1979 - Kracht, Christian

Christian Kracht 

1979

Ein Roman

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1979

Iran am Vorabend der islamischen Revolution. Ein junger Innenarchitekt und sein kranker Freund Christopher reisen als Angehörige einer internationalen Partyszene durch das Land. In Teheran werden die Panzer des Schahs aufgefahren. Zwischen Drogenexzessen, Schönheit und Gewalt erfasst den Ich-Erzähler der Taumel von etwas Neuem. Eine Welt ohne Zentrum, in der auf einmal alles möglich erscheint. Doch bald wird klar, dass man in einer durch Schönheit und Leid zweigeteilten Welt nicht ewig als Tourist herumreisen kann. Im besetzten Tibet, wohin es den Ich-Erzähler nach dem Tod seines Gefährten verschlägt, wird er von chinesischen Soldaten verhaftet.


Produktinformation

  • Verlag: Fischer Taschenbuch
  • 2010
  • Ausstattung/Bilder: 2010. 192 S.
  • Seitenzahl: 192
  • Fischer Taschenbücher Bd.18530
  • Deutsch
  • Abmessung: 190mm x 125mm x 13mm
  • Gewicht: 150g
  • ISBN-13: 9783596185306
  • ISBN-10: 3596185300
  • Best.Nr.: 27981031
kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
"What's wrong with being a snob?", fragte einst Nobelpreisträger V.S. Naipaul und schränkte gleich ein: "Wir sind snobistisch genug zu wissen, dass jemand, der sicher und wohlversorgt ist, nie ein wirklicher Snob ist." Platter gesagt: Nur wer ursprünglich arm ist, wer durch Arbeit eine Aneignung vollzogen hat, kann etwa den Besitz hellbrauner Halbschuhe von Berluti - der "besten Schuhe der Welt" - wirklich genießen, die in Christian Krachts neuem Roman "1979" so eben nicht für die Vitalität, sondern für den Verfall ihrer Besitzer stehen. Auch Kracht selbst bringt es bei aller Selbst- und Fremdinszenierung nicht bis zum Snob, er ist zu sehr Millionenerbe, Sohn des ehemaligen Springer-Generalbevollmächtigten Christian Kracht sen.: Aber nicht alle Millionärssöhne müssen ja so überflüssig sein wie Bin Laden. Denn so unangenehm es auch sein mag: Christian Kracht jun. ist gegenwärtig der bedeutendste deutschsprachige Schriftsteller, und "1979" ist sein Prophet, für alle, die nach "Faserland" noch ungläubig sein mochten. "1979" ist die Geschichte einer Selbstauslöschung zweier homosexueller, höchst westlich-zivilisierter décadents vor dem Hintergrund der …

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Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 15.10.2001

Kultur:
ESS-STÄBCHEN, DIE SICH IN DEN KOPF BOHREN.
Schwer zu hassen, schwer zu kopieren: '1979' - der neue Roman von Christian Kracht.
Vor sechs Jahren schrieb Christian Kracht ein Buch, das 'Faserland' heißt. Ein namenloser junger Mann macht darin eine Reise, 'einmal durch die Republik von Nord nach Süd. Dabei erzählt er von Partys und Bars, von Himmelfahrtsnasen der Mädchen und vom Kotzen mit Stil', so steht es im Klappentext. Und weil im Buch selbst tatsächlich nicht sehr viel mehr Handlung folgt und die Sprache von 'Faserland' sich gar nicht erst die Mühe macht, das hohle Gerede der Figuren literarisch zu glätten, all das dann auch noch oft besprochen und viel gekauft wurde, wünschten viele den Autor, der in seinem öffentlichen Auftreten seiner arroganten Hauptfigur oft bedrohlich nahe kam, einfach nur zum Teufel. Manche fanden wenigstens, Christian Kracht könne gut, habe aber nichts zu erzählen. Ein paar aber liebten ihn sehr dafür, dass endlich mal jemand ein wahres Buch über die armseligen Kinder reicher Eltern schrieb oder freuten sich, das eigene Leben vorgelegt zu bekommen.
Nun hat Christian Kracht …

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Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Ganz so dumm ist dieser Typ also doch nicht, hört man Elke Buhr zwischen den Zeilen sagen. Schon Krachts Debütroman "Faserland" galt als der beste unter den Werken der jungen deutschen Pop-Literaten, die von Talkshow zu Talkshow zogen und die "Unterwerfung aller Lebensfragen unter das Primat des Stils" proklamierten, so Buhr. Darum geht es ansatzweise auch in Krachts neuem Roman, der im besagten Jahr 1979 im revolutionären Teheran spielt, das in seltsamem Kontrast zu den zwei westlich dekadenten Dandys steht, die es dorthin verschlägt. Krachts einst Unsicherheit verratende Sprache sei der Klarheit und Präzision gewichen, lobt die Rezensentin. Der Protagonist agiere wie ein "offenes Fass", das alles aufsaugt, protokolliert, aber nicht rebelliert, auch nicht, als er nach einem heilsuchenden Trip durch Tibet vom chinesischen Militär aufgegriffen und in ein Arbeitslager gesteckt wird. Was dort vom Dandy übrig bleibt, so Buhr, ist nicht etwa sein Zynismus, seine Verachtung, seine Intelligenz, sondern bloß Blasiertheit und Indifferenz: "zwischen Dummheit und Zen".

© Perlentaucher Medien GmbH
Christian Kracht, 1966 geboren, ist Schweizer. Nach 'Faserland' (1995) schrieb er den Asien-Klassiker 'Der gelbe Bleistift' (2000). Seine Bücher sind in 14 Sprachen übersetzt. 2012 ausgezeichnet mit dem Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

Blick ins Buch "1979"

Kundenbewertungen zu "1979" von "Christian Kracht"

1 Kundenbewertung (Durchschnitt 2 von 5 Sterne bei 1 Bewertungen ***** weniger gut)
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Bewertung von Tarzan von Aquin aus München am 14.08.2007 ***** weniger gut
Nach Faserland haben wir alle nach dem neuen Opus von Kracht gelechzt. Und dann das. Das Buch ist in keiner Hinsicht irgendwie bemerkenswert. Nicht mal besonders schlecht ist es, einfach nur belanglos. Hoffentlich kommt noch mal was von Christian Kracht. CT

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