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Zart wie die Liebe, bitter wie die Schuld
In der Chocolaterie ihrer Eltern hängt, seit Mia denken kann, ein beeindruckendes Foto: Es zeigt ein lebensgroßes Nashorn aus Schokolade, daneben ihren Urgroßvater Jakob und seinen Lehrherrn. Der Lehrherr ist weiß, Jakob schwarz. Dass ihr Uropa damals aus Deutsch-Südwestafrika kam, ist Mia zwar bekannt. Aber als sie mehr darüber erfahren möchte und bei den Nachkommen von Jakobs Lehrer nachfragt, sticht sie in ein Wespennest. Bis Mia endlich versteht, wer sie zum Schweigen bringen will, ist es fast zu spät ...
In der Chocolaterie ihrer Eltern hängt, seit Mia denken kann, ein beeindruckendes Foto: Es zeigt ein lebensgroßes Nashorn aus Schokolade, daneben ihren Urgroßvater Jakob und seinen Lehrherrn. Der Lehrherr ist weiß, Jakob schwarz. Dass ihr Uropa damals aus Deutsch-Südwestafrika kam, ist Mia zwar bekannt. Aber als sie mehr darüber erfahren möchte und bei den Nachkommen von Jakobs Lehrer nachfragt, sticht sie in ein Wespennest. Bis Mia endlich versteht, wer sie zum Schweigen bringen will, ist es fast zu spät ...
Elisabeth Herrmann ist eine der aufregendsten Thrillerautorinnen unserer Zeit. Ihr Thriller 'Das Kindermädchen' wurde von der Jury der KrimiWelt-Bestenliste als bester deutschsprachiger Krimi 2005 ausgezeichnet. 2012 erhielt sie den Deutschen Krimipreis für 'Die Zeugin der Toten'. Sowohl 'Das Kindermädchen' und 'Die Zeugin der Toten' als auch ihr Thriller 'Schattengrund' wurden vom ZDF verfilmt. 'Zartbittertod' ist ihr fünfter Thriller für jugendliche Leser.
© Maximilian Lautenschläger
Produktdetails
- cbt Taschenbücher 31324
- Verlag: cbt
- Seitenzahl: 475
- Altersempfehlung: ab 14 Jahren
- Erscheinungstermin: 10. Februar 2020
- Deutsch
- Abmessung: 189mm x 121mm x 41mm
- Gewicht: 383g
- ISBN-13: 9783570313244
- ISBN-10: 3570313247
- Artikelnr.: 55691551
Herstellerkennzeichnung
cbt
Neumarkter Straße 28
81673 München
produktsicherheit@penguinrandomhouse.de
"Zartbittertod" ist anders als erwartet und dennoch konnte ich mich sehr schnell in die Story hineinfinden. Die Thrillerelemente, die ich mir erhofft hatte, fehlten zu Beginn gänzlich und ich empfand die Story eher als seicht. Da es sich aber um einen Jugendroman handelt, muss sich …
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"Zartbittertod" ist anders als erwartet und dennoch konnte ich mich sehr schnell in die Story hineinfinden. Die Thrillerelemente, die ich mir erhofft hatte, fehlten zu Beginn gänzlich und ich empfand die Story eher als seicht. Da es sich aber um einen Jugendroman handelt, muss sich der Leser / die Leserin bewusst machen, dass die Zielgruppe ab 14 Jahren nicht unbedingt mit vielen blutigen Details erschüttert werden muss, daher war auch dieses letztendlich angemessen. Normalerweise schreibt die Autorin ja auch vielfach im Bereich der Erwachsenenliteratur, daher ist natürlich ein Unterschied im Schreibstil verständlich. Ich mag Schokolade und ich mag Thriller, daher war ich neugierig, wie beides miteinander verwoben werden kann. Der Autorin ist es gelungen durch die Rückblicke in die Kolonialzeit in Afrika und Familiendramen einen Roman (Thriller möchte ich vermeiden, da diese Elemente einfach zu wenig sind, um von einem Thriller zu sprechen) zu verfassen, der mitunter auch nachdenklich stimmt. Woher kommt unsere Schokolade und wer ist daran beteiligt? Sind es Kinder? Wäre es sinnig Fair Trade zu kaufen bei Kaffee, Schokolade und anderen Erzeugnissen? Frau Herrmann stubst da einiges Wichtiges an, was natürlich nicht immer gleich offensichtlich wird, sondern manchmal auch nur zwischen den Zeilen gelesen werden kann.
Die Protagonistin Mia begibt sich nach Lüneburg, um Nachforschungen über einen nahen Verwandten herausfinden will, sticht sie in ein Wespennest, wie auch schon der Klappentext verrät. Afrika und Deutschland sind in diesem Fall ganz dicht beieinander. Die Kolonialzeit in Afrika und das Grauen, was Kriege mit sich bringt, wird sehr schnell deutlich, aber auch Verrat und Betrug. Mia gerät in Gefahr, die nicht sofort ersichtlich ist und am Ende auch sehr überraschend aufgelöst wird. Menschen fühlen sich im Unrecht und handeln daher mitunter kopflos. Manchmal ist es auch der Blick auf Reichtum, der alle menschlichen Gefühle auflöst. Eine Obsession entsteht und Mia gerät direkt in den Fokus.
"Zartbittertod" braucht einige Zeit, bis sich die Story dahingehend entwickelt, um Spannung zu erzeugen. Der Beginn ist tatsächlich sehr seicht und ich kann mir denken, dass manche Leser_innen es ebenso empfinden werden. Ein roter Faden ist natürlich zu erkennen, denn Tagebuch und Briefe führen letztendlich zum Ziel. Für die Leserschar muss aber erst begreiflich gemacht werden, wohin Frau Herrmann uns führen will. Es dauert ein klein wenig und stört auch den Lesefluss, der sich erst ab etwa Mitte des Buches komplett entfalten kann. Dann erst, wird "Zartbittertod" spannend und die Story begreiflich. Zumindest das, was Frau Herrmann durch das Einfügen der Vergangenheit aussagen will. Jakob hat eine Geschichte hinterlassen, die nach und nach aufgedeckt wird. Letztendlich möchte ich eine Leseempfehlung aussprechen und nur leichte Kritik anmerken. Das Ende überzeugt, während die ersten 100 Seiten in etwa leider etwas schwächelten. Ansonsten doch gelungen und auch überzeugend.
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Das Chocolaterie-Geschäft ihrer Eltern in Meißen soll eines Tages der große Bruder übernehmen. Also sucht Mia nach beruflichen Alternativen und entscheidet sich, Journalismus zu studieren. Für die Aufnahmeprüfung soll ein Familienfoto recherchiert werden. Dies ist …
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Das Chocolaterie-Geschäft ihrer Eltern in Meißen soll eines Tages der große Bruder übernehmen. Also sucht Mia nach beruflichen Alternativen und entscheidet sich, Journalismus zu studieren. Für die Aufnahmeprüfung soll ein Familienfoto recherchiert werden. Dies ist schnell gefunden, denn schon immer hängt im Laden das Bild von einem riesengroßen Nashorn aus Schokolade, dazu Gottlob Herder aus Lüneburg und der kleine Jakob Arnholt, Mias Urgroßvater. Jakob ist schwarz und einst aus der Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“ ins Land gekommen.
Mia interessiert sich brennend für seine Geschichte und macht sich auf den Weg nach Lüneburg, wo die Nachkommen von Gottlob Herder noch immer eine große Schokoladenfabrik führen. Ein Mord und mehrere Anschläge auf ihr Leben zeigen, dass sie einem Geheimnis auf der Spur ist, das keinesfalls ans Tageslicht dringen soll.
Meine Meinung:
Der neue Jugendroman von Elisabeth Herrmann hat mich wirklich begeistert. Es mag weniger Thriller drin sein als in dem letzten, den ich von ihr gelesen habe – „Die Mühle“. Dieser erschien mir aber auch für die Altersgruppe fast zu heftig.
Die Schokoladenherstellung bildet für den Roman nur die Rahmenhandlung, Hauptthema ist die wenig rühmliche Rolle Deutschlands in der Kolonialzeit, die nach wie vor ein Tabuthema zu sein scheint, obwohl die Vernichtung der Herero inzwischen als Völkermord anerkannt wurde. Ich zumindest hatte zu dem Thema bisher so gut wie noch gar nichts gelesen oder auch von der Schule her behalten, weshalb ich auch immer wieder begeistert bin, wie toll die Autorin geschichtlich brisantes Material mit einer spannenden Story zu verknüpfen vermag.
Der Roman ist wirklich keine Minute langweilig und es macht großen Spaß gemeinsam mit Mia die verworrenen Rätsel einer längst vergangenen Zeit aufzudecken. Sie ist eine tolle Hauptfigur, mit der ich mich sofort identifizieren konnte. Ein Mord und mehrere Anschläge auf das Leben halten die Spannung auch enorm hoch, es werden einige Spuren gelegt, um schließlich dann doch bei einem von mir nicht vermuteten Täter zu landen. Auch eine kleine Liebesgeschichte bahnt sich an, die aber absolut nicht überhand, jedoch ein süßes Ende nimmt.
Der Schreibstil von Elisabeth Herrmann ist einfach großartig, flüssig zu lesen, immer auf dem Punkt und von mitreißender Qualität. Das Buch ist kein splattermäßiger Thriller, sondern bietet nebenbei auch noch Einblick in ein dunkles Kapitel deutscher Geschichte, vor dem wir auch heute noch keinesfalls die Augen verschließen sollten.
Absolut überzeugend und definitiv zu empfehlen für den anspruchsvollen jungen, aber auch älteren Leser.
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