Bellas Tod / Ausgewählte Romane Bd.31 - Simenon, Georges

Georges Simenon 

Bellas Tod / Ausgewählte Romane Bd.31

Roman

Aus d. Französ. v. Elisabeth Serelmann-Küchler
Broschiertes Buch
 
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Bellas Tod / Ausgewählte Romane Bd.31

Spencer Ashby, Lehrer in einer amerikanischen Kleinstadt, führt mit seiner Frau Christine ein ruhiges, pflichtbewusstes Leben, bis eines Morgens die junge Bella, ihr Hausgast, ermordet aufgefunden wird. Polizei, Freunde, Bekannte, Nachbarn, Kollegen - sie alle verdächtigen Ashby. Selbst seine Frau. Was wird aus einem Menschen, der zu Unrecht des Mordes verdächtigt wird?


Produktinformation

  • Verlag: Diogenes
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 208 S.
  • Seitenzahl: 194
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 118mm x 17mm
  • Gewicht: 223g
  • ISBN-13: 9783257241310
  • ISBN-10: 3257241313
  • Best.Nr.: 30275303
Georges Simenon, geboren am 13. Februar 1903 in Liège/Belgien, begann nach abgebrochener Buchhändlerlehre als Lokalreporter. Nach einer Zeit in Paris als Privatsekretär eines Marquis wohnte er auf seinem Boot, mit dem er bis nach Lappland fuhr, Reiseberichte und erste Maigret-Romane verfassend. Schaffenswut und viele Ortswechsel bestimmten 30 Jahre lang sein Leben, bis er sich am Genfersee niederließ, wo er nach 75 Maigret-Romanen und über 120 Non-Maigrets beschloss, statt Romane ausgreifende autobiographische Arbeiten (wie die monumentalen Intimen Memoiren ) zu diktieren. Er starb am 4. September 1989 in Lausanne.

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Bewertung von MaWiOr aus Halle am 01.06.2012 ***** ausgezeichnet
Spencer Ashby ist Lehrer in der nordamerikanischen Kleinstadt Lakeville. Er ist ein verschlossener Einzelgänger; doch mit seiner Frau Christine führt er ein ruhiges, solides Eheleben. Seine Freizeit verbringt er in einem Hobbyraum im Keller, wo er eine kleine Drehbank hat - auch an diesem Abend, als Christine bei Nachbarn zum Bridgespiel ist.

Spencer ist in seine Arbeit so vertieft, dass er Bellas Heimkehr von einem Kinobesuch kaum wahrnimmt. Die achtzehnjährige Bella ist die Tochter einer Jugendfreundin von Christine. Sie wohnt bei den Ashbys, da ihre Mutter für einige Zeit in Europa weilt. Als Christine spät am Abend von ihrem Bridgeabend heimkehrt, gehen die Eheleute zu Bett.

Eigentlich ein ganz gewöhnlicher Abend im Hause Ashby. Am nächsten Morgen jedoch wird die junge Bella in ihrem Zimmer ermordet aufgefunden: erwürgt und halb entblößt. Schnell stellt der herbeigerufene Arzt die ungefähre Tatzeit fest: jene Abendstunden, als Spencer mit Bella allein im Haus war. Natürlich fällt der Verdacht sofort auf ihn. Außerdem gibt es keinerlei Spuren, die auf ein gewaltsames Eindringen in das Haus hindeuten.

Die Ermittlungen beginnen und der biedere Spencer gerät immer mehr in den Fokus von Polizei und Staatsanwaltschaft. Und das, obwohl sich herausstellt, dass Bella kein braves Mädchen war, sondern dem Alkohol zusprach und mehrere Männerbekanntschaften hatte. Außerdem gibt es für den Mord scheinbar kein Motiv. Für Spencers Unschuld gibt es keinen sicheren Beweis und so machen sich die Nachbarn und die Leute im Ort ihre eigenen Gedanken. Auch wenn man ihn nicht direkt verdächtigt, er muss mit dem immer größer werdenden Makel leben: Der Mörder ist unter uns.

Mit jedem weiteren Tag zerschlagen sich Spencers Hoffnungen, dass die Ermittlungen etwas Neues, etwas Entlastendes zutage bringen. Selbst Christine bekommt Zweifel und rückt allmählich von ihm ab. Da kein Schuldiger gefunden wird, gerät Spencer immer mehr in die Isolierung, er verschanzt sich zunehmend in seinem Haus. In der Stadt wird seine Ausgrenzung inzwischen aggressiv betrieben, mit anonymen Anrufen und Schmierereien an seinem Haus, sogar von der Kanzel beim sonntäglichen Gottesdienst.

Spencer fühlt sich derart in die Enge getrieben, dass es am Ende zu einem Verbrechen kommt. Georges Simenon schildert beeindruckend das Psychogramm und den Niedergang eines Mannes, der zu Unrecht verdächtigt wird und daran zerbricht.

Der Roman, der bisher dreimal verfilmt wurde, erschien 1952 unter dem Originaltitel „La mort de Belle“. Die deutsche Erstausgabe des Romans wurde 1958 veröffentlicht. Diese Übersetzung wurde jetzt für die neue Edition der „Ausgewählten Romane“ noch einmal überarbeitet.

Manfred Orlick

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