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Azyria Sun

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Insgesamt 732 Bewertungen
Bewertung vom 02.01.2026
Henn, Carsten Sebastian

Sonnenaufgang Nr. 5


ausgezeichnet

Zwischen Erinnerungen und dem, was bleibt

„Und dann und wann ein weißer Elefant“ (eBook 24 %)

Worum geht’s?
Jonas ist 19, Halbwaise, hat sein Germanistikstudium hingeworfen und soll eigentlich im Restaurant seines Vaters mit anpacken. Stattdessen träumt er davon, als Ghostwriter zu arbeiten. Als Stella Dor ihn engagiert, um ihre Autobiografie zu schreiben, ahnt er noch nicht, worauf er sich einlässt. Denn dieser Auftrag öffnet Türen zu Erinnerungen, zu Freundschaften, zu gelebten und verpassten Leben – und zu der Frage, was am Ende wirklich bleibt.

Meine Meinung:
Carsten Sebastian Henn ist für mich seit jeher eine verlässliche Adresse für Pageturner mit emotionaler Tiefenwirkung. Und auch bei seinem Roman „Sonnenaufgang Nr. 5“ gilt: Taschentücher sollten griffbereit liegen. Sehr griffbereit. Sein Schreibstil ist erneut eindrucksvoll, intensiv und von einer Wärme durchzogen, die sich leise, aber nachhaltig unter die Haut schiebt. Henn schreibt nicht einfach Geschichten – er malt Bilder, legt Gefühle frei und schafft Momente, die bleiben, lange nachdem die letzte Seite gelesen ist.

Wir begleiten vor allem Jonas, doch im Zentrum steht Stella, deren Leben er aufschreiben soll. Und mit ihr entfaltet sich ein ganzes Geflecht an Schicksalen: Nessa, Bente – die alte Frau, die Tag für Tag an der Bushaltestelle sitzt – Imke, Paul und viele andere. Jede Figur bringt ihre eigenen Erinnerungen, Verluste und Hoffnungen mit. Sie alle fühlen sich so lebendig, so echt an, dass es fast unmöglich ist zu sagen, wen man am liebsten begleitet oder ins Herz geschlossen hat.

Das Schönste an diesem Buch sind letztlich die Geschichten hinter der Geschichte. Bentes Grund, warum sie immer an der Bushaltestelle sitzt. Nessas Leben. Stellas Leben. Und nicht zuletzt Jonas selbst, der ebenfalls seinen eigenen inneren Kämpfen gegenübersteht. Mit einer beeindruckenden Selbstverständlichkeit legt der Autor Herzenswärme zwischen die Zeilen, ohne je kitschig zu werden. Mehr als einmal saß ich mit feuchten Augen da – so leise und zugleich so wuchtig sind diese Erzählungen.

Besonders berührend ist auch der Blick auf das Erinnern selbst: wie Erinnerungen sich verändern, wie verschiedene Menschen dasselbe Ereignis unterschiedlich abspeichern und wie Wirklichkeit und Erinnerung miteinander verschmelzen können. Genau darin liegt eine große Stärke dieses Romans. Ich hätte ewig weiterlesen können, habe das Buch förmlich weggesuchtet und freue mich jetzt schon auf den Moment, in dem ich das nächste Werk des Autors in den Händen halten darf. Carsten Sebastian Henn nimmt uns erneut mit auf eine emotionale Reise voller Erinnerungssplitter, leiser Wunder und Gefühlsspitzen, die noch lange bleiben.


Fazit:
„Sonnenaufgang Nr. 5“ von Carsten Sebastian Henn ist ein Roman, der unerwartet tief trifft. Eine Geschichte über Erinnerungen, über Menschen, die Spuren hinterlassen, und über das, was zwischen den Zeilen eines Lebens steht. Warmherzig, klug und voller Emotionen erzählt, ohne jemals kitschig zu wirken. Ein Buch, das berührt und zeigt, wie kostbar Geschichten sein können – die erzählten ebenso wie die gelebten.

5 gefühlvolle Sterne von mir – und haltet die Taschentücher bereit!

Bewertung vom 29.12.2025
Cross, Ethan

Im Labyrinth der Furcht


gut

Zu leise für Ackerman

Worum geht’s?
Francis Ackerman jr. und seine Geschwister werden vom Hüter gefangen gehalten. Nadia will ihn unbedingt finden und setzt alles daran, an die geheime Liste zu kommen. Dabei entdeckt sie im Dark Web eine unheimliche Versteigerung – wie hängt das alles zusammen?

Meine Meinung:
In dem Thriller „Im Labyrinth der Furcht“, dem zweiten Teil der Hüter-Reihe, begleiten wir Francis Ackerman jr. ein weiteres Mal in die dunklen, klaustrophobischen Abgründe der Verbrechenswelt. Die Handschrift von Ethan Cross ist auch hier wieder deutlich spürbar. Hart, präzise, kompromisslos. Orte, die sich wie zugeschlossene Fallen anfühlen, und Szenarien, die ihre Wirkung nicht durch Lautstärke entfalten, sondern durch Kontrolle. Mit Leon und Willard lernen wir zudem zwei Charaktere kennen, die eine ebenso kreative wie verstörende Verbrechensreihe erschaffen.

Was mir an diesem Band besonders gut gefallen hat: Nadia bekommt endlich wieder Raum. Sie steht nicht länger am Rand, sondern mischt aktiv mit. Im ersten Fall mit Ackerman haben wir gesehen, welches Potenzial in ihr steckt, und hier darf sie endlich wieder zeigen, wozu sie fähig ist. Das fühlt sich richtig an. Ackerman, Marcus und Co. dagegen wirken diesmal fast ungewohnt zurückhaltend. Beinahe zahm. Wer die Reihe kennt, weiß, dass das nicht der Standard ist.

Die Geschichte besteht aus zwei klar getrennten Handlungssträngen. Zum einen begleiten wir Nadia bei ihrer Suche nach Ackerman, die sie mitten in einen Fall führt, der gleichermaßen genial, gnadenlos und grausam ist. Dieser Teil trägt den Thriller. Die Täter, die Opfer, die perfide Auktion im Dark Web – das ist brutal gut, durchdacht und verstörend. Hier entfaltet sich genau jene dunkle Faszination, für die man Ethan Cross liest. Der zweite Strang rund um Ackerman in den Fängen des Hüters tritt dahinter deutlich zurück. Ein abgelegener Ort im kältesten Teil der Welt, ein klassisches Locked-In-Szenario mit nahezu endlosen Möglichkeiten. Und doch bleibt Ackerman erstaunlich kontrolliert. Fast zu kontrolliert. Es gibt spannende Szenen und interessante Ansätze, keine Frage. Aber gerade hier hätte ich mir mehr Eskalation gewünscht. Mehr Gefahr. Mehr Ackerman.

So sehr ich diese Reihe liebe, so sehr ich Ackerman liebe und so treu ich bislang allen Bänden mit vollen fünf Sternen war: Zum ersten Mal muss ich Punkte abziehen. So schwer es mir fällt. Ackerman war hier einfach nicht Ackerman. Das Ende wirkte für einen Charakter wie Francis Ackerman jr. fast ein wenig unwürdig. Zu glatt. Zu leise. Gleichzeitig stellt das Finale wichtige Weichen für den nächsten Teil. Offene Fragen bleiben, Erwartungen werden geweckt, und die Hoffnung ist groß, dass wir bald wieder jene typisch grausame, prickelnde, explosive Ackerman-Spannung erleben dürfen, wie wir sie kennen. Und vielleicht… Edgar?!

Fazit:
„Im Labyrinth der Furcht“ von Ethan Cross ist ein guter Thriller mit einem herausragenden Ermittlungsstrang rund um Nadia und einer richtig guten Grundidee. Gleichzeitig bleibt ausgerechnet Francis Ackerman jr. diesmal überraschend zurückhaltend. Der Roman ist spannend, atmosphärisch und düster, verfehlt aber erstmals innerhalb der Reihe sein volles Eskalationspotenzial.

Leider nur 3 Sterne von mir.

Bewertung vom 27.12.2025
Schaudinn, Jasmin

Im Dschungel ist heut Tobetag!


ausgezeichnet

Wundervoll verrückt und farbenfroh

Worum geht’s?
Erzieher Bolle ist krank. Oh nein! Also müssen sich die Eltern etwas richtig Kreatives einfallen lassen, damit die Kinder gut betreut sind – und Bolle ganz schnell wieder gesund wird. Jeden Tag übernimmt ein anderes Elternteil das Ruder und zack: Wir landen mitten in wundervollen, wilden, lustigen Abenteuern.

Meine Meinung:
Das Kinderbuch „Im Dschungel ist heut Tobetag“ ist einfach nur großartig. Wirklich. Eigentlich empfohlen ab 4 Jahren, aber mein 2,5-Jähriger hat es komplett gefeiert. Der kindgerechte Text von Jasmin Schaudinn sprüht vor Fantasie, verrückten Ideen und ganz viel Freude. Und dann diese Illustrationen von Anna Galitskaya – so bunt, so lebendig, so detailreich. Ein absolutes Bilderfest!

Wir begleiten Melody, Fee, Ralle, Flummi und Fred durch 12 Geschichten, die mit etwa 10 Minuten perfekt zum Vorlesen geeignet sind. Genau richtig für abends, genau richtig für kleine Zuhörer. Die vielen Details in den Bildern sorgen dafür, dass die Kinder auch auf Seiten mit viel Text konzentriert bleiben, richtig lange schauen, entdecken und erzählen – Langeweile hat hier keine Chance. Schon die Figuren sind ein Highlight: Tiger Ralle als selbstbewusster Anführer, Elefant Melody als kleine Ballerina, und ganz besonders Spinne Fee, die sofort das Herz meines Kleinen erobert hat. Ein herrlich bunter Haufen, in dem jedes Kind sein ganz persönliches Lieblingstier findet.

Und die Abenteuer? Jeden Tag anders. Mal spannend, mal lustig, mal herrlich verrückt. Besonders geliebt hat mein Kleiner die Übernachtung, das Verkleiden und natürlich die Schatzsuche. Die hat sogar mich überrascht – Faultier Fred und sein Papa haben da ordentlich Eindruck hinterlassen. Insgesamt ist alles so fantasievoll erzählt und illustriert, dass jede einzelne Geschichte ein kleines Fest ist. Wir mussten uns ernsthaft zwingen, nach maximal zwei Einschlafgeschichten aufzuhören. Die Tikita hat uns einfach nicht mehr losgelassen. Ganz besonders schön war die letzte Geschichte, als Bolle wieder gesund ist und gemeinsam auf die vergangenen Tage zurückgeblickt wird. Mein Kleiner hat begeistert erzählt, was er noch wusste, wir haben die passenden Seiten aufgeschlagen und nochmals nachgeschaut – ein richtig schöner, runder Abschluss.

Fazit:
„Im Dschungel ist heut Tobetag“ von Jasmin Schaudinn, illustriert von Anna Galitskaya, ist ein rundum gelungenes Vorlesebuch, das mit Fantasie, Humor und ganz viel Herz begeistert. Die perfekt kurzen Geschichten, die liebevollen Figuren und die farbenfrohen Illustrationen sorgen dafür, dass Kinder aufmerksam zuhören, entdecken und immer wieder zurück in die Tikita wollen.

Für uns ist es ein echtes Lieblingsbuch geworden, das fest zum Abendritual gehört und bei dem „nur noch eine Geschichte“ garantiert ist. Warm, verrückt, kreativ und absolut empfehlenswert.

5 tierisch-verrückte Sterne von uns!

Bewertung vom 27.12.2025
Sveistrup, Søren

Der Kuckucksjunge


ausgezeichnet

Eiskalte Gänsehaut-Garantie

Worum geht’s?
Silje Hansen ist spurlos verschwunden. Die letzte Nachricht auf ihrem Handy: ein Foto von ihr selbst und die Worte „Hab dich“. Und sie ist nicht die Einzige, die mit solchen Bildern und kryptischen Botschaften verfolgt wird. Naia Thulin und Mark Hess übernehmen den Fall und stolpern direkt in einen Wettlauf gegen die Zeit, denn das nächste Opfer ist bereits verschwunden.

Meine Meinung:
Mit dem Thriller „Der Kuckucksjunge“ habe ich mein erstes Buch von Sören Sveistrup gelesen. Zwar ist es der zweite Teil um das Ermittlerteam Thulin und Hess, den Vorgänger kannte ich nicht, aber es hat mir an nichts gefehlt. Das Buch funktioniert problemlos als Stand Alone. Der Schreibstil des Autors hatte mich sofort gepackt. Er ist so atmosphärisch, kalt und fesselnd, dass ich sofort tief in die düsteren Fälle und die frostige Weite Dänemarks gezogen wurde.

Das Ermittlerteam hat mir ausgesprochen gut gefallen. Naia (was für ein cooler Name!) Thulin, alleinerziehende Mutter von Le, und Mark Hess. Beide hatten wohl eine Beziehung im ersten Teil und müssen sich hier erst wieder zusammenraufen, bilden aber trotz einiger typisch unangenehmen Situationen ein starkes, spannendes Duo. Vor allem Hess kämpft neben der Ermittlungsarbeit noch mit privaten Problemen und erlebt einen herben Verlust, der richtig unter die Haut geht. Auch der Rest des Teams überzeugt, besonders Raheem – von ihm hätte ich unfassbar gerne noch mehr gelesen.

Aber zur eigentlichen Story: Wie krass war bitte diese Nummer! Bereits der Prolog hat mir Gänsehaut beschert und spätestens seit Beenden des Buches kann ich die Worte „Hab dich“ nicht mehr hören, sagen oder lesen, ohne dass mir eiskalt der Rücken runterläuft. Dazu der Abzählreim – reiner Horror. Die fast 700 Seiten wirken kein Stück zu lang, sondern sind ein einziger Pageturner. Bei den Szenen aus Vergangenheit und Gegenwart hatte ich ehrlich gesagt zuerst eine ganz andere mögliche Verbindung im Hinterkopf, die waren nicht ganz rund, was mich aber nicht wirklich gestört hat. Der Einblick in die alten und aktuellen Ermittlungen ist klug gesetzt und durchgehend spannend. Die Ermittlungen, die Verfolgungsszenen, die Dynamik zwischen den Protagonisten und die Atmosphäre in und zwischen den Zeilen sind so intensiv, dass ich regelrecht durch die Seiten gejagt bin.

Ich konnte einfach nicht aufhören, hatte das Gefühl, ständig einen Verfolger hinter mir zu spüren, während mir immer wieder Kälte über den Rücken lief. Es gab so viele kleine und große Spannungsspitzen, und dann dieser Showdown in der verschneiten, gefrorenen Sommerhaussiedlung am See. Und obwohl ich relativ früh eine (richtige) Ahnung hatte, wer Täter sein könnte, hat das der Spannung überhaupt keinen Abbruch getan. Dieses Buch hat mich atemlos durch die Geschichte gehetzt und ich muss jetzt unbedingt nachträglich den 1. Band lesen. Gruselige Spannung pur und eine absolute Leseempfehlung!

Fazit:
„Der Kuckucksjunge“ von Sören Sveistrup liefert eiskalte Atmosphäre, nervenstraffe Spannung und ein Ermittlerduo, das bis zur letzten Seite trägt. Ein kraftvoller Thriller, der tief sitzt.

5 Sterne.

1 von 1 Kunden fanden diese Rezension hilfreich.

Bewertung vom 20.12.2025
Aden, Hanna

Die Kryptografin


ausgezeichnet

Mut ist kein Risiko – er verwirklicht Träume

„Die Mathematik ist die Königin der Wissenschaften“ (entschlüsselter Code auf S. 124)

Worum geht’s?
München in den 1950er Jahren. Deutschland steckt mitten im Neuanfang, vieles ist noch brüchig, vieles ungeklärt. In dieser Zeit beginnt Margot als eine der ersten Frauen ein Mathematikstudium. Ein mutiger Schritt, aber ihr Traum reicht weiter: Sie will Professorin werden. Dann kommt ein Angebot, das alles verändert. Der neu gegründete BND sucht eine Kryptografin. Sicherheit oder Vision? Anpassung oder Aufbruch? Margot steht vor einer Entscheidung, die ihr Leben in eine völlig neue Richtung lenken könnte.

Meine Meinung:
Der historische Roman „Die Kryptografin – Für Träume braucht man Mut“ von Hanna Aden hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr losgelassen. Die Recherche ist beeindruckend präzise, die Verbindung aus historischen Fakten und erzählerischer Freiheit gelingt mühelos. Besonders spannend ist dabei, dass die Autorin ihre eigenen Erfahrungen mit Synästhesie einfließen lässt. Genau daraus entsteht ein Roman, der sich anders anfühlt. Intensiver, vielschichtiger und absolut außergewöhnlich. Dann die Nummerierung der Kapitel – da steckt ganz klar Margots geliebter Fibonacci drin.

Wir begleiten Margot und Sue, zwei Frauen, die in einer Zeit leben, in der Träume für Frauen eher geduldet als gefördert werden. Margot steht dabei im Zentrum. Ihre Synästhesie lässt sie lange an sich selbst zweifeln, weil sie glaubt, „anders sein“ bedeute automatisch „krank sein“. Umso stärker ist der Moment, in dem sie erkennt, dass genau diese Wahrnehmung eine Kraft ist. Etwas, das sie nicht hemmt, sondern trägt. Ein leiser, aber enorm kraftvoller Entwicklungsprozess. Sue ist anders, ihr aber absolut ebenbürtig. Ihr Wunsch, Journalistin zu werden, kollidiert mit der Realität: ein kriegsversehrter Bruder, zwei jüngere Schwestern, Verantwortung statt Selbstverwirklichung. Und doch gibt sie ihren Traum nicht auf. Diese beiden Frauen nebeneinander zu erleben, ihre Gespräche, ihre Zweifel, ihr langsames Wachsen, ist ungemein berührend.

Besonders stark ist die Atmosphäre der Zeit. Der Krieg ist noch allgegenwärtig, die Besatzung durch Amerikaner und Russen spürbar, und doch liegt über allem eine Aufbruchsstimmung. Dieses leise „Es könnte anders werden“. Genau dieses Gefühl trägt das Buch. Wir erleben den Wandel des Frauenbildes, erste Risse im Alten, vorsichtige Schritte in etwas Neues. Die Einblicke in Margots Studienzeit, ihre Arbeit beim BND und die Darstellung ihrer Synästhesie fügen sich stimmig und spannend zusammen. Mein persönliches Highlight ist jedoch die Verbindung zwischen Sue und Margot. Der Moment, in dem sie sich wirklich verbünden, war einer dieser seltenen Lesemomente, in denen man innerlich strahlt und am liebsten laut „Ja!“ ruft. Freundschaft als Kraftquelle. Zusammenhalt als Motor. Ein Augenblick, den man sich selbst mit der besten Freundin wünscht.

Dieses Buch inspiriert. Es macht Mut. Es zeigt, dass Veränderung leise beginnen kann und trotzdem Großes bewirkt. Emotional, tiefgehend und voller Hoffnung. Und ja, es schreit nach einer Fortsetzung. Ich bin noch lange nicht fertig mit Margot, mit Sue, mit diesem Deutschland im Wandel.

Fazit:
„Die Kryptografin – Für Träume braucht man Mut“ von Hanna Aden ist ein kluger, emotionaler und kraftvoller Roman über Mut, Aufbruch und den Moment, in dem man sich entscheidet, den eigenen Weg zu gehen. Eine Geschichte, die inspiriert, stärkt und noch lange im Kopf bleibt.

Ganz klar 5 Sterne von mir!

Bewertung vom 20.12.2025
Arenz, Ewald

Katzentage (MP3-Download)


ausgezeichnet

Die Leichtigkeit des Augenblicks

Worum geht’s?
Paula und Peter sind Kollegen. Schon lange schwingt zwischen ihnen etwas mit, unausgesprochen, aber spürbar. Nach einem Seminar in Würzburg zwingt sie ein Bahnstreik zum Bleiben. Aus einem ungeplanten Stillstand wird gemeinsame Zeit – und aus Nähe etwas, das sich nicht mehr ignorieren lässt.

Meine Meinung:
Ewald Arenz kann diese besondere Art von Geschichten erzählen: leise, menschlich und tief berührend, ohne je laut zu werden. „Katzentage“ habe ich nicht gelesen, sondern gehört – und das war eine hervorragende Entscheidung. Julia Meier liest mit einer ruhigen, warmen Stimme, die perfekt zu Paula und Peter passt. Sie trägt die Geschichte, ohne sich in den Vordergrund zu drängen, und macht das Zuhören zu einem echten Innehalten.

Paula, Ärztin. Peter, Verwaltungsjurist. Zwei Berufe, die wenig Raum für Träumerei lassen. Zwei Menschen, die funktionieren, Verantwortung tragen und ihr inneres Kind irgendwo tief vergraben haben. Ihr Alltag ist eng getaktet, voller Pflichten und Erwartungen – an sich selbst und an das Leben. Und dann dieser Bahnstreik. Stillstand. Zeit. Und plötzlich die Frage: Was macht man damit?

Arenz zeigt auf wundervolle Weise, wie Paula und Peter mit dieser geschenkten Zeit umgehen. Wie sie langsamer werden. Leichter. Wie sie wieder staunen, spielen, sich necken – fast so, als dürften sie für einen kurzen Moment vergessen, wer sie sonst sind. Zwischen kleinen Wortgefechten und liebevollen Sticheleien wächst etwas Zartes, Ehrliches, Frischverliebtes. Man hört ihre Gedanken, fühlt ihre Unsicherheiten und Hoffnungen und ist ganz nah bei ihnen. Beim Hören entsteht eine Art Blase. Der Alltag bleibt draußen, die Zeit verliert an Bedeutung, und alles konzentriert sich auf diesen einen Augenblick. Umso schmerzhafter ist es, wenn die Gedanken zurückkommen, wenn Zweifel und Vernunft diese Leichtigkeit langsam unterwandern. Genau das macht die Geschichte so glaubwürdig – und so menschlich. Denn solche Momente sind flüchtig. Man kann sie nicht festhalten. Aber man kann sie erinnern.

„Katzentage“ erinnert daran, wie wertvoll diese kurzen, besonderen Zwischenräume sind. Daran, zu leben, zu fühlen, zu lieben – und das Leben nicht immer so furchtbar ernst zu nehmen. Eine Geschichte, die nachklingt und ein leises Lächeln hinterlässt.

Fazit:
„Katzentage“ von Ewald Arenz ist eine leise, berührende Geschichte über Nähe, verpasste Möglichkeiten und die Magie eines unerwarteten Augenblicks. Als Hörbuch gewinnt sie durch die ruhige, warme Stimme von Julia Meier noch einmal deutlich an Tiefe und Gefühl. Ein Titel, der entschleunigt, nachklingt und daran erinnert, wie wertvoll kleine Momente sein können.

5 wohlfühlige Sterne von mir!

Bewertung vom 20.12.2025
De La Motte, Anders

Eisiges Glas / Leo Asker Bd.2 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Spannend, mystisch, atmosphärisch

Worum geht’s?
Prepper Per funkt Leo an. Ein Toter liegt unweit seines abgelegenen Domizils, und plötzlich schwebt der Vorwurf im Raum, Per hätte vor über 15 Jahren jemanden verschwinden lassen. Doch wie viel Wahrheit steckt in seiner Unschuldsbeteuerung? Parallel dazu fällt Martin Hill, Leos Freund seit Sandkastentagen, buchstäblich über mehrere Leichen, als sich ein Kindheitstraum erfüllt und er alte, vergessene Orte betritt. Die Vergangenheit öffnet ihre Türen, und dahinter wartet nichts Gutes.

Meine Meinung:
Zu diesem Buch gehen die Meinungen weit auseinander, aber für mich war es ein Volltreffer. Anders de la Motte führt die Reihe um Leo Askers besondere Fälle für mein Gefühl genau so weiter, wie sie begonnen hat: atmosphärisch dicht, fesselnd erzählt und voller unterschwelliger Spannung. In „Eisiges Glas“ bekommen wir nicht nur einen Sog, der einen von Seite zu Seite trägt, sondern auch eine überraschend breite Themenpalette, in die der Autor uns Schritt für Schritt hineinzieht. Man muss allerdings offen sein für einen leichten Einschlag in Richtung Mystik und fast schon Science Fiction – für mich passte das hervorragend. Vieles hat mich an meine Lieblingsserien erinnert: ein Hauch Ackerman, kleine Pendergast-Vibes, ein bisschen Sonderdezernat Q. Aber alles bleibt klar erkennbar de la Motte, nie abgekupfert, immer mit dieser eigenwilligen schwedischen Klarheit, die das Ganze zusammenhält.

Wir erfahren mehr über Leo und Martin, beide Figuren mag ich sehr. Sie tragen ihre Vergangenheit sichtbar mit sich herum, ohne zur Karikatur zu werden. Ihr Potenzial ist groß, und de la Motte nutzt es auch. Prepper Per ist ebenso spannend – kantig, eigen, voller Fragezeichen. Dazu kommen Schauplätze, die fast wie in ein Exit-Room wirken: abgelegen, beklemmend, perfekt gewählt. Die Art von Orten, bei denen man sofort denkt: Da würde ich selbst gerne nachsehen, obwohl man genau weiß, dass das keine clevere Idee wäre.

Auch der Fall selbst, die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, speziell Leos eigene Geschichte, hat für mich wunderbar funktioniert. Die Insel Blockö, ein Paradies für Urban Explorer und UFO-Fans, die unterirdischen Gänge, die Legenden, die sich darum ranken – all das baut eine Atmosphäre auf, die einen regelrecht hineinzieht. Vieles davon könnte ich nicht erwähnen, ohne zu spoilern, aber die Art, wie de la Motte die Verbindung der Szenen um Leo und Martin langsam zusammenführt, fand ich wirklich stark. Der fiktive Fiction-Teil hat für mich gut reingepasst, auch wenn man sich darauf einlassen muss.

Ich war beim Lesen komplett versunken. Die Bilder waren so klar, dass ich kaum gemerkt habe, wie schnell ich durch die Kapitel geflogen bin. Spannend, unerwartet, dicht, genau die Mischung, wegen der ich solche Geschichten lese. Von mir eine deutliche Leseempfehlung und große Vorfreude auf Teil 3. Und ja: Ich hoffe sehr, dass wir dann auch das erweiterte Team rund um Leo näher kennenlernen.

Fazit:
„Eisiges Glas“ von Anders de la Motte liefert eine atmosphärisch dichte, spannend verschachtelte Story, die Mystik, Crime und starke Figuren souverän vereint. Für mich ein packender zweiter Teil, der das Niveau hält und die Reihe souverän nach vorne trägt.

Ganz klare 5 Sterne von mir!

Bewertung vom 20.12.2025
Sahler, Martina;Wolz, Heiko

Marthas Geheimnis / Die Zuckerbaronin Bd.1


ausgezeichnet

Fesselnd, überraschend und voller Zeitgeist

Worum geht’s?
Martha Schinder ist ganz die Tochter ihres Vaters – mit Mut, Scharfsinn und einer gehörigen Portion Sturheit steht sie an der Seite des Schmugglerkönigs aus dem Bayerischen Wald. Ihre Ware: Saccharin. Kostbar, verboten, begehrt. Doch als sie sich ausgerechnet in Alexander, den Erben eines Zuckerimperiums – und damit in den erklärten Feind – verliebt, geraten Herz, Loyalität und Moral in ein gefährliches Spannungsfeld.

Meine Meinung:
Mit „Die Zuckerbaronin – Marthas Geheimnis“ eröffnen Martina Sahler und Heiko Wolz eine historische Romanreihe, die von der ersten Seite an fesselt. Man taucht direkt ein in das Bayern der Jahrhundertwende – in eine Welt zwischen Fortschritt und Verbot, zwischen Familienbande und Verrat. Der Schreibstil ist atmosphärisch dicht, die Landschaften duften nach Harz und Holzrauch, die Dialoge funkeln vor Leben.

Besonders beeindruckend sind die Figuren: lebendig, vielschichtig, voller Widersprüche. Martha, Alexander, die ganze Familie Schinder – sie alle entwickeln sich im Lauf der Geschichte auf faszinierende Weise. Es ist selten, dass sich Sympathien so wandeln wie hier; man liebt, zweifelt, staunt – und kann das Buch kaum zur Seite legen.

Auch die Verbindung von Fakt und Fiktion ist meisterhaft gelungen. Wir erfahren Spannendes über die Entdeckung und Herstellung des Saccharins, über die Machtspiele der Zuckerindustrie und über die Schmuggelei, die daraus entstand. Diese historischen Bezüge wirken nie lehrreich oder trocken, sondern sind geschickt mit der Familiengeschichte der Schinders und Wallendorfs verwoben. So werden reale Entwicklungen der Zeit mit menschlichen Schicksalen verknüpft, bis man das Gefühl hat, selbst Teil dieser Epoche zu sein – zwischen Laborflaschen, verbotenen Säcken voll Saccharin und einer Liebe, die eigentlich keine Chance hat. Das Autorenduo schafft es, Geschichte lebendig zu erzählen, Emotionen und Intrigen mit Fakten zu verweben und daraus ein stimmiges, spannendes Ganzes zu formen. So entsteht ein Roman, der gleichermaßen Wissen vermittelt, fesselt und berührt.

Fazit:
Ein Buch, das Geschichte mit Herz erzählt, Figuren zum Leben erweckt und von der ersten bis zur letzten Seite überrascht. Der historische Roman „Die Zuckerbaronin – Marthas Geheimnis“ des Autorenduos Sahler/Wolz ist atmosphärisch, klug und einfach wunderschön zu lesen.

Ganz klare Leseempfehlung – fünf glänzende Sterne und große Vorfreude auf Band zwei.

Bewertung vom 19.12.2025
Lacrosse, Marie

Traum und Schicksal / Montmartre Bd.2


ausgezeichnet

Reise in eine andere Welt und Zeit

Worum geht’s?
Paris 1889: Um ihre Eltern aus der finanziellen Notlage zu retten, geht Valérie eine Ehe mit dem ihr zutiefst verhassten Baptiste ein. Eine Verbindung, die sie in ein Leben drängt, das sich fremd, eng und falsch anfühlt. Währenddessen setzt Elise ihre Laufbahn als Tänzerin im Moulin Rouge fort – doch auch sie muss sich fragen, wie ihre Zukunft aussehen kann und welchen Preis ihre Träume und ihr Leben fordern werden.

Meine Meinung:
Im zweiten und abschließenden Band der Dilogie „Montmartre – Traum und Schicksal“ entführt uns Marie Lacrosse erneut ins Paris des späten 19. Jahrhunderts. Die Geschichte knüpft nahtlos an Band 1 an, und ich war sofort wieder mittendrin: im Rausch des Varietés, in schillernden Nächten, auf der Butte Montmartre ebenso wie in den feinen Salons der besseren Gesellschaft. Mit ihrer bildgewaltigen Sprache lässt die Autorin diese Epoche lebendig werden – es fühlt sich an wie eine Zeitreise in ein pulsierendes, widersprüchliches Jahrhundert voller Sehnsucht, Glanz und Abgründe.

Erneut stehen Elise und Valérie im Mittelpunkt – zwei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Genau dieser Kontrast macht den Reiz dieser Dilogie aus. Elise, aus einfachen Verhältnissen, kämpft ums Überleben und um Anerkennung. Valérie hingegen stammt aus gutem Hause, wird jedoch ebenfalls von schweren Schicksalsschlägen und gesellschaftlichen Zwängen eingeholt. Die Unterschiede könnten größer kaum sein, und doch zeigt Lacrosse eindrucksvoll: Hinter jeder Fassade wird gekämpft, besonders von Frauen. Die Einblicke in die verschiedenen Bevölkerungsschichten sind faszinierend und schonungslos zugleich. Auch Henri und André begegnen wir wieder – starke, vielschichtige Figuren, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen.

Die Handlung selbst ist erneut ein echtes Highlight. Historische Fakten und fiktionale Elemente, reale Persönlichkeiten und erfundene Schicksale verweben sich zu einem mitreißenden Pageturner. Traum und Schicksal ist hier Programm. Politische Umbrüche, Solidarität unter den Menschen, große Gefühle, Hoffnungen, zerplatzte Träume und hart erkämpfte Freiheiten prägen diese Geschichte. Besonders eindrücklich fand ich die Perspektive von Simone, Elises Schwester. Ihr Leben an der Seite von Luc ist brutal, beklemmend und zeigt gnadenlos, wie hart diese Zeit sein konnte. Dazu kommen die Kämpfe der Frauen um ihren Platz in der Kunstwelt, die sogenannten Malweiber – ein Begriff, der allein schon Bände spricht.

All das sind nur Schlaglichter, Stichpunkte dessen, was hängen geblieben ist – samt der Geschichten, die dahinterstehen. Was im ersten Band fesselnd begann, wird hier konsequent, intensiv und emotional weitergeführt. Ich habe dieses Buch gelebt und geatmet und, um es mit La Goulue zu sagen: Ich habe es regelrecht verschlungen. Die schillernden Farben, die rohen Emotionen und die Wucht der Schicksale hallen noch lange nach. Das Zuschlagen des Buches fühlte sich an wie das Erwachen aus einem intensiven, lebendigen Traum. Ich habe alles daran geliebt.

Fazit:
„Montmartre – Traum und Schicksal“ von Marie Lacrosse ist der opulente, emotionale Abschluss ihrer grandiosen Dilogie. Leidenschaft, historische Tiefe und starke Frauenfiguren verschmelzen zu einem intensiven Leseerlebnis, das nachhallt wie eine Nacht im Moulin Rouge. Ein Roman, den man nicht einfach liest, sondern erlebt – und viel zu schnell verschlingt.

5 schillernde Sterne von mir!

Bewertung vom 16.12.2025
Kling, Marc-Uwe

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat / Trubel bei Tiffany Bd.5 (MP3-Download)


ausgezeichnet

Chaos, Kotze, Kling

Worum geht’s?
Großtante Ilse heiratet. Zum vierten Mal. Allein das ist schon ein gesellschaftliches Experiment. Also müssen natürlich alle hin. Mit dem Auto. Nach Wuppertal. Schon das Loskommen wird zur logistischen und emotionalen Grenzerfahrung. Familienurlaub, aber ohne Urlaub. Und mit mehr Kotze.

Meine Meinung:
Seit den Känguru-Chroniken bin ich absoluter Fan von Marc-Uwe Kling. Und auch „Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat“ ist wieder genau das, was er am besten kann: Alltag nehmen, leicht schütteln, ironisch kommentieren und gnadenlos ehrlich erzählen. Gesprochen vom Autor selbst, mit einer wunderbar passenden Geräuschkulisse, ist dieses Hörbuch ein echtes Erlebnis. Kein Vorlesen. Ein akustischer Familienwahnsinn. Das Hörbuch ist ab 8 Jahren empfohlen, und das passt hervorragend. Sprache, Tempo und Humor sind kindgerecht, ohne je banal zu werden. Wenn es doch mal etwas komplexer wird, erklärt Max’ große Schwester die Dinge. Natürlich trocken, klug und genau so, wie es im echten Leben laufen würde. Pädagogisch wertvoll, aber ohne erhobenen Zeigefinger. Das Känguru würde zustimmend nicken. Oder einen Flachwitz machen. Wahrscheinlich beides.

Kleiner, aber wichtiger Hinweis: Macht es nicht wie ich. Ich habe das Hörbuch im Zug gehört. Ganz im Sinne von Luisa und Opa. „Nimm den Zug.“ Problematisch wird es nur, wenn man plötzlich und völlig unkontrolliert lacht. Aus dem Nichts. Während alle anderen versuchen, so zu tun, als säße keine Verrückte neben ihnen in der Bahn.

Zurück zum Hörbuch. Wir begleiten Max und seine Familie, und allein der Weg von der Wohnungstür bis zum Auto ist ein Highlight. Wer wie ich in einer Großfamilie aufgewachsen ist, bekommt hier einen kompletten Flashback. Chaos, Hektik, Durcheinander, Diskussionen, Dinge, die man sagen will, und Dinge, die man besser nicht sagt. Und alles davon ist erschreckend realistisch. Genau das macht es so gut. Die Dialoge sind großartig, die Figuren liebevoll überzeichnet und gleichzeitig unglaublich nah dran. Besonders herrlich sind die Details. Etwa die Namen der Ex-Männer von Großtante Ilse: Werner, Klaus und Klaus-Werner. Letzteren hat sie nur geheiratet, weil alle den Namen lustig fanden. Das ist kein Witz. Also schon. Aber leider auch sehr menschlich.

Ich könnte noch ewig weitererzählen, aber ich will nicht spoilern. Nur so viel: Dieses Hörbuch ist pures Alltagschaos. Eine Aneinanderreihung witziger, absurder und doch vollkommen realistischer Situationen, die genauso in jeder Familie passieren könnten. Der Sprecher, die Geräuschkulisse, der Humor. Ich habe mehrfach laut gelacht. Und ich habe es direkt ein zweites Mal gehört. Werde ich es nochmal hören? Natürlich. Prinzipien sind wichtig. Wiederholungen auch.

Fazit:
„Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat“ von Marc-Uwe Kling ist Familienalltag in Reinform: laut, chaotisch, ehrlich und zum Brüllen komisch. Ein Hörbuch, das Kinder begeistert, Erwachsene gnadenlos ihren eigenen Alltag wiedererkennen lässt und dabei dieses typisch trockene Kling-Augenzwinkern trägt. Warmherzig, absurd und viel näher an der Realität, als man zugeben möchte.

Glasklare 5 chaotische Sterne von mir!