Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry, 6 Audio-CDs - Joyce, Rachel
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Rachel Joyce 

Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry, 6 Audio-CDs

Autorisierte Lesefassung. 430 Min.

Sprecher: Heikko Deutschmann
Audio CD
 
16 Kundenbewertungen
***** ausgezeichnet
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Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry, 6 Audio-CDs

»Ich bin auf dem Weg. Du musst nur durchhalten. Ich werde Dich retten, Du wirst schon sehen. Ich werde laufen, und Du wirst leben.«
Harold Fry will nur kurz einen Brief einwerfen an seine frühere Kollegin Queenie Hennessy, die im Sterben liegt. Doch dann läuft er am Briefkasten vorbei und auch am Postamt, aus der Stadt hinaus und immer weiter, 87 Tage, 1000 Kilometer. Zu Fuß von Südengland bis an die schottische Grenze zu Queenies Hospiz. Eine Reise, die er jeden Tag neu beginnen muss. Für Queenie. Für seine Frau Maureen. Für seinen Sohn David. Für sich selbst. Und für uns alle.

Ein ganz außergewöhnliches und tief berührendes Hörbuch – über Geheimnisse, besondere Momente und zufällige Begegnungen, die uns von Grund auf verändern. Über Tapferkeit und Betrug, Liebe und Loyalität und ein ganz unscheinbares Paar Segelschuhe.


Produktinformation

  • Verlag: Argon Verlag
  • ISBN-13: 9783839811696
  • Artikeltyp: Hörbuch
  • ISBN-10: 3839811694
  • Best.Nr.: 35227602
  • Laufzeit: 430 Min.
"Wer Harold begegnet, den lässt er nicht wieder los." (The Times)

"Wer Harold begegnet, den lässt er nicht wieder los." (The Times)
Rachel Joyce weiß, wie man Menschen mit Worten ganz direkt berührt. Die Autorin hat über 20 Original-Hörspiele für die BBC verfasst und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Daneben hat sie Stoffe fürs Fernsehen bearbeitet und auch selbst als Schauspielerin für Theater und Film gearbeitet. "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" ist ihr erster Roman. Er erscheint in über 30 Ländern auf der ganzen Welt. Rachel Joyce lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in Gloucestershire auf dem Land.

Trackliste zu "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry,..."


CD 1
1 Harold und der Brief 05:01
2 Harold und der Brief 05:41
3 Harold und der Brief 05:33
4 Harold, das Mädchen von der Tankstelle und eine Frage des Glaubens 06:12
5 Harold, das Mädchen von der Tankstelle und eine Frage des Glaubens 05:36
6 Maureen und der Anruf 06:05
7 Harold und die Hotelgäste 05:02
8 Harold und die Hotelgäste 05:46
9 Harold und die Hotelgäste 05:29
10 Harold, der Wirt und die Frau mit den Apfelschnitzen 06:04
11 Harold, der Wirt und die Frau mit den Apfelschnitzen 06:29
12 Harold, der Wirt und die Frau mit den Apfelschnitzen 06:19
13 Harold, der Wirt und die Frau mit den Apfelschnitzen 05:30

CD 2
1 Maureen und die Lüge 05:47
2 Harold, der Wanderer und die Frau, die Jane Austen liebte 06:26
3 Harold, der Wanderer und die Frau, die Jane Austen liebte 05:31
4 Harold, der Wanderer und die Frau, die Jane Austen liebte 07:10
5 Harold, der Wanderer und die Frau, die Jane Austen liebte 05:16
6 Harold und der Gentleman mit dem Silberhaar 05:11
7 Harold und der Gentleman mit dem Silberhaar 05:58
8 Maureen und David 05:06
9 Harold und das Zeichen 05:02
10 Harold und das Zeichen 05:45
11 Harold und das Zeichen 05:47
12 Maureen und der Stellvertreter 04:43
13 Maureen und der Stellvertreter 04:37
14 Harold und die radelnden Mütter 02:41

Kundenbewertungen zu "Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry,..."

16 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.7 von 5 Sterne bei 16 Bewertungen ***** ausgezeichnet)
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Bewertung von Bücherstadt- www.bücherstadt.com aus Berlin am 21.05.2013 ***** ausgezeichnet
Harold Fry führt mit seiner Frau Maureen ein normales und sehr englisches Leben. Gemeinsam wohnen sie etwas zurückgezogen in ihrem kleinen Haus in Südengland. Schon seit Jahren reden sie nicht mehr sonderlich viel miteinander. Und ihre gemeinsamen Aktivitäten halten sich auch in Grenzen. Maureen putzt leidenschaftlich gern das saubere Haus und sorgt für die tägliche Dosis liebevoller Strenge. Am Abend gehen beide in ihre getrennten Zimmer. Jeden Tag ist der Ablauf gleich und ein Ende, selbst ein natürliches, scheint nicht in Sicht zu sein. Ein sonderbarer Brief kann diese nahezu mumienhafte Ruhe auch nur kurzfristig stören. Eine alte Kollegin hat Harold angeschrieben und möchte sich bei ihm verabschieden, obwohl sie sich zwanzig Jahre nicht gesehen haben. Sie ist an Krebs erkrankt und eine Heilung ist ausgeschlossen. Zunächst ist Harold von dem Brief überwältigt und tausende kleine und eher verschwommene Erinnerungen kommen in ihm hoch. Als er endlich ein paar wenige Worte gefunden hat, geht er zu dem nächsten Briefkasten. In Gedanken versunken geht er immer weiter und redet sich selbst ein, dass der Brief so einen größeren Wert erhält. An einer Tankstelle möchte er etwas essen und trinken, lernt aber ganz nebenbei eine junge Verkäuferin kennen. Er zählt ihr von der ehemaligen Arbeitskollegin Queenie Hennessy und der Krebserkrankung. Die junge Frau hatte auch eine Tante, die an Krebs erkrankt war und der es half, an etwas zu glauben, das ihr Kraft gibt. In diesem Moment entscheidet Harold, dass er nicht nur einen Brief schicken kann. Nein, er will Queenie persönlich gegenüberstehen und beschließt die gesamte Strecke bis an die schottische Grenze zu laufen. Ohne besondere Ausrüstung und mit einer schlechten Kondition macht sich der Rentner auf den Weg in das Hospiz. In 87 Tagen läuft er über 1000 Kilometer und lernt unzählige Menschen kennen, die mit ihm Essen, Trinken, einen Stück des Weges und einen Teil ihres Lebens teilen. Er sieht Leid und Trauer ebenso, wie Liebe und Hoffnung. Er möchte mehrmals aufgeben und erlebt dann doch wieder ein kleines Alltagswunder, das ihm Kraft gibt. Und so begibt er sich nicht nur auf eine Reise quer durch England, sondern auch quer durch sein Leben und seine Vergangenheit. Gefühle, Bilder und Klänge scheinen ihn zunächst zu quälen. Letztendlich findet er aber so auch zu sich und seinem Leben zurück.

Für mich ist es schwer, die richtigen Worte für dieses Buch zu finden. Rachel Joyce schreibt so ungezwungen und leicht, dass es von der ersten Seite ein wahres Lesefeuerwerk ist. Dabei ist die Sprache auf einem so guten Niveau, dass man vor Freude kreischen könnte. Verständlich, poetisch, bildhaft und gleichzeitig spannend. Welcher Autor schafft solch ein wunderbares Wortpotpourri zu erschaffen?
Gleich zu Beginn ergreift die Geschichte von dem Leser Besitz und hüllt ihn trotz dramatischer Ereignisse in eine wattierte Lesewelt, in der man sich einfach wohlfühlen muss. Man sitzt praktisch in einem vollklimatisierten Bus, der mit allen Annehmlichkeiten ausgestattet ist und gibt sich ganz dem Voyeurismus hin. Der alte Harold Fry quält sich, ängstigt sich und zweifelt. Wir sitzen daneben und streicheln ihn heimlich wie ein kleines Zootier. Gleichzeitig vermittelt er uns aber auch solche wunderbaren Lebensweisheiten, dass wir am liebsten aufspringen und etwas Gutes tun möchten. Raus hier, weg mit dem ganzen überflüssigen Kram. Wo ist das richtige Leben? Was ist wirklich wichtig? Die wunderbar konstruierte Umgebung, die lebendigen Charaktere und die Lebensgeschichte des Protagonisten stellen dem Leser immer wieder solche Fragen. Ganz leise und still werden uns aber auch die Antworten gegeben. Liebe, Mut und Kraft sind wichtige Essenzen für ein erfülltes Leben, das nicht immer gradlinig verläuft, aber trotzdem an ein Reiseziel gelangen wird.

Fazit: Grandios! Unbedingt lesen, lachen, weinen und anstecken lassen!
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Bewertung von Narzisse99 aus Heidelberg am 10.04.2013 ***** sehr gut
Hörbuch: Das Sprecher hat eine sehr angenehme, zuweilen leicht rauchig klingende Stimme. Die Betonungen sind sehr gut, der Redefluß in der richtigen Gescheindigkeit. Man kann der Geschichte gut folgen.
Die Geschichte handelt von einem Rentner, der spontan und dager unvorbereitet zu Fuß von Süd- nach Nordengland läuft. Nicht der Weg an sich ist das gute an der Geschichte, sondern die Wandlung des Protagonisten. Die Geschichte an sich ist nichts neues, die kennen wir so in etwa aus "Smithy Ide" oder dem "Hundertjährigen". Neu ist die Art Pilgerreise, der innere Zwiespalt, Konflikt, die Läuterung, das Nachdenken über sein Leben. Er durchlebt Höhen und Tiefen. Ebenso auch seine Ehefrau, die alleine zu Hause bleibt.
Ich bin froh, daß ich es mir als Hörbuch gekauft habe. Ich könnte mir nämlich vorstellen, daß es als Buch zuweilen arg langatmig ist. Kann ich aber nicht beurteilen. das Hörbuch jedenfalls bekommt von mir eine gute Note!

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Bewertung von unbekanntem Benutzer am 24.03.2013 ***** ausgezeichnet
anfangen und nicht mehr aufhören zu lesen bzw. hören

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Bewertung von Kristin Friedrich aus Hof am 11.01.2013 ***** sehr gut
An dieses Buch kam ich ganz zufällig, über eine überraschende Aktion, an der ich aus Zeitgründen leider nicht teilnehmen konnte.
Als ich Cover und Klappentext gelesen hatte, habe ich ehrlich gesagt etwas ganz anderes erwartet. Ja, eher einen Roman, der eher nichts für einen Fan von Jugendbüchern, Thrillern oder tiefgründigen Romanen ist. Aber tiefgründig ist das entscheidende Wort!

"Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" ist der Erstling von Rachel Joyce. Und trotzdem hat es dieser richtig in sich. Harold ist ein Rentner und nicht so zufrieden. Da erfährt er das seine alte Arbeitskollegin und gute Freundin bereits im Sterben liegt. Er schreibt ihr einen Brief, will diesen einwerfen und läuft am Postkasten vorbei und läuft einfach weiter und weiter, solange bis aus diesem kurzen Gang auf einmal ein Fußmarsch von über 1000 Kilometer werden und er ihr diesen Brief selbst übergeben möchte.
Die Handlung an sich ist denkbar einfach. Und dennoch schafft es die Autorin unglaublich viel Gefühl in ihren Roman zu packen. Sie zeichnet wunderbare warmherzige Personen, die lebendig werden und nimmt den Leser mit auf die Reise von Harold.

Mich erinnerte die Geschichte ein wenig an einen bekannten Film. Das tut aber dem Lesespaß überhaupt keinen Abbruch. Ich habe das Buch verschlingen müssen und habe gedanklich sehr gerne die Reise mit Harold gemacht. Mich faszinierte seine Vergangenheit. Denn da er bereits Rentner ist, hat er unglaublich viel erlebt, zusammen mit seiner Frau. Und er konzentriert sich einfach nur noch auf seine gute alte Freundin, der er durch diese Geste, ihr den Brief persönlich in die Hand drücken zu können. Gerade das Einfache an der Geschichte hat mir einfach so sehr gefallen und Harold ging mir extrem ans Herz.
Beide Daumen hoch für dieses unerwartet wundervolle Buch

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Bewertung von R.E.R. am 31.12.2012 ***** ausgezeichnet
Harold Fry erhält den Brief einer ehemaligen Kollegin. Queenie Hennessy ist unheilbar an Krebs erkrankt und schreibt um sich zu verabschieden. Harold, gerade frisch in Rente, hatte vor mehr als zwanzig Jahren für einige Zeit mit ihr zusammengearbeitet und sie als Freundin schätzen gelernt. Er überlegt ihr eine Postkarte zu senden, bringt es aber nicht über sich diese einzuwerfen. Von Briefkasten zu Briefkasten lenkt er an diesem sonnigen Aprilmorgen seine Schritte. Als er mittags an einer Tankstelle hungrig einen Burger zu sich nimmt, rät ihm ein junges Mädchen an Heilung zu glauben. Harold fasst einen spontanen Beschluss. Er wird laufen und Queenie wird leben. Ohne es zu wissen, hat er sich zum Pilgern entschlossen. Vom südlichsten Zipfel Englands zur nördlichsten Spitze Schottlands, durch die Höhen und Tiefen seines Lebens und durch die Welt des Alltäglichen.

Das “unwahrscheinliche” dieser ungewöhnlichen Pilgerreise macht den Roman so überzeugend. Die Hauptfigur, der unscheinbare Rentner Harold, steht vom Frühstückstisch auf und läuft los. Mit seiner Postkarte, seinen Segeltuchschuhen und der wasserdichten Jacke verlässt er das Haus. Er kann jederzeit umkehren und geht doch weiter. Er plant nichts und hat doch ein Ziel. Es nimmt alles wie es kommt und lässt sich dennoch von jedem Augenblick überraschen. So einfach und schön liest sich das, das man am liebsten sofort selber irgendwohin aufbrechen möchte.

Im Verlauf der Handlung, wenn Harold beginnt im Rhythmus seiner Schritte über sich selbst und sein Leben nachzudenken, wird klar das hier keineswegs ein unbelasteter Rentner läuft. Viel hat sich angesammelt auf seinem Lebensweg. Seine Ehe mit Maureen gescheitert, die Beziehung zu seinem Sohn David entfremdet, die treue Freundin Queenie vergessen. So klar und deutlich er den Weg zu seinen Füßen wahrnimmt, so klar erinnert er sich plötzlich wieder. Szenen seiner Kindheit und Jugend (der Vater trinkt, die Mutter verlässt die Familie), seiner Ehe (junges Glück und späte Tragik) und seines Arbeitslebens (brutaler Chef und große Schuld) werden lebendig. Je weiter er kommt, desto mehr schärft der Weg auch sein Bewusstsein für die Menschen die ihn umgeben und denen er begegnet.

“Die Leute kauften Milch, tankten ihre Autos auf, brachten Briefe zur Post. Und niemand wusste, welche entsetzliche Last sie mit sich herumschleppten. Welche unmenschliche Anstrengung es sie manchmal kostete, normal zu erscheinen, zugehörig zur scheinbar so einfachen Welt des Alltäglichen. Als Reisendem stand ihm nicht nur das Land offen, sondern auch alles andere. Die Menschen konnten ungezwungen mit ihm reden, und er konnte ungezwungen zuhören. Ein wenig von ihrer Last mitnehmen, wenn er wieder ging.”

Im Klappentext wird im Zusammenhang mit “Harold Fry” auf den “Hundertjährigen” von Jonas Jonasson hingewiesen. Eine saloppe Formulierung im Sinne von “auch dieser 65 jährige verschwindet Aufsehen erregend”. Ich habe beide Bücher direkt hintereinander gelesen. Beide werden für mich immer in einem Zusammenhang stehen. Und beide sind auf ihre Art einmalig und großartig. Dennoch ist die “Pilgerreise” ganz anders, als die skurrile Geschichte um den Hundertjährigen.

“Harold ging ein Stück mit diesen Fremden und hörte ihnen zu. Er urteilte über niemanden. Er hatte erfahren, dass ihn gerade die kleinen Dinge anrührten und staunen ließen - und auch die große Einsamkeit. Harold konnte an keinem Fremden mehr vorbeigehen, ohne die Tatsache zu würdigen, dass alle Menschen gleich waren und doch einzigartig, und dass darin das Dilemma des Menscheins bestand.”

Den “Hundertjährigen” habe ich “als Leitfaden für ein glückliches und langes Leben” bezeichnet. Die Pilgerreise ist, nach meinem Empfinden, eine Anleitung zur Menschenliebe. Ein “Harold” kann in jedem von uns stecken, das ist die tröstliche Quintessenz. Man muss ihn nur “laufen lassen“.

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Bewertung von Maroline T. aus Jülich am 18.12.2012 ***** ausgezeichnet
Es geht um einen Pensionär, dessen monotoner Alltag plötzlich durch eine tragische Mitteillung durchbrochen wird. Harold antwortet seiner Krebskanken Bekannten, die im Norden England wohnt, aber er wirft den Brief, der eh total kurz ist, nicht ein, sondern fängt an zu laufen. Ein modernes Märchen über den Sinn des Lebens, des Miteinanders und der Nächstenliebe. Verpflichtung, Gleichmut aber auch der Glaube "Berge versetzen zu können" spielen eine Rolle. Wird Harold es schaffen, seine Freundin Queenie durch seine Pilgerreise zu retten?
Eines der besten Bücher von 2012!!!! Die Charaktere schrreibt das Leben - Profitgiereige, Versager, Diebe, Drogensüchtige, Despoten und Egoisten spielen darin ihre Rolle genauso wie Freunde, Trauernde und, Liebende. Ein Buch, das nahe geht und leider irgendwann aufhört!!!!

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Bewertung von Meggie aus Mertesheim am 27.11.2012 ***** ausgezeichnet
Harold Fry ist, lebt zusammen mit seiner Frau Maureen in einem Häuschen in Südengland und ist Rentner. Als ihn eines Tages ein Brief erreicht, gerät sein Leben aus den Fugen. Denn dieser Brief bringt Harold zum Nachdenken. Über sich, seine Frau, seinen Sohn und sein vergangenes Leben. So schreibt Harold zurück und geht zum Briefkasten. Doch dann geht er immer weiter. Er möchte die Verfasserin des Briefes besuchen. Denn sie hat Krebs und sich in dem Brief von Harold verabschiedet. Harold macht sich auf zu seiner persönlichen Pilgerreise. Und dort begegnet er ganz unterschiedlichen Menschen, die ebenfalls ihren Weg suchen.

Ein berührendes, wundervolles, tieftrauriges und vor allem sensationelles Buch. Nicht viele Bücher schaffen es, mich derart zu faszinieren und zu fesseln, doch Rachel Joyce hat es eindeutig geschafft, mich in ihren bzw. in Harolds Bann zu ziehen.

Die leisen Töne, die die Autorin anschlägt, sind so wunderbar, dass man nur eins machen kann: weiterlesen! Denn man möchte unbedingt wissen, wie es Harold ergeht, welchen Weg er einschlägt. Man möchte seine Gedanken teilen, an seinen Ängsten teilhaben und vor allem wissen, warum er denn jetzt einfach drauf losläuft.

Im Laufe seiner Wanderung lernt man ihn und seine Frau Maureen besser kennen und kann auch verstehen, warum sie so sind, wie sie sind. Ich konnte mir schon ab dem ersten Drittel des Buches den Grund vorstellen, warum die beiden nicht mehr so miteinander reden können, sich aber trotzdem noch lieben. Am Ende jedoch nochmal wortwörtlich das nachzulesen, was ich die ganze Zeit vermutet habe, hat dann doch die Tränen fließen lassen.

Ab Schönsten fand ich die Beschreibungen der Autorin. Sie hat viele Farben ins Spiel gebracht. So kann man sich England eigentlich gar nicht vorstellen. Man meint immer, dort ist alles Grau in Grau, aber die Autorin beweist das Gegenteil und liefert eine so wunderbare Beschreibung der Landschaft, das man direkt Lust bekommt, Harolds Route abzuwandern und das zu sehen, was er gesehen hat.

Gerade die Tiefe, die das Buch versprüht, hat mich nachdenklich werden lassen. Denkt man heute viel zu viel an sich selbst und vergisst darüber hinaus seine Mitmenschen oder gar seinen Partner? Ein bisschen mehr Fernblick würde wahrscheinlich jedem gut tun.

Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen, denn Harold und auch seine Frau Maureen sind zwei so liebenswerte Charaktere. Man muss sie einfach kennenlernen und Zeit mit ihnen verbringen.

Fazit:
Unwahrscheinlich einfühlsam und wunderbar. Mein Novemberhighlight 2012.

© sina frambach

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Bewertung von Nata_ aus Ulm am 31.07.2012 ***** ausgezeichnet
Hier findet ihr die ganze Rezension: http://bubbly-books.blogspot.de/2012/07/rezension-die-unwahrscheinliche.html

Meine Meinung:
Der Schreibstil in dieser Geschichte ist ganz angenehm zu lesen, jedoch anspruchsvoller als manches Jugendbuch. Manchmal gab es aber auch Stellen, die nicht so verständlich waren und Stellen, die einen nicht so interessiert haben. Außerdem fiel es mir am Anfang total schwer, die Geschichte in eine Zeit zuzuordnen, den am Anfang nahm ich an, dass die Geschichte in der Vergangenheit spielt, und erst nach ein paar Seiten, merkte ich, dass die Geschichte im Jetzt spielt. Aber im größten Teil des Buches konnte man die Gedanken und Gespräche nachvollziehen und wollte mehr wissen. Denn am Anfang gab es noch einige ungeklärte Fragen über die Harold nicht reden wollte.
Harold an sich, trete ich auch mit gemischten Gefühlen entgegen, natürlich bewundere ich ihn für seinen Mut und die Herausforderung, die er auf sich nimmt, jedoch war ich manchmal schon ziemlich genervt, als er dauernd aufgeben wollte, wie man auch meinem Kommentar im Buch entnehmen konnte: "Ich hoffe, er hat sich jetzt endlich endgültig entschieden".
Jedoch gewann er wieder einen Teil meines Respekts mit der Entscheidung mit leichtem Gepäck zu reisen und auf Geld etc. zu verzichten, den sowas könnte ich mir nun wirklich nicht vorstellen.
Die Erlebnisse und der Umgang mit seinen Mitmenschen haben mich zusätzlich schwer beeindruckt, den Harold ist ein netter "Opi", den man einfach lieben muss. Er kommt einfach mich fast allem klar und hat Verständnis für jeden. Außerdem sind die Erinnerungen, die man mit ihm erleben durfte, total schön beschrieben und runden die Geschichte ab.
Das Ende war meiner Meinung nach total super, auch wenn es zum größten Teil einfach zum heulen war. Glücklich war ich über die Wiedervereinigung von Harold mit dem Menschen den er liebt und über den Ausgang seiner Pilgerreise. Ich finde das Ende so gut wie es war und würde nichts daran ändern, auch wenn bei mir oft die Emotionen übersprudelten.



Fazit:
Ich fand es richtig cool, als ich von der Aktion Wind bekommen habe, und da ich noch nie ein Wanderbuch hatte, habe ich mich über neue Erfahrungen und den Austausch mit anderen gefreut.
Zudem freute es mich, dieses Buch lesen zu dürfen, da ich es ziemlich interessant fand, und weil jeder darüber geredet hat, wollte auch ich mitreden und das Buch in naher Zukunft lesen. Jetzt kann ich sagen, dass es sich gelohnt hat auf das Buch zu warten, da es eines der emotionalsten Bücher ist, die ich kenne.

Dies ein Buch, das mich sehr bewegt hat und Harold selbst ist ein Mann der mich mit seinem Mut beeindruckt hat.
Seine Geschichte ist einfach total ergreifend und regt meiner Meinung nach Menschen an Mut zu beweisen, den Glauben unter gar keinen Umständen zu verlieren, Hoffnung zu haben und das wichtigste im Leben nie aus den Augen zu verlieren.

Zum Schluss kann ich sagen, dass man das Buch lesen sollte, wenn man auf emotionale Bücher steht, denn genau das bietet dieses ergreifende, witzige und auch todtraurige Buch. Ich persönliche bestritt jeden Schritt zusammen mit Harold und war froh einiges, neues lernen zu dürfen. In jedem Fall ist das ein Buch, an dem man wächst und durch das man wieder anfängt zu glauben, denn Harold zeigt, dass man mit Willenskraft alles erreichen kann.

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Bewertung von Wicked aus Friedberg am 10.07.2012 ***** sehr gut
Ein sehr schönes und anrührendes Buch !! Allerdings darf man nicht - wie ich - den Fehler machen und auf das spektakuläre Ende warten...denn hier ist wirklich der Weg wichtig, nicht unbedingt das Ankommen. Aber: Sehr zu empfehlen!

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Bewertung von AmyMaus87 am 04.07.2012 ***** ausgezeichnet
Inhalt
Harolds Leben ist schier eintönig geworden, er lebt neben seiner Frau her in einem kleinen beschaulichen Ort, bis ihn an einen dieser Tage ein Brief erreicht. Ein Brief einer erst lang vergessenen "Freundin" namens Quennie. Sie teilt ihm mit, dass sie sich verabschieden wollte, weil sie unheilbar an Krebs erkrankt ist.
Bestürzt über die Zeilen, versuch Harold seine Gefühle in Worte zu verfassen und möchte auch ihr einen Brief zukommen lassen aber dann überschneiden sie sich die Ereignisse und Harold ergreift den Schluss Quennie zu besuchen und zwar zu Fuß. 87 tage
lang wandert er durch die Orte in der Hoffnung, ihr neues Leben schenken zu können.

Meine Meinung
Die Geschichte wird vorwiegend in Harolds Sicht geschrieben, zeitweise aber auch in der Sicht seiner Frau Mareen, was mir sehr gut gefiel. Somit konnte ich nicht nur seine Gedankenwege verfolgen, sondern auch diese von Maureen. Deren Schmerz ganz
anders zu sein schien, als Harolds. Langsam berührend und fast poetisch beschreibt Rachel Joyce seinen Weg bis nach Berwick Upon Tweed.
Das Treffen mit anderen Menschen, sein Denken über die Vergangenheit. Vergessene und verdrängte Erinnerungen tauchten plötzlich wieder vor seinem inneren Auge auf. Gute sowie schlechte, die ihn plötzlich auch einen ganz anderen Blickwinkel
betrachten ließen. Harold war es gewohnt all seinen Kummer und Frust hinunter zu schlucken und nie wieder über einzelnen Sachen nachzudenken, er hat sie schlichtweg verdrängt aber als er auf dem Weg diese Zeit findet, zu sich selbst zu finden,
kann er auch Frieden mit sich selbst, seinem Sohn und seiner Frau Maureen schließen, den er sich so lang gegen gewehrt hatte.
Die Autorin verrät nie zu viel, sondern lässt einen sanft in die Geschichte eintauchen und die Wahrheit erfahren, die hinter all diesem steckte. Dies war so zärtlich und leise beschrieben, dass es mich emotional tief berührt hat.
Denn auch das Thema der Trauer und dem Tod hat hier seinen Platz und zeigt hier, welche Handlungsweisen es danach gibt.
Maureen die sich in einen Käfig aus Traurigkeit schloss und ihr Nachbar Rex, der dieser Verlust sichtlich schmerzte er aber
trotzdem immer wieder versucht sein Leben weiter zu leben.

Auch bietet dieses Buch sehr schöne Textstellen, die mich immer wieder zum Nachdenken gebracht haben:

Eins
"Man muss nur daran glauben, dass ein Mensch wieder gesund werden kann. Unser Geist ist viel größer, als wir begreifen. Wenn wir fest an etwas glauben, können wir alles schaffen."
Zwei
"Wenn er diesen Weg ging, um alte Fehler wiedergutzumachen, so bestand seine Reise auch darin, die Eigenart anderer zu akzeptieren."
Drei
"Ich vermisse sie die ganze Zeit. Ich weiß im Kopf, dass sie nicht mehr ist, aber ich halte immer noch nach ihr Ausschau.Geändert hat sich nur eines: Ich gewöhne mich an den Schmerz. Es ist, wie wenn sich im Boden ein großes Loch auftut. Anfangs vergisst man, dass es da ist, und stolpert dauernd rein. Nach einer Weile ist das Loch zwar noch da, aber man hat gelernt, außen herum zu gehen"
Vier
"Die Menschen, denen er begegnete, die Orte, die er durchquerte, waren Schritte auf seiner Reise, und jedem einzelnen von ihnen räumte er einen Platz in seinem Herzen ein."_

Fazit Ich kann Jedem das Buch empfehlen, der leise Töne liebt, denn diese Geschichte fährt nicht mit Action oder Dramatik auf. Es sind die leisen poetischen Worte, die einen zum Nachdenken anregen.

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