Autor im Porträt

Toptitel von Niklas Natt och Dag

1794 / Winge und Cardell ermitteln Bd.2

Broschiertes Buch
Endlich! Nach "1793" die mit Spannung erwartete Fortsetzung vom preisgekrönten Spiegel-Bestsellerautor
Nach den Ereignissen des letzten Jahres fällt Jean Michael Cardell in ein tiefes Loch. Die Ermittlungen im Fall der verstümmelten Leiche gaben seinem Leben einen Sinn. Nun ist er wieder da, wo er vorher war. Bis zu dem Tag, als ihn eine Frau kontaktiert: Ihre Tochter wurde in der Hochzeitsnacht auf grausamste Weise zugerichtet und getötet. Als Täter wird deren frisch angetrauter adeliger Ehemann identifiziert und in ein Irrenhaus eingewiesen. Die Mutter der Getöteten glaubt diese Version jedoch nicht und sucht Hilfe bei Cardell. Seine Nachforschungen führen diesen erneut in die Abgründe Stockholms, und er muss feststellen, dass die Stadt verruchter und gefährlicher ist als je zuvor.…mehr

 

16,99 €

 
-24%
1794 / Winge und Cardell ermitteln Bd.2 (eBook, ePUB)

1794 / Winge und Cardell ermitteln Bd.2 (eBook, ePUB)

eBook, ePUB
Endlich! Nach "1793" die mit Spannung erwartete Fortsetzung vom preisgekrönten Spiegel-Bestsellerautor Nach den Ereignissen des letzten Jahres fällt Jean Michael Cardell in ein tiefes Loch. Die Ermittlungen im Fall der verstümmelten Leiche gaben seinem Leben einen Sinn. Nun ist er wieder da, wo er vorher war. Bis zu dem Tag, als ihn eine Frau kontaktiert: Ihre Tochter wurde in der Hochzeitsnacht auf grausamste Weise zugerichtet und getötet. Als Täter wird deren frisch angetrauter adeliger Ehemann identifiziert und in die Irrenanstalt eingewiesen. Die Mutter der Getöteten glaubt diese Version jedoch nicht und sucht Hilfe bei Cardell. Seine Nachforschungen führen diesen erneut in die Abgründe Stockholms, und er muss feststellen, dass die Stadt verruchter und gefährlicher ist als je zuvor.…mehr

Statt 16,99 €**

12,99 €

** Früherer Preis

Niklas Natt och Dag

Niklas Natt och Dag, geboren 1979, arbeitet als freier Journalist in Stockholm. Er entstammt der ältesten Adelsfamilie Schwedens. Nicht zuletzt deshalb hat er eine besondere Verbindung zur schwedischen Geschichte. Sein historischer Kriminalroman "1793" wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Schwedischen Krimipreis für das beste Spannungsdebüt. Wenn er nicht schreibt oder liest, spielt er Gitarre, Mandoline, Geige oder die japanische Bambuslängsflöte Shakuhachi.

Niklas Natt och Dag: 1793

Niklas Natt och Dag: 1793

"Liebe, Schnaps, Tod" heißt ein Album, mit dem die populären Liedermacher Reinhard Mey, Hannes Wader und Klaus Hoffmann das Werk ihres schwedischen Vorfahren Carl Michael Bellman hierzulande ein wenig bekannter machten. Liebe, Schnaps und Tod - so ließe sich auch der historische Kriminalroman "1793" überschreiben, den der in Stockholm lebende Journalist Niklas Natt och Dag nun als sein Romandebüt vorlegt, das ebenfalls von Carl Michael Bellman inspiriert wurde.

1793 markiert eine Zeitenwende in der schwedischen Geschichte. Im Jahr zuvor war König Gustav III., der sich als Anhänger der Aufklärung mit dem Adel angelegt und etliche fortschrittliche Gesetze auf den Weg gebracht hatte, einem Attentat zum Opfer gefallen. Als Nachfolger wurde sein Sohn Gustav IV. inthronisiert, im zarten Alter von 13 Jahren. Die Gegner der Französischen Revolution übernahmen die Macht und sollten sich bald in den dritten Napoleonischen Krieg verwickeln.

Wie oft in unsicheren Zeiten floriert auch im Stockholm des Jahres 1793 vor allem der Alkoholkonsum. So ist auch der Stadtknecht Jean Michael Cardell einmal mehr stockbetrunken unter einem
mehr

Interview mit Niklas Natt och Dag

Interview mit Niklas Natt och Dag

Ihr Nachname "Nacht und Tag" klingt ungewöhnlich poetisch. Wurde Ihnen das Schreiben gewissermaßen in die Wiege gelegt?

Niklas Natt och Dag
: Mein Wunsch zu schreiben ist aus meiner Liebe zum Lesen entstanden, die mir schon früh im Leben begegnet ist. Ich war ein einsames Kind, und Bücher waren mein Trost. Beim Lesen fühlte ich mich immer in der Gegenwart des Autors. Und jetzt habe ich auf der Gegenseite genau das gleiche Gefühl: Wenn ich schreibe, bin ich in der Gesellschaft der Lesenden.

Welche Bücher haben Sie besonders inspiriert?

Niklas Natt och Dag
: Die ersten Bücher, die ich mir selbst ausgesucht habe, waren zwei Bände von Robert E. Howards Geschichten über Conan, den Barbaren. Dadurch wurde ich zu dem großen Fantasynerd, der ich heute immer noch bin. Schließlich arbeitete ich mich im Alter von etwa zehn Jahren bis zu "Der Herr der Ringe" hoch. Es war meine erste große Leseerfahrung, die ich zu wiederholen versucht habe, indem ich dasselbe Buch mindestens sechs Mal las. Vergeblich.

Für Ihr Romandebüt "1793" haben Sie intensive historische Recherchen betrieben. Was hat Sie
mehr

Kundenbewertungen

1793 / Winge und Cardell ermitteln Bd.1

Bewertung von milli0910 aus Düren am 06.03.2019
Das Cover dieses historischen Kriminalromans zeigt bereits das Jahr, in welches uns Niklas Natt och Dag uns entfüht: 1793. Innerhalb der großen Ziffern sieht man das eingeprägte Stadtbild Stockholms und bei genauerer Betrachtung auch gleich, dass es ein historisches Holland zeigt. Durch das überwiegende Farbschema von schwarz und gold fallen einem sofort die roten Blutspritzer auf, welche mitten auf dem Cover pranken. Inhalt: Im Jahre 1793 wird in Stockholm im städtischen See Fatburen eine schlimm zugerichtete Leiche gefunden. Dem Mann wurden Augen, Zähne, Nägel und Extremitäten mit einer erstaunlich fachmännisch wirkenden Präzision entfernt. Der Kriegsveteran “Mickel” Cardell und der an Tuberkulose erkrankte Jurist Cecil Winge begeben sich auf die Suche nach dem Mörder- und der Identität des Opfers. Da Winge sich im Endstadium seiner Krankheit befindet, scheint es, als wüsste er selbst am besten, dass er nicht mehr viel zu verlieren hat und stürzt sich somit voller Eifer in die Ermittlungen. Mit viel Druck durch verschiedene äußere Einflüsse dringt das Ermittlerduo ein in das historische Stockholm. Eine Gegend voller Krankheit, Armut und Tod auf der einen Seite, voller Gassen, Hurenhäuser und reges Treiben auf der anderen Seite. Anders als bei den meisten anderen Kriminalromanen teilt der Autor dieses in vier Teile: Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Während bei den ersten beiden das Ermittlerteam begleitet wird, werden im Sommer eine Reihe von Briefen gezeigt, welcher ein Mann an seine Schwester schrieb. Im Herbst wird die Geschichte von Anna Stina erzählt, welche mit weiteren Frauen eingesperrt wurde. Trotz der Gewalt und der Angst empfindet sie ein starkes Gefühl nach Aufbruch und Ausbruch. Scheint es so, als würden diese verschiedenen Handlungsstränge nicht miteinander zusammenhängen, so schafft Natt och Dag es doch, sie zu einem wahren Meisterwerk zu verknüpfen. Meine Meinung: Dieser historische Kriminalroman ist auf so vielen Ebenen nicht zu übertreffen an Spannung und Finesse. Zuerst einmal lobend anzusprechen ist die Darstellung Stockholms im Jahre 1793. Er schafft es einen nicht nur an einen anderen Ort, sondern auch in eine so andere Zeit mitzunehmen. Die beschriebene Atmosphäre hat mich gefesselt, mindestens genauso sehr wie die Geschichte an sich. Die Idee der vier Jahreszeiten, um so klar abgegrenzte Handlungsverläue zu beschreiben ist hervorragend. Nicht zuletzt finde ich die Darstellung der Protagonisten mehr als gelungen. Weg von dem typischen Ideal der sportlichen und starken Ermittler zu gehen und beinahe Aussätzige der damaligen Gesellschaft zu wählen, hat einen kaum zu erklärenden Reiz mit sich gebracht. Zusammenfassend kann ich nicht viel sagen: Dies war das erste Buch dieses Autors welches ich gelesen habe- und es wird definitiv nicht mein Letztes sein. Ein absolutes Lesevergnügen!

1793 / Winge und Cardell ermitteln Bd.1

Bewertung von Lesendes Federvieh aus München am 09.03.2019
Stockholm 1793. Im Wasser wird eine grausam verstümmelte Leiche ohne Arme und Beine gefunden. Michael Cardell, der die Leiche aus dem Wasser gezogen hat und Cecil Winge, der bei der Stockholmer Polizei für „besondere Verbrechen“ zuständig ist, nehmen die Ermittlungen auf. Sehr schnell stellt sich heraus, dass der Tote mit chirurgischer Präzision gefoltert wurde. Die beiden wollen für Gerechtigkeit sorgen und geraten dabei in einen Sumpf aus Unvorstellbarem... Niklas Natt och Dag hat mit 1793 einen außergewöhnlichen und absolut lesenswerten historischen Kriminalroman geschrieben. Das Buch sticht nicht nur wegen des gelungenen Covers aus der Masse dieses Genres hervor, sondern auch durch die brillante Kombination von Historie und Krimi. Hervorragend recherchiert und historisch fundiert, fühlte ich mich beim Lesen ins Stockholm des Jahres 1793 versetzt. Dem Autor gelingt es mühelos einen authentisch wirkenden Hintergrund für seinen Fall, der ebenso gut durchdacht ist, wie der ganze Aufbau des Buches, zu schaffen. Man riecht den Gestank, spürt die Hoffnungslosigkeit der Armen, sieht die katastrophalen Lebensbedingungen und die schlampigen Gestalten, aber auch den Reichtum. Die Hintergründe des brutalen Mordes werden im Laufe der Ermittlungen logisch aufgearbeitet und lassen den Leser an manchen Stellen ordentlich gruseln. Das ist vor allem dem genialen Ermittlerduo geschuldet. Der hochintelligente Cecil Winge und der bärbeißige, kampferprobte Kriegsveteran Michael Cardell, ergänzen sich perfekt und so ist es eine wahre Freude die beiden bei ihren Nachforschungen Seite um Seite zu begleiten. Ebenso spannend, informativ und total interessant, waren aber auch die historischen Einzelheiten im Buch. Niklas Natt och Dag ließ das Jahr 1793 so lebendig wieder aufleben, dass die Geschichte wie ein Film vor meinen Augen ablief. Es ist schwer für mich abschließend zu entscheiden, was mich bei diesem Roman mehr gefesselt hat, der Mordfall oder der historische Roman, in dem die Ermittlungen eingebettet sind. Beides ist so komplex und gut geschildert, es verleiht dem Buch das gewisse Etwas, das es so besonders macht. Alle Puzzleteile passen perfekt ineinander und ergeben ein harmonisches Gesamtbild. Es wundert mich nicht, dass 1793 in Schweden auf Anhieb ein Bestseller wurde. Fazit: Brillanter, hervorragend recherchierter historischer Kriminalfall

1793 / Winge und Cardell ermitteln Bd.1

Bewertung von lacastra aus Jena am 08.03.2019
Sherlock Holmes, Sie müssen sich warm anziehen! Da ich so gut wie immer ein Opfer schicker Cover bin, konnte ich in der Buchhandlung nicht an "1793" vorbei gehen, ohne zumindest einen kurzen Blick auf den Inhalt zu werfen...und siehe da, ein grausamer Mord sowie ein genialer Ermittler, klingt nach den perfekten Krimizutaten. »Ein Meisterwerk. Ein wilder und ungewöhnlicher Mix, der das ganze Krimigenre revolutioniert.« schrieb der bekannte Autor Arne Dahl über das Buch. Das klingt natürlich erstmal nach der typischen Klappentextphrase (würde man zum Beispiel alle Bücher kaufen, auf denen Stephen King verspricht sie seien meisterlich, wäre man wahrscheinlich schon sein ganzes Leben beschäftigt), doch hier stimmt's zur Abwechslung auch mal, ein meisterlicher und ungewöhnlicher Mix ist's allemal, wobei ich bei der ganz großen Revolution im Genre etwas vorsichtig wäre. Dies ist aber auch gar nicht nötig, denn ein sehr guter Vertreter von Althergebrachtem ist für mich auch ein Highlight. Die Story ist, wie der Name schon vermuten lässt, im Jahre 1793 angesiedelt und zwar im etwas unverbrauchteren Setting von Stockholm, eine nette Abwechslung zum viktorianischen London. Doch was gehört neben einem spannenden und gut ausgearbeiteten Setting in jedem Fall noch zu einem guten Krimi mit Sherlock Holmes Flair? Natürlich ein ungleiches Ermittlerduo, welches sich gegenseitig ergänzt und im Laufe des Abenteuers zusammenrauft. Hier haben wir den genialen Juristen Cecil Winge, der sich im Zuge der Ermittlungen mit dem Kriegsveteranen Jean Michael Cardell, die großen Vorbilder Holmes und Watson sind hier also durchaus zu erkennen. Jedoch schafft es der Autor im Laufe der Geschichte, die Figuren jede für sich auf ihre eigene Weise gut auszuarbeiten, sodass kein fader Beigeschmack eines Sir Arthur Conan Doyle Abklatsches bleibt, sonder eigenständige Protagonisten. Zur Handlung an sich möchte ich gar keine großen Worte verlieren, die sollte jeder selbst entdecken, für ein maximales Lesevergnügen, nur soviel, es lohnt sich! Das Buch an sich ist in 4 Abschnitte unterteilt, in denen der Stil teilweise variiert und die ein oder andere Überraschung bereithält. Der Fall an sich ist herrlich kompliziert, ein guter Plottwist fehlt auch nicht und die Auflösung hat mir persönlich sehr gefallen, denn für mich steht und fällt ein guter Krimi doch immer mit dem Ende, ist dies zu unspektakulär oder zu weit hergeholt, funktioniert es einfach nicht. Hier jedoch bekommt man für sein Geld beste Unterhaltung geboten. Wer Sherlock Holmes mag, oder gern mal ein ähnlich gutes Machwerk wie die Krimis von Anthony Horowitz lesen möchte, sich bisher nur etwas mehr Brutalität gewünscht hat, der kommt wohl an "1793" nicht vorbei.

1793 / Winge und Cardell ermitteln Bd.1

Bewertung von Büchermaulwurf aus Dreieich am 17.03.2019
Absolut sensationell! STOCKHOLM 1793: An einem Herbstmorgen zieht der Kriegsveteran Jean Michael (Mickel) Cardell die brutal verstümmelten Überreste eines Menschen aus der dreckigen Stadtkloake Stockholms. Dem Torso fehlen Arme, Beine, Zunge, Zähne und Augen und schon bald steht fest, dass diese dem Opfer beim lebendigem Leib mit chirurgischer Präzision entfernt wurden. Cardell lässt der grausige Fund nicht mehr los und zusammen mit dem Juristen Cecil Winge, der bei der Polizei für besondere Verbrechen zuständig ist, macht er sich auf die Suche nach dem Täter. Je näher die beiden der Wahrheit kommen, um so grauenhafter werden ihre Entdeckungen... Das Cover hat mich begeistert und ich habe es immer wieder gerne zur Hand genommen. Die goldene Jahreszahl 1793 dominiert alles und hebt sich von dem schwarzen Hintergrund ab. Durch die Zahlen erkennt man die historische Stadtansicht von Stockholm und die Blutstropfen weisen auf das blutige Verbrechen hin. Abgerundet wird das Ganze noch durch eine historische Karte von Stockholm im Umschlag, sowie einem Interview mit dem Autor. Bereits die Eingangsszene von „1793“ ging unter die Haut und hat mich bereits nach wenigen Zeilen gefangen genommen. Niklas Natt och Dag ist eine atmosphärisch ungeheuer dichte Beschreibung des historischen Stockholm gelungen. Der historische Hintergrund ist perfekt recherchiert und bildet den passenden Rahmen für den brutalen Mord, der wie in jedem guten skandinavischen Krimi blutig und grausam ist. Es fehlt auch nicht an menschlichen Abgründen. Atemlos bin ich Mickel Cardell und Cecil Winge auf ihrer Spurensuche durch die Stockholmer Schenken, Bordelle, Gefängnis und Armenviertel gefolgt. Der Sprachstil ist der damaligen Zeit angepasst, lässt sich aber trotzdem flüssig lesen. Die lebendige und bildreiche Sprache hat mich direkt in die schmutzigen Straßen Stockholms entführt und für Kopfkino gesorgt. Ich meinte den Gestank der Gosse förmlich riechen zu können. Der Aufbau der Handlung ist ihm überaus gut gelungen und hält die Spannung hoch. Das Buch besteht aus vier Teilen, den vier Jahreszeiten des Jahres 1793. Es beginnt im Herbst, springt dann zurück in den Sommer und Frühling, denn um das Verbrechen zu verstehen, muss man die Vergangenheit kennen. Im letzten Teil, dem Winter, werden die losen Fäden zusammengeführt und der Fall wurde für mich sehr gelungen aufgelöst. Sehr gut hat mir auch das ungewöhnliche Ermittlerduo gefallen. Mickel Cardell ist ein traumatisierten Kriegsveteran mit einem Holzarm, rauflustig und jähzornig und dem Alkohol zugetan, hat er jedoch das Herz am rechten Fleck. Der Leichenfund reißt ihn aus seiner Lethargie und weckt seinen Gerechtigkeitssinn. Zusammen mit Winge will er für Gerechtigkeit sorgen. Cecil Winge ist Sonderermittler im Dienst der Stockholmer Polizeikammer. Er ist Jurist und ein scharfsinniger Ermittler - ein schwedischer Sherlock Holmes sozusagen. Und außerdem ein Mann der Aufklärung, der jeden Angeklagten anhört und gestattet sich vor Gericht zu äußern. Obwohl er an Tuberkulose schwer erkrankt und dem Tod geweiht ist, macht er sich zusammen mit Cardell, seinem Mann fürs Grobe, auf die Suche nach dem Täter. Sehr schade, das dies wohl sein letzter Fall sein wird. Niklas Natt och Dag ist mit diesem historisch perfekt recherchierten und emotional aufwühlenden Krimi ein ganz großer Wurf gelungen. Ein perfekter Mix aus Historienroman und Krimi, der unbedingt lesenswert ist!

1793 / Winge und Cardell ermitteln Bd.1

Bewertung von herr_opunkt_bepunkt aus Groß-Gerau am 11.05.2019
Inhalt/ Klappentext: Stockholm im Jahr 1793: Ein verstümmeltes Bündel treibt in der schlammigen Stadtkloake. Es sind die Überreste eines Menschen, fast bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Der Ruf nach Gerechtigkeit spornt zwei Ermittler an, diesen grausamen Fund aufzuklären: den Juristen Cecil Winge, genialer als Sherlock Holmes und bei der Stockholmer Polizei für »besondere Verbrechen« zuständig, und Jean Michael Cardell, einen traumatisierten Veteranen mit einem Holzarm. Schon bald finden sie heraus, dass das Opfer mit chirurgischer Präzision gefoltert wurde, doch das ist nur einer von vielen Abgründen, die auf sie warten … Persönliche Meinung: Wer sich nicht in eine fremde Zeit entführten lassen möchte, in der er glaubt selbst anwesend zu sein, den Unrat sieht, die Gerüche riecht und die Schreie hört, der sollte besser die Finger von diesem Buch lassen. Dieses Buch hat Sog, es schockt mit Bildern und verführt mit schönen Sätzen und Wörtern, um dann wieder abstoßend und grausam zu sein. Ein Buch, wie geschaffen für den Film.- den Film im Kopf, in einer Zeit, in der ich nicht gelebt haben wollte, aber mit diesem Buch einen Abstecher vom heimischen Sofa starten kann, ohne verletzt, verstümmelt oder andersweitig der Hygiene oder Willkür zum Opfer zu fallen. Ich bin sprachlos, großes Kino, 5 Sterne ohne auch nur einmal zu überlegen. Wer Gewalt nicht kann, wirklich nicht das Richtige- kein Historienschmöker mit Schmachtfaktor- harte Kost!

1793 / Winge und Cardell ermitteln Bd.1

Bewertung von Silke Jagusch aus Schwarzenbek am 24.03.2019
WOW - was für ein Debüt. Ein historischer Krimi in 4 Teilen und mal so ganz anders. Einmal nicht England als Schauplatz für düstere, grausame und blutige Verbrechen, trotzdem genauso gut. Nichts ist vorhersehbar, niemand ist durchschaubar, Spannung bis zum Schluß. Ungewöhnlich, man erfährt im ersten und zweiten Teil das WAS, WIE und WER und man könnte meinen, damit wäre die Spannung dahin. Doch weit gefehlt, denn das WARUM zieht sich an straffen Fäden bis zum Schluß. "1793" ist dicht, dunkel, blutig und hart aber durch eine sehr schöne Ausdrucksweise, den ungewöhnlichen Aufbau mit eine sehr intelligent durchdachten Handlung nicht reißerisch sondern ein Genuß. Niklas Natt och Dag hat mit Cecil Winge und Mickel Cardell zwei "Ermittler" geschaffen, die sehr speziell sind und lange in der Erinnerung bleiben werden. Stockholm 1793... wie gut, dass ich zu der Zeit nicht an diesem Ort geboren wurde, denn auch hier hat der Autor es hervorragend verstanden Atmosphäre zu schaffen die mir Gänsehaut gemacht und die ein oder andere Träne vor Fassungslosigkeit über die Brutalität an Frauen aus dem Auge drückte. Fazit Für mich wird dieses Buch ein Highlight 2019 sein, ein sehr starkes Debüt und ich hoffe es wird noch mehr von Niklas Natt och Dag kommen. Bis dahin werde ich sein "1793" allerdings noch da eine oder andere weitere Mal gelesen haben.

1793 / Winge und Cardell ermitteln Bd.1

Bewertung von kaffeeelse am 24.06.2019
Am Anfang kann ich nur sagen für dieses Debut kann man dem Autor nur gratulieren. Spannend, atmosphärisch, düster, dunkel, roh, brutal, gesellschaftskritisch, dies könnte das Buch beschreiben, hinzu kommen äußerst interessante Charakterdarstellungen und vor allem eine authentische Geschichte. Nun wird dieses Buch nicht jedem gefallen. Es ist in meinen Augen nicht nur Krimi, sondern auch eine Gesellschaftsstudie und dabei äußerst kritisch, es beschreibt den Menschen in einer anderen Zeit, einer dunklen Zeit, in der man wehrhaft sein sollte, um zu bestehen, in einer Zeit, in der soziales Denken nicht ausgeprägt/im großen Sinne nicht vorhanden war. Diese Geschichte ist mit einer heftigen Brutalität durchsetzt, die abstößt und entsetzt, aber leider einer Authentizität nicht entbehrt. Solch ein Inhalt wird nicht jedem gefallen, bei mir hat er allerdings eingeschlagen wie eine Bombe. Und ich kann nur sagen, ich bin begeistert und warte gespannt auf weitere geistige Ergüsse des Autors. Zum Inhalt: Stockholm im Herbst des Jahres 1793, eine Leiche wird im Fatburen gefunden, einem See in Stockholm. Die beiden wunderbar gezeichneten Charaktere des Jean Michael Cardell und des Cecil Winge nehmen die Ermittlungen auf. Dem versehrten Kriegsveteranen des Schweden-Russland-Krieges, Jean Michael Cardell und dem schwer an Tuberkulose erkrankten Juristen Cecil Winge wird schnell klar, dass der Tote schwersten und äußerst entsetzlichen Quälereien ausgesetzt war. Beide wollen wissen wer den Toten diesen Torturen ausgesetzt hat und warum. In den vier Teilen des Buches, die nach den vier verschiedenen Jahreszeiten des Jahres 1793 benannt sind und auch da handeln, werden teilweise recht unterschiedliche und spannende Geschichten erzählt, die nach und nach stimmig werden, ein Bild ergeben und den Lesenden in eine andere Zeit entführen und die reale Zeit vergessen lassen. Und ich kann wieder einmal nur sagen: Unbedingt Lesen!!!

1793 / Winge und Cardell ermitteln Bd.1

Bewertung von Elohym78 aus Horhausen am 03.03.2019
Als die verstümmelte Leiche eines Mannes geborgen wird, nimmt das ungleiche Ermittlerpaar Jean Michael Cardell und Cecil Winge den Kampf gegen das Verbrechen auf. Der Zufall, oder eher das Schicksal bringen den traumatisierten Kriegsveteran und den an Schwindsucht erkrankten Juristen zusammen und der Tod besiegelt das Bündnis. Können sie die Bestie fassen, die für den grausamen Mord verantwortlich ist, oder muss der Tod ungesühnt bleiben? Die Abgründe, in die sich Cardell und Winge begeben, scheint grenzenlos zu sein. Das Cover ist in schwarz gehalten. Die Jahreszahl 1793 prangt mitten darauf und zeigt einen Ausschnitt Stockholms. Ich finde es in seiner Düsternis sehr gut zu Titel und Inhalt des Buches gewählt. Es zeigt nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Grausamkeit, die in den Seiten vereint sind. Niklas Natt och Dag hat einen absolut grandiosen Krimininalroman geschaffen, der nicht nur mit Spannung glänzt, sondern auch mit fundiertem Hintergrundwissen der damaligen Zeit. Der Autor schaffte es, mich in eine düstere und zum Glück längst vergangene Epoche zu entführen. Er schilderte Stockholm dermaßen realistisch, dass mir ein Schauer über den Rücken ran. Nicht nur das Elend der armen Bevölkerung konnte ich nachempfinden, sondern auch den Dreck, der überall zu finden war; die Kanalisation steckte nicht nur in den Kinderschuhen, sondern war noch nicht vorhanden, Seuchen und Ansteckungsgefahr schwebten in der verpesteten Luft und das Elend quoll zwischen den Seiten hervor. Selten habe ich eine so realistische und glaubwürdige Schilderung einer Stadt gelesen. Dazu kam das Leben im Allgemeinen mit den drakonischen Strafen und der totalen Missachtung jeglichen armen Lebens: Stirbt ein Bettler, ist schon ein anderer da, um seinen Platz einzunehmen. In dieser düsteren und beklemmenden Zeit spielt Niklas Natt och Dags Roman. Ein brutaler Mord ist geschehen, der kurzzeitig für Aufsehen sorgt. Nicht wegen der Leiche, sondern wegen den Ermittlungen, die manch einen Schurken ans Tageslicht zerrten; was ist schon ein Toter mehr oder weniger? Die Gleichgültigkeit ging mir sehr nah und war auch schwer nachzuvollziehen, aber die Menschen dachten und lebten nur von der Hand in den Mund. Und doch schaffen es der Mut und die Ehrlichkeit, die Selbstlosigkeit und die Liebe ihren Platz zu verteidigen. Als der Jurist Cecil Winge sein Todesurteil Schwindsucht erhält, ist sein einziges Ziel, seine geliebte Frau versorgt und glücklich zu wissen. Und nebenher, seinen Beruf erfolgreich auszuüben und das Verbrechen zu bekämpfen. Ungewollt schlittert der Kriegsveteran und Säufer Jean Michael Cardell mit in diesen Kampf. Sein Leben war beendet und der Alkohol der einzige treue Begleiter. Doch nach und nach nimmt er Cardell den Kampf auf. Mit der Wahrheit um den Mord gelangt er in ein lebenswertes Leben zurück. Ich fand es sehr faszinierend und bewegend, den beiden ungleichen Männern bei ihren Ermittlungen folgen zu dürfen. Auch wenn sich mir hin und wieder der Magen hob, ob der detaillierten Beschreibungen, mit denen der Autor nicht sparte. Mein Fazit 1793 hat mich von der ersten Seite an begeistert! Düster, spannend und originell!

1793 / Winge und Cardell ermitteln Bd.1

Bewertung von manu63 aus Oberhausen am 14.03.2019
1793 ist ein historischer Krimi des Autors Niklas Natt och Dag und spielt in Stockholm des Jahres 1793. Ein grausam zugerichteter Torso wird im Wasser gefunden und die beiden ungleichen Ermittler Cecil Winge und Jean Michael Cardell bilden ein Team um die Umstände des Todes zu ermitteln. Dabei stoßen sie auf Abgründe der damaligen Zeit die erschütternd sind. Der Autor wählt für dieses Buch einen etwas ungewöhnlichen Aufbau, so reist er in den vier Abschnitten des Buches vom Herbst 1793 zum Sommer 1793 um dann wieder in den Frühling 1793 zu springen, der vierte Abschnitt ist dann im Winter 1793 angesiedelt. Durch die Zeitsprünge entwickelt sich die Geschichte durch mehrere Stränge zu einem gemeinsamen Faden dem man als Leser gut folgen kann. Die geschilderten Geschehnisse werden in brutaler Form beschrieben und hinterließen bei mir ein unbehagliches Gefühl. Ich hätte nicht gerne zu dieser Zeit und unter diesen Umständen gelebt. Das Leben im Jahr 1793 wird in aller Brutalität und mit bildhafter Sprache erzählt, die mich teilweise an die Grenzen des erträglichen geführt hat. Die Geschichte selber wird stimmig erzählt und die verschiedenen Charaktere werden gut ausgearbeitet und als Leserin konnte ich teilhaben an der Gedankenwelt der Protagonisten. Insgesamt ein Buch das mich fesselte und in dem der Autor eine ungewöhnliche Geschichte erzählt.

1793 / Winge und Cardell ermitteln Bd.1

Bewertung von Alex aus Braunschweig am 06.03.2019
Mörderische Idylle Schweden ist allgemein für seine weiten und kaum besiedelten Landschaften bekannt. Jedoch lässt das Cover erahnen, dass sich hinter einigen Häuserfassaden und in den dunklen Gassen eines ansonsten sehr zivilisierten Stockholms in einem längst vergangenen Jahrhundert mörderische Dinge abspielten. Nach einem grausigen Mord, ist eine berechtigte Angst vorprogrammiert. Die Spannung ist hoch und mit einigen unerwarteten Wendungen ist zu rechnen. Orte und Situationen werden sehr detailliert beschrieben. Das macht die Geschichte sehr anschaulich. Der Autor versteht es, die passenden Formulierungen zu finden. Man befindet sich scheinbar mitten in den Schauplätzen der Geschehnisse und fühlt mit den Figuren mit.
» Mehr anzeigen