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Extinction
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Die neue Spezies Mensch: Extinction!

In Japan stand "Extinction" von Kazuaki Takano monatelang auf Platz 1 der Bestsellerlisten und erhielt renommierte Preise. Im Dezember erschien der Thriller in den USA, nun auch auf dem deutschsprachigen Markt. Takano - er arbeitet in Hollywood und Japan und schreibt u. a. auch Drehbücher - hat mit diesem Buch einen Megathriller vorgelegt, in dem alles drin ist, was einen atemberaubenden Plot ausmacht - und natürlich steht das Schicksal der gesamten Menschheit auf dem Spiel. Angeblich jedenfalls, wenn man der Supermacht USA und deren Geheimdiensten Glauben schenkt ... Die Filmrechte am Buch sind schon verkauft, war klar ...

Ein dreckiger Job für den Söldner Yeager: ein Dorf auslöschen

Aber von Anfang an: Da ist Jonathan Yeager. Söldner, verheiratet, sein Sohn todkrank. Er braucht Geld für die Ärzte und nimmt einen Job im Kongo an. Einen dreckigen Job - er muss Menschen töten. Angeblich sollen die beauftragten Morde das Überleben der Menschheit sichern, denn der abgeschieden lebende Pygmäenstamm, den er auslöschen soll, soll ein tödliches Virus in sich tragen. Die Bezahlung ist außerordentlich hoch - und so nimmt Yeager an. Er will seinem Sohn die beste Behandlung ermöglichen, auch wenn die Aussicht auf Heilung bei null liegt.

Topsecret: Im Kongo lebt eine neue Spezies Mensch - sie darf nicht leben

Davor lag eine Topsecret-Besprechung im Weißen Haus: Als der Präsident die Überschrift des geheimen Reports las - "Potenzielle Ausrottung der Menschheit: Neue Lebensform in Afrika entdeckt" -, scherzte er noch und fragte, ob es sich hier um ein Hollywood-Drehbuch handle ... doch die neue Lebensform gibt es wirklich. Es ist kein Monster oder irgendein dinosaurierartiges Wesen, das versteckt überlebt hat. Nein. Es ist ein Mensch. Ein kleiner Junge. Er soll ein Supergehirn besitzen - und was sich für Normalsterbliche höchst aufregend anhört, das …mehr
Autorenporträt
Kazuaki Takano, geb. 1964 in Tokio, arbeitet in Hollywood und Japan als Drehbuchautor. Für seine Romane erhielt er renommierte Preise. »Extinction« stand in Japan monatelang auf den Bestsellerlisten und wurde u.a. als bester Thriller des Jahres ausgezeichnet.
Interview mit Kazuaki Takano

In "Extinction" dreht sich alles um eine angeblich neue Spezies Mensch. Ein Mensch also, der übermenschliche Fähigkeiten besitzt und so zur Gefahr für die "normalen" Menschen wird. Warum eigentlich?

Kazuaki Takano: Da die Übermenschen, abgesehen vom Intellekt, in ihrer Lebensweise den Menschen ähneln, streiten sie sich mit ihnen um den Lebensraum. Tatsächlich wird bei der in der Vergangenheit entstandenen Menschheit mit jedem Fortschritt, den sie macht, die alte Gattung ausgelöscht. Aber was ich meinem jetzigen Buch beschreibe, ist ein anderer Aspekt des Homo sapiens. Als die Menschen diesen für sie unverständlichen Existenzen gegenüberstehen, projizieren sie ihre eigenen Aggressionen auf ihr Gegenüber, sie bekommen Angst und versuchen, die anderen mit Gewalt zu unterdrücken. Aufgrund des Erscheinens der Übermenschen wird die Aggressivität unserer Gattung Mensch offensichtlich - und dies führt sie schließlich auf den Weg ihrer eigenen Auslöschung. Die größte Bedrohung der Menschheit ist also die Menschheit selbst ...

Und wie viel von Ihrem Plot ist Fiktion und wie viel davon beruht auf wissenschaftlichen Annahmen?

Kazuaki Takano: Nun, in der Evolution der Lebewesen gibt es noch vieles, was wir nicht erklären können, und ich habe die Geschichte im Hinblick auf diese Vagheiten konfiguriert. Eine Fortentwicklung der in diesem Roman geschilderten Lebewesen ist vom heutigen Stand der Wissenschaften aus vielleicht möglich, vielleicht aber auch nicht - das lässt sich nicht wirklich seriös beantworten.

Sie sind Japaner, leben in Japan und den USA. Auch eine Ihrer Hauptfiguren, der Student Kento Kaga, ist Japaner;er wird vom amerikanischen Geheimdienst verfolgt und ist eine positive Figur. Was für ein Typ ist Kento?

Kazuaki Takano: Kento Kaga ist ein junger Mann, wie es sie heutzutage überall in Japan gibt. Er ist nicht überzeugt von sich und zu feige, um gesellschaftlich unabhängig zu werden. In meiner Geschichte habe ich versucht zu beschreiben, wie dieser junge Mann im Laufe fortgesetzter Gefahr sich seines eigenen Wertes bewusst wird.

Dritter im Bunde ist der Wissenschaftler Arthur Rubens. Eigentlich leitet er im Auftrag der CIA die geheime Missionim Kongo. Doch er ist nicht skrupellos genug dafür und hat einen Geheimplan entwickelt. Was hat er vor?

Kazuaki Takano: Am Anfang soll Rubens eine Gruppe von vierzig Menschen schützen. Aber dann wird die Lage immer ernster und schließlich wird ihm klar, dass das Schicksalder gesamten Menschheit auf dem Spiel steht. Doch was die Menschheit bedroht, ist die Menschheit selbst - und um eine Wende zum Besseren zu erreichen, führt er einen bitteren Kampf im Zentrum der politischen Macht Amerikas.

Sie arbeiten auch als Drehbuchautor in Hollywood. DieGeschichte von "Extinction" muss Ihnen Hollywood doch aus den Händen reißen. Gibt es schon einen Plan für eine Verfilmung und, wenn ja, welche Schauspieler wünschen Sie sich als Hauptdarsteller?

Kazuaki Takano: Hier muss ich etwas korrigieren: Ich habe nicht in Hollywood, sondern in Japan als Drehbuchautor gearbeitet. Und ich habe zwar zum gegenwärtigen Zeitpunkt Filmangebote erhalten, aber es gibt diesbezüglich noch keine konkreten Schritte. Was den Hauptdarsteller betrifft, denke ich aktuell an keinen bestimmten Schauspieler, aber bei der Entwicklung der Figur des Joseph Heisman hatte ich Lee Strasberg vor Augen, eine Schauspiellegende des 20. Jahrhunderts.

In Deutschland wurde bislang noch kein Buch von Ihnen übersetzt: "Extinction" macht den Anfang. In Japan stand das Buch monatelang auf den Topsellerlisten und wurde dort u. a. als bester Thriller des Jahres ausgezeichnet. Wie geht es Ihnen mit der Veröffentlichung Ihres Thrillers in anderen Sprachen, anderen Ländern?

Kazuaki Takano: Es bewegt mich tief, dass mein Roman im Ausland publiziert wird und damit direkt mit Menschen anderer Sprachen und Kulturen in Berührung kommt. Meine bisherigen Bücher wurden nur in Asien verlegt, und Extinction ist das erste Buch, das auch in den USA und Europa veröffentlicht wird. Darüber bin ich sehr glücklich.

Wie war Ihr Weg hin zum Schreiben, wann setzten Sie sich zum ersten Mal hin, umeine Geschichte aufzuschreiben in dem Bewusstsein: Ich bin Autor?

Kazuaki Takano: Als ich als Drehbuchautor arbeitete, las ich die Bücher der in Japan sehr beliebten Krimiautorin Miyuki Miyabe, und ich bekam Lust, selbst einmal einen Roman zu schreiben. 1996 habe ich dann angefangen, zwischen den Drehbüchern eigene Bücher zu schreiben, und 2001 wurde ich mit dem Preis für Kriminalliteratur, dem Edogawa-Rampo-Preis, ausgezeichnet. Das war der Beginn meiner Laufbahn.

Was fasziniert Sie am Thriller-Genre?

Kazuaki Takano: Bei Krimis kommen einfach verschiedene faszinierende Elemente zusammen: der Thrill und die Spannung, dazu das Entwirren des Rätsels und die Entwicklung der Story. Ich habe schon als Kind Kriminalgeschichten geliebt und bin also ganz automatisch in diesem Genre gelandet.

Welches Buch liegt aktuell auf Ihrem Nachttisch und will gelesen werden?

Kazuaki Takano: The Exorcist von William Peter Blatty. Auch der Film war sehr gut, aber das Buch berührt mich auf noch viel tiefer gehende Weise. Es ist der Kampf des Guten gegen das Böse, der Gegensatzvon Wissenschaft und Religion, ein Meisterwerk, in dem das universale Thema der Beziehung zwischen Eltern und Kindern als großartige Idee mit einer unvergleichlichen Kunstfertigkeit geschildert wird. Als ich Extinction schrieb, habe ich dieses Buch auch noch einmal gelesen.