Becks letzter Sommer - Wells, Benedict

Becks letzter Sommer

Benedict Wells 

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Becks letzter Sommer

Ein liebeskranker Lehrer, ein ausgeflippter Deutschafrikaner und ein musikalisches Wunderkind aus Litauen auf dem Trip ihres Lebens, von München durch Osteuropa nach Istanbul. Im Gepäck jede Menge Geheimnisse - und die Frage, ob es je zu spät ist, sich seine Träume zu erfüllen. Ein Roman über die Musik, die Liebe und das Leben. Schräg, witzig, weise und berührend.


Produktinformation

  • Verlag: Diogenes
  • 2009
  • Neuaufl.
  • Ausstattung/Bilder: Neuaufl. 2015. 453 S.
  • Seitenzahl: 453
  • detebe Diogenes Taschenbücher Nr.24022
  • Deutsch
  • Abmessung: 180mm x 113mm x 30mm
  • Gewicht: 343g
  • ISBN-13: 9783257240221
  • ISBN-10: 3257240228
  • Best.Nr.: 26369067
Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 31.12.2009

Götterspeise als Hauptgang
Benedict Wells rast genialisch über den Balkan

Robert Beck ist Ende dreißig, als kauziger Alleinstehender mit Bauch und Unfrisur von wallanderscher Erscheinung, aber ohne das idealistische Berufsethos des verbissenen Kommissars: Beck ist als Lehrer eine Null; er ist einer, der sich in Momenten der Desillusionierung daran erinnert, nie Illusionen gehabt zu haben.

Der junge Münchner Autor Benedict Wells lässt die Titelfigur seines nun auch als Taschenbuch erschienenen Debütromans ein noch ausreichendes, tendenziell aber mangelhaftes Dasein führen. Doch plötzlich hat dieser Beck, der nicht mehr an ein aufregendes Leben geglaubt hat, eine Epiphanie in Gestalt des jungen Litauers Rauli, eines mit Unauffälligkeit gestraften Siebzehnjährigern, der Gitarre spielen und singen kann wie ein junger Gott. Der verhinderte Rockstar Beck entdeckt dieses Ausnahmetalent, will ihm Gottvater sein und muss sich doch mit der Rolle des Jüngers abfinden. Denn sosehr sich Beck auch müht und Geld und Leidenschaft investiert, er wird eine Fußnote bleiben in Raulis Karriere. Einen Sommer lang aber darf Beck träumen.

Neben …

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kulturnews - RezensionBesprechung
Bereitgestellt von kulturnews.de
(c) bunkverlag
"Durchs Zimmer donnerte ein mächtiges Gitarrenriff, vorgetragen in rasender Geschwindigkeit. Raulis lange Finger huschten über die sechs Saiten und entlockten der Gitarre winselnde, schneidende Klänge." Vielleicht ist es nach all den schlechten Konzertberichten und Musikerporträts inzwischen unmöglich, klischeefrei und ohne überstrapazierte Bilder über Rockmusik zu schreiben. Auch der gerade mal 24 Jahre alte Benedict Wells mischt da mit und erzählt in seinem Debüt von dem frustrierten Musiklehrer und verhinderten Rockstar Robert Beck. Als der 37-Jährige das unglaubliche Songwritertalent seines Außenseiterschülers Rauli erkennt, sieht er die Chance, als Entdecker und Manager des jungen Litauers doch noch ein wenig Glamour in sein Leben zu bringen. Allerdings ist der 17-jährige Rauli komplizierter gestrickt, als Beck zunächst glaubt, und die windigen Büttel der Musikindustrie haben von Fairplay noch nie was gehört. Weil "Becks letzter Sommer" die Musikszene ab der Buchmitte immer öfter verlässt, zum Roadmovie mutiert und Wells zwischen die schnellen Handlungelemente intelligente Reflexionen über die Lebenssinnsuche einschiebt, steht unterm Strich dann doch einer der besten Romane des Herbstes. Gar nicht auszudenken, was der Wahlberliner vorgelegt hätte, wenn er auf den Musikquatsch verzichtet hätte. Übrigens ist Benedict Wells Mitglied der Indieband Darts Of Pleasure. (cs)

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Respekt zollt Jan Söfjer diesem Debüt-Roman von Benedict Wells. Die Frage, ob es dem erst 24-jährigen Schriftsteller gelungen ist, überzeugend über die Lebenskrise eines 37-jährigen Deutsch-Lehrers zu schreiben, der viel lieber Rockmusiker geworden wäre, beantwortet er mit einem eindeutigen Ja. Er schätzt die Beschreibung des Road-Trips des Lehrers durch Osteuropa nach Istanbul, die zur "Sinnsuche im Innenleben der Protagonisten" wird. Dabei hebt er hervor, dass hinter dem Roman keineswegs nur die freischwebende Fantasie des Autors steckt, sondern auch abenteuerliche Erfahrungen. Besonders haben ihm offenbar Wells' "schmissige Dialoge" gefallen. Mit Lob bedenkt er zudem den Umstand, dass der Autor bei der Umsetzung seines Themas der Selbstverwirklichung und des Künstlerwerdens nicht dem Klischee einer "vollkommenen Befreiung" aufgesessen ist.

© Perlentaucher Medien GmbH
Benedict Wells wurde 1984 in München geboren. Mit sechs Jahren begann seine Reise durch drei bayrische Internate. Nach dem Abitur 2003 zog er nach Berlin. Dort entschied er sich gegen ein Studium und widmete sich dem Schreiben. Seinen Lebensunterhalt bestritt er mit diversen Jobs.

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Bewertung von Winfried Stanzick am 24.06.2015   ausgezeichnet
Benedict Wells, Becks letzter Sommer, Diogenes 2015, ISBN 978-3-257-24022-1

Dieser Roman ist das sensationelle Debüt eines 1984 geborenen jungen Schriftstellers, der sich im Jahr 2008 mit "Becks letzter Sommer" wie mit einem Paukenschlag auf die deutsche Literaturbühne katapultiert und große Beachtung gefunden hat. Zu Recht, wie der Rezensent findet, der sich über das ganze Buch immer wieder gefragt hat, woher ein gerade 23-Jähriger die Erfahrung und den Tiefgang nimmt, um sich dermaßen in seine fast doppelt so alten Hauptfiguren hineinzuversetzen.

Mehrmals war ich erinnert an das Debüt von Aron Grünberg, der ähnlich kräftig und unkonventionell wie Benedict Wells vor langer Zeit die Literaturszene aufmischte, aus der er längst nicht mehr weg zu denken ist.

Benedict Wells erzählt die Geschichte einer Beziehung zwischen einem Lehrer und einem Schüler. Der Lehrer, Robert Beck, ist ein im Schulalltag abgestumpfter Pädagoge, der selbst als Musiker irgendwann stehen geblieben ist, und dennoch niemals aufgehört hat, davon zu träumen, mit seinen Texten, die er pausenlos schreibt, irgendwann groß im Musikgeschäft herauszukommen. Er hasst Bob Dylan, weil sein Vater dessen Musik nahezu ununterbrochen hörte und hat dennoch in der Mitte des Buches eine erhellende und ernüchternde Begegnung mit ihm.

Als der siebzehnjährige Rauli aus Litauen in Becks Musikklasse kommt, nimmt der Lehrer diesen Außenseiter , wie die Schüler auch, zunächst nicht wahr. Dann aber entdeckt er zufällig, dass Rauli eine unbeschreibliche Begabung hat. Eines Tages fragt er Beck, ob er dessen E-Gitarre, eine Stratocaster, ausleihen darf und fängt an, darauf zu spielen. Die Musik und die Melodien, die da hervorbrechen, zerreißen Beck fast das Herz. So etwas hat er noch nie gehört. Ein wahnsinniges Talent hat er da entdeckt, einen ungeschliffenen Diamanten. Selbst als Musiker schon vor Jahren kläglich gescheitert, wittert Robert Beck mit Rauli eine neue Chance. Er könnte mit seinen Texten und Raulis Musik als Manager Rauli zu einer beispiellosen Karriere verhelfen und sich selbst den lange gehegten Traum erfüllen, als Shootingstar in die Musikszene zurückzukehren.

Benedict Wells beschreibt nun diese schwierige Beziehung, die Robert Beck mit der undurchsichtigen litauischen Familie des Schülers zusammenführt. Wie er sich in die Seelenwelt eines letztlich am Leben und an der Liebe gescheiterten , fast 40- Jährigen hineinversetzt, ist genial und hat möglicherweise selbst erlebte Vorbilder. Robert Beck versucht verzweifelt, sich der Welt Raulis zu nähern, ihn für sich zu gewinnen, doch der Junge entzieht sich ihm immer wieder.

Eine Melodie mit dem Titel "Finding Anna" spielt eine große Rolle, die Rauli auf einem seiner viele gelben Zettel notiert hat, als er in die erotische Anna Lind verliebt war, ein Mädchen in Becks Klasse, deren Bild der auch schon mal bei seinen einsamen und traurigen Masturbationen zu Hause imaginiert.

Eine Kellnerin namens Lara taucht auf, die sich in Beck verliebt hat, verbissen dagegen ankämpft und für die Beck aber gar keine wirkliche Empfindung hegt. Er ist regelrecht beziehungsunfähig. Nur mit seinem Freund Charlie, ein groß gewachsener Deutsch- Afrikaner, der früher mit Beck Musik gemacht hat, kann er reden. Charlie ist ein kleiner Philosoph und sprüht vor sarkastischen Lebenseinsichten, kommt aber mit seinem Leben auch nicht zurecht.

Benedict Wells zeichnet mit diesem erfrischenden Roman mit lockerer und leichter Sprache Menschen und ihr Schicksal, die sich auf einem langen Weg befinden zu sich selbst, die jedoch viele Umwege machen müssen und in manchen Sackgassen zunächst stecken bleiben. Plötzlich und unerwartet taucht auf Seite 154 zum ersten Mal der Erzähler des Buches auf, ein Redakteur namens Ben, den Robert Beck für die Pressearbeit für ein Konzert mit Rauli kontaktiert hatte und der zwischendurch immer wieder in Einschüben Beck an Ich" von seiner Arbeit an dem Buch berichtet.

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