Colm Tóibín
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Nora Webster
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Colm Tóibíns Meisterwerk endlich im TaschenbuchEr war »die Liebe ihres Lebens«. Als Maurice viel zu früh stirbt, verfällt Nora in einen Schockzustand. Im provinziellen Irland der Sechzigerjahre muss sie nun versuchen, ein selbstbestimmtes Leben als Frau und Mutter von vier Kindern zu führen. Sie sucht sich einen Job, färbt sich die Haare, um jünger auszusehen - ein Skandal in der Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und sie auf Schritt und Tritt beobachtet wird. Nora, katholisch und gleichzeitig unkonventionell, sucht mit grimmiger Intelligenz neue Wege für sich und ihre Kinder. Vor ...
Colm Tóibíns Meisterwerk endlich im Taschenbuch
Er war »die Liebe ihres Lebens«. Als Maurice viel zu früh stirbt, verfällt Nora in einen Schockzustand. Im provinziellen Irland der Sechzigerjahre muss sie nun versuchen, ein selbstbestimmtes Leben als Frau und Mutter von vier Kindern zu führen. Sie sucht sich einen Job, färbt sich die Haare, um jünger auszusehen - ein Skandal in der Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und sie auf Schritt und Tritt beobachtet wird. Nora, katholisch und gleichzeitig unkonventionell, sucht mit grimmiger Intelligenz neue Wege für sich und ihre Kinder. Vor allem aber wächst sie über ihre Rolle als Mutter und Witwe langsam hinaus. Colm Tóibín gelingt das Porträt einer Frau, die sich allen widrigen Umständen zum Trotz die Echtheit ihrer Gefühle bewahrt und so schließlich Unabhängigkeit erlangt.
Er war »die Liebe ihres Lebens«. Als Maurice viel zu früh stirbt, verfällt Nora in einen Schockzustand. Im provinziellen Irland der Sechzigerjahre muss sie nun versuchen, ein selbstbestimmtes Leben als Frau und Mutter von vier Kindern zu führen. Sie sucht sich einen Job, färbt sich die Haare, um jünger auszusehen - ein Skandal in der Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und sie auf Schritt und Tritt beobachtet wird. Nora, katholisch und gleichzeitig unkonventionell, sucht mit grimmiger Intelligenz neue Wege für sich und ihre Kinder. Vor allem aber wächst sie über ihre Rolle als Mutter und Witwe langsam hinaus. Colm Tóibín gelingt das Porträt einer Frau, die sich allen widrigen Umständen zum Trotz die Echtheit ihrer Gefühle bewahrt und so schließlich Unabhängigkeit erlangt.
Colm Tóibín, 1955 in Enniscorthy/Irland geboren, ist einer der wichtigsten irischen Autoren der Gegenwart. Er lebt in Dublin und New York, wo er an der Columbia University unterrichtet. Sein literarisches Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem internationalen IMPAC-Preis und dem David Cohen Prize for Literature.
Produktdetails
- dtv Taschenbücher 14629
- Verlag: DTV
- 6. Aufl.
- Seitenzahl: 384
- Erscheinungstermin: 29. März 2018
- Deutsch
- Abmessung: 207mm x 132mm x 31mm
- Gewicht: 395g
- ISBN-13: 9783423146296
- ISBN-10: 342314629X
- Artikelnr.: 50064447
Herstellerkennzeichnung
dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
produktsicherheit@dtv.de
Ein dichtgewebter Roman, voller Atmosphäre. Evangelisches Literaturportal e.V. 20180425
"Colm Tóibín erzählt in 'Nora Webster' auf eindringlich leise Art von einem Frauenschicksal in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs - zwischen Überwachungskatholizismus, irischem Nationalstolz und IRA-Terror. ... In ruhig dahinströmender Prosa erzählt er davon, mit wie viel Würde und Intelligenz Nora ihr Schicksal annimmt, um es zu verwandeln." Ijoma Mangold, Die Zeit, 19.01.17 "Das eindringliche Porträt einer jungen Witwe, die in der katholischen Provinz der sechziger Jahre mutig und eigenwillig ihren eigenen Weg geht." Luzia Stettler, SRF2, 27.11.16 "Ein großer Roman über ein kleines Frauenleben im Irland der 70er Jahre." Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau, 03.11.16 "Tóibíns eindringliche Darstellung des irischen Kleinstadtlebens ist
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zugleich eine erzählerische Liebeserklärung an die Welt, der er selbst entstammt und zu der er in seinen Werken immer wieder zurückkehrt. Er lässt im unscheibaren Alltag Epiphanien aufscheinen, wie sein Landsmann und Vorbild James Joyce. ... Nora Webster ist ein weiteres Beispiel für seine große Kunst der Frauendarstellung; sie ist eine Figur, die man nicht vergisst." Wolfgang Schneider, Deutschlandfunk "Büchermarkt", 02.11.16 "Es sind winzig kleine, aber bedeutsame Schritte, die der große Ire Colm Tóibín in seinem beeindruckenden Roman beschreibt. ... Es ist die Geschichte einer stillen Emanzipation. Und die eines großen Sieges, auch wenn sich keine riesigen Dramen abspielen. Das große Drama ist das Leben selbst - nicht mehr, und nicht weniger. Tóibín braucht keine abrupten Wendungen, um sein Meisterwerk aufzudonnern." Meike Schnitzler, Brigitte, 26.10.16 "Colm Tóibín hat eine atemberaubende Frauenfigur geschaffen. ... Ein großartiger Roman, den ich jedem empfehlen kann." Sandra Kegel, 3sat "Buchzeit", 16.10.16 "Der Roman ist trotz der starken Protagonistin ein berührendes Buch, mit vielen heiteren Momenten, geschrieben in einer großartigen Sprache. Colm Tóibín ist ein Meister der Zwischentöne und guckt den Leuten ganz genau aufs Maul." Luzia Stettler, SRF "BuchZeichen", 16.10.16 "Ein Buch, aus dem man erfahren kann, was Trauer mit einem macht. ... Ein Meisterwerk - und durchaus eine Empfehlung für jeden, der in diesem Herbst ein Buch zur Hand nehmen möchte." Denis Scheck, SWR "lesenswert", 13.10.16 "Ungefähr so grau wie die graue nordische See, die meistens nebelverhangen ist, ist das Leben, das Toibin beschreibt. Aber er kann diesem Grau gewissermaßen tausend Graustufen abgewinnen, seine Kamera wird immer präziser und immer feinkörniger, und dann stellt man fest, dass auch im Grau eine unglaubliche Mannigfaltigkeit verborgen ist. ... Ein meisterhaftes Werk." Ijoma Mangold, SWR "lesenswert", 13.10.16 "Ich liebe diesen Autor seit meiner Studentenzeit. ... Ich bewundere unglaublich, wie er den Kosmos 'Mensch' immer wieder in seinen Büchern beleuchtet. ... Ein Buch, was von hoher literarischer und psychologischer Subtilität ist und was ich großartig finde." Felicitas von Lovenberg, SWR "lesenswert", 13.10.16 "Das ist der Roman, an dem man lernen kann, was das Quäntchen bedeutet, das gute Literatur von großer Literatur unterscheidet. Wenn Sie 'Nora Webster' lesen, verstehen Sie instinktiv, was große Literatur ist." Insa Wilke, SWR "lesenswert", 13.10.16 "Tóibín erschuf eine störrische, eine eigensinnige Heldin. (...) Schon jetzt zählt die Protagonistin aus Colm Tóibíns Entwicklungsroman 'Nora Webster' zu den großen Frauengestalten der Literatur." Jennifer Gaschler, Süddeutsche Zeitung, 16.09.16 "Tóibín verwebt das im Aufbruch begriffene Irland der Sechzigerjahre mit der Emanzipation seiner Protagonistin. (...) Die Längen des Buches sind dabei ein Zeichen von Qualität, und die Detailverliebtheit des Schriftstellers ist ein Lesegenuss: Gibt es doch Nora Zeit, ihren Verlust realitätsnah zu verarbeiten und sich selbst zu finden - und dem Leser Gelegenheit, die störrische, kämpferische und eigensinnige Frau kennen und lieben zu lernen." Süddeutsche Zeitung, 15.09.16 "Tóibín schafft es in diesem Roman, den Leser mitten in die Geschichte und in die Figuren hineinzuziehen." 3sat "Kulturzeit", 14.09.16 "Mit erzählerischer Gelassenheit begleitet Tóibín die vielen Schritte seiner Heldin auf dem Weg dorthin, er folgt ihr durch Alltägliches und durch tiefe Zweifel. Auf diese Weise erschafft er eine bewegende Frauenfigur, die einem auch nach der Lektüre im Kopf bleibt." Claudia Voigt, Literatur Spiegel, September 2016 "Dabei geht es Tóibín vor allem darum, was sich unter der Oberfläche, gleichsam unterhalb der Gespräche und Gesten abspielt. Denn mehr noch als aus dem, was gesagt wird, entfaltet der Roman seine Wirkung aus dem, was verschwiegen wird." Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.08.16 "(...) in der Tat ist diese faszinierende Nora Webster eine literarische Frauenfigur, die nach wenigen Seiten alle Emotionen des Lesers anspricht - vermutlich, weil ihr Autor es so vorzüglich vermeidet, sie zu einer platten Identifikationsfigur zu machen. Subtil und differenziert geht es in diesem glanzvollen Buch zu, was vor allem daran liegt, dass Tóibín Ambivalenzen zulässt und durch Glaubwürdigkeit schafft." Rainer Moritz, Literarische Welt, 20.08.16 "Um Leiden und Trauern ist kein Herumkommen. Das wird schnell klar in Tóibíns wunderbar stillem Roman (...)." Simone von Bühren, NZZ am Sonntag, 28.08.16 "'Nora Webster' erzählt ein unscheinbares und alltägliches Frauenleben auf unspektakuläre Art, die den Leser gleichwohl in Bann schlägt und Colm Tóibín einmal mehr als meisterlichen Frauen-Porträtisten zeigt." Sigrid Löffler, Deutschlandradio Kultur, 29.08.16 "Wie ihre Ahninnen Anna Karenina, Effi Briest oder Emma Bovary gehört Nora Webster schon jetzt in die Galerie der unsterblichen Frauengestalten der Literatur. Zu Recht meldet Colm Tóibín diesen Anspruch an, indem er den Titel seines Buches allein für ihren Namen reserviert, als wäre dieses Buch ein Monument. 'Nora Webster' ist ein großer Entwicklungsroman über eine Frau in einem über Jahrhunderte unterentwickelten und fremdbestimmten Land, ein stilles Meisterwerk." Christopher Schmidt, Süddeutsche Zeitung, 05.09.16
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Die Vierte im Bunde
Im Werk des irischen Schriftstellers Colm Tóibín stehen Muttergestalten häufig im Mittelpunkt, so auch in seinem neuen Roman «Nora Webster», bei dem schon der Titel selbstbewusst das literarische Genre verdeutlicht. Es geht um die Selbstfindung …
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Die Vierte im Bunde
Im Werk des irischen Schriftstellers Colm Tóibín stehen Muttergestalten häufig im Mittelpunkt, so auch in seinem neuen Roman «Nora Webster», bei dem schon der Titel selbstbewusst das literarische Genre verdeutlicht. Es geht um die Selbstfindung einer Frau Mitte vierzig nach dem viel zu frühen Tode des Mannes. In etlichen Details dieser Geschichte sind autobiografische Hintergründe erkennbar, so zum Beispiel beim Schauplatz der Handlung, die Kleinstadt Enniscorthy der irischen Grafschaft Wexford, Tóibíns Heimat. Und auch sein eigener Vater war ein politisch engagierter Lehrer, nach dessen frühem Tod er zu stottern anfing - wie der älteste Sohn im Roman. Die Titelheldin durchlebt gemeinsam mit ihren vier Kindern den schockartig einsetzenden, mühsamen Prozess einer radikalen Umstellung ihrer Lebensführung, die Verantwortung für das bisher vorbildlich geordnete und wohlbehütete Leben liegt nun unerwartet plötzlich bei ihr allein, sie muss ein neues Fundament dafür schaffen.
Diese Geschichte einer Emanzipation wird in kleinsten Schritten vor dem zeitlichen Hintergrund des Nordirlandkonfliktes Ende der 1960er Jahre erzählt, beginnend beim qualvollen Sterben des Mannes bis hin zur Räumung seines Kleiderschranks drei Jahre später, die eine bis dato ängstlich vermiedene, symbolträchtige Loslösung aus der rückwärtsgewandten Trauerphase darstellt, Voraussetzung für ein zukunftsorientiertes, nunmehr völlig selbst bestimmtes Leben. Detailliert beleuchtet der Autor ein weit verzweigtes, engmaschiges Beziehungsgeflecht im inneren Zirkel einer großen Familie wie auch im Zusammenleben mit den Nachbarn und Bewohnern dieser Kleinstadt, in der jeder jeden kennt und man ständig unter Beobachtung steht. Tóibíns eindringliches Porträt einer selbstbewussten, mutigen, manchmal auch störrischen Hausfrau glänzt mit einer äußerst subtilen Schilderung der Banalitäten ihres Alltags. Er seziert geradezu sein Kleinstadtmilieu, um dann liebevoll das zutiefst Menschliche darin aufscheinen zu lassen, ganz fernab spektakulärer Posen und großartiger Geschehnisse.
Besonders hervorzuheben ist die fein ziselierte Darstellung der Figuren, allen voran der Protagonistin Nora Webster, deren innerste Gedankenwelt Tóibín als auktorialer Erzähler stimmig vor dem Leser offenlegt, was die Epiphanie ihres verstorbenen Mannes als traumhaftes Erlebnis durchaus mit einschließt. Auch die vielen anderen Charaktere sind glaubwürdige und sympathische Figuren, deren Psyche sich oft in realitätsnahen Dialogen erschließt. Überhaupt ist Realitätsnähe eine der vielen Stärken dieses Romans, was mir gleich zu Beginn bei der ungeschönten Schilderung des bescheidenen Strandhäuschens der Familie Webster angenehm aufgefallen ist. Nicht der Plot also steht im Mittelpunkt des irischen Autors, es ist das sich mosaikartig entwickelnde Panorama eines überschaubaren Mikrokosmos, überaus ruhig und unspektakulär erzählt, sprachlich gekonnt und völlig unprätentiös, eine ebenso großartige wie seltene Beschreibungskunst.
Insoweit ist das positive, sogar euphorische Echo im deutschen Feuilleton berechtigt, zweifellos ist «Nora Webster» auf dem Weg, einer der Frauennamen in der Literatur zu werden, die man sich merken wird. Nicht nachvollziehbar allerdings ist der Vergleich mit den berühmten Figuren von Tolstoi, Flaubert und Fontane. Anna, Emma und Effi nämlich sind alle drei Ehebrecherinnen, die tragisch enden, - nicht so Nora, sie ist insoweit nicht die Vierte im Bunde! Sexualität, Ehebruch gar kommen schlicht nicht vor bei Tóibín, und seine Heldin geht zuletzt als überlegene Siegerin aus dem Trauerprozess hervor, sie hat sich emanzipiert, ohne kitschiges Happy End übrigens. In einem symbolträchtigen Akt der Selbstfindung nämlich verbrennt sie, gemütlich vor dem Kamin sitzend, am Ende des Romans die wieder aufgefundenen Briefe ihres Mannes aus der Anfangszeit ihrer Beziehung, - ohne sie jedoch nochmals zu lesen. Eine starke Figur, die man nicht mehr vergisst.
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Gebundenes Buch
Ein trauriges Buch, was aber sofort fesselt. Maurice, Nora Websters Mann, ist vor Beginn des Buches gestorben, an Krebs, und dieses Buch behandelt die traurigen Gedanken der jungen Witwe, wie sie ihre 4 Kinder, 2 große Töchter, 2 kleinere Söhne, ohne Vater eine gute Zukunft geben …
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Ein trauriges Buch, was aber sofort fesselt. Maurice, Nora Websters Mann, ist vor Beginn des Buches gestorben, an Krebs, und dieses Buch behandelt die traurigen Gedanken der jungen Witwe, wie sie ihre 4 Kinder, 2 große Töchter, 2 kleinere Söhne, ohne Vater eine gute Zukunft geben kann. Von Geldsorgen bis Schulproblemen ist alles dabei.
So zeitlos dieses Thema ist, so wird es dennoch nicht zeitlos behandelt, denn es kommt auch der Nordirlandkonflikt zur Sprache, wie die Gelehrten sagen, Anfang der 70er Jahre. Leider fehlt mir hier mitunter der Bezug zur Familie Webster, auch wenn sich später herausstellt, dass die Tochter Aine in Dublin mit demonstriert hat und kurzzeitig vermisst wird. Auch die klassische Musik, das neue Hobby der Mutter ist mir etwas zu ausführlich.
Mehr erhofft und bis zum Ende nicht wirklich aufgeklärt wird die Ursache für das Stottern des älteren Sohnes Donal. Anfangs dachte ich hier könnte ein Missbrauch vorliegen, aber das wird im Buch nicht thematisiert.
Selbst wenn behauptet wird, dass dieses Buch autobiographische Züge habe, so hätte ich mir eine etwas allgemeinere Behandlung des Themas Überleben einer Familie nach dem frühen Tod des Vaters gewünscht. Es ist aber wohl nicht zuviel verraten, dass der Leser am Ende denkt, dass Nora Webster (und ihre Kinder) ihren Weg schon machen werden.
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