Ni No Kuni: Der Fluch der weißen Königin
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Ni No Kuni: Der Fluch der weißen Königin

PlayStation 3
 
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Ni No Kuni: Der Fluch der weißen Königin

Das PS3-Rollenspiel entstand in Zusammenarbeit des Animestudios Ghibli und den "Professor Layton"-Schöpfern Level-5. Die malerische Comickulisse dient als Hintergrund für die Geschichte rund um den Jungen Oliver, der in eine Parallelwelt reist, um Magier zu werden und so seine kürzlich verstorbene Mutter zurückzubringen. Auf seinem Weg begegnen ihm viele neue Freunde, die ihm dabei helfen, zu lernen und zu wachsen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Das Animestudio Ghibli hat es weit über die Grenzen Japans zu Bekanntheit gebracht. Filme wie "Prinzessin Mononoke" oder "Chihiros Reise ins Zauberland" zeigten auf, welche Möglichkeiten in dem Genre stecken, und wurden auch international zu Kassenerfolgen. Für das Rollenspiel "Ni No Kuni: Der Fluch der weißen Königin" hat Entwickler Level- 5 (unter anderem "Professor Layton"-Reihe) die Zusammenarbeit mit Ghibli gesucht. Herausgekommen ist ein visuell bezauberndes Spielerlebnis, das vor einigen Jahren bereits in Japan für NDS und PS3 erschienen ist, und das hierzulande nun über Namco Bandai exklusiv für die Sony-Konsole in den Handel kommt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der kleine Junge Oliver, dessen Mutter bei einem Unfall stirbt. Olivers Tränen lassen seine Stoffpuppe zum Leben erwachen, die sich als Feenkönig entpuppt und auf den Namen Tröpchen hört. Tröpchen nimmt Oliver in seine eigene Welt mit, wo der Junge einen bösen Tyrannen aufhalten soll und ganz nebenbei auch seine Mutter retten kann. Dieses Abenteuer wird in beeindruckenden Bildern erzählt, die sich zu keiner Zeit vor den großen Animeproduktionen verstecken brauchen.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Systemvoraussetzungen

PlayStation 3


Produktinformation

  • Hersteller: Bandai Namco Games
  • Artikeltyp: Software
  • Anzahl: 1
  • Datenträger: PS 3 (Playstation 3)
  • USK: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß §14 JuSchG
  • Erscheinungstermin: 01.02.2013
  • EAN: 3391891965842
  • Best.Nr.: 36039983
So außergewöhnlich die Optik, so traditionell gibt sich das Spielprinzip, das man so aus vielen anderen japanischen Rollenspielen kennt. Das Kampfsystem beispielsweise ist eine Mischung aus Echtzeit- und rundenbasierten Kämpfen, das schon recht früh im Spiel viel taktisches Geschick erfordert. Bei aller Euphorie darf man allerdings nicht vergessen, dass das Spiel für den Massenmarkt nicht wirklich tauglich ist. Für Animeliebhaber und Fans von Japan-Rollenspielen stellt "Ni No Kuni" allerdings definitiv einen Pflichtkauf dar. Der Titel enthält neben der japanischen auch eine englische Tonspur sowie deutsche Untertitel. Neben der regulären Version bringt Namco Bandai auch eine "Wizard's Edition" in den Handel, die zusätzlich ein Zauberbuch, eine Plüschpuppe sowie weiter Spielinhalte enthält.
Quelle/Copyright: Entertainment Media Verlag

Ein Gemeinschaftsprojekt von Level-5 (Dark Chronicle, Professor Layton, White Knight Chronicles) und den Anime-Meistern beim legendären Studio Ghibli (Das Schloss im Himmel, Prinzessin Mononoke, Chihiros Reise)? Schon nach der ersten Ankündigung vor ein paar Jahren lief bestimmt nicht nur mir das Wasser im Mund zusammen. Jetzt ist Ni no Kuni

endlich in hiesigen Gefilden angekommen und es hat mich nicht enttäuscht. Betretet eine wunderschöne fremde Welt, die sich kein Fan fernöstlicher Rollenspiele und Zeichentrickkunst entgehen lassen sollte.

Der Typ mit der Lampe an der Nase

Oliver aus dem beschaulichen Städtchen Motorville ist ein ganz normaler Junge, wenn auch etwas hilfsbereiter und höflicher als die üblichen kleinen Rabauken dieses Alters. Doch nach dem tragischen Tod seiner alleinerziehenden Mutter erwecken Olis Tränen ein Plüschtier zum Leben. Das Feenwesen Mr. Drippy, in der deutschen Fassung Tröpfchen genannt, war von bösen Mächten seiner Heimat in diese Spielzeuggestalt verbannt worden und eröffnet dem verdutzten Jungen, dass er laut Prophezeiung zum Retter der Parallelwelt bestimmt ist. Da jede Person unserer Dimension dort einen Seelenverwandten hat, kann vielleicht sogar Olivers Mutter noch gerettet werden...

So der Beginn einer, im wahrsten Sinne, zu Herzen gehenden Geschichte, vollgestopft mit fantasievoll gestalteten Landschaften, skurrilen Charakteren und abenteuerlichen Begebenheiten.

Für den Großteil der Handlung verschlägt es Oliver und Co. in die fremde Welt, gelegentlich kehrt man aber auch per Portalzauber nach Motorville zurück, um bei den Seelenverwandten neuer Freunde nach dem Rechten zu schauen.

Heiler der Herzen

Wie der junge Held erfährt, ist er der geborene Zauberer; immer wieder gibt es neue Sprüche für Kampfeinsätze oder das Lösen von einfachen Rätseln zu entdecken. So kann man etwa Fackeln entzünden, eine vertrocknete Quelle im alten Glanz erstrahlen lassen oder Objekte aus der Entfernung manipulieren.

Eine besondere Rolle spielt die Magie im Zusammenhang mit angeschlagenen Bewohnern des Fantasyreichs: Der Dschinn Shadar hat ihnen Teile ihrer Herzen geraubt, es fehlen zum Beispiel Lebensfreude und Mitgefühl. Die Betroffenen stehen dann etwa völlig teilnahmslos in der Gegend herum, ein Torwächter ist z.B. so trantütig, dass er nicht einmal den Eingang zur nächsten Stadt freigeben kann. Oliver muss nun für Abhilfe sorgen - andere Leute, die etwa vor lauter Enthusiasmus geradezu überschäumen, dienen als Spender. Das ganze System ist eine schöne Idee, wobei sich das Finden und Nutzen der 'Ersatzteile' aber ziemlich simpel gestaltet. Die zur Aufbewahrung benutzte Phiole beginnt in der Nähe potenzieller Helfer wild zu leuchten und Drippy spart noch dazu nicht an entsprechenden Hinweisen. Genau wie beim Einsatz der Zaubersprüche, so dass die damit verbundenen kleinen Rätseleinlagen kaum mal wirklich fordernd werden. Das gesprächige, nette Kerlchen kann eben einfach nicht die Klappe halten...

Pokemon-Anleihen

Außerhalb der sicheren Ortschaften, das bedeutet in leider recht schlauchartig aufgebauten Dungeons, Wäldern oder auch auf der begehbaren Weltkarte, lauern zahllose kampflustige Kreaturen, allerdings nicht in lästigen Zufallsbegegnungen. Stattdessen sieht man die Monster (wobei die angezeigten Gestalten meist stellvertretend für kleine Gruppen stehen) üblicherweise direkt in den Umgebungen und kann so durchaus manchen Gefechten durch Schlenker oder Wegrennen aus dem Weg gehen. Wer Pech hat, wird dann aber gern von hinten angefallen, was den Widersachern in der bei Kontakt geöffneten Kampfarena einen Startvorteil verschafft.

Innerhalb der kleinen Kampfbereiche können sich die Figuren frei bewegen und dadurch z.B. empfindliche Stellen attackieren oder Angriffen aktiv ausweichen, zusätzlich gibt es eine Verteidigungshaltung oder die Möglichkeit zur Flucht.

Neben Nahkampfwaffen werden natürlich je nach Charakter allerlei Spezialfähigkeiten und Zauber auf Feindesvolk losgelassen. Je nach Charakter? Ja: Der jugendliche Held bändigt im Laufe des Abenteuers zahlreiche Monster diverser Elementklassen, die so genannten Vertrauten, welche ihm fortan als mögliche Kampfgefährten zur Verfügung stehen.

Im Gefecht wechselt man auf Knopfdruck im Handumdrehen die aktive Figur, was auch häufig nötig ist, da die Vertrauten nur über begrenzte Ausdauer verfügen. Lebensenergie und Magiepunkte werden von allen Pappenheimern und Oliver gemeinsam verwendet, sind die HP futsch, geht es wahlweise beim letzten gesicherten Spielstand weiter (in Städten und auf der Weltkarte darf netterweise frei gespeichert werden, in Dungeons an festen Punkten), oder man investiert 10% des aktuellen Geldes und darf die Reise direkt fortsetzen.

Gar nicht so einfach

Oli bleibt nicht der einzige Monsterdompteur - sobald sich ihm das Mädchen Esther und der Gauner Sven anschließen, darf man auch diese samt ihrer Begleiterschar kontrollieren. Die KI übernimmt jeweils die nicht gesteuerten Personen (bis auf einige zweifelhafte Entscheidungen funktioniert das normalerweise ganz vernünftig), außerdem kann man ein paar Taktiken festlegen.

Die Kämpfe, nicht nur spektakuläre Boss-Begegnungen, sind trotz des putzigen Looks gar nicht mal so leicht zu überstehen. Man muss sich schon ordentlich mit den Stärken der Monsterkumpels, den angebotenen Taktiken oder dem rechtzeitigen Blocken der Attacken befassen und das alles auch noch im Eifer des oftmals hektischen Gefechts umsetzen. Wer es weniger anstrengend haben will, kann jederzeit zum niedrigeren der beiden Schwierigkeitsgrade wechseln, auch in die umgekehrte Richtung ist ein Wechsel möglich.

Störend fällt übrigens stellenweise das übertriebene Respawnen der Gegner und überhaupt die Zahl der Standardkämpfe auf. Ist man nur mal kurz um die Ecke gebogen, sind zuvor besiegte Fieslinge schon wieder putzmunter an Ort und Stelle. Das bremst den Spielfluss unnötig aus.

Es gibt viel zu tun

Nach jedem Kampf hagelt es Geld, Gegenstände sowie vor allem natürlich Erfahrung, und das auch für Partymitglieder, die nicht direkt beteiligt waren, so dass selbst Neuzugänge schnell auf ein vernünftiges Niveau kommen. Beim Aufleveln steigen die Charakterwerte automatisch, man darf die Helden aber durch Ausrüstung (leider nicht am Körper der Vertrauten sichtbar) und Leckereien weiter aufpeppen. Höherlevelige Kreaturen lassen sich darüber hinaus mithilfe spezieller Items zu neuen Evolutionsformen weiterentwickeln, die wieder auf Stufe 1 starten, aber bessere Aufstiegsmöglichkeiten haben.

Noch mehr Futter für experimentierfreudige Spieler liefert der Alchemiekessel, in dem aus kombinierten Objekten neue Gegenstände entstehen. Um die sowieso schon üppige Spieldauer zu erhöhen und wertvolle Belohnungen zu ergattern, können zahlreiche Nebenaufgaben gelöst werden. So bringt man z.B. bestimmte Widersacher zur Strecke, sucht verlorene Besitztümer oder sammelt auf der Weltkarte seltene Zutaten.

Ein Augen- und Ohrenschmaus

Ein absolutes Highlight von Ni no Kuni sind natürlich die von Studio Ghibli erschaffenen Zwischensequenzen, welche sich wirklich nicht vor 'richtigen' Zeichentrickfilmen verstecken müssen. Und nicht nur diese Szenen zaubern Anime-Fans ein Strahlen aufs Gesicht - auch im eigentlichen Spiel wird der besondere, wunderschöne Look nahtlos beim Charakterdesign und den fantasievoll präsentierten Umgebungen fortgesetzt. Ulkig animiert tummeln sich Unmengen an verschiedenen Monstergestalten zwischen farbenfroh leuchtenden Riesenpilzen, sandigen Dünen oder schummrigen Höhlen-Nischen. Ein Lob verdient auch Olivers aufwendig illustriertes magisches Buch, in dem man neben Informationen unter anderem einige Märchen findet.

Für eine stimmungsvolle Begleitung sorgt dabei stets der orchestrale Soundtrack, der den Spieler schon mit der beschwingten Titelmelodie regelrecht ins Abenteuer hineinsaugt. Die Sprachausgabe glänzt mit ähnlicher Qualität, wahlweise englisch oder japanisch. Allerdings wurden viele 'unwichtige' Dialoge nicht vertont, hier muss man eben die Glubscher zum Lesen bemühen. Was übrigens dank komplett deutscher Bildschirmtexte auch für die Englischmuffel unter uns kein Problem darstellen wird.

Fazit: Ni no Kuni

ist ein im wahrsten Sinne des Wortes zauberhaftes Abenteuer, bei dessen wunderschöner Präsentation und sympathischer Geschichte sicherlich nicht nur absoluten Anime-Fans das Herz aufgeht. Liebenswerte, teils skurrile Figuren, ausgesprochen vielseitige Kampfgefährten und ein üppiger Umfang machen das Spiel zu einem wahren Fest für jeden, der auch nur ein wenig Interesse an japanischen RPGs hat und sich nicht vor einem kindlichen Stil abschrecken lässt.

Macken wie der schlauchartige Aufbau der Kampfgebiete, die große Menge an (noch dazu hektischen) Standardgefechten oder gelegentliche KI-Aussetzer trüben die Freude nur geringfügig.

Wertung: 89 von 100 Punkten (Christina Schmitt/GameCaptain.de)
Quelle/Copyright: Captain-Fantastic-Besprechung

Kundenbewertungen zu "Ni No Kuni: Der Fluch der weißen Königin"

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Bewertung von Sela aus Schwelm am 14.02.2013   ausgezeichnet
Zusammenarbeit von Level5 und Studio Ghibli, ein RPG auf das ich mich seit langem wieder gefreut habe.

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