Autor im Porträt

Toptitel von Georges Simenon

Maigret und Pietr der Lette / Kommissar Maigret Bd.1

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ZEIT FÜR MICH ZEIT FÜR SIMENON»Der Kommissar der Kommissare.«
Jean-Luc Bannalec Interpol kündigt Kommissar Maigret die Ankunft des europaweit gesuchten Betrügers Pietr der Lette an. Maigret erwartet ihn an der Gare du Nord, kann den vornehmen Herrn, auf den die Beschreibung zutrifft und der von Angestellten des Luxushotels Majestic abgeholt wird, jedoch nicht verfolgen: Auf der Zugtoilette wird nämlich ein Toter gefunden, der ebenfalls wie Pietr der Lette aussieht. Maigret muss sich entscheiden, welche der beiden Spuren die richtige ist…mehr

 

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Ankunft Allerheiligen

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Ein unverhofftes Erbe sorgt für Aufregung
Der Nebel hängt über dem Hafen, als der neunzehnjährige Gilles in La Rochelle an Land gebracht wird. Wenig bindet ihn an diesen Ort, doch an diesem 1. November kehrt er als Vollwaise in die Heimat seiner Eltern zurück. Gilles kennt hier niemanden und doch wird ihm die Aufmerksamkeit der gesamten Hafenstadt zuteil. Was er noch nicht weiß: Ein vielversprechendes Erbe erwartet ihn, das allerdings an merkwürdige Bedingungen geknüpft ist. Der junge Mann muss sein unstetes Leben umkrempeln und schnell erwachsen werden. Zum Glück findet er bald Unterstützung in Colette.
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Georges Simenon

Georges Simenon war ein Vielschreiber, führte ein unstetes Leben, brachte es auf mehr als 30 Wohnsitze und schuf einen der bekanntesten Helden der Kriminalliteratur: den Pariser Kommissar Jules Maigret. Der Belgier Simenon, 1903 in Liège geboren, entdeckte schon früh die Literatur und das freie Leben und war so für einen geregelten Beruf nicht mehr zu gewinnen. Er brach eine Konditorenlehre ab, eignete sich auch nicht als Buchhändler, entdeckte aber leidenschaftlich als Reporter die Welt. Diese Arbeit war ganz nach dem Geschmack des unkonventionellen Simenon. 1922 zog er nach Paris und etablierte sich nach und nach als Schriftsteller. Er schrieb erotische Erzählungen, Groschenromane, Kurzgeschichten, Erzählungen, Romane und Kriminalromane. 1928/29 zog Simenon mit Frau und Geliebter zuerst auf ein Hausboot, später auf einen Kutter, und er befuhr Kanäle und Flüsse bis zur Ostsee und nach Lappland. Die Idee zur Figur Maigret soll ihm in einem Café gekommen sein - jedenfalls suchte er so etwas wie ein literarisches "Sicherheitsnetz" und fand es in Maigret. Diese Figur wurde ein großer Erfolg und Simenon berühmt. Er schrieb 75 Romane, in denen Maigret ermittelte. Simenon selbst bezeichnete ihn als einen "Ausbesserer von Schicksalen", der den "kleinen Leuten" zugetan war. Simenon starb 1989 in Lausanne.
Das meint die buecher.de-Redaktion: Simenons Maigret-Romane sprengten die Grenzen des Genres, verbanden Literatur und Krimi - und die Bücher mit dem melancholischen Ermittler bergen nach wie vor Suchtpotenzial.

Kundenbewertungen

Bewertung von MaWiOr aus Halle am 26.10.2013
Der 48jährige Felix Allard arbeitet seit acht Jahren in einer Buchhandlung, die einer gewissen Clarisse Annelet gehört. Obwohl die Besitzerin damals einen jungen Verkäufer suchte und scheinbar über Felix Vergangenheit Bescheid wusste, hatte sie ihn eingestellt. Felix wollte sich gerade eine neue Existenz aufbauen. Inzwischen führt er fast allein das Geschäft und rechnet bei Madame Annelet nur noch die Einnahmen ab. Nun plötzlich nach acht Jahren kauft sich Felix im gegenüberliegenden Papiergeschäft ein blaues Schreibheft und fasst den Entschluss, Tagebuch zu führen - mit dem Vorsatz, dass die Eintragungen nur gegen ihn, nicht gegen andere gerichtet sind. Felix wohnt in einem mehr oder weniger leeren Mietshaus. Im Erdgeschoss ist ein Geschäft für Regenmäntel, die anderen Stockwerke sind leer, eine Concierge gibt es nicht, andere Mieter auch nicht. Täglich geht er mit seinem Hund Bibi spazieren. Dabei überdenkt er sein bisheriges Leben und diese Gedanken hält er dann in seinem Tagebuch fest. Nur langsam entrollt Simenon dem Leser das Geheimnis um das Vorleben von Felix, der einst ein stiller, aber erfolgreicher Bauunternehmer war. Mit seiner lebenslustigen Frau Anne-Marie und den beiden Kindern führte er ein recht komfortables Leben. Der draufgängerische Ferdinand Cornille war sein Geschäftspartner, der ihn jedoch nicht nur in der Firma betrog sondern auch ein Verhältnis mit Anne-Marie hatte. Aber Felix betrog ebenfalls regelmäßig seine Frau - u.a. auch ausgerechnet mit Monique, der Ehefrau von Ferdinand. Und doch war Felix der Ansicht, dass ihm sein ehemaliger Freund die Würde und Selbstachtung genommen hatte. Sein gesamtes bisheriges Leben brach zusammen und so kam es damals zu einer dramatischen Lösung dieses Konflikts. Doch war Eifersucht wirklich das wahre Motiv? Eindrucksvoll schildert Simenon den allmählichen Verfall der Hauptfigur. Aber nicht nur dessen Erinnerungen geben darüber Auskunft, auch die mehr oder weniger unbeteiligte Madame Annelet beobachtet ihren Angestellten genau und durchschaut seine Melancholie. „Der Mann mit dem kleinen Hund“ erschien 1964 unter dem Originaltitel „L’homme au petit chien“. Alfred Andersch lobte den Roman: „Hätte Simenon nichts anderes geschrieben, er hätte das Seine getan“. Die deutsche Erstausgabe wurde bereits im selben Jahr veröffentlicht. Die vorliegende Übersetzung erschien 1978 erstmals im Diogenes Verlag und wurde jetzt für die neue Edition der „Ausgewählten Romane“ noch einmal überarbeitet.