Natalia Ginzburg
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Eine Frau hat ihren Mann ermordet und erzählt, wie es dazu kam, kommen musste. Die lakonisch erzählte Geschichte einer klassischen Dreierbeziehung: Liebe, Leidenschaft, Verzweiflung, Eifersucht - und am Ende ein tödlicher Schuss.Mit diesem von Italo Calvino enthusiastisch begrüßten Roman erlebte Ginzburg, die zu den bedeutendsten modernen Autoren Italiens zählt, ihren literarischen Durchbruch.
Natalia Ginzburg, 1916 in Palermo geboren, verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Turin. 1938 heiratete sie den Slawisten Leone Ginzburg, der 1944 in einem römischen Gefängnis von den Nazis ermordet wurde. Nach dem Krieg lebte sie als Schriftstellerin und Mitarbeiterin des Einaudi-Verlags in Turin und in Rom, wo sie 1991 starb.
Produktdetails
- Wagenbachs andere Taschenbücher 773
- Verlag: Wagenbach
- Artikelnr. des Verlages: 2773
- Seitenzahl: 93
- Erscheinungstermin: 13. März 2017
- Deutsch
- Abmessung: 190mm x 121mm x 10mm
- Gewicht: 118g
- ISBN-13: 9783803127730
- ISBN-10: 3803127734
- Artikelnr.: 47057773
Herstellerkennzeichnung
Wagenbach Klaus GmbH
Emser Strasse 40/41
10719 Berlin
»Intensiver, bedingungsloser und konsequenter hat Natalia Ginzburg ihr Lebensthema der seelischen Isolation des modernen Menschen nie mehr ausgeführt.« MICHAEL KÖHLER
"Ich habe ihm in die Augen geschossen." Welch ein Beginn für eine Liebesgeschichte, die sich mehr und mehr als Illusion einer solchen darstellt.
Als junge Lehrerin in einer italienischen Kleinstadt lernt die Protagonistin den deutlich älteren Alberto kennen, der sich um sie zu …
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"Ich habe ihm in die Augen geschossen." Welch ein Beginn für eine Liebesgeschichte, die sich mehr und mehr als Illusion einer solchen darstellt.
Als junge Lehrerin in einer italienischen Kleinstadt lernt die Protagonistin den deutlich älteren Alberto kennen, der sich um sie zu bemühen scheint. Obwohl sie nicht in ihn verliebt ist, verbringt sie gerne ihre Zeit mit ihm. Zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt sie sich anerkannt, seine Aufmerksamkeiten und sein Interesse für sie, ihr Leben, ihre Gedanken tun ihr gut. So gut, dass sie ihn schmerzlich vermisst als er sich längere Zeit nicht bei ihr meldet. Und sie erkennt, dass sie sich in verliebt hat. Davon überzeugt, dass auch er in sie verliebt ist, gesteht sie ihm ihre Gefühle. Doch zu ihrer Überraschung empfindet er nicht ebenso, sein Herz gehört seit langem einer Anderen, die verheiratet ist. Dennoch heiraten sie: er aus dem Gefühl heraus dazu verpflichtet zu sein, weil er ihr falsche Hoffnungen machte; sie mit der Zuversicht, dass er sie noch lieben lerne, wenn sie mehr Zeit miteinander verbringen. Doch nach kurzer Zeit setzt Alberto sein Verhältnis zu der Anderen fort und seine Ehefrau begreift, dass er sich wohl nie endgültig für sie entscheiden wird. Auch das gemeinsame Kind ändert nichts an seinem Verhalten.
Bemerkenswert ist die Sprache der Autorin, in der sie die Ehefrau erzählen lässt wie es zu diesem Mord kam. Schlichte, einfache kurze Sätze mit immer wiederkehrenden Wiederholungen. Was in einem handlungsreichen Roman äußerst störend wirken würde, unterstreicht hier die Trostlosigkeit und Verzweiflung in der sich die Täterin befindet. Eva Mattes liest diese Worte in einer ebensolchen Form, so dass man ohne Weiteres glauben kann, der wahrhaftigen Gattenmörderin zuzuhören. Keine unterhaltende amüsante Hörbuch'lektüre', aber ein eindringliches und beeindruckendes Stück Literatur.
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