Andrej Kurkow
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Der wahrhaftige Volkskontrolleur / Pawel Dobrynin Trilogie Bd.1 (eBook, ePUB)
Roman
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Es ist unglaublich, was Pawel Dobrynin erlebt, nachdem er unerwartet zum "Volkskontrolleur auf Lebenszeit für die ganze Sowjetunion" gewählt wird. Auf seiner Reise durch die Sowjetunion begleitet ihn eine Vielzahl von schillernden Figuren: darunter der geheimnisvolle Kremlträumer, der Gedichte vortragende Papagei Kusma und ein Engel, der aus dem Paradies desertiert ist. Der Engel ist auf der Suche nach einem Gerechten, um mit ihm gemeinsam ins Paradies zurückzukehren, denn bislang ist noch kein einziger Sowjetbürger dort eingegangen ... Andrej Kurkow, Autor der Bestseller Picknick auf dem...
Es ist unglaublich, was Pawel Dobrynin erlebt, nachdem er unerwartet zum "Volkskontrolleur auf Lebenszeit für die ganze Sowjetunion" gewählt wird. Auf seiner Reise durch die Sowjetunion begleitet ihn eine Vielzahl von schillernden Figuren: darunter der geheimnisvolle Kremlträumer, der Gedichte vortragende Papagei Kusma und ein Engel, der aus dem Paradies desertiert ist. Der Engel ist auf der Suche nach einem Gerechten, um mit ihm gemeinsam ins Paradies zurückzukehren, denn bislang ist noch kein einziger Sowjetbürger dort eingegangen ... Andrej Kurkow, Autor der Bestseller Picknick auf dem Eis und Der Milchmann in der Nacht, erzählt eine unterhaltsame und fesselnde Geschichte zwischen Fantasie und Wirklichkeit in der Sowjetunion. Dazu gibt es charmante Helden, eine abenteuerliche Geschichte und viel schwarzen Humor - ein echter Kurkow eben.
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Andrej Kurkow wurde 1961 in Leningrad, dem heutigen St. Petersburg, geboren und lebte bis vor dem Angriffskrieg auf die Ukraine in Kyjiw. Er studierte Fremdsprachen (spricht insgesamt elf Sprachen), war Zeitungsredakteur und während des Militärdienstes Gefängniswärter. Danach wurde er Kameramann und schrieb zahlreiche Drehbücher. Seit 1996 ist er freier Schriftsteller und arbeitet für Radio und Fernsehen. Romane wie "Picknick auf dem Eis" (1999) und "Der Milchmann in der Nacht" (2009) machten ihn einem breiten Publikum bekannt. Er gehört zu den im deutschsprachigen Raum beliebtesten Schriftsteller*innen aus der Ukraine und ist ein begnadeter Erzähler: vom Skurrilen und Schmerzhaften, von Mut und Hoffnung, vom Gestern und Heute und dem, was uns und die Zeiten verbindet. Bei Haymon erschien die "Geografie eines einzelnen Schusses", bestehend aus den drei Romanen "Der wahrhaftige Volkskontrolleur" (2011) (aus dem Russischen von Kerstin Monschein), "Der unbeugsame Papagei" (2013) (aus dem Russischen von Sabine Grebing) und "Die Kugel auf dem Weg zum Helden" (2015) (aus dem Russischen von Claudia Dathe). Außerdem erschien der Band "Ukrainisches Tagebuch. Aufzeichnungen aus dem Herzen des Protests" (2014) (aus dem Russischen von Steffen Beilich) sowie seine Romane "Die Welt des Herrn Bickford" (2017) (aus dem Russischen von Claudia Dathe) und "Kartografie der Freiheit" (2018) (aus dem Russischen von Claudia Dathe). 2022 erscheinen bei Haymon Andrej Kurkows Aufzeichnungen aus der Ukraine: "Die Vermessung des Krieges" (aus dem Russischen von Rebecca DeWald).
Produktdetails
- Verlag: Haymon Verlag
- Seitenzahl: 432
- Erscheinungstermin: 22. Dezember 2011
- Deutsch
- ISBN-13: 9783852187037
- Artikelnr.: 37210739
Russland, in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts: Lenin ist tot, der große Terror der dreißiger Jahre steht noch bevor. Von seiner Kolchosversammlung wird Pawel Dobrynin zum Volkskontrolleur für die Sowjetunion gewählt. Der etwas tölpelhafte, aber gutmütige Mann wird nach Moskau gebracht, wo ihn eine "dienstliche Ehefrau" empfängt. Der Genosse Kalinin führt ihn in sein neues Amt ein. Danach wird Dobrynin ins eisige Jakutien geflogen - zu seinem ersten Auftrag. Parallel zu diesem Handlungsstrang erscheint ein Engel auf Erden, der in der Sowjetunion wenigstens einen Gerechten finden will. Der Engel schließt sich einem großen Pilgerzug aus ehemaligen Rotarmisten und Kolchosbauern an, der auf dem Weg in ein "Neues Gelobtes Land" der Freiheit und Gleichheit ist. An skurrilen Ideen mangelt es Andrej Kurkow nicht. Doch nur einmal wird es richtig spannend in diesem Roman, der sich nicht zu einem Ganzen zusammenfügen will: als Genosse Dobrynin im Norden mit dem Klima und den Sitten der Einheimischen kämpft und einen korrupten Beamten der tödlichen jakutischen Gerechtigkeit überlässt, weil er im Buch "Lenin für Kinder" gelesen hat, dass man als Gast auf die örtlichen Sitten Rücksicht zu nehmen habe. (Andrej Kurkow: "Der wahrhaftige Volkskontrolleur". Roman. Haymon Verlag, Innsbruck-Wien 2011. 432 S., geb., 22,90 [Euro].) leist
Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
"Andrej Kurkows Satire 'Der wahrhaftige Volkskontrolleur' verbindet mehrere Erzählstränge zu einem zauberhaften Roman." Die Presse, Erich Demmer "Pointiert, mit viel Witz und Ironie und in zahllosen skurrilen Szenen bildet Andrej Kurkow das sowjetische Leben ab." ORF, Kristina Pfoser "Herrlich komisch" Falter, Emily Walton
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Skurril, kurios und tiefgründig
Andrej Kurkow hat seinen in Russland spielenden Roman in verschiedene Erzählstränge aufgeteilt, die nicht in direktem Zusammmenhang zueinander stehen.
Die "Hauptgeschichte" wird von Pawel Dobrynin bestimmt. Dieser einfache, …
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Skurril, kurios und tiefgründig
Andrej Kurkow hat seinen in Russland spielenden Roman in verschiedene Erzählstränge aufgeteilt, die nicht in direktem Zusammmenhang zueinander stehen.
Die "Hauptgeschichte" wird von Pawel Dobrynin bestimmt. Dieser einfache, gutmütige Kolchosbauer wird von seiner kleinen Dorfgemeinde zum Volkskontolleur, genauer zum Arbeitskontrolleur auf Lebenszeit für die ganze Sowjetunion, gewählt. Stolz, aber auch ein bißchen wehmütig, da er nun Heimat, Frau und Kinder, Hof und Hund verlassen muss, macht er sich auf den Weg. Zunächst muss er von einer Instanz zur nächst höheren reisen, um schließlich im Moskauer Kreml in seinem Amt bestätigt zu werden. Er bekommt dort auch eine Dienstwohnung und sogar eine "dienstliche Ehefrau" zugeteilt. Von dort aus wird er losgeschickt, um zu überprüfen. ob die Gesetze und Vorschriften im Land ordnungsgemäß befolgt werden. Sein erster Auftrag führt in zunächst in den Norden, wo Schnee, Eis und bittere Kälte herrschen. Unterwegs begegnen ihm einige skurrile Gestalten und viele Absonderlichkeiten. Aber pflichtbewusst und gewissenhaft versucht er, seine Aufgabe in gerechter Weise zu erfüllen.
Ein weiterer Erzählstrang berichtet von einem Engel, der aus dem Paradies "desertiert " ist. Seit sehr langer Zeit gibt es schon keinen Menschen aus Russland mehr, der in den Himmel gelangt ist. Der Engel möchte ergründen, warum das so ist und macht sich auf den Weg, einen Gerechten zu finden, den er letztendlich bis ins Paradies begleiten kann. Dazu schließt er sich einer bunt zusammengewürfelten Gruppe von Menschen an, die aufgebrochen ist, um das sogenannte " Neue gelobte Land " zu suchen und zu finden.
Dann gibt es noch einen Einblick in das Leben des Schuldirektors Banow. Er findet seine ebenfalls von Anordnungen und Vorschriften geprägte Tätigkeit häufig langweilig und ermüdend. Daher steigt er oft auf das Schuldach, um den Blick über Moskau zu genießen und um nachzudenken. Er lebt ein wenig auf, als er es sich zur Aufgabe macht, der desillusionierten Mutter eines Schülers wieder beizubringen, wie man träumt.
Und schließlich begleiten wir noch den Künstler Mark Iwanow und seinen Gedichte rezitierenden Papagei Kusma auf einigen Etappen seines Weges. Auch er hat sich den Anordnungen von oben zu beugen. Selbst sein wohl verdienter Urlaub unterliegt gewissen Regeln.
All diese verschiedenen Geschichten, die vordergründig nichts miteinander zu tun haben, schildern den russischen Alltag in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen mit all seinen Schwierigkeiten und Absurditäten, aber auch mit kleinen Lichtblicken. Mit viel feinsinnigem ( manchmal schwarzem ) Humor werden die vielen Skurrilitäten und Kuriositäten der russischen Mentalität beleuchtet. Und nur ,wenn man wirklich ganz genau aufpasst , kann man winzig kleine Berührungspunkte zwischen den verschiedenen Erzählsträngen ( wie zum Beispiel die allgemein angeordnete Blutspende ) erkennen. Aber eins haben alle gemeinsam : egal wann und wo , ganz gleich in welcher noch so merkwürdigen Situation , immer und überall wird erst einmal Tee getrunken .
Die Protagonisten sind meist einfache Charaktere mit schlichtem Gemüt. Dazu passt auch der manchmal schon naive Erzählstil. Aber trotz des eigentlich eher einfachen Schreibstils liest sich der Roman nicht ganz leicht. Er verlangt ( u.a. auch durch die häufig wechselnde Erzählperspektive ) ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit. Man kann ihn nicht einfach so runterlesen, will man ihn voll und ganz verstehen, sondern man sollte auch zwischen den Zeilen lesen. Neben den durchaus humorvollen,satirischen Aspekten bietet er auch viel Potential zum Nachdenken.
Das Buch ist für mich außergewöhnlich und ein wenig speziell. Aber gerade diese so andere Art - eben typisch Andrej Kurkow - macht ihn so attraktiv und interessant.
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Ich finde es recht schwierig dieses Buch zu beurteilen. Nachdem ich von der Leseprobe recht angetan war, fiel es mir doch unerwartet schwer in den weiteren Verlauf zu finden. Das hängt sicher auch mit den russischen Namen zusammen, die man sich nicht so leicht merken kann, aber auch dem doch …
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Ich finde es recht schwierig dieses Buch zu beurteilen. Nachdem ich von der Leseprobe recht angetan war, fiel es mir doch unerwartet schwer in den weiteren Verlauf zu finden. Das hängt sicher auch mit den russischen Namen zusammen, die man sich nicht so leicht merken kann, aber auch dem doch sehr speziellen russischen Humor, der sich mir nicht ganz erschlossen hat. Ich wage zu bezweifeln, dass der Roman hierzulande ähnlichen Erfolg wie in Russland haben wird, da die Erzählweise ein wenig sperrig ist und man ihn nicht einfach so runter lesen kann.
Doch worum geht es? Im Jahr 1927 wird Pawel Dobrynin zum Volkskontrolleur der Sowjetunion gewählt. Er muss folglich seine Frau Manjascha mit den Kindern in seinem Dorf Kroschino zurück lassen und begibt sich auf die Reise zum Kreml. Dort angekommen erhält eine luxuriöse Wohnung und seine dienstliche Ehefrau. Nachdem er im Kreml für geeignet befunden wird, wird er in den Norden geschickt, um dort zu überprüfen, ob das Leben nach Gesetz und Ordnung verläuft.
Gleichzeitig wird von einem Engel erzählt, der auf die Erde kommt, da er nicht verstehen kann, dass kein Russe in den Himmel kommen möchte.
Kein Lesevergnügen für mich, aber wer den russischen Humor mag dem sei dieses Buch zu empfehlen.
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Vier unvollendete Geschichten
Zum Inhalt: Mit vier Hauptdarstellern - der aus dem Titel bekannte Volkskontrolleur, ein Engel, ein Schuldirektor und ein Künstler mit Gedichte rezitierendem Papagei - erzählt Kurkow Geschichten aus der Sowjetunion des letzen Jahrhunderts einige Jahre nach …
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Vier unvollendete Geschichten
Zum Inhalt: Mit vier Hauptdarstellern - der aus dem Titel bekannte Volkskontrolleur, ein Engel, ein Schuldirektor und ein Künstler mit Gedichte rezitierendem Papagei - erzählt Kurkow Geschichten aus der Sowjetunion des letzen Jahrhunderts einige Jahre nach Lenins Tod.
Zum Cover: Wie von Kindern gemalt. Ein Mann und sein Pferd. Deutlich zu erkennen, aber eben leicht naiv - das passt hervorragend zu den Sichten, die die einzelnen Darsteller des Buches auf ihr Dasein haben: Einfach, gutmütig, gerecht und manchmal verzweifelnd an den äußeren Umständen.
Mein Eindruck: Das Buch lässt mich ratlos zurück. Ich habe es gern gelesen, solange es dauerte, aber dann war es zu Ende. Einfach so. Ohne echten Abschluss auch nur einer der vier Geschichten. Zusammenhänge gab es so gut wie keine (wenn man von einer Gewehrkugel absieht), jede Geschichte hätte von Anfang bis zu dem nicht vorhandenen Ende in einem eigenen kleinen Band erzählt werden können. Dabei ist die Erzählweise grandios, - trotz allen Unbill und so einiger menschlicher und tierischer Leichen muss der Leser oftmals über die stoische Ruhe der Protagonisten schmunzeln, mit denen über diese Tragödien hinweg- und weitergelebt wird. Alle vier gehen in ihrer Berufung auf, selbst, wenn ihnen fast unüberwindbare Hindernisse in den Weg gelegt werden, und verlieren nie ihren Glauben an das Gute der Sowjetunion und ihrer Bürger und das irgendwie schon alles richtig geordnet ist. Schön fand ich die Episoden vom Zusammenhalt in schwierigen Zeiten - egal, ob im Schneesturm oder als Engel unter Ungläubigen, jeder versucht sich einzubringen, so gut er eben kann und das Leben in seiner Umgebung zu verbessern.
Aber dann kam die letzte Seite und so sehr ich nach einem Schlusswort suchte - das kam eben nicht. Deshalb ist meine Bewertung so, wie sie ist - drei Sterne für die russische Seele und die Freundschaft, zwei Sterne Abzug für die Nichterfüllung des Plansolls der Zufriedenstellung des Lesers.
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