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Sie nennt sich selbst Ash, doch das ist nicht ihr wahrer Name. Eigentlich ist sie Constance, die treusorgende Ehefrau eines Farmers in Indiana. Aber sie ist die bessere Schützin und die mutigere von beiden. Also schneidet sie sich die Haare ab und verbirgt ihre weiblichen Formen unter der Uniform der Nordsaaten, um für die Freiheit zu kämpfen. Doch was treibt sie wirklich in den Krieg?
Warum verlässt sie ihren Ehemann, um den Terror des Krieges in seiner ganzen Grausamkeit zu erleben? Und wird es ihr gelingen, jemals wieder zur heimischen Farm zurückzukehren?
Warum verlässt sie ihren Ehemann, um den Terror des Krieges in seiner ganzen Grausamkeit zu erleben? Und wird es ihr gelingen, jemals wieder zur heimischen Farm zurückzukehren?
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LAIRD HUNT ist Romanautor, hat einen Erzählband veröffentlicht und übersetzt aus dem Französischen. Er war Finalist beim PEN/Faulkner Award for Fiction und beim National Book Award und wurde mit dem Anisfield-Wolf Award for Fiction, dem Grand Prix de Littérature Américaine sowie dem italienischen Bridge Prize ausgezeichnet. Seine Rezensionen und Essays erschienen u.a. in der New York Times, der Washington Post und der Los Angeles Times. Hunt ist Professor an der Brown University und lebt in Providence, Rhode Island.
Produktdetails
- Verlag: btb
- Originaltitel: Neverhome
- Deutsche Erstausgabe
- Seitenzahl: 288
- Erscheinungstermin: 25. April 2017
- Deutsch
- Abmessung: 218mm x 144mm x 27mm
- Gewicht: 496g
- ISBN-13: 9783442754885
- ISBN-10: 3442754887
- Artikelnr.: 47031497
Herstellerkennzeichnung
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»gewöhnungsbedürftig und packend, trostlos und ergreifend. 'Die Zweige der Esche' beeindruckt auf ganz eigene Art.« Silke Hellwig, Weser Kurier
Mitten im amerikanischen Bürgerkrieg zieht Constance in das Gefecht. Als Mann verkleidet, kämpft sie als ,,Ash Thompson" auf der Seite der Nordstaaten und lässt ihren Ehemann auf der heimischen Farm in Indiana zurück. Bald hat sie sich wegen ihrer Schießkünste …
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Mitten im amerikanischen Bürgerkrieg zieht Constance in das Gefecht. Als Mann verkleidet, kämpft sie als ,,Ash Thompson" auf der Seite der Nordstaaten und lässt ihren Ehemann auf der heimischen Farm in Indiana zurück. Bald hat sie sich wegen ihrer Schießkünste einen guten Ruf unter den Soldaten erarbeitet, aber der Krieg fordert auch seinen Tribut... .
,,Die Zweige der Esche" ist eine besondere Geschichte über eine außergewöhnliche Frau, aus deren Sicht die gesamte Handlung geschildert wird. Anders als erwartet, erfährt man verhältnismäßig wenig über das Kriegsgeschehen selbst, aber dafür umso mehr über Constance und ihr Leben vor den Kämpfen. Nachzuvollziehen, warum sie unbedingt in den Krieg will, war für mich beim lesen gar nicht so einfach. Sie hat zwar in Sachen Kämpfen und Schießen selbst anderen Soldaten vieles voraus hat, aber man merkt man auch, dass ihr die vielen Schrecken auf dem Schlachtfeld zu schaffen machen. So ist sie zwar äußerlich ein guter Kämpfer, aber innerlich hat sie doch Heimweh und Sehnsucht nach ihrem Ehemann und der heimischen Farm. Auf der anderen Seite habe ich mich manchmal erschreckt, wie heimtückisch sie agiert und wie skrupellos sie oft vorgeht. Da sie aus ihrer Sicht die Geschichte erzählt, hatte ich den Eindruck, dass man ihr bei manchen Schilderungen nicht ganz trauen kann.
Der Autor Laird Hunt hat ähnlich seiner Protagonistin einen eher distanzierten und nüchternen Schreibstil, dem aus meiner Sicht doch ein wenig die Wärme gefehlt hat. Was er allerdings grandios hinbekommen hat, ist die Darstellung von Constance, die trotz aller gespielten Männlichkeit die ganze Zeit über ganz Frau bleibt. An ihr merkt man, wie sehr der Krieg einen Menschen prägt und verändert.
Insgesamt ist ,,Die Zweige der Esche" ein besonderes Buch, dass mir ein außergewöhnliches Leseerlebnis geboten hat. Man wird auf jeden Fall ergriffen, aber auch sehr oft schockiert. Gerne empfehle ich das Buch weiter.
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Amerikanischer Bürgerkrieg. Viele ziehen in den Krieg, so auch die Nordstaatlerin Constanze. Weil sie stärker und treffsicherer ist als ihr Ehegatte, verkleidet sie sich als Mann und wird als Ash Thompson Soldat.
Die Geschichte "Die Zweige einer Esche" wird aus Sicht von …
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Amerikanischer Bürgerkrieg. Viele ziehen in den Krieg, so auch die Nordstaatlerin Constanze. Weil sie stärker und treffsicherer ist als ihr Ehegatte, verkleidet sie sich als Mann und wird als Ash Thompson Soldat.
Die Geschichte "Die Zweige einer Esche" wird aus Sicht von Constanze Jahre später erzählt. Sie erinnert sich, berichtet wie alles anfing und was geschah. Dabei ist der Erzählstil fast sachlich und kühl - und ist gerade deswegen bewegend und geht unter die Haut. Sie berichtet von den Kämpfen und dem Sterben auf den Schlachtfeldern. Von Kameraden und Vorgesetzten. Von Verwundungen und ihrer Zeit im Irrenhaus.
Allerdings gibt es immer wieder auch weitere Rückblenden in ihre Jugendzeit, vor allem erinnert sich Constanze an ihre bereits verstorbene Mutter. Erst nach und nach wird auch dem Leser klar, warum Constanze zu so einer Kämpfernatur geworden ist.
Es ist einer harter Weg, den sie geht und sie wird nicht verschont von Leid und quälenden Gedanken und Erinnerungen. Dennoch ist sie eine Frau, die ihr Herz am rechten Fleck hat und eingreift und hilft, wo sie nur kann. In ihr steckt viel Widersprüchliches, aber dennoch schafft es der Autor sie glaubhaft und lebendig zu zeichnen.
Die Erzählweise ist ruhig, doch durch die immer wiederkehrenden Andeutungen auf Constanzes Vergangenheit, die sich erst nach und nach heraus kristallisiert, gibt es auch einen Spannungsbogen. In der Mitte des Romans flacht dieser etwas ab um umso stärker am Ende wieder zu fesseln. Vor allem aber sind es Emotionen, die das Buch beim Lesen auslöst - und gerade am Schluß, kann man den Roman nicht einfach aus der Hand legen, man sinnt noch eine Weile darüber nach.
Der Sprachstil ist der Protagonistin angepasst. Eine einfache, fast gefühlskalte Sprache, aber genau die drückt das Leben der Hauptperson aus. Man kann sich förmlich vorstellen, wie sie, die früher nur Arbeit auf dem Feld und im Hof kannte, in den Krieg zog und als Frau unerkannt unter Männern lebte und kämpfte. Im Klapptentext wird die New York Times zitiert, die den Roman "unterkühlt und gefühlvoll zugleich" bezeichnet. Und genau diesen Eindruck konnte ich auch gewinnen.
Immer wieder gab/gibt es Frauen, die als Männer getarnt in den Krieg zogen/ziehen. So auch im amerikanischen Bürgerkrieg. Der Autor hat die Figur glaubhaft dargestellt, auch ihre Widersprüchlichkeiten, die sanften Seiten gegenüber den kaltblütigen Kampfhandlungen, ihre Listigkeit gegenüber Hilfsbereitschaft.
Ein Roman, der sich fast liest wie ein Tatsachenbericht, bei dem man die Grenze zwischen Realität und Fantasie kaum sehen kann. Ein Buch, das mich gefesselt und gefangen genommen hat, manchmal mit Schrecken und Abscheu über die beschriebenen Handlungen, aber auch mit Mitleid und Sorge um die Protagonistin, die man je mehr man von und über sie liest, immer besser verstehen lernt.
Es ist eine Geschichte aus einer anderen Zeit, einem so gänzlich anderem Leben, doch der Autor schafft es, diese Zeit, dieses Leben ziemlich genau vor Augen zu haben.
Fazit:
Eine ganz andere, fesselnde, bedrückende, faszinierende und emotionale Leseerfahrung.
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