Autor im Porträt

Toptitel von Andrzej Sapkowski

Das Erbe der Elfen / Hexer-Geralt Saga Bd.1

Broschiertes Buch
Die Bücher zur NETFLIX-Serie - Die Hexer-Saga 1 in der opulenten Fan-Edition
Seit dem blutigen Überfall auf Cintra ist Cirilla, die Thronerbin des Reiches, verschollen. Gerüchte werden laut, dass sie vom Hexer an einen geheimen Ort gebracht wurde. Es scheint, als besitze sie großes magisches Potenzial. Oder ist sie nur das Medium einer bösen Macht?…mehr

 

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Der Schwalbenturm / Hexer-Geralt Saga Bd.4

Broschiertes Buch
Die Bücher zur NETFLIX-Serie - Die Hexer-Saga 4 in der opulenten Fan-Edition
Ciri sucht ihren Schicksalsort, dem legendären Schwalbenturm. Unterdessen will die rivische Königin den Hexer als Kämpfer im Krieg gegen Nilfgaard verpflichten. Es gelingt ihm zwar, sich abzusetzen - doch bei einem Überfall gerät sein Wolfsmedaillon in fremde Hände.…mehr

 

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Andrzej Sapkowski

Andrzej Sapkowski, geboren 1948 in Lodz / Polen, ist ein bekannter polnischer Fantasy-Autor. Seine Romane greifen - zumeist parodistisch - Motive slawischer Legenden und Märchen auf. Sapkowski studierte zunächst Wirtschaft und war im Auslandshandel beschäftigt, bevor er in Polen als Autor erfolgreich wurde. Neben seinen Romanen hat Sapkowski auch wissenschaftliche Texte, unter anderem zum Artus-Mythos, veröffentlicht.

Kundenbewertungen

Der Schwalbenturm / Hexer-Geralt Saga Bd.4

Bewertung von Feenfeuer - Fantasy Blog am 02.08.2010
In den Sümpfen von Pereplut bricht Ciri, das Löwenjunge von Cintra, zusammen, auf matschigem Boden, im Nirgendwo aus Schilf und dunklem Wasser. Als Falka war sie mit der Rattenbande gereist, hatte geplündert und gefeiert, ein wildes und vermeintliches freies Leben geführt. Doch an die Fersen der Ratten hat sich ein gnadenloser und berüchtigter Jäger geheftet... Nach "Das Erbe der Elfen", "Die Zeit der Verachtung" und "Feuertaufe" legt Andrzej Sapkowski mit „Der Schwalbenturm“ den vierten Roman der Hexer-Saga und den sechste Band der Serie und Geralt von Riva vor. Die Handlung der Romans knüpft, mit geringem zeitlichem Abstand, an die Geschehnisse des Vorgängers an und entwickelt sich zu einem hochspannenden Intrigengewirr mit abenteuerlichen Schicksalswegen. Ein Pfad des Buches zeichnet das Erlebte von Ciri nach, erzählt in einer kleinen Sumpfhütte in der Region Ebbing und nach nur wenigen Worten aus der Feder des Autors entblättert sich dessen ganzes Können auf höchst sympathische und atmosphärische Weise. Sapkowski schwenkt gerade zu munter zwischen den Perspektiven, so widmet er sich dem erzähltem Wort aus Ciris Mund, welches nicht selten vor Zynismus und Enttäuschung trieft, um den Leser übergangslos in Handlungen und blutige Schauplätze aus Ciris Erinnerungen zu katapultieren und diesen die Blickwinkeln ihrer Verfolgen und Bandengefährten gegenüber zu stellen. Ein gelungenes Spiel aus gegensätzlichen Interessen und Motivationen, Hintergedanken und offenkundigem Handeln, führt der Autor zu einer dramatischen Kollision, in deren Zentrum das Löwenjunge von Cintra steht. Der zweite wesentliche Pfad dem die Geschichte um den mythischen, vielfach verleugneten Schwalbenturm folgt, beherbergt die Verzweiflung und den Rachewillen des Hexers und seiner illustren Gefährtengruppe. Freunde des Barden Rittersporn werden hier voll auf ihre Kosten kommen, denn jener Frauenschwarm und begnadete Musikant eröffnet einen Blick in seine Memoiren und erzählt von seinem Abenteuer mit Geralt und ihrer Suche nach Cintras Thronerbin. Diese entwickelt sich in „Der Schwalbenturm“ gewohnt hochspannend und stets als Seilakt, nah der totalen Katastrophe. Andrzej Sapkowski gehört zu den Autoren, die ihre Figuren wirklich leben lassen. Problemlos wechselt er die Rollen, schlüpft von Perspektive zu Perspektive und gestaltet diese, in schlichtweg jedem einzelnen Fall, so authentisch, das eine Steigerung nicht möglich wäre. Wie gewohnt finden sich auch in „Der Schwalbenturm“ keine strahlenden Helden, kein plattes Gut-Böse Schema, ganz im Gegenteil, kehrt die Menschlichkeit der Charaktere auch deren dunkle Seiten an die Oberfläche und Sapkowski beleuchtet diese ausgiebig. Gespickt mit fabelhaften Wesen und Erscheinungen, der alten Prophezeiung einer Zeit der Wolfstürme, rasanter Action, die nicht klinisch steril wirkt, sondern offenlegt was Schwert, Pfeil und Beil anrichten, gewitzten Dialogen und einer beispiellosen feinen Emotionalität, die das Tiefe der Figuren berührt, ohne eine Gefühlsduselei zu werden, hat Sapkowski mit seinem Roman einmal mehr bewiesen wie Fantasy der Extraklasse funktioniert und sie doch unnachahmbar geschrieben. Für Fans des Hexers und seiner Abenteuer, sowie so ein Muss, für alle Fantasy Interessierten ist die Geralt Saga ein Lesetipp, der einer Verpflichtung nah kommt. Andrzej Sapkowski verbindet bekannte Elemente aus Mythologie und Fantasy in einem eigenwilligen Mix, zu einer brillanten Erzählung, mit welcher der Autor dem Genre seinen Horizont öffnet. Andrzej Sapkowskis „Der Schwalbenturm“ – Abenteuer Fantasy, die vergleichslos existiert, eine Ausnahme bildet und mehr als nur zu überzeugen weiss. Ein Roman, der in seiner brutalen Welt nicht beschönigt und doch schöne Momente zu streuen weiss, der fesselt und bannt, zum Lachen und zum Schaudern führt, mit einer Geschichte, die sich nicht um Konventionen schert und deshalb weit heraussticht.

Das Erbe der Elfen / Hexer-Geralt Saga Bd.1

Bewertung von Feenfeuer - Fantasy Blog am 23.11.2009
Andrzej Sapkowski gehört in jedes Fantasy Bücherregal Die Stadt Cintra brannte und erzitterte unter den schweren Hufschlägen der Nilfgaarder Invasoren. Doch bis heute hält sich ein Gerücht tapfer. Cirella, die Enkelin Calantes, der Löwin von Cintra hat die verheerende Niederlage und die Zerstörung der Stadt überlebt. Über Cintras Ruinen herrscht das expandierende Reich Nilfgaard unter der eisernen Führung des Diktators Emhyr var Emreis, welcher den Beinamen „Deithwen Addan yn Carn aep Morvudd“ (Die weiße Flamme, die auf den Grabhügeln der Feinde tanzt) trägt. Was vielen Menschen, Elfen, Zwerge und Gnome Anlass zu ausschweifenden Spekulationen ist, hat sich für den Hexer Geralt zu einer Gewissheit entwickelt. Ciri, Thronerbin Cintras, lebt und das unter seiner Obhut in der verborgenen Hexerstadt Kaer Morhen. Mit der Aufnahme der jungen aufgeweckten Thronerbin kommt Gerald von Riva einer ihm selbst auferlegten Vorbestimmung nach. In den zugigen Gemäuern und heimtückischen Trainingsparkuren um die Heimstätte der Hexer vollzieht Ciri ihre Ausbildung zur Hexerin. Diese verläuft trotz des aufgedrehten Gemüts des Mädchens bis zu einem gewissen Grad durchaus zur vollen Zufriedenheit ihrer Mentoren. Wären da nicht die sonderbaren Anfälle in denen sie apathisch unverständliche Worte von sich gibt oder in dunkler fremder Stimme eine düstere Zukunft, „eine Schwertzeit, eine Beilzeit und eine Zeit der Wolfsstürme“ prophezeit. In ihrer Hilflosigkeit diesen Momenten gegenüber erbitten die Hexer Kaer Morhens´die Unterstützung einer Magierin und zu Ciri´s Freude die Hilfe einer Frau. Die Gerüchte und Mutmassungen über eine geglückte Flucht der Thronerbin aus dem brennenden Cintra reissen jedoch nicht ab und wecken mehr und mehr Interesse verschiedener Parteien in ihrem Sinnen um Macht und Herrschaft an dem Mädchen… Der polnische Autor Andrzej Sapkowski kann durchaus als der Anarchist des Fantasygenres beschrieben werden. Zu eigenständig und individuell ist seine Schreibweise als das sie Vergleiche erlauben würde. Auch „Das Erbe der Elfen“ hat den Eindruck des Kurzgeschichtenstils nicht gänzlich abgestreift. Hinzu gesellen sich Handlungen die in Teilen eher als halbabgeschlossen bezeichnet werden müssen, Perspektivwechsel je nach Figur und auch Wechsel in der Sicht des Erzählers. Zudem bemüht sich der Autor nur bedingt um eine vollständige Darstellung der Welt und ihrer Geschehnisse. Andeutungen, blasse Erinnerungen, Zeitsprünge, Gedankenfetzen, Momentaufnahmen und Bruchteile von Visionen spicken diesen Roman in einer Form wie sie wohl nur als typisch für diesen Autoren bezeichnet werden kann. Eine immer wieder erfrischende Kombination die Sapkowski Fans so an ihrem Autoren lieben. Wunderbar gelungen ist die Figur der jungen Ciri als Zielperson verschiedener Verschwörungen aber auch als Handlungsträgerin. Sapkowski hat mit ihr eine sehr authentische, spannende und witzige Figur geschaffen voller Lebensfreude, kindlicher Naivität, jugendlichem Leichtsinn, Trotz, Neugier und Fragen die im Alter der Pubertät mehr als nur typisch sind. Kenner der Kurzgeschichtenbände dürfen sich jedoch auch auf ein Wiedersehen mit dem Barden Rittersporn, der Magierin Yennefer oder Triss Merigold freuen. Gerade die sehr persönlich formulierten Dialoge aller Charaktere sind es die Sapkowskis´Werken ein strahlendes i-Tüpfelchen verleihen. Andrzej Sapkowski sticht aus der Masse der Fantasyautoren als brillanter individueller Schreiber heraus dem so wohl liebevoll beschrieben Gefühlsmomente wie auch spannende Konfrontationen ausgesprochen gelingen. „Das Erbe der Elfen“ – ein spannender, magischer und unvergleichleichlicher Fantasy Roman.

Feuertaufe / Hexer-Geralt Saga Bd.3

Bewertung von Feenfeuer - Fantasy Blog am 19.12.2009
Der dritte Geralt Roman und das fünfte Hexerbuch ist alles andere als ein Lückenfüller geworden. Zwar schreitet die Handlung nur bedingt voran, dafür widmet sich der Autor jedoch sehr anschaulich und ungeschminkt der Realität des Krieges und dem Aufbau einer Gruppe um den Hexer Geralt von Riva. Parallel zu Geralts verzweifelter Suche, seinem Aufbruch in das Herz des Nilfgaarder Imperiums, reitet Ciri mit den Ratten, einer schillernden Diebes- und Mörderbande und sie scheint Gefallen an diesem Dasein zwischen Jäger und Gejagtem zu finden… Der dritte Handlungsstrang umfasst die Zauberin Yennefer und den Versuch sie als Teil eines neuen magischen Geheimbundes zu gewinnen. Unter der Führung von Philippa Eilhart nehmen auserwählte Überlebende der Thanned Verschwörung erstmalig mit nilfaarder Zauberinnen Platz an einem gemeinsamen Tisch um die Zukunft der Magie und ihre eigene Stellung als Zauberinnen zu sichern. Drei Geschichten die jeweils für sich ein Glanzstück fantastischer Erzählungen darstellen. Wie von Sapkowski gewohnt ohne Effekthascherei aber mit eindringlichen und auch humoristischen Beschreibungen. Andrzej Sapkowski weiss was er tut wenn er den Leser durch seine Welt schweifen lässt, ihm Gräuel und Verlockungen präsentiert. Gerade die sich um den Hexer formierende Gruppe um den Nilfgaarder (der vehement behauptet gar keiner zu sein), die spitzzungige Bogenschützin und den mysteriösen Barbier, dessen Kräutergeruch selbst die Pferde scheuen lässt, gibt dem dritten Hexer Roman eine ganz besondere Würze. Im Vergleich zu den ersten beiden Geralt Romanen 'Das Erbe der Elfen' und 'Die Zeit der Verachtung' legt der Autor in „Feuertaufe“ ein grösseres Augenmerk auf die nicht immer konfliktfreie Interaktion der Figuren und präsentiert sie in authentischer Breite. Besonders der Zwergentrupp erweist sich als genialer Streich. Mit ihnen schraubt Sapkowski den Faktor Spass ein gutes Stück in die Höhe, ohne in einen humoristischen Abklatsch des Zwergenstereotypes zu verfallen. Auch wenn die lautstarken, glücksspielenden und in Menschenaugen wohl ungesitteten Zwerge Geralt nicht über alle Seiten begleiten, stellt sich auf denen die sich ihrer widmen recht schnell die Frage nach dem Sinn von sog. Völkerromanen, welche sich dieser Gattung fantastischer Lebewesen zuwenden. An Sapkowskis Zwergen und der Leichtigkeit ihrer Präsentation kommt wohl kein Zwergenroman heran. Andrzej Sapkowskis „Feuertaufe“ – ein Fantasy Roman der seinem Titel gerecht wird. Jede Figur beschreitet den Weg durch die Flammen, allen voran Geralt von Riva, erlebt die eigene Feuertaufe. Ein eindrucksvoller Kriegsroman, der nicht das Volumen grosser Schlachten braucht um zu beeindrucken. Fast greifbar ist die Frage nach Hoffnung, für Geralt ganz persönlich aber auch für eine Welt die ihre Feuertaufe erlebt, in diesem Band. Sapkowski überzeugt wie gewohnt durch eigenwillige Fantasy in Idee und Stil. Gerade das Herausnehmen des Tempos in der Handlungsentwicklung eröffnet Spielräume für die Breite der Welt und die Tiefe der Charaktere. Andrzej Sapkowski weiss diese eindrucksvoll zu nutzen. Sapkowski steht für unverwechselbare, polarisierende Fantasy und bleibt seinem Namen treu.

Das Schwert der Vorsehung / Hexer-Geralt Saga Vorgeschichte Bd.2

Bewertung von Tessahexe aus Hassloch am 04.11.2012
Bin eigentlich aus Zufall auf das erste Buch von Gerald gestoßen. Habe das Computerspiel The witcher zuhause gespielt und als ich dann das erste Buch von ihm fand war ich erstaunt, das es auch eine Bücherreihe gibt von ihm. Es ist super spannend geschrieben und wer das spiel gespielt hat wird auch alte Bekannte und alte Situationen erkennen. Es ist interessant zu erfahren wie es ihm geht und wie es weitergeht mit Gerald dem Hexer. Für Fantasyfans und Fans vom Computerspiel ein absolutes Muss.

Das Schwert der Vorsehung / Hexer-Geralt Saga Vorgeschichte Bd.2

Bewertung von Endlose Seiten am 07.01.2019
‚Das Schwert der Vorsehung‘ von Andrzej Sapkowski ist der zweite Kurzgeschichtenband über den Hexer Geralt von Riva. Der weiße Wolf (Geralt) reist wieder durch die Weltgeschichte und erlebt viele interessante Begegnungen, sowohl mit Menschen als auch mit verschiedenen Kreaturen, bis ein Ereignis sein Leben für immer verändert. Seit den Geschehnissen im ersten Kurzgeschichtenband sind einige Jahre vergangen. Doch es gibt immer noch genug Monster und Ungeheuer, die den Menschen das Leben schwermachen, weshalb Geralt genug Jobangebote bekommt und wieder viel herumkommt. Besonderes Highlight waren für mich die Drachen, die in der Hexer-Reihe das erste Mal auftauchen. Sehr gefreut hat mich das „Wiedersehen“ mit Rittersporn und Geralts Herzdame Yennefer. Die beiden sind sich treu geblieben, was ebenfalls sehr tröstlich für mich war. Rittersporn nimmt immer noch kein Blatt vor den Mund und sorgt oft für Ärger. Ohne ihn wäre Geralt definitiv um einige Erlebnisse ärmer. :-D Yennefer ist ebenfalls genauso, wie die Leserschaft sie kennengelernt hat, unberechenbar und selbstbewusst. Der einzige, der sich sichtlich verändert hat, ist Geralt. Auch wenn er seinen trockenen Humor und seine Wortkargheit nicht verloren hat, setzt er sich mehr mit seiner Gefühlswelt auseinander. Das Problem ist, dass alle Hexer aufgrund der Mutationen eigentlich nicht besonders emotional sind. Doch seit Geralt Yennefer kennt, merkt er, dass etwas anders ist, weshalb er ein bisschen beunruhigt ist. Der Schreibstil hatte es mir zwar schon im vorigen Band sehr angetan, aber dieses Mal hat er mich einfach umgehauen. Die Mischung aus Scharfsinn, Witz und Düsterkeit ist Sapkowski dieses Mal noch besser gelungen. Das Ende war sehr gefühlvoll und spannend, was zur Folge hat, dass man sofort mit der Reihe fortfahren möchte. Fazit Aus meiner Sicht kann die Hexer-Reihe locker mit der Saga 'Das Lied von Eis und Feuer' von George R. R. Martin, die ich ebenfalls sehr mag, mithalten. Ich kann es kaum abwarten, den dritten Teil zu lesen und freue mich auf neue Abenteuer von Geralt.

Der Schwalbenturm / Hexer-Geralt Saga Bd.4

Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 08.08.2010
Und es wird sich erheben der König des Südens gegen die Könige des Nordens und wird ihre Länder wie eine Überschwemmung überfluten; sie werden zerschmettert werden und ihre Völker vernichtet. Denn es kommt Tedd Deireáth, die Zeit des Endes, eine Schwertzeit und Beilzeit, die Zeit der Verachtung, die Zeit der Weißen Kälte und der Wolfsstürme. Sechs Tage nach der Schlacht auf der Brücke. Rittersporn, Geralt, Regis, Milva und Cahir sind immer noch auf der Suche nach den Druiden, um zu erfahren wo sich Ciri aufhält. Aber eine Prophezeiung verheißt Geralt nichts Gutes. Er wird sie finden, um sie sofort wieder zu verlieren. Und das für immer, unwiderruflich und er wird alle seine Gefährten verlieren. Die Welt die er kennt wird aufhören zu existieren und wiedergeboren werden. Wenn es in jener Nacht jemandem gelungen wäre, sich zu der in mitten der Sümpfe verborgenen Hütte mit dem eingesackten und moosbewachsenen Strohdach zu schleichen, wenn er durch die Spalten in den Fensterläden gelugt hätte, hätte er im spärlich erhellten Inneren einen graubärtigen Greis in einem Schafspelz und ein aschblondes Mädchen erblickt, dessen Gesicht von einer Narbe auf der Wange entstellt war. Doch das war nicht möglich. Niemand konnte das sehen. Die Hütte war im Röhricht des Sumpflandes verborgen. In einer ewig in Nebel gehüllte Einöde, in die sich niemand wagte. Hier nun der vierte Band der Saga um den Hexer Geralt und sein Schicksalskind, Ciri, die Schwalbe, das Löwenjunge von Cintra. Die Geschichte spielt zwischen dem Winteräquinoktium (22. oder 23. September) bis in die dritte Novemberwoche hinein. Unglaublich verschachtelt, poetisch und geschickt wird diese Geschichte aus verschiedenen Perspektiven und von verschiedenen Zeitpunkten aus erzählt. Zum einen erzählt Ciri ihre Erlebnisse einem alten Einsiedler, Teils werden sie ein Jahr später vor einem Tribunal rückblickend erzählt, teils berichten Protagonisten nur wenige Monate und Tage zurückliegende Erinnerungen und diese Blickwinkel werden ineinander verschränkt und verschachtelt. Aus diesen verschiedenen Erzählungen, die von den unterschiedlichsten Personen erzählt werden, erschließt sich dem Leser nach und nach das Gesamtbild der Geschichte ohne dass es jedoch jemals unübersichtlich und verwirrend werden würde. Trotz der verschiedenen Zeitebenen und Perspektiven, die teils mitten in Abschnitten von einem Satz zum nächsten wechseln, wird die Geschichte doch fast linear erzählt. Eine ungewöhnliche, meisterliche Erzählweise, die ich so noch nie erlebt und gelesen habe. Sehr lebendig, Abwechslungsreich und doch anspruchsvoll. Das Geheimnis das Ciri umgibt wird immer mehr gelüftet, aber nicht so weit, dass man wirklich wüsste was es damit schlussendlich auf sich hat und haben wird. Der Humor kommt diesmal auch nicht zu kurz. Sapkowskis Humor ist teilweise sehr schwarz und dezent (Regis nennt sein Maultier Drakuul (S. 101)) und erschließt sich teils nur aus dem Zusammenhang. Fazit: Sapkowskis erzählweise ist meisterlich, ungewöhnlich und poetisch, voll schwarzem Humor und doch spannend. Diese Geschichte ist ohne die Vorkenntnisse der 3 Vorgängerbände nicht zu verstehen und es gibt auch keine Zusammenfassung am Anfang, daher ist von einem Querseinstieg in die Reihe nur dringend abzuraten. Die Reihe: Der letzte Wunsch Das Schwert der Vorsehung Das Erbe der Elfen Die Zeit der Verachtung Feuertaufe Der Schwalbenturm Die Dame vom See

Das Erbe der Elfen / Hexer-Geralt Saga Bd.1

Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 08.08.2010
Geralt aus Riva hat Ciri, die Enkeling von Calanthe, der Löwin von Cintra, gefunden und gerettet. Er nimmt sie mit sich nach Cer Mohen und erzieht sie als Hexerin, nur ohne die Mutation durchzuführen, denn dieses Wissen ist verloren gegangen. Ciri lernt mit dem Schwert umzugehen, zu kämpfen, Körperbeherrschung, alles was ein Hexer braucht, nur ist sie kein Hexer, sie ist ein Mädchen und schon bald eine Frau. Die Hexer sehen sich vor einem Problem. Jahrhundertelang haben sie Jungen ausgebildet, aber ein Mädchen... Mit den speziellen Bedürfnissen der Frauen sind sie schlichtweg überfordert. Daher bittet Geralt Tess Merigold zu sich nach Cer Mohen. Sie soll ihnen helfen und ihnen zeigen, wie man mit einem weiblichen Kind umzugehen hat. Schon bald jedoch erkennt Tess, dass Ciri magische Fähigkeiten hat, die ihr selbst und ihrer Umwelt gefährlich werden könnten, jedoch ihre Fähigkeiten reichen nicht aus das Kind zu unterrichten, dazu wäre nur Yeneffer, Geralts Ex-Geliebte und Zauberin fähig, aber die beiden haben ein ... angespanntes Verhältnis, zumal er auch was mit Tess hatte. Man kommt überein das Mädchen zu Nenneke in den Tempel der Melitele zu schicken, um ihr einerseits den Kontakt zu Gleichaltrigen zu ermöglichen, sie aber andererseits vor der restlichen Welt verbergen zu können, denn verschiedene Geheimdienste versuchen das Kind aufzuspüren und aus Staatsraison zu eliminieren. Auch wenn die Reihe eingeteilt wird in Kurzgeschichten und die eigentliche Sage, so kann ich das nicht unterstützen. Die ersten beiden Bände Das Schwert der Vorsehung: Zweiter Band der Geralt-Saga und Der letzte Wunsch: Erster Band der Geralt-Saga sind wichtige Vorgeschichte der 5 Bände der Hauptsaga und ohne diese kaum wirklich zuverstehen, denn sie führen die Personen ein, etwas was in "Das Erbe der Elfen" nicht mehr der Fall ist. Auch wie Ciri zum Kind der Vorsehung für Geralt wurde und was es mit seiner stümischen Beziehung zu Yeneffer auf sich hat, wird in diesen Büchern erzählt. Ich habe das Buch schon länger auf polnisch bei mir auf dem SUB, habe meist jedoch schon nach wenigen Seiten aufgegeben, da diese Bücher sprachlich wahrlich nichts für Anfänger sind. Sapkowskis Sprache passt sich wunderbar der Situation an. Ist es eine ruhige Szene, so wird alles lang und breit wunderbar blumig mit herrlichen Vergleichen geschildert, geht es hart zur Sache, wie in einer Schlacht, so sind die Beschreibungen teilweise nur eine aneinanderreihung von Ein-Wort-Sätzen oder sehr kurzer Sätze. Das ist etwas was ich sehr schätze und was auch einen guten Autor meiner Meinung nach ausmacht, dass er die Sprache dem Tempo der Situation anpasst. In einer Schlacht oder einer schnellen Actions Szene sind langatminge Sätze einfach nicht angebracht und das beherrscht Sapkowski meisterlich. Auch sprühen viele Szenen vor Wortwitz und Ironie. Leider enthält das Buch keine Karte der Länder, aber das ist kein Manko der deutschen Ausgabe, diese Karte gibt es auch im polnischern Orginal nicht. Leider verstehe ich nicht, warum das "Blut der Elfen" mit "Das Erbe der Elfen" übersetzt wurde. Der Orginaltitel ist deutlich vielschichtiger, weil er mit Blut sowohl das Erbe der Elfen als auch deren Freiheitskampf und Blutvergießen umfasst, diese Tiefe ist dem deutschen Titel abhanden gekommen. Insgesamt keine hohe Fantasy Literatur, die sich mit "Das Wort des Windes" oder andere des gleichen Kalibers messen könnte. Es passiert nicht wirklich viel im ersten/dritten Band. Das Buch lebt von der Wunderbaren Sprachgewandheit des Autors, von Situationskomik und den interessanten Charaktären, ist aber kein Reißer in Sachen Spannung und Action. Es hat eher viel mit Politik, Intriegen und ethischen Ansichten (warum sich Hexer strikt neutral verhalten) zu tun. Aber als Liebhaberin alles polnischen finde ich es toll, dass es eindlich ein bekannter polnischer Autor geschafft hat, in Deutschland verlegt zu werden.

Die Zeit der Verachtung / Hexer-Geralt Saga Bd.2

Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 30.12.2009
Die Zeit des Krieges ist eine Zeit der Verachtung. Man verachtet andere für deren Taten, man verachtet sich selber für Dinge die man getan oder unterlassen hat und man wird von anderen verachtet für das, was der Krieg aus einem gemacht hat. Nilfgaard rüstet zum Krieg und erobert ein kleines Königreich nach dem anderen. Auch vor der Loyalität der Zauberer macht der Herrscher von Nilfgaard nicht halt, der auf der Suche nach Ciri ist. Denn nur das Löwenjunge, kann ihm die Legitimation verschaffen über diese neu eroberten Länder zu herrschen. Doch das Löwenjunge Ciri entpuppt sich als Falke, schnell, gefährlich, wendig und grausam. Und so kommt es zu einem Verrat in den Geralt nichtsahnend hineinstolpert. Ciri ist mit Yeneffer auf dem Weg zum Konvent der Zauberer auf der Insel Thanned. Dort will Yennefer sie in die Zauberinnenschule geben, damit aus Ciri eine richtige Zauberin wird. Ciri jedoch vermisst Geralt und fühlt sich eingeengt. So entwischt sie Yeneffer und schlägt sich, verfolgt von der wilden Jagd, zu ihrem Ziehvater durch. Dies gibt Yennefer und Geralt endlich die Gelegenheit sich auszusprechen, denn noch immer lieben sich die beiden, sind aber beide zu stur sich das einzugestehen. So macht Yennefer den ersten Schritt und nimmt Geralt auf eine Zaubererfeierlichkeit mit und stellt ihn allen somit offiziell als ihren Partner vor. Wer hätte ahnen können, dass dadurch so viele schreckliche Dinge ihren Lauf nehmen würden. Die Elfen, von den Menschen aus ihrem angestammten Gebiet verdrängt gingen ja bereits in Band ein zum Guerillakrieg über. Nun haben sie sich den Nilfgaarden angeschlossen, um von ihnen, nach Ende des Krieges, ein eigenes Königreich zu erhalten. Diese politische Intrigen und Ränkespiele werden von düsteren Prophezeiungen über Ciris Schicksal überschattet. Insgesamt eine wirklich sehr gute Fortsetzung voller politischer Intrigen und Rängespiele. Ich hätte ein Glossar gebrauchen können, welcher Zauberer welchem König dient und auch eine Karte der Länder wäre hilfreich gewesen, aber da kann man dem Verlag keinen Vorwurf machen, denn diese gibt es nicht einmal im polnischen Original.

Feuertaufe / Hexer-Geralt Saga Bd.3

Bewertung von sabisteb aus Freiburg am 04.01.2010
Nach dem Blutbad auf Thanedd, bei welchem Ciri, verwand, wird Gerald von den Dryaden von Brokilon wieder zusammengeflickt. Weil er aufgrund seiner Genesung bei den Dryaden erst einmal festsitzt schickt er die Bogenschützin Milva aus, für ihn Informationen einzuholen und sind alles andere als ermutigend: Der Nilfgaarder Kaiser hat seine Verlobung mit Cirilla (Cirri) bekanntgegeben. Geralt beschließt Ciri zu retten, denn er wird von schrecklichen Träumen geplagt, in denen er Ciri sieht, wie sie mordet und raubt. Prophetische Träume, denn Ciri lebt noch immer bei den jugendlichen Räubern, die man die Ratten nennt, und hat sich selbst den Namen Falka gegeben. Gemeinsam mit der Bogenschützin Milva, die ein Geheimnis tief verborgen mit sich trägt, und dem Barden Rittersporn, macht sich Geralt auf den langen Weg nach Nifgaard, der ihn durch ein vom Krieg verheertes Land voller Flüchtlinge führt. Mehr als ein Mal geraten die Gefährten zwischen die Fronten der kämpfenden Parteien und können nur mit sehr viel Glück entkommen. Währenddessen beschließen 12 Zauberrinnen eine geheime Loge zu gründen, um die Magie vor politischen Rängen zu schützen und dem Schicksal der Welt ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Feuertaufe ist nun der dritte Band der Geralt Sage (oder der 5. Band, wenn man die beiden Kurzgeschichtensammlungen, die der Sage vorausgehen mitrechnet). Als Feuertaufe bezeichnete man in Anlehnung an den Feuertod von Märtyrern im 19. Jahrhunderts die erste Teilnahme eines Soldaten an einem Gefecht und dieser Titel ist sehr zutreffend. Geralt, der sich als Hexer für gewöhnlich aus Politik und vor allem aus Kriegen heraushält, muss Stellung beziehen, sowohl politisch als auch als Soldat. Er macht das nicht freiwillig, die Situation zwingt ihn dazu, dennoch bleibt diese Entscheidung nicht ohne Folgen. Der fünfte Band der Reihe ist ein klassischer Abenteuer Reiseroman. Die Helden ziehen aus zu einem bestimmten Ziel und auf dieser Reise lernen sie zum einen weitere Gefährten kennen, zum anderen erleben sie auf dieser Reise natürlich viele Abenteuer. Die Charakterisierung des Vampirs in diesem Roman, der auf Polnisch bereits 1996 erschien, greif einigen Vampircharakterisierungen wie man sie aus den S. Meyer Büchern kennt (Vampire die Kein Menschenblut trinken) voraus und führt sie sogar noch weiter. Regis ist ein durch und durch ungewöhnlicher Vampir und dem Autor gelingt es, dem Vampirmythos neue, innovative Ideen abzugewinnen und keineswegs auf der derzeitigen Vampirwelle mitzuschwimmen. Das Buch ist voller politischer Intrigen und ich gebe zu, ich konnte nicht allen Winkelzügen und Kriegshandlungen wirklich folgen, ich verstehe schon lange nicht mehr wirklich wer gegen wen kämpft, aber vielleicht ist das ja auch beabsichtigt. Einerseits finde ich das Buch etwas schwächer als die vorherigen Bände. Kriegshandlungen, Politik und Ränkespiele in Kombination mit einer langen Reise. Da kommt nicht wirklich Spannung auf und ganz ehrlich passiert auch nicht wirklich viel. Andererseits wird es nicht eine Seite langweilig, ich habe das Buch verschlungen. Fazit: Ein Pageturner mit Niveau. Ein moderner Klassiker der Fantasy.

Die Zeit der Verachtung / Hexer-Geralt Saga Bd.2

Bewertung von Feenfeuer - Fantasy Blog am 03.12.2009
Der Guerillakrieg der als „Eichhörnchen“ genannten Scoia’tael in den nördlichen Königreichen nimmt an Intensität in gleichen Massen wie die Vergeltungsaktionen der Menschen gegen sogenannte Anderlinge zu. Das nilfgaarder Imperium unter Emhyr var Emreis rüstet zum offenen Krieg und lässt seine Augen wachsam nach Ciri der jungen Thronerbin Cintras suchen. Könige vertrauen ihren Magiern nicht mehr und schicken Botschaften stattdessen wieder per Reiter durch die Lande, Magier vertrauen Magiern nicht mehr bzw. noch weniger als bisher, Meuchelmörder, Intriganten und brutale Banden wie die „Ratten“ sähen Angst und Unsicherheit. Der Krieg ist nah und seine Vorbereitungen laufen unerbitterlich auf sämtlichen Ebenen. Es ist an Geralt dem Hexer Kaer Morhens und der Magierin Yennefer das Leben des Löwenjunges von Cintra zu bewahren und dafür in die Fallen ihrer Häscher zu treten. „Die Zeit der Verachtung“ rückt den Hexer Geralt stärker in den Mittelpunkt des Abenteuers als der erste Romanband Das Erbe der Elfen. Jedoch noch nicht in dem Masse wie manche Fans dieser Fantasy Kultfigur es sich wünschen würden und aus den beiden Kurzgeschichtenbänden Der letzte Wunsch und Das Schwert der Vorsehung gewohnt sind. Der düstere unnahbar wirkende Hexer zieht seinem Ruf getreu, einer lebenden Legende gleich durch die Lande und seinen Pfad zieren die toten Überreste erschlagener Monster und Mörder. In kühler Präzision geht das Hexerschwert seiner Arbeit und dessen Träger seiner Profession nach. Doch diese Fassade Geralts`beginnt in „Die Zeit der Verachtung“ erste Risse zu tragen. Der Hexer muss sich erneut und deutlich intensiver der Frage nach seiner Neutralität im Spiel von Macht und Politik sowie der Realität ihrer Opfer in der einfachen Bevölkerung stellen. Zudem sieht sich Geralt gezwungen mit einem weiteren Aspekt seiner selbst, hervor gerufen durch die schöne und mächtige Magierin Yennefer, eine Auseinandersetzung zu führen der er sich lange Zeit entziehen konnte. Jedoch wartet auf den Weissen Wolf auch ein Parkett welches ihm weder bekannt ist noch ihm behagt. Er tritt in den Kreis nahezu perfektionierter Intrige, einen Maskenball aufgesetzter Empfindungen und einen Kessel in dem es brodelt das die kleinste Temperaturerhöhung ihn zum explodieren bringt. Andrzej Sapkowski schliesst nahtlos an die Qualität seines vorherigen Hexerromanes an. Er präsentiert höchst individuelle, tiefgründige und lebensnahe Figuren deren prägnante Verhältnisse zueinander in spannungsbeladener Form zu überzeugen wissen. Um die (Über-)Lebenswege von Geralt, Ciri und Yennefer legt der Autor ein enges Korsett der Intrigen, Schwerter und dunklen Vorahnung. Sapkowski bleibt seinem Kurzgeschichtenstil in soweit treu das er nicht jede Entwicklung bis in ihr letztes Detail aufklärt, was dem Roman aber keineswegs schadet. Die Frage nach Gut und Böse schwindet in diesem Band zu einem Grauton geprägt von nachvollziehbaren Motivationen der Akteure in einer Zeit der Verachtung. Eine Geschichte die deutlich stärkere Momente überraschender Wendungen inne hat und die Charaktere an die Grenzen ihrer selbst und darüber hinaus führt. Unverwechselbare Fantasy aus der Feder von Andrzej Sapkowski.
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