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"Ein beeindruckender Gesellschaftsroman in der Tradition von Dickens, Zola und Dostojewski" (Elke Heidenreich)
János Székely, geboren 1901 in Budapest, kam auf der Flucht vor dem Horthy-Regime als Achtzehnjähriger nach Berlin. Er verfasste zahlreiche Drehbücher für Stummfilmstars wie Brigitte Helm, Willy Fritsch, Marlene Dietrich, Emil Jannings. 1934 lädt Ernst Lubitsch ihn zur Arbeit nach Hollywood ein; 1938 wandert Székely endgültig aus. Während der McCarthy-Ära wiederum verfolgt, verbrachte er mit seiner Frau und seiner Tochter einige Jahre in Mexiko, bevor er, bereits schwer erkrankt, 1957 einem Angebot der DEFA nach Berlin folgte. Er starb dort 1958.
Produktdetails
- Verlag: SCHIRMERGRAF
- Seitenzahl: 811
- Erscheinungstermin: August 2009
- Deutsch
- Abmessung: 45mm x 139mm x 210mm
- Gewicht: 895g
- ISBN-13: 9783865550156
- ISBN-10: 3865550150
- Artikelnr.: 13429422
Herstellerkennzeichnung
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"Packend, kraftvoll und lebendig - Verlockung ist ein packendes Gesellschaftspanorama, dem sich kein Leser entziehen kann ... Die Wiederentdeckung hat sich wahrlich gelohnt!"
Rainer Moritz
"ein großartiger Roman"
bücher
"eine wunderbare, rasant geschriebene Abenteuergeschichte"
InStyle
"ein ebenso lebendiges wie lebenskluges Buch"
SonntagsZeitung
"Ein schillernder Roman aus der Zeit zwischen den Kriegen. Hinreißend schön!"
Dresdner Morgenpost
"János Székely erzählt in seinem packenden Roman - 1959 erstmals auf Deutsch erschienen und nun wieder aufgelegt - nicht nur die herzerweichende Geschichte eines einsamen, ungeliebten, doch selbstbewussten und wissbegierigen kleinen Helden.
Rainer Moritz
"ein großartiger Roman"
bücher
"eine wunderbare, rasant geschriebene Abenteuergeschichte"
InStyle
"ein ebenso lebendiges wie lebenskluges Buch"
SonntagsZeitung
"Ein schillernder Roman aus der Zeit zwischen den Kriegen. Hinreißend schön!"
Dresdner Morgenpost
"János Székely erzählt in seinem packenden Roman - 1959 erstmals auf Deutsch erschienen und nun wieder aufgelegt - nicht nur die herzerweichende Geschichte eines einsamen, ungeliebten, doch selbstbewussten und wissbegierigen kleinen Helden.
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Er gibt auch Eindrücke von den Grauen des Horthy-Regimes, weckt Verständnis für jene Lebensbedingungen, die der Humus für Sozialismus und Kommunismus waren, und macht deutlich, wie sogar Menschen, die strengste Armut diszipliniert hat, in Dekadenz verfallen, sobald sie Geld, Champagner und erotische Leidenschaft dazu verführen. Ein zum Lesen und Weiterdenken hinreißendes Buch!"
Salzburger Nachrichten
„Ein großes Buch…ein herrlicher Abenteuerroman aus dem Ungarn der zwanziger/dreißiger Jahre, eine Lektüre, in der man vollkommen versinkt… Die verschiedenen Schichten der ungarischen Gesellschaft bilden hier ein meisterhaftes Fresko. Alle fundamentalen Fragen werden aufgeworfen: Armut, Reichtum, Hunger, Kälte, Freundschaft, Liebe, Sex. Es ist ein Buch voller Lebenswut…“
Magazine Littéraire
Salzburger Nachrichten
„Ein großes Buch…ein herrlicher Abenteuerroman aus dem Ungarn der zwanziger/dreißiger Jahre, eine Lektüre, in der man vollkommen versinkt… Die verschiedenen Schichten der ungarischen Gesellschaft bilden hier ein meisterhaftes Fresko. Alle fundamentalen Fragen werden aufgeworfen: Armut, Reichtum, Hunger, Kälte, Freundschaft, Liebe, Sex. Es ist ein Buch voller Lebenswut…“
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Das Buch schildert den Lebensweg des in ärmlichste Verhältnisse hineingeborenen Jungen Béla vor dem Hintergrund der politischen Situation im Ungarn der Jahre zwischen den Weltkriegen. Die Vitalität des Jungen, sein Streben nach Bildung und Fortkommen und sein Optimismus allen …
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Das Buch schildert den Lebensweg des in ärmlichste Verhältnisse hineingeborenen Jungen Béla vor dem Hintergrund der politischen Situation im Ungarn der Jahre zwischen den Weltkriegen. Die Vitalität des Jungen, sein Streben nach Bildung und Fortkommen und sein Optimismus allen Widrigkeiten zum Trotz sorgen dafür, dass dem Roman durchgehend eine positive Grundstimmung eigen ist. Der Gegensatz zu den erbärmlichsten Lebensbedingungen könnte größer nicht sein und macht dieses Buch für mich, zusammen mit dem lebendigen und bildhaften Schreibstil Székelys, zu einem literarischen Juwel.
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Budapest in den 20iger und 30iger Jahren: Hunger, Leid, Not, Arbeitslosigkeit und illegaler Untergrund.
Béla muss sich, als Hotelboy in einem der besten Hotels Budapests, sein Geld verdienen, aber eigentlich verdient er nichts, sondern er darf nur sein Trinkgeld mit nach Hause nehmen. Zu …
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Budapest in den 20iger und 30iger Jahren: Hunger, Leid, Not, Arbeitslosigkeit und illegaler Untergrund.
Béla muss sich, als Hotelboy in einem der besten Hotels Budapests, sein Geld verdienen, aber eigentlich verdient er nichts, sondern er darf nur sein Trinkgeld mit nach Hause nehmen. Zu Hause ist die Wohnung, die er sich mit seinen Eltern (Mutter immer, Vater gelegentlich da) und Manci teilt. Zwei Zimmer und kaum Platz für sich. Manci hat sich das Bett gemietet - zahlender Schlafgast, was in dieser Zeit nichts ungewöhnliches war, da die Mieten sehr hoch waren. Der Hunger und die Angst vor dem Verlust der Wohnung und damit auch der soziale Abstieg in die Gosse sind immer allwärtig. Die Mutter hungert für den Sohn und wäscht für andere die Wäsche. Béla sieht jeden Tag die Klassenunterschiede und muss doch immer lächeln und den gnädigen Damen und Herren zu Diensten sein. Seine Wut auf die Ungerechtigkeit wächst, wie auch die Arbeitsosigkeit in Ungarn. Es brodelt und immer mehr Menschen verlieren ihre Arbeit, ihr Zuhause und ihr Leben. Auch für Béla wird es immer härter und er muss Verluste aushalten.
Die Geschichte ist spannend und bedrückend und durch den guten Schreibstil kann man sehr gut in die Geschichte eintauchen. Die Umstände werden detailliert beschrieben und der geschichtliche Hintergrund gut eingebaut, so dass man mit Béla und den anderen Charakteren mitfühlen kann.
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Mitreißend: Janos Székelys Verlockung
Zuallererst ist dies ein wunderbares Buch, das tiefste und leidenschaftlichste, das mir bisher begegnet ist, und zugleich das spannendste und verrückteste, das traurigste und komischste, und ich weiß, dass selbst diese Superlative die …
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Mitreißend: Janos Székelys Verlockung
Zuallererst ist dies ein wunderbares Buch, das tiefste und leidenschaftlichste, das mir bisher begegnet ist, und zugleich das spannendste und verrückteste, das traurigste und komischste, und ich weiß, dass selbst diese Superlative die Qualität des Buches nicht beschreiben können. Und es gibt Bilder in Székelys Sprache, die sind umwerfend, weil sie so gut sind.
Székely erzählt die Geschichte des Jungen Béla, der, in unfassbarer Armut aufwachsend, zum Liebhaber „Seiner Exzellenz“ aufsteigt und als Kämpfer zu den Seinen, den Mittel- und Rechtlosen, zurückfindet.
Es ist ein ganz und gar parteiisches Buch. Hier die Machtlosen, dem die Zuwendung des Autors gilt, und dort die Mächtigen, die er mit Spott, Hohn und Verachtung abhandelt. Und doch ist sein Roman alles andere als platt oder gar propagandistisch. Dafür sind die Machtlosen selbst zu fehlerhaft, lasterhaft und schwächlich. Und es gelingt dem Autor, seine Parteilichkeit auf den Leser zu übertragen. Ich habe mit Béla und seinen Leuten gelitten und gekämpft und gehofft, auf ein besseres Leben.
Gleichwohl, die Machtlosen sind nicht immer die Unterlegenen. Zwei Szenen, die ich für die besten des Buches halte, belegen dieses. Im Wettstreit des Händedrückens zerquetscht Bela die Hand des skrupellosen Abgeordneten, nachdem dieser zuvor das Gleiche bei Béla versucht hat und gescheitert ist. Und das im Angesicht „Seiner Exzellenz“, deren Schönheit und Laszivität alle Männer verrückt macht! Und dann die Szene, als Bela von „Seiner Exzellenz“ gerufen wird und sie ihn, halbnackt, in ihrem Zimmer empfängt. Sie spielt mit seiner Erregung, gerät selbst außer Sinnen und als er, angestachelt davon, über sie herfällt, nimmt sie sich, was ihr impotenter Mann nicht geben kann. Eindringlicher, leidenschaftlicher und ästhetischer kann Erotik nicht geschrieben werden; es ist das schärfste, was ich dazu gelesen habe. Und zugleich ist diese Szene viel mehr. Sie ist der Höhepunkt der gegenseitigen moralischen und psychischen Ausbeutung, und diese ist, naturgemäß, gegenseitig.
Insofern ist die Verlockung, der Béla erliegt, oberflächlich nichts anderes, als die Verlockung, der „Seine Exzellenz“ erliegt. Tatsächlich sind die Unterschiede aber eben doch gravierend, und deshalb entsagt Béla, als sein Verstand wieder die Oberhand gewinnt, seiner Leidenschaft, wenn auch unter großen Schmerzen, und kämpft hinfort auf der richtigen Seite um Leben und Freiheit, mit den Unterdrückten, gegen die Unterdrücker.
Warum leben Leute wie János Székely nicht länger? Der Roman ist ja nicht zu Ende, und ich hätte gern erfahren, was Béla die Jahre danach, in anderen Umständen, wie etwa unseren heutigen demokratisch verfassten Gesellschaftenn, widerfahren wäre. Verlockungen sind allgegenwärtig und entstehen in immer neuer Verkleidung, wie wäre er damit umgegangen?
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