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"Nimm die Alpen weg" erzählt in Bildern die Geschichte einer Kindheit in der Schweiz. Da ist das namenlose Geschwisterpaar, das im Chor spricht. Da ist ein Zuhause mit Ma und Pa, die mit ihren vier Armen wie eine Gottheit erscheinen. Da ist die Geschwindigkeit der Velos, mit denen die Kinder hinaus zu ihren Spielen fahren: zur Telefonzelle, zur Müllhalde, ins Schilf. Und da kommt ein neues Kind in die Klasse, das den Geschwistern einen Weg aus ihrem eigenen, inneren Gebirge bahnt. In einer lyrisch-luziden Prosa entwickelt Ralph Tharayil eine unvergleichliche Coming-of-Age-Geschichte, die von…mehr

Produktbeschreibung
"Nimm die Alpen weg" erzählt in Bildern die Geschichte einer Kindheit in der Schweiz. Da ist das namenlose Geschwisterpaar, das im Chor spricht. Da ist ein Zuhause mit Ma und Pa, die mit ihren vier Armen wie eine Gottheit erscheinen. Da ist die Geschwindigkeit der Velos, mit denen die Kinder hinaus zu ihren Spielen fahren: zur Telefonzelle, zur Müllhalde, ins Schilf. Und da kommt ein neues Kind in die Klasse, das den Geschwistern einen Weg aus ihrem eigenen, inneren Gebirge bahnt. In einer lyrisch-luziden Prosa entwickelt Ralph Tharayil eine unvergleichliche Coming-of-Age-Geschichte, die von den Formen und Deformationen der Integrationserfahrung erzählt, und von der Sprache und den Körpern, die sich dieser Erfahrung widersetzen.
Autorenporträt
Ralph Tharayil, 1986 als Sohn indischer Migranten in der Schweiz geboren, studierte Geschichte, Medien- und Literaturwissenschaft in Basel und arbeitete währenddessen als Autor, Theaterschaffender und Musiker, später als Texter in Hamburger Werbeagenturen. Er entwickelt, auch in Kollaborationen, Konzepte und Texte für Audioformate und Performances und schreibt Prosa und Lyrik, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, u.a. mit dem Preis für Prosa beim 25. open mike. "Nimm die Alpen weg" ist sein literarisches Debüt, für das er mit einer Einladung zur Autor:innenwerkstatt des LCB und dem Alfred-Döblin-Stipendium ausgezeichnet wurde. Ralph Tharayil lebt in Berlin.
Rezensionen
Tharayils Sprache ist von verführerischer Klarheit. Sie lässt uns das Schöne im Gewaltigen erkennen, und in der Stille das Fremde und Andere in uns. Wir wollen nicht mehr aufhören zu lesen: diese Alpen. Was für ein Glück für die Literatur. "Dass Ralph Tharayil in seinem Buch auf ungewöhnliche Weise erzählt, sieht man bereits, wenn man es an beliebiger Stelle aufschlägt. Dass es zugleich eines der hervorstechenden Debüts der letzten Zeit ist, merkt man dann etwas später." Republik "Woher kommen wir? Wohin gehen wir? Ralph Tharayil umkreist diese Fragen mit schnörkelloser Klarheit und zugleich behutsamer Verspieltheit. Damit ist ihm ein kunst- und kraftvolles Debüt gelungen." NDR Kultur "Auf kaum mehr als hundert Seiten und in einem teils atemberaubend poetischen Kurzsatzstil entwirft Tharayil eine verträumte Alternative zur herrschenden Schweizer Ordnung." Berliner Zeitung