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Im Rahmen der Untersuchung konnte gezeigt werden, dass Haydn die thematisch-motivische Arbeit als eines der fundamentalen Gestaltungsprinzipien der Wiener Klassik nicht erst mit den 1781 nach einer neunjährigen Quartettpause erschienenen Streichquartetten op. 33 erfunden hat, sondern dass dieses Kompositionsverfahren bei ihm bereits in den 1760er Jahren ein beachtliches Niveau erreicht hatte. Dabei wurde es notwendig, die auf Thesen Adolf Sandbergers aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts zurückgehende, herrschende Meinung von der epochalen Bedeutung der Quartette op. 33 teilweise als falsch zu…mehr

Produktbeschreibung
Im Rahmen der Untersuchung konnte gezeigt werden, dass Haydn die thematisch-motivische Arbeit als eines der fundamentalen Gestaltungsprinzipien der Wiener Klassik nicht erst mit den 1781 nach einer neunjährigen Quartettpause erschienenen Streichquartetten op. 33 erfunden hat, sondern dass dieses Kompositionsverfahren bei ihm bereits in den 1760er Jahren ein beachtliches Niveau erreicht hatte. Dabei wurde es notwendig, die auf Thesen Adolf Sandbergers aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts zurückgehende, herrschende Meinung von der epochalen Bedeutung der Quartette op. 33 teilweise als falsch zu erklären bzw. zu relativieren. Aufgrund detaillierter Einzeluntersuchungen von Haydns in der Quartettpause (1773-1781) entstandenen Sinfonien war Sandbergers These von einem Neubeginn im Jahr 1781 weitgehend zu modifizieren. Das bahnbrechend Neue war nicht die Erfindung der thematisch-motivischen Arbeit, sondern die «gantz neu Besondere Art» mit der Haydn diese Technik in op. 33 handhabt: Alswichtige und musikhistorisch zukunftsträchtige Neuerung erwies sich dabei die zunehmend enger werdende Verknüpfung von thematisch-motivischer Arbeit mit Ausdruckswandlungen des Themas ohne Verlust seiner Erkennbarkeit. In diesem Entwicklungsprozess spielen die zwischen 1773 und 1781 entstandenen Sinfonien eine bedeutsame Rolle.
Autorenporträt
Der Autor: Konrad Schwarz-Herion studierte zunächst Neuere Sprachen, Kunstgeschichte und Musikwissenschaft an den Universitäten Heidelberg, München und Freiburg. Danach absolvierte er ein Schulmusikstudium an der Musikhochschule Karlsruhe mit Chemie als wissenschaftlichem Beifach an der dortigen Universität. Nach Referendariat und zweitem Staatsexamen trat er in den höheren Schuldienst des Landes Baden-Württemberg ein. Seit 1980 nimmt er an der Karlsruher Musikhochschule einen Lehrauftrag im Fach Schulpraktisches Klavierspiel wahr. Er war in der Lehrerfortbildung tätig. Ab 1999 nahm er am musikwissenschaftlichen Doktorandenkolloquium der Universität Karlsruhe teil. Langjährige Beschäftigung mit Werken der Vorklassik und der Wiener Klassik, speziell mit dem in manchen Bereichen noch viel zu wenig erforschten kompositorischen Schaffen Joseph Haydns, legte den Grundstein für seine Dissertation.