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"Weiß der Himmel, was wir suchen", hat er das letzte Mal gesagt. Ich habe gesagt: "Du Abstand und ich Nähe."Als kleines Mädchen erprobte Oda die ersten Lügen und lotete ihre Freiheiten aus. Als Sechzehnjährige setzte sie auf Provokation und machte die ersten sexuellen Erfahrungen. Jetzt, als Frau und Mutter, wünscht sie sich ein zweites Kind, ein Wunsch, der ihr von ihrem Mann verweigert wird. Aber wie wird man damit fertig, ohne sich zu trennen? Wie kann man Entfremdung überwinden, die Liebe bewahren? "Julia Jessen schafft es, der Schwere des Daseins zu begegnen." Brigitte
Julia Jessen, geboren 1974, hat ihr Literaturstudium abgebrochen und eine Ausbildung als Schauspielerin gemacht. Sie arbeitete zehn Jahre für Film und Fernsehen, spielte in mehreren Theaterproduktionen und unterrichtete an verschiedenen Schauspielschulen. 2010 gründete sie das »Kurswerk« in Hamburg für Schauspielunterricht und Persönlichkeits- und Präsenztraining. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Hamburg. "Alles wird hell" ist ihr erster Roman.
Produktdetails
- Aufbau Taschenbücher 3252
- Verlag: Aufbau TB
- Seitenzahl: 304
- Erscheinungstermin: 12. August 2016
- Deutsch
- Abmessung: 190mm x 116mm x 23mm
- Gewicht: 248g
- ISBN-13: 9783746632520
- ISBN-10: 3746632528
- Artikelnr.: 44854194
Herstellerkennzeichnung
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Es geht in diesem Roman um Oda. Sie erzählt in Ich-Form von der Zeit, als sie ein kleines Mädchen war, dann sechzehnjährig, dann vierzig und am Ende als sie achtzig Jahre alt ist. Es geht viel um ihre Familie, um ihren Bruder Kalle, ihre Eltern und Großeltern. Ihren …
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Es geht in diesem Roman um Oda. Sie erzählt in Ich-Form von der Zeit, als sie ein kleines Mädchen war, dann sechzehnjährig, dann vierzig und am Ende als sie achtzig Jahre alt ist. Es geht viel um ihre Familie, um ihren Bruder Kalle, ihre Eltern und Großeltern. Ihren Lebensgefährten Ulf und ihrem Sohn Fritz. Um Hochzeiten, Geburtstage und Beerdigungen. Kurz vor ihrem 40. Geburtstag teilt sie Ulf mit, dass sie sich noch ein zweites Kind wünscht. Beziehungsweise weiß Ulf das, aber er hat sie viele Jahre vertröstet. Nun teilt er Oda mit, dass er kein zweites Kind mehr will. Oda hat damit arg zu kämpfen. Sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. Soll sie sich fügen und es akzeptieren oder soll sie Ulf verlassen. Wie kann man Entfremdung überwinden, die Liebe bewahren?
Zu Beginn des Romans habe ich gedacht, was ist das denn für ein Buch? Gedanken. Gedanken von Oda. Viele Gedanken. Viele wirre Gedanken. Ich war auch verwirrt, weil mich Oda's viele und wirre Gedanken ganz verwirrten und ich ihnen anfangs nicht so recht folgen konnte. Doch dann beim weiterlesen gefiel mir der Roman immer besser und ich wollte unbedingt wissen, wie das Buch und natürlich die Geschichte von Oda und Ulf endet.
Der Schreibstil war für mich anfangs gewöhnungsbedürftig, aber als ich dann völlig in der Geschichte war, gefiel er mir. Die Charaktere waren teils witzig, teils verrückt dargestellt. Oda gefiel mir mal mehr, mal weniger, je nach ihren Handlungen, von denen ich manche nicht nachvollziehen konnte.
Fazit:
Für mich mal ein ganz anderer Roman, der hauptsächlich von Oda's Gedanken erfüllt ist. Sehr gewöhnungsbedürftig am Anfang, aber dann hat er mir sehr gut gefallen.
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ulia Jessen lässt ihre Protagonistin Oda erzählen, sich erinnern. Was bleibt am Ende ? Welche Begegnungen haben die tiefsten Eindrücke hinterlassen ?
Zahlreiche Tage ziehen an ihrem Auge vorbei. Tage, an denen Oda viel gefühlt hat. Denn Gefühle hinterlassen Spuren. Es sind …
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ulia Jessen lässt ihre Protagonistin Oda erzählen, sich erinnern. Was bleibt am Ende ? Welche Begegnungen haben die tiefsten Eindrücke hinterlassen ?
Zahlreiche Tage ziehen an ihrem Auge vorbei. Tage, an denen Oda viel gefühlt hat. Denn Gefühle hinterlassen Spuren. Es sind die schönsten Tage, die dunkelsten Stunden, das sind die, die bleiben.
Es ist Julia Jessens ganz besonderer Schreibstil, der mich von Anfang an gefesselt hat. Der mich gefanngen genommen hat. Wir tauchen ein in Oda, können uns mit ihr identifizieren. So klar sind ihre Gedanken, Emotionen. So nachvollziehbar. So ehrlich. Und ich habe mir genau vorstellen können, dass es so jemanden wie Oda tatsächlich geben kann.
Auch die Entwicklung von der jungen, fünfjährigenOda, dann die sechzehnjährige, über die fast vierzigjährige, bis hin zur alten Oda, ist realistisch. Die Veränderungen der Gedanken, der Taten, von jung bis alt, ist absolut nachvollziehbar.
Der Sprache von Julia Jessen ist schnörkellos einfach. Keine Bandwurmsätze, sondern punktiert auf den Punkt gebracht, im wahrsten Sinne des Wortes.
Immer wieder sind es gerade die kürzesten Sätze, die die Emotionen freilegen. Ein Beispiel:
" Und ich bin sogar ganz glücklich beim Schlafen. Zwischendurch.
Es ist so. Ich kann es nicht ändern gerade. Mein Leben steht irgendwie im Regal, denke ich.
Und alles ist doch gut. Eigentlich ist doch alles gut. Ich habe eine sehr schöne Sammlung da. Im Regal." (S. 116/117)
"Wenn man etwas in einem Loch verbuddelt, ist es fort. Man sieht es nicht mehr.
Man hat es nach unten verschoben. Unter die Oberfläche, auf der das Leben sich bewegt.
Es steht nicht mehr im Weg rum. Und es ist mir ganz klar, dass ich das tun muss. Ich werde begraben müssen .So einiges......." (S. 215)
Sie lässt Oda als Ich-Erzählerin erzählen und in der Gegenwartsform. So können wir in ihre Haut schlüpfen. Es ist ein lebendiger Schreibstil, mit viel wörtlichen Reden, mit einer großen Familie, die alle etwas zu sagen haben, die Oda durch ihr Leben begleiten.
Die Geschichte einer Frau, deren Leben nicht nur eitler Sonnenschein ist, die sich finden muss, die ausbrechen will, aber nicht kann, die Schicksalsschläge zu verkraften hat, Wege finden muss und deren Leben gar nicht so außergewöhnlich ist.
Eine Geschichte, die einem zum Nachdenken bringt - über das Leben, die Vergänglichkeit und über das was man eigentlich will.
Ein Buch, das poetisch und realistisch zugleich ist. Bei dem man genußvoll lesen kann, das einem aber auch ans Herz und unter die Haut geht.
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