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Benutzername: 
PeLi
Wohnort: 
Würzburg

Bewertungen

Insgesamt 85 Bewertungen
Bewertung vom 19.09.2022
Die Filiale
Etzold, Veit

Die Filiale


gut

Die Hauptperson in Veit Etzolds neuem Buch "Die Filiale" ist Laura, eine Bankangestellte der Berliner BWG Bank. Ihr Leben wird ziemlich auf den Kopf gestellt, als eines Tages ihre Filiale überfallen wird und durch ihr besonnenes Verhalten, ein Blutbad verhindert wird. Durch diesen Vorfall wird man in der Chefetage auf sie aufmerksam und bietet ihr die Aussicht auf eine baldige Beförderung an. Sie möchte diese Chance natürlich nutzen, allerdings bringt sie das auch in eine Zwickmühle, denn gleichzeitig bekommen sie und ihr Mann die Kündigung für ihr Haus, das sie von der Bank gemietet haben. Und nicht nur sie haben die Kündigung für ihr Zuhause bekommen, sondern die ganze Siedlung soll verkauft werden und alle Mieter müssen raus.
Gegen diese Kündigung möchten Laura und ihr Mann sich wehren, zusammen mit einigen anderen Betroffenen und damit sitzt Laura dann natürlich irgendwie zwischen den Stühlen, denn ihre Beförderung möchte sie natürlich auch auf keinen Fall riskieren.
Als dann kurz darauf auch noch ihr ehemaliger Chef beschuldigt wird, für den Mord an einer Prostituierten verantwortlich zu sein, ahnt Laura, dass viel mehr dahinter steckt, als sie sich anfangs vorstellen konnte.

Veit Etzold war früher selbst Banker und das merkt man diesem Buch auch an. Für Leute, die sich für Themen wie Kryptowährungen, Bitcoins, Aktien, Hedgefonds und Korruption im Bankgeschäft interessieren, ist das bestimmt ein spannender Thriller, doch ich persönlich kann mit dieser Thematik leider gar nichts anfangen. War aber wohl einfach mein Fehler, dass ich eine total falsche Vorstellung von dem Buch hatte, ich habe mir unter einem spannenden Thriller einfach etwas ganz anderes vorgestellt. Da ich den Schreibstil von Veit Etzold aber gut finde und er ja nichts dafür kann, dass mich alles, was mit dem Thema Finanz- und Bankwesen zu tun hat, so langweilt, gebe ich trotzdem 3 Sterne. Von den beiden nächsten Teilen, die ja noch folgen sollen, werde ich allerdings besser die Finger lassen.

Bewertung vom 18.09.2022
Stille blutet
Poznanski, Ursula

Stille blutet


gut

Ich habe bisher alle Bücher von Ursula Poznanski gelesen und jedes Buch konnte mich begeistern. Bei "Stille blutet" war ich zum ersten Mal enttäuscht, ich hatte mir einfach mehr versprochen.

Der Anfang war noch sehr spannend, als die Moderatorin Nadine Just während einer Livesendung ihre eigene Ermordung ankündigt und dann tatsächlich kurz darauf tot aufgefunden wird. Und sie bleibt nicht das einzige Opfer und jedesmal wird die Ermordung vom Opfer selbst angekündigt. Schnell finden sich Spuren, die alle auf einen bestimmten Verdächtigen hindeuten, auf den sich die Polizei dann auch schnell fokussiert. Nur die junge Ermittlerin Fina Plank, die neu im Team ist und sich mit einem besonders unsympathischen Kollegen herumärgern muss, zieht auch noch in Betracht, dass es einen anderen Täter geben könnte, jedenfalls zu Beginn der Ermittlungen. Leider wirkt Fina Plank nicht sehr selbstbewusst und sie lässt sich viel zu viel von ihrem schrecklichen Kollegen gefallen, das hat mich sehr gestört, denn ansonsten war sie eine der sympathischeren Charaktere in dieser Geschichte.
Unsympathische Personen gibt es in diesem Buch dagegen haufenweise, was es mir auch schwer gemacht hat, mitzufiebern.
Was ich sehr spannend fand, waren die kurzen Passagen, in denen der Täter selbst zu Wort kommt. So etwas mag ich immer sehr gerne. Nur diesmal hat im Nachhinein für mich dann in diesen Passagen doch einiges gar nicht gepasst, oder eventuell wird man den Bezug dann wohl erst im nächsten Band erkennen können.
Die Auflösung war im Großen und Ganzen schlüssig , allerdings blieb ein Teil unaufgeklärt, also wahrscheinlich auch schon eine Vorbereitung der Autorin auf den Folgeband und leider mag ich persönlich solche offenen Enden überhaupt nicht.

Mein Fazit: Ich fand das Buch nicht schlecht, denn ich mag den Schreibstil von Ursula Poznanski grundsätzlich sehr gerne. Leider war der Fall aber nicht so spannend, wie ich es erwartet hatte und mehr als durchschnittlich war "Stille blutet" für mich nicht, deshalb von mir nur 3 Sterne.

Bewertung vom 19.08.2022
Sanfte Einführung ins Chaos
Orriols, Marta

Sanfte Einführung ins Chaos


sehr gut

Marta Und Daniel, Anfang und Mitte 30, sind seit zwei Jahren zusammen und haben seit einem Jahr eine gemeinsame Wohnung . Ihre Beziehung ist eher so ausgelegt, dass jeder alle Freiheiten hat und sich keiner zu sehr gebunden fühlt. Marta, die als freie Fotojournalistin arbeitet, reist viel, was ihr auch sehr wichtig ist. Überhaupt genießen die beiden ihr ungebundenes Leben, spontane Treffen mit Freunden, einfach die Freiheit zu haben, das zu tun, was ihnen gefällt. Die einzige Verpflichtung, die sie bisher eingegangen sind, ist ein gemeinsamer Hund, den sie zu sich geholt haben und um den sie sich liebevoll kümmern. Für ihre berufliche Zukunft, hat besonders Marta noch große Pläne.

Und genau in dieser Situation wird Marta nun schwanger. Für sie steht sofort fest, dass sie das Kind nicht bekommen will , was sie Daniel auch gleich zusammen mit der Nachricht von der Schwangerschaft mitteilt. Einen Termin für den Abbruch macht sie auch schnell aus und nun bleiben noch genau 6 Tage, in denen jeder der beiden in Gedanken alle Möglichkeiten durchspielt. Besonders Daniels Gedanken spielen verrückt, er kann sich immer mehr auch vorstellen, Vater zu sein und mit Marta und dem gemeinsamen Baby eine Familie zu gründen. Marta reagiert zuerst auf Daniels Wunsch, total abweisend und sogar richtig sauer, doch auch bei ihr dreht sich plötzlich das Gedankenkarusell und sie überlegt, wie ihr gemeinsames Leben weitergehen soll. Schaffen es die beiden, ihre doch gegensätzlichen Wünsche für di Zukunft unter einen Hut zu bringen? Gibt es überhaupt eine gemeinsame Zukunft, wenn die Vorstellungen in so einem wichtigen Punkt, so unterschiedlich sind? Wenn ja, mit oder ohne KInd? Und hat Daniel überhaupt ein Mitspracherecht bei dieser Frage, Abbruch ja, oder nein?

Mir hat das Buch gut gefallen, mit kleinen Abstrichen. Der Schreibstil ist klar und eigentlich sogar eher emotionslos. Mir war, ehrlich gesagt, Daniel näher, seine Gedanken und sein Gefühl von Machtlosigkeit haben mich mehr berührt als Martas Art, ihn bei diesem Thema, das ja beide angeht, ziemlich auszuschießen. Was mir nicht so gefiel, war, dass eigentlich jeder der beiden für sich alleine mit diesem Problem der ungeplanten Schwangerschaft fertig werden musste, es gab eigentlich kein wirkliches Miteinander. Für mich persönlich nicht vorstellbar, dass man sowas als Paar nicht bespricht und gemeinsam alle Möglichkeiten durchgeht. Bei diesem Paar hatte jeder Beweggründe aus der Vergangenheit, die dann zu der getroffenen Entscheidung geführt haben, aber die beiden sprachen nie wirklich über ihre Erlebnisse in der Kindheit, über ihre Ängste, ihre Sorgen. Die wenigen Gespräche der beiden, waren sehr interessant zu lesen und mehr davon, wären auf jeden Fall bereichernd für das Buch gewesen. Den Schluss hätte ich mir auch etwas ausführlicher gewünscht, ich hätte gerne noch erfahren, wie die beiden mit der am Ende getroffenen Entscheidung zurecht kommen.

Aber, trotz dieser kleinen Schwächen, von mir trotzdem noch 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

Bewertung vom 04.08.2022
Sturmrot / Eira Sjödin Bd.1
Alsterdal, Tove

Sturmrot / Eira Sjödin Bd.1


gut

Die junge Polizistin Eira Sjödin kommt aus Stockholm in ihren Heimatort Kramfors zurück, um bei ihrer demenzkranken Mutter zu leben und sie so vor dem Pflegeheim zu bewahren. Ihr erster Fall konfrontiert sie ausgerechnet mit Olof Hagström, der vor 23 Jahren , als damals 14-jähriger die etwas ältere Lina Stavred vergewaltigt und ermordet haben soll. Eira hat dieses furchtbare Ereignis damals nur am Rande mitbekommen, da sie selbst erst 9 Jahre alt war, doch die Erinnerungen daran, verursachen ihr bis heute Albträume.

Olof hat die Tat damals gestanden und obwohl er nicht verurteilt werden konnte, da er vom Gesetz her noch strafunmündig war, musste er danach sein Elternhaus verlassen und verlor jeden Kontakt zu seiner Familie. Nun, nach 23 Jahren betritt er zum ersten Mal nach all den Jahren wieder sein Elternhaus und findet dort seinen Vater tot in der Badewanne. Natürlich gerät Olof sofort unter Verdacht, etwas mit dem Tod des Vaters zu tun zu haben und Eira, die zusammen mit ihrem Kollegen diesen Fall untersuchen soll, recherchiert dabei auch in dem lange zurückliegenden Mordfall von Lina. Was ist damals passiert? Wie konnte es dazu kommen, dass der ansonsten eher ruhige und unauffällige Junge so eine schlimme Tat begehen konnte? Und auch Menschen aus ihrem persönlichen Umfeld tauchen bei ihren Recherchen auf. Je mehr Eira über die Vergangenheit erfährt, umso wichtiger wird es für sie, herauszufinden, was damals geschah und wie es zu der schlimmen Tat kommen konnte. Und ihr Stochern in der Vergangenheit finden nicht alle Menschen in ihrem Heimatdorf so gut.

Ich mag skandinavische Krimis sehr gerne und hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Im Großen und Ganzen hat es mir auch gut gefallen, auch wenn es leider einige Längen hatte, besonders in der ersten Hälfte des Buches. Viel zu viele Nebensächlichkeiten wurden zu ausführlich erzählt, so dass immer, wenn es gerade spannend wurde, wieder der Lesefluss durch unwichtige Details unterbrochen wurde. So richtig fesselnd fand ich es erst im letzten Drittel, da konnte ich das Buch dann nicht mehr weglegen und wollte unbedingt wissen, wie am Ende alles aufgelöst wird. Der Schreibstil gefiel mir, aber 100 Seiten weniger hätten der Spannung sicher gut getan.

Bewertung vom 17.07.2022
Alles über den Straßenverkehr / Wieso? Weshalb? Warum? Bd.50
Erne, Andrea

Alles über den Straßenverkehr / Wieso? Weshalb? Warum? Bd.50


ausgezeichnet

"Alles über den Straßenverkehr" aus der Wieso? Weshalb? Warum? Sachbuchreihe für Kinder von 4-7 Jahren informiert die Kinder über alle wichtigen Regeln im Straßenverkehr. Mit vielen bunten Illustrationen und Klappen , die dann noch nähere Infos zu den jeweiligen Themen liefern, wird zum Beispiel erklärt, wie und wo man am sichersten über die Straße gehen kann, wie man sich beim Fahrradfahren verhält, auf was man auch als Fußgänger achten muss, um nicht gefährdet zu werden.
Auch über Busse und Bahnen und wie man diese benutzt wird informiert, oder wie Kinder im Auto am sichersten mitfahren, oder im Fahrradanhänger. Es wird auf das sehr wichtige Benutzen von Helmen hingewiesen und was ein Fahrrad alles haben muss, um verkehrstauglich zu sein und es werden nochmal besonders gefährliche Situationen beschrieben und wie man sich dort richtig verhält. Und am Ende gibt es sogar noch ein Spiel, bei dem man auch gleich noch ein paar Fragen zu den vorher im Buch erklärten Themen beantworten muss.

Wie alle "Wieso? Weshalb? Warum? Bücher macht es einfach Spaß, dieses zusammen mit den Kindern anzuschauen und zu entdecken, was sich unter den vielen Klappen verbirgt. Alles wird, wie immer, sehr kindgerecht und trotzdem ausführlich erklärt und wirklich alle wichtigen Bereiche im Straßenverkehr werden erwähnt. Und ergänzt werden die wichtigen Informationen , wie immer in dieser Sachbuchreihe, durch tolle, farbenfrohe Illustrationen. So macht Lernen Spaß!

Bewertung vom 16.07.2022
Mein Kompass durch die Wechseljahre
Fischer, Heide

Mein Kompass durch die Wechseljahre


gut

Die Ärztin und Spezialistin für Frauen-Naturheilkunde Heide Fischer informiert hier über das Thema Wechseljahre. In dieser Zeit verändert sich nicht nur der Körper, sondern auch die Seele ist von diesem Hormonchaos, betroffen.

Und leider geht diese Zeit, die sich über mehrere Jahre zieht, nicht bei allen Frauen einfach ohne Beschwerden vorüber. Frau Fischer hat hier versucht, alle Themen einzubeziehen und darüber zu informieren . Da das Thema Wechseljahre allerdings ja schon sehr umfangreich ist und es viele verschiedene Bereiche betrifft, konnte meiner Meinung nach jedes einzelne Thema nur ziemlich kurz behandelt werden.

Die Einleitung, in der das Zusammenspiel der Hormone und die Veränderung dieser Hormone in den Wechseljahren erklärt wird, war für meinen Geschmack leider etwas zu ausführlich und zu wissenschaftlich erklärt, das hätte für mich nicht sein müssen, da ich ( und bestimmt auch viele andere Frauen jenseits der 40) darüber sowieso schon Bescheid wusste. Ich persönlich hätte mir dafür andere Bereiche etwas ausführlicher gewünscht , die aber leider nur kurz angeschnitten wurden.

Es gab zwischendurch für einige Beschwerden zwar auch immer mal ein Rezept für einen Tee oder Bachblüten ( das fand ich gut und ich werde bestimmt auch ein paar der Kräutertees ausprobieren), die helfen könnten, aber dann war leider auch sehr oft nur ein Hinweis auf ein anderes Buch über Pflanzenheilkunde, das Heide Fischer ebenfalls geschrieben hat. Das fand ich, ehrlich gesagt, sehr schade, denn eigentlich hatte ich mir von diesem Buch genau so etwas erhofft, mehr Infos über pflanzliche Mittel, die mir bei meinen Wechseljahrsbeschwerden helfen könnten. Ich mag dann nicht immer wieder nur lesen , dass ich in einem anderen Buch der gleichen Autorin nachlesen kann, was ich über das betreffende Thema wissen möchte. Außerdem störte mich auch, dass bei vielen Themen dann ein Hinweis kam, für weitere Infos weiter hinten im Buch nachzuschlagen. Als Beispiel nur mal zum Thema Hitzewellen. Da gibt sie den Tipp, dass man Minz- oder Salbeihydrolat in eine Sprühflasche füllen und sich damit einnebeln soll. Mich hätte da noch interessiert, wo man denn sowas überhaupt bekommen würde, wenn man es mal ausprobieren wollte, denn ich kenne kein Minz-oder Salbeihydrolat. Gibt es so etwas in Apotheken? Dann erwähnt sie doch noch, dass eine bestimmte Apothekerin ein Hitzewallungsspray entwickelt hat, danach steht dann "siehe Seite 251", nur, wenn man dann auf diese Seite blättert, findet man das nicht. Ich jedenfalls habe es nicht gefunden und so ging es mir nicht nur bei dem Thema "Hitzewellen", denn das zog sich leider durch das ganze Buch und durch alle Themen, dass die Autorin immer , eigentlich für mich interessante Themen, kurz angerissen hat und nähere Infos sollte man angeblich auf einer anderen Seite am Ende des Buches finden, wo ich aber dann nichts gefunden habe. Vielleicht stelle ich mich ja auch zu doof an und habe es nur übersehen, aber ich hätte mir einfach ein Buch gewünscht, das mir Tipps und Hilfe für meine Beschwerden bietet, ohne , dass ich erst lange nach den interessanten Infos suchen muss oder mir dafür ein zweites Buch dieser Autorin kaufen muss.

Mein Fazit zu diesem Buch: Manches war ganz interessant, wie zum Beispiel einige Kräutertee-Rezepte, die ich sicher ausprobieren werde, aber im Großen und Ganzen hatte ich mir einfach mehr versprochen und habe für mich persönlich jetzt nach dem Lesen, nichts über das Thema "Wechseljahre und Wechseljahrsbeschwerden" erfahren, das ich nicht auch vorher schon wusste.

Bewertung vom 28.06.2022
Zusammen sind wir unschlagbar! / Pfeffer & Minze Bd.1
Welk, Sarah

Zusammen sind wir unschlagbar! / Pfeffer & Minze Bd.1


ausgezeichnet

Die Freundinnen Juna Pfeff und Millie Minze sind unzertrennlich und zusammen einfach unschlagbar. Jetzt gibt es allerdings ein Problem und zwar wird Millie die Klasse wiederholen müssen, falls sie in der nächsten Mathe-Arbeit keine gute Note schreibt. Da sie aber leider in Mathe gar nicht gut ist, wird das schwer., Doch zum Glück hat Juna dann eine geniale Idee, wie sie Millies Sitzenbleiben durch eine kleine Schummelei verhindern könnten. Fast wäre das dann schiefgegangen und Herr Flöter, der Mahelehrer wäre ihnen fast auf de Schliche gekommen. Doch am Ende hat es dann, dank der Unterstützung von Millies Mutter doch noch geklappt und Millie und Juna werden auch das nächste Schuljahr wieder gemeinsam verbringen.

Doch kaum ist das eine Problem gelöst, schon naht das nächste und das zu lösen, wird wirklich nicht leicht. Nach der Schule gehen die beiden Mädels immer in Rosis Imbiss, denn hier gibt es erstens die besten Pommes mit der leckersten Soße, die man sich nur vorstellen kann , zweitens kann man dort so schön quatschen und lästern, wie sonst nirgendwo und der letzte und wichtigste Grund, sie mögen Rosi einfach, denn die ist immer nett und gut gelaunt und man fühlt sich bei ihr einfach wohl.

Nun ist der Imbiss allerdings in Gefahr, denn Rosi hat hohe Mietschulden und Herr Brauksiepe, der Vater von Bella-Grace die übrigens die Erzfeindin von Pfeffer& Minze" ist, möchte dort bald einen veganen Imbiss eröffnen Das können die beiden Mädchen natürlich auf keinen Fall zulassen und so überlegen sie gemeinsam, was sie tun können, um den Imbiss zu retten . Und sie wären ja nicht Pfeffer&Minze, wenn sie nicht tatsachlich eine Idee hätten. Und so schmiedet das Dreamteam Juna Pfeff und Millie Minze einen Plan, um Rosi zu helfen, den Imbiss behalten zu können.. Ob ihnen das gelingt? Das wird hier natürlich nicht verraten;-)

Erzählt wird die Geschichte in Tagebuchform und Millie ist die Verfasserin. Sie schreibt alle spannenden, lustigen und manchmal auch ärgerlichen Erlebnisse auf und es macht richtig Spaß, so den Alltag der Freundinnen zu verfolgen und in Millies Gedanken einzutauchen. Die Altersempfehlung für dieses Buch ist 10-14 Jahre und ich finde das auch wirklich passend . Wahrscheinlich wird dieses Buch hauptsächlich von Mädchen gelesen werden, allerdings betreffen die Themen, um die es geht, nämlich Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Schulalltag eigentlich ja genauso auch Jungs, also vielleicht liest es ja auch der ein oder andere Junge ganz gerne.

Zum Schluss möchte ich unbedingt noch das Cover erwähnen, denn das gefällt mir richtig gut. Überwiegend in türkis gehalten und die Zeichnungen der Figuren wirklich sehr gelungen. Auf den ersten beiden Seiten werden dann auch nochmal die wichtigsten Personen bildlich vorgestellt, was, wie ich finde, immer ein schöner Einstieg in eine Geschichte ist.

Von mir auf jeden Fall eine klare Empfehlung für dieses schöne Kinderbuch!

Bewertung vom 10.06.2022
Der Zoom-Killer / Tom-Bachmann-Serie Bd.2
Meyer, Chris

Der Zoom-Killer / Tom-Bachmann-Serie Bd.2


ausgezeichnet

Eigentlich sollte es eine ganz normale Videokonferenz werden, zu der sich mehrere Beschäftige aus der Pornobranche verabredet hatten und anfangs läuft auch alles wie geplant. Doch dann steht plötzlich ein schwarz maskierter Mann hinter einem der Teilnehmer und hält dem ein Messer an den Hals. Die anderen warnt er davor, Hilfe zu holen und nicht mal wegschauen ist erlaubt, ansonsten will er den Mann, den er gerade bedroht, töten. Als einer der Konferenz-Teilnehmer über sein Handy den Notruf wählen will, merkt der Täter das sofort, so wird allen klar, dass ihre Handys und Computer gehackt wurden und der Täter sie alle kontrolliert. Ihnen bleibt also tatsächlich nichts anderes übrig, als bei allem zuzusehen, was der maskierte Mann mit seinem Opfer anstellt. Und der beginnt dann auch sofort mit der Prozedur, wie er selbst es nennt und foltert und quält sein Opfer bis zum Tod.

Und es bleibt nicht bei diesem einen Opfer, denn kurz darauf wird , wieder während einer Videokonferenz auf die gleiche blutige und grausame Weise ein anderer Mann getötet und wieder unter den Augen der anderen Konferenz-Teilnehmer.

Tom Bachmann und sein Team vom BKA sind für die Fälle zuständig und sie versuchen, herauszufinden, ob die Opfer, die eigentlich auf den ersten Blick völlig gegensätzlich wirken, etwas gemeinsam haben, was sie für den "Zoom-Killer" zum perfekten Opfer macht. Und es gibt wirklich, wie vermutet, eine Gemeinsamkeit und außerdem wird den Ermittlern schnell klar, dass das Morden weitergehen wird und der Täter noch lange nicht fertig ist.

Während die Ermittler also auf Hochtouren daran arbeiten, den Zoom-Killer zu erwischen, bevor er noch mehr Menschen umbringt, wird Tom noch zusätzlich mit seiner schwierigen Vergangenheit konfrontiert, denn auch er selbst wuchs bei einem schlimmen Psychopathen auf und, obwohl er seit damals keinen Kontakt mehr zu seinem grausamen Vater hatte, drängt sich der plötzlich wieder in Toms Gedanken und in sein Leben.

Schon der Einstieg in die Geschichte beginnt sehr rasant und dem Autor gelang es, diese Spannung durchgehend auf einem sehr hohen Level zu halten. Auch die vielen Rückblenden in Toms Vergangenheit und seine schlimme Kindheit, waren sehr interessant und sorgten mit dafür, dass niemals Langeweile aufkam. Für zartbesaitete Leser ist dieses Buch wohl eher nichts, denn die Beschreibungen sind schon sehr detailliert und unfassbar brutal. Obwohl ich mir an manchen , besonders schlimmen Stellen, auch dachte "oh nein, so genau muss das jetzt doch nicht sein" , hat mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen und ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen.

Bewertung vom 24.04.2022
Schwarzlicht
Läckberg, Camilla;Fexeus, Henrik

Schwarzlicht


gut

Eine Frau wird tot in einer durch Schwertern durchbohrten Kiste gefunden. Eine Kiste, die so ähnlich auch in Zaubershows verwendet werden, deshalb bittet die für diesen Mordfall zuständige Stockholmer Kommissarin Mina Dabiri den Mentalisten Vincent Walder um Hilfe. Der kann zwar mit Menschen nicht gut umgehen, aber dafür kann er sich sehr gut in die Psyche anderer Menschen einfühlen und Details erkennen, die andere Menschen nicht sehen.
Nach anfänglichem Zögern willigt er schließlich ein, der Polizei als Berater zur Verfügung zu stehen.
Kurz darauf werden weitere Leichen gefunden, die ebenfalls auf grausame Art getötet werden, die alle mit Kisten zu tun haben, die man in Zaubershows verwendet.

Und an jeder Leiche hinterlässt der Mörder ein Zeichen, das auf einen Countdown hindeutet, es werden also ganz sicher noch weitere Menschen sterben, wenn die Polizisten den Serienmörder nicht schnell fassen. Und so beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um weitere Morde zu verhindern.

Eigentlich fand ich die Grundidee dieses Buches sehr gut und es gab auch einige Stellen , die ich sehr spannend fand. Doch leider wurde das alles so in die Länge gezogen und es wurde zu viel über die Probleme und Macken der Protagonisten geschrieben, wodurch leider die Spannung auf der Strecke blieb.
Mich nervte es irgendwann auch nur noch, immer wieder zu lesen, wie oft Mina , die eine krankhafte Angst vor Keimen hat, ihre Hände desinfiziert,dass sie nichts ohne Handschuhe anfasst, keine Berührungen von anderen Menschen erträgt. Das kann man natürlich erwähnen, gehört ja auch dazu, um die Personen kennenzulernen. Doch muss man es wirklich so oft erwähnen? Und Vincent hat ja auch so seine Probleme und auch die wurden mir einfach zu oft erwähnt. Und die beiden sind ja nicht die einzigen mit Macken und psychischen Problemen. Die eine ist eifersüchtig auf alles und jeden, der nächste schläft ständig ein, die Gedanken der nächsten drehen sich nur um ihre medizinische Behandlung. Und so zieht es sich eigentlich durch bis zum Schluss, die sonderbaren Angewohnheiten der Ermittler und ihrer Familien nahmen für mich persönlich einfach viel zu viel Raum ein. Ich glaube, man hätte mindestens ein Drittel der Seiten streichen können und sich mehr auf die , eigentlich wirklich sehr spannenden, Morde konzentrieren sollen, dann hätte das ein super Psychothriller werden können. Aber so war es für mich leider nur durchschnittlich spannend und mehr als 3 Sterne kann ich für dieses Buch nicht vergeben.

Bewertung vom 24.04.2022
Im Auge des Zebras / Olivia Holzmann Bd.1
Kliesch, Vincent

Im Auge des Zebras / Olivia Holzmann Bd.1


ausgezeichnet

Da ich bisher alle Bücher von Vincent Kliesch gelesen habe, ist mir das Genie Severin Boesherz natürlich bereits bekannt.
Nach seinem letzten Fall hat sich der brillante Ermittler völlig zurückgezogen und möchte auch auf keinen Fall nochmal in den Polizeidienst zurück kommen. Seine Kollegin Olivia Holzmann hat nun einen sehr rätselhaften Fall zu lösen und zwar wurden sieben Jungen an verschiedenen Orten in Deutschland zum genau gleichen Zeitpunkt entführt und kurz darauf wurden ihre Eltern brutal ermordet. Alle Beweise deuten seltsamerweise auf denselben Täter hin.
Nachdem Olivia Holzmann schnell einen ersten Verdächtigen hat , der es ihr allerdings alles andere als leicht macht, landet sie ziemlich schnell in einer Sackgasse und da die Zeit drängt, um die Jungen noch retten zu können, sieht sie nur noch einen Ausweg, sie bittet ihren ehemaligen Kollegen Boesherz um Hilfe, denn ihrer Meinung nach, kann nur er so einen komplexen Fall lösen. Boesherz lässt seine frühere Kollegin allerdings eiskalt abblitzen, er lehnt es ab, ihr zu helfen, verbringt seine Zeit lieber damit, seinen Sohn Ferdinand kriminalistische Rätsel lösen zu lassen, denn offenbar soll der mal genauso genial werden wie der Vater.

Als nächstes bittet Olivia dann noch eine ehemalige Ermittlerin um Hilfe, die früher bei einem ganz ähnlichen Fall eine große Rolle gespielt hat. Die ist aber irgendwie auch keine große Hilfe und irgendwann , endlich, versucht die Kommissarin dann doch selbst, hinter das Geheimnis der gleichzeitigen Entführungen und Morde zu kommen.

Ich habe diesmal ein bisschen länger, als bei den Vorgängern, gebraucht, richtig in die Geschichte hinein zu finden. Der erste Teil auf dem Schiff war für mich eher langweilig. Doch als dieser Teil des Buches dann abgeschlossen war, wurde es richtig super. Ich mag solche rätselhaften Fälle, um die es immer in den Büchern von Vincent Kliesch geht. Irgendwie ist das schon zu seinem Markenzeichen geworden und mir gefällt das sehr gut, denn auch die Auflösungen sind immer richtig genial. Ich fand es etwas schade, dass Severin Boesherz jetzt wohl wirklich völlig in den Hintergrund verschwindet und Olivia Holzmann in Zukunft ohne ihn ermittelt. Auch, wenn seine ziemlich überhebliche Art, es einem nicht leicht macht, ihn zu mögen, mir persönlich ist er echt ans Herz gewachsen, deshalb hoffe ich, dass er beim nächsten Fall doch wieder dabei ist und auch wieder etwas mehr in den Vordergrund tritt.

Das war für mich aber der einzige kleine Wermutstropfen, ansonsten hat mir "Im Auge des Zebras" sehr gut gefallen , der Schreibstil von Vincent Kliesch ist einfach fesselnd und seine Bücher sind für mich immer echte Lesehighlights.