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Charles Scott Richardson
Broschiertes Buch
Eines Morgens in Paris
Roman
Übersetzung: Bandini, Giovanni; Bandini, Ditte
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Octavio ist Bäcker, sammelt Bücher und lernt durch eine Verkettung von Zufällen Isabeau kennen - die Liebe seines Lebens. Ein in grünes Leinen gebundenes Buch spielt dabei eine genauso große Rolle wie ein halbblinder Uhrmacher, eine Buchhändler-Familie und ein Künstler. Und dann ist da noch die schrullige Stammkundschaft der Boulangerie Wir werden Zeuge einer gleichermaßen außergewöhnlichen wie unwahrscheinlichen Liebesgeschichte, die vom Glück des Zufalls und der Liebe erzählt.Charles Scott Richardsons Roman ist eine zauberhafte, rührende Ode an das Leben und eine ganz besondere ...
Octavio ist Bäcker, sammelt Bücher und lernt durch eine Verkettung von Zufällen Isabeau kennen - die Liebe seines Lebens. Ein in grünes Leinen gebundenes Buch spielt dabei eine genauso große Rolle wie ein halbblinder Uhrmacher, eine Buchhändler-Familie und ein Künstler. Und dann ist da noch die schrullige Stammkundschaft der Boulangerie Wir werden Zeuge einer gleichermaßen außergewöhnlichen wie unwahrscheinlichen Liebesgeschichte, die vom Glück des Zufalls und der Liebe erzählt.
Charles Scott Richardsons Roman ist eine zauberhafte, rührende Ode an das Leben und eine ganz besondere Entdeckung für alle, die auch Die fabelhafte Welt der Amélie lieben.
Charles Scott Richardsons Roman ist eine zauberhafte, rührende Ode an das Leben und eine ganz besondere Entdeckung für alle, die auch Die fabelhafte Welt der Amélie lieben.
Richardson, Charles Scott§Charles Scott Richardson, geboren 1955, lebt als Buchgestalter und Autor in Toronto. Sein Debüt Das Ende des Alphabets (2015) erschien in dreizehn Ländern und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
Bandini, Giovanni und Ditte§Ditte und Giovanni Bandini arbeiten seit vielen Jahren als Übersetzer aus dem Englischen. Sie haben zusammen zahlreiche Romane u. a. von Colm Toíbín, Matt Ruff und natürlich Agatha Christie ins Deutsche übersetzt.
Bandini, Giovanni und Ditte§Ditte und Giovanni Bandini arbeiten seit vielen Jahren als Übersetzer aus dem Englischen. Sie haben zusammen zahlreiche Romane u. a. von Colm Toíbín, Matt Ruff und natürlich Agatha Christie ins Deutsche übersetzt.
Produktdetails
- Verlag: Atlantik Verlag
- Seitenzahl: 240
- Erscheinungstermin: 7. Oktober 2014
- Deutsch
- Abmessung: 210mm x 136mm x 21mm
- Gewicht: 330g
- ISBN-13: 9783455600131
- ISBN-10: 3455600131
- Artikelnr.: 40893011
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
»Wenn Sie bezaubernde Charaktere und zarte Geschichten, wenn Sie Bücher, Paris und Bäckereien lieben, werden Sie diesen Roman lieben.« The Globe and Mail
Es gibt Bücher, die ich nach Erhalt erst einmal nur kurz anlese oder gar zunächst für ein paar Tage liegen lasse. Bei "Eines Morgens in Paris" wollte ich eigentlich auch nur die ersten Seiten zunächst anlesen, um mich weiterhin meiner aktuellen Lektüre widmen zu …
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Es gibt Bücher, die ich nach Erhalt erst einmal nur kurz anlese oder gar zunächst für ein paar Tage liegen lasse. Bei "Eines Morgens in Paris" wollte ich eigentlich auch nur die ersten Seiten zunächst anlesen, um mich weiterhin meiner aktuellen Lektüre widmen zu können, letztendlich kam es jedoch dazu, dass ich "Eines Morgens in Paris" tatsächlich in einem Rutsch durchgelesen habe. Das Buch hat sicherlich ein paar kleine Schwächen und ist dadurch alles andere als perfekt, aber dennoch hat es mich schnell in den Bann gezogen, sodass ich es nicht aus den Händen legen konnte.
Der Schreibstil des Autors ist sicherlich nicht perfekt und oftmals gewöhnungsbedürftig, allerdings war ich einfach zu neugierig auf die Geschichte, um mich davon entmutigen zu lassen. Je mehr ich dem Autor eine Chance gegeben habe, umso mehr kam ich in die Geschichte rein und konnte mich an den oftmals blumigen und sprunghaften Schreibstil gewöhnen. Dabei wird jedoch auch stets darauf geachtet, alles sehr detailliert zu beschreiben. Die Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und vielseitig, die Dialoge sind oft poetisch, jedoch ohne dabei zu geschwollen zu wirken. Auch die jeweiligen Orte werden gut und ausführlich beschrieben, sodass ich mir das Buch oftmals wie einen Film vorgestellt habe. Ich denke, eine Verfilmung würde hierbei hervorragend funktionieren.
Die Figuren, allen voran Octavio und Isabeau, haben mir gut gefallen. Sie wurden liebevoll gestaltet, haben alle ihre eigenen Ecken und Kanten, sind mal schrullig, mal liebenswert, werden aber immer authentisch dargestellt, dass man sie einfach ins Herz schließen muss. Schade finde ich lediglich, dass einige Figuren am Ende zu kurz gekommen sind und somit ihr Leben für mich ein wenig als 'unfertig' angesehen wurde, da doch einige Fragen unbeantwortet geblieben sind.
Die Liebesgeschichte wird dabei authentisch beschrieben, wenn auch manchmal etwas kitschig, was ich jedoch verzeihen kann - schließlich befindet man sich in der Stadt der Liebe, wo so etwas ruhig erlaubt sein darf! Schön ist auch, dass Bücher hierbei sehr stark thematisiert werden. Für Octavio haben Bücher immer etwas magisches und somit sind in seinem Leben mehr als wichtig und gibt diese Liebe zu Büchern auch gern an andere Menschen weiter.
Die Covergestaltung ist sehr detailliert und unglaublich schön. Ich mag den Farbton, ich mag die vielen kleinen Details, wie die Bücher, die Vögel, den Käfig, die vielen Regentropfen, etc. Die große Kunst bestand darin, dass das Cover trotz der vielen Details nicht zu überladen wirkt und dies ist den Gestaltern dabei gelungen. Auch die Kurzbeschreibung ist gelungen und hat mich direkt angesprochen, sodass ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Insgesamt hat mir "Eines Morgens in Paris" trotz so mancher Schwäche gut gefallen. Wer Bücher mit einem anspruchsvollen, aber dennoch blumigen Schreibstil bevorzugt, der wird mit dieser Geschichte genau ins Schwarze treffen. Wer jedoch lediglich eine leichte und lockere Lektüre erwartet, wird enttäuscht sein, denn der Autor schenkt dem Leser mit dieser Geschichte so viel - man muss sich nur darauf einlassen. Ich kann es nur empfehlen!
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"In der einen Minute allein im eigenen Kopf, starrte man in der nächsten jemand an, den man noch nie zuvor gesehen hatte - oder schon hundertmal, nur jetzt mit ganz neuen Augen." (S. 224)
Pheeww. Dieses Buch hat mich in ein Wechselbad der Gefühle geworfen, und das ist nicht …
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"In der einen Minute allein im eigenen Kopf, starrte man in der nächsten jemand an, den man noch nie zuvor gesehen hatte - oder schon hundertmal, nur jetzt mit ganz neuen Augen." (S. 224)
Pheeww. Dieses Buch hat mich in ein Wechselbad der Gefühle geworfen, und das ist nicht übertrieben. Dieses kleine, vergleichsweise schmale, unscheinbare Büchlein mit dem tollen Cover lief mehrfach Gefahr, von mir abgebrochen und entnervt in die Ecke gepfeffert zu werden. So sehr ging es mir teilweise auf den Keks. Ich kann gar nicht genau erklären, woran das eigentlich lag. Die Handlung spielt zu Zeiten des Ersten Weltkrieges und irgendwie hat sich Autor C.S. Richardson wohl gedacht, da muss ich entsprechend altmodisch und verschwurbelt reden. Ist auch in Ordnung; es hätte mich sogar sehr gestört, wenn diese historisch zurückliegende Geschichte in neumoderner Alltagssprache abgefasst gewesen wäre. Da hab ich es lieber ein wenig komplizierter in Satzbau, Wortauswahl und Beschreibungen von Land, Leute und Zeit.
Trotzdem hat mich der Schreibstil geschafft. Das Buch ist gänzlich ohne Anführungszeichen bei wörtlicher Rede, was zwar ungewohnt ist, man aber irgendwann einfach so hinnimmt beim Lesen. Was ich jedoch nicht so ohne Weiteres hinnehmen mochte, war dieser typisch französische Stil, jede Person nur mit "Madame" und jeden Herrn nur mit "Monsieur" zu betiteln. Denn wenn das der Autor bei mehr als drei Personen tut, kommt der Leser unweigerlich ins Schwimmen. Welche Madame war jetzt gemeint? War es die Frau des Bäckers? Oder doch die schwangere Ehefrau von dem Inhaber des Bekleidungsgeschäfts? Und wer ist eigentlich Jacob Kalb? Was tut der hier drin? Wieso werden hier so unglaublich viele Personen eingeführt und immer nur häppchenweise in der Handlung vorangetrieben? Warum ist das alles so undurchsichtig und wirklich schwer zu verstehen? Wo soll das alles hinführen?
Diese ständigen Fragen im Hinterkopf habe ich mich trotzdem durch das Gewirr von Handlungsplätzen, Figuren und vor allem unterschiedlichen zeitlichen Ebenen gelesen (gekämpft) - und erlebte plötzlich mein blaues Wunder. Denn auf einmal kam ein Punkt (zugegeben, erst weit nach der Mitte des Buches), an dem mir auf einmal alles einleuchtete. Plötzlich waren mir die Zusammenhänge klar, die unterschiedlichen Zeitebenen machten Sinn und die einzelnen Figuren schienen tatsächlich alle auf ein gemeinsames Ziel hinzusteuern.
Und dieses Ziel? Das besteht in einer der schönsten Liebesgeschichten, die ich je in einem Buch gelesen habe. Sie besteht nur aus einer ganz kleinen, flüchtigen Bekanntschaft - sie ist nicht laut, aufdringlich oder gar fordernd in dieser Geschichte. Sie ergibt sich nach und nach. Und ich ertappte mich zum Buchende immer öfter dabei, selig zu grinsen oder leise aufzuseufzen. Ich kann gar nicht viel mehr dazu schreiben, ohne zuviel zu verraten, denn diesen Aha-Moment in der Geschichte gönne ich jedem, der Interesse an dem Buch hat. Und lesenswert fand ich es nach den ganzen anfänglichen Schwierigkeiten dann letztlich doch.
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