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Von der Autorin des New York Times Nr. 1-Bestsellers »I'm Glad My Mom Died« - laut, unverblümt und urkomisch!Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel, und das, was sie am meisten will, ist: Mr. Korgy, ihren Lehrer für kreatives Schreiben, mit Frau und Kind, mit der Hypothek und den Rechnungen, mit den toten Träumen, der verblassten Attraktivität und dem immer größer werdenden Bäuchlein. Sie weiß nicht, warum sie ihn will. Ist es seine Leidenschaft? Seine Lebenserfahrung? Die Tatsache, dass er Büche...
Von der Autorin des New York Times Nr. 1-Bestsellers »I'm Glad My Mom Died« - laut, unverblümt und urkomisch!
Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel, und das, was sie am meisten will, ist: Mr. Korgy, ihren Lehrer für kreatives Schreiben, mit Frau und Kind, mit der Hypothek und den Rechnungen, mit den toten Träumen, der verblassten Attraktivität und dem immer größer werdenden Bäuchlein. Sie weiß nicht, warum sie ihn will. Ist es seine Leidenschaft? Seine Lebenserfahrung? Die Tatsache, dass er Bücher und Filme und Dinge kennt, die sie nicht kennt? Oder ist es etwas noch Reineres, etwas, das in ihrer unwahrscheinlichen Verbindung liegt, in ihrer Seelenverwandtschaft, in dem ähnlichen Filter, durch den sie beide die Welt um sich herum betrachten? Oder vielleicht reicht schon die Tatsache, dass er sie sieht? Wo es doch sonst niemand tut?
Ein witziger, trauriger und fesselnder Romanüber Sex, Konsum, Klassenunterschiede, Begehren, Einsamkeit, das Internet, Wut, Intimität, Macht und die (oft völlig fehlgeleiteten) Kraftakte, die wir auf uns nehmen, um das zu bekommen, was wir wollen.
»Ein explosives Debüt [...] einfühlsam und scharfsinnig, herzzerreißend und aufrichtig.« Publishers Weekly über »I'm Glad My Mom Died«
»Half His Age ist ein düsterer, oft urkomischer und unbequemer Triumph« The Guardian
Waldo ist gierig. Notgeil. Direkt. Naiv. Weise. Impulsiv. Einsam. Wütend. Stark. Verletzt. Clever. Sie will so unendlich viel, und das, was sie am meisten will, ist: Mr. Korgy, ihren Lehrer für kreatives Schreiben, mit Frau und Kind, mit der Hypothek und den Rechnungen, mit den toten Träumen, der verblassten Attraktivität und dem immer größer werdenden Bäuchlein. Sie weiß nicht, warum sie ihn will. Ist es seine Leidenschaft? Seine Lebenserfahrung? Die Tatsache, dass er Bücher und Filme und Dinge kennt, die sie nicht kennt? Oder ist es etwas noch Reineres, etwas, das in ihrer unwahrscheinlichen Verbindung liegt, in ihrer Seelenverwandtschaft, in dem ähnlichen Filter, durch den sie beide die Welt um sich herum betrachten? Oder vielleicht reicht schon die Tatsache, dass er sie sieht? Wo es doch sonst niemand tut?
Ein witziger, trauriger und fesselnder Romanüber Sex, Konsum, Klassenunterschiede, Begehren, Einsamkeit, das Internet, Wut, Intimität, Macht und die (oft völlig fehlgeleiteten) Kraftakte, die wir auf uns nehmen, um das zu bekommen, was wir wollen.
»Ein explosives Debüt [...] einfühlsam und scharfsinnig, herzzerreißend und aufrichtig.« Publishers Weekly über »I'm Glad My Mom Died«
»Half His Age ist ein düsterer, oft urkomischer und unbequemer Triumph« The Guardian
Jennette McCurdy ist die Autorin von 'I'm Glad My Mom Died', einem Nr. 1-Bestseller der New York Times, der sich über 90 Wochen auf der Liste hielt. Das Buch wurde in mehr als dreißig Ländern veröffentlicht und über vier Millionen Mal verkauft. McCurdy ist auch Schöpferin, Drehbuchautorin, leitende Produzentin und Showrunnerin einer Apple TV+-Serie, die lose auf dem Buch basiert, mit Jennifer Aniston in der Hauptrolle. 'Half His Age' ist ihr Debütroman.
Produktdetails
- Verlag: Aufbau-Verlag
- Originaltitel: Half His Age
- Seitenzahl: 335
- Erscheinungstermin: 13. Januar 2026
- Deutsch
- Abmessung: 211mm x 142mm x 30mm
- Gewicht: 485g
- ISBN-13: 9783351051464
- ISBN-10: 3351051468
- Artikelnr.: 75791234
Herstellerkennzeichnung
Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
info@aufbau-verlag.de
Half his age handelt von Waldo, aus deren Ich-Perspektive die ganze Geschichte erzählt wird. Sie ist 17 Jahre alt, wie sie selbst sagt "ein weißes Unterschichts-Kind" und sie verliebt sich in ihren Lehrer für kreatives Schreiben, Mr Korgy. Verlieben klingt allerdings …
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Half his age handelt von Waldo, aus deren Ich-Perspektive die ganze Geschichte erzählt wird. Sie ist 17 Jahre alt, wie sie selbst sagt "ein weißes Unterschichts-Kind" und sie verliebt sich in ihren Lehrer für kreatives Schreiben, Mr Korgy. Verlieben klingt allerdings netter, als das, was dann folgt - Waldo, die bereits sexuell recht erfahren ist für ihr junges Alter, verführt ihn und erlebt mit ihm zusammen rauschhafte Leidenschaft - mit allen Höhen und Tiefen, die zum Leben einer "Geliebten" dazu gehören...
Die Geschichte ist eindeutig sehr gut geschrieben, die Sprache klar und deutlich und gut lesbar. Auch die vielen expliziten Szenen sind nicht pornographisch geschrieben oder - was ich schlimmer finde - verklemmt umschrieben, nein, sie sind deutlich und realistisch, so realistisch, dass es beim Lesen manchmal fast weh tut.
Auch das Setting in Alaska fand ich interessant, ich glaube, ich habe noch nie ein Buch gelesen, das in Alaska spielte.
Einige Gedanken und vor allem die Beziehung Waldos zu ihrer Mutter sind wirklich spannend gewesen zu lesen und haben mich emotional berührt - eine 16jährige, die Mutter wird und ihre Tochter mehr schlecht als recht aufzieht. Eine Tochter, die schon viel zu früh erwachsen wird und ihrer Mutter mehr Stütze und Hilfe ist als es je andersrum der Fall gewesen ist. Immer wieder blitzen in Waldo Gedanken an ihre Kindheit auf, in der sie sich verlassen, einsam und ungeliebt gefühlt hat - und das erklärt (auch), was sie in Mr Korgy zu finden hofft: einen Menschen, der SIE sieht und - ja, abgedroschen, aber vermutlich wahr - eine Vaterfigur. Sie gibt ihm das, was sie bei ihrer Mutter beobachtet hat - ständige Verfügbarkeit, Offenheit für alle (vor allem erotische) Wünsche und Vorstellungen, Hingabe, Selbstaufgabe.
Die Figuren bleiben alle für mich leider zu blass. Mr Korgy, immerhin die männliche Hauptperson, wird von Waldo ausschließlich bei seinem Nachnamen genannt und sie hat ihn auch so in ihrem Telefon abgespeichert, erst spät im Buch erfahren wir seinen Vornamen, ausgerechnet (und eigentlich typisch) aus dem Mund seiner Frau Gwen.
Waldos beste Freundin, die einzige, der sich Waldo anvertraut, ist eine Mormonin, mit der Waldo eine komplizierte langsam sterbende Kinderfreundschaft verbindet - und ihre Empörung über die Problematik der Beziehung verpufft, weil sie eine lächerliche Figur ist. Die Jungen, mit denen Waldo "zusammen" ist, werden aus Waldos Sicht beschrieben und wirken linkisch, naiv und vor allem austauschbar. Und Waldo selbst ist ebenfalls unreif und launenhaft, sie hat keine Ambitionen oder Vorstellungen für ihr späteres Leben, keinen Ehrgeiz oder Träume. Sie lebt vor sich hin und hadert mit dem Leben an sich, hängt am Handy, konsumiert in jeder Hinsicht das Falsche und zu viel, macht Bulimie-Internet-Shopping und lebt von Fastfood. Obwohl anfangs andedeutet, kommt es durch die Beziehung zu ihrem Lehrer nicht zu einer intellektuellen Entwicklung bei ihr - egal, wie viele Filme, Musik oder Bücher er ihr versucht nahezubringen, sie lässt sich nicht darauf ein und es fällt schon früh auf, dass das einzige, was sie verbindet, ihre körperliche Anziehung ist sowie bei ihm der Verlust der Jugend und bei ihr die Suche nach einer Vaterfigur.
Als Mutter dreier Töchter (eine davon 17, also in Waldos Alter) hat mich vieles an dem Plot verstört und dazu geführt, dass ich trotz des guten Schreibstils und einiger Gedanken, die mich gefesselt haben, das Buch nicht guten Gewissens weiterempfehlen kann.
Die Problematik der "Beziehung", die Waldo mit ihrem Lehrer eingeht, wird zwar ab und an (vor allem von ihm selbst) halbherzig angesprochen, sie steht aber nicht wirklich in der Kritik. Alles in allem endet das Buch für mich zwar einigermaßen versöhnlich, doch sowohl die Ausgangslage als auch der Großteil des Plots sind für mich absolut problematisch und könnten einem Lesenden vermitteln, dass es realistisch vorkommen kann, dass eine Schülerin ihren Lehrer begehrt, der mitleidslos als Mann in seinen 40ern beschrieben wird und keineswegs als begehrenswert und "jung geblieben" und die beiden eine Beziehung miteinander führen könnten.
Von mir also nur eine eingeschränkte Leseempfehlung, aber eine Autorin, die ich im Auge behalten werde!
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Mich haben sowohl das Coverbild als auch der Titel des Buches gleich angesprochen. Die Kurzbeschreibung hat mich neugierig auf die Protagonistin gemacht und beim Lesen der Leseprobe wurde ich gleich mitten in die Geschichte katapultiert. Es geht um Waldo, ein 17jähriges Mädchen, welches …
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Mich haben sowohl das Coverbild als auch der Titel des Buches gleich angesprochen. Die Kurzbeschreibung hat mich neugierig auf die Protagonistin gemacht und beim Lesen der Leseprobe wurde ich gleich mitten in die Geschichte katapultiert. Es geht um Waldo, ein 17jähriges Mädchen, welches seinen Platz in der Gesellschaft sucht und hilflose Versuche startet, ihren Platz zu finden. Ihre innere Leere füllt sie mit exzessivem Online-Shopping von Bekleidung und Kosmetika. Sie flüchtet sich in eine obsessive Romanze mit dem Lehrer eines ihrer Kurse in der Schule und ihre Gefühlsspirale dreht sich immer weiter abwärts. Man durchlebt mit ihr ihre Ängste, Zweifel und Enttäuschungen, bis sie zum Schluss des Buches sich selbst findet. Auch ihre Mutter macht in dem Roman eine regelrechte Gefühls-Achterbahn mit ihren wechselnden Partnern durch, welche sie auf Waldo projiziert. Es ist ein sehr interessanter Roman über das Fehlen eines Platzes in der Gesellschaft und das Finden zu sich selbst. Ich habe ihn in einem durchgelesen. Der Schreibstil ist zum Teil schonungslos, aber auch sehr gefühlvoll. Ich mag den Schreibstil sehr gerne und habe mit der Protagonistin mitgelitten, weil sie trotz ihrer Wirrungen absolut menschlich und sympathisch rüberkommt.
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Half his age von Jennette McCurdy ist ein Buch welches Themen Werte Sex, Konsum, Macht und viele weitere wichtige Themen thematisiert.
Jennette McCurdy ist bekannt aus ihren Schauspielplätzen beim iCarly oder auch Sam&Cat.
Ihre Biografie hat mich bereits sehr berührt. Ich war …
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Half his age von Jennette McCurdy ist ein Buch welches Themen Werte Sex, Konsum, Macht und viele weitere wichtige Themen thematisiert.
Jennette McCurdy ist bekannt aus ihren Schauspielplätzen beim iCarly oder auch Sam&Cat.
Ihre Biografie hat mich bereits sehr berührt. Ich war daher sehr neugierig, wie ihr Roman wird. Die Protagonistin Waldo war meiner Meinung nach der absolut richtige Charakter für diese Geschichte. Waldo hat sich in der Geschichte unglaublich entwickelt und an manchen Stellen hat sie mich an Jennette McCurdy erinnert.
Das Buch hat mich emotional absolut abgeholt und ich nicht die Geschichte sehr gerne.
Ich kann das Buch auf Fall empfehlen. Es werden Tabu Themen behandelt und die Geschichte war so gut! Das Buch war fesselnd und ich konnte es kaum aus den Händen legen. Die Geschichte ist nicht aufgesetzt sondern authentisch
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Kennt ihr das Gefühl, wenn man ein Buch anfängt und schon bei den ersten Zeilen spürt, dass man es bedauern wird, wenn das Buch zu Ende ist. „Half his Age“ ist definitiv aufgeladen von Anfang an. Aufgeladen an Emotionen, an unerfüllten Wünschen, an …
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Kennt ihr das Gefühl, wenn man ein Buch anfängt und schon bei den ersten Zeilen spürt, dass man es bedauern wird, wenn das Buch zu Ende ist. „Half his Age“ ist definitiv aufgeladen von Anfang an. Aufgeladen an Emotionen, an unerfüllten Wünschen, an Grenzerfahrungen und an verbotenem, dass seinen ganz besonderen Reiz versprüht. Der offenherzige Einblick in Waldos Gefühlswelt ist eine Meisterleistung der Autorin. Sie schafft es, dass man mitfühlt, Mitleid empfindet und gleichzeitig die animalische Seite entdecken darf. Wie es ist in armen Verhältnissen aufzuwachsen, wie Freundschaften sich verändern und was es heißt, durch eine intensive Gefühlslage Machtmissbrauch zu erleben und selbst Macht auszuüben. Ein bisschen Waldo steckt in jedem von uns und auch ein bisschen Mr. Korgy, wenn die Libido das Gehirn regiert. Ich musste im Anschluss gleich die Memorien der Autorin in ihrem Buch „I‘m Glad My Mom Died“ lesen und kann nur hoffen, dass sie noch vorhat viele Bücher zu schreiben. Sensationell!
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Suche nach Gesehenwerden
Es ist ein Roman, der sich nicht in einfache Kategorien pressen lässt. Waldo ist keine typische Coming-of-Age-Protagonistin. Sie ist widersprüchlich, roh, verletzlich und gleichzeitig wahnsinnig scharf beobachtend. Das macht sie schwer auszuhalten und schwer …
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Suche nach Gesehenwerden
Es ist ein Roman, der sich nicht in einfache Kategorien pressen lässt. Waldo ist keine typische Coming-of-Age-Protagonistin. Sie ist widersprüchlich, roh, verletzlich und gleichzeitig wahnsinnig scharf beobachtend. Das macht sie schwer auszuhalten und schwer nicht zu mögen. Die Obsession mit ihrem Lehrer Mr. Korgy ist weniger eine klassische Schwärmerei als eine Suche nach Gesehenwerden und Bedeutung. Jennette McCurdy erzählt das so ehrlich, ungeschönt und manchmal brutal komisch, dass man sich beim Lesen immer wieder ertappt fühlt. Der Roman weiß, wie Begehren funktioniert, oft schmutzig, oft fehlgeleitet, oft einsam. Besonders mochte ich, wie unpeinlich und klug das Buch über Machtverhältnisse, Klassenunterschiede und Intimität spricht, ohne belehrend zu werden. Es trifft dabei Themen, die viele nur schamhaft denken, aber kaum jemand ausspricht. Und ja, manchmal tut es weh, manchmal ist es absurd, manchmal sehr echt. Ja, es ist ein mutiges, witziges und gleichzeitig trauriges Buch über Sehnsucht, Selbstwert und die verzweifelten Wege, auf denen wir versuchen, wahrgenommen zu werden.
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Unverstanden...
Waldo ist frustriert. Von ihrem Leben, von ihrer ständig anwesenden Mutter, die die immer gleichen Abwärtsspiralen durchlebt, von ihrer besten Greundin, für die sie nur ein Wohltätigkeitsobjekt zu sein scheint. Sie ist frustriert von den Jungs in ihrem Alter …
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Unverstanden...
Waldo ist frustriert. Von ihrem Leben, von ihrer ständig anwesenden Mutter, die die immer gleichen Abwärtsspiralen durchlebt, von ihrer besten Greundin, für die sie nur ein Wohltätigkeitsobjekt zu sein scheint. Sie ist frustriert von den Jungs in ihrem Alter und den Rechnungen die sie mit 17 schön längst für ihre Mutter zahlen muss.
Alleine in einer Wohnung, die nach weißer Unterschicht schreit, flüchtet sie sich im Shopping Exzesse und belanglose körperliche Nichtigkeiten. Was sie sucht, ist etwas tiefere, bleibendes. Sie möchte gesehen und gehört werden und nicht bemittleidet.
Der einzige der das tut ist ihr Lehrer Herr Korgy, was dazu führt, dass Waldo schnell tiefes Begehren für ihn entwickelt.
Eine Beziehung mit gegenseitigen Abhängigkeiten in einer kaputten Lebenswelt entsteht, die Waldo zu überschwemmen droht.
Ein ziemlich lauter, expliziter und schonungsloser Roman, der viele Wahrheiten anspricht und ungesunde Verhaltensmuster ans Licht zerrt.
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Der Roman Half His Age von Jennette McCurdy handelt von Waldo, einer Schülerin, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter in der weißen Unterschicht lebt. Im Kurs für kreatives Schreiben entwickelt sie eine Obsession für Ihren Lehrer Mr. Korgy und die beiden beginnen eine …
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Der Roman Half His Age von Jennette McCurdy handelt von Waldo, einer Schülerin, die mit ihrer alleinerziehenden Mutter in der weißen Unterschicht lebt. Im Kurs für kreatives Schreiben entwickelt sie eine Obsession für Ihren Lehrer Mr. Korgy und die beiden beginnen eine leidenschaftliche Affäre miteinander.
Das Buchcover finde ich sehr gelungen und passend. Es fällt sofort ins Auge, weil es sehr provokativ gestaltet ist.
Als Leser erlebt man das Gefühlschaos direkt aus der Perspektive der jungen Protagonistin. Der Schreibstil ist sehr klar und deutlich. Die Sätze sowie die Kapitel sind kurz und tragen damit zu einem guten Lesefluss bei. Die Geschichte ist absolut mitreißend, da es sowohl lustige gesellschaftskritische Passagen als auch traurige Stellen mit tieferer Bedeutung gibt. Ich habe das Buch in nur 2 Tagen verschlungen.
Die Gefühle und Zweifel der Schülerin in Bezug auf ihren Körper und ihr Selbstwert wurden sehr authentisch dargestellt. Die Handlungen der Geschichte waren für mich absolut nachvollziehbar, leider jedoch oft ein bisschen vorhersehbar.
Es werden verschiedene Beziehungen begleitet. Die Beziehung zwischen Waldo und ihrer Mutter, zwischen ihr und ihrer besten Freundin, zwischen ihr und verschiedenen Geliebten und natürlich die Beziehung von Waldo und Mr. Korgy.
Besonders gefallen hat mir die Charakterentwicklung von Waldo, da sie zunehmend selbst reflektiert und reifer wird. Das Ende war ein gekonnter Abschluss.
Der Roman behandelt mehr als nur eine verbotene Sex-Affäre zwischen Lehrer und Schülerin. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Themen wie Selbstfindung, Begehren und Konsum spannend findet. Es werden Probleme wie Konsum von Fast-Fashion und gängige Schönheitsideale beleuchtet. Man kann viel zwischen den Zeilen lesen. Ich finde die Autorin spricht mit diesem Roman die Sprache unserer Zeit.
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„Half His Age“ ist eine Coming of Age-Story allerdings ohne Nostalgie oder Verklärung dafür feministisch, roh und vor allem unangenehm ehrlich!
Die Hauptprotagonistin Waldo ist jung und unsicher und hat sehr früh gelernt, sich so zu verbiegen, wie das Patriarchat es …
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„Half His Age“ ist eine Coming of Age-Story allerdings ohne Nostalgie oder Verklärung dafür feministisch, roh und vor allem unangenehm ehrlich!
Die Hauptprotagonistin Waldo ist jung und unsicher und hat sehr früh gelernt, sich so zu verbiegen, wie das Patriarchat es verlangt.
Sozusagen Anpassung als Überlebensstrategie. Zustimmung als Tarnung für Kapitulation. Dass diese beiden Dinge oft identisch sind, bringt der Roman sehr klar auf den Punkt!
Die Mutter setzt früh den Ton mit einem Satz, der sitzt und bleibt: „Du bist halt schwer zu lieben.“ Kein Wunder also, dass Waldo ein tiefes, fast schmerzhaftes Bedürfnis nach Anerkennung und vor allem Liebe entwickelt. Sie sucht sie überall danach: im Konsum (Shopping als Heilsversprechen), in Fantasien von Selbstveränderung und schließlich in Mr. Korgy, ihrem Lehrer.
Sprachlich kommt der Roman dabei sehr nüchtern, direkt und extrem zynisch daher, was mir persönlich extrem gut gefallen hat! Der Zynismus wirkt aber nicht aufgesetzt sondern ist für Waldo quasi lebensnotwendig als Schutzschild gegen Gefühle, die sonst nicht auszuhalten wären. Trotzdem liegt über allem irgendwie auch eine leise, konstante Resignation.
Problematisch (und das ist nicht wegzudiskutieren) bleibt die Lehrer-Schüler-Konstellation. Auch wenn Waldo sich gesehen fühlt, auch wenn sie glaubt, hier erstmals als Persönlichkeit wahrgenommen zu werden: Das Machtgefälle ist real. Verstärkt wird es durch Unterschiede in Alter, Sozialisation (Arbeiterkind vs. akademische Welt) und emotionaler Abhängigkeit. Machtmissbrauch findet auf mehreren Ebenen statt.
Und am Ende wird klar, dass Mr. Korgy ist kein Ausweg ist. Er ist nur ein weiterer Erwachsener, der Waldo benutzt. Vielleicht subtiler als ihre Mutter, aber nicht weniger egoistisch. So wie sie sich durch Online-Bestellungen ein neues Leben erhofft, projiziert sie dieselbe Hoffnung auf ihn.
Fazit:
Ein Coming of Age der besonderen Art. Provokant, zynisch, unbequem.
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Schon das Cover macht klar: Das hier wird interessant. Auffällig, leicht provokant, neugierig machend. Und ja, der Inhalt hält dieses Versprechen ein.
Waldo als Protagonistin hat für mich extrem gut funktioniert. Sie ist klug, naiv, durchaus mal anstrengend, manchmal …
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Schon das Cover macht klar: Das hier wird interessant. Auffällig, leicht provokant, neugierig machend. Und ja, der Inhalt hält dieses Versprechen ein.
Waldo als Protagonistin hat für mich extrem gut funktioniert. Sie ist klug, naiv, durchaus mal anstrengend, manchmal widersprüchlich aber genau dadurch wirkt sie echt. Ihre Gedankengänge sind nicht immer angenehm, teilweise sogar unangenehm nah an Wahrheiten, die man selbst gern verdrängt. Gerade das hat sie für mich sympathisch gemacht. Man folgt ihr nicht, weil man alles gutheißt, sondern weil man sie versteht.
Die Beziehung zu Mr. Korgy war von Anfang an mit einem konstanten Unwohlsein belegt und das ist absolut gewollt. Dieses diffuse „Irgendwas stimmt hier nicht“-Gefühl zieht sich durch das gesamte Buch und verstärkt die Wirkung enorm. Es wird nicht moralisiert, sondern untersucht Machtverhältnisse, Abhängigkeit, Begehren, Einsamkeit und unbequeme Familienverhältnisse.
Der Schreibstil ist dabei eine große Stärke. Direkt, klar, manchmal hart, aber immer sehr flüssig. Die kurzen Kapitel sorgen dafür, dass man ständig denkt: "Okay, eins geht noch." (Dabei bleibt es selten nur bei einem).
Ein kleiner Kritikpunkt für mich war Mr. Korgy selbst. Als Figur hätte er etwas mehr Tiefe vertragen können. Vorallem am Anfang war seine Beziehung zu Waldo etwas unnachvollziehbar. Waldo hingegen entwickelt sich im Laufe der Geschichte spürbar weiter, ohne dass es sich künstlich oder aufgesetzt anfühlt.
Das Ende empfand ich als stimmig und zufriedenstellend. Simpel aber absolut passend und realistisch.
Unterm Strich ist Half His Age ein unbequemes, kluges und sehr ehrliches Buch, das nicht gefallen will, sondern hängen bleibt.
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Sehr krass! Wenn man sich verzweifelt nach Liebe und Aufmerksamkeit sehnt, wählt man selten den Weg, der einem wirklich gut tut.
Genauso geht es auch Waldo - der siebzehnjährigen Protagonistin in „Half his age“ von Jennette McCurdy (ins Deutsche übersetzt von …
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Sehr krass! Wenn man sich verzweifelt nach Liebe und Aufmerksamkeit sehnt, wählt man selten den Weg, der einem wirklich gut tut.
Genauso geht es auch Waldo - der siebzehnjährigen Protagonistin in „Half his age“ von Jennette McCurdy (ins Deutsche übersetzt von Olivia Kuderewski).
Im Roman begleiten wir Waldo, welche gemeinsam mit ihrer stark abwesenden Mutter in eher unschönen Verhältnissen aufwächst. Das Beziehungsleben von Waldos Mutter ist von toxischen Mustern geprägt. Um sich mehr oder weniger ernähren zu können, arbeitet Waldo bei Victoria Secret, gibt jedoch das meiste ihres Gehalts fürs Online Shopping aus - Klamotten, MakeUp, Parfum, Schuhe - Konsum macht sie glücklich! Als Waldo jedoch durch ihr vermeintliches Schreibtalent von ihrem Lehrer Mr. Korgy wahrgenommen wird, entwickelt sie schnell eine Obsession und möchte den fast doppelt so alten Mann für sich gewinnen. Allerdings bleibt diese Obsession nicht einseitig…
Das Buch ist nur so zum Verschlingen geeignet. Insbesondere der Schreibstil, unverwechselbar ehrlich, manchmal wirklich hart, trägt einen durch die Geschichte und lässt einen oft in den Gedankenstrudel der Protagonistin eintauchen. Auch wenn wir Waldo in diese ungesunde Beziehung mit einem extremen (und problematischen) Machtverhältnis folgen, thematisiert das Buch auch weitere wichtige Punkte wie Abhängigkeit, Konsum und Kapitalismus, weibliche Sozialisation und gesellschaftliche Klasse.
Eine wirklich starke und unverwechselbare Empfehlung!
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