Sylvia B. Barron
Gebundenes Buch
Uns führt der Mut
Schicksalsjahre einer Dresdner Unternehmerfamilie. Die Dresden-Saga, Band 1. 1932: Liebe zwischen Schokoladenformen, Hitler, Weltwirtschaftskrise und dem Glauben an die Wahrheit
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1932: Die Otto Kaiser AG steht am Abgrund. Emma, jüngste Tochter der Kaisers und Buchhalterin des Unternehmens, versucht verzweifelt, die traditionsreiche Schokoladenformenfabrik vor dem Ruin zu bewahren. Als sie den charmanten Fabrikantensohn Franz von Altrock kennenlernt, hofft sie auf eine rettende Verbindung, doch seine Nähe zur NSDAP treibt sie in einen inneren Konflikt. Gleichzeitig stößt der mittellose Max Dietrich zur Firma. Sein Einfallsreichtum könnte dem Unternehmen zu neuen Höhen verhelfen, doch er verbirgt ein gefährliches Doppelleben ...Vor dem Hintergrund einer zerbrechen...
1932: Die Otto Kaiser AG steht am Abgrund. Emma, jüngste Tochter der Kaisers und Buchhalterin des Unternehmens, versucht verzweifelt, die traditionsreiche Schokoladenformenfabrik vor dem Ruin zu bewahren. Als sie den charmanten Fabrikantensohn Franz von Altrock kennenlernt, hofft sie auf eine rettende Verbindung, doch seine Nähe zur NSDAP treibt sie in einen inneren Konflikt. Gleichzeitig stößt der mittellose Max Dietrich zur Firma. Sein Einfallsreichtum könnte dem Unternehmen zu neuen Höhen verhelfen, doch er verbirgt ein gefährliches Doppelleben ...Vor dem Hintergrund einer zerbrechenden Gesellschaft kämpfen die Familienmitglieder und Mitarbeiter der Otto Kaiser AG zwischen Moral, Glauben und Liebe ums Überleben - ein spannendes Drama aus stürmischen Zeiten.Die dreiteilige Dresden-Saga von Sylvia B. Barron erzählt die Geschichte der Unternehmerfamilie Kaiser über mehrere Generationen hinweg. Band 1 beginnt im von der NSDAP und Hitler geprägten Deutschland 1932, Band 2 erzählt vom Ende des 2. Weltkrieges 1945 und Band 3 schließt mit der Zeit des Mauerbaus 1961.
Sylvia B. Barron hat Technische Redaktion studiert und arbeitet als Product Owner in der IT. Mit ihren zwei Söhnen und ihrem Ehemann wohnt sie in Forchheim, Oberfranken, und liebt es, sich in historische Recherchen zu stürzen.
Produktdetails
- Die Dresden-Saga 1
- Verlag: Brunnen Verlag GmbH / Brunnen-Verlag, Gießen
- Artikelnr. des Verlages: 193597
- Seitenzahl: 368
- Erscheinungstermin: 12. August 2025
- Deutsch
- Abmessung: 135mm x 203mm x 27mm
- Gewicht: 425g
- ISBN-13: 9783765535970
- ISBN-10: 3765535974
- Artikelnr.: 74286295
Herstellerkennzeichnung
Brunnen-Verlag GmbH
Gottlieb-Daimler-Straße 22
35398 Gießen
info@brunnen-verlag.de
Die Begeisterung für diesen Auftakt der Dresden-Trilogie von Sylvia Barron kann ich absolut verstehen und nachvollziehen. Denn Sylvia entführt die Leser ihres Buches in das Dresden der 1930er-Jahre. Gekonnt malt sie mit ihren Worten realistische Bilder der damaligen Zeit. Ich konnte mir …
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Die Begeisterung für diesen Auftakt der Dresden-Trilogie von Sylvia Barron kann ich absolut verstehen und nachvollziehen. Denn Sylvia entführt die Leser ihres Buches in das Dresden der 1930er-Jahre. Gekonnt malt sie mit ihren Worten realistische Bilder der damaligen Zeit. Ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.
Ebenso hat sie großartige Protagonisten erschaffen, die für mich authentisch und sympathisch dargestellt waren – auch wenn es einige Figuren gab, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte und die mich geärgert haben.
Die Hauptfigur ist Emma, die jüngste Tochter von Otto Kaiser, der eine große Fabrik besitzt, in der Formen für Schokoladenfiguren hergestellt werden. Dort ist sie für die Buchhaltung zuständig. Die Entwicklung des Nationalsozialismus ist ihr ein Ärgernis, denn ihre beste Freundin und zugleich Schwägerin ist Jüdin.
Max kam nach Dresden, nachdem seine Firma Konkurs gegangen war und er alles verloren hatte. Trotz der hohen Arbeitslosigkeit fand er eine Stelle in der Otto Kaiser AG als einfacher Arbeiter. Doch dank seiner Kreativität blieb er nicht lange in dieser Position und wurde für die Familie Kaiser schnell zu einer großen Hilfe.
Sylvia hat in einem fesselnden und leicht lesbaren Schreibstil eine tolle und spannende Geschichte verfasst. Aus ihren Zeilen liest man die Zerrissenheit der Bevölkerung und den Wunsch nach Veränderung und Verbesserung ihrer Lebensumstände. Auch die Begeisterung für Hitlers Versprechen war deutlich zu spüren, weshalb viele Menschen ihn wählten. Die Überheblichkeit derjenigen, die sich als „arisch“ betrachteten, ist spürbar und wurde meiner Meinung nach sehr realistisch dargestellt. Der Glaube an Gott nimmt in dem ganzen Buch einen großen Raum ein. Zudem spricht Sylvia Themen wie Bodyshaming und die damit verbundene Essstörung an.
Ich fand dieses Buch grandios, bin sehr gespannt auf Band 2 und empfehle es von Herzen weiter.
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Als erster Band einer Trilogie rund um den Nationalsozialismus spielt ‚Uns führt der Mut‘ in den Jahren 1932 und 33. Die erzählte Zeit umfasst eine Spanne von etwas mehr als einem halben Jahr und endet mit der Ernennung Hitlers als Reichskanzler.
Die Autorin versteht es auf …
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Als erster Band einer Trilogie rund um den Nationalsozialismus spielt ‚Uns führt der Mut‘ in den Jahren 1932 und 33. Die erzählte Zeit umfasst eine Spanne von etwas mehr als einem halben Jahr und endet mit der Ernennung Hitlers als Reichskanzler.
Die Autorin versteht es auf äußerst gekonnte Weise, historische Themen in ansprechender Romanform zu verpacken. Die Erzählung fängt die vorherrschende politische Stimmung gut ein und legt in einfach zu folgenden Gedanken die Strukturen von Radikalisierungstendenzen in Umschwungszeiten und Zeiten des Mangels dar, ohne dass das Buch trocken oder gar langatmig zu lesen wäre.
Der Plot legt ein angenehm ruhiges Tempo vor, sodass man gut in die Geschichte hineinfinden und die einzelnen Personen kennenlernen kann. LeserInnen benötigen kein besonderes historisches Vorwissen, um voll in die Handlung eintauchen zu können. Zusätzlich bereichern anschauliche Beschreibungen von Orten und historischen Gepflogenheiten, sowie kunstgeschichtliche Details das Lesevergnügen rund um die Otto Kaiser AG.
Die Kaisers sind eine total sympathische Familie mit Gemeinschaftssinn, gelebtem Glauben und klaren Werten, die vor allem beim Patriarchen und der Protagonistin Emma zum Vorschein kommen. Der präsente Glaubensbezug hat mir insgesamt sehr gut gefallen, da dieser nicht nur unscheinbar im Hintergrund hängt, sondern mit klaren theologische Aussagen in Erscheinung tritt und die Geschichte enorm bereichert.
Emma mochte ich wirklich sehr gerne und konnte mich so gut mit ihren Wünschen und Zweifeln identifizieren: Sie ist eine ganz und gar aufgeweckte und liebevolle Hauptperson mit hohen Ansprüchen an sich selbst und inspirierenden Gedankengängen. Das Verhalten ihrer Schwester Ilse hingegen war mir häufig unsympathisch. Dennoch lies sich gut erahnen, wie gebrochen diese ist und wie sehr sie mit ihrem Selbstwert kämpft.
Sehr positiv fand ich, dass die sich entwickelnde(n) Liebesgeschichte(n) nicht platt und von Anfang an vorhersehbar ablaufen, sondern die einzelnen Charaktere vielschichtige Facetten haben und mit den zahlreichen Nuancen der menschlichen Natur dargestellt werden, sodass man nicht direkt einen klaren ‚guten‘ Favoriten vs. einen ‚schlechten‘ Kandidaten ausfindig macht. Das selbe lässt sich für die ausgefeilte Darstellung der politisch agierenden Romanpersonen sagen: hier hat es die Autorin ebenfalls geschafft, Motivation und Dynamik vom Mitläufertum bis zum überzeugten Radikalisten differenziert darzustellen, ohne Stereotype zu schaffen.
Durch die einfühlsame und klare Aufarbeitung der Inhalte trägt der Roman zur Aufklärung bzgl. unglaublich wichtiger Themen wie Antisemitismus bei und ist damit weiterhin von brandaktueller Relevanz. Aufgrund des hohen Bildungsgehalts kann ich mir den Roman auch gut als Lektüre für SchülerInnen vorstellen - ich konnte auf jeden Fall viel aus dem mit kraftvollen Aussagen durchzogenen Werk mitnehmen. Dadurch wird ‚Uns führt der Mut’ zu meinem neuen Favoriten unter den Barron-Büchern :). Am liebsten hätte ich direkt den nächsten Teil weitergelesen! Auch wenn die Geschichte gut für sich alleine zu lesen ist und ohne dramatischen Cliffhanger endet, macht sie definitiv Lust auf mehr.
CN: gestörtes Essverhalten/Bulimie, Zwangsprostitution/sexualisierte Gewalt, Dissoziation/Depersonalisation/PTBS, Rassismus/Antisemitismus
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„Uns führt der Mut“ ist der erste Band der Dresden-Saga.
1932: Emma, eine junge Frau, ist die jüngste Tochter der Familie Kaiser. Das Unternehmen ihrer Eltern steht kurz vor dem Ruin, und Emma möchte alles daransetzen, es zu retten.
Franz von Altrock, ein charmanter …
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„Uns führt der Mut“ ist der erste Band der Dresden-Saga.
1932: Emma, eine junge Frau, ist die jüngste Tochter der Familie Kaiser. Das Unternehmen ihrer Eltern steht kurz vor dem Ruin, und Emma möchte alles daransetzen, es zu retten.
Franz von Altrock, ein charmanter Fabrikantensohn, hat es ihr angetan – und zugleich könnte er eine Hoffnung für das Familienunternehmen sein.
Dann gibt es noch Max Dietrich. Er ist klug, arbeitet in der Firma mit und könnte ebenfalls eine große Hilfe sein. Doch er führt ein gefährliches Doppelleben, das niemand kennt. Könnte genau das zum Verhängnis werden?
Man taucht hier tief in die 1930er-Jahre ein – politisch wie wirtschaftlich. Man merkt deutlich, wie viel Mühe und Recherchearbeit die Autorin in diesen Roman gesteckt hat.
Emma ist eine sympathische, starke und mutige Figur, die wirklich das Beste für die Firma will. Auch die übrigen Charaktere sind überzeugend ausgearbeitet: unterschiedlich, aber alle auf ihre eigene Weise einzigartig.
Der Schreibstil ist flüssig, die Geschichte hat einen klaren roten Faden, und das Buch bleibt von Anfang bis Ende spannend. Das hat meine Vorfreude auf die kommenden Bände nur noch gesteigert.
Besonders wichtig und gelungen fand ich die behandelten Themen: politische und wirtschaftliche Anspannung, Armut, Angst und vieles mehr.
Diesen Roman empfehle ich von Herzen gerne!
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In ihrer neuen Familiensaga nimmt uns die Autorin mit in das dunkle Jahr 1932. Der Leser begleitet die Familie Otto Kaiser in Dresden, die seit Jahren eine Schokoladenformenfirma betreibt. Leider sind in der damaligen Zeit viele Firmen zugrunde gegangen, was auch der Kaiser AG droht.
Doch Emma …
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In ihrer neuen Familiensaga nimmt uns die Autorin mit in das dunkle Jahr 1932. Der Leser begleitet die Familie Otto Kaiser in Dresden, die seit Jahren eine Schokoladenformenfirma betreibt. Leider sind in der damaligen Zeit viele Firmen zugrunde gegangen, was auch der Kaiser AG droht.
Doch Emma Kaiser verliebt sich in den reichen Franz von Altrock, der die Firma retten könnte. Was sagt ihr Herz und ihre innere Glaubensüberzeugung zu einer Verbindung mit Franz?
Da die NSDAP immer stärker wird, bekommt der Leser viele Einblicke in die Zeit der Entstehung dieser Partei und die Judenfeindlichkeiten. Organisierte Verbrecherbanden gibt es zuhauf, Prostitution wird großgeschrieben. Genau das möchte Max Dietrich aufdecken und sich für die Schwächsten der Gesellschaft einsetzen. Er fängt als einfacher Mitarbeiter bei Kaisers an. Sein Ideenreichtum ist genial und sein Glaube und Gottvertrauen standfest und bewundernswert. Doch warum hat er so oft blaue Flecken und Wunden? Kann man ihm vertrauen?
Das Buch ist sehr gut recherchiert und malt dem Leser die damalige Zeit schonungslos vor Augen. Die Protagonisten alle authentisch und charakterstark.
Der christliche Glaube wird sehr schön mit in den Alltag eingewoben. Das Vertrauen auf Gott, auch in dunklen Stunden ist ein Lebensbaustein einzelner Protagonisten. Das Gebet zeigt sich als wahrer Halt und als Stütze, wenn alles um einen herum wankt.
Die Autorin führt gekonnt durch die Straßen Dresdens, so dass man das Gefühl hat, direkt dabei zu sein.
Ein ernster, aber sehr spannender Auftakt.
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Über den Mut gegen den Strom zu schwimmen
Emma kann so viele hin- und her rechnen, wie sie will, das Ergebnis bleibt leider immer das Gleiche. Die Bilanzen des Familienunternehmens stehen eindeutig auf Rot und das bedeutet unweigerlich das Aus für die Otto Kaiser AG. Da schneit mit Max …
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Über den Mut gegen den Strom zu schwimmen
Emma kann so viele hin- und her rechnen, wie sie will, das Ergebnis bleibt leider immer das Gleiche. Die Bilanzen des Familienunternehmens stehen eindeutig auf Rot und das bedeutet unweigerlich das Aus für die Otto Kaiser AG. Da schneit mit Max Dietrich ein vorlauter neuer Mitarbeiter auf das Fabrikgelände, der trotz großer Klappe auch viele Ideen einbringt. Zudem wirbt Franz von Alten um Emma und eine Verbindung mit ihm würde eine kräftige Finanzspritze bedeuten. Doch die Zeichen der Zeit wandeln sich und die NSDAP wird immer einflussreicher. Emma kann und will den verworrenen Vorstellungen der Nazis nicht folgen, aber kann sie sich wirklich dem Einfluss entziehen ?
Es gibt wenig christliche Romane, die mit einer solchen Eindringlichkeit und plastischen Schreibweise von der inneren Zerrissenheit gläubiger Christen zur Zeit des Nationalsozialismus erzählen und die Leser:innen von Beginn an an die Seiten fesseln.
"Uns führt der Mut" von Sylvia B-. Barron ist ein wirklich atemberaubender Einstieg in die Familiensaga, die der Leserschaft mitunter kaum Zeit zum Atem holen lässt und sie durch die Seiten peitscht. Dabei verwebt die Autorin Wahrheit mit fiktiven Personen und Ereignissen zu einer neuen gelebten Realität, die sich bedrückend, erschreckend und bedrohlich ihren Weg sucht.
Während die Atmosphäre immer mehr von Hass, Hetze und Antisemitismus vergiftet wird, versuchen Emma und Max Halt im christlichen Glauben zu finden. Die Beziehung zu Gott findet ihren Ausdruck darin, dass die beiden Figuren darauf Vertrauen, allzeit von ihm begleitet und umgeben zu sein. Ebenso führen beide eine achtsame Beziehung zu Gott, ihren Mittmenschen und sich selbst.
Ilse, Emmas Schwester, ist von Neid zerfressen und somit mehr als empfänglich für die Parolen und das Blendwerk der Nazis. Sie läuft sehenden Auges in ihr Unglück. Ihre Ehe mit einem glühenden Anhänger Hitlers eine Flucht nach vorn, jedoch der erste Schritt in den Untergang.
Max begibt sich mehr als einmal in Gefahr und versucht ein junges Mädchen aus den Fängen ihrer Zuhälter zu retten. Zudem geht er eine Kooperation ein, die ihn mehr als einmal auf des Messers Schneide tanzen lässt. Sein Herz schlägt im Gleichklang mit Emma...ob die beiden eine gemeinsame Zukunft haben werden ?
Die Kulisse von Dresden in den 1930ern Jahren wirkt unglaublich real, sodass sepiafarbene Bilder aus den Seiten steigen und sich in bewegte Bilder im Kopfkino verwandeln. Die Lesenden werden somit ein Teil der Handlung und können an der Seite von Emma und Max alles hautnah miterleben.
Manchmal hat allerdings das Korrektorat nicht akkurat gearbeitet, sodass sich Fehler einschleichen, die nicht vorkommen dürfen: Statt mit Pfennigen wird mir Cent-Münzen bezahlt, aus Franz wird kurzerhand Max (ein paar Kapitel später ist dieser Namens- und Identitätstausch wirklich gewollt und selbsterklärend) und Emma wählt eine grause Bluse statt einer grauen Bluse.
Hier holpert dann der Lesefluss und die Logik ist nicht immer gegeben, sodass ein halbes Sternchen abgezogen werden muss. Der Start in die Familiensaga ist jedoch mehr als gelungen und macht neugierig auf die Fortsetzung
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Ich durfte dieses Buch von Silvia Barron schon vorab lesen und ihr dürft euch wirklich auf dieses Buch freuen!
"Uns führt der Mut" ist der erste Teil einer Trilogie und führt uns nach Dresden in das Jahr 1932.
Wie so viele Unternehmen in dieser Zeit steht auch die Otto …
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Ich durfte dieses Buch von Silvia Barron schon vorab lesen und ihr dürft euch wirklich auf dieses Buch freuen!
"Uns führt der Mut" ist der erste Teil einer Trilogie und führt uns nach Dresden in das Jahr 1932.
Wie so viele Unternehmen in dieser Zeit steht auch die Otto Kaiser AG kurz vor dem Ruin. Emma Kaiser fühlt sich als Buchhalterin persönlich verantwortlich für die Misere, in der sie nun stecken. Auf der Suche nach einer Möglichkeit das Familienunternehmen zu retten, manövriert sie sich in eine ungemütliche Lage.
Währenddessen wird die Welt um sie herum immer unruhiger und die NSDAP gewinnt mehr und mehr an Zulauf.
Auch Max Dietrich bleibt nicht unberührt von der schwierigen Wirtschaftslage und landet bei seiner Arbeitssuche ausgerechnet in der Firma der Familie Kaiser.
Silvia Barron hat bei ihrem neuen Roman wieder einmal bewiesen, dass sie sich absolut auf gut recherchierte historische Romane versteht und lässt ihre Leser eintauchen in die unruhigen und ereignisreichen 1930er Jahre.
Man bekommt ein gutes Gefühlt für die angespannte wirtschaftliche aber auch politische Lage.
Emma Kaiser habe ich gleich ins Herz geschlossen und mit ihr gehofft, dass es ein gutes Ende, bzw. einen guten Weg für ihr Familienunternehmen gibt. Sehr schön fand ich auch den Zusammenhalt innerhalb ihrer Familie - besonders aber ihr Vater hat mich manches Mal zum Schmunzeln gebracht.
Aber auch viele weitere Charaktere haben mir sehr gut gefallen und ich bin gespannt wie sich deren Leben besonders in den folgenden Jahren weiterentwickelt.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht zu lesen, dennoch bleibt es spannend und man wird bestens unterhalten.
Die Themen des Romans sind keine leichte Kost: besonders Armut, die wirtschaftliche Krise, angespannte politische Situation und die Ängste die mit all diesen Umständen einhergehen. Erschreckend und eindrücklich fand ich auch die Beschreibung der Strategien und Aufmärsche der NSDAP. Was für die einen Stärke demonstrierte, sorgte bei anderen für Angst und Unsicherheit. Diesen Zwiespalt erlebt man in dem Roman recht deutlich und auch die Folgen, die er für Familien und andere Beziehungen hatte.
Ein absolut lesenswerter Roman den ich sehr gerne weiterempfehle!
Ich freue mich schon sehr auf den Folgeband.
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Sylvia B. Barron hat mit "Uns führt der Mut" ein grandioses Buch geschrieben, ein Buch, das mich in längst vergangene Tage zurückversetzt hat und durch das ich genau diese Zeiten miterleben durfte.
Die Charaktere sind originell, besonders, authentisch, vielfältig und …
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Sylvia B. Barron hat mit "Uns führt der Mut" ein grandioses Buch geschrieben, ein Buch, das mich in längst vergangene Tage zurückversetzt hat und durch das ich genau diese Zeiten miterleben durfte.
Die Charaktere sind originell, besonders, authentisch, vielfältig und vielschichtig. Barron hat viele unterschiedliche Persönlichkeiten geschaffen und an ihnen aufgezeigt, wie und wodurch manche Menschen eben wurden, wie sie wurden. Zudem ist alles eindrücklich, mitreißend und bildhaft beschrieben, was mich durchgehend begeistert hat.
Emma mochte ich übrigens wirklich gerne. Sie ist eine tolle Frau, die ihrem Herzen folgt und super sympathisch bleibt. Ihre Gedanken und Gefühle konnte ich nachempfinden und mich hineinversetzen.
Außerdem habe ich über die vielen Details gestaunt, die die Geschichte so lebendig werden ließen. Sie waren wie kleine Diamanten die es zu finden gab. Es ist viel Recherche in dieses Buch geflossen und das spürt man auf jeder einzelnen Seite.
Es war hochspannend, die Entwicklung der einzelnen Charaktere mitzuerleben, zu sehen, wie der Antisemitismus in die Gedanken und Herzen schwappt, wie Menschen sich verändern und wie aus Freunden Feinde werden.
Es war erschreckend und beeindruckend zugleich zu sehen, dass niemand davor geschützt war und dass es doch Menschen gab, die sich dagegen wehrten. Menschen, die Liebe schenkten, wo andere ablehnten.
Neben dem Antisemitismus spielten auch Rivalität, Eifersucht, Neid und Missverständnisse eine große Rolle. Zudem wird der Kampf ums Überleben aufgezeigt und es stellt sich die Frage: Zu welchem Preis erreiche ich ein gesetztes Ziel? Es war unfassbar interessant, dazu lehrreich und sogar bildend.
Die Autorin hat es nämlich geschafft, nicht nur eine gute Geschichte zu erzählen, sondern auch Wissen zu vermitteln.
Die Geschichte selbst ist feinfühlig erzählt, schwere Themen wurden mit dem nötigen Respekt angesprochen und der Verlauf weist Überraschungen auf, weshalb ich vieles nicht vorhersehen konnte.
Dabei sind Träume, Hoffnungen, Ängste und Sorgen der dreißiger Jahre realistisch und bildhaft in die Geschichte eingearbeitet worden.
So bleibt abschließend nur noch zu sagen: "Uns führt der Mut" ist ein phänomenaler Auftakt einer ganz besonderen Reihe, bei dem man nur so durch die Seiten fliegt und doch verweilen möchte. Eine Geschichte, die zu Herzen geht und im Herzen bleibt.
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Zwischen Liebe, Moral und Überleben, einfach fesselnd
Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Schon nach den ersten Seiten war ich völlig in der Welt der Otto Kaiser AG angekommen, einer Schokoladenformenfabrik, die 1932 kurz vor dem Aus steht, in einer Zeit, in der Deutschland am …
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Zwischen Liebe, Moral und Überleben, einfach fesselnd
Ich habe das Buch regelrecht verschlungen. Schon nach den ersten Seiten war ich völlig in der Welt der Otto Kaiser AG angekommen, einer Schokoladenformenfabrik, die 1932 kurz vor dem Aus steht, in einer Zeit, in der Deutschland am politischen und gesellschaftlichen Abgrund steht. Und mittendrin ist Emma, die jüngste Tochter. Keine laute Heldin, sondern jemand, der einfach tut, was getan werden muss. Bodenständig, loyal, verletzlich, und gerade das hat sie mir unglaublich nah gebracht. Ihre Entschlossenheit hat mich tief beeindruckt, wie sie versucht, mit klarem Kopf und ehrlichem Herzen das Unternehmen zusammenzuhalten, während um sie herum alles zu zerbrechen droht.
Ihre Begegnung mit Franz von Altrock hat mich gleichzeitig hoffen und zweifeln lassen. Einerseits dieser charmante, gut vernetzte Fabrikantensohn. Man denkt sofort: Vielleicht ist er ihre Rettung! Aber dann seine Nähe zur NSDAP und plötzlich steht man mit Emma vor einer Frage, die größer ist als Liebe: Wie weit darf man gehen, um etwas zu retten?
Und dann ist da noch Max Dietrich, mittellos, aber clever und voller Ideen, die alles verändern könnten, vielleicht der heimliche Held der Geschichte. Ich mochte ihn sofort. Er bringt neuen Schwung in die Fabrik, sorgt für Hoffnung, aber man spürt auch, dass er mehr trägt, als er zeigt. Nicht alles wird sofort enthüllt, und genau das macht seine Entwicklung so interessant.
Was mich am meisten bewegt hat, ist die Vielschichtigkeit: Hier gibt es kein Schwarz-Weiß, es gibt keine einfachen Antworten. Jeder kämpft, um Liebe, um Würde, ums Überleben und mit sich selbst. Zwischen Moral, Angst und Hoffnung. Man versteht jede Entscheidung, auch wenn sie weh tut. Freundschaft und Verrat liegen oft nur einen Atemzug auseinander. Die politische Lage ist nicht bloß Kulisse, sondern greift tief in die Leben aller Figuren ein.
Ich habe beim Lesen oft gedacht: So muss es sich damals wirklich angefühlt haben, zwischen Stillstand und Aufbruch, zwischen Pflicht und Herz.
Was diesen Roman für mich so besonders macht, ist, dass Mut hier viele Formen annimmt. Manchmal bedeutet er, laut aufzustehen, manchmal manchmal ist er leise, unscheinbar, und besteht einfach darin aufzustehen, weiterzugehen und nicht aufzugeben, auch wenn alles um einen herum zerbricht.
Ein grandioser Roman, der nicht nur historische Fakten erzählt, sondern das Herz dieser Zeit spürbar macht. Emotional, mitreißend und voller menschlicher Tiefe. Ich habe mitgefiebert, gelitten, gehofft und warte nun sehnsüchtig auf Band 2.
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spannend, aufrüttelnd und emotional
Die Themen, die in dem Buch behandelt werden, sind keine leichte Kost. Die wirtschaftliche Krise zusammen mit dem Anfang des Nazi-Regimes waren für mich persönlich wirklich hart zu lesen. Die ganzen Schwierigkeiten, die Ängste, die …
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spannend, aufrüttelnd und emotional
Die Themen, die in dem Buch behandelt werden, sind keine leichte Kost. Die wirtschaftliche Krise zusammen mit dem Anfang des Nazi-Regimes waren für mich persönlich wirklich hart zu lesen. Die ganzen Schwierigkeiten, die Ängste, die Hoffnungslosigkeit und die Probleme, mit denen sich die Menschen tagtäglich befassen mussten, sind einfach erschreckend. Mir persönlich hat es das Herz gebrochen so viel Leid zu sehen.
Besonders erschreckend fand ich auch, dass manche Menschen, die eine andere Meinung als die Nazis vertreten haben, nichtsdestotrotz durch Manipulation und strategisch schlau dargestellte Argumentationen ihre Meinung geändert haben.
Die Charaktere fand ich vielschichtig und abwechslungsreich. Jeder hatte seine ganz persönlichen charakterlichen Merkmale und es hat Spaß gemacht, die Geschichte eines jeden Protagonisten mitzuverfolgen.
Der Schreibstil ist packend und einfach. Man taucht super in die Geschichte ein und für mich persönlich war der Spannungsbogen von Anfang an da und hat sich über die Seiten immer weiter aufgebaut.
Fazit: Ein ganz tolles Buch mit wichtigen inhaltlichen Themen. Besonders der Prolog zu Band 2 hat mich gecatcht und ich bin super gespannt, wie die Geschichte weiter geht. Eine ganz klare Leseempfehlung.
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