Sieben Jahre - Stamm, Peter

Peter Stamm 

Sieben Jahre

Roman

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Produktbeschreibung zu Sieben Jahre

Ein Mann zwischen zwei Frauen, die eine ist begehrenswert, bei der anderen ist er frei. Sonja ist schön und intelligent und lebt mit Alex. Eine vorbildliche Ehe, er müsste glücklich sein. Aber wann ist die Liebe schon einfach? Und wie funktioniert das Glück? Iwona wäre neben Sonja fast unsichtbar, sie ist spröde und grau. Aber Alex fühlt sich lebendig bei ihr - und weiß nicht, warum. Sie liebt ihn. Er trifft sie immer wieder, und als sie von ihm schwanger wird und das Kind kriegt, das Sonja sich wünscht, setzt er alles aufs Spiel. Peter Stamm erzählt so lakonisch und leidenschaftlich wie kein anderer von widerstreitenden Gefühlen und der Sehnsucht nach dem Leben. >Sieben Jahre< ist ein großer Roman über die Zumutung des Glücks, geliebt zu werden.

Sonja ist schön und intelligent und lebt mit Alex. Eine vorbildliche Ehe, er müsste glücklich sein. Aber wann ist die Liebe schon einfach? Und wie funktioniert das Glück? Iwona wäre neben Sonja fast unsichtbar, sie ist spröde und grau. Aber Alex fühlt sich lebendig bei ihr und weiß nicht, warum. Sie liebt ihn. Er trifft sie immer wieder, und als sie von ihm schwanger wird und das Kind kriegt, das Sonja sich wünscht, setzt er alles aufs Spiel.
Peter Stamm erzählt so lakonisch und leidenschaftlich wie kein anderer von widerstreitenden Gefühlen und der Sehnsucht nach dem Leben. Sieben Jahre ist ein großer Roman über die Zumutung des Glücks, geliebt zu werden.

Produktinformation


  • Abmessung: 211mm x 136mm x 28mm
  • Gewicht: 444g
  • ISBN-13: 9783100751263
  • ISBN-10: 3100751264
  • Best.Nr.: 26378735
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 09.08.2009

Abgründe des Normalen

Das Geheimnis hinter jeder Stirn: Zu Besuch beim Schriftsteller Peter Stamm

Auf dem Rückweg von Peter Stamms Haus in Winterthur sitzt, auf einem Treppenabsatz, ein junges Mädchen mit einem hübschen, unfertigen Gesicht und weint. Es wischt sich über die Augen, nicht, als schämte es sich seiner Tränen, aber doch, als wollte es kein Aufheben darum machen.

Ein Vater, dessen asiatische Züge sich im Gesicht seines blonden Sohnes spiegeln, trägt einen Rucksack, aus dem eine Angel ragt. Auch der Sohn hat einen Rucksack umgeschnallt und darin eine Angel. Es gießt in Strömen, sie reden trotzdem davon, nun zusammen Fische zu fangen.

Ein Halbwüchsiger, dem Locken den Blick verschleiern, wird von Polizisten umringt, er spricht laut, brüllt fast; was er sagt, ist nicht zu verstehen.

Drei der Wirklichkeit abgeluchste Szenen, geschehen innerhalb weniger Minuten, weniger Meter. Täglich geht man an ähnlichen vorbei. Diesmal nicht. Noch hat man Peter Stamms Sorgfalt vor Augen, als er einem zum Schluss eine Rote Bete mitgibt. Er hatte sie aus dem Beet seines Gartens gerupft, ihr den Strunk abgerissen, nicht ohne …

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Perlentaucher-Notiz zur TAZ-Rezension

Eigentümlichen Reiz bescheinigt Rezensentin Wiebke Porombka diesem Roman, obwohl sie unsicher bleibt, ob dies nicht eine unfreiwillige Begleiterscheinung des Buches ist. Denn zuerst sind ihr die deutlichen Schwächen aufgefallen, deren gravierendste aus ihrer Sicht die "langweilige" Sprache ist, die eine Aneinanderreihung von Hauptsätzen kennzeichnet. Aber auch inhaltlich bleiben für Porombka Fragen offen. Unter anderem die, was den Schriftsteller grundsätzlich an der biblischen Geschichte von Jakob interessiert, der erst sieben Jahre mit der falschen Frau leben muss, bevor er die richtige bekommt. Denn die zeitgenössische Fassung, die Peter Stamm hier erzählt, beantwortet die Frage der Rezensentin nicht. Werden hier zwei Beziehungskonzepte einander gegenüber gestellt? Vernunft versus Liebe? Heraus kommt für die Rezensentin schließlich die Geschichte eines Mannes, der seine Stärke ausschließlich aus den Schwächen anderer bezieht. Darin besteht der bescheinigte Reiz. Aber der kam, befürchtet sie eben, unfreiwillig zustande, weil der unentschlossene Autor von seinem Text "hinterrücks überrumpelt" worden sei.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 29.09.2009

Kaltes Feuer
Peter Stamm liest aus seinem Roman „Sieben Jahre”
Es liest sich eher als Zufall, dass Peter Stamms Roman „Sieben Jahre” (S. Fischer, 18,95 Euro) in München beziehungsweise in Possenhofen am Starnberger See spielt. Die Kulisse bleibt undeutlich und austauschbar, auch wenn sich der Autor in der Gegend offenbar auskennt. Da Stamm Schweizer ist, läge die Zürcher Goldküste für seine emotional kaltschnäuzig implodierenden Figuren im jugendlichen und sehr adretten Architekten-Milieu eigentlich näher. Gewiss, labile Zyniker wie Alex und seine schöne und zugleich brillante Sonja, die den Dünkel ihrer Familien weiterleben mit etwas weniger Geld, das erst einmal nur für das Häuschen in zweiter Reihe, nicht aber für das Seegrundstück reicht, die gibt es nicht nur in der Schweiz, sondern auch hierzulande. Und es ist bei dieser Geschichte ja auch egal, welche landschaftliche Grundierung Peter Stamm wählte für die Ödnis, die das Innenleben seiner Protagonisten beherrscht, die nicht zuletzt bedingt ist durch die konsequente Erfüllung eines vorgezeichneten Lebensplans. Den bestimmen die ungeschriebenen Gesetze des Großbürgertums. Und es ist schon …

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"Brückner liest Stamm. Was für eine Traumbesetzung! Muss man eigentlich sofort kaufen." Das Literatur-Café
Peter Stamm, geb. 1963, studierte nach einer kaufmännischen Lehre einige Semester Anglistik, Psychologie, Psychopathologie und Wirtschaftsinformatik. Längere Aufenthalte in Paris, New York und Skandinavien. Er lebt mit seiner Familie in Winterthur. Er arbeitete in verschiedenen Berufen, unter anderem in Paris und New York. Seit 1990 arbeitet er als freier Autor und Journalist. Er schrieb mehr als ein Dutzend Hörspiele.

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  • ISBN-10: 3100751264
  • Best.Nr.: 26378735

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Produktbeschreibung zu "Sieben Jahre"

Kurzbeschreibung

Ein Mann zwischen zwei Frauen, die eine ist begehrenswert, bei der anderen ist er frei. Sonja ist schön und intelligent und lebt mit Alex. Eine vorbildliche Ehe, er müsste glücklich sein. Aber wann ist die Liebe schon einfach? Und wie funktioniert das Glück? Iwona wäre neben Sonja fast unsichtbar, sie ist spröde und grau. Aber Alex fühlt sich lebendig bei ihr - und weiß nicht, warum. Sie liebt ihn. Er trifft sie immer wieder, und als sie von ihm schwanger wird und das Kind kriegt, das Sonja sich wünscht, setzt er alles aufs Spiel. Peter Stamm erzählt so lakonisch und leidenschaftlich wie kein anderer von widerstreitenden Gefühlen und der Sehnsucht nach dem Leben. >Sieben Jahre< ist ein großer Roman über die Zumutung des Glücks, geliebt zu werden.

Beschreibung

Sonja ist schön und intelligent und lebt mit Alex. Eine vorbildliche Ehe, er müsste glücklich sein. Aber wann ist die Liebe schon einfach? Und wie funktioniert das Glück? Iwona wäre neben Sonja fast unsichtbar, sie ist spröde und grau. Aber Alex fühlt sich lebendig bei ihr und weiß nicht, warum. Sie liebt ihn. Er trifft sie immer wieder, und als sie von ihm schwanger wird und das Kind kriegt, das Sonja sich wünscht, setzt er alles aufs Spiel.
Peter Stamm erzählt so lakonisch und leidenschaftlich wie kein anderer von widerstreitenden Gefühlen und der Sehnsucht nach dem Leben. Sieben Jahre ist ein großer Roman über die Zumutung des Glücks, geliebt zu werden.

Detailinfo

09.08.2009

Abgründe des Normalen

Das Geheimnis hinter jeder Stirn: Zu Besuch beim Schriftsteller Peter Stamm

Auf dem Rückweg von Peter Stamms Haus in Winterthur sitzt, auf einem Treppenabsatz, ein junges Mädchen mit einem hübschen, unfertigen Gesicht und weint. Es wischt sich über die Augen, nicht, als schämte es sich seiner Tränen, aber doch, als wollte es kein Aufheben darum machen.

Ein Vater, dessen asiatische Züge sich im Gesicht seines blonden Sohnes spiegeln, trägt einen Rucksack, aus dem eine Angel ragt. Auch der Sohn hat einen Rucksack umgeschnallt und darin eine Angel. Es gießt in Strömen, sie reden trotzdem davon, nun zusammen Fische zu fangen.

Ein Halbwüchsiger, dem Locken den Blick verschleiern, wird von Polizisten umringt, er spricht laut, brüllt fast; was er sagt, ist nicht zu verstehen.

Drei der Wirklichkeit abgeluchste Szenen, geschehen innerhalb weniger Minuten, weniger Meter. Täglich geht man an ähnlichen vorbei. Diesmal nicht. Noch hat man Peter Stamms Sorgfalt vor Augen, als er einem zum Schluss eine Rote Bete mitgibt. Er hatte sie aus dem Beet seines Gartens gerupft, ihr den Strunk abgerissen, nicht ohne …

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29.09.2009

Kaltes Feuer
Peter Stamm liest aus seinem Roman „Sieben Jahre”
Es liest sich eher als Zufall, dass Peter Stamms Roman „Sieben Jahre” (S. Fischer, 18,95 Euro) in München beziehungsweise in Possenhofen am Starnberger See spielt. Die Kulisse bleibt undeutlich und austauschbar, auch wenn sich der Autor in der Gegend offenbar auskennt. Da Stamm Schweizer ist, läge die Zürcher Goldküste für seine emotional kaltschnäuzig implodierenden Figuren im jugendlichen und sehr adretten Architekten-Milieu eigentlich näher. Gewiss, labile Zyniker wie Alex und seine schöne und zugleich brillante Sonja, die den Dünkel ihrer Familien weiterleben mit etwas weniger Geld, das erst einmal nur für das Häuschen in zweiter Reihe, nicht aber für das Seegrundstück reicht, die gibt es nicht nur in der Schweiz, sondern auch hierzulande. Und es ist bei dieser Geschichte ja auch egal, welche landschaftliche Grundierung Peter Stamm wählte für die Ödnis, die das Innenleben seiner Protagonisten beherrscht, die nicht zuletzt bedingt ist durch die konsequente Erfüllung eines vorgezeichneten Lebensplans. Den bestimmen die ungeschriebenen Gesetze des Großbürgertums. Und es ist …

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26.09.2009

Eigentümlichen Reiz bescheinigt Rezensentin Wiebke Porombka diesem Roman, obwohl sie unsicher bleibt, ob dies nicht eine unfreiwillige Begleiterscheinung des Buches ist. Denn zuerst sind ihr die deutlichen Schwächen aufgefallen, deren gravierendste aus ihrer Sicht die "langweilige" Sprache ist, die eine Aneinanderreihung von Hauptsätzen kennzeichnet. Aber auch inhaltlich bleiben für Porombka Fragen offen. Unter anderem die, was den Schriftsteller grundsätzlich an der biblischen Geschichte von Jakob interessiert, der erst sieben Jahre mit der falschen Frau leben muss, bevor er die richtige bekommt. Denn die zeitgenössische Fassung, die Peter Stamm hier erzählt, beantwortet die Frage der Rezensentin nicht. Werden hier zwei Beziehungskonzepte einander gegenüber gestellt? Vernunft versus Liebe? Heraus kommt für die Rezensentin schließlich die Geschichte eines Mannes, der seine Stärke ausschließlich aus den Schwächen anderer bezieht. Darin besteht der bescheinigte Reiz. Aber der kam, befürchtet sie eben, unfreiwillig zustande, weil der unentschlossene Autor von seinem Text "hinterrücks überrumpelt" worden sei.

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Rezensionen und Kritik

"Brückner liest Stamm. Was für eine Traumbesetzung! Muss man eigentlich sofort kaufen." Das Literatur-Café

Autorenporträt zu "Peter Stamm"

Peter Stamm, geb. 1963, studierte nach einer kaufmännischen Lehre einige Semester Anglistik, Psychologie, Psychopathologie und Wirtschaftsinformatik. Längere Aufenthalte in Paris, New York und Skandinavien. Er lebt mit seiner Familie in Winterthur. Er arbeitete in verschiedenen Berufen, unter anderem in Paris und New York. Seit 1990 arbeitet er als freier Autor und Journalist. Er schrieb mehr als ein Dutzend Hörspiele.

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