Autor im Porträt

Toptitel von James Joyce

Ein Porträt des Künstlers als junger Mann

Gebundenes Buch
Ein junger Mann weiß, was er will: Schriftsteller werden, eine künstlerische Existenz führen. Das ist nicht so einfach im tief katholischen Irland mit seinen engstirnigen Autoritäten. Doch Stephen Dedalus, der Held dieser Geschichte, geht unbeirrt seinen Weg. James Joyce hat die Kraft juveniler Gedanken und Emotionen in eine magische Sprache gefasst, für die er literarisches Neuland erkundete. Sein Porträt eines sensiblen Unangepassten erzählt davon, wie der Mensch gegen Widerstände erst zum Menschen wird.…mehr

 

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Ulysses

Gebundenes Buch
Der "Ulysses" ist bis heute die ultimative Herausforderung für jeden Freund der Weltliteratur. Im Grunde ist alles ganz einfach: James Joyce erzählt, was seinem Helden Leopold Bloom an nur einem einzigen Tag des Jahres 1904 in seiner Heimatstadt Dublin widerfährt. Dies allerdings ist sehr weit verzweigt, schließt mächtig strömende Gedanken und jede Menge Sprach-Abenteuer mit ein. - Georg Goyert war einer der großen Übersetzer seiner Zeit, seine grandiose "Ulysses"- Übertragung wurde von James Joyce autorisiert.…mehr

 

15,00 €

 

James Joyce

Joyce, JamesWeltweite Bekanntheit erlangte der irische Schriftsteller der Moderne, James Joyce (1882-1941) mit seinem Roman Ulysses. Schon mit seinem Erzählband »Dubliner« (ebenfalls bei Anaconda in neuer Übersetzung erhältlich) zeigt Joyce sein erzählerisches Talent und macht die Stadt Dublin zum Mittelpunkt seiner Geschichten. Sein erster Roman war »Ein Porträt des Künstlers als junger Mann«, der - wie auch Ulysses - von Georg Goyert übersetzt wurde.

Kundenbewertungen

Ein Porträt des Künstlers als junger Mann

Bewertung von Bories vom Berg aus München am 28.04.2015
Per aspera ad astra Wie anders ist doch diese Geschichte als das betulich erzählte «Unterm Rad» von Hesse oder die verstörenden Erlebnisse, von denen Musil in «Die Verwirrungen des Zöglings Törless» berichtet! In mehr als zehn Jahren entstand über die Zwischenstufe der eher konventionell erzählten Erstfassung «Stephen Hero» schließlich der Roman «Ein Porträt des Künstlers als junger Mann», welcher als Debüt nun aber literarisch bereits vieles enthält, was James Joyce als Schriftsteller kennzeichnet. Sogar die Figur des autobiografisch inspirierten Protagonisten Stephen Dedalus findet sich später als eine der drei Hauptgestalten im «Ulysses» wieder, dem Jahrhundertroman, der seinen irischen Autor weltberühmt gemacht hat. Ist nun dieser Entwicklungsroman mit seinem deskriptiven Titel, der gleichermaßen auf die Kategorie Künstlerroman hinweist, eine empfehlenswerte Erstlektüre zur Entdeckung dieses großen Schriftstellers? Eindeutig ja, sie könnte sich literarisch sogar als eine Einstiegsdroge erweisen! Stephen scheint unrettbar im Sumpf eines orthodoxen Katholizismus gefangen. Die aus seiner Perspektive erzählte Geschichte beginnt mit der frühen Kindheit in einem wohlhabenden Elternhaus, das später allmählich verarmt, nicht zuletzt auch durch die Trunksucht des Vaters. Er besucht ein katholisches Internat, wo er einer streng religiösen Erziehung unterworfen ist, die ihm keinerlei geistigen Spielraum lässt in ihrer ebenso unbeirrbaren wie unnachsichtigen Dogmatik. Mit einem für Atheisten wie mich geradezu lachhaft anmutenden Ernst lässt der Autor die geistlichen Lehrkräfte in ausgedehnten Passagen naiv dümmlich zum Beispiel über die Hölle erzählen. Jenem Ort, ohne den die monotheistischen Kirchen den mit Abstand gewichtigsten Teil ihrer selbst angemaßten Legitimation verlieren würden. In endlosem Palaver wird über die großen Figuren der Kirchengeschichte berichtet, jene Heiligen und Seligen, die den Schulknaben als Vorbilder dienen sollen, wortreich wird über Sünde, Beichte, Reue und Absolution gefaselt und gelogen. Es grenzt an ein Wunder, dass unser Held, auf der Suche zu sich selbst, zu seiner ganz eigenen Gefühlswelt, dieser Zuchtanstalt und dem anschließenden jesuitischen College geistig und seelisch heil entkommen kann. Die Aufnahme in den Mönchsorden lehnt er ab, entflieht den Autoritäten und Konventionen, wählt stattdessen die geistige Freiheit eines Studenten der Künste in Dublin. Dieses Abstreifen von familiären und religiösen Zwängen und nicht zuletzt auch von den sexuellen Nöten eines Pubertierenden führt im weiteren Verlauf der Geschichte zu tiefsinnigen, köstlich freimütigen Disputen unter den Kommilitonen über irische Geschichte und Politik, über philosophische Themen, das Wesen und die Funktionen der Kunst, über Theorien der Ästhetik von der Antike bis zur Neuzeit. Joyce brilliert hier mit kühnen Gedankengängen und intelligenten Folgerungen in einer hoch komplexen Sprache. Die nun allerdings dem Leser nicht nur einiges abverlangt an geistiger Mitwirkung, sondern zu vollem Verständnis und mentalem Genuss auch eine adäquate Wissensbasis voraussetzt, die andernfalls durch fleißige Recherche ersetzt werden muss. Sprachlich ist hier ein Könner am Werk, der metaphernreich zu erzählen weiß, äußerst stimmige Bilder erzeugt im Kopf des Lesers, immer wieder überraschende Assoziationen hervorruft. Dazu benutzt er als einer der Ersten wirkungsvoll den Bewusstseinsstrom, ein Anfang des Zwanzigsten Jahrhunderts neues Stilmittel, das den Beginn des modernen Romans markiert. Es verleiht dem Erzählten hohe Authentizität, dieser Roman zeugt eindrucksvoll davon. Lustvolle Lautmalereien mit Wörtern und eigene Wortkreationen, die man in keinem Lexikon findet, ergänzen all dies und stellen nicht nur an die Übersetzer der Prosa von Joyce hohe Ansprüche, sie beflügeln auch - per aspera ad astra - den geneigten Leser, sofern er Antennen hat für sprachliche Finessen jenseits des Konventionellen.

Ulysses, 6 MP3-CD

Bewertung von Joschne aus Sittensen am 25.11.2015
+++Soghaftes Hörerlebnis+++ Voller Sprachspiele, komplex, bruchstückhaft - James Joyce' Ulysses gehört zu den schwer zugänglichen Texten in der Literatur. Vorgelesen wird die virtuose Sprach- und Gedankenakrobatik um einiges verständlicher und genießbarer. Vor allem, wenn sich die Créme de la Créme der deutschen Schauspielerinnen und Schauspieler das Mikrofon weiterreicht. So lässt sich den 18 Kapiteln lauschen und Leopold Bloom Schritt für Schritt durch Dublin begleiten. Regisseur Ralph Schäfer hat das Kunststück fertiggebracht und James Joyce' Meilenstein der modernen Literatur erstmals in eine rund 40-stündige Komplettlesung verwandelt. Der nimmermüde Sprachstrom und der Vielklang des Werks werden so zu einem soghaften Hörerlebnis.