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Benutzername: Lexa
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Bewertungen

Insgesamt 48 Bewertungen
Bewertung vom 29.11.2019
Von Sternen gekrönt / One True Queen Bd.1
Benkau, Jennifer

Von Sternen gekrönt / One True Queen Bd.1


ausgezeichnet

An diesem Buch konnte ich einfach nicht vorbeigehen. Das umwerfende Cover mag dafür durchaus ausschlaggebend gewesen sein. Vor allem das es unter dem Umschlag genauso bezaubernd aussieht.
Der Schreibstil der Autorin ist fesselnd und absolut mitreißend. Mailin gelangt in die mystische Welt von Lyaskye und weiß zunächst nicht wie ihr geschieht. Langsam beginnt sie, dass was in diesem Land vor sich geht und was sie damit zu tun hat, zu begreifen und ihre eigene Geschichte daraus zu machen. Mir gefällt das Weltbild, welches Jennifer Benkau dem Leser hier präsentiert, ausgesprochen gut. Lyaskye hat seinen ganz eigenen Charakter und sticht somit in der weiten Welt des Fantasy, in meinen Augen, heraus. Die Protagonistin kommt sehr selbstbewusst daher, zeigt aber auch in der ihr vollkommen neuen Welt durchaus auch schwache Seiten. Sie kämpft um das was sie liebt und versucht dabei stets das Beste für alle herauszuholen. Also die perfekte Mischung einer sympathischen Hauptfigur. Meine Sympathien hatte Mailin von Anfang an. Das zu einem guten Fantasyroman natürlich eine packende Liebesgeschichte nicht fehlen darf, müsste eigentlich klar sein. Diese hier ist leider fast schon zu vorhersehbar, bringt aber dann doch ungeahnte Wendungen und eine gewisse Würze mit sich. Liam als männlicher Protagonist ist unvorhersehbar und somit eine überaus spannende Figur. Und auch die Nebencharaktere, beispielsweise Grace oder Nathaniel sind klar gezeichnet und wirken in ihren Handlungen authentisch und echt. Manche liebt man, manche hasst man. Wenn Protagonisten so etwas im Leser auslösen, hat der/die SchreiberIn ins Schwarze getroffen.
Insgesamt kommt die Geschichte schnell in Fahrt und aufgrund der spannenden Erzählweise, kommt man sehr rasch durch die Seiten. Und mir war dabei auf keiner Seite langweilig. Die Autorin schafft es die Geschichte konsequent auf einem hohen Level am laufen zu halten und überrascht den Leser immer wieder. Die Geschichte entspinnt sich in viele Richtungen und bietet somit noch Platz für mehr Erzählstoff.
Alles in allem hat mich die Welt von Lyaskye direkt aufgesogen. Ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen und war von der ersten bis zur letzten Seite von der Idee und der Umsetzung begeistert. Echte Charaktere, ein fesselnder Schreibstil, ein tolles Worldbuilding und Vorfreude auf den zweiten Teil, runden für mich dieses Fantasyleseerlebnis ab.

Bewertung vom 11.11.2019
Henry / Prince of Passion Bd.2
Chase, Emma

Henry / Prince of Passion Bd.2


ausgezeichnet

In den ersten Band der Reihe bin ich jetzt noch absolut verliebt. Und der zweite ist (fast) genauso charmant, witzig und einzigartig.
Die Autorin besticht mit einer lockeren, leichten und vor allem humorvollen Art und Weise die Geschichte rund um den Thronfolger und seinen weiblichen Gegenpart Sarah zu erzählen. Er absolut jugendlich, frisch, den Schalk im Nacken. Sie eher ein wenig schüchtern, nerdig und fast ein wenig spießig. Wie schon bei Olivia und Nicholas, schließt man die Charaktere sofort ins Herz und muss an manchen Stellen herzhaft lachen. Die Idee die hinter dieser Geschichte steckt, fand ich besonders originell und spannend mitzuverfolgen. Natürlich ist auch hier ein Stück Vorhersehbarkeit definitiv dabei, aber nicht so dass es groß ins Gewicht fällt. Die Story bleibt trotzdem flüssig und macht definitiv Spaß. Die erotischen Szenen nehmen nicht übermäßig Raum ein und geben dem Beziehungsaufbau der beiden ausreichend Platz. Das Hin und Her der beiden ist definitiv etwas fürs Herz. Man kann fast sagen, die Geschichte macht einen rund um glücklich. Die Vertonung ist auch wie beim ersten Teil sehr gelungen und man erlebt die beiden Charaktere absolut authentisch und ehrlich. Dabei mochte ich auch hier wieder die wechselnden Sichtweisen von Henry und Sarah.
Alles ins allem wieder eine gelungene romantische Geschichte, die für mich in diesem Genre definitiv ganz oben mitspielen kann. Sie hebt sich für mich vor allem durch ihre authentischen Charaktere und die humorvolle Erzählweise aus. Allerdings muss ich sagen, dass mich Nicholas und Olivia, ein klein bisschen mehr überzeugen konnten. Aber nur ein kleines bisschen. Eine klare Empfehlung und ich freue mich schon auf Teil 3.

Bewertung vom 11.11.2019
Der Regisseur
Kleinknecht, Olivia

Der Regisseur


sehr gut

Ein Buch welches nichts für sanfte Gemüter ist – denn hier kommt definitiv schwere Kost ums Eck.
Die Geschichte steigt direkt mit vielen Szenenwechseln, die die Kapitel ersetzen, ein. Eine Erzählweise, die man mögen muss. Mir haben die häufige Orts- und Charakterwechsel sehr gut gefallen, da dadurch viele Seiten beleuchtet wurden und die Spannung erhalten und gesteigert wurde. Der filmische Aspekt wurde dadurch noch einmal unterstrichen. Wir begleiten vorwiegend den italienischen Regisseur Vittorio Angelotti. Ein Protagonist der unangenehmen Sorte. Er manipuliert und missbraucht die Menschen um sich herum, geradeso wie es ihm gefällt. Immer auf der Suche nach der nächsten (sexuellen) Erfüllung. Dabei macht er vor nichts und niemanden Halt. Und das mit einer Art und Weise, die einem einen Schauder über den Rücken jagt. Dabei gerät er schlussendlich in einen Kreislauf, bei dem es fraglich ist ober er daraus noch heil entkommt. Während des Lesens, hat sich eine unterschwellige Wut gegenüber dem Regisseur bei mir eingestellt und meine innere Anspannung war fast greifbar. Wie er mit seinen Mitmenschen umgeht, lässt die Schattenseiten einer solchen Machtposition ins Licht rücken. Die Autorin setzt dabei vor allem auf Provokation, Brutalität und Unverblümtheit in ihren Worten. Mit Absicht schafft sie einen Antagonisten als Protagonisten. Die Nebencharaktere bewusst beeinflussbar und naiv. Zu keinem konnte ich eine wirkliche Bindung aufbauen, was mich aber im Lesefluss nicht gestört und auch für mich die Authenzität der Geschichte nicht im Geringsten beeinflusst hat. Sie sind lediglich Randfiguren die den Weg des Regisseurs pflastern. Sie verdeutlichen nur wie leicht manche Menschen, der Macht eines anderen erliegen. Das ist mutig und in meinen Augen absolut genial. Denn sie zeigen überspitzt eine Seite unserer heutigen Gesellschaft auf, die man so lieber nicht genauer betrachten möchte. Dabei ist es wichtig, solche Menschen wie die Autorin es am Regisseur aufzeigt, zu erkennen und ihnen Einhalt zu gebieten.
Dieses Buch fällt aus der Reihe. Aber nicht im negativen Sinn. Es traut sich brutal und anders zu sein. Es traut sich unverblümt eine Seite von Menschen zu zeigen, die ansonsten eher im Dunkeln bleibt. Deswegen hat mich das Buch einerseits sehr mitgenommen, angeekelt aber auch sehr beeindruckt und zum Nachdenken gebracht. Man muss sich darauf einlassen können. Ein Thriller, wie es sicherlich so schnell keinen Zweiten geben wird und somit definitiv eine klare Empfehlung meinerseits.

Bewertung vom 27.10.2019
Im Schatten des Turms
Anour, René

Im Schatten des Turms


sehr gut

Ich bin ein großer Fan von der Kulisse Wiens und historischen Romanen. „Im Schatten des Turms“ ist eine perfekte Mischung aus beidem – es hat mein Wienfanherz höherschlagen lassen und mich mit historischem Kontext gefüttert. Die Sprache ist leicht und fließend und der damaligen Zeit angemessen. Den österreichischen Dialekt den der Autor einfließen lässt, lässt den Leser noch mehr in die Geschichte eintauchen.
René Anour entführt uns ins das Jahr 1787. Alfred ist angehender Medizinstudent und fasziniert vom sogenannten Narrenturm – der ersten „Irrenanstalt“ der Welt. Was er dort sieht lässt ihn nicht los. Auf der anderen Seite Helene, eine junge Frau aus adeligem Hause, die von ihrem Vater vor der „Schlangengrube“ Schönbrunn beschützt wird. Die beiden begegnen sich – und wie es das Schicksal so will, verlieben sie sich. Doch sie werden beide einen hohen Preis für ihr junges Glück zahlen müssen.
Beide Charaktere wirken authentisch gezeichnet und ihre Handlungen sind ehrlich. Auch Nebencharaktere wie beispielsweise den Kaiser Joseph, bekommen ausreichend Spielraum, drängen sich dabei aber nicht so sehr in den Vordergrund. Gerade nur so, dass man den ein oder anderen von ihnen in sein Herz schließt. Die Geschichte nimmt Fahrt auf und die Ereignisse überschlagen sich. Unterschwellig bekommt man mit, dass Krieg aufzieht und sich etwas Dunkles im Hintergrund zusammenbraut. Stück für Stück steigert sich die Spannung und die Liebe der beiden wird auf eine harte Probe gestellt. Durch die Perspektivwechsel fiebert man noch ein bisschen mehr mit und bekommt mehr und mehr Einblick in das Innenleben der Protagonistin. Helene entwickelt sich teilweise in eine Richtung die einen nichts Gutes ahnen lässt und geht ihren eigenen Weg. Die Verstrickungen sind wenig vorhersehbar und man erlebt als Leser die ein oder andere Positive als auch negative Überraschung. Der Autor hatte definitiv ein Händchen dafür den Leser auf die falsche Fährte zu leiten und die Gedanken in eine bestimmte Richtung zu lenken. Doch gerade das macht eine gute Geschichte, in meinen Augen ein Stück weit aus. Im Schatten der Ereignisse ragt stetig der Narrenturm auf und wirft einen bedrohlichen Beigeschmack auf die Szenerie. An dieser Stelle hätte ich mir tatsächlich ein wenig mehr Input über die damaligen medizinischen Vorgehensweisen gewünscht.

René Anour schafft einen opulenten historischen Roman vor der fantastischen Kulisse Wiens. Die knapp über 650 Seiten mögen am Anfang etwas viel erscheinen, doch keine Seite ist ohne relevanten Inhalt für die Geschichte. Für mich ein großer Lesegenuss und eine Empfehlung für jeden der Wien liebt und an geschichtlichen Kontexten Interesse hat.

Bewertung vom 21.10.2019
Nicholas / Prince of Passion Bd.1
Chase, Emma

Nicholas / Prince of Passion Bd.1


ausgezeichnet

Wieder ein typischer, Teenie-New-Adult Klassiker? Dachte ich zu Anfang an auch. Doch es hat sich als eine schöne, erotische Liebesgeschichte rund um Nicholas und Olivia entpuppt.
Natürlich wartet das Buch mit einigen Klischees und teilweise rüder Sprache auf. Dennoch ließ sich das Buch, vertont sehr gut hören. Die Stimmten der Sprecher passten zu den Charakteren und waren sehr angenehm. Gerade die wechselnden Perspektiven gaben dem Hörbuch noch einmal das gewisse Extra. Nicholas ist nicht der typische Bad-Boy den man in vielen anderen Liebesgeschichten wiederfindet. Lediglich sein Status als Prinz eines (im Buch) erfundenen Königreiches und dem dadurch verbundenen Geld und Bekanntheitsgrad entspricht den gängigen Klischees. Ansonsten stellt sich Nicholas als überaus sympathischer, bodenständiger junger Mann heraus, der sein Herz am rechten Fleck hat. Ich muss sagen die Idee des Königreiches fand ich sehr originell und mal etwas Anderes. Olivia ist eine tapfere, kluge Frau die sich rührend um ihre Schwester und ihren Vater kümmert. Und auch die anderen Charaktere wie Henry, Nicholas Bruder oder seine grimmige Granny konnten bei mir durchaus Punkte sammeln. Insgesamt waren mir die Charaktere sehr sympathisch und waren ehrlich und erfrischend. Durch Zufall lernen sich Nicholas und Olivia in ihrem Café kennen und so nimmt die Geschichte ihren Lauf. Natürlich haben beide ihr Päckchen zu tragen, die sich ihnen im Laufe des Buches immer wieder in den Weg stellen. Die erotischen Szenen wirkten keines Falls billig oder bedienten sich eines Fetisches. Sie lebten von der Liebe zwischen den Zeilen und machten sie dadurch ansprechend und nicht zu vulgär.
Insgesamt für mich ein sehr schönes Hörbuch, welches leichte Lektüre war, mir nichtsdestotrotz sehr viel Spaß gemacht hat. Ich freue mich schon sehr auf die Vertonung des zweiten Bandes, in dem es um Henry geht. Eine klare Empfehlung für Fans dieses Genres!

Bewertung vom 20.10.2019
Verstummt / Atlanta Police Department Bd.1 (eBook, ePUB)
Slaughter, Karin

Verstummt / Atlanta Police Department Bd.1 (eBook, ePUB)


ausgezeichnet

Vorweg: ich bin ein absoluter Karin Slaughter Fan und nach dem mich der letzte Teil der Grant-County Serie etwas enttäuscht hat, war ich auf den 1.Teil der Will-Trent-Reihe natürlich umso mehr gespannt.
Glücklicherweise wurden meine Erwartungen voll und ganz erfüllt. Karin Slaughters Schreibstil fesselnd, spannend und absolut mitreißend. Ich konnte das Buch nur schwer aus der Hand legen. Die Geschichte in der es um skurrile Vergehen an Prostituierten geht und den neuen, etwas verqueren Hauptcharakter Will Trent einführt, kommt unglaublich vielschichtig daher. Wie von der Autorin nicht anders gewohnt, erwarten den Leser Kurven und Wendungen die einen staunen und nach Luft schnappen lassen. Und die Authentizität der Charaktere unterstreichen die Qualität dieses Thrillers. Keiner davon ist platt oder langweilig, sondern bringt seine eigene tiefsinnige Geschichte mit und man hat sie sehr plastisch vor Augen. Gerade Will Trent, der zwar klischeehafter Weise eine schwere Vergangenheit hat, kommt mit Ecken und Kanten daher die ihn für mich eigenwillig aber sympathisch machen. So baut sich die Spannung, Stück für Stück auf und als Leser wird einem, Seite für Seite klar, wer eigentlich Täter und wer Opfer ist. Gerade dass lässt einen nur noch mehr mitfiebern.
Wiedermal ein absolut brillianter Thriller aus der Feder von Karin Slaughter. Unglaublich spannend und an manchen Stellen unglaublich grausam. Denn die Autorin beschönigt in ihren Büchern nie etwas – und gerade das machen die Thriller von Karin Slaughter aus. Authentisch, ehrlich und absoluter Lesegenuss für Thrillerfans.

Bewertung vom 18.10.2019
Hardlove - verliebt / Hard Bd.5
Wild, Meredith

Hardlove - verliebt / Hard Bd.5


sehr gut

Endlich das große Finale um Blake und Erica!
Durch Höhen und Tiefen mussten die beiden gehen – nun steht endlich das Happy End vor der Türe. Oder doch nicht? In einem letzten Band schickt Meredith Wild ihre beiden Charaktere noch einmal auf eine Achterbahn der Gefühle. Der Schreibstil ist dabei wie gewohnt locker und verspricht leichte Lektüre. Die Momente zwischen Erica und Blake treffen einen ins Herz und lassen selbst von einer romantischen Zukunft träumen. In diesem Band bekommt man die Geschichte auch aus Blakes Perspektive erzählt. Es war durchaus sehr spannend auch einmal seinen Blick auf die Dinge und die Beziehung zu Erica zu sehen. Insgesamt verspricht auch dieses Buch ein spannendes Setting, war dann aber doch an einigen Stellen etwas zu sehr gewollt und abgehoben. Jedoch hat es der Gesamtqualität der Geschichte keinen Abbruch getan. Man wird auch hier wieder gut unterhalten, mitgerissen und in die erotischen Erlebnisse der beiden voll eingespannt. Blake scheint in diesem Teil seinen Kontrollzwang etwas mehr in den Griff zu bekommen als in den letzten Teilen, was ihn aber nicht davon abhält den großen, zähen Beschützer zu spielen. Die Momente in denen er sich weich und verletzlich zeigt, gibt es in diesem Band häufiger, was ihn ein Ticken mehr menschlich erscheinen lässt.
In meinen Augen ein schöner Abschluss der Reihe. In die Welt rund um Erica und Blake bin ich immer sehr gerne abgetaucht und die Reihe als Ganzes hat mir sehr gut gefallen. Gerade weil die Charaktere zwar teilweise überspitzt übermenschlich dargestellt werden, aber dann doch wieder ihre zarten, authentischen Momente haben. Für alle Fans des Erotikgenres ist die Reihe absolut lesenswert und wie ich schon bei den Rezensionen der letzten Teile immer wieder betone – es ist keine tiefsinnige, anspruchsvolle Kost. Man hat Spaß mit den Büchern – und das darf beim Lesen manchmal auch nicht zu kurz kommen!

Bewertung vom 14.10.2019
Hardlimit - vereint / Hard Bd.4 (Mängelexemplar)
Wild, Meredith

Hardlimit - vereint / Hard Bd.4 (Mängelexemplar)


sehr gut

Nach dem mich der dritte Teil der Reihe etwas enttäuscht hatte, hatte ich nun hohe Erwartungen an diesen.

Meredith Wild wartet wie immer mit einer leichten, flüssigen und fesselnden Sprache auf. So fliegt man auch in diesem Buch durch die Seiten. Wie auch die letzten Teile ist dieser leichten Kost und wenn man mit den richtigen Erwartungen heran geht, eine schöne, lockere Lektüre. Blake hat im letzten Teil einiges an Sympathie bei mir verloren, konnte diese im Verlauf von Hardlimit teilweise aber wieder zurückgewinnen. Jedoch ist mir sein zwanghaftes Kontrollverhalten immer noch sehr zuwider. Erica zeigt sich wieder mehr von ihrer toughen Seite und so kam es zu einigen Konflikten zwischen den beiden, welche in meinen Augen der Beziehung aber definitiv guttaten. Auch in diesem vierten Band der Reihe gab es viele liebevolle Szenen, die die beiden zu einem schlichtweg romantischen und süßen Paar machten. Die Sexszenen waren wie immer stilvoll und nicht zu billig, auch wenn ich mich immer wieder an Shades of Grey erinnert fühlte. Mein größter Kritikpunkt an diesem Band ist jedoch, dass der Klappentext mehr verspricht als der eigentliche Inhalt hergibt. Das Thema welches angeteasert wurde kam für meinen Geschmack etwas zu kurz und andere, nichtsdestotrotz spannende Handlungsstränge standen im Vordergrund wie beispielsweise die Auseinandersetzung von Erica mit den Querelen ihrer Vergangenheit.
Insgesamt konnte mich Hardlimit wieder gut unterhalten und war ein absoluter Pageturner. Die Geschichte von Erica und Blake gefällt mir nach wie vor sehr gut und ich freue mich jetzt den finalen Band der Reihe zu lesen um zu erfahren wie die beiden ihr Glück endgültig besiegeln.

Bewertung vom 13.10.2019
Miroloi
Köhler, Karen

Miroloi


gut

Bei dieser Rezension weiß ich tatsächlich nicht wo ich anfangen soll. Zunächst ist das Cover sehr schön und generell die Aufmachung des Buches hat mir sehr gut gefallen.
Der Schreibstil ist sehr eigenwillig und wirkt auf den ersten Eindruck sehr naiv und einfach. Je weiter man liest desto mehr wird einem aber klar, dass dieser Stil gut zur Protagonistin des Buches passt. Wir begleiten unsere zunächst namenlose Hauptprotagonistin die in einem autoritären Dorf lebt, in denen hauptsächlich die Männer etwas zu sagen haben und Frauen weder lesen noch schreiben lernen dürfen. Sie scheint von Beginn an einen schlechten Stand zu haben, da sie nicht von dort ist. So ist sie oft vielerlei Schmach ausgesetzt und versucht sich durchzusetzen. Wir begleiten sie über „Strophen“ hinweg wie sie ihren Weg geht und man als Leser immer mehr Eindrücke des Dorfes erfährt. Die Protagonistin wirkt sehr naiv, zugleich jedoch sehr zäh und leidensfähig. Die Botschaften die, die Autorin dem Leser auf den Weg gibt sind einprägsam und ungeheuer wichtig. Es geht um Selbstfindung und darum, dass man gewisse, traditionelle Strukturen hinterfragt und nicht alles hinnimmt wie es ist. Dabei vermittelt das Buch sehr viel feministische Werte aber auch wie wichtig Bildung sein kann um ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Leider plätschert die Handlung dabei etwas vor sich hin und ist manchmal sehr zäh und schleppend, was das Lesen anstrengend macht. Zeitweise erscheinen Kapitel in denen man nicht unbedingt einen Zusammenhang zur Hauptgeschichte herausliest und verwirrend sind. Manchmal schlagen die Ereignisse für meinen Geschmack etwas zu sehr über die Stränge und sprengen den Rahmen. Man hat das Gefühl die Autorin wollte mit ihrem Roman höher hinaus, als es ihr im Endeffekt geglückt ist.
Die Erzählung glänzt definitiv mit einer starken, zeitweise sehr poetischen und schönen Sprache. Die Botschaften die es vermitteln soll kommen an und sind wichtig. Jedoch kann man der nicht immer vorhandenen Handlung zeitweise nicht komplett folgen, was dem Buch im Endeffekt einiges an Potential raubt. Miroloi konnte viel – jedoch wäre noch einiges an Luft nach oben dagewesen.

Bewertung vom 13.10.2019
Der Untergang der Könige / Drachengesänge Bd.1
Lyons, Jenn

Der Untergang der Könige / Drachengesänge Bd.1


sehr gut

Das Cover ist sehr gelungen und der Umfang des Buches eine absolute Wucht. Hilfreich fand ich die Anhänge am Ende des Buches, da es im Laufe der Geschichte mit Namen und Abstammungen dann schon etwas kompliziert werden kann. So konnte man immer wieder nachschauen und sich einen Überblick verschaffen.
Der Schreibstil ist absolut fesselnd und mitreißend. Durch die wechselnden Erzählperspektiven, in denen es aber immer um den jungen Kihrin geht, baut die Geschichte konstant Spannung und Tempo auf. Kihirn ist ein authentischer und durchdachter Charakter. Besonders seine aufmüpfige, vorlaute Seite hat mir sehr gut gefallen. Und nicht nur Kihirn, sondern auch die anderen auftretenden Charaktere bringen einiges an Humor und Sarkasmus mit, so dass man doch das ein oder andere Mal schmunzeln muss. Der Untergang der Könige bringt alles mit was man von einem High-Fantasy Roman erwartet. Viele verschiedene Namen, Familienstammbäume, Länder und Sitten sowie verschiedene Arten der Magie und der magischen Wesen schaffen ein komplexes und doch schlüssiges Weltbild. Gerade die Fußzeilen die auf einigen Seiten auftauchen, intensivieren die Geschichte noch um einiges und geben dem Leser noch mehr Hintergrundinformationen zur „Bekannten Welt“. Dadurch muss man das Buch sehr aufmerksam und konzentriert lesen. Denn wann man eine Information überliest kann es später schnell passieren, dass es verwirrend wird. Deswegen sollte man sich mit diesem Buch viel Zeit lassen. Hat man die Ruhe kann man vollkommen in diese fantastische Welt mit seinen Bewohnern eintauchen.
Jenn Lyons hat einen hochkomplexen High Fantasy Roman geschaffen. Die Welt ist vielseitig, umfassend und unglaublich fantasiereich. Und bietet somit noch einiges an Potential für weitere Geschichten. Das knapp über 800 Seiten starke Werk mag durch seine Wucht zunächst abschreckend wirken, doch entführt es einen in eine Welt voller Magie, machthungriger Wesen und erzählt über Familie und Zugehörigkeit in einer Welt die aus dem Gleichgewicht zu geraten scheint.