Glaube der Lüge / Inspector Lynley Bd.17 - George, Elizabeth

Elizabeth George 

Glaube der Lüge / Inspector Lynley Bd.17

Übersetzung: Breuer, Charlotte; Möllemann, Norbert
Gebundenes Buch
 
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Glaube der Lüge / Inspector Lynley Bd.17

Lynley und Havers:

"Ein Duo wie Spreng und Stoff." -- Frankfurter Rundschau

"Es ist unmöglich, Elizabeth Georges Erzählkunst zu widerstehen, wenn man auch nur eines ihrer Bücher gelesen hat!" -- USA Today

"Die Meisterin des englischen Spannungsromans!" -- New York Times

Alle Achtung! Der „Drive“, den dieser Kriminalroman entwickelt, hat es wirklich in sich – das Finale liest man mit angehaltenem Atem und verschlingt angespannt Seite um Seite. Diesmal ermitteln Detective Inspector Thomas Lynley und sein Sidekick Barbara Havers getrennt. Denn Lynley ist undercover unterwegs. Der reiche Geschäftsmann Bernard Fairclough bittet um Hilfe: Sein Neffe, Ian Cresswell, ist ertrunken. Er soll nach einer Ruderpartie beim Aussteigen im Bootshaus ausgerutscht, mit dem Kopf auf den Anleger aufgeschlagen und ins Wasser gefallen sein. Doch Fairclough will Gewissheit – er glaubt, dass die lockeren Steine, wegen derer Ian Cresswell zu Tode kam, sich nicht von allein gelockert haben. Besonders verdächtigt er das schwarze Schaf der Familie, seinen Sohn Nicholas Fairclough. Er war jahrelang drogensüchtig, ist aber angeblich seit seiner Heirat mit der argentinischen Ausnahmeschönheit Alatea durch die Kraft der Liebe geheilt.

An Lynley ist es nun, polizeilich zu ermitteln, das aber diskret und ohne, dass er als Scotland-Yard-Detective auftritt. Ihm kommt die Reise nach Cumbria nicht ungelegen, denn seine Affäre mit Chefin Isabelle Ardery entwickelt sich kompliziert. Seine Freunde Simon Allcourt-St. James und Deborah St. James begleiten Lynley auf Wunsch und helfen ihm bei den verdeckten Ermittlungen. Das tun sie gerne, denn auch sie können Ablenkung gut vertragen. Der unerfüllte Kinderwunsch belastet beide, und Deborah steht vor der schweren Entscheidung für oder gegen eine Adoption. Barbara Havers bleibt in London und wird erst später von Lynley eingeweiht. Sie muss ihm Informationen beschaffen, denn die Nachforschungen bei den Faircloughs erweisen sich als wesentlich heikler als gedacht. Da ist z. B. die verbitterte Exfrau des Toten Ian. Sie wurde von ihrem Mann nach seinem homosexuellen Coming-out verlassen und hasst ihn seitdem. Und auch die Kinder, vor allem Sohn Tim, verstört die Trennung und Vaters Liebe zu Männern massiv. Da ist – neben Nicholas, dem angeblich Verdächtigen – Alatea, seine umwerfend aparte Frau; sie weckt Deborahs Ermittlerinstinkt. Und da ist die gehbehinderte Mignon, eine der Fairclough-Töchter, die ihren Hass auf die Familie nicht verbergen kann und es auch gar nicht will.

Schnell wird klar, dass man sich im Rahmen der Nachforschungen wie auf einem Minenfeld bewegen muss. Vorsichtig und jederzeit gefasst auf einen Knall, eine Erschütterung, eine Explosion. Harmlos begonnene Gespräche geraten aus dem Ruder und werfen weitere dunkle Fragen auf. Glaubt Lynley, nur an einem Faden zu ziehen, eine Spur zu verfolgen, dräut aus der Tiefe ein ganzes Spinnengeflecht – und das Ermittlertrio vor Ort verheddert sich kräftig. Vor allem Deborah wird sich an diese Reise noch lange erinnern. Wie nach und nach die Schatten auftauchen, die Familie Fairclough fast auseinanderbricht ob all der Lügen, Gemeinheiten und all der Gleichgültigkeit; wie sich die Schicksale verzweigen und zu eigenen Geschichten heranreifen, verzweifelten, herzzerreißenden und aufwühlenden Geschichten, die einen in den Bann ziehen … all das schafft Elizabeth George meisterlich und mit wahrlich überraschenden Wendungen in allerbester Krimitradition.



Produktinformation

  • Verlag: Goldmann
  • 2012
  • Ausstattung/Bilder: 2012. 700 S.
  • Seitenzahl: 700
  • Deutsch
  • Abmessung: 223mm x 150mm x 57mm
  • Gewicht: 913g
  • ISBN-13: 9783442312511
  • ISBN-10: 3442312515
  • Best.Nr.: 35056930

Perlentaucher-Notiz zur FR-Rezension

Sylvia Staude bemüht das doch recht abgeschmackte Prädikat "very british" für diesen Krimiroman von Elizabeth George. Bemerkenswert, weil George Amerikanerin ist. Bemerkenswert auch, dass die weibliche Hälfte ihres bewährten Ermittlerteams Lynley/Havers diesmal zum Friseur geht. Nach 25 Jahren Verbrecherjagd eine reife Leistung, findet Staude. Ein bisschen behäbig kommt ihr Georges Erzählweise mittlerweile vor. Dafür thematisch immer auf der Höhe, wie sie findet (Homo-Ehe, Transsexualität!). Herrenhäuser, so gibt Staude Entwarnung, spielen allerdings weiterhin eine Rolle, und der diskrete Charme Inspector Lynleys sowieso.

© Perlentaucher Medien GmbH

"Hochspannung bei extrem 'unblutiger' Handlung - ein echtes Kunststück!" BRIGITTE

"Es macht Spaß, diesen Kriminalroman ohne Mord auszukosten."

"Hochspannung bei extrem 'unblutiger' Handlung - ein echtes Kunststück!"
Alle Achtung! Der „Drive“, den dieser Kriminalroman entwickelt, hat es wirklich in sich – das Finale liest man mit angehaltenem Atem und verschlingt angespannt Seite um Seite. Diesmal ermitteln Detective Inspector Thomas Lynley und sein Sidekick Barbara Havers getrennt. Denn Lynley ist undercover unterwegs. Der reiche Geschäftsmann Bernard Fairclough bittet um Hilfe: Sein Neffe, Ian Cresswell, ist ertrunken. Er soll nach einer Ruderpartie beim Aussteigen im Bootshaus ausgerutscht, mit dem Kopf auf den Anleger aufgeschlagen und ins Wasser gefallen sein. Doch Fairclough will Gewissheit – er glaubt, dass die lockeren Steine, wegen derer Ian Cresswell zu Tode kam, sich nicht von allein gelockert haben. Besonders verdächtigt er das schwarze Schaf der Familie, seinen Sohn Nicholas Fairclough. Er war jahrelang drogensüchtig, ist aber angeblich seit seiner Heirat mit der argentinischen Ausnahmeschönheit Alatea durch die Kraft der Liebe geheilt. An Lynley ist es nun, polizeilich zu ermitteln, das aber diskret und ohne, dass er als Scotland-Yard-Detective auftritt. Ihm kommt die Reise nach Cumbria nicht ungelegen, denn seine Affäre mit Chefin Isabelle Ardery entwickelt sich kompliziert. Seine Freunde Simon Allcourt-St. James und Deborah St. James begleiten Lynley auf Wunsch und helfen ihm bei den verdeckten Ermittlungen. Das tun sie gerne, denn auch sie können Ablenkung gut vertragen. Der unerfüllte Kinderwunsch belastet beide, und Deborah steht vor der schweren Entscheidung für oder gegen eine Adoption. Barbara Havers bleibt in London und wird erst später von Lynley eingeweiht. Sie muss ihm Informationen beschaffen, denn die Nachforschungen bei den Faircloughs erweisen sich als wesentlich heikler als gedacht. Da ist z. B. die verbitterte Exfrau des Toten Ian. Sie wurde von ihrem Mann nach seinem homosexuellen Coming-out verlassen und hasst ihn seitdem. Und auch die Kinder, vor allem Sohn Tim, verstört die Trennung und Vaters Liebe zu Männern massiv. Da ist – neben Nicholas, dem angeblich Verdächtigen – Alatea, seine umwerfend aparte Frau; sie weckt Deborahs Ermittlerinstinkt. Und da ist die gehbehinderte Mignon, eine der Fairclough-Töchter, die ihren Hass auf die Familie nicht verbergen kann und es auch gar nicht will. Schnell wird klar, dass man sich im Rahmen der Nachforschungen wie auf einem Minenfeld bewegen muss. Vorsichtig und jederzeit gefasst auf einen Knall, eine Erschütterung, eine Explosion. Harmlos begonnene Gespräche geraten aus dem Ruder und werfen weitere dunkle Fragen auf. Glaubt Lynley, nur an einem Faden zu ziehen, eine Spur zu verfolgen, dräut aus der Tiefe ein ganzes Spinnengeflecht – und das Ermittlertrio vor Ort verheddert sich kräftig. Vor allem Deborah wird sich an diese Reise noch lange erinnern. Wie nach und nach die Schatten auftauchen, die Familie Fairclough fast auseinanderbricht ob all der Lügen, Gemeinheiten und all der Gleichgültigkeit; wie sich die Schicksale verzweigen und zu eigenen Geschichten heranreifen, verzweifelten, herzzerreißenden und aufwühlenden Geschichten, die einen in den Bann ziehen … all das schafft Elizabeth George meisterlich und mit wahrlich überraschenden Wendungen in allerbester Krimitradition.

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Kundenbewertungen zu "Glaube der Lüge / Inspector Lynley Bd.17"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 4.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** ausgezeichnet)
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Bewertung von R.E.R. am 07.11.2012 ***** sehr gut
Ian Cresswell, Neffe und Geschäfttsführer von Lord Fortcloughs Sanitärunternehmen, ist bei einem Unfall ertrunken. So zumindest hat es die gerichtliche Untersuchung ergeben. Der Lord mag sich mit dieser Erklärung jedoch nicht zufrieden geben. Er hat seinen Sohn Nicholas in Verdacht, der die meiste Zeit seines bisherigen Lebens auf Drogenentzug verbrachte. Seit er verheiratet ist, ist er zwar clean. Dennoch ist sein Vater misstrauisch. Schließlich hätte Ian aller Voraussicht nach die Erbfolge im Imperium angetreten. Thomas Linley soll für den alten Freund seines Vorgesetzen Hillier nun heimlich herausfinden ob es sich nicht doch um Mord gehandelt hat. Linley nimmt den Auftrag “under Cover” zu ermitteln zögerlich an und nimmt sich zur Unterstützung seinen Freund Simon und dessen Frau Deborah mit. Zu dritt reisen sie ins malerische Cumbria und beginnen im dortigen Nebel zu stochern.

Elizabeth George, die mit dem vorliegenden Roman bereits ihren 18. Fall um das Ermittlerduo Thomas Linley und Barbara Havers vorlegt, versucht sich im Columbo Stil. Der Leser erfährt am Ende des ersten Kapitels auf welche Weise das Opfer zu Tode kommt. Entspannt kann man sich zurücklehnen und statt der Frage des wer, die Frage des warum ergründen. Gründe für einen Mord an Cresswell scheint es zuhauf zu geben. Seine Ex-Frau Niamh, die auf Rache sinnt, seit Ian sie und die Kinder für seinen homosexuellen Geliebten Kaveh verlassen hat. Dieser wiederum wollte vielleicht nicht so lange auf diesen Besitz warten. Auch die Cousine Ians, die behinderte Mignon, hätte ein Motiv. Ian wollte ihren Vater überreden, ihr die monatlichen Zuwendungen zu streichen.

Die Fährten mehren sich, je länger die Ermittler “auf leisen Sohlen” in der malerischen Landschaft verweilen. Während die Männer sich eher um den Tathergang bemühen, verfolgt Deborah Nicholas schöne Frau. Sie heftet sich hartnäckig an ihre Fersen, weil Sie das Gefühl hat, dass mit der zurückhaltenden Südamerikanerin etwas nicht stimmt. Sie schreckt auch nicht davor zurück, den Klatschreporter Zed Benjamin mit einzuspannen um ihre Neugier zu befriedigen.

Elizabeth George variiert wieder mit diversen Protagonisten. Neben den oben genannten ist es noch der verhaltensauffällige Tim und dessen kleine Schwester Gracie. Beide Kinder haben die Trennung der Eltern nur schwer verkraftet, aber der Junge pflegt seither gefährliche Kontakte. Manette, die zweite Schwester von Nicholas, die sich um die Kinder sorgt und versucht die verantwortungslose Mutter Niamh an ihre Pflichten zu erinnern. Ihr Ex-Mann Freddie, mit dem sie noch immer unter einem Dach lebt, genießt derweil die Freuden seiner neugewonnenen Freiheit mit sexueller Freizügigkeit.

Daneben kämpft die Stammbesetzung der Serie wie üblich mit ihren privaten Problemen. Linley dessen heimliche Affäre mit seiner Vorgesetzten Isabell Ardery das Arbeitsklima belastet. Barbara Havers, die mit dem plötzlichen Auftauchen der Frau des von ihr verehrten Nachbarn Aszhar hadert und dessen geliebte Tochter Haddiyah nun mit deren leiblicher Mutter teilen muss. Überdies hat sie sich, auf Befehl von Ardery, auch noch in eine gut gekleidete und frisierte Beamtin zu verwandeln. Diese Szenen sorgen wie immer für viel gute Laune. Simon und Deborah schlagen sich privat mit einem neuen Anlauf ein Kind zu bekommen herum: offene Adoption.

Alles in allem wieder einmal ein guter Krimi mit viel psychologischem Feingefühl. Er kommt zwar nur langsam in Fahrt, entschädigt jedoch durch ein fulminantes Finale mit sich überschlagenden Ereignissen, die aufs eleganteste gelöst werden. Feine englische Art!

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Bewertung von Joschne aus Sittensen am 03.09.2012 ***** ausgezeichnet
Bernard Fairclough ist das Oberhaupt einer wohlhabenden und einflussreichen Familie, die ihren Sitz im Lake District hat. Nichts ist ihm wichtiger, als jeden Makel, der die schöne Fassade beschädigen könnte, zu vermeiden. Als sein Neffe eines Tages tot im See aufgefunden wird, erklärt die örtliche Polizei schnell, dass es sich um einen Unfall handelt. Fairclough, der dennoch jeden Verdacht ausräumen will, engagiert Inspector Thomas Lynley von New Scotland Yard. Und wie dieser schon bald entdeckt, gibt es einige Familienmitglieder, die einen Grund gehabt hätten, Ian Cresswell Böses zu wollen. Zusammen mit seiner Kollegin Barbara Havers in London kommt er den Geheimnissen der Faircloughs Schritt für Schritt näher - und entdeckt dabei hinter der Fassade das Trümmerfeld ...

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