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Es ist eine gefährliche Frage, die bereits den Keim einer Eifersucht enthält: Wie war das eigentlich mit dir, bevor wir uns kannten? Die beiden sind seit Kurzem ein Paar, und sie stellt ihm jene Frage. Seine Antwort wird zu einem Gespinst aus Wahrheit und Dichtung, einem wahren Lügenpalast, errichtet aus soliden Bausteinen von Wirklichkeit. Auf der Bühne Frankfurts inszeniert Martin Mosebach, mit detektivischer Genauigkeit und meisterhafter Sprachkunst, ein böses Spiel von Liebe und Zufall.
Mosebach, Martin§Martin Mosebach, 1951 geboren, lebt in Frankfurt am Main. Er wurdeu.a. mit dem Heimito von Doderer-Preis, dem Großen Literaturpreisder Bayerischen Akademie, dem Kleist-Preis, mit dem Georg-Büchner-Preis sowie 2015 mit der Goetheplakette ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen zuletzt DerMond und das Mädchen (Roman, 2007), Stadt der wilden Hunde(Nachrichten aus dem alltäglichen Indien, 2008), Als das Reisen noch geholfen hat (Essays, 2011) und Das Blutbuchenfest (Roman, 2014).
Produktdetails
- Verlag: Hanser
- Seitenzahl: 329
- Erscheinungstermin: 11. August 2010
- Deutsch
- Abmessung: 211mm
- Gewicht: 486g
- ISBN-13: 9783446235625
- ISBN-10: 3446235620
- Artikelnr.: 29504622
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"Ein Meister auf der Höhe seines Könnens: Martin Mosebachs Roman 'Was davor geschah' gehört nicht nur zum Besten der neuen Saison, sondern der neuen deutschen Gegenwartsliteratur überhaupt." Hubert Spiegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.08.10
"Ein Porträt der Frankfurter Gesellschaft, nachgeschärft und zum Funkeln gebracht - der Gesellschaftsroman des frühen 21. Jahrhunderts." Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung, 26.08.10
"Ein Glücksfall, ein großer Wurf, ein heiter-zärtliches Vexierspiel von Liebe und Zufall ... Wer es liest, erfährt viel über den eigenen Pulsschlag in der Zeit." Hellmuth Karasek, Hamburger Abendblatt, 28.08.10
"Der große Gesellschaftsroman unserer Tage: Ein Karussell der Eitelkeiten und
"Ein Porträt der Frankfurter Gesellschaft, nachgeschärft und zum Funkeln gebracht - der Gesellschaftsroman des frühen 21. Jahrhunderts." Burkhard Müller, Süddeutsche Zeitung, 26.08.10
"Ein Glücksfall, ein großer Wurf, ein heiter-zärtliches Vexierspiel von Liebe und Zufall ... Wer es liest, erfährt viel über den eigenen Pulsschlag in der Zeit." Hellmuth Karasek, Hamburger Abendblatt, 28.08.10
"Der große Gesellschaftsroman unserer Tage: Ein Karussell der Eitelkeiten und
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Affären, in dem wir uns wiedererkennen, so unerbittlich, mit soziologisch analytischem Blick, erfasst er das Milieu. Der überzeugendste und subtilste Roman, den Mosebach bisher geschrieben hat. Er ist einer unserer besten Schriftsteller." Ulrich Greiner, Die Zeit, 02.09.10
"Ein Roman, der mich außergewöhnlich begeistert, weil er glaubhaft darstellt, wie in der Bundesrepublik Deutschland des Jahres 2010 gelebt und gedacht und gehandelt wird. Dieser Roman hält uns einen Spiegel vor, in dem wir uns gelegentlich verzückt, öfter aber erschrocken, selbst erkennen. Dieser Roman gehört auf die Bestsellerliste." Denis Scheck, ARD, 30.08.10
"Man weiß gar nicht, wo man mit dem Loben anfangen soll, so geschickt sind hier alle Erzählstränge eingefädelt, so funkelt und glüht die Sprache. Die große Leistung dieses Schriftstellers besteht auch in diesem Roman darin, dass er unsere banale Gegenwart so behandelt, als sei sie längst Geschichte geworden und also kostbar." Hannes Stein, Die Welt, 04.09.10
"Ein Geduldsspiel, auf das man sich unbedingt einlassen sollte. ... Eine erzählerische Meisterleistung und ein grosses Leseerlebnis." Andreas Tobler, Tages-Anzeiger, 27.09.10"Das Spiel um Lüge und Wahrheit ... ist der geheime Antrieb dieses Romans. Ohne Zynismus, aber mit heiterster Ironie, mit großem Erzählwitz und dramaturgischem Geschick zeichnet Martin Mosebach das Sittenbild einer feinen Gesellschaft, die einen Augenblick ganz unentschlossen zwischen Noblesse und Dekadenz schwankt, ehe sie stürzt." Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 04.10.10
"Ein Roman, der mich außergewöhnlich begeistert, weil er glaubhaft darstellt, wie in der Bundesrepublik Deutschland des Jahres 2010 gelebt und gedacht und gehandelt wird. Dieser Roman hält uns einen Spiegel vor, in dem wir uns gelegentlich verzückt, öfter aber erschrocken, selbst erkennen. Dieser Roman gehört auf die Bestsellerliste." Denis Scheck, ARD, 30.08.10
"Man weiß gar nicht, wo man mit dem Loben anfangen soll, so geschickt sind hier alle Erzählstränge eingefädelt, so funkelt und glüht die Sprache. Die große Leistung dieses Schriftstellers besteht auch in diesem Roman darin, dass er unsere banale Gegenwart so behandelt, als sei sie längst Geschichte geworden und also kostbar." Hannes Stein, Die Welt, 04.09.10
"Ein Geduldsspiel, auf das man sich unbedingt einlassen sollte. ... Eine erzählerische Meisterleistung und ein grosses Leseerlebnis." Andreas Tobler, Tages-Anzeiger, 27.09.10"Das Spiel um Lüge und Wahrheit ... ist der geheime Antrieb dieses Romans. Ohne Zynismus, aber mit heiterster Ironie, mit großem Erzählwitz und dramaturgischem Geschick zeichnet Martin Mosebach das Sittenbild einer feinen Gesellschaft, die einen Augenblick ganz unentschlossen zwischen Noblesse und Dekadenz schwankt, ehe sie stürzt." Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 04.10.10
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Auch wenn am Ende nicht ganz klar wird, wer nun die junge Frau ist, die von dem Ich-Erzähler wissen will, "was davor", vor ihrer Beziehung "geschah", ist dieser Roman ein Genuss. Wie Mosebach die Mitglieder der Frankfurter High-Society seziert, wie er Figuren wie den alten …
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Auch wenn am Ende nicht ganz klar wird, wer nun die junge Frau ist, die von dem Ich-Erzähler wissen will, "was davor", vor ihrer Beziehung "geschah", ist dieser Roman ein Genuss. Wie Mosebach die Mitglieder der Frankfurter High-Society seziert, wie er Figuren wie den alten Schmidt-Flex oder einen Joseph Salam entwirft, wie er den Zufall immer neue überraschende Volten schlagen lässt, das ist große Erzählkunst. Einige Personenkonstellationen aus " Taube und Wildente" sind schon in diesem Roman aus dem Jahr 2010 angelegt, z.B. das anscheinend so perfekte Ehepaar, das sich plötzlich in einem Rosenkrieg befindet. Mosebach zeigt sich hier als Meister des Gesellschaftsromans, den ich leider erst jetzt entdeckt habe.
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Moderner Jahrmarkt der Eitelkeiten
Im breitgefächerten Œuvre des mit dem Büchnerpreis ausgezeichneten Schriftstellers Martin Mosebach wird bei den Romanen häufig das Scheitern thematisiert, so auch in «Was davor geschah». Die Deutsche Akademie für Sprache und …
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Moderner Jahrmarkt der Eitelkeiten
Im breitgefächerten Œuvre des mit dem Büchnerpreis ausgezeichneten Schriftstellers Martin Mosebach wird bei den Romanen häufig das Scheitern thematisiert, so auch in «Was davor geschah». Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung nannte den Autor 2007 in ihrer Laudatio nicht nur einen «genialen Formspieler», er verbinde zudem «stilistische Pracht mit urwüchsiger Erzählfreude». Ein derart überschwängliches Lob löst in der Fachwelt regelmäßig erbitterte, vom Neid befeuerte Debatten aus, von «affektierten Vokabeln» und «verzopften Phrasen aus der bürgerlichen Mottenkiste» konnte man da lesen. Nach der Lektüre des vorliegenden Romans wird man diesem Verdikt vehement widersprechen, vielleicht auch gerade deshalb, weil der Autor gottlob mit seinen intellektuell hochstehenden Romanen unbeirrt nichts bestsellertauglich Profanes abliefert!
Es gibt wohl kaum eine explosivere Frage in einer aufkeimenden Liebesbeziehung als die nach der Zeit davor, nach dem also, «was davor geschah». Dieser drängenden Frage seiner Liebsten kommt der namenlose Ich-Erzähler, ein 35jähriger Bankkaufmann, der vor sechs Monaten nach Frankfurt gezogen ist, gerne nach, seine Erlebnisse in der Stadt am Main bilden letztendlich den alleinigen Erzählstoff dieses Gesellschaftsromans. Er lernt gleich zu Beginn den Sohn der ebenso kultivierten wie wohlhabenden Familie Hopsten kennen, der ihn zur nächsten der allsonntäglich in ihrer pompösen Villa stattfindenden Party einlädt. Prompt verliebt er sich hoffungslos in die schöne Phoebe, die Schwester seines Freundes. Er lernt zudem einen illustren Kreis von Stammgästen kennen, die zusammen mit dem prominenten Ehepaar Bernward und Rosemarie Hopsten das Figuren-Ensemble dieses Romans bilden. Dazu zählen insbesondere der zuverlässig jede Konversation in Gang haltende Schwadroneur und hochrangige Ex-Politiker Schmidt-Flex mit Frau sowie dessen dröger Sohn und seine attraktive, weinselige Frau Silvi. Diesen inneren Kern der Partygesellschaft ergänzen Helga, Freundin und Beraterin der Hausherrin in stilistischen und ästhetischen Fragen, sowie der ebenso zwielichtige wie charismatische Geschäftsmann und Schürzenjäger Joseph Salam.
Genüsslich erzählend breitet Martin Mosebach das vielfach verknüpfte Beziehungsgeflecht dieser Figuren in einer geradezu süffigen Sprache vor dem Leser aus. Von der ersten Seite an erinnert er damit stilistisch an Thomas Mann oder Lew Tolstoi, nur dass sein Sittenbild einer bourgeoisen Gesellschaft sich auf einen deutlich kleineren, überschaubaren Kreis von Figuren stützt – und mit wesentlich weniger Seiten auskommt! Es gehört zur narrativen Kunst des Autors, dass er dem Leser seine lebensechten Protagonisten menschlich derart nahe zu bringen vermag, dass man jeden von ihnen zu kennen glaubt in seiner realistisch erscheinenden Charakterzeichnung, - und niemand von ihnen wirkt unsympathisch oder gar abstoßend. Was den Leser da so sinnlich mitreißt in diesem Vexierbild einer gehobenen Gesellschaft unserer Tage, das ist vor allem ein kontemplatives Vergnügen, bei dem scheinbar bedeutungslose Szenen wie eine nächtliche Schlittenfahrt der ganzen Partytruppe im Taunus oder die akribische Federputz-Prozedur eines weißen Kakadus äußerst subtil und anschaulich geschildert werden.
Derart wortmächtig und elegant schreibt niemand anderes in der gegenwärtigen deutschen Literatur. In seinem - bis auf die Rahmenhandlung - klug konstruierten Plot entlarvt der Autor moralisch streng, aber auch unverkennbar ironisch den Aberwitz in seinem ‹Jahrmarkt der Eitelkeiten› moderner Prägung mit seinen amourösen Verstrickungen. Der scheherazadeartige Handlungsrahmen allerdings mit seinen gelegentlich eingestreuten, typografisch abgesetzten, kurzen und irrealen Dialogen ist wenig überzeugend, und auch der unbestimmt zwischen personaler und auktorialer Warte changierende, konturlose Ich-Erzähler ist literarisch ein kleiner Wermutstropfen in dieser ansonsten makellosen Erzählung.
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