Nicht lieferbar

Versandkostenfrei!
Nicht lieferbar
Gerald Candless, Schriftsteller, sieht gut aus, hat Erfolg, eine aufopferungsvolle Ehefrau und zwei ihn zärtlich liebende Töchter. Warum aber empfindet seine Frau nach seinem plötzlichen Tod ein überwältigendes Gefühl der Befreiung? Und warum entdeckt Sarah, als sie die Lebensgeschichte ihres Vaters aufschreiben möchte, bei jedem Schritt Hinweise darauf, daß ihr Vater nicht der war, der er zu sein schien? Und was hat das alles mit dem lang zurückliegenden Mord in Highbury zu tun?
Produktdetails
- Verlag: Diogenes
- Originaltitel: The Chimney Sweeper's Boy
- Seitenzahl: 549
- Abmessung: 190mm
- Gewicht: 460g
- ISBN-13: 9783257062076
- ISBN-10: 3257062079
- Artikelnr.: 24077627
Herstellerkennzeichnung
Die Herstellerinformationen sind derzeit nicht verfügbar.
"Ein wunderbarer Ferienschmöker, mit einer so sauber gelegten Spannungsführung, daß einem auch bei ärgster Hitze Gänsehaut sicher ist. Ein richtiger Literatur-Thriller." (Tages-Anzeiger) "Zwei Töchter spüren die Geheimnisse ihres Vaters auf, tauchen in die Abgründe seiner Seele ein." (Welt am Sonntag) "'Der schwarze Falter' ist eine Studie über den Egoismus des Romanciers, für den die meisten seiner Mitmenschen nur dazu gut sind, Vorfälle, Plots, Erkenntnisse zu liefern, die dann im nächsten Buch verwertet werden können. Der Roman stellt grundsätzliche Fragen nach dem Wesen der Identität." (The Times) "Ein wunderbarer Ferienschmöker, mit einer so sauber gelegten Spannungsführung, daß einem auch bei ärgster Hitze Gänsehaut sicher ist. Ein richtiger Literatur-Thriller." (Tages-Anzeiger)
Ziemlich verstört kommt Gerald Candless von einem Spaziergang zu einem nahegelegenen Hotel zurück, zu dem er Freunde begleitete – kurze Zeit später stirbt der 71jährige beliebte Schriftsteller an einer Herzattacke. Ein Schock für seine beiden Töchter Sarah und …
Mehr
Ziemlich verstört kommt Gerald Candless von einem Spaziergang zu einem nahegelegenen Hotel zurück, zu dem er Freunde begleitete – kurze Zeit später stirbt der 71jährige beliebte Schriftsteller an einer Herzattacke. Ein Schock für seine beiden Töchter Sarah und Hope, zu denen er ein inniges Verhältnis hatte – eine Befreiung für seine Ehefrau Ursula, die jahrzehntelang unter seiner Lieblosigkeit und Kälte leiden musste. Kurze Zeit nach der Beerdigung schlägt der langjährige Verleger der Familie vor, eine Biographie über Gerald Candless zu schreiben. Mit dem Gedanken, eine Lobeshymne auf den geliebten Vater zu verfassen, erklärt sich die ältere Tochter Sarah dazu bereit. Doch mit Bestürzung muss sie bald feststellen, dass im Lebenslauf des berühmten Autors einiges nicht stimmt. Er hat weder an der Universität studiert, noch als Reporter bei der Zeitung gearbeitet, wie er früher seinen Mädchen erzählt hatte. Weitere Recherchen ergeben, dass Gerald Candless bereits im Alter von sieben Jahren verstorben ist. Sarah ist fassungslos. Wer war ihr Vater wirklich? Was hatte er zu verbergen, dass er mit sechsundzwanzig Jahren eine völlig neue Identität angenommen hatte? Anhaltspunkte kann sie eventuell in seinen Büchern finden, in denen er Etappen seines Lebens verarbeitet hat und die alle auf dem Cover einen schwarzen Falter als Erkennungszeichen tragen …
Die Autorin Barbara Vine, die eigentlich Ruth Rendell hieß und unter diesem Namen über 30 Bücher, hauptsächlich Kriminalromane, veröffentlichte, wurde 1930 in South Woodford geboren und starb am 2. Mai 2015 in London. Unter dem Pseudonym Barbara Vine schrieb sie überwiegend Thriller mit psychologischem Hintergrund. Sie war bekannt für ihre elegante Dichtkunst und wurde mit zahlreichen angesehenen Literaturpreisen ausgezeichnet.
„Der schwarze Falter“ überrascht den Leser schon zu Beginn mit einer hintergründigen Spannung, die bis zum Ende durchhält. Dabei ist es kein Kriminalroman oder Thriller nach gewohntem Muster, sondern eher eine Detektivgeschichte, in der Tochter Sarah die Ermittlungen leitet. Zwar kann man schon verhältnismäßig früh ahnen, warum Gerald Candless seine Identität gewechselt hatte, doch die auslösenden Umstände erfährt man erst zum Schluss. Dann erst wird man der ganzen Tragweite des Ereignisses bewusst und kann dem Protagonisten und seinem Handeln ein gewisses Verständnis entgegenbringen.
Mehrere Handlungsstränge beleben das Geschehen und werden am Ende perfekt zusammen geführt: die Geschichte einer lieblosen Ehe, die erleichterte Witwe und ihr allmähliches Antasten an ein neues Leben, die Beziehungsunfähigkeit der beiden Töchter und ihre langsame Annäherung an ihre Mutter, Sarahs spannende Nachforschungen über ihre Familie und nicht zuletzt die Entdeckung des sorgsam gehüteten Geheimnisses aus Geralds Vergangenheit. Sehr lebendig und verschiedenartig sind die Charaktere, jeder für sich besticht durch Individualität. Man empfindet ihre Emotionen und erlebt diese als Leser hautnah mit, fühlt Trauer über ihre geplatzten Träume, ist wütend über ein Netz von Lügen und blickt in Abgründe der menschlichen Seele.
Fazit: Ein gut durchdachtes, stimmiges Psycho-Drama mit beklemmendem Ende. Empfehlenswert für Leser, die eher die leisen Töne lieben!
Weniger
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 0 von 0 finden diese Rezension hilfreich
Mit dem Tod des Schriftstellers Gerald Candless bricht für seine Töchter Sarah und Hope eine Welt zusammen. Ihr Vater war ihr ein und alles und auch er vergötterte seine Kinder. Als Sarah eine Biografie zu schreiben beginnt, stößt sie bei ihren Recherchen auf einige …
Mehr
Mit dem Tod des Schriftstellers Gerald Candless bricht für seine Töchter Sarah und Hope eine Welt zusammen. Ihr Vater war ihr ein und alles und auch er vergötterte seine Kinder. Als Sarah eine Biografie zu schreiben beginnt, stößt sie bei ihren Recherchen auf einige Ungereimtheiten, die in einem dunklen Geheimniss münden. War der geliebte Vater, nicht der tolle Mann, für den sie ihn hielten?
Ruth Rendell alias Barbara Vine beschreibt die einzelnen Charaktere in aller Tiefe und geht gut auf die Beweggründe der Protagonisten ein. Sarahs Recherchen werden ergänzt durch Erinnerungen von Ursula Candless, die ihre unglückliche Ehe reflektiert.
Spannung pur, eine komplexe Geschichte und psychologische Hintergründe machen diesen Krimi zu einem sehr lesenwerten Werk.
Weniger
Antworten 1 von 2 finden diese Rezension hilfreich
Antworten 1 von 2 finden diese Rezension hilfreich