Der Junge, der Gedanken lesen konnte, 4 Audio-CDs - Boie, Kirsten

Kirsten Boie 

Der Junge, der Gedanken lesen konnte, 4 Audio-CDs

Ein Friedhofskrimi. 263 Min.

Sprecher: Acikgöz, Can
Audio CD
 
2 Kundenbewertungen
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Der Junge, der Gedanken lesen konnte, 4 Audio-CDs

In den Sommerferien zieht der 10-jährige Valentin mit seiner Mutter in eine neue Wohnung. Auf dem nahegelegenen Friedhof lernt er das freundliche Ehepaar Schilinsky, den Friedhofsgärtner Bronislaw und den älteren Herrn Schmidt kennen. Als Valentin erfährt, dass die in den vergangenen Wochen verübten Überfälle auf Juweliergeschäfte mit dem Friedhof in Verbindung stehen, setzt er alles daran, den sogenannten "Gentleman-Räuber" zu überführen. Dabei erweist sich seine besondere Fähigkeit, die Gedanken anderer Menschen lesen zu können, als überaus hilfreich. Gemeinsam mit seinem neuen Freund Mesut begibt sich Valentin auf eine spannende Spurensuche.
Das gleichnamige Buch ist im Verlag Friedrich Oetinger erschienen.


Produktinformation

  • ISBN-10: 3833729783
  • Best.Nr.: 35551952
  • Laufzeit: 263 Min.

Perlentaucher-Notiz zur F.A.Z.-Rezension

Eva-Maria Magel lockt der Kinderkrimi von Kirsten Boie nicht hinter dem Ofen hervor. Nach bewährtem Rezept von Enyd-Blyton- oder TKKG-Serien hat sich die Kinderbuchautorin ihre Geschichte um Valentin zusammengestrickt, der in den Sommerferien einem Juwelendieb auf der Spur ist, natürlich mit Hund, wie die Rezensentin mitteilt. Das alles ist erstmal "solide" erzählt, wird aber mit skurrilen Figuren und "gut gemeinten" Themen wie Fremdsein, Tod des Bruders oder schwierige soziale Verhältnisse überfrachtet, beklagt Magel, die nur die einnehmende Figur des Jungen Valentin so einigermaßen bei der Stange hält.

© Perlentaucher Medien GmbH

Frankfurter Allgemeine Zeitung - RezensionBesprechung von 18.04.2012

LIES DOCH MAL

Muschelgeheimnis: Rudi, das Kaninchen, ist verwirrt. Es hat einen Brief von seiner Kusine Jenny bekommen, die schreibt, sie sei eine Muschel und Rudi solle sie doch bitte am Meer besuchen. Aber wie kann die Kusine eines Kaninchens eine Muschel sein? Und was ist überhaupt eine Muschel? Rudi findet das unheimlich, aber sein Freund Waldo, der Bär, wollte schon immer mal das Meer sehen und reist also ins Dorf Einsweiter zum Strand des bösen Tisches, wo Jenny auf einem Felsen lebt. Sie ist traurig, dass sie nicht mehr herumhoppeln kann wie ein Kaninchen. Aber zum Glück kommt Waldo dem Geheimnis der Muschel-Kaninchen-Kusine auf die Spur. Und am Schluss reist auch Rudi noch ans Meer. Eine Geschichte, die so überraschend und lustig ist, dass sich Erstleser keine Sekunde langweilen.

steff.

Catharina Valckx: "Waldo und die geheimnisvolle Kusine". Moritz Verlag. 88 Seiten, 9,95 Euro. Ab 8 Jahre

Gedankenleser: Valentin kann Gedanken lesen und sehen! Das stellt er zum ersten Mal fest, als er in den Ferien einen alten Friedhof entdeckt, wo ihm eine dicke Frau mit einem Einkaufswagen begegnet, die leider sehr verwirrte Gedanken hat. …

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Kirsten Boie, eine der renommiertesten deutschen Autorinnen des modernen Kinder- und Jugendromans, wurde 1950 in Hamburg geboren, wo sie noch heute mit ihrer Familie lebt. Sie promovierte in Literaturwissenschaft und arbeitete als Lehrerin. 1985 erschien ihr erstes Buch und wurde ein beispielloser Erfolg. Inzwischen sind von Kirsten Boie zahlreiche Bücher erschienen und in viele Sprachen übersetzt worden. Neben Kinder- und Jugendbüchern schreibt sie auch kleinere Drehbücher fürs Kinderfernsehen, Vorträge und Aufsätze zu verschienen Aspekten der Kinder- und Jugendliteratur und sie bereist im Auftrag des Goethe-Institutes das europäische und nicht-europäische Ausland. 2007 erhielt Kirsten Boie den Deutschen Jugendliteraturpreis für ihr Lebenswerk sowie 2008 den "Goßen Preis" der Bayerischen Sparkassenstiftung. 2011 wurde Kirsten Boie mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse ausgezeichnet.

Kundenbewertungen zu "Der Junge, der Gedanken lesen konnte, 4 Audio-CDs"

2 Kundenbewertungen (Durchschnitt 3.5 von 5 Sterne bei 2 Bewertungen **** sehr gut)
***** ausgezeichnet
 
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Bewertung von R.E.R. am 17.05.2013 ***** weniger gut
“Alles hat seine Zeit”. Dieses Bibelzitat scheint Kirsten Boie bei Ihrem Friedhofskrimi für Kinder inspiriert zu haben. Eine Zeit zu leben und eine Zeit zu sterben. Es geht viel um das Sterben in diesem Buch und das nicht nur, weil Valentin mit seiner Mutter in eine neue Wohnung direkt neben dem städtischen Friedhof zieht. Was passiert wenn ein geliebter Mensch gestorben ist? Wohin geht er oder sie? Wer ist schuld wenn ein Kind sterben muss? Wie tröstet man jemanden, der sich schuldig am Tod eines anderen fühlt? Kirsten Boies Roman für Kinder wirft viele Fragen auf.

Valentin ist mit seiner Mutter von Russland nach Deutschland gekommen. Sein Vater ist bei seinem Bruder Artjom in Kasachstan geblieben. In den großen Ferien ist Valentin den ganzen Tag allein, weil die Mutter arbeiten muss. Neugierig beginnt er die neue Umgebung zu erkunden. Gleich bei seinem ersten Streifzug landet er auf dem nahegelegenen Friedhof. Er lernt Bronislaw, den freundlichen Friedhofsgärtner aus Polen kennen. Und das Ehepaar Schilinsky, dass anstelle eines Schrebergartens eine Grabstelle gekauft hat und dort jeden Tag picknickt. Valentin freundet sich dort auch mit dem alten Herrn Schmidt an, der mit seinem Hund täglich das Grab seiner Frau Else besucht. Auch für die obdachlose und geistig verwirrte Dicke Frau hat Valentin immer ein freundliches Wort übrig. Eines Tages findet Valentin Bronislaw niedergeschlagen auf der Friedhofstoilette. Es scheint als hätte jemand auf dem Friedhof Geheimnisse. Valentin jedoch hat erst vor kurzem eine ganz besondere Gabe an sich entdeckt: Er kann Gedanken lesen. So sollte der Übeltäter also schnell gefunden sein. Aber einen Verbrecher jagen, ist nicht so einfach wie gedacht. Und so ist Valentin bald selber in Lebensgefahr.

Kirsten Boie verbindet in dieser Geschichte für Kinder ab etwa 10 Jahren einen Krimistoff um Juwelendiebstahl mit Gedanken zum Thema Tod. Die Kombination ist ungewöhnlich. Es wird schnell klar, dass der einfühlsame Valentin nicht nur eine besondere Gabe sondern auch einen besonderen Kummer hat. Es dauert eine Weile, bis er sich dem alten Herrn Schmidt anvertraut. Dieser ist es dann auch, der ihn mit einfachen Worten beruhigt. Eben mit jenen, die ich anfangs erwähnte. “Alles hat seine Zeit”. Aber nicht nur der alte Herr hilft dem Ich-Erzähler Valentin. Auch die Freundschaft zu dem gleichaltrigen Nachbarsjungen Mesut bringt ihn weiter. Hier ist ein Gleichaltriger dem er sich öffnen kann und der gleichzeitig seine Trauer lindert und sich mit ihm auf Verbrecherjagd macht.

Ich fand das Buch nicht schlecht, obwohl ich die Kombination aus Krimi und Lebens- bzw. Sterbensphilosophie nicht wirklich gelungen fand. Mir wäre ein entschiedenen entweder oder lieber gewesen. Also entweder Krimi oder Mutmachbuch zum Thema Tod. Es gibt mit Sicherheit viele Kinder, denen es wie Valentin geht. Die mit Trauer oder Verlust umgehen müssen. Aber wie viele davon bekommen die Gelegenheit sich anhand der Aufklärung einer Diebesserie selbst zu therapieren in dem sie in Lebensgefahr geraten? Sicher nicht allzu viele. Das Identifikationspotential ist daher sicher gering.

Was die Identifikation und damit das Interesse zusätzlich erschweren dürfte: Valentin ist einfach “uncool”. Seine Sprache ist um einiges zu ernst bzw. zu erwachsen. Das Buch hat unnötige Längen, die selbst mich als Erwachsenen Leser um die Geduld brachten. Mein Fazit: Ich habe das Buch aus der Bibliothek entliehen, würde es aber nicht kaufen oder im Rahmen meiner Tätigkeit als Vorlesepatin verwenden.

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Bewertung von mille aus Berlin am 26.10.2012 ***** ausgezeichnet
Der Kinderkrimi "Der Junge der Gedanken lesen konnte" wurde von Kirsten Boie geschrieben. Es handelt um den Jungen Valentin und seine Freunde Mesut, den Schilinskys und Bronislaw die täglich ihre "Nette Runde" veranstalten. Doch eines Tages, als Valentin seine Freunde länger anstarrt, stellt er etwas merkwürdiges fest. Er kann Gedanken lesen! Doch diese Gabe bringt ihn oft in Schwierigkeiten.
Als ich dieses Buch gelesen habe, fiel es mir immer wieder schwer aufzuhören zu lesen, weil es einen so fesselt. Der Junge der Gedanken lesen konnte, ist mein Lieblingsbuch, weil es spannend aber auf eine liebevolle Art geschrieben ist. Jedes Kapitel ist immer wieder aufs Neue schön zu lesen. Ich würde dieses Buch auf jeden Fall an keine spezielle Altersgruppe weiter empfehlen, weil es für jede Altersklasse gemacht ist.

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