Der unerhörteste Text der
literarischen Moderne wird erstmals
zum erlebbaren Hörereignis
"Eine spaßhaft-geschwätzige, allumfassende Chronik mit
vielfältigstem Material" so charakterisierte ihn James Joyce.
Als "obszön, unzüchtig, lasziv, nichtswürdig, anstößig und
widerlich" verdammte ihn die New Yorker Gesellschaft zur
Unterdrückung des Lasters 1920. Heute sind sich alle einig: Der
Ulysses ist ein Klassiker, hochgelobt, sagenumwoben, akribisch
dechiffriert - und ungelesen. Der 16. Juni 1904, der Tag an dem der
Annoncenverkäufer Leopold Bloom seine Odyssee durch Redaktion,
Friedhof, Pub, Bordell und viele weitere denkwürdige Orte Dublins
antritt, ist der berühmteste Tag der Literaturgeschichte.
Bearbeiter und Regisseur Klaus Buhlert verwandelt den unerhörtesten
Text der literarischen Moderne in ein Hörereignis, das Rhythmus,
Musik, Vielschichtigkeit und Humor von James Joyces Meisterwerk nun
für viele erstmals hör- und verstehbar macht.
Die Luxusausgabe mit umfangreichem Booklet (23 CDs)
"Man muss den "Ulysses" vielleicht nicht lesen, aber man sollte ihn unbedingt hören." Frankfurter Allgemeine Zeitung
Perlentaucher-Notiz zur Sueddeutsche Zeitung-Rezension
Euphorisch bespricht Florian Welle dieses von SWR und Deutschlandfunk gestemmte "Ulysses"-Hörspielprojekt, das auf 23 CDs aus jedem Kapitel des Jahrhundertromans ein eigenständiges Hörspiel machte. Klaus Buhlert, so der Rezensent, ist ein Hörspielregisseur, der von der Musik kommt und darum für das Genre bestens geeignet ist, zumal auch James Joyce bekanntlich ein höchst musikalischer Romancier sei. Geholfen wird Buhlert von einem höchst prominenten Schauspielerensemble. Höhepunkt ist für Welle der Monolog der Molly Bloom, die von Birgit Minichmayr als "schmollmundig vor sich hin Schnoddernde" gegeben wird. Begeistert nimmt Welle auch das über hundertseitige Begleitheft zu dieser großen Edition auf.
"Buhlerts Inszenierung stellt sich hinter den Text und umhüllt ihn gleichzeitig höchst kunstvoll mit Atmosphäre, ohne ihn je bloß zu illustrieren. Klaus Buhlert interpretiert James Joyce und lässt ihn frei, lässt ihn fliegen. Sein Ulysses öffnet Zugänge zum Text, findet neue Wege durch Dublin und bewahrt seine Geheimnisse."
James Joyce wurde am 2. Februar 1882 in Dublin geboren, wo er in schwierigen und ärmlichen Familienverhältnissen aufwuchs. Joyce studierte am University College von Dublin moderne Sprachen, u.a. Englisch, Französisch und Italienisch. 1902 ging er nach Paris, um ein Medizinstudium zu beginnen. Er wandte sich dort aber dem Schreiben zu und führte einen ausschweifenden Lebensstil. 1903 kehrte er nach Dublin zurück, konnte dort jedoch nicht Fuß fassen. Mit seiner Geliebten und späteren Ehefrau Nora Barnacle siedelte er 1904 auf den Kontinent über und lebte hauptsächlich in Triest. 1914 erschien Joyces erste Kurzgeschichtensammlung. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges zog er mit seiner Familie nach Zürich. 1920 zog Joyce auf Einladung seines Freundes Ezra Pound nach Paris, wo er bis zu Frankreichs Besetzung im Zweiten Weltkrieg lebte. James Joyce starb am 13. Januar 1941 in Zürich.
Videoclip zu "Ulysses, 23 Audio-CDs"
Hörprobe zu "Ulysses, 23 Audio-CDs"
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