Jaroslav Rudis
Broschiertes Buch
Vom Ende des Punks in Helsinki
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Jaroslav Rudi, geboren 1972, ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Dramatiker. Er studierte Deutsch und Geschichte in Liberec, Zürich und Berlin und arbeitete u.a. als Lehrer und Journalist. Im Luchterhand Literaturverlag erschienen seine aus dem Tschechischen übersetzten Romane "Grand Hotel", "Die Stille in Prag", "Vom Ende des Punks in Helsinki" und "Nationalstraße", bei btb außerdem "Der Himmel unter Berlin". "Winterbergs letzte Reise", der erste Roman, den Jaroslav Rudi auf Deutsch geschrieben hat, ist 2019 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2012 erschien bei Voland & Quist seine Graphic Novel "Alois Nebel" auf Deutsch, illustriert von Jaromír 99. 2012/13 hatte Jaroslav Rudi die Siegfried-Unseld-Gastprofessur an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. 2014 erhielt Jaroslav Rudi für sein Werk den Usedomer Literaturpreis, 2018 wurde er mit dem Preis der Literaturhäuser ausgezeichnet. Seine Romane "Grand Hotel" und "Nationalstraße" sowie "Alois Nebel" wurden verfilmt.
Produktdetails
- Verlag: Luchterhand Literaturverlag
- Originaltitel: Konec punku v Helsinkách
- Artikelnr. des Verlages: 43908430
- Deutsche Erstausgabe
- Seitenzahl: 352
- Erscheinungstermin: 10. März 2014
- Deutsch
- Abmessung: 207mm x 136mm x 35mm
- Gewicht: 472g
- ISBN-13: 9783630874319
- ISBN-10: 3630874312
- Artikelnr.: 40019636
Herstellerkennzeichnung
Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
produktsicherheit@penguinrandomhouse.de
"Die Sprache ist mitreißend, die Handlung tiefgehend, die Charaktere sind stark gezeichnet. Rudis ist es einmal mehr gelungen, deutsch-tschechische Kulturgeschichte erlebbar zu machen." BÜCHER Magazin
Karel Gott und die Russenminkas
Ein Buch wie ein Rausch, hervorgerufen durch Alkohol, kiffen, Pilze. Dazu Unmengen Zigaretten. Zigarettenschachteln pflastern den Weg des Altpunks Ole, der inzwischen 40 Jahre ist und den Frauen entsagt hat. Da pfeift es in der Lunge und sticht manchmal. Dazu das …
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Karel Gott und die Russenminkas
Ein Buch wie ein Rausch, hervorgerufen durch Alkohol, kiffen, Pilze. Dazu Unmengen Zigaretten. Zigarettenschachteln pflastern den Weg des Altpunks Ole, der inzwischen 40 Jahre ist und den Frauen entsagt hat. Da pfeift es in der Lunge und sticht manchmal. Dazu das freche Tagebuch der dürren Jungpunkerin Nancy (16) aus dem Altvatergebirge in der Tschechei, dem "Tal der Hohlköpfe". Auszug:
"Wenn man das Radio anmacht, quillt nur Scheiße heraus oder Karel Gott. Wenn man die Glotze anmacht, läuft Scheiße oder Karel Gott. Man geht raus und auch da Scheiße, man sieht höchstens ein paar stinkende Russenminkas, hinter denen Laufburschen mit vollen Einkaufstüten tripeln, oder man trifft nur miese Nachbarsfressen. ..." (Seite 99) - Hat Karel Gott das verdient?- Geschrieben 1987, als der Osten sich dem Ende zuneigte. Als es zwischendurch kein Klopapier gab, nur im benachbarten Polen. Dafür gab es in Polen kein Fleisch. Tristesse Ost damals - tragikomische Tristesse West heute in der Raucherbar "Helsinki".
Das alles erinnert an Bukowsky und an Kerouac. Hart und treffend geschrieben. Anschaulich und lebensecht - ein literarischer Volltrefer. Das liest sich weg wie Bier:
Das ist der Punk - Mann!
Viereinhalb verdiente Sterne. Und ich runde auf, daher fünf Stars für Rudis.
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