Das Fjordland / Elfenritter Bd.3 - Hennen, Bernhard

Bernhard Hennen 

Das Fjordland / Elfenritter Bd.3

Roman

Herausgeber: Kuepper, Angela
Broschiertes Buch
 
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Das Fjordland / Elfenritter Bd.3

"Bernhard Hennen erschafft eine bildgewaltige und fesselnde Welt, in die der Leser vollkommen eintaucht." -- Bild am Sonntag

"Bernhard Hennens 'Elfen'-Romane gehören zum Besten, was die Fantasy je hervorgebracht hat." -- Wolfgang Hohlbein


Produktinformation

  • Verlag: Heyne
  • 2008
  • Ausstattung/Bilder: 2008. 729 S.
  • Seitenzahl: 736
  • Deutsch
  • Abmessung: 188mm x 118mm x 42mm
  • Gewicht: 455g
  • ISBN-13: 9783453523432
  • ISBN-10: 3453523431
  • Best.Nr.: 22836883
»Bernhard Hennens >Elfen<-Romane gehören zum Besten, was die Fantasy je hervorgebracht hat.«
Bernhard Hennen, 1966 geboren, studierte Germanistik, Geschichte und Vorderasiatische Altertumskunde. Als Journalist bereiste er den Orient und Mittelamerika, bevor er sich ganz dem Schreiben fantastischer Romane widmete. Mit seinen Elfen-Romanen stürmte er alle Bestsellerlisten und schrieb sich an die Spitze der deutschen Fantasy-Autoren. Hennen lebt mit seiner Familie in Krefeld.

Leseprobe zu "Das Fjordland / Elfenritter Bd.3" von Bernhard Hennen

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Leseprobe zu "Das Fjordland / Elfenritter Bd.3" von Bernhard Hennen

"Wenn ich von Süden komme, in der ersten Morgendämmerung, und die Palasttürme Vahan Calyds als bleiche Schemen aus dem Nebel treten, dann berührt mich ihr Anblick zutiefst im Herzen. Die mich kennen, würden mich wohl kaum sentimental oder romantisch nennen. Mein Leben zählt nach Jahrhunderten, so wie deines, mein Bruder. Oft war ich in Vahan Calyd, dieser uralten Stadt am Waldmeer, wo Schönheit und Verfall in Harmonie zueinander gefunden haben. Stets plane ich meine Reisen so, dass ich den Hafen gemeinsam mit dem Morgenlicht erreiche. Zwischen Bangen und Hoffen stehe ich am Bug. Ich habe Angst, dass der seltsame Zauber, den die Stadt auf mich ausübt, eines Tages verflogen sein wird. Du bist ein Krieger, ich eine Heilerin. Den Anblick von Elend und Tod sind wir gewohnt. Wie du habe auch ich gelernt, mein Herz zu verhärten. Mich darf nicht berühren, was ich sehe, mit kaltem Blut vermag ich besser zu helfen. Wenn ich an das Lager eines sterbenden Kindes gerufen werde, werde ich gewiss keine Tränen vergießen. Ich habe zu kämpfen mit jenem Feind, der zuletzt doch immer obsiegt. Dem Tod.

So hart ist mein Herz geworden, dass mich nur noch selten etwas berührt. Darum ist mir Vahan Calyd so kostbar. Und deshalb verbringe ich zuweilen eine Nacht auf See, nur um den Hafen im ersten Morgenlicht zu sehen.

Nun aber ist der Tag gekommen, den ich so lange gefürchtet habe. Es ist der zweite Tag nach dem Fest der Lichter. Im Nebel über den Wassern lag der Geruch von Rauch und Tod. Und im Wasser sah ich die Rückenflossen der Räuber und Aasfresser, die der Stadt entgegeneilten. Ein Wald von Masten umlagerte Vahan Calyd, und die Banner der blutroten Eiche hingen schlaff von ihnen herab. Die Türme der Stadt ragten wie todwunde Riesen aus dem Nebel. Gezeichnet von klaffenden Wunden, hielten sie sich mit letzter Kraft aufrecht. Ihre Schönheit ist zerstört, ihr Stolz gebrochen.

Wir glitten in den Wald der Masten. Der Nebel ließ alles um uns herum seltsam unwirklich erscheinen, wie in einer Traumreise. Er dämpfte die Geräusche und verbarg barmherzig das ganze Ausmaß des Schreckens.

Die stählernen Krallen eines Enterhakens griffen in die Reling. Plötzlich, ohne Vorwarnung. Ein Schemen wurde zu einem Schiff. Und dann kamen sie. Misstrauisch und vorsichtig, wie geprügelte Hunde. Mit gehetztem Blick und fahrigen Bewegungen nahmen sie mein Schiff. Ihre Anführer versuchten ihre Angst zu überspielen. Sie wichen meinem Blick nicht aus, doch ich konnte ihre Furcht riechen Sie warteten darauf, dass ich ihnen einen Grund lieferte, mir ihre Macht zu zeigen. Ich verharrte still. Und auch ich hatte Angst.

Dreimal durchsuchten die Menschenkinder mein Schiff, bevor sie uns einen Liegeplatz zuwiesen. Sie nennen sich Ritter, und doch sind sie schamlose Diebe. Sie nahmen alles, was ihnen wertvoll erschien, meinen Schmuck ebenso wie mein Wundbesteck. Und ihr laszives Lächeln verriet, dass sie noch mehr begehrten. Doch die letzten Wälle des Anstands waren noch nicht gefallen. Nie habe ich mich so ohnmächtig, so hilflos gefühlt. Wie konnten die Menschenkinder, die wir in allem zu übertreffen glaubten, so mächtig werden?

Mein geliebtes Vahan Calyd ... Niemals hätte ich mir träumen lassen, dass der Tag kommen könnte, an dem Menschenkinder entscheiden, wann ich den Fuß auf dein uraltes Pflaster setzen darf. Der Nebel trieb noch immer zwischen den Ruinen, als mich die Ritter ziehen ließen.

Der Stadt hafteten die vielfältigen Gerüche des Todes an, als sei sie ein einziger, riesiger Leichnam. War ich in der Stunde meiner Heimkehr in sprachlosem Entsetzen erstarrt, so brachen nun all mein Zorn und meine Trauer aus mir heraus. Ich weinte . zum ersten Mal seit den Tagen meiner Kindheit. Und als meine Tränen nicht aufhören wollten zu fließen, da erkannte ich, dass mir die Menschenkinder mit all ihrer blinden Zerstörungswut nicht hatten nehmen können, was mein kostbarster Schatz war: Vahan Calyd berührte noch immer mein Herz. Mehr als je zuvor!

So überwand ich das Entsetzen. Und ein Königinnenfalter schenkte mir neuen Mut. Auf seinen Flügeln aus Weiß, Silber und zartem Gelb schwebte er aus dem Nebel, so plötzlich, als habe der Dunst, der wie ein Leichentuch über der Stadt hing, ihn geboren. Er verschwand mit torkelndem Flug in der Gruft eines halb verfallenen Tortunnels. Unbeirrt eilte er dem Licht am Ende des finsteren, mit Trümmern gefüllten Ganges entgegen. Ich folgte ihm und er führte mich in den Orchideengarten des Palastturms von Alvemer. Aus dem Dunkel in den Garten zu treten, war wie der Schritt in eine andere Welt. Licht und Farben feierten den Morgen. Das Dach aus Kristall war beinahe unversehrt. Dutzende kleiner Brunnen murmelten eine leise Melodie. Tausende Blüten wetteiferten darum, sich mit den strahlendsten Farben und schmeichelndsten Wohlgerüchen zu schmücken. Die Plünderer, die über den Kadaver der Stadt hergefallen waren, suchten nur Gold und Geschmeide. Diesen Ort hatten sie nicht geschändet.

Ich habe die Besatzung meines Schiffes ausgeschickt, um Verwundete zu suchen, denen noch zu helfen ist. Sie sollen sie hierherbringen. Hier wird nicht allein ihr Leib, sondern auch ihre Seele genesen. Hier zu sein, heißt zu wissen, dass die Menschenkinder mit all ihrem Zorn und ihren Kanonen der Welt doch nicht ihre Schönheit zu entreißen vermögen.

Es geht die Kunde, Emerelle sei tot. So oft habe ich mir gewünscht, dass die Mörderin unserer Mutter ein grausames Schicksal ereilen möge. Und nun hoffe ausgerechnet ich, dass diese Nachricht nur ein haltloses Gerücht ist. Die Albenkinder, die überlebt haben, gehen gebeugten Hauptes. Sie fürchten die Menschen. Wagen es nicht, ihren Blicken zu begegnen.

Ich wünschte, Emerelle wäre hier, die Gebeugten wieder aufzurichten. Ich vermag zerschlagene Glieder zu heilen, doch den Verzweifelten neue Hoffnung zu geben, das vermag ich nicht. Still verfluche ich die Ritter von der blutroten Eiche. Voller Heimtücke haben sie sich nach Vahan Calyd geschlichen. Möge der Fluch der bösen Tat auf sie zurückfallen. So wie Vahan Calyd in der Stunde seines schönstes Festes fiel, soll das Strafgericht auch sie überraschend und in der Stunde ihres Triumphs ereilen. Ich hoffe auf Emerelle. Welch ein seltsamer, unvertrauter Gedanke ... Sie darf nicht tot sein. Sie muss die Schönheit Albenmarks retten! ..."

Brief Morwennas an Tiranu, den Fürsten von Langollion verwahrt in der Bibliothek des Rosenturms Luc musste sich zwingen, den Blick gesenkt zu halten. Zu gern würde er sehen, wie die Elfenzauberin starb, die seine Mannschaft gemordet hatte. Aber er durfte sich nicht verraten.

Ein wenig taumelnd kam er auf die Beine. Müden Schrittes schlurfte er über das Deck des fremden Schiffs. Seine Rechte ruhte auf dem blutigen Verband an seinem Arm. Er zuckte leicht zusammen, denn die Wunde brannte.

Dann griff er nach seinen Kräften.Kälte durchdrang sein Innerstes. Er dachte an den Sturz zum Meeresgrund. Das Geräusch splitternder Planken und die Schreie seiner Männer. All jener, die auf ihn gesetzt hatten.

Kundenbewertungen zu "Das Fjordland / Elfenritter Bd.3" von "Bernhard Hennen"

6 Kundenbewertungen (Durchschnitt 5 von 5 Sterne bei 6 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Manu aus Wiesenburg am 20.12.2010 ***** ausgezeichnet
Da ich schon einige Bücher von den Elfen gelesen habe,wollte ich natürlich wissen wie es weiter geht und als ich die Bücher zu Hause hatte habe ich sofort angefangen zu lesen.Ich konnte mich wieder gleich in die Welt der Elfen im Albenland hineinversetzen.Die Bücher sind sehr spannend geschrieben es lässt mich manchmal die Zeit vergessen und weglegen ist manchmal sehr schwer.Ich hoffe es gibt noch viele Bücher von den Elfen.

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Bewertung von Kadlin aus Märkischer Kreis am 18.01.2009 ***** ausgezeichnet
Das dritte und letzte Buch der Trilogie zieht einen wieder mal ganz und gar in seinen Bann. Es ist spannend, aufschlussreich, traurig, aber auch witzig. Als ich mit dem Buch durch war, war ich traurig, denn ich wollte noch weiter lesen... Es macht süchtig. Einzige Kritik: Das Ende erscheint mir sehr übereilt, es kommt so " plötzlich "!

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Bewertung von Erebosa aus . am 09.12.2008 ***** ausgezeichnet
Ein sehr gegluecktes Ende der Elfen saga.
Jeder leser dem die Elfenbuecher gefallen hat wird sich ueber diese Buch definitiv freuen.

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Bewertung von talakas aus Bratislava am 09.12.2008 ***** ausgezeichnet
Einfach nur Fantastisch!
Der letzte Teil der Elfenritter bringt den leser zum frustieren da immer sachen passieren das man das Buch nicht weglegen will.
Dieses Buch in ein gegluecktes ende der Elfen saga. Bernhard Hennen hat es zumindest bei mir geschafft das ich spaet in die Nacht gelesen haben.
Ein muss fuer alle Elfen fans.

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Bewertung von Inga aus Hemer am 12.11.2008 ***** ausgezeichnet
Einfach so gut das es dafür keine Worte gibt. Es ist - im wahrsten Sinne des Wortes- fantastisch..

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Bewertung von Philipp Hastreiter aus Furth im Wald am 25.10.2008 ***** ausgezeichnet
Mich haben schon die ersten Elfenbücher in ihren Bann gezogen. Die letzen beiden Bücher "Elfenritter" sind eine würdige Weterführung dieser Geschichte. Anhand der Leseprobe die auf dieser Seite veröffentlicht wurde freue ich mich schon auf das nächste Buch.

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