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Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 2, Universität Wien (Institut für Europäische und Vergleichende Literaturwissenschafte), Veranstaltung: Reiseliteratur, Sprache: Deutsch, Abstract: Goethes „Italienische Reise“ gilt als eines der großen Werke der Reiseliteratur und auch in Goethes eigenem Schaffen hat die Schrift neben der „Dichtung und Wahrheit“ einen besonderen Platz als eine bedeutende autobiographische Schrift. Die „Italienische Reise“ ist eine Bearbeitung des „Tagebuchs der italienischen Reise für Frau…mehr

Produktbeschreibung
Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft, Note: 2, Universität Wien (Institut für Europäische und Vergleichende Literaturwissenschafte), Veranstaltung: Reiseliteratur, Sprache: Deutsch, Abstract: Goethes „Italienische Reise“ gilt als eines der großen Werke der Reiseliteratur und auch in Goethes eigenem Schaffen hat die Schrift neben der „Dichtung und Wahrheit“ einen besonderen Platz als eine bedeutende autobiographische Schrift. Die „Italienische Reise“ ist eine Bearbeitung des „Tagebuchs der italienischen Reise für Frau von Stein“ aus dem Jahr 1786. Goethe war in jener Zeit glühend in Charlotte von Stein verliebt, was aus hunderten von schwärmerischen Briefen an ihr ersichtlich wird. Es ist in der Wissenschaft noch nicht geklärt, ob es sich bei der Beziehung zwischen Goethe und Frau von Stein um eine rein platonische Liebe handelte oder ob die Beziehung auch sexueller Natur war. Fest steht, dass Goethe mit der Widmung seines Tagebuchs an ihr um ihre Gunst und Aufmerksamkeit buhlte. Goethe schreibt ihr in einem Brief vom 14.10.1786 aus Venedig: „Anfangs gedacht ich mein Tagebuch allgemein zu schreiben, dann es an dich zu richten und das Sie zu brauchen damit es kommunikabel wäre, es ging aber nicht es ist allein für dich.“ Einen Monat davor, im Brief vom 18. September 1786, schrieb Goethe noch folgendes: „Ich habe ein treues Tagbuch geführt und das Vornehmste was ich gesehn was ich gedacht aufegschrieben und nach meiner Rechung kannst du es in der Mitte Oktbr. haben. […] Sag aber niemanden etwas von dem was du erhälst. Es ist vorerst ganz allein für dich.“ Goethe deutet in seinem Tagebuch gar an, dass er bloß reise, um seine Erlebenisse ihr dann zu berichten: „Und da ich blos zu reisen scheine um dir zu erzählen; so setz ich mich nun hin, da es Nacht ist, dir mancherlei vorzutragen.“ Man kann also folgenden Schluss betreffend Goethes Intentionen ziehen, was er mit seinen Aufzeichnungen vor hatte: „Das Reise-Tagebuch hatte somit zwei Aufgaben zu erfüllen: Zum einen sollte sich Frau von Stein von Goethes ungebrochener Liebe überzeugen können, zum anderen war es ihm offenbar schon zu Beginn der Reise in den Sinn gekommen, die südlichen Eindrücke nach seiner Rückkehr in überarbeiteter Form der Öffentlichkeit vorzulegen.“