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Axel Ragnerfeldt, schwedischer Literaturnobelpreisträger und tadelloser Ehrenbürger Stockholms, hat Angst, dass ihn die Vergangenheit nach all den Jahren doch noch einholt. In seinem Arbeitszimmer befinden sich ein paar alte Papiere, deren Entdeckung ihn vor den Augen der Nachwelt vernichten würde. Unfähig, diese geheimen Notizen zu beseitigen, liegt er nach einem Hirnschlag gelähmt in einem Pflegeheim. Mit der Außenwelt kommunizieren kann er nicht mehr.Als seine ehemalige Haushälterin Gerda Persson stirbt und sich eine offizielle Nachlassverwalterin um das Vermächtnis der Toten kümme...
Axel Ragnerfeldt, schwedischer Literaturnobelpreisträger und tadelloser Ehrenbürger Stockholms, hat Angst, dass ihn die Vergangenheit nach all den Jahren doch noch einholt. In seinem Arbeitszimmer befinden sich ein paar alte Papiere, deren Entdeckung ihn vor den Augen der Nachwelt vernichten würde. Unfähig, diese geheimen Notizen zu beseitigen, liegt er nach einem Hirnschlag gelähmt in einem Pflegeheim. Mit der Außenwelt kommunizieren kann er nicht mehr.
Als seine ehemalige Haushälterin Gerda Persson stirbt und sich eine offizielle Nachlassverwalterin um das Vermächtnis der Toten kümmert, setzt sie damit einen Prozess in Gang, der das dunkle Familiengeheimnis von Axel Ragnerfeldt unbarmherzig ans Licht bringt und erneut einen Toten fordert
Als seine ehemalige Haushälterin Gerda Persson stirbt und sich eine offizielle Nachlassverwalterin um das Vermächtnis der Toten kümmert, setzt sie damit einen Prozess in Gang, der das dunkle Familiengeheimnis von Axel Ragnerfeldt unbarmherzig ans Licht bringt und erneut einen Toten fordert
Karin Alvtegen, geboren 1965, lebt in Stockholm. Seit 1985 arbeitet sie in der Filmbranche, zuletzt als Drehbuchautorin.
Dagmar Lendt ist Skandinavistin und übersetzt aus dem Norwegischen, Schwedischen und Dänischen. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Dagmar Lendt ist Skandinavistin und übersetzt aus dem Norwegischen, Schwedischen und Dänischen. Sie lebt und arbeitet in Berlin.
Produktdetails
- Knaur Taschenbücher Nr.50126
- Verlag: Droemer/Knaur
- Originaltitel: Skugga
- Seitenzahl: 393
- Erscheinungstermin: 4. November 2008
- Deutsch
- Abmessung: 190mm
- Gewicht: 298g
- ISBN-13: 9783426501269
- ISBN-10: 3426501260
- Artikelnr.: 23829200
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
Demontage eines unantastbaren Denkmals
Ein Hirnschlag beendet die Karriere des angesehenen Schriftstellers Alex Ragnerfeldt. Ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur blieb ihm nun gelähmt und ans Pflegebett der Intensivstation gefesselt lediglich die Fähigkeit, sich zu …
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Demontage eines unantastbaren Denkmals
Ein Hirnschlag beendet die Karriere des angesehenen Schriftstellers Alex Ragnerfeldt. Ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur blieb ihm nun gelähmt und ans Pflegebett der Intensivstation gefesselt lediglich die Fähigkeit, sich zu erinnern. Doch selbst diese Erinnerungen bleiben unteilbar gefangen in seiner sprachlosen Unzulänglichkeit. Es gibt keinen Ausweg für ihn.
Sein Sprachrohr Jan-Erik, gemeinsamer Sohn mit Alice, seiner anspruchsvollen, aber auch unglücklichen Frau, nutzt den Ruhm seines Vaters, um selbst Anerkennung durch Lesungen zu erhalten. Es sind die Bücher seines Vaters, die auch ihn noch groß und anerkannt werden lassen. Bis er eines Tages alte Unterlagen seines Vaters entdeckt und mit einer Wahrheit konfrontiert wird, die Alles verändert und in die tiefsten Abgründe von Schuld führen.
Unaufhaltsam und mit unglaublichem Tiefgang, individueller und dichter Charakterisierung der handelnden Figuren beschreibt Karin Alvtegen, wie sich die zunächst harmlosen menschlichen Umstände immer mehr zu einem zynisch-unerträglichen Desaster entwickeln. Sie zeigt Parallelen im sich entfremdenden Eheleben sowohl von Alice und Alex als auch ebenso von Jan-Erik und dessen Frau auf. Wiederholungen sind vorprogrammiert, der Untergang der Familien nimmt seinen Lauf.
Präzise und erschaudernd erfährt man geradezu alles über das Seelenleben, die Empfindungen und Gedankenspiele der Akteure und ohne schreiende Gewalt entfaltet sich beim Lesen ein Thriller hochgradiger Spannung, welche einem den Atem zu rauben versucht. Die vielschichtigen Emotionen und Hintergründe des Handelns lassen bei aller Unverständlichkeit des Unmenschlichen doch erkennen, wie sehr die Protagonisten um nachsichtiges Verstehen ringen, ihre Reputation verteidigen, sich vom Bösen vereinnahmen lassen, aber davon distanzierend stets das Gute für sich in Anspruch nehmen.
Überragend psychologisch und lebensnah führt einen die Geschichte in die Sackgasse schicksalhafter Hilflosigkeit. Die Balance zwischen Verstehen und Verkraften ist der rote Faden, der sich durch das Tal aus Lebenstraum und Lebenslüge schlängelt wie die Giftschlange durch das Dickicht zarten Grüns. Wer sich auf diesen Roman einlässt, wird schnell von der Kraft und Nachhaltigkeit dieser gekonnt und glaubhaft in Szene gesetzten Lebenserfindung ergriffen und begeisternden Lesegenuss erleben.
© 1/2009 (7/2008 für die gebundene Ausgabe), Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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Antworten 3 von 3 finden diese Rezension hilfreich
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Das Cover dieses Taschenbuches zeigt auf rot-schwarzem Hintergrund ein Pflanzenteil, das Schatten wirft.
Der Name der Autorin wird in großen weißen Lettern abgebildet, darunter dann im Verhältnis klein der Titel des Buches in Rot.
Mein Interesse an diesem Buch wurde durch den …
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Das Cover dieses Taschenbuches zeigt auf rot-schwarzem Hintergrund ein Pflanzenteil, das Schatten wirft.
Der Name der Autorin wird in großen weißen Lettern abgebildet, darunter dann im Verhältnis klein der Titel des Buches in Rot.
Mein Interesse an diesem Buch wurde durch den Satz „ Schatten sorgt für schlaflose Nächte, auch wenn das Buch längst zu Ende ist“ geschürt.
Leider konnte dieses Buch dem Versprechen des Satzes nicht gerecht werden. Ebenfalls konnte dieses Werk mich nicht überzeugen, ein Thriller zu sein.
Die typischen Thrillerelemente, wie Nervenkitzel, das Spiel mit der Fantasie des Lesers, kleine psychologische Spielchen, habe ich sehr vermisst.
Zu Beginn wartet ein ca. vierjähriger Junge stundenlang auf die Rückkehr seiner Mutter, er ist ziemlich verängstigt und sehr bedacht darauf, es seiner Mutter recht zu machen. Und das gerade in einem Vergnügungspark für Kinder, dem „Skansen“ in Stockholm. Leider wartet er vergeblich.
Als nächstes erfährt der Leser, dass eine alte Dame im Alter von zweiundneunzig Jahren verstorben ist, eine Nachlassverwalterin nimmt sich ihres Falles an, da es keine Nachkommen zu geben scheint.
Sie erfährt, dass die Dame lange Zeit als Hauswirtschafterin bei einem berühmten schwedischen Autor gearbeitet hat. Dort versucht sie mehr über die Verstorbene zu erfahren.
Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser sehr viel über fünf Figuren, die es im Leben der alten Dame gegeben hat. Jeder dieser Figuren ist nach irgendetwas auf der Suche.
Bestätigung, Anerkennung, oder einfach nach einem besseren Leben. Der Junge aus dem Prolog sucht natürlich nach seinen Eltern, auch wenn das anfangs ganz nebensächlich behandelt wird.
Die Figuren lernte ich immer besser kennen, auch verstand ich im Laufe der Geschichte, warum diese Figuren gerade so gehandelt haben und nicht, wie es logisch gewesen wäre.
Das Buch ist flüssig und leicht zu lesen, es herrscht ein sehr ruhiger Schreibstil vor, der es mir nicht ermöglicht hat, stärkere Emotionen zu entwickeln. Geschrieben ist die Geschichte in der personellen Perspektive der jeweiligen Figur.
Einige Begebenheiten waren vorhersehbar, doch gab es zum Ende des Buches hin immer wieder Wendungen, die ich so nicht geahnt habe. Die Morde in der Geschichte gehen leider sehr unter, sind schon fast nebensächlich und haben keinen großen Einfluss auf die weitere Handlung.
Dass der Titel „Schatten“ sich auf ein Buch des berühmten Autors bezieht, wird nur ganz kurz angerissen und ist dann gleich wieder in der Versenkung verschwunden.
Fazit: Eine gut geschriebene Geschichte, die ich aber nicht als Thriller titulieren würde. Der ruhige, spannungslose Schreibstil gibt leider Punktabzug
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Demontage eines unantastbaren Denkmals
Ein Hirnschlag beendet die Karriere des angesehenen Schriftstellers Alex Ragnerfeldt. Ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur blieb ihm nun gelähmt und ans Pflegebett der Intensivstation gefesselt lediglich die Fähigkeit, sich zu …
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Demontage eines unantastbaren Denkmals
Ein Hirnschlag beendet die Karriere des angesehenen Schriftstellers Alex Ragnerfeldt. Ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Literatur blieb ihm nun gelähmt und ans Pflegebett der Intensivstation gefesselt lediglich die Fähigkeit, sich zu erinnern. Doch selbst diese Erinnerungen bleiben unteilbar gefangen in seiner sprachlosen Unzulänglichkeit. Es gibt keinen Ausweg für ihn.
Sein Sprachrohr Jan-Erik, gemeinsamer Sohn mit Alice, seiner anspruchsvollen, aber auch unglücklichen Frau, nutzt den Ruhm seines Vaters, um selbst Anerkennung durch Lesungen zu erhalten. Es sind die Bücher seines Vaters, die auch ihn noch groß und anerkannt werden lassen. Bis er eines Tages alte Unterlagen seines Vaters entdeckt und mit einer Wahrheit konfrontiert wird, die Alles verändert und in die tiefsten Abgründe von Schuld führen.
Unaufhaltsam und mit unglaublichem Tiefgang, individueller und dichter Charakterisierung der handelnden Figuren beschreibt Karin Alvtegen, wie sich die zunächst harmlosen menschlichen Umstände immer mehr zu einem zynisch-unerträglichen Desaster entwickeln. Sie zeigt Parallelen im sich entfremdenden Eheleben sowohl von Alice und Alex als auch ebenso von Jan-Erik und dessen Frau auf. Wiederholungen sind vorprogrammiert, der Untergang der Familien nimmt seinen Lauf.
Präzise und erschaudernd erfährt man geradezu alles über das Seelenleben, die Empfindungen und Gedankenspiele der Akteure und ohne schreiende Gewalt entfaltet sich beim Lesen ein Thriller hochgradiger Spannung, welche einem den Atem zu rauben versucht. Die vielschichtigen Emotionen und Hintergründe des Handelns lassen bei aller Unverständlichkeit des Unmenschlichen doch erkennen, wie sehr die Protagonisten um nachsichtiges Verstehen ringen, ihre Reputation verteidigen, sich vom Bösen vereinnahmen lassen, aber davon distanzierend stets das Gute für sich in Anspruch nehmen.
Überragend psychologisch und lebensnah führt einen die Geschichte in die Sackgasse schicksalhafter Hilflosigkeit. Die Balance zwischen Verstehen und Verkraften ist der rote Faden, der sich durch das Tal aus Lebenstraum und Lebenslüge schlängelt wie die Giftschlange durch das Dickicht zarten Grüns. Wer sich auf diesen Roman einlässt, wird schnell von der Kraft und Nachhaltigkeit dieser gekonnt und glaubhaft in Szene gesetzten Lebenserfindung ergriffen und begeisternden Lesegenuss erleben.
© 7/2008, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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