung wie auch Tempo, bis es zu einer überraschenden Auflösung kommt.

Die Auflösung wurde meiner Meinung nach etwas zu schnell abgehandelt und für mich als Krankenschwester gab es so manchen Logikfehler, vor allem das Ende betreffend. Auch enthält dieser Thriller die ein oder andere Durststrecke, welche sich jedoch in Grenzen halten. Die Story selbst liest sich aufgrund des flüssigen Schreibstils locker-flockig und enthält trotzdem stellenweise nahezu literarische Züge.

"...die Schilder rauschten an uns vorbei wie eine Form konkreter Poesie, die Straße wand sich wie ein eisengraues Band, das man achtlos über die von Schafen abgegrasten Moore und niedrigen Hügel geworfen hatte. (S. 27)

Die Charaktere sind gut gezeichnet und könnten unterschiedlicher nicht sein. Dies trägt gekonnt zu der sich entwickelnden Gruppendynamik auf engem Raum bei, von der dieser Thriller lebt. Am Ende verdächtigt man so ziemlich jeden.

Fazit:
Meiner Meinung nach eher ein Spannungsroman als ein Thriller, den ich trotz ein paar weniger Längen innerhalb eines Tages regelrecht verschlang. Also packend ist er auf jeden Fall und konnte mich dadurch äußerst gut unterhalten.
Somit bleibt die Autorin definitiv auf meinem Radar.

© Pink Anemone

Bewertung vom 24.04.2018
Das Böse in deinen Augen
Blackhurst, Jenny

Das Böse in deinen Augen


weniger gut

Imogen - eine Kinderpsychologin, die nach dem Tod ihrer Mutter mit ihrem Mann in ihre verhasste Heimatstadt zurückkehrt. Hier hat sie eine Stelle als Betreuerin für die Schule des Ortes angenommen. Aufgrund eines Vorfalls auf ihrer früheren Arbeitsstelle darf sie nicht mehr als Kinderpsychologin praktizieren.
Sie ist durchaus als psychisch labil zu bezeichnen und der Grund liegt in ihrer Kindheit. Im Verlauf der Story erfährt man was es mit ihrer Vergangenheit und dem zurückliegenden Vorfall auf sich hat.
Leider wurde sie mir zunehmend unsympathisch und sie war einer der Gründe, weshalb ich nicht nur einmal verständnislos den Kopf schüttelte. Möglich, dass dies auch an mir liegt, da ich psychisch labile Hauptprotagonisten in Thrillern schon als ziemlich ausgelutscht betrachte.

Ellie - ein 11-jähriges Mädchen, deren gesamte Familie bei einem Hausbrand ums Leben kam und sie nun bei einer Pflegefamilie in dem kleinen englischen Dorf Gaunt untergekommen ist. Sie ist ein verschlossenes, eher ruhiges Mädchen und auch auf eine ganz spezielle Art unheimlich. Aufgrund dessen hat sie es in der neuen Schule alles andere als leicht und wird von ihren Mitschülern gemobbt.
Sie verhält sich, meiner Meinung nach, zu oft viel zu erwachsen.

Zu Beginn erinnert dieser Thriller eher an einen Mystery-Thriller, aufgrund der doch etwas unheimlichen Geschehnisse, die rund um das 11-jährige Mädchen Ellie geschehen.
Im Verlauf der Story lichtet sich jedoch der Schleier und man merkt schnell, dass hier Manipulation vom Feinsten am Werk ist. Doch von wem und weshalb?
Hier tun sich definitiv Abgründe auf und es ist spannend diese zu verfolgen und Stück für Stück zu erfahren, was und vor allem wer hier wirklich seine Finger im Spiel hat.

Hier werden Themen behandelt wie Mobbing, Traumata und Versagensängste - alles Themen die aktuell sind und bewegen. Diese werden hier aus der erwachsenen, als auch aus der kindlichen Sicht her beleuchtet. Daher ist dieser Thriller durchaus als Jugendthriller ab 16 Jahren geeignet, auch wenn dieser hin und wieder mehr oder weniger blutige Szenen beinhaltet.
Dies erfolgt in einem flüssigen und guten Schreibstil, die Erzählweise ist packend und auch der Plot macht etwas her.

Und trotzdem konnte mich dieser Psychothriller nicht von sich überzeugen und das hat gleich mehrere Gründe:

Zum Einen, wie schon bereits erwähnt, die Charaktere. Diese sind zwar durchaus gut gezeichnet, doch in gewisser Weise agieren und reagieren so manche alles andere als authentisch, allen voran Imogen und Ellie.

Dann hapert es hier ordentlich an der Übersetzung, die sich in merkwürdigen Satzstellungsfehlern und Bezeichnungen/Übersetzungen äußern, welche dem Satz dann eine gänzlich andere Bedeutung geben und somit nicht zur Handlung passen.
Dies hat dann natürlich meinen Lesefluß beeinträchtigt.
Dies ärgert mich insofern, das dies einem großen Verlag mit guten Übersetzern und einem professionellem Lektorat nicht passieren sollten und wenn doch, dann nicht in diesem Ausmaß.

Die Auflösung und das Ende bescherten mit eher Kopfzerbrechen. Anstatt eines "Aha"-Erlebnisses, hatte ich eher mehr Fragezeichen über dem Kopf als zu Beginn.
Manches empfinde ich als sehr weit hergeholt, unglaubwürdig und zudem bleiben hier auch ein paar Fragen gänzlich offen.
Zu viele Vielleichts und Wahrscheinlichs, die mich unzufrieden zurück ließen.

Bewertung vom 24.04.2018
The Awful English Grammar Die schreckliche englische Grammatik
Taylor, Jeremy

The Awful English Grammar Die schreckliche englische Grammatik


gut

"Darf ich vorstellen: Barry Buggins, ein leidenschaftlicher, wenn auch nicht besonders begabter Mann aus England."
-----------
"Meet Barry Buggins, an enthusiastic, but not particularly talented Man from England."
(S .8 & 9 - Anfang)

Ich sage immer mein Englisch hat Harry Potter-Niveau, bedeutet, dass ich Kinderbücher bis, sagen wir mal 12 Jahren, lesen kann und den Zusammenhang verstehe, ohne ständig im Wörterbuch nachschlagen zu müssen.
Die Grammatik war jedoch immer schon mein großes Problem. Ich habe mich im Laufe der Jahre immer höchst erfolgreich davor gedrückt mich näher damit zu beschäftigen, so eine Abneigung habe ich dagegen.
Da ich von den zweisprachigen Ausgaben aus dem dtv-Verlag bisher sehr begeistert war (und immer noch bin), wählte ich nun diese Neuausgabe, welche sich mit der englischen Grammatik beschäftigt. Irgendwann muss ich diesbezüglich ja mal in die Puschen kommen.

Das vorliegende Buch soll für Einsteiger geeignet sein. Nun ja, dem kann ich mich nicht wirklich anschließen. Meiner Meinung nach sollte mindestens das B1-Niveau vorhanden sein.
Zudem ist die Art Sprachen und die dazugehörige Grammatik zu erlernen sehr individuell. Was für den einen die richtige Art und Weise ist, muss bei einem Anderen nicht zwangsläufig ebenso funktionieren. Tja, und leider muss ich sagen, dass sich mir in diesem Buch die englische Grammatik nicht völlig erschloss.
Was sich mir jedoch erschloss war, dass ich zu diesen Grammatik-Lern-Typen gehöre, der die Grammatik nicht anhand von Geschichten erlernen kann, sondern wie in Mathematik so etwas wie Formeln, Tabellen, sowie ein Arbeitsbuch benötige mit dem ich arbeiten kann. Ich muss die "Formel" also selbst schriftlich umsetzen, um sie in mein Hirn zu bekommen.
Das ist für mich persönlich eine wichtige Erkenntnis, da ich nun weiß WIE ich an die Grammatik herangehen muss, um diese zu verinnerlichen und dies ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

Als Ergänzung finde ich dieses Buch jedoch durchaus geeignet und nicht nur, um Grammatik zu lernen. Es blieb ja auch durchaus das eine oder Andere hängen, aber vor allem eignet es sich sehr gut als Wiedereinstieg in die englische Sprache.
Man nimmt neue Wörter in sein Vokabular auf und erlernt so manche typische Redewendung.
Die Geschichte selbst ist einfach gehalten und auch witzig. Ich musste mehrmals schmunzeln und daher liest es sich im Grunde relativ flott weg.
Die Übersetzung stimmt nicht immer 1:1 überein, z.B.: "Wirklich?" wird hier nicht mit "Really?" übersetzt, sondern mit "I don't believe you.", wobei es natürlich auf das Selbe kommt.

Was beinhaltet nun diese "Grammatik-Geschichte"?
- hauptsächlich die verschiedenen Zeitformen, deren Untergruppen, Frageform, sowie Satzkonstruktionen (hier liegt meine persönliche Schwäche)
- Präpositionen
- Substantive und ihre Eigenarten (ob Artikel davor oder nicht, zählbar oder nicht zählbar)
- Fehler die wir Deutschsprachige bezüglich gerne machen (hier habe ich persönlich am meisten mitgenommen)

Veranschlaulicht wird dies hin und wieder mit Tabellen inklusive einem Beispiel. Für mich Tabellenliebhaberin waren es jedoch eindeutig zu wenig.

Wiederholt wird alles innerhalb der Geschichte, was durchaus von Vorteil ist.

Fazit:
Je nachdem zu welchem Lerntypus man gehört, kann dieses Buch durchaus hilfreich sein. Für Einsteiger ist es, meines Erachtens, jedoch nicht, bzw. nur bedingt geeignet. Trotzdem es für mich persönlich nicht allzu hilfreich war, fühlte ich mich aufgrund der lockeren und witzigen Geschichte gut unterhalten und nahm für mich zwar nur wenig neue Grammatik-Erkenntnisse mit, dafür einiges an neuen Vokabeln und Redewendungen.
Für all diejenigen die ihre Englischkenntnisse auffrischen oder vertiefen wollen, kann ich jedoch die zweisprachigen Bücher aus dem dtv-Verlag empfehlen. Diese gibt es in verschiedenen Schwierigkeitsstufen, von Anfänger bis Fortgeschrittene.

Bewertung vom 09.04.2018
Die perfekte Gefährtin / Luc Callanach Bd.1
Fields, Helen

Die perfekte Gefährtin / Luc Callanach Bd.1


ausgezeichnet

Der erste Satz und schon ist man mitten drin im Thriller. Hier wird nicht lange rumgefackelt und ab diesem Zeitpunkt kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen.

Da wäre ein schottischer Franzose der in Edinburgh einen Neuanfang wagt und es dort nicht nur aufgrund seines Akzents schwer hat, sondern auch wegen seines Aussehens. Er könnte nämlich durchaus als "Unterwäschemodel" (Buchzitat) durchgehen.
Wenn er dann auch noch so ein eitler und/oder aalglatter Fatzke gewesen wäre, dem immerzu die Sonne aus dem Arsch scheint, hätte ich wohl genau an dieser Stelle das Buch zugeklappt. Doch DI Luc Callanach ist alles andere als eitel oder aalglatt und die Sonne scheint ihm so viel aus dem Arsch, wie es die Sonne in den schottischen Highlands im Herbst zu tun pflegt. Er ist nämlich keineswegs auf den Mund gefallen, etwas griesgrämig und direkt. Blöd kommen braucht ihm auch keiner und schnell wird dem Leser klar, dass hier ein kompetenter Ermittler am Start ist. Immerhin ehemaliger Interpol-Agent und mit allen Wassern gewaschen. Außerdem wird sein tolles Aussehen kein weiteres Mal mehr erwähnt, was meine kleine Befürchtung war.
Weshalb er seinen Job aufgab, um zur schottischen Polizei zu gehen und regelrecht aus Frankreich geflüchtet ist, bleibt lange sein Geheimnis, über das er nicht reden möchte. Sicher ist, dass er daran ordentlich zu knabbern hat.
Kaum hat er seinen Dienst angetreten wird eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Leiche gefunden. Die wenigen Hinweise, welche sichergestellt werden konnten, weisen auf die vermisste Anwältin Elaine Buxton hin. Doch irgendwas kommt DI Callanach suspekt vor und sein Bauchgefühl sagt ihm, dass daran etwas nicht stimmt.

Hier eröffnen sich dem Leser zwei Handlungsstränge in denen man zum Einen DI Collanach begleitet.
Im zweiten Handlungsstrang taucht man in die kranke Gedankenwelt des Täters Dr. Reginald King ein. Ein Komplexhaufen mit verschrobener Wahrnehmung und der gerne Gott spielt. Er möchte sich eine perfekte Gefährtin kreieren, die ihm ebenbürtig ist. Natürlich muss diese schon vorher intelligent sein und eine starke Persönlichkeit besitzen. Für den Vorgang setzt er grausame Foltermethoden als Erziehungsmaßnahme ein, um sie zu biegen und zu brechen, bis sie so ist, wie sie in seinen Vorstellungen sein soll. Dafür sind jedoch auch Opfer notwendig.

"Mit der Ausnahme des schreienden, wimmernden, sabbernden, plärrenden Haufens lebendigen Fleisches war alles um ihn herum verblasst. Kein peripheres Sehen hätte ihn ablenken können, und er hatte außer ihren animalischen Schreien nichts mehr gehört. Das waren die intensivsten, konzentriertesten Sinneseindrücke, die er je erlebt hatte." (S. 33)

In diesem Thriller ist dem Leser von Anfang an klar wer der Täter ist, doch das nimmt dem keineswegs die Spannung. Im Gegenteil, denn das Interessante und vor allem das Spannende ist hier die Ermittlungsarbeit. Die Autorin überlässt hier nichts dem Zufall, wie es in so manch anderen Thrillern und Krimis nur allzu häufig vorkommt.

Auch die Charaktere sind gut gezeichnet und authentisch. DI Collanach hat zwar durchaus ein mehr oder weniger privates Problem, doch das führt bei ihm weder zu dem mittlerweile thrillerüblichen Alkoholismus, noch steht dieses Problem im Vordergrund. Hier wird also keineswegs über Seiten hinweg rumgejammert. Für mich ist das ein großer Pluspunkt.

Der Schreibstil ist bildhaft und erzeugt wahres Kopfkino.
Der Plot ist außergewöhnlich, durchwegs spannend und enthält mehrere überraschende Wendungen.
Obwohl es bezüglich des Täters keine Überraschung geben kann, enthält dieser Thriller einen spannenden Showdown, der einem mitfiebern lässt.

Fazit:
Hier hält man wirklich einen wahren Pageturner in der Hand und ich habe diesen Thriller in kürzester Zeit verschlungen.

Bewertung vom 02.04.2018
Ghost Writer
Gruber, Andreas

Ghost Writer


sehr gut

Der Autor Andreas Gruber hat unglaublich viele schriftstellerische Facetten und in seinen Anthologien kommen diese besonders gut zur Geltung. Egal ob historischer Grusel, SciFi, unheimlicher Thriller, Medical-Horror oder gar eine Mischung des ein oder anderen. Jeder dieser Geschichten besticht durch unglaublich atmosphärische Beschreibungen des Settings, packenden Schreibstil, authentischen Charakteren, aber auch äußerst skurrilen und auch bekannten Figuren, und durch schwarzen und nicht selten auch morbiden Humor.

"Als ihr Mann, durch einen nächtlichen Anruf geweckt, statt nach dem Telefon zur Waffe greift, die auf dem Nachttisch liegt, schießt er sich beim 'Abheben' versehentlich in den Kopf. Blöder Zufall, kommt sicher nur einmal im Leben vor." (S. 41)

Hier finden wir ebenso einen Schreibstil der an E.A. Poe und H.P. Lovecraft erinnert, als auch einen modernen und frischen Stil, je nach Geschichte und Genre.

Es traf zwar nicht ganz jede Geschichte meinen Geschmack (wie das bei Anthologien eben so ist), wurde jedoch mit so manch anderer Geschichte dafür entschädigte und mich umso mehr begeistern konnte.
Hier ist für jeden Geschmack etwas dabei, jeder kommt durch ein paar Geschichten auf seine Kosten.

Ein ganz besonderes Schmankerl sind die Einleitungen zu jeder Geschichte, welche nicht selten witzige Anekdoten, sowie kleine private Einblicke des Autors enthalten und einen auf die jeweilige Geschichte einstimmen. Diese sollten also unbedingt gelesen werden.

"Die folgende Geschichte ist die zweite bisher unveröffentlichte Story in diesem Band. Ursprünglich wollte ich für diese Kollektion nur alte Stories überarbeiten und keine neuen schreiben. Aber diese Geschichte musste einfach aufs Papier. Die Idee war da, krallte sich mit aller Macht in meinem Kopf fest und ließ mich nicht mehr los, bis ich sie mir von der Seele geschrieben hatte. Nun gehört sie Ihnen - was für eine Erleichterung!" (S. 217)

Fazit:
Wieder eine gelungene Anthologie voller unheimlicher und skurriler Geschichten, Morbidität und schwarzen Humor.
Zugegeben, nicht jede Kurzgeschichte traf meinen Geschmack, aber die anderen im Gegenzug umso mehr und diese ließen mich dann mehr als nur begeistert zurück.
Ich werde immer wieder aufs Neue vom Schreibstil des Autor mitgerissen und das betrifft nicht nur seine Anthologien, sondern vor allem auch seine Thriller.
Ich hätte mich noch ewig in diesem Buch verkriechen mögen, so unheimlich einige Geschichten und so morbid und bösartig so manche Figuren auch waren. Jedenfalls schloß ich das Buch dann mit dem Wissen nun endlich die wahre Geschichte Jack the Rippers zu kennen, dass jeder Zahnarzt irgendwann seine gerechte "Bezahlung" bekommt und das Weihnachten in der Hölle nicht anders gefeiert wird als auf Erden.

© Pink Anemone

Bewertung vom 29.03.2018
Northanger Abbey
Austen, Jane

Northanger Abbey


sehr gut

Catherine Morland ist jung und tugendhaft, jedoch weder ausnehmend schön noch besonders elegant, und als Tochter eines Geistlichen keine sonderlich gute Partie. Ihre Leidenschaft gilt Büchern und deren Figuren und entsprechend naiv verhält sie sich im realen Leben. Doch als sie sich in den gebildeten, wohlerzogenen Henry Tilney verliebt, lernt sie, auf ihre Gefühle zu hören.
Eine Einladung auf den Landsitz seiner Familie scheint wie die Erfüllung eines Traums. Doch die Aura des alten Anwesens Northanger Abbey beflügelt Catherines Phantasie: Sie glaubt, einem düsteren Familiengeheimnis auf der Spur zu sein…(Klappentext)

✾✾✾✾✾
Obwohl dies nicht Jane Austens bester Roman ist, so ist er doch der humorvollste und voller Satire. Hier wird der Schauerroman, welcher sich damals großer Beliebtheit erfreute, ordentlich auf die Schippe genommen.

Catherine, die Hauptprotagonistin, beginnt zusehends die Realität mit einem Schauerroman zu verwechseln. Nach der Ankunft in Northanger Abbey ist Catherine zunächst mehr als nur enttäuscht, hat sie sich doch eine dunkle, furchteinflößende Abtei vorgestellt und keinen modernisierten Bau mit all dem Schnickschnack.

„…was immer Geld und Geschmack leisten konnten, um einem Raum Eleganz und Komfort zu verleihen, war hier geleistet worden, und da sie in den letzten fünf Jahren ein gerichtet worden waren, hatten sie alles, was gemeinhin Gefallen erregen musste, und nichts was Catherine gefiel.“ (S. 204)

Catherine ist jedoch davon überzeugt, dass sich hier ein Geheimnis verbergen MUSS. Es wird daher gestöbert, spekuliert und als nichts etwas hergab musste der Hausherr, General Tilney, herhalten. Bereits nach kurzer Zeit sieht sie in ihm einen wahren Schurken wie aus „Udolphos Geheimnisse“ und solche Schurken hüten ja immer ein allzu fürchterliches Geheimnis, wie jeder weiß.

Bis man als Leser mit der Romanheldin nach Northanger Abbey reisen darf, muss man sich jedoch gedulden, denn diese Reise tritt Catherine erst in der 2. Hälfte des Buches an. Bis dahin erwartet einem ein Sittenporträt in bissigem Ton und in der typischen Jane Austen-Manier, obwohl…nein, stimmt nicht. Hier ist Jane Austen weitaus bissiger, sarkastischer und vor allem humorvoller, wie folgender Satz beweist:

„Seinen beiden jüngeren Schwestern ließ er sodann ihr verdientes Maß an brüderlicher Zärtlichkeit angedeihen, indem er sie beide fragte, wie es ihnen gehe, und feststellte, dass sie beide sehr häßlich aussehen.“ (S. 52)

Die Beschreibung der Charaktere ist ebenso spitzzüngig wie auch amüsant. Doch man bekommt auch einen tiefen Einblick in Austens Gedankenwelt, da sie hier die Stellung des Romans verteidigt, welcher dazumal eher einen bescheidenen Ruf hatte. Dies führte sie mit einem ordentlichen Seitenhieb gegenüber Presse und männlicher Autoren durch.

„Und während tausend Federn das Verdienst des Mannes besingen, der als Neunhundertster eine ‚Geschichte Englands‘ kompiliert oder in einem Bändchen ein paar Dutzend Zeilen von Milton, Pose und Prior versammelt und sie mit einem Artikel aus dem ‚Spectator‘ und einem Kapitel von Sterne herausgibt, scheinen sich nahezu alle einig in dem Wunsch, die Fähigkeiten des Romanschreibens in Abrede zu stellen, seine Leistungen unterzubewerten und generell jene Werke geringzuschätzen, die sich durch nichts hervortun als durch Talent, Geist und Geschmack.“ (S. 37)

Die vorliegende Ausgabe aus dem dtv-Verlag ist von der Übersetzung her top und enthält am Ende Anmerkungen zu den Fußzeilen, sowie „Daten zu Leben und Werk“. Beides ist äußerst interessant zu lesen.

Fazit:
Auch wenn Jane Austen hier meine geliebten Gothic Novels auf die Schippe nimmt, musste ich mehrmals schmunzeln und lachen.
Die erste Hälfte ist zwar durchaus interessant zu lesen, enthält aber doch ein paar langatmige Stellen. Der Roman selbst gewinnt im Grunde erst ab der 2. Hälfte an Tempo. Daher ist es nicht mein absoluter Favorit unter den Jane Austen-Romanen, aber dennoch lesenswert.

Bewertung vom 26.03.2018
Dinner with Mr Darcy
Vogler, Pen (LAW Agency)

Dinner with Mr Darcy


ausgezeichnet

Meine Bewertung betrifft die deutsche Ausgabe!

Jane Austen kreierte eine Welt der Romantik und Poesie, in der Charaktere mit Humor und Feingefühl durchleuchtet wurden. In "Dinner mit Mr. Darcy" begegnen wir diesen liebenswerten Romanhelden und werden in ihre kulinarische Welt entführt. Kochbuchautorin Pen Vogler sammelte dafür einfache und geschmackvolle Rezepte, die großartig zum Nachkochen sind. Zudem erhalten wir Einblicke in Jane Austens wahres Leben: präzise Kochanleitungen von ihren 60 Lieblingsspeisen, festgehalten in privaten Briefen an Freunde und Familie...(Klappentext)

✾✾✾✾✾

Und dieser Klappentext hält was er verspricht. Man öffnet das Buch und taucht ein in die Welt Jane Austens.

"Das Picknick am Box Hill in 'Emma', Mrs. Bennet, die stolz auf ein gut gebratenes Stück Wild ist, ein Stück Stachelbeertorte für die müde, heimwehkranke Fanny Price - in Jane Austens Romanen und Briefen wird üppig aufgetischt. Abendgesellschaften und Picknicks erzählen von der Herzlichkeit ihrer Figuren, dem nachbarlichen Miteinander, den Ambitionen und Ängsten und von der besonderen Rolle, die das Essen in der vornehmen englischen Gesellschaft der georgianischen Zeit spielte. Mithilfe einiger zeitgenössischer Kochbücher geben uns Jane Austens Werke eine Kostprobe des Lebens jener Zeit."
(S. 7 - Anfang)

Diese "Kostproben" nehmen uns mit in Jane Austens Romane in denen Emma die English Muffins, sehr zum Unmut von Mr. Woodhouse, ein zweites Mal anbietet, Mrs. Bennet ihren Gästen Wildbraten anbietet, um zu zeigen, dass sie Freunde mit einem Wildgehege und eine hervorragende Köchin hat oder die Weiße Suppe, welche ebenfalls in "Stolz und Vorurteil" erwähnt wird.

Doch auch die Lieblingsgerichte von Jane Austen finden hier Erwähnung, wie z.B.: Kalbsragout, Mrs. Austens Pudding, Geschmorte Ochsenbacke, etc., sowie viele andere köstliche Gerichte dieser Zeit.
Diese Rezepte werden alle mit einer kleinen Geschichte eingeleitet, um einen auf das Gericht einzustimmen.

Ebenso enthalten alle Rezepte Auszüge aus Original-Kochbüchern wie z.B. "The Experienced English Housekeeper von 1769, Martha Lloyds Haushaltsbuch oder aus Briefen und die meisten Rezepte werden von stimmungsvollen Bildern begleitet, welche einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.

Inhaltsangabe der Rezepte:
*Frühstück mit General Tilney ("Northanger Abbey")
* Mrs. Bennet möchte mit einem Dinner Eindruck machen ("Stolz und Vorurteil")
*Schweinebraten und Äpfel - ein herbstliches Dinner mit Mutter und Tochter Bates ("Emma")
*Lieblingsgerichte von Jane Austens Familie
* Picknickgenuss unter freiem Himmel ("Emma")
*Tee und Kuchen ("Mansfield Park")
*Der Ball in Netherfield ("Stolz und Vorurteil")
*Ein altmodisches Nachtmahl für Mr. Woodhouse und seine Gäste ("Emma")
*Weihnachten mit den Musgroves und andere Feste ("Überredung")
*Geschenke, Getränke und Eingemachtes für Freunde und Schwermütige ("Verstand und Gefühl")

Es gibt hier aufwendige, wie auch einfache Rezepte zu finden, aber alle sind durchaus leicht umzusetzen.
Von mir probiert und für gut befunden: Zitronen-Käsekuchen, Olivers Biskuits

Doch dieses Kochbuch enthält nicht nur Rezepte, sondern auch Geschichtliches über die damalige Zeit, wie z.B.: die ungewöhnlichen Essenszeiten der höheren Gesellschaft, damit sie sich sogar hierbei von der Mittelschicht abheben können, Tisch-Arrangements und Menüfolge, welche sich für uns heutzutage äußerst skurril anhören, über das Personal und die damaligen Küchen und Küchengärten und vieles mehr.

Das Cover finde ich wunderschön und sehr passend, zudem ist das Buch in Leinen gebunden und daher schon etwas ganz besonderes zwischen all den Kochbüchern. Kurz gesagt - es ist ein wahres Schmuckstück und wenn man schon nicht daraus kocht, lädt es doch zum Schmökern ein und lässt einen in die Küchen der georgianischen Zeit sehen.

Bewertung vom 23.02.2018
Der Fluch von Pendle Hill / Frey & McGray Bd.2
Muriel, Oscar de

Der Fluch von Pendle Hill / Frey & McGray Bd.2


sehr gut

Dies ist der 2. Teil der viktorianischen Krimi-Reihe "Frey & McGray" und man kann diesen Teil durchaus auch unabhängig vom 1. Teil "Die Schatten von Edinburgh" lesen. Um die ganzen Zusammenhänge verstehen und so mancher Handlung folgen zu können, ist es jedoch durchaus von Vorteil zuvor den ersten Teil zu lesen.

Schon im Jahr 1624 begann die verhängnisvolle Geschichte der Familie Ardglass, welche im Jahre 1889 ihren grausamen Höhepunkt erreichte.
Der Sohn von Lady Ardglass, Lord Joel Ardglass, ist dem Wahnsinn verfallen und fristet sein Dasein in der Irrenanstalt in Edinburgh.
Eines Nachts ermordet er auf bestialische Weise eine Krankenschwester und flüchtet. Zuvor wurde er beobachtet, als er mit einer Mitpatientin ein Gespräch führte.
Das Unglaubliche daran - diese sprach seit Jahren kein Wort mehr.
Das Schicksalhafte - sie ist die Schwester von Inspector McGray.
Der wahnsinnige Lord scheint auf einer Mission zu sein und hinterlässt auf seiner Flucht eine Spur der Verwüstung, die bis nach Lancashire führt. Immer knapp auf seinen Fersen das Ermittler-Duo Inspector McGray und Inspector Frey, denen bei der Verfolgung immerzu der Glaube an Hexen und schwarze Magie unterkommen.
Können die beiden den Wahnsinnigen stoppen und was verbirgt sich wirklich hinter dieser schwarzen Magie, die nun sie zu verfolgen scheint? (persönliche Inhaltsangabe)


Mit Inspector Frey und Inspector McGray begleitet der Leser ein sehr ungleiches Ermittlerpaar, die mich irgendwie an Bud Spencer und Terence Hill erinnern, jedoch ohne dem ganzen "Haudrauf".

Diese beiden können irgendwie nicht mit, aber auch nicht ohne einander und liefern sich immer wieder heftige Wortgefechte, die einen schmunzeln und manchmal gar laut auflachen lassen. Also trockener und derber britischer Humor inklusive.
Wie auch schon im 1. Teil trifft hier rationale Ermittlerarbeit auf Mystik und gibt dem Ganzen einen ganz speziellen Touch, der sich von anderen historischen Krimis abhebt.

Der Schreibstil ist flüssig und die Wortwahl etwas der damaligen Zeit angepasst, ohne jedoch altbacken zu wirken, sondern dem Krimi Authentizität verleiht. Zudem ist dieser 2. Teil wesentlich temporeicher und beinhaltet eine Wendung nach der anderen. Als Leser hat man das Gefühl, als wäre man selbst an dieser Jagd nach Lord Ardglass und den Hexen beteiligt. Es bleibt kaum Zeit zu verschnaufen.
Hier läuft es einem außerdem nicht nur einmal kalt über den Rücken, was vor allem der bildhaften Sprache geschuldet ist.
Manchmal war es, bezüglich der Jagd, jedoch zu viel des Guten. Diese scheint irgendwie so gar kein Ende nehmen zu wollen und ich ertappte mich dabei, bei einer neuerlichen Wendung mit den Augen zu rollen und zu denken: "Jetzt ist aber auch mal gut mit dem Hin- und Her-Gerenne."
Das ist jedoch Meckern auf hohem Niveau, denn das Ende enthält eine überraschende Auflösung und alles Gerenne und Jagen hatte durchaus Sinn - meistens zumindest.

Das Interessante an diesem Krimi ist jedoch, dass die Hexenprozesse von Pendle Hill tatsächlich stattgefunden haben und der Autor den Krimi darauf aufgebaut hat.
Ebenso die sich um Hexen rankenden Sagen und Legenden der englischen Hexen wurden darin aufgenommen.
Im Nachwort erhält man weitere Informationen zur Entstehung dieses Krimis. Bei Oscar de Muriel lohnt es sich also auch die Anmerkungen des Autors zu lesen.

Fazit:
Auch der 2. Teil der "Frey & McGray"-Reihe konnte mich gut unterhalten.
Ich schmunzelte, lachte, kaute vor Spannung den ein oder anderen Nagel ab und musste bei der Jagd mehrmals selbst erst zu Atem kommen. Ein viktorianischer Krimi, der einem also regelrecht mitreißt.
Daher gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung und ich hoffe, dass es noch viele weitere Teile geben wird.