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"Kompass" ist das Buch der Stunde: eine leidenschaftliche Beschwörung der jahrhundertelangen Passion des Westens für die orientalische Kultur. Unter dem Schock einer alarmierenden medizinischen Diagnose verbringt Franz Ritter, Musikwissenschaftler in Wien, eine schlaflose Nacht. Er begibt sich im Geiste noch einmal an die Orte seiner Forschungsreisen: Istanbul, Damaskus, Aleppo, Palmyra – alles Städte, die für ihn untrennbar mit Sarah verbunden sind, der berühmten Orientalistin, seiner großen Liebe. Seine Erinnerung zaubert immer mehr Fakten, Romanzen und Geschichten hervor, die alle von dem…mehr

Produktbeschreibung
"Kompass" ist das Buch der Stunde: eine leidenschaftliche Beschwörung der jahrhundertelangen Passion des Westens für die orientalische Kultur. Unter dem Schock einer alarmierenden medizinischen Diagnose verbringt Franz Ritter, Musikwissenschaftler in Wien, eine schlaflose Nacht. Er begibt sich im Geiste noch einmal an die Orte seiner Forschungsreisen: Istanbul, Damaskus, Aleppo, Palmyra – alles Städte, die für ihn untrennbar mit Sarah verbunden sind, der berühmten Orientalistin, seiner großen Liebe. Seine Erinnerung zaubert immer mehr Fakten, Romanzen und Geschichten hervor, die alle von dem entscheidenden Beitrag des Orients zur westlichen Kultur und Identität zeugen. Für diesen Roman erhielt Mathias Enard in Frankreich 2015 den Prix Goncourt.
  • Produktdetails
  • Verlag: Hanser
  • Best.Nr. des Verlages: 516/25315
  • 7. Aufl.
  • Seitenzahl: 427
  • 2016
  • Ausstattung/Bilder: 427 S. m. 14 Abb. 220 mm
  • Deutsch
  • Abmessung: 220mm x 152mm x 37mm
  • Gewicht: 644g
  • ISBN-13: 9783446253155
  • ISBN-10: 3446253157
  • Best.Nr.: 44880645
Autorenporträt
Mathias Enard, 1972 geboren, lebt in Barcelona. Auf Deutsch erschienen von ihm die Romane Zone (2010), für den er den Candide-Preis 2008 erhielt, Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten (2011), ausgezeichnet mit dem Prix Goncourt des lycéens 2010, und zuletzt, 2013, Straße der Diebe. Für den Roman Kompass erhielt er den Prix Goncourt 2015.
Rezensionen

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Rezensent Niklas Bender kann mit der minimalistischen Rahmenhandlung in Mathias Enards zehntem Roman leben. Das Fleisch liegt dazwischen, meint er, Erinnerungen und Bezüge und ein ganzer Dialog zwischen Orient und Okzident. Wenn Enard Ideen und Werke auflistet, Personen und Geschichten von Cervantes bis Pessoa, Annemarie Schwarzenbach bis Edward Said, um die Beziehungen zwischen Abend- und Morgenland zu illustrieren, raucht dem Rezensenten zwar der Kopf, und er findet, etwas weniger Bildungshuberei hätte es auch getan, doch Enards verspielter Stil lässt Bender diese Liebesgeschichte in Bezügen und Enard als Beweis einer jungen kosmopolitischen französischen Literatur schließlich doch ins Herz schließen.

© Perlentaucher Medien GmbH
Besprechung von 27.08.2016
Die Nadel zeigt nach Osten
Ein Wiener Musikwissenschaftler kann nicht schlafen und bereist im Geist noch einmal den Orient. Mathias Enard
weitet in seinem berauschenden Roman „Kompass“ den Lebensrückblick zum schwindelerregenden Geschichtspanorama
VON JOSEPH HANIMANN
Um fünf vor eins nachts liegt Franz Ritter in seiner Wohnung in Wien immer noch wach im Bett und wälzt den Kopf auf dem harten Kissen wie auf einer Sanddüne in der Wüste. Um 2. 20 Uhr fantasiert er sich im Halbschlaf ins Kabinenbett neben Sarah auf der Schiffsüberfahrt von Triest nach Beirut, um 4. 30 Uhr sucht er in seinem Computer nach Sarahs Brief aus Weimar, in dem sie ihm von Goethes „West-östlichem Divan“ schrieb.
  Die Nacht wird lang für den Schlaflosen und für uns Leser auch die Lektüre. Die Abmachung steht von vornherein fest: Wir befinden uns im Kopf dieses Mannes, und alles, was in der Welt draußen passiert, wird sich in seinem Kopf als Erinnerung abspielen: seine Orientreisen und die von Isabelle Eberhardt oder Lady Stanhope, die Ankunft von Franz Liszt und seines Klaviers 1847 in Konstantinopel, die Forschungsexpeditionen mit dem Berliner Archäologen Bilger im Landrover durch Syrien, die Nacht einst gemeinsam mit Sarah in der Wüste bei Palmyra, der Sieg 1664 bei Mogersdorf über das Osmanische Reich, das Wüten der Gesellen vom „Islamischen Staat“, die Geschicke der beiden Brüder Moussa und Baba aus Französisch-Sudan im „großen Dschihad“ von 1914, von denen der eine im „Halbmond-Lager“ für mohammedanische Kriegshäftlinge in Zossen bei Berlin, der andere bei Port Said durch ein deutsches Torpedoboot umkam. Und fest steht auch, dass im Kopf des melancholischen Musikwissenschaftlers Franz Ritter in dieser Nacht alles mit allem zu tun hat, stets das eine das nächste anstößt. „Was für ein Erinnerungsvermögen in Träumen!“ – seufzt der Schlaflose.
  Der 44-jährige Autor Mathias Enard ist ein Phänomen in der französischen Gegenwartsliteratur. Sein Roman „Zone“, mit dem er 2008 bekannt wurde, war der innere Monolog eines Zugreisenden in einem über 500 Seiten hin laufenden Satz. Das Buch „Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten“ war das Gegenteil: das Szenenstenogramm einer hypothetischen Reise Michelangelos 1506 nach Konstantinopel. Die Bücher Enards, der Persisch und Arabisch studiert hat und längere Zeit im Mittleren Osten lebte, haben immer wieder mit dem Orient zu tun.
  Sein neues Werk, das im vergangenen Jahr den Prix Goncourt bekam, stellt die Wechselbeziehungen von Orient und Abendland in den Mittelpunkt und spiegelt das Thema vielfältig zwischen Langzeitgeschichte und Tagesaktualität. Entstanden ist dadurch der bewegende Lebensrückblick eines Stubenabenteurers, ein schwindelerregendes Geschichtspanorama, ein Sprühwerk der Gelehrsamkeit, das die Anekdoten durcheinanderwirbeln lässt, ein Aufklärungsunternehmen gegen die Horizontverengung und Klischeeverhärtungen unserer Jahre. Kein Detail der Grenzgänger, vom Orientfahrer Leopold Weiß bis zu dem in Paris gestorbenen iranischen Schriftsteller Sadegh Hedayat, lässt der Autor aus. Wer auch nur ein fürs Thema relevantes Versäumnis im Buch zu nennen weiß, verdient einen Geschenkgutschein für Enards nächstes Buch.
  Der Musikwissenschaftler Franz Ritter liegt also im Bett und sucht vergeblich den Schlaf. Am Tag davor teilte sein Arzt ihm mit, dass er möglicherweise schwer krank ist. Und Sarah, von der er lange nichts gehört hatte, schickte ihm den Sonderdruck eines Artikels mit Widmung. Sarah ist die Frau, die Ritters Leben verzaubert und zugleich verpfuscht hat: eine Lichtgestalt, überbordend von Leben und von Wissen, Orientalistin, die dem jungen Akademiker durch ihr bloßes Dasein einen Abgrund in die Vita riss und diese Leere doch nie ausfüllen wollte. Alle weiteren Frauengeschichten Ritters konnten an dieser Abwesenheit nur verdorren. Aber dank Sarah hat er neue Horizonte entdeckt.
  Sehnsucht ist die Spiegelung des Eigenen im Anderen. In Franz Ritters Schlafzimmer, „ein Ruinenfeld aus Istanbul, Damaskus, Teheran und mir selbst“, stehen die Dichtungen Fernando Pessoas auf einem für den Koran geschnitzten Lesepult. Dass die Beziehungen zwischen West und Ost konfliktgeladen sind, dass Archäologen und Orientforscher oft auch westliche Spione, manchmal Doppelagenten waren und dass enttäuschte Erwartungen vom Osten her mitunter terroristisch zurückschlagen, ist Franz Ritters orientalistischen Freunden klar. In einer langen Nacht diskutieren sie in der Wüste bei Palmyra darüber, bis Sarah den Namen des „Orientalismus“-Kritikers Edward Said in die Runde wirft „wie das Wort Teufel in eine Karmeliterklostergemeinde“.
  Die Frage nach den Verstrickungen von Forschungswissen und Wahn bringt den schlaflosen Professor auf die Idee, seine Gedankenflüsse ins vage Projekt einer Studie „Über die verschiedenen Formen von Wahn im Orient“ zu leiten. Das wohl schönste, traurigste Vergleichsbeispiel für den Gegenseitigkeitswahn ist ein Konzert Beethovens im Winter 1815 im Haus von Gräfin Teresa von Apponyi in Wien, von dem Ritter bei einem Augenzeugen gelesen hat. Es war bitter kalt draußen, man heizte den Ofen auf Vollglut. Das Klavier verstimmte sich dadurch, was der schon ziemlich taube Beethoven jedoch nicht hörte. Erst aus dem entgeisterten Gesicht seiner unglücklich Geliebten sowie der anderen Zuhörer begriff er allmählich die musikalische Katastrophe. Er hatte innerlich etwas ganz anderes gehört.
  Es sei nicht verschwiegen: Dieses Buch verlangt Durchhaltevermögen. Debatten- und Thesenliteratur – könnte man einwenden und hätte nicht ganz unrecht damit. Wer die Story beim Romanlesen gern live knistern hört, dürfte ungeduldig werden. Wer in einem Buch aber andere Bücher und Ereignisse mitlesen möchte, wird hier glücklich. Die aktuelle Beklemmung wegen Gewalt und Terror lockert sich durch erweiterte Horizonte. Selbst die unerträglichen Hinrichtungs-Videos aus Afghanistan, Syrien oder dem Irak rücken in die Distanz ähnlicher Szenen aus „Tausendundeiner Nacht“, aus dem „Rolandslied“ oder vor der Guillotine. Schrecken weicht der Bange und zurück bleibt Traurigkeit. Das Baron Hotel in Aleppo, aus dem die Schweizer Orientfahrerin Annemarie Schwarzenbach einst ihre schwermütigen Briefe an Klaus Mann schrieb, stehe noch, tröstet sich Franz Ritter und sieht es doch mit verschlossenen Fensterläden darauf warten, „dass die Schlächter des Islamischen Staats ihren Generalstab in ihm einrichten, es in ein Gefängnis oder einen Panzerschrank umwandeln oder es am Ende in die Luft sprengen“.
  Auch das Schlimmste ist ungewiss, lautet das Fazit dieses Buchs. Unter dem engstirnigen, autoritären Regime lebte, wie Ritter selbst feststellte, der philosophische und mystische Iran weiter, „er floss wie ein Strom unter den Füßen der gleichgültigen Mullahs“. Das Abgraben und Absperren dieser unterirdischen Ströme wäre die wahre Katastrophe, denn sie brächte das kulturelle Magnetfeld der Erde durcheinander. Deshalb ist dem Professor der doppelbödige Kompass auch so wertvoll, den Sarah ihm einst schenkte. Die wirkliche Magnetnadel ist unter dem Anzeigeblatt versteckt und lässt die sichtbare Nadel beharrlich nach Osten zeigen. Ein Wunderding wie dieser Roman, von zwei bewährten Kennern vorbildlich übersetzt.
Mathias Enard: Kompass. Roman. Aus dem Französischen von Holger Fock und Sabine Müller. Verlag Hanser Berlin, 2016. 426 Seiten, 25 Euro. E-Book 18,99 Euro.
Im vergangenen Jahr
erhielt dieser Roman den
Prix Goncourt
Mit verschlossenen
Läden wartet das Hotel auf
die Schlächter des IS
  
   
Mathias Enard,
Jahrgang 1972, lebt in Barcelona. Er hat Persisch und Arabisch studiert und längere Zeit im Mittleren Osten gelebt.
Foto: picture alliance / dpa
Werbung für das Baron Hotel in Aleppo. Hier schrieb Agatha Christie an „Mord im Orient-Express“ und Annemarie Schwarzenbach Briefe an Klaus Mann.  Foto: mauritius images / Peter Horree / Alamy
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Besprechung von 22.10.2016
Mathias Énard liest in der Romanfabrik

Sie haben noch immer nicht genug? Die Buchmesse reicht Ihnen nicht? Na gut. Schließlich wird im Rhein-Main-Gebiet auch in den Tagen nach der Bücherschau gelesen. Nicht so viel wie sonst, denn nach der anstrengenden Messe fahren neben den Mitarbeitern der Buchmessengesellschaft und der Verlage auch die Literaturveranstalter gerne so schnell wie möglich zur Erholung in die Herbstferien. Aber Lesungen, die sich lohnen, sind trotzdem zu finden, zum Beispiel der Auftritt von Mathias Énard, der am Dienstag von 20 Uhr an in der Frankfurter Romanfabrik seinen Roman "Kompass" vorstellt, für den er im vergangenen Jahr in seiner französischen Heimat mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde. Der 1972 geborene Schriftsteller schildert die Beziehung zwischen dem Wiener Musikwissenschaftler Franz Ritter und seiner früheren Geliebten, der Orientalistin Sarah. Während er an die Vergangenheit zurückdenkt und vom Orient, den Sarah durchreist, nur träumen kann, bewegt sie sich wirklich durch das Morgenland, gelangt nach Istanbul, Jerusalem, Teheran und schließlich bis nach Indien. Wie in seinem vor einigen Jahren erschienenen Roman "Erzähl ihnen von Schlachten, Königen und Elefanten" ranken sich bei Énard auch diesmal zahlreiche Episoden aus der west-östlichen Kulturgeschichte um die Handlung. Die deutschen Texte liest Stéphane Bittoun. Die Romanfabrik sieht den zusammen mit dem Institut Français veranstalteten Abend als Ausblick auf Frankreich als Gastland der nächsten Buchmesse. Bereiten Sie sich vor!

balk.

Alle Rechte vorbehalten. © F.A.Z. GmbH, Frankfurt am Main
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"Selten wurde Wissen so süffig erzählt wie von ihm in 'Kompass'. ... Ein Buch, das in Zeiten, wo Grenzen errichtet werden, für Offenheit und Toleranz plädiert. Eine hinreißende Lektüre." Denis Scheck, ARD "druckfrisch", 29.01.17 "Dieser Roman karrt ja quasi auf Lastkähnen Wissen und Bildung heran. Dennoch liest er sich unglaublich süffig und spannend." Denis Scheck, SWR "lesenswert quartett", 15.12.16 "Ein eigentümlicher Roman, bei dem man erst mal denkt, es könnte auch anstrengend sein, weil er unglaublich viel Wissenschaftsgeschichte liefert. Aber er tut das mit einem solchen farbenfrohen Erzähltemperament, dass es keinen Moment trocken ist." Ijoma Mangold, SWR "lesenswert quartett", 15.12.16 "Das ist schon unglaublich großartig gemacht, und der Roman hat dabei eine solche Lässigkeit, dass auch immer klar wird: Alles, was hier geschildert wird, ist subjektiv. Enard glaubt an diese unbedingte Verschmelzung von Orient und Okzident." Felicitas von Lovenberg, SWR "lesenswert quartett", 15.12.16 "Ein Romanteppich aus 1001 Knoten, der weiß, dass die komplizierte Beziehung zwischen Orient und Okzident eine Liebesgeschichte ist." Sandra Kegel, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.11.16 "Ein literarisches Meisterwerk, das ganz auf den humanistischen Kosmopolitismus setzt. ... Auch ein Wissenschaftsroman von stupender Gelehrsamkeit. ... Enards Roman ist ein Einspruch gegen die mörderische Fixierung, und führt das kulturelle Potenzial vor Augen, das der Islam für seine dringend notwendige Selbstaufklärung und Modernisierung fruchtbar machen könnte." Ijoma Mangold, Die Zeit, 24.11.16 "'Kompass' erforscht die Nähe von Orient und Okzident - das Lebensthema des 44-jährigen Enard, der Arabisch und Persisch studiert und längere Zeit im Mittleren und Nahen Osten gelebt hat. Mit 'Kompass' ist ihm eine geradezu rauschhafte Variation des Themas gelungen. ... 'Kompass' ist alles: Liebesroman, Historiendrama, Autobiografie, west-östlicher Divan und noch viel mehr." Alexander Solloch, NDR Kultur, 04.11.16 "Der Roman 'Kompass' ist vielschichtig: Auf der Oberfläche erzählt er in der Retrospektive von einer unerwiderten Liebe. Doch es geht auch um die alte Zuneigung zwischen Orient und Okzident, die Faszination und Inspiration, mit der sich beide Kulturen schon etliche Jahrhunderte in Literatur, Musik, Wissenschaft gegenseitig befruchten. ... Der Stoff entfaltet einen Sog, der immer tiefer hineinzieht in eine verloren gegangene Welt." Ingrid Brunner, Süddeutsche Zeitung, 03.11.16 "Ein politischer Roman in dem Sinne, dass er uns, in unserer Gegenwart, klar macht, was eigentlich an Beziehungen zwischen West und Ost, zwischen Orient und Okzident, in unserer Geschichte längst da ist. Und was wir aber einfach vergessen haben." Holger Fock, WDR3, 29.10.16 "Man staunt von Seite zu Seite mehr über das enzyklopädische Wissen des Autors, seine umfassende Bildung. ... Zum Schluss tritt all das Wissen aber doch in den Hintergrund und lässt 'Kompass' als berührenden Liebesroman ausklingen." Stefan May, Radio Ö1, 23.10.16 "Die Faszination für das Andere, das ist für mich das Leitmotiv in diesem Roman. ... Enards Roman fasziniert durch die literarische Wortgewandtheit und Wortgewalt und gleichzeitig durch den Faktenreichtum. ... Manchmal auch sehr komisch. ... Ein wunderbarer Roman und ein Plädoyer für eine bessere Hoffnung. Großartig übersetzt von Holger Fock und Sabine Müller." Susanne Biedenkopf, ZDF 'Das blaue Sofa', 23.10.16 "Ein echter Klassiker dieses Jahrhunderts, ein ganz großes, fantastisches Buch. ... Ganz große Weltliteratur." Gert Scobel, 3sat "Buchzeit", 16.10.16 "Mathias Enards Prosa driftet nie in akademische Nüchternheit ab. Sie bleibt - bei aller Komplexität der Thematik - immer attraktiv, gut lesbar und dynamisch. ... Auch wenn der Roman 'Kompass' einen langen Atem und viel Lesekonzentration erfordert: Es lohnt! Denn die grassierenden Klischees über den Orient werden auf…mehr